Mycobutin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Mycobutin Kapseln
  • Darreichungsform:
  • Kapseln
  • Zusammensetzung:
  • rifabutinum 150 mg, excipiens pro capsula.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Mycobutin Kapseln
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Mycobakterieninfektionen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 52068
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-02-1994
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Transferiert von Pfizer AG

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen. Dieses

Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie sollten es nicht an andere Personen

weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das

Arzneimittel schaden. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später

nochmals lesen.

Mycobutin®

Was ist Mycobutin und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Mycobutin ist ein Antibiotikum. Es ist ein Mittel für die Kombinationsbehandlung der Tuberkulose

und für die Prophylaxe und Therapie anderer Mykobakterieninfektionen bei HIV-positiven Patienten.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer

gegenwärtigen Erkrankung verschrieben.

Das Antibiotikum in Mycobutin ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Infektionskrankheiten

verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten

Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie deshalb Mycobutin nie von sich aus

für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.

Voraussetzung für einen Behandlungserfolg ist, dass die Dosierungsanweisungen des Arztes bzw.

der Ärztin genau eingehalten werden und die Einnahme von Mycobutin nicht unterbrochen wird.

Wann darf Mycobutin nicht angewendet werden?

Mycobutin darf nicht eingenommen werden bei bekannter Überempfindlichkeit (Allergie) auf einen

Inhaltsstoff von Mycobutin oder auf Rifamycin. Die gleichzeitige Einnahme von Mycobutin und

Ritonavir erhöht die Gefahr des Auftretens von Nebenwirkungen um ein Vielfaches. Daher darf

Mycobutin nicht eingenommen werden, wenn Sie mit Ritonavir behandelt werden.

Wann ist bei der Einnahme von Mycobutin Vorsicht geboten ?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen!

Falls Sie an einer Nierenerkrankung und/oder Lebererkrankung leiden, oder Herzfunktionsstörungen

haben, müssen Sie den Arzt bzw. die Ärztin informieren, damit er bzw. sie die Dosierung von

Mycobutin entsprechend anpassen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ärztin, welche anderen Arzneimittel Sie anwenden.

Dies ist wichtig, weil Mycobutin und gewisse Arzneimittel sich gegenseitig in der Wirkung

beeinflussen können oder Mycobutin in Kombination mit gewissen anderen Arzneimitteln vermehrt

zu unerwünschten Wirkungen führen kann.

Mycobutin kann die Wirksamkeit von folgenden Arzneimitteln beeinträchtigen: Arzneimittel gegen

Pilzinfektionen wie sie bei HIV-infizierten Personen eingesetzt werden, Schmerzmittel,

Blutgerinnungshemmer, Kortikosteroide, gewisse Arzneimittel zur Behandlung von

Autoimmunerkrankungen und Verhinderung von Abstossungsreaktionen nach Transplantationen,

gewisse Herzmittel, orale Antidiabetika, gewisse Antiepileptika, gewisse Arzneimittel zur

Behandlung von HIV-Infektionen, gewisse Antibiotika.

Auch die Pille zur Schwangerschaftsverhütung fällt in diese Kategorie. Um während der Behandlung

die Schwangerschaft sicher zu verhüten, müssen zusätzlich nicht-hormonelle Verhütungsmittel

angewendet werden.

Mycobutin kann in Kombination mit Clarithromycin vermehrt zu unerwünschten Wirkungen führen.

Bei gleichzeitiger Einnahme mit Saquinavir (Invirase) besteht ein erhöhtes Risiko für Uveitis

(Entzündung der Augenhaut). Bei Entzündung der Augen ist der Arzt darüber zu informieren.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Mycobutin während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Mycobutin sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen, darf Mycobutin nur mit ausdrücklicher

Genehmigung des Arztes oder Apothekers bzw. der Ärztin oder Apothekerin eingenommen werden.

Unter der Behandlung mit Mycobutin sollten Sie nicht stillen.

Wie verwenden Sie Mycobutin?

Eine begonnene Antibiotika-Therapie sollte so lange wie vom Arzt bzw. der Ärztin verordnet

durchgeführt werden. Die Krankheitssymptome verschwinden oft, bevor die Infektion vollständig

ausgeheilt ist. Eine ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung

kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

Halten Sie sich an die vom Arzt bzw. der Ärztin festgelegte Dosierung. Das Präparat kann einmal

täglich eingenommen werden. Der Arzt bzw. die Ärztin bestimmt die Tageszeit. Nahrung hat keinen

Einfluss auf die Wirkung.

Erwachsene inkl. ältere Patienten

Der Arzt bzw. die Ärztin legt die Dosierung fest. In der Regel gelten folgende

Dosierungsempfehlungen:

Bei neu diagnostizierten Fällen von Lungentuberkulose:

1 Kapsel täglich bis zu 6 Monaten.

Bei der Prophylaxe nicht tuberkulöser Infektionen mit Mykobakterien bei HIV-positiven Patienten

bzw. Patientinnen:

2 Kapseln täglich in einer Einnahme.

Bei der Therapie nicht tuberkulöser Infektionen mit Mycobakterien bei HIV-positiven Patienten bzw.

Patientinnen:

4 Kapseln täglich in einer Einnahme.

Kinder

Da keine Daten vorhanden sind, soll Mycobutin bei Kindern nicht angewendet werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Mycobutin haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Mycobutin auftreten:

Am häufigsten sind Magendarmstörungen wie Übelkeit und Erbrechen aufgetreten.

Bei Auftreten von Durchfall dürfen keine Arzneimittel, welche die Darmperistaltik (Darmbewegung)

hemmen, eingenommen werden.

Häufig sind weiter aufgetreten Fieber, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall,

Magenbrennen, Aufstossen, Blähungen, schlechter Geschmack, Muskelschmerzen, Hautausschlag

und Urinverfärbungen.

Gelegentlich kam es zu Hautverfärbungen, grippeähnlichen Symptomen, Gelenkschmerzen

Überempfindlichkeit, Engegefühl in der Brust mit Atemnot, Störungen des Blutbildes und Gelbsucht.

Frühe Warnzeichen einer Leberentzündung sind Müdigkeit, Schwächegefühl, Unwohlsein,

Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen. Weitere Zeichen sind Gelbfärbung der Augen (Bindehaut)

oder der Haut oder entfärbter Stuhl. Suchen Sie beim Auftreten solcher Symptome umgehend Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.

Bei Kombination mit Clarithromycin und/oder Fluconazole kann es gelegentlich zu Entzündungen

der Augen und in einzelnen Fällen zu Ablagerungen auf der Hornhaut kommen. Ihr Arzt bzw. Ihre

Ärztin wird deshalb regelmässig Ihre Augen kontrollieren.

Selten kann es zu schweren Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Konsultieren Sie sofort Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin beim Auftreten von Schwellungen der Haut (z.B. Nesselfieber) und

Schleimhäuten, grossflächigem Hautausschlag, Hautrötungen, Atemproblemen oder

Kreislaufbeschwerden.

Es sind Fälle von allergischen Schockreaktionen aufgetreten.

Falls eine der obengenannten Nebenwirkungen auftritt, bei der Sie einen Zusammenhang mit der

Anwendung von Mycobutin vermuten, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre

Ärztin oder Apothekerin konsultieren.

Bei schweren, anhaltenden Durchfällen mit Bauchkrämpfen und Fieber ist das Arzneimittel

abzusetzen und der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin unverzüglich zu benachrichtigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Mycobutin hat eine intensive rotbraune Farbe. Urin, Tränen, Haut und Schweiss können sich rötlich

verfärben, auch weiche Kontaktlinsen können rötlich verfärbt bleiben.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet

werden.

In der Originalpackung, nicht über 25 °C und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Mycobutin enthalten?

Eine Kapsel enthält 150 mg Rifabutin (DCI) als Wirkstoff.

Hilfsstoffe: Mikrokristalline Cellulose, Natriumlaurylsulfat, Magnesiumstearat, Hochdisperses

Siliciumdioxid, Gelatine sowie die beiden Farbstoffe Titandioxid (E171) und Eisenoxid (E172).

Zulassungsnummer

52068 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Mycobutin? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Packung mit 30 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

PIL V005