MTX HEXAL 25 mg/ml Injektionslösung, Fertigspritze

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • MTX HEXAL 25 mg/ml Injektionslösung, Fertigspritze Injektionslösung in einer Fertigspritze
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung in einer Fertigspritze
  • Zusammensetzung:
  • Methotrexat 25.mg
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • MTX HEXAL 25 mg/ml Injektionslösung, Fertigspritze Injektionslösung in einer Fertigspritze
    Deutschland
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
  • Zulassungsnummer:
  • 82851.00.00
  • Letzte Änderung:
  • 09-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Wichtiger Warnhinweis zur Dosierung von Methotrexat:

Methotrexat zur Therapie von rheumatologischen Erkrankungen oder Erkrankungen der Haut darf nur

1 x wöchentlich angewendet werden.

Fehlerhafte Dosierung von Methotrexat kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, einschließlich tödlich

verlaufender, führen. Lesen Sie den Abschnitt 3. dieser Gebrauchsinformation sehr sorgfältig.

Sprechen Sie vor der Anwendung von Methotrexat mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch

irgendwelche Fragen haben.

MTX HEXAL® 25 mg/ml Injektionslösung, Fertigspritze

Methotrexat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann

anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist MTX HEXAL und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von MTX HEXAL beachten?

Wie ist MTX HEXAL anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist MTX HEXAL aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist MTX HEXAL und wofür wird es angewendet?

MTX HEXAL ist ein Arzneimittel mit folgenden Eigenschaften:

es behindert das Wachstum bestimmter, sich schnell teilender Körperzellen (Anti-Krebs-Mittel)

es verringert unerwünschte Reaktionen des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsuppressivum) und

es besitzt entzündungshemmende Eigenschaften

MTX HEXAL wird angewendet für die Behandlung von

aktiver rheumatoider Arthritis (RA) bei Erwachsenen, bei denen die Behandlung mit sogenannten

Basistherapeutika (Disease Modifying Anti-Rheumatic Drugs, DMARDs) angezeigt ist

polyarthritischen Formen (wenn fünf oder mehr Gelenke betroffen sind) einer schweren aktiven

juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA), wenn das Ansprechen auf die Behandlung mit

nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) unzureichend war

schweren Formen von Psoriasis, welche mit konventionellen Therapien wie Lichttherapie, PUVA und

Retinoiden nicht genügend behandelt werden können, sowie bei schwerer Psoriasis, welche die

Gelenke angreift (Psoriasis arthropathica).

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von MTX HEXAL beachten?

Wenden Sie MTX HEXAL nicht an,

wenn Sie allergisch gegen Methotrexat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn Sie Nierenfunktionsstörungen (Ausscheidung von Kreatinin über die Nieren < 60 ml/min) haben

wenn Sie Leberschäden, eine alkoholbedingte Lebererkrankung oder andere chronische

Lebererkrankungen haben

wenn Sie derzeit an Erkrankungen des blutbildenden Systems leiden (Sie müssen dies mit Ihrem Arzt

besprechen)

wenn Sie einen erhöhten Alkoholkonsum haben

wenn Sie eine eingeschränkte Funktion des körpereigenen Abwehrsystems (z. B. AIDS) haben

wenn Sie an schweren oder bestehenden Infektionen leiden

wenn Sie Geschwüre im Magen-Darm-Bereich haben

wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und

Fortpflanzungsfähigkeit“).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bevor Sie mit der Anwendung von MTX HEXAL beginnen, sollten Sie mit Ihrem Arzt über den möglichen

Nutzen und die Risiken einer Methotrexat-Therapie sprechen. Es ist wichtig, dass Sie Methotrexat genau so

anwenden, wie es Ihnen verordnet wurde. Wenn Methotrexat häufiger angewendet wird oder in höheren

Dosen als verordnet, können schwere Erkrankungen, einschließlich Tod, auftreten.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von MTX HEXAL ist erforderlich bei

hohem Lebensalter

schlechtem Allgemeinzustand

Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum oder zwischen den Lungenblättern (Aszites, Pleuraerguss)

starkem Übergewicht

Diabetes mellitus

inaktiven, chronischen Infektionen (z. B. Tuberkulose, Hepatitis B oder C, Gürtelrose [Zoster])

früherer hochdosierter Vitamin-A-Therapie bei Schuppenflechte

Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 60 bis 80 ml/min)

Einschränkung der Lungenfunktion.

Die Therapie mit Methotrexat sollte nur von Ärzten eingeleitet und überwacht werden, die über ausreichende

Erfahrung in der Diagnose und Behandlung der betreffenden Erkrankung verfügen. Ihr Arzt wird Sie über

den möglichen Nutzen und die Risiken einschließlich der frühen Anzeichen und Symptome von

Vergiftungserscheinungen einer Methotrexat-Therapie aufklären.

Seien Sie mit der Einnahme von Methotrexat besonders vorsichtig und sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem

Arzt, wenn Sie

eine schwere Infektion oder Hautreaktionen haben

Husten oder Atemnot entwickeln

Windpocken oder Gürtelrose ausgesetzt sind und diese Krankheiten nicht schon hatten

ungewöhnliche Blutungen oder Quetschungen, Blut in Urin oder Stuhl oder rote Flecken auf Ihrer Haut

bemerken

Impfungen erhalten. Einige Impfstoffe können nicht richtig wirken, wenn Sie Methotrexat anwenden, und

„Lebendvirus-Impfstoffe“ sollten vermieden werden. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt. Impfungen

gegen Lungenentzündung und Grippe dürfen während einer Methotrexat-Therapie durchgeführt werden.

Methotrexat kann aufgrund seiner möglichen Wirkung auf das körpereigene Abwehrsystem Impf- und

Testergebnisse (immunologische Testverfahren zur Erfassung der Immunreaktivität) verfälschen.

Methotrexat kann Ihre Haut empfindlich gegen Sonnenlicht machen, weshalb Sie einen langen Aufenthalt an

der Sonne vermeiden sollten. Außerdem sollten Sie kein Solarium verwenden, ohne dies zuvor mit Ihrem

Arzt besprochen zu haben.

Akute Lungenblutungen wurden bei Patienten mit zugrunde liegender rheumatologischer Erkrankung bei der

Anwendung von Methotrexat berichtet. Sollten Sie Symptome, wie blutigen Auswurf oder Husten

beobachten, dann kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt.

Anwendung bei Kindern, Jugendlichen und älteren Patienten

Kinder und ältere Menschen sollten unter Behandlung mit Methotrexat besonders engmaschig ärztlich

überwacht werden, um mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.

Die altersbedingte Einschränkung der Leber- und Nierenfunktion sowie geringe körpereigene Reserven des

Vitamins Folsäure im Alter erfordern eine relativ niedrige Dosierung von Methotrexat. Besonders bei älteren

Patienten wurden nach der versehentlich täglichen Anwendung der Wochendosis Todesfälle gemeldet.

Spezielle Vorsichtsmaßnahmen für die Behandlung mit MTX HEXAL

Methotrexat beeinträchtigt vorübergehend die Produktion von Spermien und Eizellen, was in den meisten

Fällen reversibel ist. Methotrexat kann Fehlgeburten und schwere Geburtsfehler auslösen. Sie müssen

vermeiden, während der Anwendung von Methotrexat und für mindestens 6 Monate nach Beendigung der

Behandlung schwanger zu werden. Siehe auch Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und

Fortpflanzungsfähigkeit”.

Anwendung von MTX HEXAL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich

andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel einschließlich

pflanzlicher Arzneimittel und Vitamine handelt, da einige Arzneimittel einschließlich

entzündungshemmender Arzneimittel wie Ibuprofen oder Salicylsäure, einiger Antibiotika, Theophyllin,

Phenytoin und Probenecid mit Methotrexat Wechselwirkungen haben können. Auch das Risiko von

Leberschäden durch Methotrexat kann durch andere Arzneimittel, die die Leber beeinflussen (wie

Leflunomid, Azathioprin, Sulfasalazin und Retinoide), erhöht werden. Weitere Informationen hierzu finden

Sie in den folgenden Absätzen.

Im Tierversuch führten nichtsteroidale Antiphlogistika (NSARs) einschließlich Salicylsäure zu einer

Verminderung der tubulären Sekretion (Ausscheidung über die Nieren) von Methotrexat und damit zu

einer Erhöhung seiner Toxizität. In klinischen Studien, bei denen nichtsteroidale Antiphlogistika und

Salicylsäure als Begleitmedikation bei rheumatoider Arthritis eingesetzt wurden, kam es jedoch nicht zu

vermehrten Nebenwirkungen. Die Behandlung der rheumatoiden Arthritis mit derartigen Medikamenten

kann unter strenger ärztlicher Überwachung während der Therapie mit Methotrexat fortgesetzt werden.

Durch die Therapie mit Methotrexat kann es zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion kommen. Vor

allem bei gleichzeitiger Anwendung nichtsteroidaler Antiphlogistika (bestimmte schmerz- und

entzündungshemmende Arzneimittel, die in der Rheumabehandlung eingesetzt werden) ist dieses Risiko

erhöht.

Die gleichzeitige Gabe von Protonenpumpenhemmern (Omeprazol, Pantoprazol, Lansoprazol) kann zu

einer Verzögerung oder Hemmung der renalen Elimination von Methotrexat führen und dadurch erhöhte

Methotrexat-Plasmaspiegel mit klinischen Anzeichen und Symptomen einer Methotrexat-Toxizität

verursachen. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist Vorsicht geboten.

Die Wahrscheinlichkeit einer Leberschädigung durch Methotrexat wird durch Alkoholkonsum oder die

Einnahme anderer leberschädigender Medikamente erhöht. Auf Alkoholkonsum sollte ganz

verzichtet werden.

Salicylate, Phenylbutazon, Phenytoin, Barbiturate, Tranquilizer, Kontrazeptiva zum Einnehmen,

Tetrazykline, Amidopyrin-Derivate, Sulfonamide und p-Aminobenzoesäure verdrängen Methotrexat

aus der Serumalbuminbindung (Serumeiweiß) und steigern so die biologische Verfügbarkeit (indirekte

Dosiserhöhung).

Probenecid (Gichtmittel) und schwache organische Säuren können die Ausscheidung von Methotrexat

herabsetzen und damit ebenfalls eine indirekte Dosiserhöhung bewirken.

Penicilline und Sulfonamide können die Ausscheidung von Methotrexat über die Nieren im Einzelfall

reduzieren, sodass erhöhte Serumkonzentrationen von Methotrexat mit gleichzeitiger Toxizität für

Blutbild und Magen-Darm-Trakt auftreten können.

Die tubuläre Sekretion in den Nieren wird durch Ciprofloxacin verringert; die Anwendung von

Methotrexat mit diesem Arzneimittel sollte sorgfältig überwacht werden.

Antibiotika zum Einnehmen wie Tetrazykline, Chloramphenicol und nicht über den Darm aufnehmbare

Breitbandantibiotika können die Aufnahme von Methotrexat über die Darmwand herabsetzen oder den

Kreislauf über die Leber in den Darm (enterohepatischer Kreislauf) beeinflussen, indem sie die Darmflora

und die Verstoffwechslung von Methotrexat durch Bakterien hemmen.

Bei einer (Vor-)Behandlung mit Arzneimitteln, die mögliche Nebenwirkungen auf das Knochenmark

aufweisen (z. B. Sulfonamide, Trimethoprim/Sulfamethoxazol, Chloramphenicol, Pyrimethamin), ist die

Möglichkeit ausgeprägter Störungen der Blutbildung durch die Therapie mit Methotrexat zu beachten.

Die gleichzeitige Verabreichung von Arzneimitteln, die einen Folatmangel verursachen (z. B.

Sulfonamide, Trimethoprim/Sulfamethoxazol), kann zu erhöhter Methotrexat-Toxizität führen. Besondere

Vorsicht ist deshalb auch bei einem bereits bestehenden Folsäuremangel geboten. Andererseits kann die

gleichzeitige Verabreichung von Folinsäure-haltigen Arzneimitteln sowie Vitaminzubereitungen, die

Folsäure oder ihre Abkömmlinge enthalten, die Wirksamkeit von Methotrexat beeinträchtigen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Methotrexat und Basistherapeutika (z. B. Goldverbindungen, Penicillamin,

Hydroxychloroquin, Sulfasalazin, Azathioprin, Ciclosporin) ist mit einer Verstärkung der toxischen

(giftigen) Wirkungen von Methotrexat im Allgemeinen nicht zu rechnen.

Obwohl die Kombination von Methotrexat und Sulfasalazin (Basis-Antiphlogistikum) wegen der

Hemmung der Folsäuresynthese durch Sulfasalazin eine Wirkungsverstärkung von Methotrexat und

damit vermehrt Nebenwirkungen verursachen kann, wurden solche in mehreren Untersuchungen an

Patienten nur in seltenen Einzelfällen beobachtet.

Methotrexat kann die Ausscheidung von Theophyllin (Asthmamittel) über die Nieren reduzieren. Daher

sollte bei gleichzeitiger Anwendung mit Methotrexat die Theophyllin-Konzentration im Blut bestimmt

werden.

Die kombinierte Anwendung von Methotrexat mit Leflunomid (Basistherapeutikum) kann das Risiko

für Panzytopenie erhöhen.

Methotrexat führt zu erhöhten Konzentrationen von Mercaptopurinen (schwefelhaltige Zellgifte) im

Plasma. Die Kombination von beiden kann deshalb eine Dosisanpassung erfordern.

Während einer Therapie mit MTX HEXAL sollen keine Impfungen mit Lebendimpfstoffen

durchgeführt werden.

Methotrexat verursachte die Reaktivierung einer Hepatitis-B-Infektion oder Verschlechterung von

Hepatitis-C-Infektionen, die in einigen Fällen zum Tod führten. Einige Fälle von Hepatitis-B-

Reaktivierung traten nach dem Absetzen von Methotrexat auf. Deshalb ist eine regelmäßige

Überwachung durch den Arzt erforderlich.

Weiterer Hinweis

Haut- und Schleimhautkontakte mit Methotrexat sind zu vermeiden! Im Falle einer Kontamination die

betroffenen Stellen sofort mit reichlich Wasser abspülen.

Anwendung von MTX HEXAL zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Während der Anwendung von MTX HEXAL sollten Sie keinen Alkohol trinken, da dies das Risiko von

Nebenwirkungen, besonders hinsichtlich der Leber, erhöhen kann. Vermeiden Sie übermäßigen Konsum

von Kaffee, koffeinhaltigen Kaltgetränken oder schwarzem Tee.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Schwangerschaft

Wenden Sie MTX HEXAL während der Schwangerschaft oder wenn Sie versuchen, schwanger zu

werden, nicht an. Methotrexat kann zu Geburtsfehlern führen, das ungeborene Kind schädigen oder

Fehlgeburten auslösen. Es wird mit Fehlbildungen des Schädels, des Gesichts, des Herzens und der

Blutgefäße, des Gehirns und der Gliedmaßen in Verbindung gebracht. Daher ist es sehr wichtig, dass

Methotrexat Schwangeren oder Patientinnen, die beabsichtigen, schwanger zu werden, nicht verabreicht

wird. Bei Frauen im gebärfähigen Alter muss die Möglichkeit einer Schwangerschaft vor dem Beginn der

Therapie durch geeignete Maßnahmen, wie z. B. einem Schwangerschaftstest, sicher ausgeschlossen

werden. Sie müssen vermeiden, während der Behandlung mit Methotrexat und für mindestens 6 Monate

nach Beendigung der Behandlung schwanger zu werden, indem Sie in diesem Zeitraum eine zuverlässige

Verhütungsmethode anwenden (siehe auch Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Falls Sie während der Behandlung doch schwanger werden oder vermuten, dass Sie schwanger sein

könnten, wenden Sie sich so schnell wie möglich an Ihren Arzt. Sie sollten im Hinblick auf das Risiko

schädlicher Wirkungen auf das Kind während der Behandlung beraten werden.

Falls Sie schwanger werden möchten, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, der Sie vor dem geplanten

Beginn der Behandlung an einen Spezialisten überweisen kann.

Stillzeit

Stillen Sie nicht während der Behandlung, da Methotrexat in die Muttermilch übertritt. Sollte Ihr

behandelnder Arzt die Behandlung mit Methotrexat während der Stillzeit für unabdingbar halten, müssen

Sie mit dem Stillen aufhören.

Männliche Fertilität

Die verfügbaren Daten weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko an Fehlbildungen oder Fehlgeburten hin, wenn

der Vater wöchentlich mit weniger als 30 mg Methotrexat behandelt wird. Allerdings kann ein Risiko nicht

vollständig ausgeschlossen werden. Methotrexat kann genotoxisch sein. Das bedeutet, dass das Arzneimittel

genetische Mutationen verusachen kann. Methotrexat kann die Produktion von Spermien beeinträchtigen,

mit der Möglichkeit Geburtsfehler zu verursachen. Daher sollten Sie vermeiden, während der Behandlung

mit Methotrexat und für mindestens 6 Monate nach Beendigung der Behandlung ein Kind zu zeugen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Da bei der Anwendung von MTX HEXAL zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel und

Benommenheit auftreten können, kann im Einzelfall die Fähigkeit zum Fahren eines Kraftfahrzeuges

und/oder zum Bedienen von Werkzeugen oder Maschinen eingeschränkt sein (siehe Abschnitt 4.). Sie

können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren.

Fahren Sie in diesen Fällen nicht selbst Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder

Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! Dies gilt vor allem im Zusammenwirken mit Alkohol.

Weitere besondere Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Während der Methotrexat-Therapie können opportunistische Infektionen (Entzündungen infolge einer

gestörten immunologischen Abwehrreaktion) einschließlich einer Pneumocystis-carinii-Pneumonie (durch

Pilzbefall verursachte Lungenentzündung) auftreten, die tödlich verlaufen können.

Pulmonale (Lungen-)Komplikationen, Pleuraerguss, Alveolitis oder Pneumonitis (besondere Formen

einer Lungenentzündung) mit Symptomen, die Veränderungen im Röntgenbild vorausgehen können, wie

allgemeines Krankheitsgefühl, trockener Reizhusten, Kurzatmigkeit bis hin zur Luftnot, Husten,

Brustschmerzen, Fieber und Infiltrate im Thorax-Röntgenbild oder eine während der Methotrexat-Therapie

auftretende unspezifische Pneumonie (Lungenentzündung), können Anzeichen für eine eventuell gefährliche

Schädigung mit möglicherweise tödlichem Ausgang sein. Durch Methotrexat induzierte

Lungenerkrankungen können zu jeder Zeit der Therapie auftreten, bildeten sich nicht immer vollständig

zurück und traten schon bei geringen Dosen von 7,5 mg/Woche auf.

Bereits beim Verdacht auf eine durch Methotrexat bedingte Entzündung der Lunge muss die Behandlung

mit MTX HEXAL abgebrochen und umgehend der Arzt aufgesucht werden. Eine Abgrenzung gegenüber

Infektionen (einschließlich Lungenentzündung) ist erforderlich.

Es traten lebensbedrohliche, gelegentlich tödlich verlaufende allergische Hautreaktionen auf, die mit

einer schweren Störung des Allgemeinbefindens und Fieber einhergingen (Stevens-Johnson-Syndrom),

sowie toxische (giftige) blasige Ablösungen von Oberhaut, Mund- und Nasenschleimhaut (epidermale

Nekrolyse [Lyell-Syndrom]).

Gelegentlich traten Lymphknotenvergrößerungen (Lymphome) auf, die sich in einigen Fällen nach

dem Absetzen der Therapie mit Methotrexat zurückgebildet haben. Ein vermehrtes Auftreten von

Lymphomen unter einer Behandlung mit Methotrexat konnte in einer neueren Untersuchung nicht

festgestellt werden. Wenn die Lymphknotenvergrößerung nicht von alleine abklingt, wird Ihr Arzt eine

geeignete Behandlung einleiten.

Schwerwiegende Nebenwirkungen von Methotrexat treten gehäuft bei Patienten mit einem Mangel des

Vitamins Folsäure auf. Nach Ausschluss eines Vitamin-B

-Mangels sollte daher vor Beginn der

Behandlung mit MTX HEXAL ein bestehender Folsäuremangel ausgeglichen werden.

Durch Flüssigkeitsmangel können die Nebenwirkungen von Methotrexat verstärkt werden. Unter

Behandlung mit MTX HEXAL sollte deshalb auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet

werden.

Da Methotrexat vorwiegend über die Nieren ausgeschieden wird, ist bei eingeschränkter

Nierenfunktion mit erhöhten, länger anhaltenden Methotrexat-Konzentrationen im Blut zu rechnen, die

schwere Nebenwirkungen zur Folge haben können, wie Störungen der Nierenfunktion bis zum akuten

Nierenversagen. Im Zusammenhang mit der Gabe nichtsteroidaler Antiphlogistika ist über schwere

Nebenwirkungen einschließlich Todesfälle berichtet worden.

Unter einer Therapie mit Methotrexat kann sich gelegentlich eine Verschlechterung der Nierenleistung

mit einem Anstieg bestimmter Laborwerte (Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure im Serum) entwickeln. Ein

akutes Nierenversagen ist in Einzelfällen möglich.

Durch Schuppenflechte bedingte Hautveränderungen können sich unter Behandlung mit MTX HEXAL

bei gleichzeitiger Bestrahlung mit UV-Licht verschlechtern. Durch Bestrahlung hervorgerufene

Dermatitis und Sonnenbrand können bei Anwendung von Methotrexat wieder auftreten (sogenannte

„Recall“-Reaktionen).

Die intravenöse Anwendung von Methotrexat kann zu akuter Enzephalitis (Entzündung des Gehirns)

und akuter Enzephalopathie (krankhafte Hirnveränderung) mit Todesfolge führen.

Empfohlene Kontrolluntersuchungen

Auch wenn MTX HEXAL in niedriger Dosierung verabreicht wird, können schwerwiegende

Nebenwirkungen auftreten. Um diese rechtzeitig zu erkennen, ist eine regelmäßige Überwachung durch

den Arzt in kurzen zeitlichen Abständen unerlässlich.

Vor Beginn der Behandlung

komplettes Blutbild mit Differenzialblutbild und Anzahl der Blutplättchen

Leberwerte (ALT, AST, AP, Bilirubin)

Bluteiweiß

Nierenwerte (Kreatinin und Harnstoff, evtl. sogenannte Kreatinin-Clearance)

Hepatitis-A-, -B-, -C-Serologie

gegebenenfalls Tuberkulose-Ausschluss

gegebenenfalls Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Während der Therapie

1. Ärztliche Untersuchung der Mundhöhle und des Rachens auf Schleimhautveränderungen.

2. Komplettes Blutbild und Differenzialblutbild sowie Blutplättchenzahl wöchentlich in den ersten

beiden Wochen, dann 2-wöchentlich für den nächsten Monat und weiterhin, abhängig von der

Leukozytenzahl (Anzahl der weißen Blutkörperchen) und der Stabilität des Patienten, ca. monatlich.

3. Kontrolle der leberbezogenen Enzyme im Serum.

Vorübergehender Anstieg der Transaminasen-Werte (ALT, AST) auf das 2- bis 3-Fache der Norm

wird mit einer Häufigkeit von 13 bis 20 % der Patienten angegeben. Die Enzyme haben im

Allgemeinen 4 bis 5 Tage nach Methotrexat-Gabe ihren Höchstwert erreicht und sind nach 1 bis 2

Wochen wieder normalisiert. Anhaltende Abweichungen der leberbezogenen Enzyme von den

Normwerten und/oder ein Abfall des Serumalbumins (Serumeiweiß) können Anzeichen für eine

schwere Leberschädigung (Lebertoxizität) sein. Die Blutuntersuchung erlaubt keine verlässliche

Voraussage der Entwicklung einer sichtbaren Leberschädigung, d. h., auch bei normalen

Transaminasen-Werten kann eine nur feingeweblich nachweisbare Leberfibrose, seltener auch eine

Leberzirrhose, vorliegen. Im Falle anhaltender Erhöhung der leberbezogenen Enzyme sollten

Dosisreduktion bzw. weitere Therapiepausen erwogen werden (siehe auch Punkt 6. „Feingewebliche

Untersuchung von Lebergewebe [Leberbiopsie]“).

4. Kontrolle der Nierenfunktion/Kreatinin-Werte im Serum.

Bei Erhöhung des Serumkreatinins sollte die Dosis reduziert werden. Bei Serumkreatinin-Werten von

über 2 mg/dl sollte keine Therapie mit Methotrexat erfolgen. Bei grenzwertiger

Nierenfunktionsleistung (z. B. im höheren Alter) sollte die Überwachung engmaschig erfolgen. Dies

gilt insbesondere, wenn zusätzlich Arzneimittel gegeben werden, die die Ausscheidung von

Methotrexat beeinträchtigen, Nierenschädigungen verursachen (z. B. nichtsteroidale Antiphlogistika)

oder zu Blutbildungsstörungen führen können.

5. Befragung des Patienten bezüglich etwaiger Lungenfunktionsstörungen, gegebenenfalls

Lungenfunktionsprüfung.

6. Feingewebliche Untersuchung von Lebergewebe (Leberbiopsie).

Bei der längerfristigen Behandlung schwerer Formen der Psoriasis mit Methotrexat sollten aufgrund

der möglichen leberschädigenden Wirkung feingewebliche Untersuchungen entnommenen

Lebergewebes (Leberbiopsien) durchgeführt werden. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, zwischen

Patienten mit normalem und erhöhtem Risiko für Leberschäden zu unterscheiden.

a) Patienten ohne Risikofaktoren

Eine Leberbiopsie vor dem Erreichen einer Gesamtdosis von 1,0 bis 1,5 g ist nach gegenwärtigem

medizinischen Wissensstand nicht erforderlich.

b) Patienten mit Risikofaktoren

Dazu gehören in erster Linie:

Alkoholkrankheit, auch in der Vorgeschichte

andauernde Erhöhung bestimmter Leberenzyme im Blut

Lebererkrankung in der Vorgeschichte einschließlich chronischer Hepatitis B oder C

Familienvorgeschichte einer erblichen Lebererkrankung

und in zweiter Linie (mit wahrscheinlich geringerer Bedeutung):

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Adipositas (krankhafte Fettsucht)

Vorgeschichte mit Einnahme leberschädigender Arzneimittel oder Kontakt mit leberschädigenden

Chemikalien

Für diese Patienten wird eine Leberbiopsie bei bzw. kurz nach dem Beginn einer Therapie mit

Methotrexat empfohlen. Da ein kleiner Prozentsatz der Patienten aus verschiedenen Gründen die

Therapie nach 2 bis 4 Monaten abbricht, kann die erste Probenentnahme von Lebergewebe (Biopsie)

bis zu einem Zeitpunkt nach dieser Anfangsphase aufgeschoben werden. Sie sollte dann erfolgen,

wenn eine längerfristige Therapie angenommen werden kann.

Wiederholte Leberbiopsien nach Erreichen einer Gesamtdosis von jeweils weiteren 1,0 bis 1,5 g

werden empfohlen.

In den folgenden Fällen kann von einer Leberbiopsie abgesehen werden:

ältere Patienten

Patienten mit einer akuten Erkrankung

Patienten mit Gegenanzeigen für eine Leberbiopsie (z. B. bestimmte Herzerkrankungen, erhöhte

Blutungsneigung)

Patienten mit geringer Lebenserwartung

Bei schweren Formen der rheumatoiden Arthritis und Psoriasis arthropathica stellen das

Patientenalter bei Erstanwendung und die Therapiedauer Risikofaktoren für eine Leberschädigung dar.

Nur bei Patienten mit vermuteter vorbestehender Lebererkrankung sollte vor

Therapiebeginn eine Leberbiopsie durchgeführt werden.

Die Durchführung einer Leberbiopsie während der Therapie wird empfohlen, wenn die Leberwerte

während der Behandlung mit Methotrexat oder nach dessen Absetzen langfristig verändert sind.

Häufigere Kontrolluntersuchungen können erforderlich werden

während der Anfangsphase der Behandlung

bei Dosiserhöhung

während Phasen eines größeren Risikos für erhöhte Methotrexat-Blutspiegel (z. B. Austrocknung,

eingeschränkte Nierenfunktion, zusätzliche oder erhöhte Dosis gleichzeitig verabreichter

Medikamente wie z. B. nichtsteroidale Antiphlogistika).

MTX HEXAL enthält Natrium

MTX HEXAL enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Spritze, d. h., es ist nahezu

„natriumfrei“.

3. Wie ist MTX HEXAL anzuwenden?

Dieses Arzneimittel sollte nur von Ärzten verordnet werden, die mit den verschiedenen Eigenschaften des

Arzneimittels und seiner Wirkungsweise vertraut sind.

Wichtiger Warnhinweis zur Dosierung von Methotrexat

Zur Therapie von rheumatologischen Erkrankungen oder Erkrankungen der Haut darf MTX

HEXAL nur 1 x wöchentlich angewendet werden.

Fehlerhafte Dosierung von Methotrexat kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, einschließlich

tödlich verlaufender, führen. Lesen Sie bitte Abschnitt 3. „Wie ist MTX HEXAL anzuwenden?“ dieser

Gebrauchsinformation sehr sorgfältig.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Dosierung bei Patienten mit rheumatoider Arthritis

Die empfohlene Initialdosis für Methotrexat ist 7,5 mg 1-mal pro Woche. MTX HEXAL wird als

einmalige Anwendung unter die Haut oder in einen Muskel gespritzt (siehe Abschnitt „Art und Dauer der

Anwendung”).

Wenn die Therapie nicht anspricht aber gut vertragen wird, kann die Dosis von MTX HEXAL

schrittweise um 2,5 mg pro Woche erhöht werden. Die durchschnittliche wöchentliche Dosis beträgt 15-

20 mg. Generell sollte die wöchentliche Dosis von 20 mg MTX HEXAL nicht überschritten werden.

Wenn das gewünschte therapeutische Ergebnis erreicht worden ist, sollte die Dosis schrittweise auf die

niedrigste mögliche Erhaltungsdosis reduziert werden.

Dosierung bei Kindern und Jugendlichen mit polyarthritischen Formen der juvenilen idiopathischen

Arthritis

Die empfohlene Dosis beträgt 10-15 mg/m² Körperoberfläche wöchentlich. Wenn die Therapie nicht gut

anspricht, kann die wöchentliche Dosierung auf 20 mg/m

Körperoberfläche erhöht werden. Allerdings

sollten dann Kontrolluntersuchungen in kürzeren Abständen erfolgen.

Aufgrund ungenügender Erfahrungen in dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel bei Kindern unter 3

Jahren nicht angewendet werden.

Erwachsene mit Psoriasis oder psoriatischer Arthritis

Empfohlene Initialdosis (für ein durchschnittliches Körpergewicht von 70 kg)

Es wird empfohlen, eine einmalige Testdosis von 5-10 mg zu applizieren, um mögliche schädigende

Wirkungen einschätzen zu können. Diese Dosis kann subkutan (unter die Haut) oder intramuskulär (in

den Muskel) verabreicht werden.

Wenn nach 1 Woche keine Blutbildveränderungen beobachtet werden, wird die Therapie mit einer Dosis

von 7,5 mg fortgesetzt. Die Dosis kann schrittweise erhöht werden, bis das ideale therapeutische Ergebnis

erreicht ist. Generell sollte eine wöchentliche Dosis von 30 mg nicht überschritten werden.

Wenn das gewünschte therapeutische Ergebnis erreicht worden ist, sollte die wöchentliche Dosis auf die

für den Patienten niedrigste mögliche Erhaltungsdosis reduziert werden.

Patienten mit Nierenkrankheiten

Patienten mit einer Nierenerkrankung benötigen eventuell eine geringere Dosis.

Art und Dauer der Anwendung

Für subkutane und intramuskuläre Anwendung.

Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen (siehe auch Abschnitt 5. „Wie ist MTX HEXAL

aufzubewahren?“).

Die Behandlungsdauer wird von dem behandelnden Arzt festgelegt. MTX HEXAL wird 1-mal

wöchentlich injiziert!

Es wird empfohlen, einen bestimmten Wochentag als „Injektionstag“ festzulegen.

MTX HEXAL wird als Injektion unter die Haut oder in den Muskel verabreicht.

Die Behandlung von rheumatoider Arthritis, juveniler idiopathischer Arthritis, Psoriasis vulgaris und

psoriatischer Arthritis mit MTX HEXAL ist eine Langzeitbehandlung.

Rheumatoide Arthritis

Generell kann eine Besserung der Beschwerden nach 4-8 Wochen Behandlungsdauer erwartet werden.

Nach Absetzen von MTX HEXAL können die Beschwerden wieder auftreten.

Schwere Erscheinungsformen von Psoriasis vulgaris und psoriatischer Arthritis (Psoriasis arthropatica)

Im Allgemeinen kann nach 2-6 Wochen ein Ansprechen auf die Behandlung erwartet werden. In

Abhängigkeit von der Schwere der Symptome und der Laborwerte wird die Therapie entweder fortgesetzt

oder abgebrochen.

Zu Beginn Ihrer Therapie kann MTX HEXAL von medizinischem Personal injiziert werden. Ihr Arzt

kann auch entscheiden, dass Sie erlernen, sich MTX HEXAL selbst zu spritzen. Sie werden in diesem

Fall angemessen instruiert. Sie sollten sich unter keinen Umständen selbst spritzen, wenn Sie noch nicht

angelernt wurden.

Wenn Sie eine größere Menge von MTX HEXAL angewendet haben, als Sie sollten

Die schädlichen Wirkungen bei einer Überdosierung betreffen hauptsächlich das blutbildende System.

Spezifisches Gegenmittel bei Überdosierung ist Calciumfolinat (siehe Abschnitt 4. unter

„Gegenmaßnahmen“).

Bei einem starken Abfall der weißen Blutkörperchen oder anderen Anzeichen für eine Überdosierung

sollten umgehend 6 bis 12 mg Calciumfolinat in eine Vene oder in einen Muskel injiziert werden. Die

gleiche Dosis ist anschließend mehrfach (mindestens viermal) in 3- bis 6-stündigen Abständen zu

verabreichen.

Bei einer massiven Überdosierung kann eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr (Hydratation) und

Alkalisierung des Urins notwendig sein. Eine wirksame Ausscheidung von Methotrexat über die Nieren

wurde durch eine akute, mit Pausen durchgeführte Blutwäsche mit einem High-Flux-Dialysator erreicht.

Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis, Psoriasis-

Arthritis oder Psoriasis vulgaris kann die Gabe von Fol- oder Folinsäure die Toxizität von Methotrexat

(Magen-Darm-Symptome, Entzündung der Mundschleimhaut, Haarausfall und Anstieg der Leberenzyme)

verringern (siehe Abschnitt 2. unter „Anwendung von MTX HEXAL zusammen mit anderen

Arzneimitteln“).

Vor der Einnahme von Folsäurepräparaten empfiehlt sich eine Kontrolle der Vitamin-B

-Spiegel, da

durch die Folatgabe insbesondere bei Erwachsenen über 50 Jahre ein Vitamin-B

-Mangelzustand

maskiert werden kann.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit MTX HEXAL benachrichtigen Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

Dieser kann entsprechend der Schwere einer Vergiftung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Wenn Sie die Anwendung von MTX HEXAL vergessen haben

Haben Sie eine Dosis vergessen, so holen Sie sie innerhalb von 24 Stunden nach dem festgelegten Tag

nach. Sollte eine längere Verzögerung auftreten, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt. Wenden Sie nicht

die doppelte Dosis an, um eine einzelne ausgelassene Dosis auszugleichen, sondern fahren Sie mit der

angegebenen Dosierung fort. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Wenn Sie die Anwendung von MTX HEXAL abbrechen

Sie sollten die Behandlung mit MTX HEXAL nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt unterbrechen oder

beenden. Wenn Sie eine schwerwiegende Nebenwirkung vermuten, sollten Sie umgehend Rücksprache

mit Ihrem Arzt nehmen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Auch bei niedriger Dosierung können schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, die zur Unterbrechung

bzw. Beendigung der Behandlung zwingen. Nebenwirkungen können während der gesamten

Behandlungsdauer auftreten. Die meisten Nebenwirkungen sind vorübergehend, wenn sie frühzeitig

erkannt werden. Einige der unten genannten schwerwiegenden Nebenwirkungen können jedoch in sehr

seltenen Fällen einen plötzlichen Tod zur Folge haben. Auch besteht das Risiko, dass wegen des

Wirkmechanismus von Methotrexat einige Nebenwirkungen erst einige Zeit nach der Anwendung von

Methotrexat auftreten. Besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt.

Das Auftreten der folgenden Symptome kann möglicherweise auf eine Nebenwirkung von Methotrexat

hinweisen:

Fieber, Husten oder Schwierigkeiten beim Atmen

außergewöhnliches Schwächegefühl oder außergewöhnliche Müdigkeit

Durchfall, Erbrechen, Schmerzen im Bauch

(Haut-)Ausschlag

Blutung

heftiger Kopfschmerz

Gelbfärbung von Augen oder Haut

blutiger Auswurf oder Husten

Kontaktieren Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt und unterbrechen Sie die Einnahme von Methotrexat.

Nebenwirkungen sind u. a. abhängig von der Dosierung, Anwendungsart und -dauer von MTX HEXAL.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Behandlung mit diesem Arzneimittel beobachtet.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Entzündungen und Geschwüre im Mund- und Rachenraum, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen,

Bauchschmerzen (vor allem innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden nach Gabe von MTX HEXAL)

Anstieg der Leberwerte ALAT (GPT), ASAT (GOT), der alkalischen Phosphatase und des Bilirubins

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

MTX HEXAL kann Störungen der Blutzellbildung mit einer krankhaften Verminderung der weißen

und/oder roten Blutkörperchen und/oder der Blutplättchen (Leukozytopenie, Anämie, Thrombozytopenie)

verursachen.

Durchfall (vor allem innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden nach Gabe von MTX HEXAL)

Unabhängig von Dosis und Dauer der Behandlung mit Methotrexat kann sich eine allergisch bedingte

Entzündung des Lungengerüstes und der Lungenbläschen (interstitielle Pneumonitis/Alveolitis)

entwickeln und zu Todesfällen führen.

Hautrötung, Hautausschlag, Juckreiz

Kopfschmerzen, Müdigkeit und Benommenheit (treten vor allem am Tag nach der Anwendung von MTX

HEXAL auf), Parästhesie (Missempfindungen/Kribbeln)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Gürtelrose (Herpes zoster)

maligne Lymphome, die sich in einigen Fällen nach dem Absetzen der Therapie mit Methotrexat

zurückgebildet haben

Schädigungen des Knochenmarks, die zu einem starken Abfall der weißen Blutkörperchen

(Agranulozytose) oder aller Blutzellen (Panzytopenie) führen, Störungen der Blutbildung

schwere allergische Reaktionen mit Haut- und Schleimhautschwellungen, Luftnot, Herzjagen und

Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufversagen (anaphylaktischer Schock)

diabetische Stoffwechsellage (Anstieg der Blutzuckerwerte)

Geschwüre und Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Pankreatitis

Entzündungen und Geschwüre im Bereich der Harnblase (Zystitis evtl. mit Blut im Urin),

Blasenentleerungsstörungen (Dysurie)

Leberverfettung, chronische Leberfibrose (Vermehrung des Bindegewebes), Leberzirrhose

(bindegewebige bzw. narbig-bindegewebige Umwandlung von Lebergewebe), Abfall des Serumalbumins

(Serumeiweiß)

bindegewebige Umwandlung des Lungengerüsts (Lungenfibrose), Pleuraerguss

Quaddelbildung (Urtikaria), erhöhte Empfindlichkeit der Haut bei Sonneneinstrahlung (Photosensibilität),

verstärkte Pigmentierung der Haut, Haarausfall, schmerzhafte Abschürfung von psoriatischer Plaque,

Rheumaknoten; als schwere toxische (giftige) Erscheinungen: herpesähnliche Hautausstülpungen;

lebensbedrohliche allergische Hautreaktionen, die mit einer schweren Störung des Allgemeinbefindens

und Fieber einhergehen (Stevens-Johnson-Syndrom), toxische (giftige) blasige Ablösung von Oberhaut,

Mund- und Nasenschleimhaut (epidermale Nekrolyse [Lyell-Syndrom])

Blutgefäßentzündung (Vaskulitis) (als schwere toxische Erscheinung)

Depressionen

halbseitige Lähmung (Hemiparese), Schwindel, Verwirrtheit, Krampfanfälle,

Leukenzephalopathie/Enzephalopathie

Missbildungen des Fötus

Entzündungen und Geschwüre im Bereich der Scheide

Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Verminderung der Knochenmasse (Osteoporose)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Blutvergiftung (Sepsis)

Blutarmut in Verbindung mit einer Vergrößerung der roten Blutkörperchen (megaloblastäre Anämie)

Darmentzündung, Blut im Stuhl, Zahnfleischentzündung

Vermehrung stickstoffhaltiger Proteinstoffwechselprodukte im Blut (Azotämie)

akute Leberentzündung (Hepatitis) und Leberschädigung (Hepatotoxizität)

Entzündungen im Rachenbereich (Pharyngitis), Atemstillstand

verstärkte Pigmentierung der Nägel, Akne, punktförmige Hautblutungen (Petechien), kleinflächige

Hautblutungen (Ekchymosen), erythematöse Hautausschläge, Erythema multiforme (Hautrötung infolge

Erweiterung und vermehrter Füllung der Blutgefäße)

thromboembolische Ereignisse (Verschluss von Gefäßen durch Blutgerinnsel einschließlich arterieller

Thrombose, zerebraler Thrombose, Thrombophlebitis, tiefer Venenthrombose, Retinavenenthrombose

und Lungenembolie)

Stimmungsschwankungen, vorübergehende Wahrnehmungsstörungen

Lähmung (Parese), Sprachstörungen einschließlich Dysarthrie und Aphasie

Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Schleiersehen), schwerwiegende Sehstörungen unbekannter

Ursache

erniedrigter Blutdruck (Hypotonie)

Fehlgeburt

Verminderung der Spermienzahl (Oligospermie) sowie Störungen des weiblichen Zyklus, die sich jedoch

nach Ende der Behandlung zurückbilden

Knochenbruch durch Belastung

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Herpes-simplex-Hepatitis

schwere Verläufe von Knochenmarkdepression, Blutarmut infolge unzureichender Bildung roter

Blutkörperchen (aplastische Anämie)

Hypogammaglobulinämie

Bluterbrechen

akuter Leberzerfall

Lungenentzündung, die durch den Erreger Pneumocystis carinii verursacht wird; Luftnot und erschwerte

Ausatmung wie bei Asthma bronchiale; chronisch-obstruktive (verschließende) Lungenerkrankung

Nagelumlauf (akute Paronychie), Auftreten von Furunkeln an verschiedenen Körperstellen

(Furunkulose), bleibende Erweiterung kleiner oberflächlicher Hautgefäße (Teleangiektasie)

Muskelschwäche, Schmerzen in Armen und Beinen, metallischer Geschmack im Mund, Meningismus

(Zeichen einer Hirnhautentzündung mit starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Lähmungen,

Nackensteifigkeit und Bewusstseinstrübung), akute Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis)

Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Herzbeutelentzündung (Perikarditis), Behinderung der Herzfüllung durch Erguss im Herzbeutel

(Perikardtamponade), Flüssigkeitsansammlung zwischen den Herzbeutelblättern (Perikarderguss)

Tod des Fötus

gestörte Bildung von Ei- und Samenzellen (Ovogenese/Spermatogenese), Verlust des sexuellen Interesses

(Libidoverlust), Impotenz, Unfruchtbarkeit, Scheidenausfluss

Lymphoproliferative Erkrankungen (übermäßiges Wachstum der weißen Blutkörperchen)

Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Entzündungen infolge einer gestörten immunologischen Abwehrreaktion (opportunistische Infektionen),

die teilweise tödlich verlaufen, tödlich verlaufende Sepsis (Blutvergiftung), Infektionen hervorgerufen

durch Pilze (Histoplasma- und Kryptokokkus-Mykosen), durch Bakterien (Nokardiose), durch Viren

(durch Zytomegalievirus hervorgerufene Infektionen einschließlich Lungenentzündung), verbreiteter

Herpes simplex, Reaktivierung einer Hepatitis-B-Infektion und Verschlechterung einer Hepatitis-C-

Infektion

Erkrankungen der Lymphknoten (Lymphadenopathie) und unkontrollierte Vermehrung von Lymphzellen

(lymphoproliferative Erkrankungen), z. T. reversibel, Vermehrung der sogenannten eosinophilen

Granulozyten (Eosinophilie) und Verminderung der sogenannten neutrophilen Granulozyten im Blut

(Neutropenie)

allergische Entzündung, Entzündung der Blutgefäße (Vaskulitis), Fieber (bedarf Abklärung gegenüber

bakterieller oder mykotischer Septikämie!), Infektionsbegünstigung (Immunsuppression)

vermehrte Eiweißausscheidung mit dem Urin (Proteinurie)

Leberversagen

Wundheilungsstörungen

nichtinfektiöse Peritonitis (Bauchfellentzündung)

Lungenblutungen

Knochenschädigung im Kiefer (sekundär zum übermäßigen Wachstum der weißen Blutkörperchen)

Nebenwirkungen, die bei der in der Regel höher dosierten Anwendung von Methotrexat in der Onkologie

beobachtet wurden, schließen ein:

Gelegentlich: schwere Nierenschädigung (Nephropathie), Nierenversagen

Sehr selten: ungewöhnliche kraniale Sinneswahrnehmungen, vorübergehende Erblindung/Sehverlust

Erste Anzeichen für diese lebensbedrohlichen Komplikationen können sein: Fieber, Halsschmerzen,

oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und

Hautblutungen. Wenden Sie MTX HEXAL nicht mehr an, und informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich,

wenn Sie eines dieser Anzeichen oder Schüttelfrost, Husten, Schmerzen im unteren Rückenbereich oder

seitlich, Schmerzen beim Wasserlassen oder ungewöhnliche Blutungen bei sich bemerken.

Bei Auftreten von Durchfall oder Geschwüren im Mund- und Rachenbereich kann wegen der Gefahr von

Magen-Darm-Durchbrüchen oder Magen-Darm-Entzündungen mit Blutverlusten eine Unterbrechung der

Behandlung erforderlich werden.

Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl und/oder eine Schwarzfärbung

des Stuhls auftreten, müssen Sie MTX HEXAL absetzen und sofort den Arzt informieren.

Das Risiko für das Auftreten von Leberschäden ist vor allem bei einer Langzeitanwendung (über 2 Jahre)

mit einer Gesamtdosis über 1,5 g Methotrexat erhöht (besonders gefährdet sind Patienten mit

vorgeschädigter Leber, Diabetes mellitus, massivem Übergewicht, erhöhtem Alkoholkonsum, Psoriasis

vulgaris und bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, die ebenfalls leberschädigend wirken

können) (siehe Abschnitt 2. unter „Empfohlene Kontrolluntersuchungen“, Punkt 6. „Feingewebliche

Untersuchung von Lebergewebe [Leberbiopsie]“).

Bei Anwendung im Muskel kann es gelegentlich zu Nebenwirkungen an der Injektionsstelle

(brennendes Gefühl) oder Gewebeschäden (sterile Abszessbildung, Untergang von Fettgewebe) kommen.

Die Verabreichung unter die Haut ist lokal gut verträglich. Es wurden bisher nur mild ausgeprägte

lokale Hautreaktionen beobachtet, deren Anzahl im Verlauf der Behandlung abnahm.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist MTX HEXAL aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „verwendbar bis“

angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Nicht über 25 °C lagern.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Die Fertigspritzen in der Originalverpackung aufbewahren, um deren Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen MTX HEXAL nicht anwenden, wenn Sie bemerken, dass die Lösung nicht klar oder frei von

Schwebeteilchen ist, oder wenn das Behältnis beschädigt ist.

MTX HEXAL darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Das Arzneimittel muss sofort nach dem Öffnen angewendet werden.

Nur zum einmaligen Gebrauch. Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen!

Das Arzneimittel und seine Verpackung darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel und die Verpackung zu entsorgen sind, wenn Sie sie

nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was MTX HEXAL enthält

Der Wirkstoff ist Methotrexat.

1 ml Injektionslösung enthält 25 mg Methotrexat.

1 Fertigspritze mit 0,3 ml enthält 7,5 mg Methotrexat.

1 Fertigspritze mit 0,4 ml enthält 10 mg Methotrexat.

1 Fertigspritze mit 0,6 ml enthält 15 mg Methotrexat.

1 Fertigspritze mit 0,8 ml enthält 20 mg Methotrexat.

1 Fertigspritze mit 1,0 ml enthält 25 mg Methotrexat.

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Natriumhydroxid-Lösung (10 %) (zur pH-

Einstellung), Wasser für Injektionszwecke

Wie MTX HEXAL aussieht und Inhalt der Packung

MTX HEXAL ist eine klare, gelbliche Injektionslösung, die in Fertigspritzen mit Injektionsnadeln zur

Verfügung steht.

Packungen enthalten 1, 4, 5, 6, 10 oder 12 Fertigspritzen mit je 0,3 ml, 0,4 ml, 0,6 ml, 0,8 ml oder 1,0 ml

Injektionslösung und Alkoholtupfer.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Hexal AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: service@hexal.com

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2018.

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Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Anleitung für den Gebrauch von MTX HEXAL 25 mg/ml Injektionslösung, Fertigspritze

Zur Therapie von rheumatologischen Erkrankungen oder Erkrankungen der Haut darf MTX

HEXAL nur 1 x wöchentlich angewendet werden.

Für alle weiteren Informationen lesen Sie bitte die Fachinformation.

Hinweise zur Anwendung, Handhabung und Entsorgung

Die Lösung sollte visuell vor der Anwendung geprüft werden. Nur klare Lösungen, frei von Partikeln

sollten benutzt werden.

Das Arzneimittel oder Abfallmaterial muss entsprechend den nationalen Anforderungen zur Handhabung

und Beseitigung von zytotoxischen Stoffen gehandhabt oder entsorgt werden. Medizinisches

Fachpersonal, das schwanger ist, sollte MTX HEXAL nicht handhaben und/oder es verabreichen.

Jeglicher Kontakt von MTX HEXAL mit Haut und Schleimhäuten muss vermieden werden!

Bei Kontamination müssen die betroffenen Stellen umgehend mit reichlich Wasser abgespült werden!

Nur zum einmaligen Gebrauch. Nicht verwendete Lösung ist zu verwerfen!

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen für

zytotoxische Stoffe zu entsorgen.

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Die Fertigspritzen in der Originalverpackung aufbewahren, um deren Inhalt vor Licht zu schützen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine subkutane Injektion

Vorbereitung der Injektion

Öffnen Sie die Schachtel auf einer ebenen Oberfläche. Lesen Sie aufmerksam die

Gebrauchsinformation.

Entnehmen Sie der Schachtel eine Fertigspritze ohne Sie zu schütteln.

Prüfen Sie visuell die Lösung in der Spritze.

Wählen Sie eine Injektionsstelle. Reinigen Sie kreisförmig die Injektionsstelle mit einem

Ethanoltupfer. Berühren Sie diese Stelle danach nicht mehr. Ihr Arzt wird Sie detailliert hierzu

anweisen.

Verabreichung der Injektion

Entfernen Sie die Schutzkappe von der Nadel durch gerades Abziehen. Verkanten Sie die Schutzkappe

dabei nicht, um die Nadel nicht zu beschädigen.

Wenn Sie die Schutzkappe abgezogen haben, kann sich an der Nadelspitze ein Tropfen befinden. Das

ist normal. Sie dürfen die Nadel nicht berühren oder mit der Nadel etwas berühren. Drücken Sie jetzt

noch nicht den Kolben der Spritze, um Flüssigkeitsverlust zu vermeiden.

Formen Sie mit zwei Fingern eine Hautfalte, und stechen Sie beinahe vertikal. Mit einer kurzen,

schnellen Bewegung stoßen Sie die Nadel unter die Haut. Es besteht keine Notwendigkeit vor der

Injektion mit dem Kolben anzusaugen (aspirieren).

Drücken Sie den Kolben nach unten, und injizieren Sie langsam und stetig alle Flüssigkeit.

Beenden der Injektion

Entfernen Sie die Nadel. Seien Sie vorsichtig, dass dabei die Nadel im gleichen Winkel entfernt wird.

Tupfen Sie die Einstichstelle ab. Reiben Sie nicht, da dies zu einer Reizung der Einstichstelle führen

kann.

Um Verletzungen zu vermeiden, stecken Sie die Kanüle mit einer Hand zurück in die Schutzkappe

und drücken diese sanft fest.

29-6-2018

Medicines Safety Update, Volume 9, Number 2, June 2018

Medicines Safety Update, Volume 9, Number 2, June 2018

Oral methotrexate dosing, medicines associated with a risk of neuropsychiatric adverse events, and clozapine and gastrointestinal effects

Therapeutic Goods Administration - Australia

5-3-2012

Danish Pharmacovigilance Update, 16 February 2012

Danish Pharmacovigilance Update, 16 February 2012

Among the topics covered in this issue of Danish Pharmacovigilance Update are: Risk of overdose with methotrexate in the treatment of rheumatoid arthritis as well as intensified monitoring of heart rate and blood pressure in connection with treatment with Gilenya.

Danish Medicines Agency

24-5-2018

Jylamvo (Therakind Ltd)

Jylamvo (Therakind Ltd)

Jylamvo (Active substance: methotrexate) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)3263 of Thu, 24 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/2014/201706

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

Nordimet (Nordic Group B.V.)

Nordimet (Nordic Group B.V.)

Nordimet (Active substance: methotrexate) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)3155 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/2014/201706

Europe -DG Health and Food Safety