Minidiab

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Minidiab 5 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 60 Monate,120 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Minidiab 5 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Glipizid
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 15529
  • Berechtigungsdatum:
  • 27-06-1974
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Minidiab

®

5 mg - Tabletten

Wirkstoff: Glipizid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sichan Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Minidiab und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Minidiab beachten?

Wie ist Minidiab einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Minidiab aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Minidiab und wofür wird es angewendet?

Minidiab ist ein Antidiabetikum. Es wird bei Diabetes mellitus Typ II (Zuckerkrankheit) eingesetzt,

also jener Form, bei der kein Insulin verabreicht werden muss. Minidiab fördert die Freisetzung von

körpereigenem Insulin aus der Bauchspeicheldrüse und hilft dadurch, Ihren erhöhten Zuckerspiegel im

Blut zu senken. Minidiab wird eingesetzt, wenn eine entsprechende Diät, sowie körperliche Aktivität

und Gewichtsabnahme allein zur Behandlung nicht ausreichen.

Minidiab senkt Ihren Blutzuckerspiegel, wenn Sie an einem Diabetes mellitus leiden, der (noch) nicht

mit Insulin behandelt werden muss.

Die Einnahme des Arzneimittels kann und soll eine entsprechende Diät, sowie körperliche Aktivität

und Gewichtsabnahme nicht ersetzen.

Es ist daher wichtig, dass Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten weiterhin auf Ihre Zuckerkrankheit

abstimmen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Minidiab beachten?

Minidiab darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff Glipizid oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind, sowie gegen andere Antidiabetika aus der

Sulfonylharnstoffgruppe oder Sulfonamide.

wenn Sie Insulin injizieren, also an einer insulinpflichtigen Form des Diabetes leiden.

bei Nachweisbarkeit von Azeton im Blut.

bei Bewusstseinsverlust (Koma), in Folge einer Blutzuckerspiegelentgleisung (wesentlich zu hoch

oder zu tief).

bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen.

wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Minidiab einnehmen.

Je regelmäßiger Sie Minidiab einnehmen und je genauer Sie Ihre Diät einhalten und ausreichend

körperliche Bewegung machen, desto größer wird Ihr Behandlungserfolg sein. Um eine

Verschlechterung der Erkrankung zu verhindern oder diese zumindest zu verlangsamen, ist eine

Normalisierung des Körpergewichtes unbedingt notwendig.

Beim ersten Auftreten von Nebenwirkungen oder beim Eintritt einer Schwangerschaft informieren Sie

unverzüglich einen Arzt.

Regelmäßige Kontrollen (Blutzucker, Harnzucker, Ketonkörper, bei längerer Anwendung auch

Blutbildkontrollen) können von Ihrem Arzt angeordnet werden. Anhand der Ergebnisse wird Ihnen Ihr

Arzt unter Umständen Änderungen der Dosierung empfehlen.

Wie verhalten Sie sich bei einer Hypoglykämie (zu starkes Absinken des Blutzuckers):

Es ist zu beachten, dass die Gefahr für ein zu starkes Absinken des Blutzuckerspiegels bis zu zwei

Tage aufrechterhalten bleibt.

Die ersten Warnzeichen für eine Hypoglykämie sind Schwindel, Schwitzen und Hungergefühl, später

können Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Sehstörungen und Taubheitsgefühl im Mundbereich auftreten.

Wenn der Blutzucker weiter abfällt, kann es zu starker Verwirrung (Delirium), Krämpfen, einem

Verlust der Selbstkontrolle, flacher Atmung und verlangsamten Herzschlag kommen und Sie können

das Bewusstsein verlieren. Das klinische Bild eines stark reduzierten Blutzuckerspiegels kann dem

eines Schlaganfalls ähnlich sein.

Vorsicht: bei gleichzeitiger Einnahme von Betablockern (Herz-Kreislauf-Arzneimittel) oder bei

älteren Personen sind die Anzeichen einer Hypoglykämie oft nur undeutlich erkennbar.

Als Notfallmaßnahme nehmen Sie bitte rasch stark zuckerhaltige Speisen oder Getränke (z. B.

Orangensaft, Honig, Zuckerwürfel oder Zuckerwasser) ein.

Zusätzlich sollten Sie einen Arzt unbedingt verständigen oder aufsuchen; die Verbesserung Ihres

Zustandes durch die Zuckerzufuhr kann kurzfristig sein, danach kann die Hypoglykämie neuerlich

auftreten. Um dies zu verhindern, benötigen Sie ärztliche Hilfe.

Bitte beachten Sie, dass Ihre Familienmitglieder über die möglichen Symptome einer Hypoglykämie,

sowie entsprechender Erste-Hilfe-Maßnahmen Bescheid wissen, um Ihnen bei Bedarf rasch helfen zu

können.

Wodurch kann eine Hypoglykämie ausgelöst werden?

Durch Fehler oder Unregelmäßigkeiten bei der Tabletteneinnahme,

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln,

Überspringen oder Aufschieben von Mahlzeiten,

ungewohnte körperliche Anstrengungen und Stress,

bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion, sowie

Magen-Darmerkrankungen, die zur unvollständigen Nahrungsverwertung führen,

wenn Sie wegen Übelkeit oder Erbrechen nicht essen können

oder durch Alkoholgenuss.

In Situationen besonderer Belastung (Fieber, Verletzungen, Verbrennungen, Infektionen oder

chirurgische Eingriffe) kann der Blutzucker außer Kontrolle geraten. Es kann dann notwendig werden,

Minidiab vorübergehend abzusetzen und Insulin zu injizieren.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass das Arzneimittel zu stark oder zu schwach wirkt, benachrichtigen

Sie sofort Ihren Arzt. Außerdem sollten Sie Folgendes beachten: Bei vielen Patienten kann sich etwa

durch ein Fortschreiten der Erkrankung oder durch schlechteres Ansprechen auf die Behandlung die

erzielte Wirkung von blutzuckersenkenden Arzneimitteln zum Einnehmen, so auch von Glipizid, nach

einiger Zeit abschwächen. Dies wird als sekundäres Therapieversagen bezeichnet, im Unterschied zum

primären

Versagen,

welchem

Arzneimittel

beim

Patienten

vornherein

nicht

gewünschte Wirkung zeigt. Dosiseinstellung und Einhaltung der verordneten Diätmaßnahmen sollten

gemeinsam mit Ihrem Arzt überprüft werden.

Wenn Sie an Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel (einer seltenen genetischen Erkrankung)

leiden, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Behandlung von Minidiab beginnen.

Minidiab wurde Ihnen persönlich verordnet, bitte geben Sie es daher keinesfalls an andere Personen

weiter.

Einnahme von Minidiab zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Ihr Arzt wird entscheiden, ob ein Arzneimittel angewendet werden darf, oder die Einnahmemenge

verändert werden muss. Es kann auch notwendig werden, häufigere Blutzuckerkontrollen

durchzuführen, um die Gefahr einer starken Blutzuckerschwankung zu senken.

Bei Anwendung zweier oder mehrerer Arzneimittel kann eine gegenseitige Beeinflussung im Sinne

einer Verstärkung oder Abschwächung von Wirkung oder Nebenwirkung auftreten.

Folgende Substanzen können die blutzuckersenkende Wirkung von Minidiab verstärken:

Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (z. B. Miconazol, Fluconazol, Voriconazol)

Schmerzmittel/Rheumamittel (Nichtsteroidale Antirheumatika z. B. Phenylbutazon oder Salicylate

z. B. Acetylsalicylsäure)

Arzneimittel gegen Bluthochdruck (Beta-Blocker, ACE-Hemmer)

Arzneimittel gegen Geschwüre im Magen-Darm-Trakt (z. B. H2-Antagonisten)

Arzneimittel gegen Depressionen (MAO-Hemmer)

Arzneimittel zur Behandlung von Sodbrennen (Antazida)

Antibiotika (Sulfonamide, Chloramphenicol, Chinolone)

Arzneimittel zur Behandlung von Gicht (Probenicid)

blutverdünnende Arzneimittel (Cumarin)

Arzneimittel zu Behandlung zu hoher Blutfettwerte (Fibrate)

Alkohol

Die blutzuckersenkende Wirkung abschwächen können:

Hormone (Kortikoide, Gestagene, Östrogene, “die Pille”, Schilddrüsenpräparate),

Arzneimittel, die Hormone beeinflussen (z. B. Danazol),

Arzneimittel gegen Erkrankungen des Zentralnervensystems, wie Phenothiazine (z. B.

Chlorpromazin), Arzneimittel gegen Asthma, wie Sympatomimetika (z. B. Ritodrin, Salbutamol,

Terbutalin), harntreibende Arzneimittel (Diuretika), Phenytoin (gegen Epilepsie), Nikotinsäure,

Calciumantagonisten (gegen Bluthochdruck) und Isoniazid (gegen Tuberkulose).

Einnahme von Minidiab zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Da Alkohol die blutzuckersenkende Wirkung von Minidiab verstärken kann, sollte auf den Genuss

von Alkohol während der Behandlung mit Minidiab verzichtet werden (siehe auch „Einnahme von

Minidiab zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Minidiab darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden. In diesem

Zeitraum wird die Behandlung mit Insulin empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit

und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit kann beeinträchtigt sein, wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu

niedrig (sogenannte „Hypoglykämie“) oder zu hoch ist (sogenannte „Hyperglykämie“), oder wenn Sie

aufgrund dieser Umstände eine vorübergehende Sehstörung haben. Dies gilt besonders bis zur

optimalen Einstellung und bei Präparatewechsel sowie bei unregelmäßiger Einnahme des

Arzneimittels.

Fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob Sie Autofahren können, wenn Sie:

häufig einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel („Hypoglykämie“) haben

wenige oder keine Warnsignale eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels an sich bemerken

Minidiab enthält Laktose

Nehmen Sie Minidiab erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie

unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Minidiab einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Zum Einnehmen.

Minidiab wird am besten ½ Stunde vor dem Frühstück oder Mittagessen mit etwas Flüssigkeit

eingenommen.

Die Dosierung von Minidiab wird von Ihrem Arzt für Sie persönlich festgelegt.

Befolgen Sie daher bitte genau seine Empfehlungen.

Anfangsdosis: Die übliche Anfangsdosis beträgt ½ - 1 Tablette pro Tag.

Einstellungsphase: Ihr Arzt wird in Abständen von mehreren Tagen die Dosis in Schritten von ½ - 1

Tablette anpassen, bis die gewünschten Blutzuckerwerte erreicht sind.

Nach einigen Wochen Behandlung mit Minidiab stellt sich häufig eine Verbesserung der

Stoffwechsellage ein. Dadurch kann eine Verringerung der Einnahmemenge möglich werden.

Erhaltungsdosis: Die Erhaltungsdosis beträgt normalerweise ½ bis 3 Tabletten täglich.

Mehr als 4 Tabletten pro Tag dürfen nicht eingenommen werden.

Bis zu 2 Tabletten können auf einmal eingenommen werden, eine höhere Dosis in zwei zeitlich

getrennten Gaben vor den Mahlzeiten (z. B. morgens und mittags).

Bitte fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie von anderen Arzneimitteln zu Minidiab wechseln.

Falls Sie das Gefühl haben, dass Minidiab zu stark oder zu schwach wirkt, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker. Keinesfalls sollen Sie die Dosis von sich aus ändern!

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Es gibt keine Untersuchungen zu Verträglichkeit und Wirksamkeit.

Anwendung bei älteren Patienten und Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion

Ihr Arzt wird die Anfangs- und Erhaltungsdosis mit Vorsicht festlegen, um ein zu rasches Absinken

des Blutzuckerspiegels zu vermeiden.

Wenn Sie eine größere Menge von Minidiab eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie irrtümlich zu viele Tabletten eingenommen haben, setzen Sie sich bitte sofort mit einem

Arzt in Verbindung.

Eine Überdosierung kann zu einer Hypoglykämie (zu starkes Absinken des Blutzuckers) führen

(siehe “Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen”).

Hinweis für den Arzt: Informationen zu Symptomen und Therapie bei Überdosierung finden Sie am

Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Minidiab abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Minidiab nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die Nebenwirkungen sind nachstehend aufgelistet und nach Organsystemen geordnet, derzeit liegen

keine Häufigkeitsangaben dieser Nebenwirkungen vor.

Systemorgan-

klasse

Sehr

häufig

(kann mehr

als 1 von

Behandel-

betreffen)

Häufig

(kann bis zu 1

von 10

Behandelten

betreffen)

Gelegentlich

(kann bis zu 1

von 100

Behandelten

betreffen)

Selten

(kann bis

zu 1 von

1.000

Behandel-

betreffen)

Sehr selten

(kann bis

zu 1 von

10.000

Behandel-

betreffen)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren Daten

nicht abschätzbar)

Erkrankungen

des Blutes und

des

Lymphsystems

Verminderung bis

starker Mangel an

weißen

Blutkörperchen,

Mangel an

Blutplättchen,

Blutarmut,

Mangel aller

Blutzellen

Stoffwechsel-

und

Ernährungs-

störungen

Abfall des

Blutzucker-

spiegels*

niedriger

Natriumspiegel im

Blut

Psychiatrische

Erkrankungen

Verwirrtheits-

zustand#

Erkrankungen

des

Nervensystems

Schwindel-

gefühl#

Schläfrigkeit#

Zittern#

Kopfschmerz#

Augenerkran-

kungen

Verschwom-

menes Sehen#

Doppeltsehen#

Sehbeeinträchtigung

Verminderte

Sehschärfe#

Erkrankungen

des

Gastrointestinal-

trakts

Übelkeit$

Durchfall$

Schmerzen im

Oberbauch$

Unterleibs-

schmerzen

Erbrechen

Verstopfung$

Systemorgan-

klasse

Sehr

häufig

(kann mehr

als 1 von

Behandel-

betreffen)

Häufig

(kann bis zu 1

von 10

Behandelten

betreffen)

Gelegentlich

(kann bis zu 1

von 100

Behandelten

betreffen)

Selten

(kann bis

zu 1 von

1.000

Behandel-

betreffen)

Sehr selten

(kann bis

zu 1 von

10.000

Behandel-

betreffen)

Nicht bekannt

(Häufigkeit auf

Grundlage der

verfügbaren Daten

nicht abschätzbar)

Leber- und

Gallenerkran-

kungen

Cholestatische

Gelbsucht†

Leberfunktions-

störungen

Hepatitis

Hepatische Porphyrie

Porphyria cutanea

tarda

Erkankungen

der Haut und

des

Unterhautzell-

gewebes

Juckflechte‡

Allergische

Hautreaktionen‡

Rötungen‡

Ausschlag‡

Nesselsucht‡

Juckreiz‡

Lichtempfind-

lichkeitsreaktionen

Kongenitale,

familiäre und

genetische

Erkrankungen

Nicht-akute

Porphyrie (Störung

des Aufbaus des

roten Blutfarbstoffs

Häm )

Allgemeine

Erkrankungen

und

Beschwerden am

Verabreichungs-

ort

Unwohlsein#

Untersuchungen

Erhöhung

bestimmter Enzyme

und Stoffe im Blut

(Aspartatamino-

transferase erhöht§,

Laktatdehydroge-

nase im Blut erhöht§,

Alkalische

Phosphatase im Blut

erhöht§, Blut-

harnstoff erhöht§,

Kreatinin im Blut

erhöht§)

# In der Regel vorübergehend und erfordert kein Absetzen der Therapie; kann allerdings auch ein Symptom von

Hypoglykämie sein.

$ Scheinen dosisabhängig zu sein und klingen für gewöhnlich bei Dosisaufteilung oder –reduzierung ab.

† Bei Auftreten einer cholestatischen Gelbsucht Therapie absetzen

‡ Klingen vielfach mit zunehmender Therapiedauer ab. Ist dies allerdings nicht der Fall, sollte das Arzneimittel

abgesetzt werden.

§ Der Zusammenhang zwischen diesen Veränderungen und der Gabe von Glipizid ist nicht eindeutig geklärt; bislang

standen diese Veränderungen nur in seltenen Fällen mit klinischen Symptomen in Zusammenhang.

*Das Risiko einer Hypoglykämie ist erhöht zu Beginn oder bei Änderung der Behandlung, bei Nicht-Einhalten der Dosis

und/oder der Diätvorschriften, bei körperlicher Belastung und anderen den Metabolismus beeinflussenden Faktoren.

Siehe auch Abschnitt 2.

Bei Anwendung anderer Sulfonylharnstoffe wurde über aplastische Anämie und Disulfiram-artige

Reaktionen berichtet.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Minidiab aufzubewahren?

Nicht unter 15°C bzw. über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor

Licht und Feuchtigkeit zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Minidiab enthält

Der Wirkstoff ist Glipizid.

Eine Tablette enthält 5 mg Glipizid.

Die sonstigen Bestandteile sind Laktose (153 mg), Maisstärke, mikrokristalline Cellulose,

Stearinsäure.

Wie Minidiab aussieht und Inhalt der Packung

Minidiab ist eine weiße, runde Tablette mit Bruchrillen auf beiden Seiten.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Es gibt Blisterpackungen zu 30 und 120 Stück.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer: Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Wien

Hersteller: Pfizer Italia S.r.l., Ascoli Piceno, Italien

Z. Nr.: 15.529

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2016.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweis für den Arzt bei Überdosierung:

Leichte hypoglykämische Symptome ohne Bewusstseinsverlust oder neurologische Abnormitäten sind

mit oraler Glukose und Dosisanpassung bzw. Diätmaßnahmen zu behandeln. Bis der Patient außer

Gefahr ist, sollte eine sorgfältige medizinische Überwachung erfolgen. Schwere hypoglykämische

Reaktionen mit Koma, Krampfanfällen oder anderen neurologischen Störungen sind selten, stellen

aber einen akuten medizinischen Notfall dar und erfordern die sofortige Hospitalisierung. Bei

Diagnose oder Verdacht eines hypoglykämischen Komas ist die rasche intravenöse Injektion einer

konzentrierten (50%igen) Glukoselösung indiziert.

Anschließend empfiehlt sich eine weniger stark konzentrierte (10%ige) Glukoselösung als

Dauerinfusion bei einer Infusionsgeschwindigkeit, mit der der Blutzuckerspiegel konstant über 100

mg/dl gehalten werden kann. Die Patienten sollten mindestens 48 Stunden hindurch streng überwacht

werden, danach sollte der behandelnde Arzt abhängig vom Zustand des Patienten entscheiden, ob eine

weitere Überwachung notwendig ist. Bei Patienten mit Lebererkrankungen kann die Plasmaclearance

von Glipizid verzögert sein. Wegen der hohen Proteinbindung ist eine Dialyse nicht

erfolgversprechend.