Minerva

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Minerva Dragees
  • Darreichungsform:
  • Dragees
  • Zusammensetzung:
  • ethinylestradiolum 35 µg, cyproteroni acetas 2 mg, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Minerva Dragees
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Androgenisierungserscheinungen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56923
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-03-2004
  • Letzte Änderung:
  • 15-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Minerva®

Berlis AG

Was ist Minerva und wann wird es angewendet?

Minerva ist ein Arzneimittel, welches 2 Hormone enthält: Ethinylestradiol, ein weibliches Hormon

(ein sogenanntes Östrogen), und Cyproteronacetat, das einerseits die Wirkung männlicher Hormone

hemmt und andererseits Gelbkörperhormon-Eigenschaften hat.

Minerva wird vom Arzt oder von der Ärztin bei Frauen verschrieben, welche von männlichen

Hormonen abhängige Krankheiten haben wie:

·Mässig schwere bis schwere Akne (mit oder ohne stark fettiger Haut, d.h. Seborrhoe), wenn lokale

Therapien oder orale Antibiotikatherapien zu keiner Verbesserung führten,

·krankhaft vermehrte Gesichts- und Körperbehaarung (Hirsutismus).

Ist die vermehrte Behaarung erst vor kurzem aufgetreten oder hat sie sich in letzter Zeit erheblich

verstärkt, muss der Arzt oder die Ärztin wegen der notwendigen diagnostischen Abklärung der

Ursachen ausdrücklich darauf hingewiesen werden.

Obwohl Minerva auch empfängnisverhütend wirkt, darf es nur bei Patientinnen zum Einsatz

kommen, die aufgrund der oben beschriebenen Krankheitsbilder hormonell behandelt werden

müssen und darf nicht mit einem anderen hormonalen Empfängnisverhütungsmittel gleichzeitig

angewendet werden. Minerva darf nur auf Verschreibung und unter ständiger Kontrolle einer Ärztin

oder eines Arztes verwendet werden.

Wichtige Informationen über Minerva

·Minerva bewirkt eine leichte Zunahme des Risikos für ein Blutgerinnsel in den Venen und Arterien,

insbesondere im ersten Jahr der Anwendung oder bei Wiederaufnahme der Anwendung von Minerva

nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen.

·Achten Sie bitte aufmerksam auf Symptome eines Blutgerinnsels und wenden Sie sich an ihren

Arzt, wenn Sie vermuten, diese zu haben (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Minerva Vorsicht

geboten?», «Beeinflussung der Blutgerinnung, Risiko für Gefässerkrankungen»).

Was sollte dazu beachtet werden?

Bitte lesen Sie die Informationen zu Blutgerinnseln in der Rubrik «Wann ist bei der Einnahme von

Minerva Vorsicht geboten?», bevor Sie mit der Anwendung von Minerva beginnen. Es ist besonders

wichtig, die Informationen zu den Symptomen eines Blutgerinnsels zu lesen (vgl. «So erkennen Sie

ein Blutgerinnsel»).

Bevor Sie mit der Einnahme von Minerva beginnen, oder Minerva erneut anwenden, sollte Ihr Arzt

bzw. Ihre Ärztin eine sorgfältige Eigen- und Familienanamnese (Vorkommnisse von eigenen

Krankheiten und von Krankheiten in der Familie) erheben sowie eine gründliche allgemeine und

gynäkologische Untersuchung durchführen. Eine Schwangerschaft ist auszuschliessen.

Während der Anwendung von Minerva empfehlen sich regelmässige ärztliche

Kontrolluntersuchungen nach Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Dabei wird er/sie

eventuell vorliegende Risiken (wie Alter, Gewicht, chirurgischer Eingriff, Änderung Ihres

Gesundheitszustandes und/oder Ihrer Risikofaktoren) gegen den erwarteten Nutzen abwägen und mit

Ihnen über das Fortführen der Therapie entscheiden.

Minerva hat eine ähnliche Zusammensetzung wie eine kombinierte Verhütungspille, darf jedoch

nicht ausschliesslich zur Empfängnisverhütung eingenommen werden.

Falls eine Schwangerschaft während der Einnahme von Minerva auftritt, ist das Risiko von

Missbildungen erhöht. Es ist deshalb sehr wichtig, dass Minerva regelmässig gemäss den

Dosierungsempfehlungen eingenommen wird, damit eine zuverlässige Empfängnisverhütung

gewährleistet ist. Falls Sie bisher ein hormonales Empfängnisverhütungsmittel eingenommen haben

und Sie mit der Einnahme von Minerva beginnen wollen, fragen Sie bitte zunächst Ihren Arzt oder

Ihre Ärztin. Vorgängig eingenommene hormonelle Empfängnisverhütungsmittel müssen abgesetzt

werden (vgl. «Wie verwenden Sie Minerva?» – «Beginn der Einnahme»).

Direkt nach der Entbindung ist das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln erhöht. Sie sollten

deshalb Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin fragen, wann Sie wieder mit der Einnahme von Minerva

beginnen können.

Minerva schützt nicht vor HIV-Infektionen (AIDS) bzw. anderen Geschlechtskrankheiten.

Wann darf Minerva nicht angewendet werden?

Minerva darf nicht angewendet werden, wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie

zutrifft.

Wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft, müssen Sie dies Ihrem Arzt

mitteilen. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, welche andere Behandlung für Sie besser

geeignet ist.

·wenn Sie ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäss der Beine (tiefe Beinvenenthrombose), der Lunge

(Lungenembolie) oder eines anderen Organs haben (oder in der Vergangenheit hatten);

·wenn Sie jemals einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten;

·wenn Sie eine Angina pectoris (eine Erkrankung, die schwere Brustschmerzen verursacht und ein

erstes Anzeichen auf einen Herzinfarkt sein kann) oder eine transitorische ischämische Attacke

(vorübergehende Symptome eines Schlaganfalls) haben (oder früher einmal hatten);

·wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Störung der Blutgerinnung leiden - beispielsweise Protein-

C-Mangel, Protein-S-Mangel, Antithrombin-III-Mangel, Faktor-V-Leiden oder Antiphospholipid-

Antikörper;

·wenn ein Geschwister oder ein Elternteil in relativ jungem Alter (unter 50 Jahren) ein Blutgerinnsel

hatte;

·wenn bei Ihnen ein schwerer oder mehrere Risikofaktoren für das Auftreten eines Blutgerinnsel

vorliegen, wie z.B. Übergewicht oder Alter >35 Jahre (vgl. im Kapitel «Wann ist bei der Einnahme

von Minerva Vorsicht geboten?»- «Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene

erhöhen» und «Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie erhöhen»);

·wenn Sie an einer bestimmten Form von Migräne (sog. «Migräne mit Aura» die mit Empfindungs-,

Wahrnehmungs- und/oder Bewegungsstörungen einhergeht) leiden oder in der Vergangenheit

gelitten haben;

·wenn Sie an schwerer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit Gefässkomplikationen leiden;

·wenn Sie stark erhöhten Blutdruck haben;

·wenn Sie stark erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyzeride) haben;

·wenn Sie Brust- oder Gebärmutterkrebs haben oder hatten, bei dem Geschlechtshormone eine Rolle

spielen oder spielten;

·wenn Sie nicht abgeklärte Scheidenblutungen haben;

·wenn Sie an schweren Lebererkrankungen (z.B. Gelbsucht) leiden oder gelitten haben, solange die

Leberwerte abnormal sind;

·wenn Sie Lebertumore haben oder hatten;

·bei bestehender oder vermuteter Schwangerschaft;

·während der Stillzeit;

·wenn Sie gleichzeitig ein hormonales Empfängnisverhütungsmittel anwenden;

·bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile von Minerva.

Wenn einer der oben genannten Punkte während der Anwendung von Minerva neu auftritt,

konsultieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin und verwenden Sie nicht-hormonale kontrazeptive Methoden.

Minerva ist nicht zur Behandlung bei Männern angezeigt.

Wann ist bei der Einnahme von Minerva Vorsicht geboten?

Bei folgenden Beschwerden sollten Sie die Einnahme von Minerva sofort abbrechen und

unverzüglich ärztliche Hilfe aufsuchen (vgl Tabelle «So erkennen Sie ein Blutgerinnsel»):

·Neu auftretende Migräne oder ungewohnt starke Kopfschmerzen.

·Plötzliche Atembeschwerden oder plötzliches Auftreten von Husten unklarer Ursache.

·Unerklärliche Beinschmerzen mit oder ohne Schwellung.

·Plötzliche Seh-, Hör-, Sprech- oder sonstige Wahrnehmungsstörung.

·Plötzlicher starker Schmerz im Oberbauch oder Brustkorb mit oder ohne Ausstrahlung in den Arm.

·Plötzliches Auftreten von Schwindel, Schwächegefühlen, Gefühlsstörungen.

·Kollaps mit oder ohne Krampfanfälle.

·Mindestens 4 Wochen vor geplanten Operationen und während der Genesung nach Unfall oder

Operation.

·Deutlicher Blutdruckanstieg bei mehreren Messungen.

·Gelbsucht.

·Schwangerschaft oder Verdacht auf Schwangerschaft.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, wenn folgende Krankheiten bestehen

oder einmal bestanden haben oder sich während der Behandlung mit Minerva verschlimmern oder

zum ersten Mal auftreten:

·wenn Sie Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (sogenannte Ödeme) haben;

·wenn Sie schwere Nierenerkrankungen haben;

·wenn Sie Epilepsie oder Veitstanz (Chorea minor) haben;

·wenn Sie erhöhte Blutfettspiegel (Hypertriglyceridämie) haben oder diese Erkrankung in Ihrer

Familie vorgekommen ist. Unter Anwendung von Minerva bei Hypertriglyceridämie wurde über ein

erhöhtes Risiko für Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) berichtet;

·wenn Sie an einer Venenentzündung leiden (oberflächliche Thrombophlebitis);

·wenn Sie Krampfadern (Varizen) haben;

·wenn Sie Gelbsucht oder Gallenblasenerkrankungen haben;

·wenn Sie unregelmässige Monatsblutungen, gewisse Brustveränderungen, Brustkrebs in der Familie

oder gutartige Geschwulst der Gebärmutter haben;

·wenn Sie eine Herpes-Erkrankung während einer früheren Schwangerschaft (Herpes gestationis)

hatten;

·wenn Sie Mittelohrschwerhörigkeit (Otosklerose) haben;

·wenn Sie an einer Störung des Blutfarbstoffaufbaus (Porphyrie) leiden.

In seltenen Fällen können bräunliche Flecken im Gesicht (Chloasma) auftreten, insbesondere wenn

sich diese Erscheinung in einer vorausgegangenen Schwangerschaft gezeigt hat. Wenn Sie dazu

neigen, sollten Sie längere Sonnenbäder und ultraviolette Strahlen während der Einnahme von

Minerva meiden.

Bei Patientinnen mit erblichem oder erworbenem Angioödem (Schwellung der Haut und

Schleimhäute) kann die Einnahme von Östrogenen ein Angioödem auslösen oder die Symptome

verstärken.

Beeinflussung der Blutgerinnung, Risiko für Gefässerkrankungen:

Als Thrombose wird die Bildung eines Blutgerinnsels bezeichnet, welches ein Blutgefäss verstopfen

kann.

Bei der Anwendung von Minerva ist Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels höher, als

wenn Sie Minerva nicht anwenden.

Blutgerinnsel können auftreten

·in Venen (sog. «Venenthrombose», «venöse Thromboembolie»)

·in den Arterien (sog «Arterienthrombose», «arterielle Thromboembolie»).

Am häufigsten ereignet sich eine Thrombose in den tiefen Beinvenen (tiefe Venenthrombose). Wenn

sich ein Blutgerinnsel von der Venenwand loslöst, kann es weiterwandern und die Lungenarterien

verstopfen, was zu einer sogenannten Lungenembolie führt. Blutgerinnsel können sehr selten auch in

den Blutgefässen des Herzens auftreten, was zu einem Herzinfarkt führen kann. Blutgerinnsel oder

aufgeplatzte Blutgefässe im Gehirn können einen Schlaganfall verursachen.

Sehr selten können sich Blutgerinnsel in anderen Körperteilen, einschliesslich Leber, Darm, Nieren

oder Auge bilden.

Venöse oder arterielle thomboembolische Ereignisse können in seltenen Fällen zu schwerwiegenden

bleibenden Gesundheitsschäden führen oder tödlich sein.

SO ERKENNEN SIE EIN BLUTGERINNSEL

Beim Auftreten folgender Zeichen sollten Sie die Einnahme von Minerva unverzüglich abbrechen

und sofort einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen:

Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf?

Woran könnten Sie leiden?

Schwellung eines Beins oder längs einer Vene im Bein oder Fuss

vor allem wenn gleichzeitig Folgendes auftritt:

·Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der möglicherweise nur

beim Stehen oder Gehen bemerkt wird;

·Erwärmung des betroffenen Beins;

·Änderung der Hautfarbe des Beins, z.B. Rot- oder Blaufärbung

oder selten aufkommende Blässe.

Tiefe Beinvenenthrombose

·plötzliche unerklärliche Kurzatmigkeit oder schnelle Atmung;

·plötzlicher Husten ohne offensichtliche Ursache, bei dem evtl. Blut

ausgehustet werden kann;

·stechender Brustschmerz, der bei tiefem Einatmen zunimmt;

·starke Benommenheit oder Schwindelgefühl;

·schneller oder unregelmässiger Herzschlag;

·starke Magenschmerzen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit einem Arzt, da

einige dieser Symptome wie Husten oder Kurzatmigkeit mit einer

leichteren Erkrankung wie z.B. einer Entzündung der Atemwege

(z.B. einem grippalen Infekt) verwechselt werden können.

Lungenembolie

Symptome, die meistens in einem Auge auftreten:

·sofortiger Verlust des Sehvermögens oder

·schmerzloses verschwommenes Sehen, welches zu einem Verlust

des Sehvermögens fortschreiten kann.

Thrombose einer Netzhautvene

(Blutgerinnsel in einer Vene

oder Arterie im Auge)

·Brustschmerz, Unwohlsein, Druck, Schweregefühl;

·Enge- oder Völlegefühl in Brust, Arm oder unterhalb des

Herzinfarkt

Brustbeins;

·Völlegefühl, Verdauungsstörungen oder Erstickungsgefühl;

·in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm oder Magen ausstrahlende

Beschwerden im Oberkörper;

·Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl;

·extreme Schwäche, Angst oder Kurzatmigkeit;

·schneller oder unregelmässiger Herzschlag.

·plötzliche Schwäche oder Taubheitsgefühl des Gesichtes, Arms

oder Beins, die auf einer Köperseite besonders ausgeprägt ist;

·plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Verständnisschwierigkeiten;

·plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden Augen;

·plötzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgefühl,

Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsstörungen;

·plötzliche schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen

unbekannter Ursache;

·Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht mit oder ohne

Krampfanfall

In manchen Fällen können die Symptome eines Schlaganfalls

kurzfristig sein und mit einer nahezu sofortigen und vollständigen

Erholung einhergehen. Sie sollten sich aber trotzdem dringend in

ärztliche Behandlung begeben, da Sie erneut einen Schlaganfall

erleiden könnten.

Schlaganfall

·Schwellung und leicht bläuliche Verfärbung einer Extremität;

·starke Magenschmerzen (akutes Abdomen).

Blutgerinnsel, die andere

Blutgefässe verstopfen

Wann ist das Risiko für Blutgerinnsel in einer Vene erhöht?

Das Risiko für venöse Thromboembolien ist während des ersten Anwendungsjahres am höchsten.

Dieses erhöhte Risiko besteht ab der erstmaligen Einnahme von Minerva oder bei der erneuten

Einnahme (nach einem mindestens 4-wöchigen oder länger dauernden behandlungsfreien Zeitraum).

Daten einer grossen Studie weisen darauf hin, dass dieses erhöhte Risiko vorwiegend während den

ersten 3 Monaten besteht.

Nach dem ersten Jahr sinkt das Risiko, es bleibt aber stets geringfügig höher als wenn Minerva nicht

angewendet würde.

Wenn Sie die Anwendung von Minerva beenden, kehrt das Risiko für ein Blutgerinnsel in wenigen

Wochen auf den Normalwert zurück.

Wie gross ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels?

Das Gesamtrisiko für ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge mit Minerva ist gering, ist aber mehrfach

höher als bei Frauen, die keine Minerva einnehmen:

·Ungefähr 2 von 10'000 Frauen, die weder schwanger sind noch ein kombiniertes hormonales

Kontrazeptivum oder Minerva anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.

·Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels ist entsprechend Ihrer persönlichen medizinischen

Vorgeschichte unterschiedlich hoch (siehe folgenden Abschnitt «Faktoren, die das Risiko für ein

Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen»).

Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen

Das Risiko für Gerinnselbildung in Venen (z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) nimmt zu:

·mit steigendem Alter (insbesondere ab einem Alter von ungefähr 35 Jahren);

·bei Übergewicht (Body-Mass-lndex über 30 kg/m2);

·bei früherem Auftreten eines Blutgerinnsels (Beinthrombose, Lungenembolie oder anderswo), bei

einem Geschwister oder Elternteil in jungen Lebensjahren (jünger als 50 Jahre), oder falls Sie oder

einer Ihrer nahen Verwandten bekannte oder vermutete vererbliche Störungen der Blutgerinnung

haben. In diesem Fall sollten Sie vor Beginn der Einnahme von Minerva einen Spezialisten

aufsuchen. Gewisse Blutfaktoren, welche die Veranlagung für venöse Thrombosen erhöhen,

schliessen APC-Resistenz (aktiviertes Protein C–Faktor V-Leiden- Mutation), Homozystein,

Antithrombin III-Mangel, Protein C-Mangel, Protein S-Mangel, Antiphospholipid- Antikörper

(Antikardiolipin- Antikörper, Lupus- Antikoagulans) ein. Falls die Untersuchung Hinweise auf eine

Thrombophilie ergibt, ist die Anwendung von Minerva kontraindiziert (siehe «Wann darf Minerva

nicht angewendet werden?»);

·wenn Sie am polyzystischen Ovarialsyndrom leiden (einer Störung der Eierstöcke, die kombiniert

sein kann mit Zeichen eines verstärkten Einflusses männlicher Hormone [z.B. vermehrte Gesichts-

und Körperbehaarung] und mit erhöhtem Thromboserisiko);

·bei längerfristiger Immobilisierung, grösseren chirurgischen Eingriffen, jedem chirurgischen

Eingriff an den Beinen oder wenn ein Bein eingegipst ist, sowie schweren Verletzungen. In diesen

Fällen sollte Minerva abgesetzt werden (bei geplanten chirurgischen Eingriffen mind. 4 Wochen

vorher). Der Arzt, die Ärztin entscheidet, wann mit der Einnahme von Minerva wieder begonnen

werden kann (frühestens 2 Wochen nach vollständiger Mobilisierung);

·bei längerem Sitzen wie z.B. bei Langstreckenflügen (>4 Stunden), insbesondere wenn bei Ihnen

andere der aufgeführten Risikofaktoren vorliegen;

·wenn Sie systemischen Lupus erythematodes haben (SLE - eine Krankheit, die Ihr natürliches

Abwehrsystem beeinträchtigt);

·wenn Sie an einem hämolytischen urämischen Syndrom leiden (HUS - eine Störung der

Blutgerinnung, die zu Nierenversagen führt);

·wenn Sie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (chronisch entzündliche Darmerkrankungen) haben;

·wenn Sie Sichelzellanämie (eine erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen) haben;

·wenn Sie Krebs haben.

Wenn mehr als einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder eine dieser Erkrankungen besonders schwer

ist, kann Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels zusätzlich erhöht sein.

Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln erhöht.

Sie sollten deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin fragen, wann Sie wieder mit der Anwendung von

Minerva beginnen können. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn einer dieser Punkte

auf Sie zutrifft, auch wenn Sie nicht sicher sind. Ihr Arzt kann dann entscheiden Minerva abzusetzen.

Wann ist das Risiko für Blutgerinnsel in einer Arterie erhöht?

Genau wie ein Blutgerinnsel in einer Vene kann auch ein Gerinnsel in einer Arterie schwerwiegende

Probleme verursachen. Es kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.

Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie erhöhen

Es ist wichtig zu beachten, dass das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgrund der

Anwendung von Minerva sehr gering ist, jedoch ansteigen kann:

·mit zunehmendem Alter (älter als 35 Jahre);

·wenn Sie rauchen. Bei der Anwendung von Minerva wird geraten, mit dem Rauchen aufzuhören.

Wenn Sie nicht mit dem Rauchen aufhören können und älter als 35 Jahre sind, kann Ihr Arzt Ihnen

raten, eine andere Therapie anzuwenden;

·wenn Sie übergewichtig sind (Body-Mass-lndex über 30 kg/m2);

·wenn Sie einen hohen Blutdruck haben;

·wenn einer Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren (jünger als 50 Jahre) einen Herzinfarkt

oder Schlaganfall hatte. In diesem Fall könnten Sie ebenfalls ein erhöhtes Risiko für einen

Herzinfarkt oder Schlaganfall haben;

·wenn Sie oder einer Ihrer nächsten Angehörigen einen hohen Blutfettspiegel (Cholesterin oder

Triglyceride) haben;

·wenn Sie Migräne und insbesondere Migräne mit Aura haben;

·wenn Sie am polyzystischen Ovarialsyndrom leiden (einer Störung der Eierstöcke, die kombiniert

sein kann mit Zeichen eines verstärkten Einflusses männlicher Hormone [z.B. vermehrte Gesichts-

und Körperbehaarung] und mit erhöhtem Thromboserisiko);

·wenn Sie an Herzproblemen leiden (Herzklappenerkrankung, Rhythmusstörung namens

Vorhofflimmern);

·wenn Sie Zucker (Diabetes) haben;

·wenn Sie systemischen Lupus erythematodes haben (SLE - eine Krankheit, die Ihr natürliches

Abwehrsystem beeinträchtigt).

Wenn mehr als einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder eine dieser Erkrankungen besonders schwer

ist, kann Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels zusätzlich erhöht sein.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn es bei einer der oben erwähnten Punkte während der Anwendung

von Minerva zu einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn Sie mit dem Rauchen anfangen, bei

einem nahen Angehörigen aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt, oder wenn Sie stark

zunehmen.

Tumorerkrankungen

Brustkrebs wurde bei Frauen, die kombinierte Hormon-Präparate wie Minerva anwenden,

geringfügig öfter festgestellt als bei Frauen gleichen Alters, die keine solchen Präparate anwenden.

10 Jahre nach Absetzen dieser Präparate besteht allerdings kein Unterschied mehr. Es ist nicht

bekannt, ob der Unterschied durch diese Präparate verursacht wird. Möglicherweise wurden diese

Frauen nur sorgfältiger und öfter untersucht, so dass der Brustkrebs früher erkannt wurde.

In seltenen Fällen sind nach Langzeitanwendung hormonaler Wirkstoffe, wie sie Minerva enthält,

gutartige, noch seltener bösartige Veränderungen an der Leber beobachtet worden, die zu inneren

Blutungen führen und das Absetzen des Präparates erforderlich machen können. Deshalb ist der Arzt

oder die Ärztin zu informieren, wenn ungewohnte Oberbauchbeschwerden auftreten, die nicht von

selbst bald vorübergehen.

Bei Frauen, die kombinierte Hormon-Präparate wie Minerva über längere Zeit anwenden, treten

häufiger Fälle von Gebärmutterhalskrebs auf. Das höchste Risiko für Gebärmutterhalskrebs ist eine

lang andauernde Infektion mit dem Papillomavirus (HPV-Infektion). Die Langzeiteinnahme von

Minerva könnte zu diesem erhöhten Risiko beitragen.

Die oben genannten Tumoren können lebensbedrohlich sein oder tödlich verlaufen.

Die in Minerva enthaltenen Hormone können die Ergebnisse bestimmter Blutuntersuchungen

beeinflussen. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, dass Sie Minerva einnehmen,

wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchgeführt wird.

Jedes Dragée von Minerva enthält 31 mg Laktose pro Tablette. Wenn Sie an der seltenen hereditären

Galaktose-Intoleranz, Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption leiden und eine

laktosefreie Diät einhalten, sollten Sie diese Menge beachten.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Gewisse Arzneimittel können bei gleichzeitiger Einnahme die Wirkung von Minerva

beeinträchtigen.

Dazu gehören Arzneimittel zur Behandlung von:

·Epilepsie (Primidon, Phenytoin, Barbiturate, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Topiramat, Felbamat)

·Tuberkulose (Rifampicin, Rifabutin)

·Infektionen mit dem HIV- und Hepatitis C-Virus (sogenannte Proteaseinhibitoren und

Nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-lnhibitoren)

·Pilzinfektionen (Griseofulvin)

·Bluthochdruck in den Lungenarterien wie Bosentan

·Narkolepsie wie Modafinil

·depressiven Verstimmungen mit Johanniskrautpräparaten (siehe unten).

Wenn Sie eines der oben genannten Arzneimittel kurzfristig (bis zu 10 Tagen) anwenden, können Sie

Minerva weiterhin einnehmen. Während der Behandlung und für 28 Tage nach dem Beenden der

Behandlung mit diesem Arzneimittel müssen Sie jedoch zusätzliche, nichthormonale Massnahmen

zur Empfängnisverhütung, z.B. Kondome, anwenden. Fragen Sie diesbezüglich Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wird die gleichzeitige Behandlung mit dem Arzneimittel über das Ende der aktuellen Packung von

Minerva fortgesetzt, ist die nächste Packung ohne Unterbrechung, also ohne die übliche

Einnahmepause (siehe «Wie verwenden Sie Minerva?») anzufangen. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird

Sie darüber instruieren.

Wenn Sie Minerva einnehmen, sollen Sie nicht gleichzeitig ein Johanniskrautpräparat (Hypericum)

gegen Depressionen anwenden, da die empfängnisverhütende Wirkung beeinträchtigt werden kann.

Über Zwischenblutungen und Einzelfälle unerwünschter Schwangerschaften wurde berichtet.

Einige Arzneimittel sowie Grapefruitsaft können die Wirkstoffkonzentration von Minerva im Blut

erhöhen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel

oder Grapefruitsaft einnehmen:

·orale Antipilzmittel wie Azol-Antimykotika (z.B. Fluconazol),

·Makrolidantibiotika wie z.B. Clarithromycin oder Erythromycin.

Wenn Sie zuckerkrank sind, kann sich durch die Einnahme von Minerva Ihr Bedarf an

blutzuckersenkenden Arzneimitteln (inklusive Insulin) ändern.

Minerva kann auch die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, und deren Wirkung entweder

verstärken oder vermindern. Dies betrifft z.B. Ciclosporin und das Antiepileptikum Lamotrigin (dies

könnte zu einer erhöhten Häufigkeit von Krampfanfällen führen, weshalb Ihr Arzt/Ihre Ärztin zu

Beginn der Anwendung von Minerva und wenn Sie Minerva absetzen die Lamotrigin-Blutspiegel

überwachen wird). Es können aber auch weitere Arzneimittel betroffen sein, wie Schmerzmittel,

Antidepressiva, Antimalariamittel, Beruhigungsmittel, Herzmedikamente, Cortison-Präparate,

Blutgerinnungshemmer und Asthmamittel. Es ist deshalb wichtig, Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über

die Einnahme von gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln zu informieren.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien durchgeführt, welche die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu

bedienen, untersucht haben.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin,

·wenn Sie an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Minerva während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Minerva darf während einer Schwangerschaft oder bei Verdacht auf eine Schwangerschaft nicht

eingenommen werden.

Vor Beginn der Anwendung von Minerva ist eine Schwangerschaft auszuschliessen.

Tritt unter der Anwendung von Minerva eine Schwangerschaft ein, ist das Arzneimittel sofort

abzusetzen und der Arzt bzw. die Ärztin zu konsultieren.

Wenn Sie stillen, dürfen Sie Minerva nicht einnehmen, da es die Qualität und Quantität der

Muttermilch beeinträchtigen kann und die Wirkstoffe in geringen Mengen in die Muttermilch

übertreten können.

Wie verwenden Sie Minerva?

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Vorgängig eingenommene andere hormonelle Empfängnisverhütungsmittel müssen abgesetzt

werden.

Behandlungsdauer

Die Zeit bis zur Linderung der Symptome beträgt mindestens drei Monate. Die Dauer der

Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Krankheitssymptome

(Androgenisierungserscheinungen) und ihrem Ansprechen auf die Behandlung; im Allgemeinen

beträgt sie mehrere Monate.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird regelmässig überprüfen, ob eine Weiterbehandlung angezeigt ist.

Minerva darf darüber hinaus nicht ausschliesslich zur Empfängnisverhütung weiter angewendet

werden. Falls nach dem Absetzen die von männlichen Hormonen abhängigen Krankheitsbilder

wieder auftreten, kann nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin erneut mit Minerva

behandelt werden.

Beginn der Einnahme

Die Kalenderpackung enthält 21 Dragées. Auf der Packung ist bei jedem Dragée ein Wochentag

vermerkt. Nehmen Sie das 1. Dragée der Kalenderpackung aus dem Feld des betreffenden

Wochentages (z.B. «Mo» für Montag), indem Sie es durch die Aluminiumfolie drücken, und

schlucken es unzerkaut mit Flüssigkeit. Die Tageszeit der Einnahme ist gleichgültig, nur sollten Sie

bei der einmal gewählten Stunde bleiben. Folgen Sie der Pfeilrichtung, bis alle 21 Dragées

eingenommen sind. Während der darauffolgenden 7 Tage nehmen Sie keine Dragées ein. In diesen 7

Tagen sollte die Monatsblutung (Entzugsblutung) 2-3 Tage nach Einnahme des letzten Dragées

einsetzen. Beginnen Sie die nächste Minerva-Packung am 8. Tag, auch wenn die Blutung noch

anhält. Das bedeutet, dass Sie jede weitere Minerva-Packung stets am gleichen Wochentag beginnen

wie die erste Packung und Ihre Monatsblutung ebenfalls jeden Monat ungefähr am gleichen Tag

beginnt.

Wenn Sie während des vergangenen Monats keine hormonalen Verhütungsmittel eingenommen

haben:

Warten Sie bis zu Ihrer nächsten Monatsblutung. Beginnen Sie mit der Einnahme der Dragées am 1.

Tag des Zyklus (= 1. Tag der Blutung).

Der erste Zyklus wird etwas verkürzt sein, während alle folgenden Zyklen vier Wochen dauern.

Sie können auch am 2. bis 5. Tag Ihres Zyklus mit der Dragée-Einnahme beginnen, dann müssen Sie

aber während der ersten 7 Tage der Einnahme im ersten Zyklus zusätzliche Verhütungsmethoden

(nichthormonale Verhütungsmittel mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der

Temperaturmethode) verwenden.

Bei bisheriger Einnahme von einem kombinierten 21 Tage Verhütungsmittel («Pille», transdermaler

Patch oder Vaginalring):

Sie beginnen mit der Einnahme von Minerva vorzugsweise am Tag nach der Einnahme des/r letzten

Dragées/Tablette der bisher eingenommenen Pille (das bedeutet: ohne Einnahme-Pause.) Sie können

auch später mit der Einnahme von Minerva beginnen, spätestens jedoch am Tag nach der üblichen

7tägigen einnahmefreien Pause Ihrer gegenwärtigen Pille. Im Falle eines transdermalen Patches oder

eines Vaginalrings sollte mit der Einnahme von Minerva am Tag nach der Entfernung des letzten

Rings oder des letzten Patches begonnen werden, spätestens aber an jenem Tag, an welchem die

nächste Anwendung des Patches bzw. des Vaginalrings fällig wäre.

Bei bisheriger Einnahme von einer 28-Tage-Packung Kombinationspille (mit 21 bis 24

wirkstoffhaltigen Tabletten und 4 bis 7 Tabletten ohne Wirkstoffe):

Nachdem Sie die letzte wirkstoffhaltige Tablette aus der alten Packung eingenommen haben (nach

21 bis 24 Tagen), beginnen Sie unmittelbar am darauffolgenden Tag – ohne Einnahmepause – mit

dem ersten Minerva Dragée. Sie können aber auch die nächste Monatsblutung abwarten und mit der

Einnahme von Minerva im Anschluss an die letzte Tablette ohne Wirkstoff beginnen.

Bei bisheriger Einnahme von einer Gestagen-Monopille (Minipille):

Sie können die Einnahme der Minipille an jedem beliebigen Tag beenden und mit der Einnahme von

Minerva am nächsten Tag zum gleichen Zeitpunkt beginnen. Benutzen Sie aber an den ersten 7

Tagen der Minerva-Einnahme zusätzlich eine nichthormonale Methode der Empfängnisverhütung

(mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode).

Bei bisheriger Anwendung von einer Hormon-Injektion, einem Implantat oder einer

gestagenabgebenden Spirale:

Beginnen Sie mit der Einnahme von Minerva, wenn Ihre nächste Injektion fällig wäre oder an dem

Tag, an dem Ihr Implantat resp. Ihre Spirale entfernt wird. Benutzen Sie aber an den ersten 7 Tagen

der Einnahme von Minerva zusätzlich eine nichthormonale Methode der Empfängnisverhütung (mit

Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode).

Nach einer Fehlgeburt oder einem Schwangerschaftsabbruch in den ersten 3 Monaten:

Sie können sofort mit der Einnahme von Minerva beginnen und brauchen keine zusätzlichen

empfängnisverhütenden Massnahmen zu ergreifen. Ziehen Sie jedoch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin zu

Rate.

Nach einer Geburt oder nach einem Schwangerschaftsabbruch nach dem 3. Monat:

Nach einer Geburt oder nach einem Schwangerschaftsabbruch nach dem 3. Monat sollte mit der

Einnahme von Minerva frühestens zwischen dem 21. und 28. Tag begonnen werden. Sie brauchen

dann keine zusätzlichen empfängnisverhütenden Massnahmen zu ergreifen. Sind seit der Geburt

mehr als 28 Tage verstrichen, müssen Sie allerdings während der ersten 7 Tage zusätzliche

empfängnisverhütende Massnahmen ergreifen. Sollten Sie zuvor Geschlechtsverkehr gehabt haben,

muss die Möglichkeit einer Schwangerschaft ausgeschlossen werden oder Sie müssen bis zum

Beginn der nächsten Monatsblutung warten, bevor Sie mit der Einnahme von Minerva beginnen.

Bitte beachten Sie, dass Sie Minerva nicht einnehmen sollten, wenn Sie stillen (vgl. «Darf Minerva

während der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden?»).

Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln erhöht.

Sie sollten deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin fragen, wann Sie wieder mit der Anwendung von

Minerva beginnen können.

Wenn Sie vergessen haben, das tägliche Dragée einzunehmen:

Wenn Sie den üblichen Einnahmezeitpunkt um weniger als 12 Stunden überschritten haben, ist die

Zuverlässigkeit der Empfängnisverhütung noch gegeben. Sie sollten das Dragée sofort einnehmen

und alle darauf folgenden Dragées wieder zur gewohnten Tageszeit einnehmen.

Wenn Sie die Einnahme des Dragées um mehr als 12 Stunden versäumt haben, ist möglicherweise

kein vollständiger Empfängnisschutz mehr gegeben. Je mehr Dragées Sie vergessen haben, desto

höher ist das Risiko, dass der Empfängnisschutz nicht mehr vorhanden ist. Das Risiko, schwanger zu

werden, ist besonders hoch, wenn Sie Dragées am Anfang oder Ende der Packung vergessen.

Deshalb sollten Sie nachfolgende Regeln beachten:

Wenn Sie mehr als ein Dragée einer Packung vergessen haben:

Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin um Rat.

Wenn Sie in der ersten Einnahmewoche 1 Dragée vergessen haben:

Nehmen Sie das vergessene Dragée sofort ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerkt haben -

auch dann, wenn dadurch knapp hintereinander an einem Tag 2 Dragées einzunehmen sind - und

nehmen Sie die darauffolgenden Dragées zur gewohnten Zeit ein.

Während der nächsten 7 Tage ist zusätzlich eine nichthormonale Methode der Empfängnisverhütung

(mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) anzuwenden.

Hat in der Woche, bevor Sie die Einnahme vergessen haben, bereits ein Geschlechtsverkehr

stattgefunden, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Teilen Sie dies umgehend Ihrem Arzt

oder Ihrer Ärztin mit.

Wenn Sie in der zweiten Einnahmewoche 1 Dragée vergessen haben:

Nehmen Sie das vergessene Dragée sofort ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerken - auch

dann, wenn dadurch knapp hintereinander an einem Tag 2 Dragées einzunehmen sind - und nehmen

Sie die darauf folgenden Dragées zur gewohnten Zeit ein.

Vorausgesetzt, dass an den 7 vorangegangenen Tagen eine regelmässige Einnahme erfolgt ist, bleibt

der Empfängnisschutz erhalten. Sie müssen keine zusätzlichen nichthormonalen Verhütungsmittel

anwenden. War dies nicht der Fall oder wurde mehr als 1 Dragée vergessen, ist während der

nächsten 7 Tage zusätzlich eine nichthormonale Methode der Empfängnisverhütung (mit Ausnahme

der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) anzuwenden.

Wenn Sie in der dritten Einnahmewoche 1 Dragée vergessen haben:

Sie können eine der beiden folgenden Möglichkeiten wählen, ohne zusätzliche Verhütungsmittel

verwenden zu müssen, sofern die Einnahme an den vorangegangenen 7 Tagen regelmässig erfolgt

ist. Ansonsten soll die erste der beiden Möglichkeiten befolgt und während der nächsten 7 Tage

zusätzlich eine nichthormonale Methode der Empfängnisverhütung (mit Ausnahme der

Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) angewendet werden.

1. Sie nehmen das vergessene Dragée sofort ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerken -

auch dann, wenn dadurch an einem Tag knapp hintereinander 2 Dragées einzunehmen sind - und

nehmen die darauffolgenden Dragées zur gewohnten Zeit ein. Mit der Dragée-Einnahme aus der

nächsten Packung beginnen Sie unmittelbar nach Ende der letzten Packung, d.h. ohne Einhaltung des

einnahmefreien Intervalls. Es wird dabei nicht zur üblichen Entzugsblutung kommen; bis zum

Aufbrauchen dieser zweiten Packung können aber gehäuft Schmier- bzw. Durchbruchsblutungen

auftreten.

oder:

2. Sie nehmen keine weiteren Dragées mehr ein. Nach einem einnahmefreien Intervall von höchstens

7 Tagen, einschliesslich jenes Tages, an dem die Einnahme vergessen wurde, setzen Sie die Dragée-

Einnahme mit der nächsten Packung fort. Bei dieser Methode kann der Beginn der Einnahme auch

auf den bisher gewohnten Wochentag gelegt werden.

Wenn Sie Dragées vergessen haben und keine Monatsblutung während der ersten einnahmefreien

Pause haben, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Befragen Sie daher Ihren Arzt oder

Ihre Ärztin, ehe Sie mit der Einnahme aus der nächsten Packung beginnen.

Sicherheit bei Erbrechen oder Magen-Darm-Störungen:

Im Falle von schweren Magen-Darm-Störungen werden die aktiven Bestandteile des Dragees

möglicherweise vom Körper nicht vollständig aufgenommen. Der Empfängnisschutz kann daher,

ähnlich wie beim Vergessen eines Dragées, vermindert sein. Wenn Sie innerhalb von 3 bis 4 Stunden

nach Einnahme des Minerva Dragées erbrechen, sollen deshalb die Ratschläge wie im Falle von

vergessenen Dragées befolgt werden. Damit das gewohnte Einnahmeschema beibehalten werden

kann, muss das zusätzlich einzunehmende Dragée aus einer Reservepackung entnommen werden.

Wenn Sie eine Monatsblutung hinauszögern wollen:

Sie können Ihre Monatsblutung verschieben, indem Sie ohne Pause mit der Einnahme der nächsten

Packung Minerva beginnen, sobald Sie die aktuelle Packung beendet haben. Sie können mit der

Einnahme so lange wie gewünscht fortfahren, längstens jedoch bis diese zweite Packung beendet ist.

Wenn Sie möchten, dass Ihre Monatsblutung einsetzt, beenden Sie die Einnahme. Bei der Einnahme

der zweiten Packung kann es zu Schmier- und Durchbruchsblutungen kommen. Beginnen Sie mit der

nächsten Packung nach der üblichen 7tägigen Pause.

Wenn Sie grundsätzlich den ersten Tag Ihrer Monatsblutung auf einen anderen Wochentag legen

möchten:

Wenn Sie die Dragées nach Anleitung einnehmen, wird Ihre Monatsblutung alle 4 Wochen an

ungefähr dem gleichen Tag einsetzen. Wenn Sie diesen ändern wollen, verkürzen (niemals

verlängern) Sie einfach das nächste einnahmefreie Intervall. Wenn Ihre Monatsblutung für

gewöhnlich am Freitag beginnt und Sie in Zukunft den Dienstag wünschen (3 Tage früher), dann

nehmen Sie das erste Dragée der folgenden Packung drei Tage früher als gewöhnlich. Ist das

Intervall sehr kurz (z.B. 3 Tage oder weniger), besteht die Möglichkeit, dass es nicht zu einer

Entzugsblutung kommt. Schmier- bzw. Durchbruchsblutungen sind jedoch während der Einnahme

der nächsten Packung möglich.

Verhalten bei Blutungsunregelmässigkeiten:

Bei Einnahme kombinierter Hormon-Präparate wie Minerva kann es, insbesondere in den ersten

Monaten der Einnahme, zu Blutungen ausser der Reihe (Schmier- bzw. Durchbruchsblutungen)

kommen. Es kann sein, dass Sie Binden oder Tampons benötigen, jedoch muss die Einnahme nicht

unterbrochen werden.

Leichte Zwischenblutungen gehen im Allgemeinen zurück, sobald sich der Körper an die Einnahme

von Minerva gewöhnt hat (normalerweise nach ca. 3 Zyklen). Bei andauernden, stärkeren, der

normalen Menstruation ähnlichen oder wiederholten Blutungen sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre

Ärztin aufsuchen.

Verhalten bei Ausbleiben der Monatsblutung:

Die Entzugsblutung kann während des einnahmefreien Intervalls ausbleiben. Haben Sie Ihre Dragées

korrekt eingenommen, nicht erbrochen und keine anderen Arzneimittel eingenommen, ist die

Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft äusserst gering. Nehmen Sie Minerva wie gewohnt ein.

Bleibt die Blutung zweimal hintereinander aus, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft.

Suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf. Setzen Sie die Einnahme von Minerva

solange nicht weiter fort, bis Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eine Schwangerschaft ausgeschlossen hat.

Nach dem Absetzen von Minerva nehmen die Keimdrüsen im Allgemeinen ihre volle Funktion

wieder auf, und es besteht normale Empfängnisfähigkeit. Der 1. Zyklus ist meist um etwa eine

Woche verlängert. Sollte es jedoch innerhalb der ersten 2 bis 3 Monate zu keinem normalen

Zyklusverlauf kommen, suchen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.

Wenn Sie nach dem Absetzen von Minerva nicht schwanger werden wollen, befragen Sie Ihren Arzt

oder Ihre Ärztin über andere Methoden der Empfängnisverhütung.

Kinder und Jugendliche:

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Minerva wurde überwiegend an erwachsenen Frauenuntersucht.

Für Jugendliche wird, falls vom Arzt bzw. der Ärztin verschrieben, die gleiche Dosierung wie bei

Erwachsenen empfohlen. Bei Mädchen vor der Pubertät darf Minerva nicht angewendet werden.

Welche Nebenwirkungen kann Minerva haben?

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über alle unerwünschten Ereignisse,

insbesondere ernsthafte oder lang andauernde Beschwerden, oder über Änderungen Ihres

Gesundheitszustandes, als deren Ursache Sie Minerva vermuten.

Alle Frauen, die Minerva anwenden, haben ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel in den Venen

(venöse Thromboembolie) oder Arterien (arterielle Thromboembolie).

Die Wahrscheinlichkeit für ein Blutgerinnsel kann erhöht sein, wenn Sie an einer anderen

Erkrankung leiden, die dieses Risiko erhöht (weitere Informationen zu den Erkrankungen, die das

Risiko für ein Blutgerinnsel erhöhen und die Symptome eines Blutgerinnsels siehe «Beeinflussung

der Blutgerinnung, Risiko für Gefässerkrankungen» in der Rubrik «Wann ist bei der Einnahme von

Minerva Vorsicht geboten?»).

Weitere schwerwiegende Reaktionen auf die Einnahme von Minerva sowie damit verbundene

Symptome sind im Abschnitt «Tumorerkrankungen» der Rubrik «Wann ist bei der Einnahme von

Minerva Vorsicht geboten?» beschrieben. Bitte lesen Sie diese Abschnitte und befragen Sie Ihren

Arzt oder Ihre Ärztin unverzüglich, wenn Sie glauben, dass etwas davon auf Sie zutrifft.

Folgende weitere Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Minerva auftreten:

Häufig:

Gewichtszunahme, depressive Zustände, veränderter Gemütszustand, Kopfschmerzen, Magen-Darm-

Beschwerden, Übelkeit, Hautausschläge, Spannungsgefühl in der Brust und Brustschmerzen.

Gelegentlich:

Flüssigkeitsansammlung in den Geweben, Abnahme der Libido, Migräne, Erbrechen, Durchfall,

Quaddelbildung auf der Haut, Chloasma (bräunliche Flecken im Gesicht), Vergrösserung der Brust,

Zwischenblutungen und Ausbleiben der Zyklusblutung.

Selten bis sehr selten:

Überempfindlichkeitsreaktionen, Gewichtsabnahme, Beeinträchtigung des Zuckerstoffwechsels,

Zunahme der Libido, Schwindel, Zunahme epileptischer Anfälle, Beinkrämpfe, Beschwerden beim

Tragen von Kontaktlinsen, Hörstörungen, Blutdruckanstieg, arterielle und venöse

thromboembolische Erkrankungen (z.B. venöse Thrombose, Lungenembolie, Schlaganfall,

Herzinfarkt), Lebertumore, Leberentzündung, Gelbsucht, Verstärkung einer Porphyrie (Störungen

des Blutfarbstoffaufbaus), schwere Hautreaktionen, Juckreiz, Sekretion aus der Brustwarze,

vermehrter Scheidenausfluss und vermehrte Scheideninfektionen (v.a. Pilzinfektionen),

Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie, z.B.:

·in einem Bein oder Fuss,

·in einer Lunge,

·Herzinfarkt,

·Schlaganfall,

·Mini-Schlaganfall oder vorübergehende, einem Schlaganfall ähnelnde Symptome, die als

transitorische ischämische Attacke (TIA) bezeichnet werden,

·Blutgerinnsel in der Leber, dem Magen/Darm, den Nieren oder dem Auge.

Unter der Anwendung anderer kombinierter Hormonpräparate wurde ausserdem über folgende

Symptome bzw. Erkrankungen berichtet: Herpeserkrankungen, Knötchenbildung in der Brust,

Brustkrebs, Zervixdysplasie (Veränderung der Gebärmutterhalsschleimhaut), Gebärmutterhalskrebs,

Erhöhung der Blutfette, Hörverlust, gutartige Veränderungen an der Leber, Akne, Haarausfall,

Menstruationsbeschwerden, Scheideninfektionen, Myome (gutartige Tumoren der Gebärmutter),

Flüssigkeitsansammlung in den Geweben (z.B. geschwollene Beine).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Minerva ist bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern

aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Minerva enthalten?

1 Dragée enthält 2 mg Cyproteronacetat und 0,035 mg Ethinylestradiol sowie Laktose und weitere

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

56923 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Minerva? Welche Packungen sind erhältlich?

Minerva erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es gibt Kalenderpackungen mit 21 Dragées und 3× 21 Dragées.

Zulassungsinhaberin

Berlis AG, 8045 Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.