Metronidazol Sandoz

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Metronidazol Sandoz 500 mg - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Stück, Laufzeit: 60 Monate,20 Stück, Laufzeit: 60 Monate,100 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Metronidazol Sandoz 500 mg - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Metronidazol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18812
  • Berechtigungsdatum:
  • 04-12-1989
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Metronidazol Sandoz 250 mg – Filmtabletten

Metronidazol Sandoz 500 mg – Filmtabletten

Wirkstoff: Metronidazol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Metronidazol Sandoz und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Metronidazol Sandoz beachten?

Wie ist Metronidazol Sandoz einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Metronidazol Sandoz aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST METRONIDAZOL SANDOZ UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Metronidazol

besitzt

eine

keimabtötende

Wirkung

bestimmte

Krankheitserreger

(Trichomonaden, Gardnerella vaginalis, Giardia lamblia, Amoeben und einige Bakterien).

Metronidazol Sandoz dient zur Behandlung von Infektionen mit Krankheitserregern, die gegen

Metronidazol empfindlich sind. Dazu gehören:

Infektionen der Scheide mit Trichomonaden oder Gardnerella vaginalis, die durch einen

unangenehmen Ausfluss gekennzeichnet sind

bestimmte Harnwegsinfektionen des Mannes

Durchfallerkrankungen durch eine Infektion mit Giardia lamblia oder mit Amoeben

Infektionen, die durch bestimmte Bakterien hervorgerufen werden, wie z.B.

- Bauchfellentzündungen, Abszesse im Bauchraum, Leberabszesse

- Haut- und Weichteilinfektionen

- Entzündungen der Gebärmutter, Abszesse im Bereich von Eileiter und Eierstock

- Blutvergiftungen

- Infektionen von Knochen und Gelenken

- Gehirnhautentzündungen, Gehirnabszesse

- Lungenentzündungen und Lungenabszesse

- Herzklappenentzündungen

- vorbeugender Einsatz bei chirurgischen und gynäkologischen Eingriffen

2.

WAS

SOLLTEN

SIE

VOR

DER

EINNAHME

VON

METRONIDAZOL

SANDOZ

BEACHTEN?

Metronidazol Sandoz darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Metronidazol oder Nitroimidazolderivate oder einen der in Abschnitt

6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Eine Ausnahme besteht, wenn

eine lebensbedrohliche Infektion vorliegt und andere Arzneimittel wirkungslos sind. Teilen Sie

Ihrem Arzt vor der Behandlung mit, ob bei Ihnen schon einmal eine Arzneimittelallergie

festgestellt wurde.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metronidazol Sandoz einnehmen,

besonders

wenn

Ihnen

schweren

Leberschäden,

Nierenschäden,

Herzschwäche,

Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, eine Störungen der Blutgerinnung oder eine Erkrankung

von Gehirn, Rückenmark und Nerven vorliegen.

Bitte

melden

erste

Anzeichen

Nebenwirkungen

oder

Verschlechterung

Allgemeinzustandes unverzüglich Ihrem Arzt.

Bei Patienten mit einer schweren Lebererkrankung ist Vorsicht geboten. In diesem Fall wird Ihr

Arzt sorgfältig abwägen, ob Sie mit Metronidazol Sandoz behandelt werden dürfen.

Falle

schwerer

Überempfindlichkeitsreaktionen

anaphylaktischer

Schock)

oder

Hautreaktionen ist die Behandlung mit Metronidazol Sandoz unverzüglich abzubrechen und ein

Arzt zu informieren. Dieser wird die üblichen Maßnahmen der Notfallbehandlung einleiten.

Bei länger dauernder Behandlung mit Metronidazol Sandoz sind die vom Arzt angeordneten

Blutbildkontrollen sowie Nieren- und Leberfunktionskontrollen einzuhalten.

Falls es während der Behandlung zu Krampfanfällen oder anderen Beeinträchtigungen der

Nervenfunktionen kommt (z.B. Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen), informieren Sie unverzüglich

Ihren Arzt.

Die Behandlung mit Metronidazol Sandoz wird in der Regel nicht länger als 10 Tage dauern, nur

ausnahmsweise länger, falls dies zwingend erforderlich ist. Eine Behandlung mit Metronidazol

Sandoz wird auch nur dann wiederholt, wenn dies zwingend erforderlich ist. Sie werden in

solchen Fällen besonders sorgfältig überwacht.

Eine unter Umständen erforderliche Therapiewiederholung sollte nicht vor 6 Wochen erfolgen.

Während der Behandlung mit Metronidazol Sandoz ist jeglicher Alkoholgenuss zu vermeiden, da

sich sonst ein unangenehmes Erscheinungsbild mit Übelkeit, Erbrechen und Blutdruckabfall

entwickeln könnte.

Bei Trichomoniasis und Gardnerella (Aminkolpitis) ist stets eine Partnerbehandlung erforderlich.

Während

Behandlung

sind

Geschlechtsverkehr

öffentliche

Bäder

vermeiden.

Unterwäsche und Handtücher sind täglich, Bettwäsche so oft wie möglich zu wechseln. Wäsche

kochen, nicht kochfeste Wäschestücke desinfizieren.

Der Harn kann durch Metronidazol dunkel sein (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind

möglich?“).

Fälle

schwerer

Hepatoxizität/akutem

Leberversagen

einschließlich

Fälle

tödlichem

Ausgang wurden bei Patienten mit Cockayne-Syndrom bei Arzneimitteln beobachtet, die

Metronidazol enthalten. Falls Sie am Cockayne-Syndrom leiden, sollte Ihr Arzt während der

Behandlung mit Metronidazol Sandoz und im Anschluss an die Behandlung ebenfalls Ihre

Leberfunktion häufig überwachen. Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich und setzen Sie die

Einnahme

Metronidazol

Sandoz

falls

folgende

Symptome

entwickeln:

Bauchschmerzen, Anorexie (Magersucht), Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Unwohlsein, Ermüdung,

Gelbsucht, dunklen Urin, hellgrauen oder weißen Stuhl oder Juckreiz.

Einnahme von Metronidazol Sandoz zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen/angewendet

haben

oder

beabsichtigen,

andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Von folgenden Arzneimitteln ist bekannt, dass sie zu Wechselwirkungen mit Metronidazol Sandoz

Ihrem

Körper

führen.

Wird

Metronidazol

Sandoz

zusammen

diesen

Arzneimitteln

angewendet,

kann

therapeutische

Wirkung

dieser

Arzneimittel

beeinträchtigt

werden.

Außerdem kann sich die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen erhöhen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Disulfiram (wird in der Alkohol-Entzugstherapie angewendet)

orale Antikoagulanzien (Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung, z. B. Warfarin)

Phenytoin (ein Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie)

Phenobarbital (zur Epilepsiebehandlung und Narkosevorbereitung)

Busulfan (zur Behandlung der Leukämie)

Zytostatika (Arzneimittel zur Krebsbehandlung, z. B. 5-Fluorouracil)

Lithium-Salze (zur Behandlung seelischer Erkrankungen)

Mycophenolat Mofetil (zur Verhinderung der Abstoßung transplantierter Organe)

Cyclosporin (zur Unterdrückung unerwünschter Immunreaktionen)

Tacrolimus (zur Unterdrückung unerwünschter Immunreaktionen)

Beeinflussung von Laboruntersuchungen

Wenn Sie während der Behandlung mit Metronidazol Sandoz eine Laboruntersuchung von Harn

oder Blut (Blutfettbestimmung, Leberenzyme) vornehmen lassen müssen, sagen Sie bitte im

Labor, dass Sie mit Metronidazol Sandoz behandelt werden.

Folgende

Labortestwerte

können

verändert

werden:

(SGOT),

(SGPT),

LDH,

Triglyceride und Glucose.

Einnahme

von

Metronidazol

Sandoz

zusammen

mit

Nahrungsmitteln,

Getränken

und

Alkohol

Die Tabletten sollen mit etwas Flüssigkeit (kein alkoholisches Getränk!) geschluckt werden.

Alkohol

Sie dürfen während und bis mindestens 48 Stunden nach einer Behandlung mit Metronidazol

Sandoz keine alkoholischen Getränke zu sich nehmen, da dies zu Unverträglichkeitsreaktionen

wie Schwindel und Erbrechen führen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren

Arzt oder Apotheker um Rat.

Metronidazol soll während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, außer

der Arzt erachtet es als unbedingt notwendig.

Wenn Sie während der Stillzeit eine Behandlung mit Metronidazol Sandoz benötigen, fragen Sie

Ihren Arzt, wie Sie sich verhalten sollen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Sie sollten während einer Behandlung mit Metronidazol Sandoz nicht aktiv am Straßenverkehr

teilnehmen

oder

Maschinen

bedienen,

Metronidazol

Sandoz

Reaktionsvermögen

beeinträchtigen

kann.

Dies

gilt

verstärktem

Maße

Behandlungsbeginn

Zusammenwirken mit Alkohol.

3.

WIE IST METRONIDAZOL SANDOZ EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die vom Arzt verordnete Dosierung ist genau einzuhalten.

Trichomonaden-Infektionen

Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 10 Jahre: 2x täglich 500 mg für 7 Tage oder 1x 2000

Kinder unter 10 Jahre: 40 mg/kg oral als Einzelgabe oder 15 – 30 mg/kg/Tag verteilt auf 2 – 3

Einzelgaben für 7 Tage; eine Einzelgabe darf 2000 mg nicht überschreiten.

Unspezifische Entzündungen der Scheide (Infektion mit Gardnerella vaginalis)

Erwachsene und Jugendliche: 2x täglich 500 mg für 7 Tage oder

1x 2000 mg, ev. Wiederholung am übernächsten Tag.

Durchfallerkrankungen durch eine Infektion mit Giardia lamblia

Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 10 Jahre: 2000 mg einmal täglich über 3 Tage oder

400 mg 3x täglich über 5 Tage oder 500 mg 2x täglich über 7 bis 10 Tage.

Kinder von 7 bis 10 Jahre: 1 x täglich 1000 mg für 3 Tage.

Kinder von 3 bis 7 Jahre: 600 bis 800 mg einmal täglich über 3 Tage

Kinder von 1 bis 3 Jahre: 500 mg einmal täglich über 3 Tage

Alternativ ausgedrückt in mg pro kg Körpergewicht: 15 – 40 mg/kg/Tag aufgeteilt auf 2 – 3

Einzeldosen.

Amoeben-Ruhr

Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 10 Jahre: 3x täglich 500 – 750 mg für 5 – 10 Tage

Kinder von 7 bis 10 Jahre: 200 bis 400 mg 3x täglich über 5 – 10 Tage

Kinder von 3 bis 7 Jahre: 100 bis 200 mg 4x täglich über 5 – 10 Tage

Kinder von 1 bis 3 Jahre: 100 bis 200 mg 5x täglich über 5 – 10 Tage

Alternativ

ausgedrückt

Körpergewicht:

mg/kg,

aufgeteilt

drei

Einzeldosen für 5 – 10 Tage, die Maximaldosis darf 2400 mg/Tag nicht überschreiten.

Amoebenabszess der Leber

Erwachsene und Jugendliche: 3x täglich 500 - 750 mg für 5 – 10 Tage.

Kinder bis 12 Jahre: 3x täglich 250 mg für 5 – 10 Tage.

Infektionen durch bestimmte Bakterien

Erwachsene und Jugendliche: übliche Dosierung: 3 x täglich 500 mg.

Bei schweren Krankheitsbildern ist eine Dosissteigerung möglich, die jedoch nur von Ihrem Arzt

angeordnet werden kann. Keinesfalls dürfen mehr als 4000 mg innerhalb von 24 Stunden

verabreicht werden.

Kinder von 8 Wochen bis 12 Jahre: die übliche Tagesdosis beträgt 20 – 30 mg/kg/Tag als

Einzeldosis oder aufgeteilt auf 7,5 mg/kg alle 8 Stunden. Die Tagesdosis kann auf 40 mg/kg

erhöht

werden,

abhängig

Schweregrad

Infektion.

Regel

eine

Behandlungsdauer von 7 Tagen ausreichend.

Kinder unter 8 Wochen: 15 mg/kg als Einzeldosis oder aufgeteilt auf Einzelgaben zu 7,5 mg/kg

alle

Stunden.

Neugeborenen

einem

Gestationsalter

<40

Wochen

kann

eine

Akkumulation

Metronidazol

während

ersten

Lebenswoche

auftreten,

weshalb

Konzentration von Metronidazol im Serum vorzugsweise nach den ersten Tagen der Therapie

überwacht werden soll.

Vorbeugung bei chirurgischen und gynäkologischen Eingriffen

Erwachsene und Jugendliche: vor der Operation 3 x 500 mg im 8-stündigen Abstand in den 24

Stunden vor der Operation oder eine einmalige Gabe von 1500 mg

1 – 2 h vor der Operation

Kinder unter 12 Jahren: 20 - 30 mg/kg als Einzeldosis 1 – 2 Stunden vor der Operation

Neugeborene mit einer Schwangerschaftsdauer unter 40 Wochen: 10 mg/kg als Einzeldosis vor

der Operation

Dosierung bei eingeschränkter Nieren- bzw. Leberfunktion, Hämodialyse (Blutwäsche), älteren

Patienten

Ihr Arzt wird die Dosis dementsprechend anpassen.

Dosierung bei Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes

Nur bei Ileostomie-Patienten (Darmverschluss, Darmfistel) wird eine Dosisreduktion auf 2/3 der

Normaldosis empfohlen.

genauen

Dosierung

steht

dieses

Präparat

verschiedenen

Wirkungsstärken

Darreichungsformen zur Verfügung (Metronidazol Sandoz 250 mg bzw. 500 mg - Filmtabletten

oder Metronidazol Sandoz 500 mg – Infusionsflasche).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Tabletten sollen mit etwas Flüssigkeit (kein alkoholisches Getränk!) geschluckt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Metronidazol Sandoz eingenommen haben, als Sie

sollten

Im Falle einer Überdosierung ist sofort ein Arzt zu kontaktieren.

Als Anzeichen oder Symptome einer Überdosierung können Nebenwirkungen, wie im nächsten

Kapitel beschrieben, auftreten.

spezifisches

Antidot

(Gegenmittel)

nicht

bekannt.

Behandlung

erfolgt

daher

symptomatisch. Metronidazol ist gut dialysierbar.

Wenn Sie die Einnahme von Metronidazol Sandoz vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Metronidazol Sandoz abbrechen

wichtig,

dass

dieses

Arzneimittel

über

vorgeschriebene

Behandlungsdauer

anwenden. Sie sollten nicht damit aufhören, weil Sie sich besser fühlen. Wenn Sie zu früh damit

aufhören, kann die Infektion wiederkehren. Wenn Sie sich am Ende der vorgeschriebenen

Behandlungsdauer

nicht

besser

fühlen

oder

während

Behandlung

schlechter

fühlen,

sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren

Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Die Nebenwirkungen sind nach Körpersystemen und ihrer Häufigkeit geordnet.

Häufigkeit,

Schwere

Nebenwirkungen

Kindern

sind

gleichen

Erwachsenen.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Übelkeit

Erbrechen

Durchfall

Verstopfung

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Entzündung der Zunge oder der Mundschleimhaut

Geschmackstörungen wie z. B. scharfer, unangenehmer metallischer Geschmack

belegte Zunge

Mundtrockenheit

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

schwere akute systemische Überempfindlichkeitsreaktionen: anaphylaktische Reaktionen, bis

hin zum anaphylaktischen Schock

Superinfektionen (verursacht durch resistente Bakterien oder Pilze)

Abflachung der T-Welle im EKG

Oberbauchschmerzen und Bauchkrämpfe

erschwerte, gewollte Blasenentleerung, Blasenentzündung

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Blutbildstörungen,

starke

Verminderung

bestimmter

weißer

Blutkörperchen

(Agranulozytose), Verminderung der weißen Blutkörperchen (Neutropenie), Verminderung der

Blutplättchen

(Thrombozytopenie)

Verminderung

Blutzellreihen

(Panzytopenie),

aplastische Anämie (Blutarmut)

psychotische Störungen, einschließlich Verwirrung und Halluzinationen

nichtentzündliche

Erkrankung

Gehirns,

genannt

Enzephalopathie

(Anzeichen

sind:

Verwirrtheit, Fieber, Kopfschmerzen, Halluzinationen, Lähmung, Lichtempfindlichkeit, Seh-

und Bewegungsstörungen, Genickstarre) und Erkrankung des Kleinhirns, ein sogenanntes

subakutes

zerebellares

Syndrom

(Anzeichen

sind:

Störung

Bewegungen

(Ataxie),

Sprachstörung (Dysathrie), Gangstörungen, Augenzittern (Nystagmus) und Zittern, welche

normalerweise nach Absetzen der Behandlung verschwinden.)

Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Krämpfe, Kopfschmerzen

Sehstörungen wie Doppeltsehen und Kurzsichtigkeit, welche in den meisten Fällen nur vor-

übergehend sind

abnormale Leberfunktionstests, Leberentzündung mit Stauung des Gallenflusses, Gelbsucht

und Bauchspeicheldrüsenentzündung, welche nach Absetzen rückläufig ist; Leberversagen

(mit Erfordernis einer Lebertransplantation bei Patienten, die mit Metronidazol in Kombination

mit anderen Antibiotika behandelt wurden)

Hautausschläge, Pustelausschläge, Juckreich, Hautrötung mit Hitzegefühl

Muskelschmerzen (Myalgie), Gelenksschmerzen (Arthralgie)

dunkle, braun-rote Verfärbung des Urins (bedingt durch ein Stoffwechselprodukt)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Verminderung der weißen Blutzellen (Leukopenie)

Angioödem, Nesselsucht, Arzneimittelfieber

Appetitlosigkeit

Depression

Während

hochdosierter

und/oder

längerdauernder

Metronidazol-Therapie

wurde

peripherer sensorischer Neuropathie und vorübergehenden epileptischen Anfällen berichtet. In

den meisten Fällen verschwand das Nervenleiden (Neuropathie), nachdem die Dosis reduziert

oder die Behandlung abgesetzt wurde.

Gehirnhautentzündung (aseptische Meningitis)

optische Täuschungen/Entzündung des Sehnervs (Neuritis)

Hörstörungen/Hörverlust, Ohrensausen

verlegte Nase

Entzündung der Mundschleimhaut (orale Mukositis)

Hauterkrankung (Erythema multiforme, toxisch epidermale Nekrolyse)

Stevens-Johnson-Syndrom (arzneimittelallergisch bedingte Hauterkrankung)

fixes Arzneimittelexanthem

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über

die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST METRONIDAZOL SANDOZ AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton bzw. der Blisterpackung nach

„Verwendbar bis“ bzw. „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker

wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum

Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Metronidazol Sandoz enthält

Der Wirkstoff ist: Metronidazol

1 Filmtablette enthält 250 mg bzw. 500 mg Metronidazol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Kern: Magnesiumstearat, Siliciumdioxid Hochdispers, Macrogol 6000, Carboxymethylstärke

Natrium, Hydroxypropylcellulose, Cellulose Mikrokristallin

Überzug: Titandioxid (E-171), Talkum, Hypromellose

Wie Metronidazol Sandoz aussieht und Inhalt der Packung

Metronidazol Sandoz 250 mg – Filmtabletten

Weiße bis leicht cremefarbene, runde, bikonvexe Filmtablette mit Bruchrille auf einer Seite.

Metronidazol Sandoz 500 mg – Filmtabletten

Weiße bis leicht cremefarbene, oblonge, bikonvexe Filmtablette mit Bruchrille auf beiden Seiten.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern und nicht

zum Teilen in gleiche Dosen.

PVC/PVDC/Aluminium-Duplexblisterpackung,

Packung

(nur

mg),

Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, Österreich

Metronidazol Sandoz 250 mg – Filmtabletten: Z.Nr.: 1-18811

Metronidazol Sandoz 500 mg – Filmtabletten: Z.Nr.: 1-18812

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2017.

23-5-2018

Zessly (Sandoz GmbH)

Zessly (Sandoz GmbH)

Zessly (Active substance: infliximab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)3215 of Wed, 23 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4647

Europe -DG Health and Food Safety