Metronidazol Genericon

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Metronidazol Genericon 0,5 % Infusionsflasche
  • Einheiten im Paket:
  • 100 ml, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Metronidazol Genericon 0,5 % Infusionsflasche
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Metronidazol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18620
  • Berechtigungsdatum:
  • 09-03-1989
  • Letzte Änderung:
  • 08-11-2016

Öffentlichen Beurteilungsberichts

Für diese Arzneispezialität steht kein NPAR zur Verfügung. Alle relevanten 

Änderungen seit 01.07.2011 finden sich in der Life – Cycle Tabelle.

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Art der 

Änderung Genehmigungs-

Datum Fachinformation

Gebrauchsinformation

Kennzeichnung

betroffen Zusammenfassung der 

Änderung bzw. 

wissenschaftliche 

Information

Laufzeit 02.07.2012 FI Änderung der Laufzeit: 36 

Monate

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Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER 

Metronidazol Genericon 0,5%-Infusionsflasche 

Wirkstoff: Metronidazol 

Lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung 

dieses Arzneimittels beginnen. 

Bewahren Sie diese Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. 

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich  an Ihren Arzt oder Apotheker. 

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es 

kann anderen Menschen  schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie  

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie 

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren 

Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. 

Die Packungsbeilage beinhaltet: 

1.  Was ist Metronidazol Genericon und wofür wird es angewendet? 

2.  Was müssen Sie vor der Anwendung von  Metronidazol Genericon beachten? 

3.  Wie ist Metronidazol Genericon anzuwenden? 

4.  Welche Nebenwirkungen sind möglich? 

5.  Wie ist  Metronidazol Genericon aufzubewahren? 

6.  Weitere Informationen 

1. Was ist Metronidazol Genericon und wofür wird es angewendet? 

Metronidazol, chemisch ein 2-Methyl-5-nitroimidazol-1-aethanol, ist ein Chemotherapeutikum, das 

bei einigen Protozoenerkrankungen und bakteriellen Infekten mit obligat anaeroben Keimen wirksam 

ist. Der Wirkungstyp ist bakterizid. 

Erwachsene und Kinder können Metronidazol Genericon zur Behandlung der folgenden Krankheiten 

erhalten: 

1. Infektionen mit Metronidazol-empfindlichen Erregern wie: 

Peritonitis, Intraabdominal-Abszess und Leberabszess 

Haut- und Weichteilinfektionen 

gynäkologische Infektionen wie Endometritis, Endomyometritis und Tuboovarial-Abszess, 

septischer Abort, infizierte zerfallende Karzinome im gynäkologischen Bereich 

bakterielle Septikämie 

Knochen- und Gelenksinfektionen 

Meningitis und Gehirnabszess 

Infektionen des unteren Respirationstraktes wie Pneumonie, Empyem und Lungenabszess 

Endokarditis (verursacht durch Bacteroides-Spezies) 

prophylaktischer Einsatz bei Laparotomien, chirurgischen und gynäkologischen Eingriffen, 

besonders dann, wenn schon anaerobe Infektionen wie subphrenischer Abszess, Beckenabszesse 

oder Peritonitis bekannt sind, oder vermutet werden; zur Operationsvorbereitung von Eingriffen, 

bei denen eine Kontamination mit Anaerobiern zu erwarten ist, z.B. aus dem gastrointestinalen, 

weiblichen Genital- und oropharyngealen Bereich. 

Bei aeroben-anaeroben Mischinfektionen muss zur Abdeckung des aeroben Keimanteils ein 

entsprechendes Antibiotikum zusätzlich verwendet werden.  

Bei der Behandlung von schweren Anaerobier-bedingten Infektionen wird üblicherweise anfangs die 

intravenöse Form von Metronidazol verwendet. Die Therapie kann aber, wenn es der Zustand des 

Patienten erlaubt, jederzeit auf eine Oraltherapie umgestellt werden. 

2. Amoebiasis:  

bei intestinalen (akute Amoeben-Dysenterie) und extraintestinalen (z.B. Amoebenabszess der 

Leber) Manifestationen einer Infektion mit Entamoeba histolytica. 

Bei Amoebenabszessen der Leber erübrigt sich jedoch eine notwendige Aspiration oder Drainage des 

Eiters durch die Metronidazoltherapie nicht 

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Metronidazol Genericon beachten? 

Metronidazol Genericon darf nicht angewendet werden 

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Metronidazol, andere ähnliche Substanzen 

(Nitroimidazolderivate) oder einen der sonstigen Bestandteile von Metronidazol Genericon sind. 

bei Erkrankungen des blutbildenden Systems. 

bei akuten Erkrankungen des zentralen Nervensystems. 

mit Alkohol während der Behandlung. 

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Metronidazol Genericon ist erforderlich 

bei schweren Leberschäden. 

Dann wird Ihr Arzt sehr sorgfältig abwägen, ob Sie mit Metronidazol Genericon behandelt werden 

sollen. 

  

Falls es während der Behandlung zu Krampfanfällen oder anderen Beeinträchtigungen der 

Nervenfunktion kommt (z.B. Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen), wird Ihre Behandlung 

unverzüglich überprüft. 

Da Metronidazol Genericon bei länger dauernder Anwendung Ihre Blutbildung beeinträchtigen kann, 

wir Ihr Blutbild während der Behandlung überwacht. 

Während der Behandlung mit Antibiotika, einschließlich Metronidazol Genericon, und selbst 

mehrere Wochen nachdem Sie die Behandlung beendet haben, können Durchfälle auftreten. 

Bei starkem oder anhaltendem Durchfall oder wenn Sie feststellen, dass Ihr Stuhl Blut oder 

Schleim enthält, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt. Die Behandlung mit Metronidazol 

Genericon muss unverzüglich abgebrochen werden, da dies lebensbedrohlich sein kann. Nehmen 

Sie keine Arzneimittel ein, die die Darmbewegung anhalten oder verlangsamen.  

Während der Therapie mit Metronidazol Genericon ist jeglicher Alkoholgenuss zu vermeiden. Bei 

künstlicher Ernährung des Patienten mit oralen und parenteralen Lösungen sollte darauf geachtet 

werden, dass nur äthanolfreie Lösungen verwendet werden. 

Die Behandlung mit Metronidazol Genericon wird in der Regel nicht länger als 10 Tage dauern, nur 

ausnahmsweise länger, falls dies zwingend erforderlich ist. Eine Behandlung mit Metronidazol 

Genericon wird auch nur dann wiederholt, wenn dies zwingend erforderlich ist. Sie werden in solchen 

Fällen besonders sorgfältig überwacht. 

Bei Anwendung von  Metronidazol Genericon mit anderen Arzneimitteln 

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden 

bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht 

verschreibungspflichtige (selbst gekaufte) Arzneimittel handelt. 

Von folgenden Arzneimitteln ist bekannt, dass sie zu Wechselwirkungen mit Metronidazol Genericon 

in Ihrem Körper führen. Wird Metronidazol Genericon zusammen mit diesen Arzneimitteln 

angewendet, kann die therapeutische Wirkung dieser Arzneimittel beeinträchtigt werden. Außerdem 

kann sich die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen erhöhen. 

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen

Disulfiram (wird in der Alkohol-Entzugstherapie angewendet) 

orale Antikoagulantien (Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung) 

Cimetidin (ein Mittel zur Behandlung von Magenerkrankungen) 

Phenytoin (ein Mittel zur Behandlung der Epilepsie) 

Phenobarbital (ein Mittel zur Epilepsiebehandlung und Narkosevorbereitung) 

Aztreonam (ein Antibiotikum) 

Doxycyclin (ein Antibiotikum) 

Zytostatika (Mittel zur Behandlung von Krebs) 

Lithium-Salze (Mittel zur Behandlung seelischer Erkrankungen) 

Folgende Labortestwerte können verändert werden: SGOT, SGPT, LDH, Triglyceride. 

  

Bei Anwendung von Metronidazol Genericon zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken 

Sie dürfen während einer Behandlung mit Metronidazol Genericon keine alkoholischen Getränke zu 

sich nehmen, da dies zu Unverträglichkeitsreaktionen wie Schwindel und Erbrechen führen kann. 

Schwangerschaft und Stillzeit 

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. 

Schwangerschaft 

Wenn Sie schwanger sind, wird Sie Ihr Arzt Sie nur dann mit Metronidazol Genericon behandeln, 

wenn er dies für absolut notwendig hält. 

Stillzeit 

Sie sollten während einer Behandlung mit Metronidazol Genericon und noch  3 Tage danach das 

Stillen unterbrechen, da Metronidazol in die Muttermilch übergeht. 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen 

! Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit 

beeinträchtigen. 

Sie sollten während einer Behandlung mit Metronidazol Genericon nicht aktiv am Straßenverkehr 

teilnehmen oder Maschinen bedienen, da Metronidazol Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigen kann. 

3. Wie ist  Metronidazol Genericon anzuwenden? 

Die Verabreichung erfolgt üblicherweise durch einen Arzt oder eine Krankenschwester.  

Die Dosis, die Ihnen Ihr Arzt verabreicht, richtet sich nach der Art und Schwere der Infektion. Sie 

hängt auch von Ihrem Körpergewicht ab und davon, wie Ihre Nieren arbeiten. Ihr Arzt wird Ihnen 

dies erklären. 

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie unter Leberproblemen leiden, da Ihre Dosis gegebenenfalls 

angepasst werden muss. 

Die üblichen Dosierungen sind:  

Erwachsene 

Infektionen mit anaeroben Bakterien 

Zur Therapie anaerober Infektionen eignen sich 7,0 mg Metronidazol/kg KG alle 8 Stunden über 5 - 

10 Tage. Das entspricht (bei einem 70 kg schweren Erwachsenen) einer Einzelgabe von 500 mg (1 x 

100 ml Infusionslösung) und einer Tagesdosis von 1500 mg Metronidazol (3 x 100 ml 

Infusionslösung). 

Initial können auch 15 mg Metronidazol/kg KG (1g für 70 kg) gegeben werden. 

Bei besonders schweren Krankheitsbildern kann die Tagesdosis erhöht werden, jedoch dürfen nicht 

mehr als 4 g in 24 h verabreicht werden. 

Perioperative Infektionsprophylaxe 

15 mg/kg (ca. 1 g für 70 kg) intravenös präoperativ, wobei darauf zu achten ist, dass die Infusion 1 h 

vor Operationsbeginn beendet sein sollte, sowie postoperativ zwei weitere Gaben von 7,5 mg/kg (ca. 

500 mg für 70 kg) im Abstand von 6 – 8 h. 

Als sogenannte one-shot-Prophylaxe kann auch eine 300 ml Infusion prä-, post- oder intraoperativ  

verabreicht werden.  

Amoebiasis, akute Amoebendysenterie 

3mal täglich 500 – 750 mg für 5 – 10 Tage 

Amoebenabszess der Leber 

3mal täglich 500 – 750 mg für 5 – 10 Tage 

Kinder und Jugendliche 

Infektionen mit anaeroben Bakterien  

Kinder > 8 Wochen bis 12 Jahre: Die übliche Tagesdosis zur Therapie von Infektionen, die durch 

anaerobe Bakterien verursacht sind, beträgt 20 – 30 mg/kg/Tag als Einzeldosis oder aufgeteilt auf 7,5 

mg/kg alle 8 Stunden. Abhängig vom Schweregrad der Infektion kann die Dosis auf 40 mg/kg erhöht 

werden. Die Dauer der Behandlung beträgt üblicherweise 7 Tage.  

Kinder < 8 Wochen: 15 mg/kg als Einzeldosis oder aufgeteilt auf Einzelgaben zu 7,5 mg/kg alle 12 

Stunden. 

Bei Neugeborenen mit einem Gestationsalter < 40 Wochen kann eine Akkumulation von Metronidazol 

während der ersten Lebenswoche auftreten, weshalb die Konzentration von Metronidazol im Serum 

vorzugsweise nach den ersten Tagen der Therapie überwacht werden soll. 

bakterielle Vaginose 

Bei bakterieller Vaginose bei Jugendlichen beträgt die Dosis zweimal täglich 400 mg über 5 bis 7 

Tage oder 2 g als Einzeldosis. 

perioperativen Prophylaxe  

Kinder < 12 Jahren: einmalig 20 – 30 mg/kg ein bis zwei Stunden vor dem Eingriff. 

Neugeborene mit einem Gestationsalter < 40 Wochen: 10 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis vor 

dem Eingriff. 

urogenitale Trichomoniasis  

Jugendliche: 2 g als Einmalgabe oder 200 mg dreimal täglich über 5 Tage oder zweimal täglich 400 

mg über 5 bis 7 Tage. 

Kinder < 10 Jahren: 40 mg/kg oral als Einmalgabe oder 15 – 30 mg/kg/Tag aufgeteilt auf zwei bis drei 

Dosen über 7 Tage; 2 g/Dosis darf nicht überschritten werden. 

Lambliasis (Giardiasis)  

Bei Lambliasis (Giardiasis) werden Kinder > 10 Jahre mit 2 g einmal pro Tag über 3 Tage oder mit 

400 mg dreimal täglich über 5 Tage oder mit 500 mg zweimal täglich über 7 bis 10 Tage behandelt.  

Kinder von 7 bis 10 Jahre: 1000 mg einmal täglich über 3 Tage. 

Kinder von 3 bis 7 Jahre: 600 – 800 mg einmal täglich über 3 Tage. 

Kinder von 1 bis 3 Jahre: 500 mg einmal täglich über 3 Tage. 

Alternativ, angegeben in mg/kg Körpergewicht, erhalten Kinder 15 – 40 mg/kg/Tag über 3 Tage, 

aufgeteilt auf zwei bis drei Dosen täglich. 

Amöbiasis  

Bei Amöbiasis erhalten Kinder > 10 Jahre 400 – 800 mg dreimal täglich über 5 bis 10 Tage.  

Kinder von 7 bis 10 Jahre: 200 – 400 mg dreimal täglich über 5 bis 10 Tage. 

Kinder von 3 bis 7 Jahre: 100 – 200 mg viermal täglich über 5 bis 10 Tage. 

Kinder von 1 bis 3 Jahre: 100 – 200 mg dreimal täglich über 5 bis 10 Tage. 

Alternativ, angegeben in Bezug auf das Körpergewicht, erhalten Kinder 35 – 50 mg/kg/Tag aufgeteilt 

auf drei Dosen über 5 bis 10 Tage; die Maximaldosis darf 2400 mg/Tag nicht überschreiten. 

Im Rahmen einer Kombinationstherapie zur Eradikation von Helicobacter pylori bei Kindern werden 

20 mg/kg/Tag (max. zweimal 500 mg/Tag) über 7 bis 14 Tage angewendet. 

Vor Behandlungsbeginn sind die offiziellen Therapieempfehlungen zu beachten. 

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion und Hämodialyse 

Ihr Arzt wird die Dosis dementsprechend anpassen. 

Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion 

Ihr Arzt wird die Dosis dementsprechend anpassen. 

Dosierung bei Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes 

Ihr Arzt wird die Dosis dementsprechend anpassen. 

Dosierung bei älteren Patienten 

Ihr Arzt wird die Dosis dementsprechend anpassen. 

Art der Anwendung 

Metronidazol Genericon wird über einen Tropf direkt in eine Vene verabreicht (intravenöse Infusion). 

Die Infusion soll langsam (5 ml/min) intravenös verabreicht werden. Nur klare und farblose oder 

nahezu farblose Lösungen verwenden. 

Wenn Sie eine größere Menge von Metronidazol Genericon erhalten haben, als Sie sollten 

Sprechen Sie in diesem Fall unverzüglich mit einem Arzt. 

Als Anzeichen oder Symptome einer Überdosierung können unerwünschte Nebenwirkungen wie 

Übelkeit, Erbrechen und Störungen der Bewegungskoordination, gesteigerte Reflexbereitschaft, 

beschleunigter Puls, Atemnot und Orientierungsstörung auftreten. 

Ein direkt wirkendes Gegenmittel oder eine spezielle Behandlung massiver Überdosierungen 

sind nicht bekannt, jedoch kann Metronidazol durch eine Blutwäsche (Dialyse) aus dem Körper 

entfernt werden.  

Hinweis für den Arzt: 

Maßnahmen bei Überdosierung sind am Ende dieser Gebrauchsinformation angeführt. 

Wenn Sie die Anwendung von Metronidazol Genericon abbrechen 

Es ist wichtig, dass Sie dieses Arzneimittel über die vorgeschriebene Behandlungsdauer anwenden. 

Sie sollten nicht damit aufhören, weil Sie sich besser fühlen. Wenn Sie zu früh damit aufhören, kann 

die Infektion wiederkehren. Wenn Sie sich am Ende der vorgeschriebenen Behandlungsdauer nicht 

besser fühlen oder während der Behandlung schlechter fühlen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. 

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder 

Apotheker. 

4.  Welche Nebenwirkungen sind möglich 

Wie alle Arzneimittel kann Metronidazol Genericon Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem 

auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten 

Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser 

Gebrauchsinformation angegeben sind. 

Die Nebenwirkungen sind nach Körpersystemen und ihrer Häufigkeit gemäß folgender Einteilung 

geordnet: 

Sehr häufig:   mehr als 1 Behandelter von 10 

Häufig:       1 bis 10 Behandelte von 100 

Gelegentlich:   1 bis 10 Behandelte von 1000 

Selten:       1 bis 10 Behandelte von 10.000 

Sehr selten:    weniger als 1 Behandelter von 10.000 

Nicht bekannt:  Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.  

Häufigkeit, Art und Schwere von Nebenwirkungen sind bei Kindern und Erwachsenen gleich. 

Erkrankungen des Blues und des Lymphsystems 

Gelegentlich    Veränderungen des Blutbildes (reversible Neutropenie und Leukopenie) 

Sehr selten     Veränderungen des Blutbildes (Thrombozytopenie und aplastische Anämie) 

Erkrankungen des Immunsystems 

Gelegentlich   Nesselsucht, akut auftretender Hautausschlag (Exanthem), akut auftretender 

Hautausschlag verursacht durch das Arzneimittel (fixiertes Arzneimittelexanthem, 

Juckreiz, Arzneimittelfieber) 

Selten  schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, die lebensbedrohlich sein können 

Psychiatrische Erkrankungen 

Selten       psychotische Erkrankungen einschließlich Halluzinationen 

Erkrankungen des Nervensystems 

Gelegentlich   zentralnervöse Störungen (Schwindel, Störungen der Bewegungskoordination, 

Kopfschmerzen, Verwirrtheitszustände, Depression, Krampfanfälle, Kopfschmerzen, 

Müdigkeit, Schlaflosigkeit), nervenbedingte Störung des Temperatur- und 

Schmerzempfindens an den Extremitäten  

Augenerkrankungen 

Selten        Sehstörungen 

Herzerkrankungen 

Sehr selten     Abflachung der T-Welle im EKG 

Gefäßerkrankungen 

Selten       Venenentzündung nach intravenöser Verabreichung  

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts   

Häufig       Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung 

Selten        Oberbauchschmerzen und Magen-Darmkrämpfe 

Sehr selten   durch Antibiotika ausgelöste Schleimhautentzündung des Dickdarms 

(pseudomembranöse Colitis), Entzündung der Bauchspeicheldrüse 

Erkrankungen der Nieren und Harnwege 

Gelegentlich   dunkle, braunrote Verfärbung des Urins, verursacht durch die Ausscheidung von 

Metaboliten 

Selten  erschwerte, gewollte Blasenentleerung (Dysurie), Blasenentzündung 

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort 

Gelegentlich  scharfer, unangenehmer metallischer Geschmack, Mundtrockenheit, belegte Zunge, 

verstopfte Nase, Entzündung der Zunge, Entzündung der Mundschleimhaut, eventuell 

verbunden mit einem Überwuchern von Candida albicans 

Selten       Candida-Superinfektion im Genitalbereich 

Sehr selten    verminderte Cholesterin- und Triglyceridwerte 

Leber- und Gallenerkrankungen 

Sehr selten     Leberentzündung 

5. Wie ist  Metronidazol Genericon aufzubewahren? 

Nicht über 25° C lagern. 

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. 

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach “Verw. bis“ 

angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag 

des Monats. 

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren 

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme 

hilft die Umwelt zu schützen.  

6. Weitere Informationen 

Was Metronidazol Genericon enthält 

100 ml Infusionslösung enthalten als Wirkstoff 500 mg Metronidazol.  

Die sonstigen Bestandteile sind: 

Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat, Citronensäure-Monohydrat, Natriumchlorid, Aqua ad 

injectabilia  

Wie Metronidazol Genericon aussieht und Inhalt der Packung 

Metronidazol Genericon ist eine klare, farblose bis grünlich-gelbe Lösung, frei von Schwebeteilchen 

mit einem pH-Wert  von 4,5 bis 5,5. 

Es werden 100 ml Infusionsflaschen aus farblosem Hüttenglas mit Stopfen aus Chlorbutyl Kautschuk 

im Umkarton angeboten.  

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller 

Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H. 

A-8054 Graz,  

E-Mail:  genericon@genericon.at  

Zulassungsnummer 

1-18620 

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Juli 2011. 

                                                               

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte und medizinisches Fachpersonal bestimmt: 

Überdosierung 

Eine Einzeldosis bis zu 15 g Metronidazol resultiert in Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und 

Ataxie, Hyperreflexie, Tachykardie, Atemnot und Desorientiertheit. 

Nach 5 – 7 Tagen mit Dosen zwischen 6 und 10,4 g jeden Tag wurden neurotoxische Effekte 

beobachtet (einschließlich epileptischer Anfall und periphere Neuropathie). Es ist kein spezifisches 

Antidot bekannt. Deshalb soll die Behandlung symptomatisch und unterstützend erfolgen. 

Sowohl Metronidazol als auch die beiden Hauptmetabolite sind gut dialysierbar. 

Inkompatibilitäten 

Stabilisierte, gepufferte Metronidazol Infusionslösungen haben einen relativ niedrigen pH-Wert. 

Daher kann das Hinzufügen von anderen Präparaten generell nicht empfohlen werden. 

22-6-2018

Metronidazole intravenous infusion 500 mg/100 mL bag

Metronidazole intravenous infusion 500 mg/100 mL bag

Shortage and althernative supply of Metronidazole intravenous infusion 500 mg/100 mL bag

Therapeutic Goods Administration - Australia

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