Metronidazol-Mepha 250 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Metronidazol-Mepha 250 mg Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • metronidazolum 250 mg, excipiens pro compresso obducto.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Metronidazol-Mepha 250 mg Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Infektionen durch Trichomonaden, Lamblien, Amöben und Anaerobier

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 40038
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-03-1981
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Metronidazol-Mepha

Was ist Metronidazol-Mepha und wann wird es angewendet?

Metronidazol-Mepha enthält einen Wirkstoff, der gegen Infektionen verursachende Bakterien und

Einzeller wirkt. Die Erreger, die mit Metronidazol-Mepha bekämpft werden können, leben in

sauerstoffarmer oder -freier Umgebung und befallen meistens die Geschlechtsorgane oder den

Magen-Darm-Trakt.

Metronidazol-Mepha darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Ihnen Metronidazol-Mepha Filmtabletten verschreiben, wenn eine der

folgenden Erkrankungen vorliegt: Befall der Geschlechtsorgane mit Gardnerella (unspezifische

Vaginitis) oder Trichomonaden; Befall des Darmtraktes mit Lamblien; Befall von Darm und/oder

Leber mit Amöben; Befall mit Bakterien, die in mehr oder weniger sauerstoffarmer Umgebung leben

(anaerobe Bakterien).

Was sollte dazu beachtet werden?

Der Urin kann bei Einnahme von Metronidazol-Mepha dunkel gefärbt werden.

Infektionen im Genitalbereich sind übertragbare Erkrankungen. Bitte beachten Sie allgemeine

Hygienemassnahmen wie regelmässige Körperpflege. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin

über eine allfällige Partnerbehandlung.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer

gegenwärtigen Erkrankung verschrieben.

Metronidazol-Mepha ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Infektionen verursachen,

wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Arzneimittels kann

Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus für die Behandlung anderer

Erkrankungen oder anderer Personen an. Auch bei späteren neuen Infektionen dürfen Sie

Metronidazol-Mepha nicht ohne erneute ärztliche Konsultationen anwenden.

Wann darf Metronidazol-Mepha nicht angewendet werden?

Falls Sie auf den Wirkstoff von Metronidazol-Mepha oder andere Stoffe der gleichen chemischen

Gruppe überempfindlich sind, dürfen Sie Metronidazol-Mepha nicht anwenden (Wirkstoff =

Metronidazol; Gruppe = Imidazolderivate).

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Metronidazol-Mepha Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Metronidazol-Mepha und mindestens einen Tag danach, sollten Sie auf

alkoholische Getränke und auf Arzneimittel, die Alkohol enthalten, verzichten, da die gleichzeitige

Einnahme zu Erbrechen und Magenkrämpfen führt («Antabus-Effekt»). Nehmen Sie Metronidazol-

Mepha nicht gleichzeitig mit dem Arzneimittel Antabus® ein.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Bei Anzeichen von unerwünschten Wirkungen wie

Verwirrtheit, Schwindel, Halluzinationen, Krämpfe, vorübergehenden Sehstörungen sowie

Störungen in der Bewegungskoordination sollten Sie nicht Auto fahren oder eine Maschine oder

Werkzeuge bedienen.

Falls die Behandlung mit Metronidazol-Mepha wegen einer Infektion der Geschlechtsorgane erfolgt,

ist der Geschlechtsverkehr zu vermeiden.

Beim Auftreten unerwünschter Wirkungen (vgl. Rubrik «Welche Nebenwirkungen kann

Metronidazol-Mepha haben?») sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin aufsuchen.

Bei einer Therapiedauer von mehr als 10 Tagen, bei Einnahme von hohen Dosen und bei

Blutbildstörungen ist eine regelmässige ärztliche Kontrolle nötig.

Metronidazol-Mepha kann die Wirkung verschiedener Arzneimittel verstärken. Darunter fallen

gewisse Arzneimittel zur Blutverdünnung und Ciclosporin. Epilepsiemittel (Phenytoin,

Phenobarbital) können die Wirkung von Metronidazol-Mepha senken. Es können aber auch

verschiedene Arzneimittel (u.a. Cimetidin, ein Mittel gegen Magenübersäuerung) die Wirkung von

Metronidazol-Mepha verstärken.

Eine gleichzeitige Lithiumtherapie kann zu unerwünschten Wirkungen führen. Sie ist deshalb vor

Beginn der Behandlung mit Metronidazol-Mepha abzusetzen oder mit reduzierter Dosierung und nur

unter strenger ärztlicher Überwachung fortzusetzen.

Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems können sich während der Therapie mit

Metronidazol-Mepha verschlechtern.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung oder am

Cockayne-Syndrom leiden. Bei Patienten mit Cockayne-Syndrom wurde im Zusammenhang mit

Produkten, die Metronidazol enthalten, über Fälle schwerer Lebertoxizität oder akuter

Leberfunktionsstörung berichtet, darunter auch Fälle mit Todesfolge.

Wenn Sie am Cockayne-Syndrom leiden, muss Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin während und nach Ihrer

Behandlung mit Metronidazol regelmässig Ihre Leberfunktion überwachen. Informieren Sie

umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin und beenden Sie die Behandlung mit Metronidazol, wenn bei

Ihnen die folgenden Symptome auftreten: Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen,

Fieber, Unwohlsein, Müdigkeit, Gelbsucht, dunkler Urin, grauer Stuhl oder Juckreiz.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen!

Darf Metronidazol-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden nie durchgeführt. Die Sicherheit einer

Anwendung von Metronidazol-Mepha in der Schwangerschaft ist nicht ausreichend belegt. Während

den ersten drei Monaten der Schwangerschaft darf Metronidazol-Mepha nicht angewendet werden.

Während des zweiten und dritten Trimesters der Schwangerschaft dürfen Sie Metronidazol-Mepha

nur anwenden, wenn der Arzt oder die Ärztin Ihnen das Arzneimittel ausdrücklich verschrieben hat.

Während der Anwendung von Metronidazol-Mepha soll nicht gestillt werden (bis zu 24 Stunden

nach der letzten Anwendung von Metronidazol-Mepha).

Wie verwenden Sie Metronidazol-Mepha?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird je nach Art der Krankheitserreger für Sie die Dosierung und

Behandlungsdauer festlegen.

Für die Filmtabletten gelten folgende Dosierungen:

1. Infektion mit Gardnerella vaginalis: Es sind zwei Behandlungsarten möglich: entweder 2–3×

täglich eine Filmtablette zu 500 mg während 5–7 Tagen oder 4 Filmtabletten zu 500 mg gleichzeitig

am 1. Tag und 4 Filmtabletten zu 500 mg gleichzeitig am 3. Tag. Die gleiche Therapie ist für den

Partner zu empfehlen.

2. Infektion mit Trichomonaden: Es sind zwei Behandlungsarten möglich: Einmaldosis-Therapie: 4

Filmtabletten zu 500 mg gleichzeitig, am besten abends einnehmen oder 10-Tages-Therapie:

während 10 Tagen morgens und abends je 1 Filmtablette zu 250 mg einnehmen. Die gleiche orale

Dosis (Filmtabletten) ist für den Partner zu empfehlen.

3. Infektion mit Lamblien: Behandlung an 5 aufeinanderfolgenden Tagen. Erwachsene: 3× täglich 1

Filmtablette zu 250 mg. Kinder: 15 mg Metronidazol pro kg Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt in 3

Teildosierungen während den Mahlzeiten (eine andere, angepasste Darreichungsform ist

erforderlich). Wenn es der Arzt bzw. die Ärztin als notwendig erachtet, so kann er bzw. sie die Kur

nach 8 Tagen Pause wiederholen.

4. Infektion mit Amöben: Erwachsene: 3–4× täglich 1 Filmtablette zu 500 mg. Kinder: 40 mg pro kg

Körpergewicht und Tag in 3–4 Teildosen (eine andere, angepasste Darreichungsform ist

erforderlich). Behandlungsdauer: 7–10 Tage bei akuter Erkrankung.

5. Infektion mit anaeroben Bakterien: 3× täglich 1 Filmtablette zu 500 mg während im Allgemeinen

mindestens 10 Tagen.

Eine begonnene Antibiotika-Therapie sollte so lange wie vom Arzt oder der Ärztin verordnet

durchgeführt werden. Die Krankheitssymptome verschwinden oft bevor die Infektion vollständig

ausgeheilt ist. Eine ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung

kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Metronidazol-Mepha haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Metronidazol-Mepha

auftreten:

Häufig: Übelkeit, Durchfall oder Bauchschmerzen.

Gelegentlich können leichte Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen), Appetitlosigkeit,

Geschmackstörungen, Entzündungen der Mundschleimhaut auftreten.

Beim Auftreten von schwerem anhaltendem Durchfall sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin aufsuchen.

Als Überempfindlichkeitsreaktionen können gelegentlich Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht,

Hautrötung mit Hitzegefühl, Fieber und sehr selten schwere allergische Reaktionen mit

Schwellungen des Gesichtes, der Zunge, des Kehlkopfes, Herzklopfen, Atemnot, Blutdruckabfall

(bis hin zum Kollaps und Schock) auftreten. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre

Ärztin, falls solche Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Häufig können Kopfschmerzen, gelegentlich Schwindelgefühle, Depression, Schlaflosigkeit,

Schwächegefühl, Empfindlichkeitsstörungen wie Taubheitsgefühl, das in sehr seltenen Fällen bis zu

einem Hörverlust oder Ohrensausen reichen kann, oder Kribbelgefühl und Störungen in der

Bewegungskoordination auftreten.

Es wurde über seltene Fälle von depressiver Stimmung berichtet. Falls eine depressive Stimmung

beobachtet wird, konsultieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Selten können vorübergehende Sehstörungen (z.B. Doppeltsehen, Kurzsichtigkeit), Halluzinationen,

Verwirrtheit und krampfartige Zustände auftreten. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre

Ärztin, falls solche Nebenwirkungen auftreten.

Sehr selten konnten abnorme Werte bei Leberfunktionstests gemessen, eine

Bauchspeicheldrüsenentzündung oder eine durch Gallenstauung verursachte Leberentzündung

beobachtet werden. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, falls schwere Bauchkrämpfe, Übelkeit,

Erbrechen oder Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und Augen) auftreten.

Bei Pilzbefall kann sich die Zunge verfärben und belegt anfühlen, und es kann zu einer örtlich

begrenzten Nekrose der Haut kommen.

Selten kann es zu Blasenentzündung, erschwerter Harnentleerung, Harninkontinenz und Pilzbefall im

Genitalbereich kommen.

Wenn Sie Nebenwirkungen beobachten, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) in der Originalverpackung und ausser Reichweite von Kindern

aufbewahren.

Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle zum

fachgerechten Entsorgen bringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Metronidazol-Mepha enthalten?

Metronidazol-Mepha enthält den Wirkstoff Metronidazol. Metronidazol-Mepha ist erhältlich als

Filmtabletten zu 250 mg oder 500 mg.

Zulassungsnummer

40038 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Metronidazol-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Filmtabletten 250 mg: 24.

Filmtabletten 500 mg: 4, 8, 20.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Interne Versionsnummer: 3.1

3-8-2018

Scientific guideline:  Cholic acid capsules 50 mg and 250 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

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FDA - U.S. Food and Drug Administration

15-2-2018

Veclavam 250 mg ad us. vet., teilbare Kautabletten

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● Die Zulassung ist am 15.02.2018 erloschen.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

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Daxas 250 Mikrogramm Tabletten

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Betaferon® 250 Mikrogramm/ml

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Stocrin (Merck Sharp and Dohme B.V.)

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Stocrin (Active substance: efavirenz) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3689 of Wed, 06 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/250/T/113

Europe -DG Health and Food Safety

1-6-2018

Methylprednisolut® 250 mg/-1000 mg

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