Metoprolol "ratiopharm" compositum - Tabletten

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Metoprolol "ratiopharm" compositum - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 48 Monate,50 Stück, Laufzeit: 48 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Metoprolol "ratiopharm" compositum - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Metoprolol und Thiazide
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-20008
  • Berechtigungsdatum:
  • 27-05-1993
  • Letzte Änderung:
  • 13-06-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Metoprolol „ratiopharm“ compositum-Tabletten

Wirkstoffe: Metoprololtartrat und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Metoprolol „ratiopharm“ compositum und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum beachten?

3. Wie ist Metoprolol „ratiopharm“ compositum einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Metoprolol „ratiopharm“ compositum aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Metoprolol „ratiopharm“ compositum und wofür wird es angewendet?

Metoprolol „ratiopharm“ compositum ist ein Kombinationspräparat aus Metoprololtartrat und

Hydrochlorothiazid.

Metoprolol gehört zur Arzneimittelgruppe der Betarezeptorenblocker und wirkt stressabschirmend auf

das Herz. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt und die Herzarbeit verbessert.

Hydrochlorothiazid gehört zur Arzneimittelgruppe der Thiazid-Diuretika (entwässernde Arzneimittel).

Es erhöht die Flüssigkeitsausscheidung über den Harn und senkt dadurch den Blutdruck.

Metoprolol „ratiopharm“ compositum wird angewendet

bei leichten bis mittelschweren Formen der Hypertonie (Bluthochdruck), wenn mit einem

Wirkstoff allein (Metoprololtartrat oder Hydrochlorothiazid ) keine ausreichende

Blutdrucksenkung erreicht werden konnte.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum beachten?

Metoprolol „ratiopharm“ compositum darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Metoprolol, andere Beta-Rezeptorenblocker,

Hydrochlorothiazid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels sind.

wenn bestimmte Herzrhythmusstörungen vorliegen (AV-Block II. und III. Grades).

wenn bei Ihnen eine verlangsamte Herzschlagfolge vorliegt (Puls < 50 Schläge/Minute).

wenn Sie an einer Fehlfunktion des Sinusknoten im Herzen (Sick-Sinus-Syndrom) leiden.

bei Herz-Kreislauf-Schock.

wenn Sie an schweren Durchblutungsstörungen der Arme und/oder der Beine leiden.

wenn Sie unter einem krankhaft niedrigen Blutdruck leiden, d. h. wenn der systolische (der

obere) Wert kleiner als 90 mmHg ist.

wenn Sie an einem unbehandelten hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks

(Phäochromozytom) leiden.

wenn Sie eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes aufweisen.

wenn Sie unter einer schweren Form von Asthma bronchiale oder einer chronischen, die

Atemwege verengenden Lungenkrankheit (COPD) leiden.

wenn Sie gleichzeitig mit MAO-Hemmstoffen (Arzneimittel gegen Depressionen; Ausnahme

MAO-B-Hemmstoffe) behandelt werden.

wenn Verdacht auf einen Herzinfarkt besteht und der Puls unter 45 Schlägen/Minute liegt, der

obere Blutdruckwert < 100 mmHg ist und gewisse Formen der Herzrhythmusstörungen (PQ-

Intervall > 0,24 Sekunden) vorliegen.

wenn Sie einen niedrigen Kalium-, niedrigen Natrium- oder hohen Kalziumspiegel im Blut

haben, der/die nicht behandelbar ist/sind.

wenn Sie an Gicht leiden.

wenn Ihre Nierenfunktion deutlich eingeschränkt (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) ist oder

ihre Nieren nicht genügend (Anurie) produzieren.

wenn Ihre Leberfunktion deutlich eingeschränkt ist.

bei Gallestau und Verengungen der Gallenwege.

Patienten mit chronischer Herzmuskelschwäche dürfen Metoprolol „ratiopharm“ compositum

aufgrund des Metoprolol-Anteils nicht einnehmen:

wenn Sie an einer instabilen, dekompensierten Herzinsuffizienz leiden (die sich in Form von

Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge, schlechte Kreislaufverhältnisse oder niedrigem Blutdruck

äußern kann)

wenn Sie kontinuierlich oder zeitweise Arzneimittel erhalten, die die Pumpfähigkeit des Herzens

erhöhen .

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metoprolol „ratiopharm“ compositum

einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum ist erforderlich,

wenn Sie an Asthma bronchiale leiden. Die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln zur

Behandlung von Asthma bronchiale kann beeinflusst werden und es kann nötig sein, die Dosis

anzupassen. Bei einer schweren Form von Asthma bronchiale oder einer schweren

Lungenerkrankung mit Einengung der Atemwege (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung,

COPD) darf Metoprolol „ratiopharm“ compositum nicht eingenommen werden.

wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes mellitus). Die Anzeichen einer Unterzuckerung (z.B.

schneller Herzschlag, Zittern) können durch Metoprolol abgeschwächt werden.

Ihr Arzt sollte Ihre Blutzuckerwerte in kürzeren Abständen überwachen.

wenn Sie eine verzögerte Erregungsleitung im Herzen (AV-Block I. Grades) haben.

wenn Sie an einer bestimmten Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße ( Prinzmetal-Angina)

leiden. Die Anzahl und Dauer von Angina-Anfällen kann erhöht bzw.verlängert sein.

wenn Sie Durchblutungsstörungen in Armen/Beinen (Raynaud-Syndrom, Claudicatio

intermittens) haben, da diese verstärkt werden können. Bei schweren Durchblutungsstörungen

dürfen sie Metoprolol „ratiopharm“ compositum nicht einnehmen.

wenn Ihr Harnsäurespiegel im Blut zu hoch ist und Beschwerden verursacht (symptomatische

Hyperurikämie).

- wenn Sie an einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom)

leiden: vor und während der Behandlung sollte eine Behandlung mit einem Alpha-Blocker

erfolgen.

wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) aufweisen. Metoprolol kann die

Beschwerden verschleiern und sie können sich nach dem Absetzen von Metoprolol „ratiopharm“

compositum verschlimmern.

wenn Sie operiert werden. Vor einer Operation sollten Sie den Narkosearzt/Zahnarzt über die

Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum informieren.

wenn Sie oder jemand aus ihrer Familie an einer Schuppenflechte (Psoriasis) leiden/leidet.

wenn Sie schon einmal eine Allergie (schwere Überempfindlichkeitsreaktion) hatten oder gegen

eine bestehende Überempfindlichkeit behandelt werden (Hyposensibilisierungstherapie).

Metoprolol kann sowohl die Empfindlichkeit gegenüber allergieauslösenden Stoffen (Allergenen)

als auch die Schwere allergischer Reaktionen erhöhen.

wenn Sie eine bestimmte Erkrankung des Immunsystems haben (systemischer Lupus

erythematodes, SLE).

wenn Sie schlechter sehen oder Augenschmerzen haben. Das können Anzeichen für einen

Anstieg Ihres Augendrucks sein und diese können innerhalb von Stunden bis eine Woche nach der

Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum auftreten. Wenn diese nicht behandelt

werden, können sie zu einem bleibenden Sehverlust führen. Wenn Sie früher einmal eine Allergie

gegen Penicillin oder Sulfonamide hatten, kann bei Ihnen ein höheres Risiko für das Auftreten

bestehen.

wenn Sie andere Diuretika (Entwässerungstabletten) einnehmen.

wenn trotz Behandlung Ihre Kalium- oder Natriumwerte im Blut zu niedrig und/oder Ihre

Kalziumwerte im Blut zu hoch sind (therapieresistente Hypokaliämie, Hyponaträmie,

Hyperkalzämie).

wenn Sie gleichzeitig Clonidin, ein Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck, einnehmen. Bei

Beendigung der Behandlung muss zuerst Metoprolol „ratiopharm“ compositum und dann Clonidin

ausschleichend abgesetzt werden.

wenn Sie starkes Erbrechen und/oder Durchfall hatten oder haben

Wenn bei Ihnen Untersuchungen der Nebenschilddrüse durchgeführt werden sollen, wird Ihr Arzt die

Behandlung mit Metoprolol „ratiopharm“ compositum gegebenenfalls unterbrechen.

Metoprolol „ratiopharm“ compositum kann die Empfindlichkeit der Haut auf Sonnenlicht erhöhen

(Photosensibilität).

Metoprolol „ratiopharm“ compositum kann zu einem verringerten Tränenfluss führen. Das sollten Sie

vor allem beachten, wenn Sie Kontaktlinsen tragen.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Hydrochlorothiazid kann ein Flüssigkeits- oder Elektrolytungleichgewicht verursachen.

Ihr Arzt sollte in angemessenen Abständen regelmäßig Ihre Elektrolytwerte im Blut kontrollieren.

Wenn Ihr Ruhepuls zu stark absinkt und Beschwerden auftreten, kann Ihr Arzt die Dosis verringern

oder Metoprolol „ratiopharm“ compositum schrittweise absetzen.

Dopingwarnhinweis:

Anwendung

Arzneimittels

Metoprolol

„ratiopharm“

compositum-Tabletten

kann

Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden

bzw.

kurzem

eingenommen/angewendet

haben

oder

beabsichtigen

andere

Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Nehmen Sie Metoprolol „ratiopharm“ compositum nicht ein, wenn Sie bereits eines der

folgenden Arzneimittel einnehmen oder verabreicht bekommen:

bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (MAO-Hemmer) (Ausnahme: MAO-B-Hemmer)

bestimmte andere Arzneimittel zur Blutdrucksenkung oder andere Arzneimittel zur

Behandlung von Herzrhythmusstörungen (z.B. Kalziumkanalblocker vom Verapamil- oder

Diltiazemtyp, Disopyramid) dürfen Ihnen nicht gleichzeitig intravenös verabreicht werden

(Ausnahme: Intensivmedizin)

Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Antiarrhythmika [z.B. Disopyramid], Herzglykoside, Alpha-Methyldopa, Reserpin,

Hydralazin, Clonidin, Guanfacin, Amiodaron, Chinidin, Propafenon)

Wenn bei Ihnen eine gleichzeitige Behandlung mit Clonidin (ein Arzneimittel zur Behandlung

von Bluthochdruck) beendet werden soll, muss Metoprolol „ratiopharm“ compositum einige

Tage früher abgesetzt werden.

andere Betablocker, z.B. in Augentropfen zur Behandlung von grünem Star

Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (Insulin und blutzuckersenkende Arzneimittel zum

Einnehmen, z.B. Metformin): Metoprolol „ratiopharm“ compositum kann die Anzeichen einer

Unterzuckerung (v.a. einen schnellen Herzschlag) abschwächen. Lassen Sie Ihren

Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren. Ihr Arzt wird gegebenenfalls die Dosierung Ihrer

blutzuckersenkenden Arzneimittel entsprechend anpassen.

Arzneimittel, die den Kaliumspiegel in Ihrem Blut erniedrigen können, z.B. kaliuretische

Diuretika, Kortikosteroide, Abführmittel (Laxanzien), ACTH (Hypophysenhormon),

Amphotericin, Carbenoxolon, Penicillin G (Antibiotikum), Salicylsäurederivate

Arzneimittel, die zur Behandlung von Gicht eingesetzt werden (Probenecid, Sulfinpyrazon,

Allopurinol)

Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Antidepressiva, z.B. selektive Serotonin-

Wiederaufnahme-Inhibitoren [SSRIs, wie Paroxetin, Fluoxetin und Sertralin], MAO-B-

Hemmer)

Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen (Antipsychotika, Neuroleptika

[z. B. Chlorpromazin, Triflupromazin, Chlorprothixen], Lithium)

Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (z.B. Carbamazepin)

bestimmte entzündungshemmende und schmerzstillende Arzneimittel (nichtsteroidale

Antiphlogistika, NSAIDs, z.B. Indometacin, Salicylsäurederivate)

zytotoxische Arzneimittel (zur Behandlung von Tumoren, z.B. Cyclophosphamid,

Methotrexat)

blutdrucksteigernde Arzneimittel (Sympathomimetika, z.B. Adrenalin, Noradrenalin). Ihr

Blutdruck kann erheblich ansteigen.

Die Wirkung von Adrenalin bei der Behandlung von Überempfindlichkeitsreaktionen kann

abgeschwächt sein.

xanthinhaltige Arzneimittel (z.B. Amino-, Theophyllin, zur Behandlung von Asthma)

Arzneimittel mit blockierender Wirkung an sympathischen Ganglien

Anticholinergika (Arzneimittel zur Behandlung von verschiedenen Erkrankungen wie

Krämpfe des Magen-Darmtraktes, Reisekrankheit, Parkinson´sche Krankheit; z. B. Atropin,

Biperiden)

bestimmte Narkosemittel (Inhalationsanästhetika). Bitte teilen Sie Ihrem Arzt oder Zahnarzt

mit, dass Sie Metoprolol einnehmen.

Arzneimittel, die eine blutdrucksenkende Wirkung haben (z.B. Barbiturate

[Beruhigungsmittel], Narkotika)

Arzneimittel zur Muskelentspannung (nichtdepolarisierende Muskelrelaxanzien, z. B.

Tubocurarin

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Terbinafin, Amphotericin)

Vitamin D oder Kalziumsalze

Diphenhydramin (Arzneimittel gegen Schlaflosigkeit und zur Behandlung von Allergien)

Hydroxychloroquin (zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria)

Celecoxib (zur Behandlung von Gelenkerkrankungen)

Cimetidin (gegen Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden)

Rifampicin (Antibiotikum)

Lidocain (Arzneimittel zur örtlichen Betäubung)

Diazoxid (zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels)

Amantadin (zur Behandlung der Parkinson´schen Krankheit)

Colestyramin und Colestipol (Arzneimittel zur Senkung hoher Blutfettwerte)

Ciclosporin (zur Verhinderung einer Abstoßungsreaktion nach Organtransplantation)

jodhältige Kontrastmittel (bei bildgebenden Untersuchungen)

Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum zusammen mit Alkohol

Die dämpfenden Wirkungen von Metoprolol „ratiopharm“ compositum und Alkohol können sich

gegenseitig verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Sie dürfen Metoprolol „ratiopharm“ compositum während der Schwangerschaft nur in unbedingt

notwendigen Fällen und nur auf Anweisung Ihres Arztes einnehmen.

Hydrochlorothiazid-haltige Arzneimittel dürfen in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da

sie negative Auswirkungen auf das Ungeborene haben können.

Stillzeit

Da die Wirkstoffe in die Muttermilch übergehen und Hydrochlorothiazid die Milchproduktion

hemmen kann, wird dieses Arzneimittel in der Stillzeit nicht empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit

!

beeinträchtigen.

Während der Behandlung mit Metoprolol „ratiopharm“ compositum können Schwindel und Müdigkeit

auftreten. Dadurch kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven

Teilnahme im Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt

beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitigem Alkoholgenuss sowie zu Beginn

der Behandlung, bei Dosiserhöhung oder beim Präparatewechsel.

3.

Wie ist Metoprolol „ratiopharm“ compositum einzunehmen?

Nehmen Sie Metoprolol „ratiopharm“ compositum immer genau nach der Anweisung des Arztes ein.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

1 mal 1 Tablette täglich morgens.

Bei unzureichender Blutdrucksenkung ist eine Erhöhung der Tagesdosis auf 2 Tabletten (verteilt auf

ein oder zwei Einzeldosen) möglich.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit einer mäßig eingeschränkten Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Metoprolol „ratiopharm“ compositum-Tabletten dürfen nicht bei Patienten mit stark eingeschränkter

Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) und/oder wenn nicht genügend Harn gebildet wird

(Anurie) angewendet werden (siehe Abschnitt 2 unter „Metoprolol „ratiopharm“ compositum darf

nicht eingenommen werden“).

Patienten mit Flüssigkeitsverlust

Falls bei Ihnen ein Flüssigkeits- und/oder Natriumverlust besteht, wird Ihr Arzt dies vor der Gabe von

Metoprolol „ratiopharm“ compositum-Tabletten ausgleichen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Metoprolol „ratiopharm“ compositum-Tabletten dürfen nicht bei Patienten mit stark eingeschränkter

Leberfunktion angewendet werden (siehe Abschnitt 2 unter „Metoprolol „ratiopharm“ compositum

darf nicht eingenommen werden“).

Ältere Menschen über 80 Jahre

Es liegen nicht genügend Erfahrungen zur Anwendung von Metoprolol bei Patienten über 80 Jahren

vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten daher mit besonderer Vorsicht erfolgen.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahre)

Es gibt wenig Therapieerfahrungen mit Metoprolol bei Kindern und Jugendlichen. Daher wird die

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.

Art der Anwendung

Die Tabletten sollen unzerkaut mit Flüssigkeit (1 Glas Wasser) immer möglichst zur gleichen

Tageszeit eingenommen werden.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung legt der behandelnde Arzt fest.

Wenn Sie eine größere Menge von Metoprolol „ratiopharm“ compositum eingenommen haben

als Sie sollten

Wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder ein Krankenhaus. Dieser kann entsprechend der

eingenommenen Tablettenmenge über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie die

Packung des Arzneimittels bereit, damit der Arzt weiß, welchen Wirkstoff Sie eingenommen haben

und die entsprechenden Maßnahmen einleiten kann.

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung sind folgende Symptome möglich: schwerer

Blutdruckabfall, niedriger Puls, Austrocknung infolge vermehrtem Harnlassen,

Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelschwäche, Kreislaufversagen, Herzstillstand,

Verengung/Verkrampfung der Atemmuskulatur, Bewusstlosigkeit (bis zum Koma), Übelkeit,

Erbrechen und blau-rot gefärbte Haut und Schleimhäute (Zyanose).

Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol oder gleichzeitiger Einnahme von blutdrucksenkenden

Arzneimitteln, Chinidin (ein Mittel gegen Herzrhythmusstörungen), Barbituraten (Beruhigungsmittel)

oder Digitalis (herzstärkende Mittel) können die Symptome verstärkt werden.

Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden nach der Einnahme des

Arzneimittels auf.

Für den Arzt:

Zur Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Nehmen Sie stattdessen einfach die folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ compositum abbrechen

Falls Sie die Behandlung mit Metoprolol „ratiopharm“ compositum unterbrechen oder vorzeitig

beenden wollen, wenden Sie sich bitte an den behandelnden Arzt.

Die Behandlung mit Metoprolol „ratiopharm“ compositum darf nicht abrupt abgesetzt werden.

Wenn die Behandlung beendet werden soll, wird Ihr Arzt die Dosis schrittweise (d.h. über 7-10 Tage)

abetzen. Falls Sie Beschwerden haben, sollte die Dosis langsamer reduziert werden.

Ein abruptes Absetzen von Beta-Rezeptorenblockern wie Metoprolol kann zu einer Verschlechterung

der Herzmuskelschwäche führen und das Risiko eines Herzinfarkts und plötzlichen Herztodes

erhöhen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Informieren Sie umgehend einen Arzt oder einen Notarzt, wenn Sie eines oder mehrere der

folgenden Anzeichen bemerken:

Herzschmerzen

Atemnot

Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen (dies kann auf eine Leberentzündung hinweisen).

Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen)

-

ausgeprägter Blutdruckabfall, auch beim Übergang vom Liegen zum Stehen, sehr selten mit

Bewusstlosigkeit

Müdigkeit

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

-

verlangsamter Puls (Bradykardie), Gleichgewichtsstörungen (sehr selten mit Bewusstlosigkeit),

unregelmäßiger Herzschlag oder Herzklopfen (Palpitationen)

Schwindel, Kopfschmerzen

Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung

kalte Hände und Füße

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

vorübergehende Verschlechterung der Beschwerden der Herzmuskelschwäche, eine bestimmte

Form der Herzrhythmusstörungen (AV-Block 1. Grades), Schmerzen in der Herzgegend.

-

Missempfindungen wie Kribbeln oder Ameisenlaufen (Parästhesien)

Atemwegsverkrampfungen

Erbrechen

Hautveränderungen, schuppenflechtenartige Hautausschläge

vermehrtes Schwitzen

Muskelkrämpfe

Gewichtszunahme

Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme)

Depression, Konzentrationsstörungen, Benommenheit oder Schlaflosigkeit, Alpträume

weitgehendes Fehlen bestimmter weißer Blutzellen (Agranulozytose), Blutarmut (infolge

verminderter Produktion roter Blutzellen im Knochenmark oder Zerfall roter Blutzellen),

Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie; kann sich in Form von flohstichartigen

Blutungen äußern), Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukzytopenie)

Appetitlosigkeit

Blutzuckererhöhung

Ausscheidung von Zucker im Harn

erhöhte Harnsäurewerte im Blut

Kalium- und/oder Natriummangel im Blut

Schlaflosigkeit

vorübergehendes Verschwommensehen, Gelbsehen (Xanthopsie)

Gefäßentzündungen

Atemnotsyndrom einschließlich Lungenentzündung und Lungenödem (Wasseransammlung in der

Lunge)

Magenirritationen

Magen-/Darmkrämpfe

Speicheldrüsenentzündung

Gelbsucht

Bauchspeicheldrüsenentzündung

Lichtempfindlichkeit

Nesselsucht (Urtikaria)

toxische epidermale Nekrolyse (Syndrom der verbrühten Haut, eine schwerwiegende

Hauterkrankung)

Fieber

Entzündung des Nierenbindegewebes, Nierenfunktionsstörung, Nierenversagen

Erhöhung der Blutfette (Cholesterin, Triglyzeride)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

-

funktionelle Herzbeschwerden wie Herzstolpern oder Herzjagen, bestimmte

Herzrhythmusstörungen (Überleitungsstörungen)

-

Sehstörungen, trockene oder gereizte Augen, Bindehautentzündung

Schnupfen

Mundtrockenheit

Haarausfall

Verschlimmerung einer Zuckerkrankheit, die vorher ohne die typischen Merkmale einherging

(latenter Diabetes mellitus)

abweichende Werte bei Leberfunktionstests

Impotenz und andere Sexualstörungen, bindegewebige Verhärtung der Schwellkörper des Penis

(Induratio penis plastica)

-

Nervosität, Ängstlichkeit

Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen

Geschmacksstörungen

Verschlimmerung einer Schuppenflechte (Psoriasis), Neuauftreten einer Schuppenflechte,

schuppenflechtenähnliche Hautveränderungen

Gelenksschmerzen, Muskelschwäche

Absterben von Gewebe (Nekrose) bei Patienten mit schweren Durchblutungsstörungen in Armen

und/oder Beinen vor der Behandlung, Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit zeitweiligem

Hinken (Claudicatio intermittens) oder mit Gefäßkrämpfen im Bereich der Zehen und Finger

(Raynaud-Syndrom)

Leberentzündung

Vergesslichkeit oder Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit, Halluzinationen,

Persönlichkeitsveränderungen (z. B. Veränderung der Stimmung)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage

angegeben

sind.

können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Metoprolol „ratiopharm“ compositum aufzubewahren?

Nicht über 30 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und

Feuchtigkeit zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach „Verwendbar bis:“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Metoprolol „ratiopharm“ compositum enthält

Die Wirkstoffe sind Metoprololtartrat und Hydrochlorothiazid.

1 Tablette enthält 100 mg Metoprololtartrat und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Maisstärke, Mikrokristalline Cellulose, Copolyvidon, Croscarmellose-Natrium,Talkum,

Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Wie Metoprolol „ratiopharm“ compositum aussieht und Inhalt der Packung

Metoprolol „ratiopharm“ compositum sind weiße, runde, gewölbte Tabletten mit einseitiger

Bruchrille.

Die Bruchrille dient nur zum Teilen der Tablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum

Aufteilen in gleiche Dosen.

Metoprolol „ratiopharm“ compositum ist in Blisterpackungen mit 20 und 50 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.:+43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Z.Nr.: 1-20008

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2016.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Behandlung einer Überdosierung

Überwachung der vitalen Parameter unter intensivmedizinischen Bedingungen.

Kontrollen des Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushaltes sowie des Blutzuckers und der

harnpflichtigen Substanzen müssen ständig durchgeführt und Abweichungen gegebenenfalls korrigiert

werden.

Therapeutische Maßnahmen sind die Gabe von Aktivkohle, Laxantien und, sofern erforderlich,

Magenspülung.

Bei Schock und Hypotonie können Plasma oder Plasmaersatzmittel verabreicht werden.

Bei schwerer Hypotonie und Bradykardie oder beim Risiko für ein Herzversagen sollte ein Beta1-

Agonist (z.B. Dobutamin) intravenös verabreicht werden, bis die gewünschte Wirkung erreicht ist.

Wenn kein selektiver Beta1-Agonist zur Verfügung steht, kann alternativ Dopamin verwendet werden.

Auch eine Vagusblockade mit Atropin ist möglich.

Wenn die erwünschte Wirkung auf diese Weise nicht erzielt wird, kann ein anderes

Sympathomimetikum, z.B. Adrenalin oder Noradrenalin, eingesetzt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol und Noradrenalin, Adrenalin oder anderen

Sympathomimetika kann es zu einem relevanten Blutdruckanstieg kommen.

Darüber hinaus ist die Gabe von Glucagon zu erwägen.

Bei therapierefraktärer Bradykardie sollte eine temporäre Schrittmachertherapie durchgeführt werden.

Bei Bronchospasmen kann ein Beta2-Agonist verabreicht werden.

Bei generalisierten Krampfanfällen empfiehlt sich die langsame intravenöse Gabe von Diazepam.

Die zur Behandlung der Überdosierung erforderlichen Dosen können viel höher sein als die üblichen

therapeutischen Dosen, da die Betarezeptoren durch den Betablocker blockiert sind.

Hinweis

Die Dosierungen zur Behandlung einer Überdosierung sind viel höher als die normalerweise

verwendeten therapeutischen Dosen, da der Betarezeptorenblocker die Betarezeptoren blockiert hat.

Bei Hypovolämie Volumensubstitution, bei Hypokaliämie Kaliumsubstitution.

Der Anteil an Hydrochlorothiazid, der durch Hämodialyse entfernt werden kann, ist nicht bekannt.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

4-6-2018

Baclofen-ratiopharm® Tabletten

Rote - Liste