Metoprolol "ratiopharm"

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Metoprolol "ratiopharm" 50 mg - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück, Laufzeit: 60 Monate,50 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Metoprolol "ratiopharm" 50 mg - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Metoprolol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-20526
  • Berechtigungsdatum:
  • 06-07-1994
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Metoprolol „ratiopharm“ 50 mg-Tabletten

Wirkstoff: Metoprololtartrat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Metoprolol „ratiopharm“ und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ beachten?

Wie ist Metoprolol „ratiopharm“ einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Metoprolol „ratiopharm“ aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Metoprolol „ratiopharm“ und wofür wird es angewendet?

Metoprololtratrat, der Wirkstoff von Metoprolol „ratiopharm“, hat eine blockierende Wirkung

vorwiegend auf bestimmte Rezeptoren des Herzens (herzspezifischer Betarezeptorenblocker) und

wirkt stressabschirmend auf das Herz. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt und die Herzleistung

verbessert.

Metoprolol „ratiopharm“ wird angewendet

Bei Erwachsenen

bei Bluthochdruck

bei chronisch stabiler Angina pectoris (Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen)

zur Akutbehandlung eines Herzinfarktes und zur Vorbeugung eines erneuten Herzinfarktes nach

einem Herzinfarkt

zur vorbeugenden Behandlung von Migräne

bei Herzrhythmusstörungen mit beschleunigtem Herzschlag (tachykarde

Herzrhythmusstörungen)

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ beachten?

Metoprolol „ratiopharm“ darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Metoprolol, andere Beta-Rezeptorenblocker oder

einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn bestimmte Herzrhythmusstörungen vorliegen (AV-Block II. und III. Grades, kranker

Sinusknoten [es sei denn, Sie haben dauerhaft einen Herzschrittmacher])

wenn bei Ihnen eine verlangsamte Herzschlagfolge vorliegt (Puls < 50 Schläge/Minute)

bei Herzkreislauf-Schock

wenn Sie an schweren Durchblutungsstörungen der Arme und/oder der Beine leiden.

wenn Sie unter einem krankhaft niedrigen Blutdruck leiden (wenn der systolische Wert kleiner

als 90 mmHg ist)

wenn Sie an einem unbehandelten hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks

(Phäochromozytom) leiden

wenn Sie eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes aufweisen (metabolische Azidose)

wenn Sie unter einer schweren Form von Asthma bronchiale oder einer chronischen, die

Atemwege verengenden Lungenkrankheit (COPD) leiden

wenn Sie gleichzeitig mit MAO-Hemmstoffen (Arzneimittel gegen Depressionen; Ausnahme

MAO-B-Hemmstoffe) behandelt werden

wenn Verdacht auf einen akuten Herzinfarkt besteht und der Puls unter 45 Schlägen/Minute

liegt, der obere Blutdruckwert < 100 mmHg ist und bestimmte Herzrhythmusstörungen vorliegen

(PQ-Intervall > 0,24 Sekunden)

bei gleichzeitiger intravenöser Behandlung mit bestimmten anderen Arzneimitteln zur

Blutdrucksenkung oder anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen

(z.B. Kalziumkanalblocker vom Verapamil- oder Diltiazemtyp, Disopyramid) (Ausnahme:

Intensivmedizin)

Patienten mit chronischer Herzmuskelschwäche dürfen Metoprolol „ratiopharm“ nicht einnehmen:

wenn Sie an einer instabilen Herzleistungsschwäche leiden (die sich in Form von

Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge, beeinträchtigtem Blutfluss, oder niedrigem Blutdruck

äußern ) und mit Arzneimitteln zur Steigerung der Herzmuskelkraft behandelt werden kann.

wenn Sie kontinuierlich oder zeitweise Arzneimittel erhalten, die die Pumpfähigkeit des Herzens

erhöhen (z. B. Dobutamin).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metoprolol „ratiopharm“ einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ ist erforderlich,

wenn Sie an Asthma leiden: Die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von

Asthma bronchiale kann beeinflusst werden und es kann nötig sein, die Dosis anzupassen. Bei

einer schweren Form von Asthma bronchiale oder wenn sie an einer schweren Lungenerkrankung

mit Einengung der Atemwege (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, COPD) leiden, darf

Metoprolol „ratiopharm“ nicht eingenommen werden.

wenn Sie an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden: Metoprolol kann die Symptome

einer Unterzuckerung (z.B. schneller Herzschlag, Zittern) verschleiern. Hier sind regelmäßige

Blutzuckerkontrollen in kürzeren Abständen erforderlich.

- wenn Sie eine verzögerte Erregungsleitung im Herzen (AV-Block I. Grades) haben.

wenn Sie an einer bestimmten Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße, der sogenannten

Prinzmetal-Angina, leiden. Die Anzahl und Dauer von Angina-Anfällen kann erhöht bzw.

verlängert sein.

wenn Sie Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen haben (Raynaud-Syndrom, Claudicatio

intermittens), da diese verschlimmert werden können. Bei schweren Durchblutungsstörungen

dürfen Sie Metoprolol „ratiopharm“ nicht einnehmen.

- wenn Sie an einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom)

leiden: vor und während der Behandlung sollte eine Behandlung mit einem Alpha-Blocker

erfolgen.

wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) aufweisen. Metoprolol „ratiopharm“

kann die Beschwerden verschleiern und sie können sich nach dem Absetzen von Metoprolol

„ratiopharm“ verschlimmern.

wenn Sie operiert werden: vor einer Operation sollten Sie den Narkosearzt über die Einnahme von

Metoprolol „ratiopharm“ informieren.

wenn Sie selbst oder jemand aus ihrer Familie schon einmal Schuppenflechte (Psoriasis) hatten.

- wenn Sie gleichzeitig Clonidin, ein Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck, einnehmen. Bei

Beendigung der Behandlung muss zuerst Metoprolol und dann Clonidin schrittweise abgesetzt

werden.

wenn Sie schon einmal eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion (Allergie) hatten oder gegen

eine bestehende Überempfindlichkeit behandelt werden (Hyposensibilisierungstherapie.

Metoprolol kann sowohl die Empfindlichkeit gegenüber allergieauslösenden Stoffen (Allergenen)

als auch die Schwere akuter allergischer Allgemeinreaktionen erhöhen.

- wenn sie Kontaktlinsen tragen. Metoprolol kann den Tränenfluss verringern

Wenn Ihr Ruhepuls zu stark absinkt und Beschwerden auftreten, kann Ihr Arzt die Dosis verringern

oder Metoprolol „ratiopharm“ schrittweise absetzen.

Dopingwarnhinweis:

Die Anwendung des Arzneimittels Metoprolol „ratiopharm“ 50 mg - Tabletten kann bei

Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden

bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Bitte nehmen sie Metoprolol „ratiopharm“ nicht ein, wenn sie bereits eines der folgenden

Arzneimittel einnehmen oder verabreicht bekommen:

bestimmte Arzneimittel zur Blutdrucksenkung oder Arzneimittel zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen wie z. B.Kalziumkanalblocker vom Verapamil- bzw. Diltiazemtyp oder

Klasse-I-Antiarrhythmika (wie z. B. Disopyramid). Kalziumkanalblocker vom Verapamiltyp

dürfen Ihnen nicht intravenös gegeben werden (Ausnahme: Intensivmedizin).

- bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (MAO-Hemmer) (Ausnahme: MAO-B-Hemmer)

Weitere Wechselwirkungen:

Folgende Arzneimittel können die Konzentration von Metoprolol im Blut steigern und somit die

Wirkung von Metoprolol „ratiopharm“ verstärken:

Arzneimittel wie Cimetidin (gegen Sodbrennen und säurebedingten Magenbeschwerden)

Blutdruckmittel wie Hydralazin

gewisse Arzneimittel gegen Depressionen (selektive Serotonin-Wiederhaufnahme-Inhibitoren

(SSRI) wie Paroxetin, Fluoxetin und Sertralin)

Arzneimittel gegen Schlaflosigkeit und zur Behandlung von Allergien wie Diphenhydramin

manche Arzneistoffe zur Behandlung von Gelenkerkrankungen wie Celecoxib

Hydroxychloroquin (zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria)

manche Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (Terbinafin)Arzneimittel zur Behandlung von

psychischen Erkrankungen (Neuroleptika z. B. Chlorpromazin, Triflupromazin, Chlorprothixen)

manche Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Amiodaron, Chinidin und möglicherweise

Propafenon.

- bestimmte Narkosemittel (Inhalationsanästhetika). Bitte teilen Sie Ihrem Arzt oder Zahnarzt mit,

dass Sie Metoprolol einnehmen.

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Metoprolol abschwächen:

Wenn Sie gleichzeitig entzündungshemmende Arzneimittel (z. B. Indometacin oder andere

Hemmer der Prostaglandinsynthese) anwenden.

Rifampicin (ein Antibiotikum zur Behandlung von z. B. Tuberkulose)

Arzneimittel, die die Wirkung von Metoprolol beeinflussen können oder deren Wirkung durch

Metoprolol beeinflusst werden kann:

andere Arzneimittel gegen erhöhten Blutdruck oder zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen oder Herzleistungsschwäche (z.B. Reserpin, Alpha-Methyldopa,

Clonidin, Guanfacin, Klasse I Antiarrhythmika [z.B. Disopyramid], Herzglykoside)

andere Betablocker, z.B. in Augentropfen zur Behandlung von grünem Star

Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (Insulin und blutzuckersenkende Arzneimittel zum

Einnehmen): Metoprolol kann die Anzeichen einer Unterzuckerung (v.a. einen schnellen

Herzschlag) abschwächen. Lassen Sie Ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren. Ihr

Arzt wird gegebenenfalls die Dosierung Ihrer blutzuckersenkenden Arzneimittel entsprechend

anpassen

blutdrucksteigernde Arzneimittel (Sympathomimetika, z.B. Adrenalin, Noradrenalin). Ihr

Blutdruck kann erheblich ansteigen.

xanthinhaltige Arzneimittel (z.B. Amino-, Theophyllin: zur Behandlung von Asthma):

gegenseitige Abschwächung der Wirkung

Lidocain (Arzneimittel zur örtlichen Betäubung)

bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (MAO-B-Hemmer)

Arzneimittel mit blockierender Wirkung an sympathischen Ganglien

Die Wirkung von Adrenalin bei der Behandlung von Überempfindlichkeitsreaktionen kann

beeinträchtigt werden.

Wenn bei Ihnen eine gleichzeitige Behandlung mit Clonidin (ein Mittel zur Behandlung von

Bluthochdruck) beendet werden muss, sollte Metoprolol „ratiopharm“ einige Tage früher abgesetzt

werden.

Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ zusammen mit Alkohol

Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol „ratiopharm“ verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Sie dürfen Metoprolol „ratiopharm“ während der Schwangerschaft nur in unbedingt notwendigen

Fällen und nur auf Anweisung Ihres Arztes einnehmen. Betablocker einschließlich Metoprolol können

das ungeborene Kind schädigen und zu einer Frühgeburt führen. Metoprolol kann Nebenwirkungen,

wie zum Beispiel verlangsamten Herzschlag beim ungeborenen Kind und beim Neugeborenen

verursachen.

Stillzeit

Metoprolol wird in der Muttermilch angereichert.

Bei einer Behandlung mit Metoprolol in der Stillzeit sollten gestillte Säuglinge sorgfältig überwacht

werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit

!

beeinträchtigen.

Besonders zu Beginn der Behandlung, bei Dosiserhöhung, Präparatewechsel oder durch gleichzeitigen

Alkoholgenuss, können Schwindel oder Müdigkeit auftreten. Wenn Sie solche Nebenwirkungen bei

sich bemerken, sollten Sie kein Fahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen benutzen.

3.

Wie ist Metoprolol „ratiopharm“ einzunehmen?

Nehmen Sie Metoprolol „ratiopharm“ immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Für höhere Dosierungen stehen auch Metoprolol „ratiopharm“ 100 mg-Tabletten zur Verfügung.

Metoprolol „ratiopharm“ wird bei Erwachsenen angewendet.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis bei:

Bluthochdruck

Zweimal täglich 50 mg bis 100 mg oder einmal täglich 100 mg bis 200 mg Metoprololtartrat.

Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (chronisch-stabile Angina pectoris) und Migräne

Zweimal täglich 50 bis 100 mg Metoprololtartrat .

Akutbehandlung eines Herzinfarktes und Vorbeugung eines erneuten Herzinfarktes nach einem

Herzinfarkt

Akutbehandlung:

Nach vorhergehender intravenöser Behandlung mit Metoprololtartrat gibt man, beginnend 15 Minuten

nach der letzten intravenösen Injektion, in den folgenden 48 Stunden viermal täglich 50 mg

Metoprololtartrat zum Einnehmen.

Bei Patienten, die weniger als 15 mg Metoprololtartrat intravenös vertragen haben, sollte die

Behandlung mit Tabletten im Anschluss vorsichtig mit 25 mg Metoprololtartrat begonnen werden.

Vorbeugung:

Die empfohlene Dosis beträgt zweimal täglich 100 mg Metoprololtartrat.

Herzrhythmusstörungen mit beschleunigtem Herzschlag (tachykarde Herzrhythmusstörungen):

Zweimal täglich 50 bis 100 mg Metoprololtartrat.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit schwerwiegender Einschränkung der Leberfunktion, z. B. Patienten mit einer

künstlichen Venenverbindung zur Druckentlastung (portokavaler Shunt), kann eine Dosisreduktion

notwendig sein.

Ältere Patienten über 65 Jahre

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Metoprolol „ratiopharm“ bei Kindern im Alter von 0 bis 18

Jahren ist bisher noch nicht erwiesen.

Art der Anwendung

Bitte nehmen Sie die Tabletten bei Einmalgabe morgens bzw. bei zweimaliger Gabe morgens und

abends nüchtern unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein.

Wenn Sie eine größere Menge von Metoprolol „ratiopharm“ eingenommen haben als Sie sollten

Wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder ein Krankenhaus . Dieser kann entsprechend der Schwere

der Überdosierung bzw. der Art der Beschwerden über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Halten Sie die Gebrauchsinformation und/oder die Packung des Arzneimittels bereit, damit der Arzt

weiß, welchen Wirkstoff Sie eingenommen haben und die entsprechenden Maßnahmen einleiten kann.

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung sind folgende Symptome möglich: starker

Blutdruckabfall, niedriger Puls, Herzrhythmusstörungen, Herzleistungsschwäche, Herz-

Kreislaufversagen, Herzstillstand, Verengung/Verkrampfung der Atemmuskulatur, Bewusstlosigkeit

(bis zum Koma), Übelkeit, Erbrechen und bläulich gefärbte Haut und Schleimhäute (Zyanose),

Unterzuckerung und Krampfanfälle.

Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol oder gleichzeitiger Einnahme von blutdrucksenkenden

Arzneimitteln, Chinidin (ein Mittel gegen Herzrhythmusstörungen) oder Barbituraten

(Beruhigungsmittel) können die Symptome verstärkt werden.

Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden nach der Einnahme des

Arzneimittels auf.

Für den Arzt:

Zu Symptomen und Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser

Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen

Sie die vergessene Dosis ein, sobald es Ihnen einfällt, und fahren Sie dann mit der Einnahme wie

gewohnt fort. Falls es beinahe schon Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus

und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol „ratiopharm“ abbrechen

Die Behandlung mit Metoprolol „ratiopharm“ darf nur in Absprache mit Ihrem Arzt geändert oder

beendet werden.

Die Behandlung muss von Ihrem Arzt langsam und schrittweise beendet werden. Plötzliches Absetzen

kann zu einer Verschlechterung der Herzerkrankung führen und das Risiko für einen Herzinfarkt und

plötzlichen Herztod erhöhen.

Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, wenn Sie die Einnahme unterbrechen oder vorzeitig

beenden möchten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen)

Müdigkeit

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Schwindel, Kopfschmerz

verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutdruck, Blutdruckabfall beim Aufstehen (vereinzelt

mit Ohnmachtsanfällen), Herzklopfen

kalte Hände und Füße, Durchblutungsstörungen in den Fingern (Raynaud-Syndrom)

Atemnot bei Anstrengung

Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Gewichtszunahme

Depressionen, Konzentrationsstörungen, verminderte Aufmerksamkeit, Schläfrigkeit oder

Schlafstörungen, Albträume

Missempfindungen wie Kribbeln oder taubes Gefühl in den Gliedmaßen (Parästhesien)

vorübergehende Verschlechterung einer Herzschwäche, Herz-Kreislaufschock bei Patienten

mit akutem Herzinfarkt, Erregungsleitungsstörungen am Herzen (AV-Block 1. Grades),

Wassereinlagerungen ins Gewebe, Brustschmerzen

Atemnot durch Verengung/Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmus)

Erbrechen

Hautausschlag (in Form eines Schuppenflechte-ähnlichen Nesselausschlages), verstärktes

Schwitzen

Muskelschwäche, Muskelkrämpfe

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Auftreten oder Verschlechterung einer bestehenden Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),

Verstärkung einer insulinbedingten Unterzuckerung

Störungen im Fettstoffwechsel (Verminderung des HDL-Cholesterins, Erhöhung der

Triglyzeride)

Nervosität, Ängstlichkeit

Sehstörungen, trockene und/oder gereizte Augen, Bindehautentzündung

Herzrhythmusstörungen (Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien)

Schnupfen

Mundtrockenheit

Haarausfall

Abweichungen der Leberfunktionswerte (Bluttest)

Impotenz, sexuelle Funktionsstörung

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), starke Verminderung bestimmter

weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)

Störungen im Fettstoffwechsel (Erhöhung des VLDL-Cholesterins)

Erinnerungsschwierigkeiten, Gedächtnisschwächen, Verwirrtheit, Halluzinationen

Hörstörungen, Ohrgeräusche bzw. Ohrensausen (Tinnitus), vorübergehender Hörverlust

Verstärkung von bereits bestehenden Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen bis zum

Absterben von Gewebe (Gangrän)

Geschmacksstörungen

Leberentzündung (Hepatitis)

Lichtempfindlichkeitsreaktionen, Verschlechterung oder Auslösung einer Schuppenflechte

bzw. eines Schuppenflechte-ähnlichen Hautausschlages

Gelenkschmerzen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Metoprolol „ratiopharm“ aufzubewahren?

Nicht über 30°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach „Verwendbar bis:“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Metoprolol „ratiopharm“ enthält

Der Wirkstoff ist Metoprololtartrat.

1 Tablette enthält 50 mg Metoprololtartrat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Croscarmellose-Natrium, Copovidon, Hochdisperses

Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.

Wie Metoprolol „ratiopharm“ aussieht und Inhalt der Packung

Metoprolol „ratiopharm“ sind weiße, runde, bikonvexe Tabletten mit Bruchrille und einseitiger

Prägung „M“.

Die Tabletten können in gleiche Hälften geteilt werden.

Metoprolol „ratiopharm“ ist in Blisterpackungen mit 20 und 50 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0

Fax-Nr.:+43/1/97007-66

e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Z.Nr.: 1-20526

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2016.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Symptome

Überdosierung mit Metoprolol kann zu schwerer Hypotonie, Sinusbradykardie, Bradyarrhythmie,

kardialen Überleitungsstörungen, , Herzinsuffizienz, kardiogenem Schock, Herzstillstand,

Bronchospasmen, Bewusstlosigkeit (bis zum Koma), Übelkeit, Erbrechen, Zyanose, Hypoglykämie,

generalisierten Krampfanfällen und Hyperkaliämie führen. Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol

und der gleichzeitigen Einnahme von Antihypertensiva, Chinidin oder Barbituraten können die

Symptome verstärkt werden.

Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden nach der Einnahme des

Arzneimittels auf.

Behandlung

Überwachung der vitalen Parameter unter intensivmedizinischen Bedingungen.

Medizinische Kohle, Laxantien und, falls nötig, Magenspülung.

Atropin, Sympathomimetika oder temporärer Schrittmacher zur Behandlung von Bradykardie und

Überleitungsstörungen.

Bei Schock, akutem Herzversagen und Hypotonie können Plasma oder Plasmaersatzmittel, eine

Bolusinjektion Glucagon (falls erforderlich gefolgt von einer i.v. Infusion von Glucagon),

Sympathomimetika wie z.B. Dobutamin intravenös, und zusätzlich α1-Rezeptoragonisten bei

Vasodilatation verabreicht werden.

Die Gabe von Calcium-Ionen kann ebenfalls in Betracht gezogen werden.

Bei Bronchospasmen kann ein Bronchodilatator (Beta-2-Sympathomimetikum) verabreicht werden.

Bei generalisierten Krampfanfällen empfiehlt sich die langsame intravenöse Gabe von Diazepam.

Hinweis

Die Dosierungen zur Behandlung einer Überdosierung sind viel höher als die normalerweise

verwendeten therapeutischen Dosen, da der Betarezeptorenblocker die Betarezeptoren blockiert hat.

1-8-2018

Champix (Pfizer Europe MA EEIG)

Champix (Pfizer Europe MA EEIG)

Champix (Active substance: varenicline tartrate) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5197 of Wed, 01 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/699/T/71

Europe -DG Health and Food Safety

4-6-2018

Champix (Pfizer Limited)

Champix (Pfizer Limited)

Champix (Active substance: varenicline tartrate) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3620 of Mon, 04 Jun 2018

Europe -DG Health and Food Safety

28-5-2018

Procysbi (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

Procysbi (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

Procysbi (Active substance: mercaptamine (cysteamine bitartrate)) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3337 of Mon, 28 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2465/T/21

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

EU/3/14/1306 (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

EU/3/14/1306 (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

EU/3/14/1306 (Active substance: Cysteamine bitartrate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3151 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/070/14/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

EU/3/14/1252 (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

EU/3/14/1252 (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

EU/3/14/1252 (Active substance: Cysteamine bitartrate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3133 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/164/13/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

18-5-2018

EU/3/10/778 (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

EU/3/10/778 (Chiesi Farmaceutici S.p.A.)

EU/3/10/778 (Active substance: Cysteamine bitartrate (gastroresistant)) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3137 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/034/10/T/01

Europe -DG Health and Food Safety