Metohexal retard

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Metohexal retard 47,5 mg - Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 30 Monate,10 Stück, Laufzeit: 30 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Metohexal retard 47,5 mg - Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Metoprolol
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-25606
  • Berechtigungsdatum:
  • 19-11-2004
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN

Metohexal retard 47,5 mg – Filmtabletten

Wirkstoff: Metoprololsuccinat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter.

kann

anderen

Menschen

schaden,

auch

wenn

diese

gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Metohexal retard und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Metohexal retard beachten?

Wie ist Metohexal retard einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Metohexal retard aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST METOHEXAL RETARD UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Metoprololsuccinat ist ein herzspezifischer Betarezeptorenblocker, wirkt blutdrucksenkend

und vermindert die Herzarbeit und damit den Sauerstoffbedarf des Herzmuskels.

Metohexal retard wird angewendet zur Behandlung von:

Bluthochdruck

chronisch stabiler Angina pectoris (Engegefühl und Schmerzen in der Brust infolge

unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzens)

stabiler

Herzmuskelschwäche

zusätzlich

üblichen

Basistherapie

anderen

Medikamenten

Metohexal retard wird angewendet zur Vorbeugung von:

weiteren Herzinfarkten oder einer weiteren Schädigung des Herzens nach einem

Herzinfarkt (Sekundärprophylaxe)

Migräne

Kinder und Jugendliche von 6-18 Jahren:

Zur Behandlung von hohem Blutdruck (Hypertonie)

2.

WAS

SOLLTEN

SIE

VOR

DER

EINNAHME

VON

METOHEXAL

RETARD

BEACHTEN?

Metohexal retard darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Metoprololsuccinat, andere Betablocker oder einen der in

Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von Metohexal retard sind. Es können

Kreuzreaktionen zwischen einzelnen Betablockern auftreten.

wenn Sie Herzrhythmusstörungen (atrioventrikulärer Block 2. oder 3. Grades, Sick-

Sinus-Syndrom, sinuatrialer Block) haben

wenn Sie einen stark verlangsamten Herzschlag (weniger als 50 Schläge/min) haben

wenn Sie einen stark erniedrigten Blutdruck (systolischer Blutdruck unter 90 mmHg)

haben

wenn Sie an einer unbehandelten Herzmuskelschwäche leiden oder mit Arzneimitteln

zur Steigerung der Herzmuskelkraft behandelt werden

wenn

einen

Herz-/Kreislauf-Schock

erleiden,

ausgelöst

durch

Störungen

Herzfunktion

wenn Sie an schweren Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen leiden

wenn Sie schweres Bronchialasthma (anfallsweise auftretende Atemnot) oder eine

schwere, chronische Atemwegserkrankung mit Verengung der Atemwege haben

wenn Sie einen unbehandelten Tumor der Nebenniere haben, der einen Anstieg des

Blutdrucks verursacht (Phäochromozytom). Bevor der Arzt Ihnen Metohexal retard

verschreibt, muss zuerst diese Erkrankung behandelt werden.

wenn

unter

einer

stoffwechselbedingten

Übersäuerung

Körpers

leiden

(metabolische Azidose)

wenn Sie gleichzeitig bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel (Kalziumantagonisten

vom Verapamil- oder Diltiazemtyp) oder Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen

(Antiarrhythmika) intravenös verabreicht bekommen (Ausnahme: Intensivstation)

wenn Sie gleichzeitig bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (MAO-Hemmer, mit

Ausnahme von MAO-B-Hemmern) einnehmen

wenn Sie eine Herzleistungsschwäche haben und Ihr Blutdruck immer wieder unter

100 mmHg abfällt (eine entsprechende Abklärung muss vor Beginn der Behandlung

vorgenommen werden)

Sie dürfen Metohexal retard nicht einnehmen, wenn bei Ihnen der Verdacht auf einen akuten

Herzinfarkt besteht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metohexal retard einnehmen:

wenn Sie an Asthma oder anderen Erkrankungen der Atemwege leiden

wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes mellitus). Niedrige Blutzuckerspiegel können durch

dieses Arzneimittel verschleiert werden. Es kann zu vermehrtem Schwitzen kommen. Ihr

Arzt wird die Blutzuckerwerte während der Behandlung regelmäßig kontrollieren.

wenn Sie Erregungsleitungsstörungen des Herzens haben (AV-Block 1. Grades)

wenn Sie an Durchblutungsstörungen in Fingern, Zehen, Armen und Beinen leiden. Die

Beschwerden können sich während der Behandlung verschlechtern.

wenn

Durchblutungsstörungen

Herzmuskels

infolge

zeitweiligen

krampfartigen Verengungen der Herzkranzgefäße haben (Prinzmetal-Angina)

wenn Sie eine Überfunktion der Schilddrüse haben. Beschwerden wie beschleunigter

Herzschlag, Schwitzen, Zittern, Nervosität, gesteigerter Appetit oder Gewichtsverlust

können

durch

dieses

Arzneimittel

verschleiert

werden

oder

sich

beim

Absetzen

verschlechtern.

Eine

regelmäßige

Kontrolle

Schilddrüsen-

Herzfunktion

erforderlich.

wenn

oder

jemand

Ihrer

Familie

Schuppenflechte

(Psoriasis,

eine

Hautkrankheit mit starkem Ausschlag) leiden oder gelitten haben. Bitte informieren Sie

Ihren Arzt vor der Einnahme von Metohexal retard, falls dies zutrifft.

wenn

wegen

Überempfindlichkeitsreaktionen

(Allergien)

Behandlung

sind

(Desensibilisierungstherapie,

Abschwächung

allergischer

Beschwerden)

oder

Allergien in der persönlichen Vorgeschichte haben. Metohexal retard verstärkt die

Überempfindlichkeit gegen die Substanzen, gegen die Sie allergisch sind und steigert

die Schwere der allergischen Reaktionen.

wenn Sie an einer schwerwiegenden Lebererkrankung leiden

wenn Sie an Herzleistungsschwäche leiden und zusätzlich:

eine instabile Herzleistungsschwäche (Grad IV nach der NYHA-Klassifikation)

haben

in den letzten 28 Tagen einen Herzinfarkt oder einen Angina-pectoris-Anfall hatten

Ihre Nieren- oder Leberfunktion eingeschränkt ist

Sie jünger als 40 oder älter als 80 Jahre sind

Sie eine Erkrankung der Herzklappen haben

Ihr Herzmuskel vergrößert ist

bei Ihnen in den letzten 4 Monaten eine Herzoperation durchgeführt wurde

Wenn Sie Kontaktlinsenträger(in) sind, berücksichtigen Sie bitte, dass Metohexal retard zu

einer Verringerung des Tränenflusses führen und das Risiko einer Augenreizung erhöhen

kann.

Wenn bei Ihnen eine Narkose durchgeführt werden soll, informieren Sie bitte vorher Ihren

Arzt bzw. Zahnarzt, dass Sie Metohexal retard Tabletten einnehmen, da es zu möglichen

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln kommen kann.

Sie dürfen die Therapie mit Metohexal retard nicht plötzlich abbrechen, da es zu einer

Verschlechterung der Herzerkrankung kommen kann und dadurch das Risiko für einen

Herzinfarkt und plötzlichen Herztod erhöht ist.

Wenn

gleichzeitig

Clonidin

(zur

Blutdrucksenkung)

erhalten

Kombinationstherapie

beendet

werden

soll,

muss

Metohexal

retard

mehrere

Tage

Clonidin langsam abgesetzt werden.

Die Anwendung des Arzneimittels Metohexal retard kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen führen.

Bei Einnahme von Metohexal retard mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/

anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen/angewendet

haben

oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Sie dürfen Metohexal retard nicht einnehmen, wenn Sie bereits eines oder mehrere der

folgenden Arzneimittel einnehmen oder verabreicht bekommen:

Monoaminoxidase-Hemmer

(MAO-Hemmer,

Ausnahme

MAO-B-Hemmern)

gegen Depressionen (kann die blutdrucksenkende Wirkung verstärken)

wenn Sie gleichzeitig bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel (Kalziumantagonisten

vom Verapamil- oder Diltiazemtyp) oder Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen

(Antiarrhythmika) intravenös verabreicht bekommen (Ausnahme: Intensivstation). Diese

Arzneimittel können den Herzschlag verlangsamen, einen Blutdruckabfall verstärken

bzw. das Risiko für unregelmäßigen oder verlangsamten Herzschlag erhöhen und die

Herzfunktion beeinträchtigen.

Folgende

Arzneimittel

können

blutdrucksenkende

Wirkung

Metohexal

retard

verstärken:

Cimetidin (gegen Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden)

Hydralazin und Clonidin (Blutdrucksenker)

Terbinafin (gegen Pilzinfektionen)

Paroxetin, Fluoxetin und Sertralin (gegen Depressionen)

Hydroxychloroquin (gegen Malaria)

Chlorpromazin, Triflupromazin, Chlorprothixen (gegen Psychosen)

Amiodaron,

Chinidin,

Tocainid,

Procainamid,

Ajmaline,

Flecainid,

Disopyramid,

Propafenon (gegen unregelmäßigen Herzschlag)

Diphenhydramin ( Antihistaminikum, gegen Allergien)

Celecoxib (gegen Schmerzen)

Glyceroltrinitrat (gegen Gefäßverengung)

Folgende

Arzneimittel

können

blutdrucksenkende

Wirkung

Metohexal

retard

abschwächen:

Indometacin (gegen Schmerzen)

Rifampicin (Antibiotikum)

xanthinhaltige Präparate (Amino-, Theophyllin, zur Behandlung gegen Asthma)

Weitere Arzneimittel, die die Wirkung von Metohexal retard beeinflussen können oder deren

Wirkung durch Metohexal retard beeinflusst werden kann:

andere Betablocker, z. B. in Augentropfen zur Behandlung des grünen Stars (Timolol)

Adrenalin (Epinephrin), Noradrenalin (Norepinephrin), oder andere Sympathomimetika

(Arzneimittel mit Wirkung auf das Nervensystem)

Arzneimittel

Behandlung

Diabetes

(Zuckerkrankheit);

Symptome

eines

niedrigen Blutzuckerspiegels können verschleiert werden

Lidocain

Ritonavir (Behandlung bei HIV-Infektionen)

Dipyridamol (zur Vorbeugung von Thrombosen)

Reserpin, Alpha-Methyldopa, Guanfacin (zur Senkung des Blutdrucks)

Herzglykoside (gegen Herzrhythmusstörungen)

Ergotamin (gegen Migräne)

Arzneimittel gegen Muskelverspannungen (curareartige Muskelrelaxantien)

Bei Einnahme von Metohexal retard zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und

Alkohol

Alkohol

kann

blutdrucksenkende

Wirkung

Metohexal

retard

Filmtabletten

verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme

dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Metohexal retard darf während der Schwangerschaft und Stillperiode nur in unbedingt

notwendigen Fällen und nur auf Anordnung des Arztes eingenommen werden.

Bei Behandlung in der Schwangerschaft und Stillzeit (Metohexal retard tritt in die Muttermilch

über) muss das Kind sorgfältig überwacht werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Besonders zu Beginn der Behandlung, bei Dosisanpassung, Präparatewechsel oder durch

Alkoholgenuss kann es zu Benommenheit, Schwindelgefühl, Müdigkeit oder Sehstörungen

kommen.

Wenn

derartige

Nebenwirkungen

sich

feststellen,

dürfen

kein

Kraftfahrzeug lenken und/oder keine Maschinen bedienen.

Metohexal retard enthält Lactose und Saccharose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose (Milchzucker), Saccharose (Rohrzucker) sowie Spuren

von Glucose (Traubenzucker).

Bitte nehmen Sie Metohexal retard erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen

bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

WIE IST METOHEXAL RETARD EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Metohexal retard immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Metohexal retard soll einmal täglich eingenommen werden.

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut immer möglichst zur gleichen Tageszeit ein.

Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein

Glas Wasser) eingenommen werden.

Für individuelle Dosierungen stehen auch Metohexal retard 23,75 mg / 95 mg / 142,5 mg und

190 mg - Filmtabletten zur Verfügung.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Bluthochdruck:

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt einmal täglich 1 Tablette. Die Erhaltungsdosis beträgt

einmal täglich 2 - 4 Tabletten.

Chronisch stabile Angina Pectoris, Migränevorbeugung:

2 - 4 Tabletten einmal täglich

Vorbeugung nach einem Herzinfarkt:

4 Tabletten einmal täglich über mindestens 3 Monate

Stabile Herzmuskelschwäche:

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt einmal täglich 11,875 mg Metoprololsuccinat bis ½

Tablette. Die Erhaltungsdosis beträgt einmal täglich bis zu 4 Tabletten.

Bitte halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes.

Die Dosierung ist individuell unterschiedlich.

Besonders zu Beginn der Behandlung sind regelmäßige ärztliche Kontrollen erforderlich, um

die für Sie richtige Dosis zu finden.

Kinder und Jugendliche:

Bluthochdruck: Für Kinder im Alter von 6 Jahren und älter, hängt die Dosierung vom Gewicht

ab. Ihr Arzt wird die korrekte Dosis für Ihr Kind berechnen.

Die empfohlene Anfangsdosis liegt bei 0,5 mg/kg einmal täglich, sollte 50 mg jedoch nicht

überschreiten. Die Dosis wird an die nächstgelegene Tablettenstärke angepasst. Ihr Arzt

kann die Dosis, abhängig vom Blutdruck, auf 2,0 mg/kg erhöhen. Dosierungen über 200 mg

einmal täglich wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht.

Metohexal retard sollte bei Kindern unter 6 Jahren nicht angewendet werden.

Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion:

Wenn Ihre Leberfunktion stark eingeschränkt ist, wird Ihr Arzt möglicherweise die Dosis

verringern.

Ältere Patienten:

Über die Anwendung bei über 80-jährigen Patienten liegen keine ausreichenden Daten vor.

Die Dosis sollte bei diesen Patienten nur mit besonderer Vorsicht erhöht werden.

Kinder und Jugendliche:

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bei Kindern und Jugendlichen ist nicht

vollständig

erwiesen.

Daher

wird

Anwendung

Kindern

Jugendlichen

nicht

empfohlen.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung wird durch den Arzt festgelegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Metohexal retard eingenommen haben als Sie

sollten

Informieren Sie unverzüglich einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus. Nehmen Sie

die Verpackung und alle restlichen Tabletten mit!

Die häufigsten Anzeichen je nach Schwere einer Überdosierung sind ein stark erniedrigter

Blutdruck mit Schwindel und Benommenheit, langsamer Puls, unregelmäßiger Herzschlag,

Herzstillstand, Atemnot, Bewusstlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und bläuliche Verfärbung von

Haut und Schleimhäuten (Zyanose).

gleichzeitiger

Einnahme

Alkohol,

anderen

blutdrucksenkenden

Arzneimitteln,

Chinidin oder Barbituraten können die Symptome verstärkt werden.

Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden nach der

Einnahme des Arzneimittels auf.

Wenn Sie die Einnahme von Metohexal retard vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben. Nehmen Sie stattdessen einfach die folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Metohexal retard abbrechen

Die Behandlung mit Metohexal retard darf nur in Absprache mit Ihrem Arzt geändert oder

beendet werden.

Die Therapie muss von Ihrem Arzt langsam und schrittweise beendet werden, ansonsten

kann es zu einer Verschlechterung der Herzerkrankung kommen und das Risiko für einen

Herzinfarkt und plötzlichen Herztod ansteigen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Häufigkeit

(Wahrscheinlichkeit

Auftretens)

Nebenwirkungen

wird

folgt

eingestuft:

Sehr häufig:

betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

Häufig:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verminderung der weißen

Blutkörperchen (Leukopenie)

Hormonelle (Endokrine) Erkrankungen

Selten: Erhöhung der Blutzuckerwerte (latenter Diabetes mellitus)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Gewichtszunahme

Sehr selten: Veränderungen des Cholesterinspiegels (Erhöhung des VLDL-Cholesterins und

Senkung des HDL-Cholesterins)

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich:

Depression,

Konzentrationsstörungen,

Benommenheit,

Schlaflosigkeit,

Alpträume

Selten: Nervosität, Angst

Sehr

selten:

Vergesslichkeit

oder

Gedächtnisstörungen,

Verwirrtheit,

Halluzinationen,

Persönlichkeitsveränderungen (z. B. Stimmungsschwankungen)

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen

Gelegentlich: Missempfindungen, z. B. Kribbelgefühl (Parästhesien)

Selten: Schlafstörungen oder Schlaflosigkeit, beeinträchtigte Aufmerksamkeit

Augenerkrankungen

Selten:

Sehstörungen,

trockene

und/oder

gereizte

Augen,

Bindehautentzündung

(Konjunktivitis)

Erkrankungen des Ohrs und des Gleichgewichtsorganes

Sehr selten: Hörstörungen, Ohrgeräusche (Tinnitus), vorübergehender Hörverlust

Herzerkrankungen

Häufig: verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), Gleichgewichtsstörungen (sehr selten mit

Bewusstlosigkeit), Herzklopfen (Palpitationen)

Gelegentlich:

vorübergehende

Verschlechterung

Beschwerden

Herzmuskelschwäche,

Überleitungsstörungen

(AV-Block

Grades),

Schmerzen

Herzgegend (Präkordialschmerzen)

Selten:

Herzbeschwerden

Belastung,

unregelmäßiger

Herzschlag

(Arrhythmien),

Reizleitungsstörungen, Schmerzen in der Brust

Gefäßerkrankungen

Sehr häufig: ausgeprägter Blutdruckabfall, Beschwerden bei plötzlichen Lageveränderungen,

z. B. beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), sehr selten mit Bewusstlosigkeit

Häufig: kalte Hände und Füße

Gelegentlich: Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme), Durchblutungsstörungen der

Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom)

Sehr

selten:

Absterben

Gewebe

(Nekrose)

Patienten

schweren

Durchblutungsstörungen,

Verstärkung

Beschwerden

Patienten

Durchblutungsstörungen der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom, Claudicatio intermittens)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mittelfells

Häufig: Atemnot bei Anstrengung

Gelegentlich: plötzliche Verengung der Atemwege durch Verkrampfen (Bronchospasmus bei

Patienten mit Verengungen der Atemwege in der Vorgeschichte)

Selten: Schnupfen

Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes

Häufig Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Verstopfung

Gelegentlich: Erbrechen

Selten: Mundtrockenheit

Sehr

selten:

Geschmacksstörungen,

Bindegewebsvermehrung

zwischen

Bauchfell

Wirbelsäule (Retroperitonealfibrose)

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: abweichende Werte bei Leberfunktionstests

Sehr selten: Leberentzündung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich:

Hautausschlag

(psoriasisförmige

Urtikaria

dystrophe

Hautläsionen),

vermehrtes Schwitzen

Selten: Haarausfall

Sehr selten: Lichtempfindlichkeit, Verschlechterung oder Auslösung einer Schuppenflechte

(Psoriasis), schuppenflechte-ähnliche Hautveränderungen wenige Wochen bis Jahre nach

Behandlungsbeginn

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Muskelkrämpfe

Sehr selten: Gelenksschmerzen, Muskelschwäche

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Selten:

Impotenz

andere

Sexualstörungen,

Penisverkrümmung

Erektion

(Induratio penis plastica)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Müdigkeit

Gelegentlich: Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme)

Sehr selten: Gewichtszunahme

In klinischen Studien wurden außerdem folgende Nebenwirkungen beobachtet:

entzündlicher Hautausschlag mit unregelmäßigen roten Flecken (Erythema multiforme),

Muskelschmerzen,

Ablösen

Haut,

ähnlich

einer

Verbrennung

(toxische

epidermale

Nekrolyse), allergische Reaktion mit Blasenbildung auf der Haut und den Schleimhäuten

(Stevens-Johnson Syndrom), Entzündung der Blutgefäße (Vaskulitis) und Verminderung der

weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST METOHEXAL RETARD AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Außenkarton und dem Blister nach

„Verwendbar bis“ und „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen

Arzneimittel

nicht

Abwasser

oder

Haushaltsabfall.

Fragen

Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Metohexal retard enthält

Der Wirkstoff ist Metoprololsuccinat.

1 Filmtablette enthält 47,5 mg Metoprololsuccinat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Pellets (Zuckerkugeln :[Saccharose, Maisstärke, Glucose-Sirup], Polyacrylat-Dispersion

[30%], Talkum), mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, hochdisperses Siliciumdioxid,

Magnesiumstearat

Tablettenüberzug:

Opadry II (Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Titandioxid [E 171], Macrogol 4000)

Wie Metohexal retard aussieht und Inhalt der Packung

Retardtabletten.

Weiße, längliche Filmtablette mit Bruchrille auf beiden Seiten.

Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Packungsgrößen: 10, 30, 60 und 100 Stück

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Hexal Pharma GmbH, 1020 Wien, Österreich

Hersteller:

Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

Z.Nr.: 1-25606

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2013.

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Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie bei Überdosierung

Patienten sollten stationär überwacht werden, wobei die Herzfunktion und die Blutwerte

regelmäßig untersucht werden sollten. Auch Patienten mit geringen Überdosierungen sollten

mindestens für 4 Stunden auf Symptome einer Überdosierung überwacht werden.

Therapeutische

Maßnahmen

sind

Gabe

Aktivkohle

und,

sofern

erforderlich,

Magenentleerung.

schwerer

Hypotonie

Bradykardie

oder

beim

Risiko

für

Herzversagen sollte ein Beta

-Agonist so lange intravenös in 2 - 5-minütlichen Abständen

oder als Dauerinfusion verabreicht werden, bis die gewünschte Wirkung erreicht ist. Wenn

kein

selektiver

Beta

-Agonist

Verfügung

steht,

kann

alternativ

Dopamin

verwendet

werden. Auch eine Vagusblockade mit Atropinsulfat (0,5 - 2,0 mg i.v.) ist möglich.

Wenn

erwünschte

Wirkung

diese

Weise

nicht

erzielt

wird,

kann

anderes

Sympathomimetikum, z. B. Dobutamin oder Noradrenalin, eingesetzt werden.

Darüber hinaus ist die Gabe von 1 - 10 mg Glucagon zu erwägen. Der Einsatz eines

Herzschrittmachers kann erforderlich werden. Um das Auftreten von Bronchospasmen zu

vermeiden, kann ein Beta

-Agonist intravenös verabreicht werden.

Andere Anzeichen einer Überdosierung sollten symptomatisch, nach den aktuell gültigen

Methoden der Intensiv-Medizin behandelt werden.

Achtung! Die zur Behandlung der Überdosierung erforderlichen Dosen sind viel höher als die

üblichen therapeutischen Dosen, da die Betarezeptoren durch den Betablocker blockiert

sind.