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Methergin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Methergin 0,125 mg - Dragees
  • Einheiten im Paket:
  • 20 Stück,500 Stück
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge
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Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Methergin 0,125 mg - Dragees
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Ergot alkaloids
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 6774
  • Berechtigungsdatum:
  • 05-02-1957
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage


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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

Methergin 0,125 mg – Dragees

Methylergometrinhydrogenmaleat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Methergin und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Methergin beachten?

Wie ist Methergin einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Methergin aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST METHERGIN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Methergin

enthält

einen

chemisch

weiterentwickelten

Wirkstoff

Mutterkorns,

eine

schnell

einsetzende

lang

anhaltende

Zusammenziehung

Gebärmutter

bewirkt.

Dadurch

wird

Nachgeburtsperiode verkürzt, Blutverluste werden vermindert und die Rückbildung der Gebärmutter wird

beschleunigt.

Methergin kann angewendet werden:

im Wochenbett bei unzureichender Rückbildung der Gebärmutter

zur Behandlung von Blutungen im Wochenbett

zur Verminderung von Blutungen nach Fehlgeburten

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON METHERGIN BEACHTEN?

Methergin darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Methylergometrinhydrogenmaleat oder einen der in Abschnitt 6

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Schwangerschaft;

Eröffnungsperiode

Austreibungsperiode

Durchtritt

Schulter

bei Bluthochdruck

bei Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen sowie der Herzkranzgefäße

bei Ödemen und Eiweiß im Harn während der Schwangerschaft (Spätgestosen)

bei Blutvergiftung (Sepsis)

bei Infektionen (z.B. Kindbettfieber)

bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen

zur Einleitung der Geburt

Beschleunigung

einer

Gang

befindlichen

Geburt

(primäre

sekundäre

Wehenschwäche)

Es darf erst nach der Geburt, nicht in der Eröffnungsperiode und in der Austreibungsperiode

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angewandt werden. Bei Mehrlingsgeburten darf Methergin erst nach der Geburt des letzten Kindes

verabreicht werden

in der Stillzeit

Wegen möglicher unerwünschter Wirkungen für den Säugling und einer Verminderung der

Stillleistung darf Methergin während der Stillzeit nicht angewendet werden. Frauen dürfen während

der Behandlung mit Methergin und mindestens noch 12 Stunden nach Verabreichung der letzten

Dosis nicht stillen. In diesem Zeitraum abgeschiedene Milch ist zu entsorgen (siehe Abschnitt

„Schwangerschaft und Stillzeit“.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Methergin einnehmen.

Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich

wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, wie z.B.

leichter bis mäßiger Nieren- bzw. Leberfunktionsstörung (bei schweren Nieren- oder

Leberfunktionsstörungen darf Methergin nicht angewendet werden), Herzgefäßerkrankungen,

oder Allergien

wenn Sie rauchen, übergewichtig sind, an Diabetes leiden oder Ihre Cholesterinwerte zu hoch

sind

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Daten zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen vor.

Methergin ist nicht zur Anwendung bei Kindern vorgesehen.

Einnahme von Methergin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Dies gilt vor allem für folgende Arzneimittel:

Mittel, die blutgefäßverengend wirken (z.B. Migränemittel und Betablocker)

Mittel

gegen

Infektionen,

sog.

Makrolidantibiotika

Erythromycin,

Clarithromycin

Troleandomycin

Mittel zur Behandlung von Tuberkulose wie z.B. Rifampicin.

Mittel gegen AIDS/HIV wie Ritonavir, Nelfinavir, Indinavir, Nevirapin oder Delavirdine

Mittel gegen Pilzinfektionen wie Ketoconazol, Itraconazol oder Voriconazol

Mittel zum Abstillen (Bromocriptin)

Prostaglandine, die ebenfalls ein Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur bewirken

Mittel zur Behandlung bei bestimmten Herzleiden (Nitroglycerin)

Mittel zur Narkose (Anästhetika) wie Halothan und Methoxyfluran

andere Mittel, die den Stoffwechsel beeinflussen, wie z.B. Cimetidin, Delavirdin, Quinupristin,

Dalfopristin.

Einnahme von Methergin zusammen mit Getränken

Die Einnahme zusammen mit Grapefruitsaft kann die Wirkung von Methergin beeinflussen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft darf Methergin nicht angewandt werden.

Stillzeit

Wegen möglicher unerwünschter Wirkungen für den Säugling und einer Verminderung der Stillleistung

darf Methergin während der Stillzeit nicht angewendet werden. Frauen dürfen während der Behandlung

mit Methergin und mindestens noch 12 Stunden nach Verabreichung der letzten Dosis nicht stillen. In

diesem Zeitraum abgeschiedene Milch ist zu entsorgen.

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Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses

Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrsfähigkeit beeinträchtigen.

Methergin kann zu Kopfschmerzen, Schwindel und epileptischen Anfällen führen. Sie können dann

auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Daher

dürfen Sie keine Kraftfahrzeuge führen, Maschinen bedienen oder andere gefahrvolle Tätigkeiten

ausführen. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitiger Anwendung anderer zentral wirksamer

Arzneimittel oder im Zusammenwirken mit Alkohol.

Methergin-Dragees enthalten Lactose und Saccharose

Methergin Dragees enthalten Lactose. Bitte nehmen Sie Methergin Dragees erst nach Rücksprache mit

Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

WIE IST METHERGIN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

1 - 2 Dragees, 2 - 3 x täglich.

Die Dragees werden mit etwas Wasser unzerkaut eingenommen.

Wenn Sie eine größere Menge von Methergin eingenommen haben, als Sie sollten

können unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufstörungen, zu hoher oder zu niedriger Blutdruck,

Kribbeln, Starre, Schmerzen in den Armen und Beinen, Atemstörungen und/oder Krampfanfälle

auftreten. Nehmen Sie in diesem Falle sofort ärztlichen Kontakt auf.

Behandlungsfehler

Es gibt Berichte über eine versehentliche Gabe von Methergin an Neugeborene. Bei diesen Fällen von

versehentlicher Überdosierung bei Säuglingen wurden Symptome wie Atemdepression (verlangsamte

Atmung), Krampfanfälle, Blau-/Rotfärbung der Haut aufgrund von Sauerstoffmangel (Zyanose) und

verminderte Harnausscheidung (Oligurie) berichtet. Bei Kleinkindern wurde bei versehentlicher

Einnahme auch eine Erkrankung des Gehirns (eine sogenannte Enzephalopathie), die sich mit Zeichen

und Symptomen wie Reizbarkeit, Ruhelosigkeit Agitiertheit und Lethargie äußerte. Die Behandlung

soll symptomatisch erfolgen; in schweren Fällen wurden Atemhilfe und eine Kreislaufstabilisierung

erforderlich. Bei nicht erfolgter entsprechender Behandlung wurden auch Todesfälle gemeldet.

Wenn Sie die Einnahme von Methergin vergessen haben

Falls Sie die Einnahme von Methergin einmal vergessen, dürfen Sie diese nicht nachholen, indem Sie die

Dosis bei der nächsten Einnahme verdoppeln. Lassen Sie diese Dosis aus, und fahren Sie wie gewohnt mit

der Behandlung fort.

Wenn Sie die Einnahme von Methergin abbrechen

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Methergin zu stark oder zu schwach wirkt, ändern Sie nicht von sich

aus die Dosis, sondern fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

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Die folgenden Nebenwirkungen wurden beschrieben:

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

Kopfschmerzen

Blutdrucksteigerung

Hautausschlag

Schmerzen im Unterleib (durch das Zusammenziehen der Gebärmutter verursacht)

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

Schwindel, Krampfanfälle

Schmerzen im Brustkorb

erniedrigter Blutdruck

Übelkeit, Erbrechen

Schwitzen

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Taubheitsgefühl und Kribbeln in Finger und Zehen und Blässe oder Kältegefühl der Hände und

Füße (Zeichen von Vasokonstriktion, Vasospasmen, arteriellen Spasmen)

Herzklopfen, vorübergehend beschleunigter oder verlangsamter Herzschlag

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000)

anaphylaktische (allergische) Reaktionen (Atemnot, Blutdruckabfall, Kollaps, Schock)

Sinnestäuschungen(Halluzinationen)

Ohrensausen (Tinnitus)

Herzinfarkt, krampfartige Verengung der Herzkranzgefäße

Venenentzündung (Thrombophlebitis)

verstopfte Nase

Durchfall

Muskelkrämpfe

Häufigkeit nicht bekannt

Gehirnschlag, Kribbeln oder Taubheitsgefühl (Parästhesie)

Kammerflimmern, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), anfallsartige Schmerzen in der

Brust (Angina pectoris), Herzrhythmusstörungen.

Bei unsachgemäßer Anwendung und gleichzeitig vorliegender Überempfindlichkeit ist das Auftreten

von Taubheitsgefühl in Fingern und Zehen, Kältegefühl in Händen und Füßen sowie

Muskelschmerzen in Armen und Beinen möglich.

Methergin tritt in die Muttermilch über. Wenn Mütter über mehrere Tage mit Methergin behandelt

wurden, kann es bei den gestillten Säuglingen in seltenen Fällen zu erhöhtem Blutdruck,

Beschleunigung oder Verlangsamung des Herzschlags, Erbrechen, Durchfall, Unruhe und Krämpfen

kommen. In Einzelfällen wurden auch eine vorübergehende Verengung der Gehirnarterien und eine

Gehirnschädigung durch erhöhten Blutdruck (akute hypertensive Enzephalopathie) gesehen.

Aus der medizinischen Literatur und Berichten nach der Markteinführung liegen ebenfalls Meldungen

von Nebenwirkungen vor, wobei die Häufigkeit nicht bekannt ist:

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

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Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen,

Traisengasse 5, 1200 Wien, ÖSTERREICH, Fax: +43 (0) 50 555 36207, Website: http/www.basg.gv.at

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

WIE IST METHERGIN AUFZUBEWAHREN?

Nicht über 25° C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren die dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ bzw. auf der

Blister packung nach „Verrw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Methergin enthält

Der Wirkstoff ist: Methylergometrinhydrogenmaleat

Die sonstigen Bestandteile sind: Maleinsäure, Stearinsäure, Gelatine, Talk, Maisstärke, Lactose

(40,925 mg), Eisenoxid rot (E 172), hochdisperses Siliciumdioxid, Gummi arabicum,

Saccharose (30,42 mg), Cetylpalmitat

Wie Methergin aussieht und Inhalt der Packung

Methergin Dragees sind rund, gewölbt und haben eine braune Farbe.

Eine Packung beinhaltet 20, 30 oder 500 Stück.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Novartis Pharma GmbH, Wien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2016.

Z.Nr.: 6.774.

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