Metamizol

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Metamizol AL 500 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung
  • Darreichungsform:
  • Tropfen zum Einnehmen, Lösung
  • Zusammensetzung:
  • Metamizol-Natrium-Monohydrat 500.mg
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Metamizol AL 500 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung
    Deutschland
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
  • Zulassungsnummer:
  • 89243.00.00
  • Letzte Änderung:
  • 11-03-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Metamizol AL 500 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung

Wirkstoff: Metamizol-Natrium 1 H

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist Metamizol AL und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Metamizol AL beachten?

3. Wie ist Metamizol AL einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Metamizol AL aufzubewahren?

6. Weitere Informationen

1. Was ist Metamizol AL und wofür wird es angewendet?

Das Arzneimittel Metamizol AL enthält Metamizol-Natrium 1 H

O. Es gehört zu einer

Gruppe von Arzneimitteln, die Pyrazolone genannt werden. Es wird gegen Schmerzen

und Fieber eingenommen.

Metamizol AL wird eingenommen zur Behandlung von

- akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen,

- krampfartigen Leibschmerzen (Koliken),

- Tumorschmerzen (Schmerzen bei Krebsleiden),

- sonstige akuten oder chronischen starken Schmerzen, soweit eine andere Behandlung

nicht infrage kommt,

- hohem Fieber, das auf andere Maßnahmen nicht anspricht.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Metamizol AL beachten?

Metamizol AL darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Metamizol-Natrium, Propyphenazon, Phenazon,

Phenylbutazon oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses

Arzneimittels sind,

wenn bei Ihnen eine Schmerzmittelunverträglichkeit (Analgetika-Asthma-Syndrom oder

Analgetika-Intoleranz vom Urtikaria-Angioödemtyp) bekannt ist; dies gilt für Patienten,

die mit krampfartiger Verengung der unteren Atemwege (Bronchospasmus) oder

anderen Überempfindlichkeitserscheinungen auf Schmerzmittel wie z.B. Salicylate,

Paracetamol oder andere Schmerzmittel, die keine Opioide enthalten, wie z. B.

Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin oder Naproxen reagieren.

wenn bei Ihnen eine Störung der Knochenmarkfunktion vorliegt z. B. nach Behandlung

mit Zytostatika (Arzneimittel gegen Krebsleiden)

wenn bei Ihnen Erkrankungen der Blutbildung vorliegen (Erkrankungen des

hämatopoetischen Systems)

wenn Sie an einem genetisch bedingten Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel

leiden (Erbkrankheit mit Gefahr der Auflösung der roten Blutkörperchen)

wenn Sie an akuter hepatischer Porphyrie leiden (Erbkrankheit mit Bildungsstörung

des roten Blutfarbstoffs)

wenn Sie in den letzten drei Monaten einer Schwangerschaft sind

wenn Sie stillen

Dieses Arzneimittel darf bei Säuglingen während der ersten 3 Monate oder unter 5 kg

Körpergewicht nicht angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metamizol AL einnehmen,

wenn

bei Ihnen eine bekannte Unverträglichkeit gegenüber Schmerzmitteln vorliegt

(Analgetika-Intoleranz)

Sie an allergisch bedingtem Asthma bronchiale leiden (Atemnotanfälle aufgrund einer

Allergie)

Sie an Erkrankungen leiden, die mit einer verminderten Anzahl der weißen

Blutkörperchen einhergehen

Ihre Nierenfunktion gestört ist

bei Ihnen Allergien bekannt sind. In diesem Fall sind bei Ihnen Schockreaktionen

(plötzliches Kreislaufversagen) wahrscheinlicher.

Sie allgemein an Erkrankungen mit möglicher allergischer Ursache leiden (auch in der

Vorgeschichte). Auch in diesem Fall sind bei Ihnen Schockreaktionen (plötzliches

Kreislaufversagen) wahrscheinlicher.

Dies betrifft besonders Patienten mit

Bronchialasthma (Atemnotanfälle durch Verengung der kleinsten Luftwege) und

chronischen (lang anhaltenden) Entzündungen der Atemwege

chronischer Nesselsucht

Allergie gegen Schmerz- und Rheumamittel (Analgetika-Intoleranz) oder anderen

Arzneimitteln

Allergie gegen Lebensmittel, Konservierungsmittel, alkoholische Getränke

Allergie gegen Tierhaare oder Haarfärbemittel

Wenn Sie einer dieser Patientengruppen angehören, dürfen Sie Metamizol AL nur unter

ärztlicher Aufsicht einnehmen.

Die Gefahr einer Schockreaktion ist bei Einnahme von Metamizol-Natrium in Form von

Tabletten oder Tropfen geringer als wenn ein Arzneimittel, das Metamizol-Natrium enthält,

mit einer Spritze gegeben wird.

Wenn bei Ihnen eine eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion vorliegt, sollte Metamizol

AL nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und mit entsprechenden

Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden.

Warnhinweis:

Metamizol AL enthält das Pyrazolon-Derivat Metamizol-Natrium und hat das seltene, aber

lebensbedrohende Risiko eines Schocks (plötzliches Kreislaufversagen) und einer

Agranulozytose (schwere Erkrankung aufgrund einer starken Verminderung bestimmter

weißer Blutkörperchen; siehe Abschnitt 4.).

Kinder

Säuglinge in den ersten 3 Lebensmonaten oder unter 5 kg Körpergewicht dürfen nicht mit

Arzneimitteln, die Metamizol-Natrium enthalten, behandelt werden, da keine

wissenschaftlichen Erfahrungen über die Sicherheit der Anwendung vorliegen.

Bei Einnahme von Metamizol AL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Metamizol AL?

Für die Gruppe der Pyrazolone, zu denen auch Metamizol-Natrium gehört, ist bekannt,

dass es zu Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln kommen kann:

Chlorpromazin (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen)

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metamizol AL und Chlorpromazin kann eine starke

Senkung der Körpertemperatur (Hypothermie) auftreten

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Koagulanzien)

Captopril (Arzneimittel gegen Bluthochdruck und bestimmte Herzerkrankungen)

Lithium (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen)

Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von

bestimmten rheumatischen Erkrankungen)

Triamteren (Arzneimittel zur Entwässerung)

Arzneimittel gegen Bluthochdruck (Antihypertensiva) und entwässernde Arzneimittel

(Diuretika)

Welche anderen Arzneimittel werden in ihrer Wirkung durch Metamizol AL beeinflusst?

Metamizol-Natrium kann eine Abnahme des Ciclosporin-Blutspiegels bewirken

(Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems). Bei gleichzeitiger Anwendung kann

bei Ihnen eine erhöhte Ciclosporindosis erforderlich sein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, sollten Sie Metamizol AL in den ersten

drei Monaten der Schwangerschaft nicht einnehmen. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel

sollten Sie Metamizol AL nur nach Befragung Ihres Arztes anwenden und nur nachdem

dieser den Nutzen und die Risiken einer Metamizol-Anwendung sorgfältig abgewogen hat.

In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie Metamizol AL nicht

einnehmen, da ein erhöhtes Risiko von Komplikationen für Mutter und Kind besteht

(Blutungen, vorzeitiger Verschluss eines wichtigen Gefäßes, des sogenannten Ductus

Botalli, beim Ungeborenen, das sich normalerweise erst nach der Geburt schließt.

Stillzeit

Die Abbauprodukte von Metamizol gehen in die Muttermilch über. Es liegen keine

hinreichenden Erfahrungen über die Auswirkungen auf den Säugling vor. Während der

Einnahme von Metamizol AL und für mindestens 48 Stunden danach dürfen Sie nicht

stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei Einnahme höhere Dosen von Metamizol AL kann es bei Ihnen zu Auswirkungen auf

das Gehirn kommen. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht

mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge!

Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne

sicheren Halt! Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter

verschlechtert!

Jedoch sind im empfohlenen Dosisbereich (siehe Dosierungstabelle unter 3.) keine

besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Metamizol AL enthält Natrium

1 ml (20 Tropfen enthält 1,5 mmol (33,4 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät

einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

3. Wie ist Metamizol AL einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung richtet sich nach der Intensität der Schmerzen oder des Fiebers und der

individuellen Empfindlichkeit, auf Metamizol AL zu reagieren.

Es ist äußerst wichtig, die niedrigste Dosis zu wählen, mit der Schmerz und Fieber

kontrolliert werden können

In allen Altersgruppen, außer bei Säuglingen, können 8 bis 16 mg Metamizol-Natrium 1

O pro Kilogramm Körpergewicht als Einzeldosis gegeben werden.

Die folgende Tabelle zeigt die jeweils empfohlene Einzeldosis und Tageshöchstdosis in

Abhängigkeit von Körpergewicht bzw. Alter:

Falls von Ihrem Arzt nicht anders verordnet, beträgt die übliche Dosis:

Körpergewicht

(kg)

Einzeldosis

(Anzahl an Tropfen)

Entsprechend

Metamizol-

Natrium 1

H

2

O (mg)

Tageshöchstdosis

(Anzahl an Tropfen)

50-100

9-12

9-15

3-10

75-250

17-30

16-23

5-15

125-375

30-45

24-30

8-20

200-500

46-60

31-45

10-30

250-750

59-90

46-53

15-35

375-875

88-105

> 53

20-40

500-1.000

60-120

Unter Berücksichtigung der Tageshöchstdosis kann eine Einzeldosis bis zu viermal täglich

in Abständen von 6 bis 8 Stunden eingenommen werden.

Bei älteren Patienten, bei Patienten mit beeinträchtigtem Gesundheitszustand und bei

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Dosis vermindert werden, da die

Ausscheidung der Stoffwechselprodukte von Metamizol-Natrium verzögert sein kann.

Zur Langzeitanwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion

liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Kinder und Jugendliche

Bei Fieber ist für Kinder eine Dosis von 10 mg Metamizol-Natrium Monohydrat pro

Kilogramm Körpergewicht im Allgemeinen ausreichend.

30 bis 60 Minuten nach der Einnahme kann eine deutliche Wirkung erwartet werden.

Für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre gilt, dass als Einzeldosis 8 bis 16 mg Metamizol-

Natrium Monohydrat pro Kilogramm Körpergewicht gegeben werden.

Metamizol AL darf bei Säuglingen unter 3 Monaten nicht angewendet werden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen

Nehmen Sie die Tropfen mit etwas Wasser ein.

Zum Öffnen der Flasche drücken Sie die Verschlusskappe nach unten, während Sie diese

gleichzeitig in Richtung des Pfeiles drehen (siehe Diagramm). Drehen Sie die

Verschlusskappe nach Gebrauch wieder vollständig zu, um den kindergesicherten

Verschluss erneut zu aktivieren.

Flache zur Entnahme der Tropfen senkrecht halten und, falls erforderlich, leicht auf den

Boden der Flasche klopfen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Einnahme richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung und wird von

Ihrem Arzt festgelegt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die

Wirkung von Metamizol AL zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Metamizol AL eingenommen haben, als Sie

sollten

Verständigen Sie bitte sofort einen Arzt, falls folgende Anzeichen einer Überdosierung

auftreten:

Übelkeit

Schwindel

Schmerzen im Bauch- oder Unterleibsbereich

zentralnervöse Störungen wie Krämpfe oder Benommenheit bis hin zum Koma (tiefe

Bewusstlosigkeit)

Blutdruckabfall bis hin zum Schock (plötzliches Kreislaufversagen)

Herzrhythmusstörungen (unregelmäßiger, z. T. auch vermehrter Herzschlag)

Wenn Sie die Einnahme von Metamizol AL vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen

haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren

Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen

Sie Metamizol AL nicht weiter ein. Suchen Sie in diesem Fall Ihren Arzt möglichst

umgehend auf.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Metamizol AL sind allergischen Reaktionen

(Überempfindlichkeitsreaktionen). Die gravierensten sind ein Schock (plötzliches

Kreislaufversagen) und eine Agranulozytose (schwere Erkrankung aufgrund einer starken

Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen). Diese Reaktionen treten selten (kann

bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) bzw. sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000

Behandelten betreffen) auf, sind aber lebensbedrohlich. Sie können auch auftreten, wenn

Metamizol-Natrium bei früheren Anlässen ohne Komplikationen angewendet wurde (siehe

„Gegenmaßnahmen“).

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen)

Selten kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen, die sehr selten (kann bis zu 1 von

10.000 Behandelten betreffen) schwer und lebensbedrohlich verlaufen. Sie können sich

unmittelbar nach der Einnahme, aber auch Stunden später entwickeln. Sie treten

allerdings überwiegend während der ersten Stunde nach Einnahme auf.

Suchen Sie umgehend medizinische Hilfe bei den ersten Anzeichen eines

Schockzustandes, wie z. B.

kalter Schweiß

Schwindel

Benommenheit

Hautverfärbung

Beklemmungsgefühl in der Herzgegend

Anzeichen leichterer allergischer Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen) sind

Haut- und Schleimhautreaktionen (wie z. B. Juckreiz, Brennen, Rötung, Nesselsucht,

Schwellungen)

Atemnot

Magen-Darm-Beschwerden (wie z. B. Übelkeit, Verdauungsbeschwerden, Erbrechen)

Solche leichteren Reaktionen können in schwerere Formen übergehen wie z.B.

Nesselsucht, die sich auf den ganzen Körper ausbreitet

schwere Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioödeme; auch im Bereich des

Kehlkopfs)

schwerer Krampf der Bronchialmuskulatur

Herzrhythmusstörungen

Blutdruckabfall (manchmal auch mit vorausgehendem Blutdruckanstieg)

Kreislaufschock

Bei Patienten mit Schmerzmittel-bedingtem Asthma (Analgetika-Asthma-Syndrom) zeigen

sich Unverträglichkeitsreaktionen meistens in Form von Atemnotanfällen.

Haut- und Schleimhautreaktionen

Es kann in seltenen Fällen zu einem fixen Arzneimittelausschlag oder anderen

Hautausschlägen (vorrübergehender Hautausschlag) kommen. In Einzelfällen kann es zu

einem Stevens-Johnson-Syndrom (allergisch bedingte Hauterkrankung) oder Lyell-Syn-

drom (lebensbedrohliche Erkrankung mit großflächiger Blasenbildung der Haut) kommen.

Daher müssen Sie die Einnahme von Metamizol AL bei Auftreten von Hautreaktionen

sofort beenden.

Reaktionen mit Blutdruckabfall

Selten kommt es während oder nach der Anwendung zu Reaktionen, die von einem

Blutdruckabfall begleitet sind. Eine Überempfindlichkeitsreaktion führt nur selten zu einem

schweren Blutdruckabfall.

Reaktionen des blutbildenden Systems

Selten kommt es zu Leukopenie (verminderte Anzahl der weißen Blutkörperchen im Blut)

Diese Reaktionen können auch auftreten, wenn Metamizol früher schon ohne

Komplikationen angewendet wurde.

Für die Heilung ist das sofortige Absetzen entscheidend.

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Reaktionen des blutbildenden Systems

Sehr selten kommt es zu Agranulozytose oder Thrombozytopenie (verminderte Zahl der

Blutplättchen im Blut). Diese Reaktionen können auch auftreten, wenn Metamizol früher

schon ohne Komplikationen angewendet wurde.

Das Risiko einer Agranulozytose steigt, wenn Metamizol-Natrium länger als eine Woche

angewendet wird. Zu den typischen Anzeichen einer Agranulozytose gehören

entzündliche Schleimhautveränderungen (z. B. im Mund-, Nasen-, Rachen- und

Genital- oder Analbereich)

Halsschmerzen

Schluckbeschwerden

Fieber

Schüttelfrost

Bei Patienten, die Antibiotika (Arzneimittel gegen Infektionen) erhalten, können diese

Zeichen allerdings minimal sein.

Eine unerwartete Verschlechterung Ihres Allgemeinbefindens kann ein Hinweis auf das

Vorliegen einer Agranulozytose sein.

Für die Heilung ist das sofortige Absetzen entscheidend. Daher wird Ihnen dringend

empfohlen, bei Anzeichen einer Agranulozytose die Einnahme von Metamizol AL sofort zu

beenden und nicht erst die Ergebnisse der Laboruntersuchungen abzuwarten.

Sonstige Reaktionen

Sehr selten, insbesondere bei verminderter Blutmenge im Kreislauf, Vorerkrankungen der

Nieren und Überdosierung, können auftreten:

Nierenfunktionsstörungen mit fehlender oder zu geringer Harnmenge

Ausscheidung von Bluteiweiß im Harn

Nierenentzündung

Nebenwirkungen, deren Häufigkeit nicht bekannt ist (Häufigkeit auf Grundlage der

verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Reaktionen des blutbildenden Systems

Verminderung der weißen und roten Blutkörperchen und Blutplättchen (Panzytopenie),

einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang.

Gegenmaßnahmen

Schock

Ein Schock kündigt sich durch folgende Warnzeichen an:

Kalter Schweiß, Schwindel, Benommenheit, Übelkeit, Hautverfärbung und Atemnot. Es

können Schwellungen im Gesicht, Juckreiz, Beklemmungsgefühl in der Herzgegend,

Pulsjagen und Kältegefühl in Armen und Beinen hinzukommen (kritischer Blutdruckabfall).

Diese Erscheinungen können auch noch eine Stunde nach Einnahme von Metamizol AL

auftreten.

Rufen Sie bei den ersten Anzeichen eines Schockzustandes sofort einen Arzt zu Hilfe!

Bis zum Eintreffen des Arztes sind der Oberkörper des Kranken flach und die Beine hoch

zu lagern. Zur Vermeidung von Auskühlung ist der Kranke mit einer Decke warm zu

halten.

Agranulozytose

Die Agranulozytose (starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen) äußert sich

hohem Fieber

Schüttelfrost

Halsschmerzen

Schluckbeschwerden

Entzündung im Mund-, Nasen- und Rachenbereich

Entzündung im Genital- oder Analbereich

Lymphknotenschwellung ist gering oder fehlt ganz.

Sie dürfen Metamizol AL nicht mehr einnehmen, wenn es zu den folgenden

Krankheitszeichen kommt:

einer unerwarteten Verschlechterung des Allgemeinbefindens

wenn das Fieber nicht abklingt oder neu auftritt

wenn es zu schmerzhaften Schleimhautveränderungen kommt, besonders in Mund,

Nase und Rachen

Rufen Sie einen Arzt zu Hilfe!

Metamizol AL muss abgesetzt werden, bevor die Ergebnisse einer Laboruntersuchung

(Blutsenkungsgeschwindigkeit, Blutbild) vorliegen!

Fixes Arzneimittelexanthem und Lyell-Syndrom

Das fixe Arzneimittelexanthem ist ein violetter bis tiefroter, zum Teil blasiger Ausschlag.

Das Lyell-Syndrom ist eine lebensbedrohliche Erkrankung mit großflächiger

Blasenbildung der Haut. Beim Auftreten von Hautveränderungen darf Metamizol AL nicht

mehr eingenommen werden.

Rufen Sie einen Arzt zu Hilfe!

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu

beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur

Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Metamizol AL aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den

letzten Tag des Monats.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

Nach Anbruch beträgt die Haltbarkeit von Metamizol AL 3 Monate.

Verwenden Sie das Arzneimittel nicht, wenn Sie einen Niederschlag aufgrund zu kühler

Lagerung feststellen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren

Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie

tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Metamizol AL enthält

Der Wirkstoff ist Metamizol-Natrium 1 H

1 ml (20 Tropfen) enthält 500 mg Metamizol-Natrium 1 H

1 Tropfen enthält 25 mg Metamizol-Natrium 1 H

Die sonstigen Bestandteile sind Dinatriumhydrogenphosphat,

Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat, Saccharin-Natrium, Sucralose, Himbeer-Aroma

(enthält natürliche Aromastoffe, Aromastoffe, Aromazubereitungen, Propylenglycol

(E1520), Triacetin (E1518), 3-Hydroxy-2-methyl-4H-pyran-4-on), Gereinigtes Wasser.

Wie Metamizol AL aussieht und Inhalt der Packung

Metamizol AL ist eine klare gelbe Lösung mit Himbeergeschmack in einem

kindergesicherten Tropfbehältnis.

Metamizol AL ist in Tropfbehältnissen mit 20 ml, 50 ml und 100 ml erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Handel gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

ALIUD PHARMA GmbH

Gottlieb-Daimler-Str. 19

89150 Laichingen

Deutschland

info@aliud.de

Hersteller

SOFARIMEX Industria Quimica e Farmacêutica, S.A.

Av. das Industrias, Alto do Colaride

2735-213 Agualva-Cacém

Portugal

oder

STADA Arzneimittel AG

Stadastr. 2-18

61118 Bad Vilbel

Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes

(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Deutschland:

Metamizol AL 500 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung

Luxemburg:

Metamizol STADA 500 mg/ml Solution buvable en gouttes

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2016.