Metalyse 10'000 U

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Metalyse 10'000 U Injektionspräparat
  • Darreichungsform:
  • Injektionspräparat
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: tenecteplasum 50 mg Endwerte. 10000 U., argininum, polysorbatum 20, für Glas. Loslassen: Wasser iniectabilia 10 ml für Glas. Endwerte. tenecteplasum 5 mg/ml in einer Lösung von frisch reconstituta.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Metalyse 10'000 U Injektionspräparat
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Biotechnologika
  • Therapiebereich:
  • Thrombolytische Therapie bei akutem Herzinfarkt

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55418
  • Berechtigungsdatum:
  • 29-06-2000
  • Letzte Änderung:
  • 11-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Metalyse® 10’000 U

Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH

Zusammensetzung

Pulver

Wirkstoff: Tenecteplasum.

Hilfsstoffe: Polysorbatum 20, L-Argininum, Acidum phosphoricum.

Lösungsmittel: Aqua ad iniectabilia.

Spurenrückstände:

Gentamicin aus dem Herstellungsprozess.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung:

Durchstechflasche mit 10'000 U Tenecteplase.

Die gebrauchsfertige Lösung enthält 1'000 U (5 mg) Tenecteplase pro ml Metalyse 10'000 U/10 ml.

Die Wirkstärke von Tenecteplase wird in Einheiten (U) angegeben unter Bezugnahme auf einen

Referenzstandard, der Tenecteplase-spezifisch ist und mit den für andere Fibrinolytika verwendeten

Einheiten nicht vergleichbar ist.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Belegte Indikationen

Thrombolytische Therapie bei akutem Myokardinfarkt.

Dosierung/Anwendung

Metalyse sollte so früh wie möglich nach Symptombeginn verabreicht werden.

Metalyse wird körpergewichtsbezogen verabreicht, mit einer maximalen Dosis von 10'000 U. Das

Injektionsvolumen zur Verabreichung der richtigen Dosis kann mittels des folgenden Schemas

ermittelt werden:

Körpergewicht des Patienten

(kg)

Tenecteplase

Tenecteplase

(mg)

Volumen der fertigen Lösung

(ml)

<60

6'000

≥60 bis <70

7'000

≥70 bis <80

8'000

≥80 bis <90

9'000

≥90

10'000

Herstellung der Injektionslösung: siehe Anwendung.

Die erforderliche Dosis ist als intravenöser Einfach-Bolus innerhalb von 5-10 Sekunden zu

verabreichen.

Ein liegender intravenöser Zugang kann zur Gabe von Metalyse nur verwendet werden, sofern dieser

ausschliesslich zur Gabe von 0,9% Kochsalzlösung gebraucht wurde. Der Zugang sollte nach der

Metalyse-Injektion durchgespült werden, um eine einwandfreie Abgabe zu gewährleisten. Metalyse

ist mit Glukoselösung inkompatibel.

Andere Arzneimittel sollten der Injektionslösung nicht zugemischt werden, noch sollten diese mit

dem liegenden intravenösen Zugang appliziert werden.

Begleittherapie

Es wird empfohlen, die antithrombotische Begleittherapie entsprechend den derzeitigen

internationalen Richtlinien zur Behandlung von Myokardinfarkt mit ST-Hebung durchzuführen.

Für eine primäre perkutane koronare Intervention (PCI) siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen».

Zur Kombination von Metalyse mit Enoxaparin bzw. mit Abciximab siehe ASSENT-3-Studie in

Kapitel «Eigenschaften/Wirkungen».

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung und Sicherheit von Metalyse, Injektionspräparat bei Kindern und Jugendlichen

unter 18 Jahren ist bisher nicht geprüft worden.

Korrekte Art der Anwendung:

Zubereitung der Injektionslösung:

Die Herstellung der Metalyse-Lösung erfolgt durch Zugabe der gesamten Menge Wasser für

Injektionszwecke aus der Fertigspritze in die Durchstechflasche mit dem Pulver.

1.Versichern Sie sich, dass die Durchstechflasche mit der dem Körpergewicht des Patienten

entsprechenden Wirkstärke gewählt wurde (siehe unter Kapitel «Dosierung/Anwendung» die

entsprechende Tabelle).

2.Prüfen Sie die Unversehrtheit der Verschlusskappe der Durchstechflasche und entfernen Sie die

Verschlusskappe (Abbildung 1).

3.Entfernen Sie ebenfalls die Verschlusskappe der Fertigspritze (Abbildung 1).

4.Schrauben Sie unverzüglich die Fertigspritze auf den Adapter (Abbildung 2) und durchstechen Sie

den Verschluss der Durchstechflasche mit Hilfe der Adapterspitze (Abbildung 3).

5.Injizieren Sie das Wasser in die Durchstechflasche durch langsames Niederdrücken des

Spritzenstempels, um Schäumen zu vermeiden (Abbildung 4).

6.Lösen Sie das Pulver durch leichtes Schwenken (Abbildung 5).

7.Die rekonstituierte Lösung ist farblos bis schwach gelblich und klar. Nur klare, partikelfreie

Lösungen verwenden.

8.Drehen Sie die Durchstechflasche samt Spritze unmittelbar vor Gabe der Lösung um, so dass sich

nun die Spritze unten befindet (Abbildung 6).

9.Ziehen Sie das erforderliche Volumen Metalyse-Lösung in die Spritze auf, entsprechend dem

Körpergewicht des Patienten (Abbildung 6).

10.Lösen Sie die Spritze vom Adapter (Abbildung 7).

11.Metalyse wird intravenös innerhalb von 5-10 Sekunden verabreicht. Die Lösung nicht über eine

Infusionsleitung geben, die Glukose enthält.

12.Nicht verbrauchte Lösung sollte verworfen werden.

Alternativ kann die Zubereitung der Injektionslösung mit der mitgelieferten Injektionsnadel erfolgen.

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird

empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.

Kontraindikationen

Thrombolytische Therapie ist mit einem Blutungsrisiko verbunden. Metalyse ist in den folgenden

Situationen kontraindiziert:

·Schwerwiegender Blutung (akut oder innerhalb der vergangenen 6 Monate)

·Patienten unter oralen Antikoagulantien (INR >1,3) (siehe «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»)

·Jede Erkrankung des zentralen Nervensystems (z.B. Neoplasma, Aneurysma, intrakranielle oder

intraspinale Operation) in der Anamnese

·Bekannte hämorrhagische Diathese

·Schwere, nicht kontrollierte Hypertonie

·Grosse Operation, Biopsie eines parenchymatösen Organs oder schweres Trauma in den letzten

zwei Monaten (einschliesslich jeglicher mit dem akuten Herzinfarkt zusammenhängender Traumen)

·Kürzlich erlittene Kopf- oder Schädelverletzungen

·Längerandauernde Wiederbelebungsmassnahmen (>2 Minuten) in den letzten zwei Wochen

(traumatische äusserliche Herzmassagen)

·Schwere Leberfunktionsstörung einschliesslich Leberversagen, Zirrhose, Pfortaderhochdruck

(Ösophagusvarizen) und aktiver Hepatitis

·Aktive peptische Ulzera

·Arterielles Aneurysma und bekannte arteriovenöse Missbildungen

·Neoplasma mit erhöhtem Blutungsrisiko

·Akute Perikarditis und/oder subakute bakterielle Endokarditis

·Akute Pankreatitis

·Entbindung

·Kürzlich zurückliegende Punktion eines nicht abdrückbaren Blutgefässes z.B. der V. subclavia oder

jugularis

·Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Tenecteplase, Gentamicin (Spurenrückstände aus

dem Herstellungsprozess) oder einem der Bestandteile

·Hämorrhagischer Hirnschlag oder Hirnschlag unbekannten Ursprungs zu irgendeinem

vorausgegangenen Zeitpunkt

·Ischämischer Hirnschlag oder transitorische ischämische Attacke (TIA) in den letzten 6 Monaten.

Zur thrombolytischen Behandlung bei akutem ischämischen Hirnschlag innerhalb von 3 Stunden

sind andere Präparate zugelassen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Allgemein

Bei Patienten mit starkem ST-Hebungsinfarkt sollten die Ärzte entweder eine Thrombolyse oder eine

PCI als primäre Behandlungsstrategie für die Reperfusion wählen. Rescue-PCI oder anschliessende

elektive PCI können nach Verabreichung der Thrombolyse-Therapien durchgeführt werden, sofern

dies medizinisch angebracht ist; die optimale Anwendung begleitender antithrombotischer

Medikamente und Thrombozytenaggregationshemmer in dieser Situation ist jedoch nicht bekannt.

Bei der Entscheidung, einen Patienten mit akutem Herzinfarkt mit Metalyse zu behandeln, sollte ein

mit der Thrombolyse erfahrener Arzt beratend zugezogen werden. Es wird empfohlen, bei der Gabe

von Metalyse, wie bei anderen Thrombolytika auch, Standard-Wiederbelebungs-Geräte und

-Medikamente in allen Fällen bereitzustellen.

Nach Reanimation sind vor der Applikation die Grösse des Traumas und die Gefahr von

Rippenfrakturen zu berücksichtigen.

Koronare Intervention

Überweisung in eine für koronare Interventionen eingerichtete Klinik für eine PCI (perkutane

koronare Intervention):

Patienten, die Metalyse für eine primäre koronare Rekanalisation erhalten, sollten unverzüglich in

eine Einrichtung überwiesen werden, welche für eine Angiographie und eine zeitnahe

Koronarintervention innerhalb von 6-24 Stunden oder früher, ausgerüstet ist, wenn medizinisch

indiziert (siehe auch «Klinische Wirksamkeit»).

Perkutane koronare Intervention (PCI)

Das für Metalyse in der ASSENT-4-Studie angewendete Behandlungsschema darf nicht angewendet

werden (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»), wenn eine primäre PCI entsprechend den

Behandlungsrichtlinien beabsichtigt wird.

Blutungen

Die am häufigsten beobachtete Nebenwirkung unter Metalyse sind Blutungen. Die Begleittherapie

mit Heparin kann hierbei mitverantwortlich sein. Da die Therapie mit Metalyse zu einer Auflösung

von Fibrin führt, kann es zu Blutungen aus frischen Punktionsstellen kommen. Während der

thrombolytischen Therapie müssen deshalb mögliche Blutungsquellen sorgfältig beobachtet werden

(dies schliesst Zugänge für Katheter, arterielle und venöse Punktionsstellen, Abbindungsstellen und

Einstichstellen ein). Die Anwendung starrer Katheter, intramuskuläre Injektionen und nicht

unbedingt erforderliche Massnahmen am Patienten sollten während der Therapie mit Metalyse

unterbleiben.

Am häufigsten werden Blutungen an der Injektionsstelle, gelegentlich Blutungen im Urogenitaltrakt

und Zahnfleischbluten beobachtet.

Bei schweren Blutungen, besonders bei zerebralen Blutungen, sollte eine Begleittherapie mit Heparin

sofort beendet werden. Sofern Heparin innerhalb von 4 Stunden vor Beginn der Blutung gegeben

wurde, sollte die Gabe von Protamin erwogen werden.

Bei den wenigen Patienten, bei denen diese konservativen Massnahmen nicht helfen, ist der

vernünftige Gebrauch von Tranfusionsprodukten angezeigt. Die Transfusion von Kryopräzipitat,

frisch gefrorenem Plasma, und Plättchen mit einer jeweiligen Neubeurteilung der Klinik und der

Laborwerte nach jeder Administration sollte erwogen werden. Der Zielwert von 1 g/l Fibrinogen ist

bei der Kryopräzipitat-Infusion wünschenswert. Als letzte Alternative werden antifibrinolytische

Substanzen empfohlen.

In den folgenden Fällen ist die Anwendung von Metalyse mit einem erhöhten Risiko verbunden und

sollte hinsichtlich dessen Nutzens abgewogen werden:

·Diabetische hämorrhagische Retinopathie oder andere Blutungsereignisse im Auge

·Systolischer Blutdruck >160 mm Hg

·Zerebrovaskuläre Erkrankung

·Kurz zurückliegende gastrointestinale oder urogenitale Blutung (in den vergangenen 10 Tagen)

·Hohe Wahrscheinlichkeit eines Linksherzthrombus; z.B. Mitralklappenstenose mit Vorhofflimmern

·Verdacht auf Hämostasestörungen, auch sekundär wegen schwerer Lebererkrankung (siehe auch

unter «Kontraindikationen»)

·Jegliche bekannte intramuskuläre Injektion (in den vergangenen beiden Tagen)

·Fortgeschrittenes Alter (über 75 Jahre)

In einer explorativen Studie wurde unter der Standarddosierung mit Metalyse gefolgt von einer PCI

bei Bedarf, bei Patienten mit einem Alter >75 Jahren eine erhöhte Inzidenz von intrakraniellen

Blutungen festgestellt (siehe unter «Eigenschaften/Wirkungen»).

·Tiefes Körpergewicht (unter 60 kg)

·Zur Kombination mit Enoxaparin oder Abciximab, siehe ASSENT-3-Studie in Kapitel

«Eigenschaften/Wirkungen». Der gleichzeitige Gebrauch von GPIIb/IIIa Antagonisten erhöht das

Blutungsrisiko.

·Patienten, die eine orale Antikoagulantien-Therapie erhalten. Die Anwendung von Metalyse kann

erst in Erwägung gezogen werden, wenn durch geeignete Tests gezeigt werden kann, dass die

antikoagulatorische Aktivität keine klinisch relevante Aktivität mehr zeigt (INR <1.3, siehe unter

«Kontraindikationen»).

Koronare Thrombolyse kann Arrhythmien assoziiert mit Reperfusion auslösen.

Reperfusionsarrhythmien können zum Herzstillstand führen, lebensbedrohlich sein und eine

konventionelle antiarrhythmische Therapie erfordern.

Hypersensitivität

Nach Behandlung mit Tenecteplase wurde keine permanente Bildung von Antikörpern beobachtet.

Es liegen keine Erfahrungen mit einer erneuten Gabe von Metalyse vor.

Anaphylaktoide Reaktionen in Verbindung mit der Gabe von Metalyse sind selten und können durch

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Tenecteplase, Gentamicin (Spurenrückstände aus

dem Herstellungsprozess) oder einem der Hilfsstoffe verursacht werden.

Im Fall einer anaphylaktischen Reaktion sollte die Injektion beendet und eine geeignete Behandlung

eingeleitet werden.

Metalyse wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren aufgrund des Fehlens von Daten zur

Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Interaktionen

Arzneimittel, welche die Blutgerinnung beeinflussen oder die Thrombozytenfunktion

(Thrombozytenaggregationshemmer, Cumarinderivate, Heparin und andere) verändern, können die

Blutungsgefahr vor, während oder nach einer Behandlung mit Metalyse erhöhen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Zur Anwendung von Metalyse bei Schwangeren liegt eine begrenzte Anzahl Daten vor. Präklinische

Studien mit Tenecteplase führten beim Muttertier zu Blutungen und aufgrund der bekannten

pharmakologischen Aktivität des Präparats als Sekundärfolge zu Todesfällen. In einigen Fällen kam

es zu Aborten und fetaler Resorption (wurde nur bei wiederholter Gabe beobachtet). Tenecteplase

wird als nicht teratogen betrachtet (siehe «Präklinische Daten»).

Erfahrungen zur Anwendung von Metalyse bei Schwangeren liegen nicht vor. Metalyse soll in der

Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig notwendig.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Tenecteplase beim Menschen in die Milch übergeht. Deshalb soll Metalyse

in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen wurde nicht untersucht.

Unerwünschte Wirkungen

Wie bei anderen Thrombolytika waren Blutungen die am häufigsten beobachtete unerwünschte

Wirkung unter Metalyse. Es können Blutungen an jeglichen Körperstellen oder -kavitäten, inklusive

intrakranieller Blutungen, auftreten und zu lebensbedrohlichen Situationen, bleibender Behinderung

oder zum Tod führen. Die Blutungsereignisse können in zwei Kategorien eingeteilt werden:

·Oberflächliche Blutungen, in der Regel an der Injektionsstelle

·Innere Blutungen an jeglichen Körperstellen oder -kavitäten.

Neurologische Symptome wie Somnolenz, Aphasie, Hemiparese, Konvulsion können mit

intrakraniellen Blutungen assoziiert sein.

In der doppelblinden ASSENT-2-Studie wurde die Sicherheit und Wirksamkeit von Metalyse (30-

50 mg körpergewichtsbezogen) mit der beschleunigten Infusion von Alteplase (≤100 mg) bei

16'949 Patienten mit akutem

Myokardinfarkt verglichen (Lyse innerhalb 6 Stunden nach Symptombeginn). Es zeigte sich, dass

die Inzidenz schwerer Blutungen und CABGs (Coronary Artery Bypass Graft) signifikant geringer

als bei Alteplase ist und eine therapeutische Äquivalenz bezüglich 30-Tage-Mortalität besteht.

Schwere nicht-zerebrale Blutungen unter Metalyse wurden bei 4,7% der Patienten beobachtet (bei

Alteplase 5,9%). Die Inzidenz intrakranieller Blutungen lag bei 0,93% für Metalyse (Alteplase

0,94%) in der ASSENT-2-Studie.

Im Rahmen der ASSENT-3-Studie wurden für die verschiedenen Behandlungsgruppen (Gruppe A:

Metalyse und unfraktioniertes Heparin; Gruppe B: Metalyse und Enoxaparin; Gruppe C: Metalyse in

halber Dosierung und Abciximab und unfraktioniertes Heparin – genaue Dosisschemata siehe

Kapitel «Eigenschaften/Wirkungen») die folgenden Nebenwirkungen ermittelt:

Unerwünschtes Ereignis während des stationären

Aufenthaltes

Gruppe A

(N=2038)

Gruppe B

(N=2040)

Gruppe C

(N=2017)

p-Wert

(insgesamt)

Intrakranielle Blutung

0,93

0,88

0,94

0,98

Ischämischer Insult

1,52

1,62

1,49

0,94

Transfusionspflichtige Blutungen oder Blutungen mit

Kreislaufinsuffizienz (schwerwiegende Blutungen)

0,0005

Sonstige Blutungen

18,7

22,6

35,3

<0,0001

Bluttransfusionen

0,0032

Schwere behandlungsbedürftige Thrombopenie

0,20

0,10

0,59

0,0101

Alle Thrombopenien

<0,0001

Hirnschlag und intrakranielle Blutungen

Insgesamt erlitten 94 Patienten während des stationären Aufenthaltes einen Schlaganfall, von

welchen 56 als intrakranielle Blutung eingestuft wurden. Weitere 16 Patienten erlitten zwischen der

Entlassung und dem Tag 30 nach Studieneinschluss einen Schlaganfall. Davon befanden sich 3 in

Gruppe A, 6 in Gruppe B und 7 in Gruppe C. Einer dieser Fälle aus Gruppe A wurde als

intrakranielle Blutung gewertet.

Klinisch relevante Blutungen und Bluttransfusionen

Transfusionen während des stationären Aufenthaltes waren in den Gruppen B und C signifikant

(p=0,0327 bzw. 0,0010) häufiger als in der Gruppe A indiziert.

Thrombopenie

Thrombopenien traten in Gruppe C signifikant (p=0,0001) häufiger als in den Gruppen A und B auf.

In keinem der 19 vorliegenden schweren Fälle wurde Tenecteplase alleine als möglicher Auslöser

eingestuft. Die Rate von Thrombopenien in Gruppe C glich derjenigen, die für Abciximab in

Kombination mit unfraktioniertem Heparin bekannt ist.

Die verwendeten Frequenzen sind wie folgt definiert: sehr häufig (>10%), häufig (<10%-1%),

gelegentlich (<1%-0,1%), selten (<0,1%-0,01%), sehr selten (<0,01%), Häufigkeit nicht bekannt.

Störungen des Immunsystems

Selten: anaphylaktoide Reaktionen (einschliesslich Hautausschlag, Urtikaria, Bronchospasmen,

Larynxödem).

Störungen des Nervensystems

Gelegentlich: Intrakranielle Blutungen (wie Hirnblutung, zerebrale Hämatome, hämorrhagischer

Hirnschlag, hämorrhagische Transformation eines Hirnschlags, intrakranielles Hämatom,

subarachnoidale Blutung), einschliesslich Begleitsymptome wie Schläfrigkeit, Sprachstörungen,

Hemiparese und Krampfanfälle.

Augenleiden

Gelegentlich: Blutungen im Auge, insbesondere bei Patienten mit einer diabetischen Retinopathie.

Funktionsstörungen des Herzens

Gelegentlich: Reperfusionsarrhythmien (wie Arrhythmie, akzelerierte idioventrikuläre Arrhythmie,

Asystolie, Extrasystolen, Vorhofflimmern, AV-Block ersten Grades bis zum kompletten AV-Block,

Bradykardie, Tachykardie, ventrikuläre Arrhythmie, Kammerflimmern, ventrikuläre Tachykardie)

kommen im engen zeitlichen Zusammenhang mit einer Tenecteplase-Behandlung vor.

Reperfusionsarrhythmien können zu einem Herzstillstand führen, lebensbedrohlich sein und eine

konventionelle antiarrhythmische Therapie benötigen.

Selten: Blutungen am Perikard

Funktionsstörungen der Gefässe

Sehr häufig: Blutungen (21%).

Selten: Embolie (Thromboembolie).

Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen

Häufig: Nasenbluten.

Selten: pulmonale Blutungen.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: gastrointestinale Blutungen (wie Magenblutungen, Magenulkusblutungen, rektale

Blutungen, Hämatemesis, Melaena, Blutungen im Mund).

Gelegentlich: retroperitoneale Blutungen (wie retroperitoneales Hämatom).

Häufigkeit nicht bekannt: Übelkeit, Erbrechen.

Funktionsstörungen der Haut

Häufig: Ekchymosen.

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Häufig: Urogenitale Blutungen (wie Hämaturie, Blutungen der Harnwege).

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufig: Blutungen an der Injektionsstelle bzw. Punktionsstelle.

Untersuchungen

Selten: Blutdrucksenkung.

Häufigkeit nicht bekannt: erhöhte Körpertemperatur.

Schädigungen und Vergiftungen

Häufigkeit nicht bekannt: Fettembolien (Embolien durch Cholesterinkristalle), welche zu

entsprechenden Folgen in den betroffenen Organen führen kann

Chirurgische und medizinische Eingriffe

Häufigkeit nicht bekannt: Bluttransfusionen erforderlich.

Wie bei anderen Thrombolytika wurden folgende Ereignisse als Folge des Herzinfarkts und/oder der

thrombolytischen Therapie berichtet:

·Sehr häufig (>10%): Niedriger Blutdruck, Herzfrequenz- und Herzrhythmusstörungen, Angina

pectoris.

·Häufig (<10%-1%): Erneute Ischämie, Herzinsuffizienz, Reinfarkt, kardiogener Schock,

Perikarditis, Lungenödem.

·Gelegentlich (<1%-0,1%): Herzstillstand, Mitralklappeninsuffizienz, Perikarderguss, venöse

Thrombosen, Herztamponade, Myokardruptur.

·Selten (<0,1%-0,01%): Lungenembolie.

Diese kardiovaskulären Ereignisse können lebensbedrohlich sein und zum Tod führen.

Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung könnte eine erhöhte Blutungsgefahr bestehen. Bei schweren, lang

anhaltenden Blutungen kann eine Substitutionstherapie (Plasma, Plättchen) erwogen werden. Siehe

auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B01AD11

Tenecteplase ist ein rekombinanter fibrinspezifischer Plasminogen-Aktivator (t-PA), der durch

Modifizierung von natürlichem t-PA an drei Stellen des Moleküls entsteht. Er bindet an das Fibrin

eines Thrombus (Blutgerinnsel) und wandelt an den Thrombus gebundenes Plasminogen in Plasmin

um und führt so zur Auflösung des Thrombus. Tenecteplase weist eine höhere Fibrinspezifität als

natürliches t-PA auf und wird weniger durch den endogenen Inhibitor (PAI-1) inaktiviert.

Pharmakodynamische Wirkung

Nach Gabe von Tenecteplase wurde ein dosisabhängiger Verbrauch von α2-Antiplasmin (dem

plasmatischen Inhibitor des Plasmins) mit gleichzeitiger Zunahme einer systemischen

Plasminbildung beobachtet. Diese Beobachtung stimmt mit einer erwarteten Plasminogenaktivierung

überein. In Vergleichsstudien (Tenecteplase versus Alteplase) wurde bei Patienten, die mit der

Maximaldosis von Tenecteplase (10'000 U, entsprechend 50 mg) behandelt wurden, ein Abfall des

Fibrinogens um weniger als 15% und des Plasminogens um weniger als 25% beobachtet.

Demgegenüber kam es unter Alteplase zu einem Abfall der Fibrinogen- und

Plasminogenspiegel um ca. 50%. Eine klinisch relevante Antikörperbildung wurde bis 30 Tage nicht

beobachtet. Daten zur wiederholten Gabe liegen allerdings nicht vor.

Klinische Wirksamkeit

Daten zur Wiedereröffnungsrate der Koronararterien in angiographisch kontrollierten Phase I und II

Studien zeigen, dass Tenecteplase als intravenöser Einfach-Bolus dosisabhängig Thromben in der

Infarktarterie von Patienten mit akutem Herzinfarkt auflöst.

ASSENT 2 Studie

Eine grosse doppelblinde Vergleichsstudie (ASSENT-2) mit etwa 17'000 Patienten zeigte, dass

Tenecteplase im Vergleich zu Alteplase hinsichtlich der Sterblichkeitssenkung therapeutisch

äquivalent ist (6,2% in beiden Therapiegruppen nach 30 Tagen) und dass es unter Tenecteplase zu

signifikant weniger nicht-zerebralen Blutungen kam (26,4% versus 28,9%, p=0,0003).

Die Senkung des Blutungsrisikos hängt wahrscheinlich mit der erhöhten Fibrinspezifität von

Tenecteplase und der körpergewichtsadaptierten Dosierung zusammen.

Dies bedingte eine signifikant geringere Bluttransfusionsrate (4,3% versus 5,5%, p=0,0002). Die

zerebrale Blutungsrate betrug 0,93% für Tenecteplase bzw. 0,94% für Alteplase.

ASSENT 3 Studie

Ziel der ASSENT 3 Studie war es, die antithrombotische Begleittherapie mit Tenecteplase so zu

optimieren, dass die frühen Offenheitsraten verbessert werden und die Perfusion aufrechterhalten

bleibt. Dazu sollte vor allem der paradoxe prokoagulatorische Effekt beseitigt werden, der durch die

lysebedingte Freisetzung von gebundenem Thrombin entsteht. Drei unterschiedliche

antithrombotische Begleittherapien wurden an 6'095 Patienten verglichen:

Gruppe A: Volle Dosis Tenecteplase + unfraktioniertes Heparin (UFH) versus Gruppe B: volle Dosis

Tenecteplase + niedermolekulares Heparin (Enoxaparin) versus Gruppe C: halbe Dosis Tenecteplase

+ unfraktioniertes Heparin + volle Dosis Abciximab.

Unfraktioniertes Heparin wurde entsprechend den Empfehlungen der Richtlinien der American

College of Cardiology und der American Heart Association (AHA/ACC-Richtlinien) nach dem

folgenden, vollständig gewichtadaptierten Niedrigdosis-Schema gegeben: Zuerst ein intravenöser

Einfach-Bolus von 60 U/kg (höchstens 4'000 U), unmittelbar anschliessend eine intravenöse Infusion

von 12 U/kg/Stunde (höchstens 1'000 U/Stunde) für die ersten 3 Stunden, dann Einstellung der

Infusion unter aPTT-Kontrolle so, dass eine aPTT von 50-70 Sekunden erreicht wird, für bis zu

48 Stunden.

Die Raten für die 30-Tage-Mortalität betragen 6,0%, 5,4% bzw. 6,6%, für grössere

Blutungsereignisse (ausser intrakranielle Blutungen) intrastationär 2,16%, 3,04% bzw. 4,32% und für

intrakranielle Blutungen 0,93%, 0,88% bzw. 0,94%.

Das von der ACC/AHA empfohlene Therapieschema, eine vollständig gewichtadaptierte Gabe von

unfraktioniertem Heparin in niedriger Dosierung, das in ASSENT 3 gleichzeitig mit Tenecteplase

angewendet wurde, führt zu einer Abnahme systemischer Blutungen, verglichen mit dem

aggressiveren Dosierungsschema mit unfraktioniertem Heparin, das in ASSENT 2 geprüft wurde,

dies bei vergleichbaren Raten intrakranieller Blutungen, jedoch ohne Wirksamkeit einzubüssen.

ASSENT 3 PLUS Studie

ASSENT 3 PLUS, eine Ergänzungsstudie zu ASSENT 3, sollte den Einsatz in der prästationären

Situation untersuchen. Wirksamkeit und Sicherheit einer vollen Dosis Tenecteplase +

unfraktioniertes Heparin (UFH) versus einer vollen Dosis Tenecteplase + niedermolekulares Heparin

(Enoxaparin) wurden an 1'639 Patienten untersucht.

Studiendesign und Arzneimitteldosierung sind identisch mit denjenigen in ASSENT 3. Eine

prästationäre Reperfusionstherapie mit Tenecteplase und UFH oder Enoxaparin ermöglichte bei

>50% der Patienten mit STEMI eine Behandlung innerhalb von 2 Stunden nach Einsetzen der

Symptome.

Nach den Ergebnissen der Studien ASSENT 3 und 3 PLUS verringerte sowohl eine prästationäre als

auch eine stationäre Zusatztherapie mit Enoxaparin die Inzidenz ischämischer Komplikationen,

verglichen mit einer Zusatztherapie mit UFH: Die Inzidenz des zusammengesetzten Endpunkts für

Wirksamkeit nach 30 Tagen (Tod, Reinfarkt, refraktäre Ischämie) betrug 11,4% versus 15,4% in

ASSENT 3 bzw. 14,2% versus 17,4% in ASSENT 3 PLUS. In der prästationären Situation war

jedoch Tenecteplase plus Enoxaparin in der eingesetzten Dosierung mit einem erhöhten Risiko für

grössere Blutungsereignisse und intrakranielle Blutungen bei Patienten >75 Jahre verbunden.

Daten zur Offenheit der Koronargefässe und begrenzte Daten zum klinischen Ergebnis zeigten, dass

Patienten mit akutem Myokardinfarkt auch noch mehr als 6 Stunden nach Symptombeginn

erfolgreich behandelt wurden.

ASSENT 4 PCI Studie

Die ASSENT-4 PCI-Studie sollte an 4'000 teilnehmenden Patienten mit ausgedehntem

Myokardinfarkt zeigen, ob bessere Ergebnisse als mit einer primären perkutanen koronare

Intervention (PCI) allein erzielt werden, wenn innerhalb von 60 bis 180 Minuten vor der PCI mit

einer vollen Dosis Tenecteplase und der gleichzeitigen Gabe eines Einfach-Bolus von bis zu 4'000 U

unfraktionierten Heparins vorbehandelt wird. Die Studie wurde nach 1'667 randomisierten Patienten

vorzeitig abgebrochen, weil die Mortalität in der PCI plus Tenecteplase-Gruppe erhöht war.

Der primäre Endpunkt, zusammengesetzt aus Tod, kardiogenem Schock und Stauungsinsuffizienz

innerhalb von 90 Tagen, trat signifikant häufiger auf in der Gruppe, die die explorative Therapie –

Tenecteplase, sofort gefolgt von der routinemässigen PCI – erhielt: 18,6% (151/810) gegenüber

13,4% (110/819) in der Gruppe mit PCI allein, p=0,0045.

Dieser signifikante Unterschied zwischen den Gruppen in Bezug auf den primären Endpunkt nach

90 Tagen zeigte sich bereits während des stationären Aufenthalts und nach 30 Tagen.

Numerisch sprachen alle Komponenten des zusammengesetzten klinischen Endpunkts für die

Behandlung mit der PCI allein: Tod: 6,7% versus 4,9%, p=0,14; kardiogener Schock: 6,3% versus

4,8%, p=0,19; Stauungsinsuffizienz: 12,0% versus 9,2%, p=0,06. Die sekundären Endpunkte

Reinfarkt und erneute Revaskularisierung des betreffenden Gefässes waren in der mit Tenecteplase

vorbehandelten Gruppe signifikant erhöht: Reinfarkt: 6,1% versus 3,7%, p=0,0279; erneute

Revaskularisierung des Gefässes: 6,6% versus 3,4%, p=0,0041.

Die folgenden unerwünschten Ereignisse traten in der mit Tenecteplase vorbehandelten PCI-Gruppe

häufiger auf: Intrakranielle Blutung: 1% versus 0%, p=0,0037; Schlaganfall: 1,8% versus 0%,

p<0,0001; stärkere Blutungen: 5,6% versus 4,4%, p=0,3118; leichtere Blutungen: 25,3% versus

19,0%, p=0,0021; Bluttransfusionen: 6,2% versus 4,2%, p=0,0873; plötzlicher Gefässverschluss:

1,9% versus 0,1%, p=0,0001.

In der explorativen STREAM-Studie wurde die Sicherheit von Metalyse gefolgt von einer

fakultativen PCI verglichen mit derjenigen einer primären PCI. Eingeschlossen wurden Patienten mit

einem akuten Myokardinfarkt, mit ST-Hebung innerhalb von 3 Stunden nach dem Einsetzen der

Symptome, bei denen innerhalb von 1 Stunde nach dem ersten medizinischen Kontakt keine primäre

PCI durchgeführt werden konnte. Die Kombinationstherapie bestand aus einer frühzeitigen

Fibrinolyse mit Tenecteplase als Bolusinjektion und einer zusätzlichen Antiplättchen- und

Antikoagulanzien-Therapie, gefolgt von einer Angiographie innerhalb von 6 bis 24 Stunden, mit

einer notfallmässigen Koronarintervention (Rescue-PCI) bei Bedarf.

Die Studienpopulation umfasste 1892 Patienten.

Die beobachtete Inzidenz von schweren und leichten nicht-intrakraniellen Blutungen war wie folgt:

Pharmako-invasiv

(n=944)

Primäre PCI

(n=948)

Schwere nicht-intrakranielle

61/939 (6,5%)

45/944 (4,8%)

0,11

Blutung

Leichte nicht-intrakranielle Blutung 205/939 (21,8%)

191/944 (20,2%) 0,40

Die Inzidenz der gesamten Schlaganfälle und intrakraniellen Blutungen betrug:

Pharmako-invasiv

(n=944)

Primäre

(n=948)

Schlaganfälle insgesamt (alle Typen)

15/939 (1,6%)

5/946

(0,5%)

0,03

Intrakranielle Blutung

9/939 (0,96%)

2/946

(0,21%)

0,04

Intrakranielle Blutung nach der Protokolländerung auf die

halbe Dosis bei Patienten ≥75 Jahre

4/747 (0,5%)

2/758

(0,3%)

0,45

Pharmakokinetik

Absorption und Distribution

Tenecteplase ist ein intravenös verabreichtes rekombinantes Protein, das Plasminogen aktiviert.

Nach einem intravenösen Bolus von 30 mg Tenecteplase bei Patienten mit akutem Herzinfarkt liegt

die geschätzte Tenecteplase Plasmakonzentration bei 6.45 + 3.60 µg/ml (Mittel + SD). Die

Distributionsphase liegt nach Verabreichung von Dosen von 5 bis 50 mg zwischen 31% + 22% und

69% + 15% (Mittel + SD) der Gesamt-AUC.

Die mittlere Verweilzeit im Körper beträgt ca. 1 Stunde und das mittlere (+ SD) Verteilungsvolumen

im steady-state (Vss) liegt zwischen 6.3 + 2 l und 15 ± 7 l.

Metabolismus

Tenecteplase wird durch Bindung an spezifische Leberrezeptoren und nachfolgende Spaltung in

kleine Peptide aus dem Blutkreislauf eliminiert. Im Vergleich zu natürlichem t-PA ist die Bindung an

die Leberrezeptoren weniger stark ausgeprägt, was zu einer verlängerten Halbwertszeit führt.

Elimination

Nach einem intravenösen Einfach-Bolus von Tenecteplase bei Patienten mit akutem Herzinfarkt

ergibt sich für Tenecteplase Antigen eine biphasische Elimination aus dem Plasma. Im

therapeutischen Bereich findet sich keine Dosisabhängigkeit für die Elimination von Tenecteplase.

Die α-Halbwertszeit beträgt 24 ± 5,5 Minuten eine fünffache Verlängerung im Vergleich zu

natürlichem t-PA. Die β-Halbwertszeit beträgt 129 ± 87 Minuten und die Plasmaclearance

119 ± 49 ml/Min.

Mit steigendem Körpergewicht nimmt die Plasmaclearance von Tenecteplase etwas zu (pro Zunahme

des Körpergewichts um 10 kg, steigt die Plasmaclearance durchschnittlich um 9,6 ml/Min.), höheres

Alter führt zu einer etwas niedrigeren Clearance (bei älteren Patienten nimmt die Plasmaclearance

pro 10 Jahre um durchschnittlich 16,1 ml/Min. ab). Frauen weisen im Allgemeinen eine niedrigere

Clearance als Männer auf, was sich durch das allgemein niedrigere Körpergewicht erklären lässt.

Linearität/Nicht-Linearität

Die Dosis Linearitätsanalyse basierend auf die AUC deutet darauf hin, dass Tenecteplase im

Dosisbereich von 5 bis 50 mg eine nicht-lineare Pharmakokinetik aufweist.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Nieren- und Leberfunktionsstörungen

Da Tenecteplase offensichtlich nicht über die Nieren ausgeschieden wird, ist nicht zu erwarten, dass

die Pharmakokinetik durch eine Niereninsuffizienz beeinflusst wird. Die Auswirkungen einer

Leberinsuffizienz auf die Pharmakokinetik bei Menschen sind nicht bekannt.

Präklinische Daten

Im Hinblick auf die Indikation und die Einmalgabe beim Menschen wurde die

Reproduktionstoxizität auf Kaninchen als sensitiver Tierspezies beschränkt. Tenecteplase führte zu

keiner Teratogenizität. Wiederholte Gabe führte zu Blutungen mit Todesfällen als Sekundärfolge. In

einigen Fällen kam es zu Abort und Resorption der Föten. Nach Einmalgabe von Tenecteplase

wurden diese Effekte nicht beobachtet. Diese Klasse der rekombinanten Proteine wird weder als

mutagen noch als karzinogen eingestuft und daher wurde auf Untersuchungen zur Genotoxizität und

Karzinogenität verzichtet.

Weder nach intravenöser, noch nach intraarterieller oder nach paravenöser Gabe der endgültigen

Formulierung von Tenecteplase kam es zu lokalen Reizungen der Blutgefässe.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Metalyse ist mit Glukoselösungen nicht kompatibel und darf nicht mit anderen Arzneimitteln

gemischt werden noch sollten diese mit dem liegenden intravenösen Zugang appliziert werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Haltbarkeit der gebrauchsfertigen Lösung

Es wurde eine chemische und physikalische Stabilität der rekonstituierten Lösung von 24 Stunden

bei 2-8 °C und von 8 Stunden bei 30 °C nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Lösung sofort nach ihrer Herstellung

verwendet werden. Falls aseptisch hergestellt, sollten üblicherweise 24 Stunden bei 2-8 °C nicht

überschritten werden.

Lagerungshinweise

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Nicht über + 30 °C lagern. Das Behältnis in der Faltschachtel aufbewahren, um den Inhalt vor Licht

zu schützen.

Zulassungsnummer

55418 (Swissmedic).

Packungen

Packung mit 1 Durchstechflasche mit 10'000 U Tenecteplase und 1 Fertigspritze mit 10 ml Wasser

für Injektionszwecke. (B)

Zulassungsinhaberin

Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH, Basel.

Stand der Information

Dezember 2015.

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15-11-2018

Safety evaluation of the food enzyme acetolactate decarboxylase from a genetically modified Bacillus licheniformis (strain NZYM‐JB)

Safety evaluation of the food enzyme acetolactate decarboxylase from a genetically modified Bacillus licheniformis (strain NZYM‐JB)

Published on: Wed, 14 Nov 2018 The food enzyme acetolactate decarboxylase (α‐acetolactate decarboxylase; EC 4.1.1.5) is produced with a genetically modified Bacillus licheniformis strain NZYM‐JB by Novozymes A/S. The genetic modifications do not give rise to safety concerns. The food enzyme is free from viable cells of the production organism and recombinant DNA. This acetolactate decarboxylase is intended to be used in distilled alcohol production and brewing processes. Residual amounts of total organi...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

10-11-2018

Pest categorisation of Popillia japonica

Pest categorisation of Popillia japonica

Published on: Thu, 08 Nov 2018 00:00:00 +0100 The Panel on Plant Health performed a pest categorisation of Popillia japonica(Coleoptera: Scarabaeidae) for the EU. P. japonica is a distinguishable species listed in Annex IAII of Council Directive 2000/29/EC. It is native to Japan but established in the USA in the early 20th century. It spreads from New Jersey to most US states east of the Mississippi, some to the west and north into Canada. P. japonica feeds on over 700 plant species. Adults attack folia...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

8-11-2018

Marbonor 10% ad us. vet., Injektionsloesung

Marbonor 10% ad us. vet., Injektionsloesung

● Die Neuzulassung erfolgte am 08.11.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

1-11-2018

Publiekscampagne Ik Zorg van start

Publiekscampagne Ik Zorg van start

Vandaag gaven minister Hugo de Jonge, minister Bruno Bruins en staatssecretaris Paul Blokhuis het startsein voor de publiekscampagne Ik Zorg. Hiermee willen de sector Zorg en Welzijn en de overheid nieuwe werknemers aantrekken. Dat is hard nodig, om ook in de toekomst iedereen goede zorg te kunnen blijven bieden. Als we nu niks doen, hebben we in 2022 een tekort van 125.000 mensen.

Netherlands - Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport

1-11-2018

Pest categorisation of Conotrachelus nenuphar

Pest categorisation of Conotrachelus nenuphar

Published on: Wed, 31 Oct 2018 00:00:00 +0100 The EFSA Panel on Plant Health performed a pest categorisation of Conotrachelus nenuphar (Herbst) (Coleoptera: Curculionidae), for the EU. C. nenuphar is a well‐defined species, recognised as a serious pest of stone and pome fruit in the USA and Canada where it also feeds on a range of other hosts including soft fruit (e.g. Ribes,Fragaria) and wild plants (e.g. Crataegus). Adults, which are not good flyers, feed on tender twigs, flower buds and leaves. Femal...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

1-11-2018

Pest categorisation of Acrobasis pirivorella

Pest categorisation of Acrobasis pirivorella

Published on: Wed, 31 Oct 2018 00:00:00 +0100 The European Commission requested EFSA to conduct a pest categorisation of Acrobasis pirivorella (Lepidoptera: Pyralidae), a monophagous moth whose larvae exclusively feed on developing buds, flowers, and fruits of cultivated and wild Pyrus spp. A. pirivorella is a species with reliable methods available for identification. A. pirivorellaoccurs in north‐east Asia only, causing significant damage in cultivated pears. It is regulated in the EU by Council Direc...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

30-10-2018

Pest categorisation of Sternochetus mangiferae

Pest categorisation of Sternochetus mangiferae

Published on: Mon, 29 Oct 2018 00:00:00 +0100 The European Commission requested EFSA to conduct a pest categorisation of Sternochetus mangiferae (Coleoptera: Curculionidae), a monophagous pest weevil whose larvae exclusively feed on mango seeds, whereas adults feed on mango foliage. S. mangiferae is a species with reliable methods available for identification. It is regulated in the EU by Council Directive 2000/29/EC where it is listed in Annex IIB as a harmful organism whose introduction into EU Protec...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

30-10-2018

Pest categorisation of Aleurocanthus spp.

Pest categorisation of Aleurocanthus spp.

Published on: Mon, 29 Oct 2018 00:00:00 +0100 The Panel on Plant Health performed a pest categorisation of Aleurocanthus spp., a well‐defined insect genus of the whitefly family Aleyrodidae (Arthropoda: Hemiptera). Difficulties within the taxonomy of the genus give doubt about the ability to accurately identify some members to species level. Nevertheless, the genus is thought to currently include about ninety species mainly reported from tropical and subtropical areas. The genus is listed in Council Dir...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

30-10-2018

Onsior 10 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten fuer Hunde

Onsior 10 mg ad us. vet., schmackhafte Tabletten fuer Hunde

● Änderung Text "Anwendungseinschränkungen"

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

27-10-2018

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/418713/2018 vom 27.06.2018 (korrigierte Version vom 01.10.2018) betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Morphin und der Wirkstoffkombination Morphin/Cycliz

Umsetzung des einstimmigen Beschlusses der Koordinierungsgruppe EMA/CMDh/418713/2018 vom 27.06.2018 (korrigierte Version vom 01.10.2018) betreffend die Zulassungen für Humanarzneimittel mit dem Wirkstoff Morphin und der Wirkstoffkombination Morphin/Cycliz

Das BfArM veröffentlicht den Umsetzungsbescheid für den Wirkstoff Morphin und der Wirkstoffkombination Morphin/Cyclizin infolge des Europäischen PSUR Single Assessment Verfahrens nach Artikel 107d) bis g) der Richtlinie 2001/83/EG.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

26-10-2018

Vorläufige Tagesordnung der 83. Routinesitzung am 15. November 2018

Vorläufige Tagesordnung der 83. Routinesitzung am 15. November 2018

83. Routinesitzung nach § 63 AMG am 15. November 2018 um 10:00 Uhr im BfArM, Hörsaal 1

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

24-10-2018

Inflacam 0,5 mg/ml ad us. vet., orale Suspension

Inflacam 0,5 mg/ml ad us. vet., orale Suspension

● Die Neuzulassung erfolgte am 24.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

23-10-2018

October 22, 2018: Oklahoma Orthopedic Company to Pay $455,000 to Settle Claims of False Medical Billing

October 22, 2018: Oklahoma Orthopedic Company to Pay $455,000 to Settle Claims of False Medical Billing

October 22, 2018: Oklahoma Orthopedic Company to Pay $455,000 to Settle Claims of False Medical Billing

FDA - U.S. Food and Drug Administration

23-10-2018

Bravecto Plus spot-on Katze L ad us. vet., Loesung zum Auftragen auf die Haut

Bravecto Plus spot-on Katze L ad us. vet., Loesung zum Auftragen auf die Haut

● Die Neuzulassung erfolgte am 23.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

23-10-2018

Bravecto Plus spot-on Katze M ad us. vet., Loesung zum Auftragen auf die Haut

Bravecto Plus spot-on Katze M ad us. vet., Loesung zum Auftragen auf die Haut

● Die Neuzulassung erfolgte am 23.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

23-10-2018

Bravecto Plus spot-on Katze S ad us. vet., Loesung zum Auftragen auf die Haut

Bravecto Plus spot-on Katze S ad us. vet., Loesung zum Auftragen auf die Haut

● Die Neuzulassung erfolgte am 23.10.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

20-10-2018

Scientific Opinion of Flavouring Group Evaluation 411 (FGE.411): 2‐(4‐methylphenoxy)‐N‐(1H‐pyrazol‐3‐yl)‐N‐(thiophen‐2‐ylmethyl)acetamide from chemical group 30 (miscellaneous substances)

Scientific Opinion of Flavouring Group Evaluation 411 (FGE.411): 2‐(4‐methylphenoxy)‐N‐(1H‐pyrazol‐3‐yl)‐N‐(thiophen‐2‐ylmethyl)acetamide from chemical group 30 (miscellaneous substances)

Published on: Fri, 19 Oct 2018 00:00:00 +0200 EFSA was requested to deliver a scientific opinion on the implications for human health of the flavouring substance 2‐(4‐methylphenoxy)‐N‐(1H‐pyrazol‐3‐yl)‐N‐(thiophen‐2‐ylmethyl)acetamide [FL‐no: 16.133], in the Flavouring Group Evaluation 411 (FGE.411), according to Regulation (EC) No 1331/2008 of the European Parliament and of the Council. The substance has not been reported to occur in natural source materials of botanical or animal origin. It is intende...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

18-10-2018

Mom Life Market recalls 10" & 16" Personalized Stuffed Plush Bunnies

Mom Life Market recalls 10" & 16" Personalized Stuffed Plush Bunnies

The recalled products may contain phthalate levels that exceed the allowable levels.

Health Canada

18-10-2018

Scientific Opinion on Flavouring Group Evaluation 201 Revision 2 (FGE.201Rev2): 2‐alkylated, aliphatic, acyclic alpha,beta‐unsaturated aldehydes and precursors, with or without additional double‐bonds, from chemical subgroup 1.1.2 of FGE.19

Scientific Opinion on Flavouring Group Evaluation 201 Revision 2 (FGE.201Rev2): 2‐alkylated, aliphatic, acyclic alpha,beta‐unsaturated aldehydes and precursors, with or without additional double‐bonds, from chemical subgroup 1.1.2 of FGE.19

Published on: Wed, 17 Oct 2018 00:00:00 +0200 The Panel on Food Additives and Flavourings of the European Food Safety Authority was requested to consider in this revision 2 of Flavouring Group Evaluation 201, the additional data on genotoxicity submitted by the Industry on two substances, 2‐methylpent‐2‐enal [FL‐no: 05.090] and 2 methylcrotonaldehyde [FL‐no: 05.095], from subgroup 1.1.2 of FGE.19. In FGE.201Rev1, the Panel concluded that further data were required in order to clarify the genotoxic poten...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

17-10-2018

Applicability of in silico tools for the prediction of dermal absorption for pesticides

Applicability of in silico tools for the prediction of dermal absorption for pesticides

Published on: Tue, 16 Oct 2018 00:00:00 +0200 Based on the “Human in vitro dermal absorption datasets” published as supporting information to the revised EFSA Guidance on Dermal Absorption, in silico models for prediction of absorption across the skin have been evaluated. For this evaluation, a systematic literature search and review was performed, identifying 288 publications describing mathematical models for prediction of dermal absorption. Eleven models potentially relevant to the regulatory assessm...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

17-10-2018

Pest categorisation of Stagonosporopsis andigena

Pest categorisation of Stagonosporopsis andigena

Published on: Tue, 16 Oct 2018 00:00:00 +0200 The Panel on Plant Health performed a pest categorisation of Stagonosporopsis andigena, the causal agent of black blight of potato, for the EU. The pest is a well‐defined fungal species and reliable methods exist for its detection and identification. S. andigena is present in Bolivia and Peru. The pest is not known to occur in the EU and is listed in Annex IAI of Directive 2000/29/EC as Phoma andina, meaning its introduction into the EU is prohibited. The ma...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

17-10-2018

Pest categorisation of Thecaphora solani

Pest categorisation of Thecaphora solani

Published on: Tue, 16 Oct 2018 00:00:00 +0200 The Panel on Plant Health performed a pest categorisation of the fungus Thecaphora solani, the causal agent of smut of potato, for the EU. The identity of the pest is well established and reliable methods exist for its detection and identification. T. solaniis present in Bolivia, Chile, Colombia, Ecuador, Mexico, Panama, Peru and Venezuela. The pathogen is not known to occur in the EU and is listed in Annex IAI of Directive 2000/29/EC, meaning its introducti...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

17-10-2018

Lumpy skin disease: scientific and technical assistance on control and surveillance activities

Lumpy skin disease: scientific and technical assistance on control and surveillance activities

Published on: Tue, 16 Oct 2018 00:00:00 +0200 The duration of the vaccination campaign sufficient to eliminate lumpy skin disease (LSD) mainly depends on the vaccination effectiveness and coverage achieved. By using a spread epidemiological model, assuming a vaccination effectiveness of 65%, with 50% and 90% coverage, 3 and 4 years campaigns, respectively, are needed to eliminate LSD. When vaccination effectiveness is 80% to 95%, 2 years of vaccination at coverage of 90% is sufficient to eliminate LSD vir...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

16-10-2018

Pest categorisation of Cronartium harknessii, Cronartium kurilense and Cronartium sahoanum

Pest categorisation of Cronartium harknessii, Cronartium kurilense and Cronartium sahoanum

Published on: Mon, 15 Oct 2018 00:00:00 +0200 Following a request from the European Commission, the EFSA Panel on Plant Health performed a pest categorisation of Cronartium harknessii, Cronartium kurilense and Cronartium sahoanum, which are well‐defined and distinguishable tree fungal pathogens of the family Cronartiaceae. In 2018, these species were moved from the genus Endocronartium to the genus Cronartium. These pathogens are not known to be present in the EU and are regulated in Council Directive 2...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

16-10-2018

Pest categorisation of Melampsora farlowii

Pest categorisation of Melampsora farlowii

Published on: Mon, 15 Oct 2018 00:00:00 +0200 Following a request from the European Commission, the EFSA Panel on Plant Health performed a pest categorisation of Melampsora farlowii, a well‐defined and distinguishable fungus of the family Melampsoraceae. M. farlowii is the causal agent of a leaf and twig rust of hemlocks (Tsuga spp.) in eastern North America. The pathogen is regulated in Council Directive 2000/29/EC (Annex IAI) as a harmful organism whose introduction into the EU is banned. M. farlowii ...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

11-10-2018

Re‐evaluation of oxidised soya bean oil interacted with mono‐ and diglycerides of fatty acids (E 479b) as a food additive

Re‐evaluation of oxidised soya bean oil interacted with mono‐ and diglycerides of fatty acids (E 479b) as a food additive

Published on: Wed, 10 Oct 2018 00:00:00 +0200 The EFSA Panel on Food Additives and Flavourings (FAF) provides a scientific opinion re‐evaluating the safety of thermally oxidised soya bean oil interacted with mono‐ and diglycerides of fatty acids (TOSOM) (E 479b) when used as a food additive. The Scientific Committee on Food (SCF) and the Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA) derived an acceptable daily intake (ADI) of 25 and 30 mg/kg body weight (bw) per day, respectively. There was n...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

13-11-2018

CEPROTIN 1000 I.E.

Rote - Liste

12-11-2018

Spinraza (Biogen Netherlands B.V.)

Spinraza (Biogen Netherlands B.V.)

Spinraza (Active substance: nusinersen) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)7550 of Mon, 12 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4312/T/10

Europe -DG Health and Food Safety

12-11-2018

Tetraspan® 10 % Infusionslösung

Rote - Liste

9-11-2018

Toctino 10 mg/30 mg Weichkapseln

Rote - Liste

8-11-2018

Palladon® injekt 2 mg/10 mg/100 mg

Rote - Liste

8-11-2018

Voluven 10 % Infusionslösung

Rote - Liste

5-11-2018

Hydrocortison acis® 10 mg, Tabletten

Rote - Liste

1-11-2018

Zolvix (Elanco GmbH)

Zolvix (Elanco GmbH)

Zolvix (Active substance: monepantel) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)7383 of Thu, 01 Nov 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/000154/T/0024

Europe -DG Health and Food Safety

31-10-2018

Zodin® Omega-3 1000 mg Weichkapseln

Rote - Liste

31-10-2018

Fluorescein Alcon 10%

Rote - Liste

25-10-2018

Vancomycin Lyomark 1000 mg Pulver

Rote - Liste

24-10-2018

Nebido® 1000 mg Injektionslösung

Rote - Liste

24-10-2018

Loratadin-ratiopharm® 10 mg Tabletten

Rote - Liste

23-10-2018

EU/3/16/1804 (Eli Lilly Nederland B.V.)

EU/3/16/1804 (Eli Lilly Nederland B.V.)

EU/3/16/1804 (Active substance: Pegylated recombinant human interleukin-10) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6994 of Tue, 23 Oct 2018

Europe -DG Health and Food Safety

23-10-2018

Benzaknen® 5 %/10 % Gel

Rote - Liste

23-10-2018

Nubral® Creme 10%

Rote - Liste

22-10-2018

EU/3/10/815 (Pfizer Europe MA EEIG)

EU/3/10/815 (Pfizer Europe MA EEIG)

EU/3/10/815 (Active substance: Sildenafil citrate) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)6993 of Mon, 22 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/068/10/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

22-10-2018

BeneFIX® 250/500/1000/2000/3000 I.E.

Rote - Liste

19-10-2018

Recocam (Bimeda Animal Health Limited)

Recocam (Bimeda Animal Health Limited)

Recocam (Active substance: Meloxicam) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6954 of Fri, 19 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/V/C/2247/T/10

Europe -DG Health and Food Safety

18-10-2018

Kivexa (ViiV Healthcare BV)

Kivexa (ViiV Healthcare BV)

Kivexa (Active substance: abacavir / Lamivudine) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)6924 of Thu, 18 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/000581/T/0076

Europe -DG Health and Food Safety

15-10-2018

Diazepam-ratiopharm 10 mg Zäpfchen

Rote - Liste

15-10-2018

BENDAFOLIN 10 mg/ml Injektionslösung

Rote - Liste