Metacam 0

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Metacam® 0,5 mg/ml Katzen ad us. vet., orale Suspension
  • Darreichungsform:
  • 5 mg/ml Katzen ad us. vet., orale Suspension
  • Verwenden für:
  • Tiere
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Metacam® 0,5 mg/ml Katzen ad us. vet., orale Suspension
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Nichtsteroidales Antiphlogistikum für Katzen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Institut für Veterinärpharmakologie
  • Zulassungsnummer:
  • 58043
  • Letzte Änderung:
  • 02-09-2017

Packungsbeilage

Metacam

0,5 mg/ml Katzen ad us. vet., orale Suspension

Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH

Nichtsteroidales Antiphlogistikum für Katzen

ATCvet: QM01AC06

Zusammensetzung

Wirkstoff: Meloxicam

1 ml der Suspension enthält: Meloxicam 0,5 mg, Aromatica: Saccharinum natricum et alia,

Conserv.: E211, Excipiens ad susp.

Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)

Meloxicam

Eigenschaften / Wirkungen

Meloxicam ist ein nicht-steroidales Antiphlogistikum der Oxicam-Gruppe und wirkt durch

Hemmung der Prostaglandin-Synthese. Meloxicam bewirkt antiinflammatorische,

antiexsudative, analgetische und antipyretische Effekte. Es hemmt die Leukozyten-

Infiltration ins entzündete Gewebe und beugt entzündlichen Knorpel- und

Knochenschädigungen vor, ausserdem besteht eine schwache Hemmung der kollagen-

induzierten Thrombozyten-Aggregation.

In vitro und in vivo Studien haben gezeigt, dass Cyclooxygenase-2 (COX-2) zu einem

grösseren Ausmass durch Meloxicam gehemmt wird als Cyclooxygenase-1 (COX-1).

Pharmakokinetik

Absorption

Bei der Katze werden maximale Meloxicam-Plasmakonzentrationen (ca. 450 ng/ml) nach

ca. 3 Stunden erreicht.

Verteilung

Im therapeutischen Dosisbereich besteht bei der Katze eine lineare Beziehung zwischen

der verabreichten Dosis und der Plasmakonzentration. Ungefähr 97% der verabreichten

Menge an Wirkstoff sind an Plasmaproteine gebunden.

Metabolismus

Meloxicam wird vorwiegend im Plasma gefunden und hauptsächlich über die Galle

ausgeschieden, während im Urin nur Spuren der Muttersubstanz zu finden sind. Fünf

Hauptmetabolite wurden identifiziert, die alle pharmakologisch nicht aktiv sind. Meloxicam

wird metabolisiert zu einem Alkohol, einem Säurederivat und zu einigen anderen polaren

Metaboliten. Wie auch bei anderen, untersuchten Tierarten ist der Hauptstoffwechselweg

von Meloxicam bei Katzen die Oxidation.

Elimination

Die Eliminations-Halbwertszeit für Meloxicam beträgt 24 Stunden. Der Nachweis von

Stoffwechselprodukten der Muttersubstanz in Urin und Fäzes, jedoch nicht im Plasma, ist

bezeichnend für deren schnelle Ausscheidung. 21% der wiedergefundenen Dosis wird im

Urin ausgeschieden (2% als unverändertes Meloxicam, 19% als Metaboliten) und 79% in

den Fäzes (49% als unverändertes Meloxicam, 30% als Metaboliten).

Indikationen

Verminderung von geringen bis mässigen post-operativen Schmerzen und Entzündungen

nach operativen Eingriffen bei Katzen, z.B. orthopädischen Eingriffen und

Weichteiloperationen.

Zur Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates,

wie z.B. Disko-/ Spondylopathien.

Dosierung

Metacam orale Suspension kann mit dem Futter oder direkt in den Mund verabreicht

werden.

Post-operative Schmerzen und Entzündungen nach operativen Eingriffen:

Nach Initialbehandlung mit Metacam 2 mg/ml Injektionslösung für Katzen die Behandlung

24 Stunden später mit Metacam 0,5 mg/ml Suspension für Katzen mit einer Dosierung von

0,05 mg Meloxicam/kg Körpergewicht fortsetzen. Die orale Fortsetzungsdosis kann einmal

täglich (im 24-Stunden-Intervall) bis zu vier Tage eingegeben werden.

Akute und chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates:

Am ersten Tag der Behandlung wird eine einmalige Dosis von 0,1 mg Meloxicam

(6 Tropfen)/kg Körpergewicht gegeben.

Für die Weiterbehandlung gilt folgende Dosierung: orale Verabreichung einmal pro Tag

(alle 24 Stunden) von einer Erhaltungsdosis von 0,05 mg Meloxicam (3 Tropfen)/kg

Körpergewicht. Dieses Dosierungsschema ist auch für die Langzeitbehandlung

anzuwenden.

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem klinischen Verlauf der Erkrankung.

Eine klinische Besserung soll normalerweise innerhalb von 7 Tagen Behandlung gesehen

werden. Wenn nach 14 Tagen keine klinische Besserung nachweisbar ist, soll die

Behandlung abgebrochen werden.

Kontaminationen während des Gebrauchs sind zu vermeiden.

Auf Genauigkeit der Dosierung ist besonders zu achten. Die Suspension kann anhand des

Tropfers oder bei Katzen mit einem Körpergewicht von mindestens 2 kg anhand der

Messspritze, die der Schachtel beiliegt (siehe unten), entnommen werden. Die Spritze

passt auf den Tropfeinsatz der Flasche und weist eine Graduierung in kg Körpergewicht

auf, die der Erhaltungsdosis von 0,05 mg Meloxicam/kg Körpergewicht entspricht. Am

ersten Tag soll als Initialdosis das doppelte Volumen verabreicht werden.

Die Suspension vor Anwendung gut schütteln.

Bitte die Angaben des Tierarztes genau beachten.

Dosierung des zu verabreichenden Volumens mit der Messspritze:

Flasche gut schütteln. Den Verschluss he-

runterdrücken und aufdrehen. Die

Dosierspritze auf die Flaschenöffnung auf-

setzen und vorsichtig andrücken.

Die Flasche mit der Spritze ist nun umzu-

drehen.

Den Stempel der Spritze so weit

zürückziehen, bis die schwarze Linie auf dem

Stempel das Körpergewicht Ihrer Katze in kg

auf der Skala der Spritze anzeigt.

Die Flasche mit der Spritze nun wieder um-

drehen und die Dosierspritze durch Drehen

abnehmen.

Durch Verschieben des Spritzenstempels wird

der Inhalt über das Futter oder direkt in das

Maul gegeben.

Überdosierung

Meloxicam hat eine geringe therapeutische Breite bei Katzen und klinische Zeichen einer

Überdosierung können schon bei verhältnismässig geringer Überschreitung der Dosis

beobachtet werden.

Im Fall einer Überdosierung sind Nebenwirkungen, siehe Kapitel "Unerwünschte

Wirkungen", stärker und häufiger zu erwarten.

Bei Überdosierung soll eine symptomatische Behandlung gestartet werden.

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen

Metacam orale Suspension sollte nicht bei säugenden oder trächtigen Tieren verabreicht

werden. Die Anwendung ist kontraindiziert bei Tieren mit Herz-, Leber- und klinisch

manifesten Nierenstörungen sowie bei Tieren, bei denen die Möglichkeit von

gastrointestinalen Ulzerationen oder Blutungen besteht. Nicht anwenden bei Tieren mit

nachgewiesenen Blutgerinnungsstörungen oder bekannter individueller

Überempfindlichkeit gegenüber Meloxicam oder einem der Hilfsstoffe.

Nicht anwenden bei Tieren, die jünger als 6 Wochen sind.

Vorsichtsmassnahmen

Während der Behandlung ist für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen. Längere

Behandlungen sollten unter Kontrolle des Blutstatus durchgeführt werden. Nicht anwenden

bei dehydrierten, hypovolämischen und hypotonischen Tieren, da ein potenzielles Risiko

von renaler Toxizität besteht.

Wie bei allen nicht-steroidalen Antiphlogistika ist die Behandlung von altersschwachen

Tieren mit einem erhöhten Risiko verbunden. Wenn die Anwendung bei solchen Tieren

nicht vermieden werden kann, so hat dies unter genauer klinischer Beobachtung zu

geschehen.

Wenn unerwünschte Wirkungen auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen werden und

ein Tierarzt aufgesucht werden.

Post-operative Schmerzen und Entzündungen nach operativen Eingriffen:

Falls eine zusätzliche Schmerzlinderung erforderlich ist, sollte eine multimodale

Schmerzbehandlung in Erwägung gezogen werden.

Chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates:

Die Reaktion auf eine Langzeittherapie sollte in regelmässigen Abständen durch einen

Tierarzt überwacht werden.

Unerwünschte Wirkungen

VetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten

Es ist mit den typischen Nebenwirkungen der nicht-steroidalen Antiphlogistika wie

Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, teerartiger Kot, Apathie und Nierenversagen zu

rechnen und in sehr seltenen Fällen mit gastrointestinalen Ulzerationen und erhöhten

Leberenzymen.

Diese Nebenwirkungen sind in den meisten Fällen vorübergehend und klingen nach

Abbruch der Behandlung ab, können aber bei Nichtbeachten in einzelnen Fällen auch

schwerwiegend oder lebensbedrohlich sein.

Wechselwirkungen

Andere nicht-steroidale Antiphlogistika, Diuretika, Antikoagulantien, Aminoglykosid-

Antibiotika und Substanzen mit einer hohen Plasma-Protein-Bindung können um die

Protein-Bindung konkurrieren und somit zu toxischen Effekten führen. Metacam orale

Suspension sollte nicht zusammen mit anderen nicht-steroidalen Antiphlogistika oder

Glukokortikoiden verabreicht werden.

Eine Vorbehandlung mit entzündungshemmenden Mitteln kann als Folge zusätzliche oder

verstärkte Nebenwirkungen hervorrufen. Daher sollte vor dem Einsatz von Metacam orale

Suspension die Behandlung mit solchen Mitteln für mindestens 24 Stunden ausgesetzt

werden.

Bei der Festsetzung der Dauer der behandlungsfreien Periode sind jedoch die

pharmakokinetischen Eigenschaften des vorher verwendeten Produktes zu

berücksichtigen.

Sonstige Hinweise

Sicherheitsvorkehrungen, die von der verabreichenden Person zu beachten sind

Personen, die überempfindlich auf nicht-steroidale Antiphlogistika reagieren, sollten den

direkten Kontakt mit der Suspension vermeiden. Im Falle einer versehentlichen Einnahme

sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Haltbarkeit

Das Präparat darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum

verwendet werden.

Aufbrauchsfrist nach erster Entnahme: 3 ml: 14 Tage, 15 ml, 30 ml: 6 Monate.

Medikament für Kinder unerreichbar und bei Raumtemperatur (15 - 25°C) aufbewahren.

Packungen

Flasche zu 3 ml und 15 ml mit 1 ml Dosierspritze

Abgabekategorie: B

Swissmedic Nr. 58'043

Informationsstand: 07/2017

Dieser Text ist behördlich genehmigt.