Mepivastesin

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Mepivastesin Injektionslösung 30 mg-ml
  • Dosierung:
  • 30 mg-ml
  • Darreichungsform:
  • Injektionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Mepivastesin Injektionslösung 30 mg-ml
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Lokalanästhetika, Amide

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE140445
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

MEPIVASTESIN 30 mg/ml Injektionslösung

Mepivacainhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Mepivastesin und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Mepivastesin beachten?

Wie ist Mepivastesin anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Mepivastesin aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

WAS IST MEPIVASTESIN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Mepivastesin ist ein schnell wirkendes Lokalanästhetikum (Medikament, dass das Gefühl in einem

bestimmten Bereich reduziert oder betäubt) des Amid-Typs und hat eine kurze Anästhesiedauer.

Mepivastesin ist indiziert für einfache Extraktionen, sowie Kavitäten- und Stumpfpräparationen.

Mepivastesin ist besonders geeignet für Patienten, bei denen ein gefäßverengender Zusatz

kontraindiziert ist, insbesondere für die Behandlung kreislauflabiler Patienten.

Intraartikuläre kontinuierliche Infusion ist keine zugelassene Indikation.

2.

WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON MEPIVASTESIN BEACHTEN?

Mepivastesin darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Mepivacain oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels oder anderen Lokalanästhetika des Amid-Typs sind,

bei Patienten mit einer bestimmten Art von Muskelschwäche (Myasthenia gravis),

bei Patienten mit unkontrollierten Anfällen (Epilepsie) und Patienten mit ein Krankheit aufgrund

einer Störung in der Produktion des roten Blutfarbstoffes (Porphyrie),

Bei Patienten mit einer schweren Schädigung der Nervenimpulse und die Reizleitung des Herzens

(zB Grad II und III AV-Block, ausgesprochen langsame Herzfrequenz (Bradykardie)),

Bei Patienten mit akut dekompensierter Herzinsuffizienz oder sehr niedrigem Blutdruck (schwere

Hypotonie),

Bei Kindern jünger als 4 Jahre (ca. 20 kg Körpergewicht).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Mepivastesin anwenden.

Mepivacainhydrochlorid soll mit großer Vorsicht angewandt werden bei Patienten mit Epilepsie,

Abnahme des Säuregehalts des Blutes durch Akkumulation von CO

und Kohlendioxid

(respiratorischer Azidose), Leber- und Niereninsuffizienz, Verhärtung der Arterien

(Arteriosklerose), schweren Gerinnungsstörungen und kardiovasculären Erkrankungen wie

Uberleitungsstörungen, langsame Herzfrequenz (Bradykardie), schmerzhaftem Engegefühl in der

Brust (Angina pectoris), kardiale Dekompensation und Koronarinsuffizienz, sowie, bei Injektion

in einen entzündeten Bereich.

Dosierungsangaben sowie eine korrekte Technik (eine intravasale Applikation ist unbedingt zu

vermeiden) sind zu beachten. Eine erhöhte Resorption (z. B. Injektion in ein stark vaskularisiertes

oder infiziertes Gewebe) soll ebenso vermieden werden.

Bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion soll wiederholte Anwendung vermieden werden.

Bei Patienten die Medikamente nehmen die die Blutgerinnung verhindern (Antikoagulantien) - zB

Heparin oder Acetylsalicylsäure, kann versehentliche Gefäßpunktur während der Injektion zu

schweren Blutungen führen. Im Allgemeinen ist die Blutungsneigung erhöht.

Anwendung von Mepivastesin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden, auch wenn es

sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Mepivastesin kann mit folgenden Arzneistoffen interagieren:

- Antiarrhythmika (gegenseitige Wirkungsverstärkung)

- Bestimmte Medikamente für hohen Blutdruck, bestimmte Herzerkrankungen oder erhöhtem

Augeninnendruck (Beta-Blocker) (können in hohen Dosen den Abbau von Lokalanästhetika des

Armid-Typs verzögern)

- Cimetidin (verzögerter Abbau von Mepivacain).

In Kombination mit Medikamenten die die Blutgerinnung verhindern (Antikoagulantien) ist die

Blutungsneigung erhöht.

Toxische Synergie mit zentralen Analgetika, Chloroform, Ether und Thiopental ist beschrieben.

Wenn Aprindin gleichzeitig mit Mepivastesin genommen wird, ist eine Akkumulation von

Nebenwirkungen möglich.

Aprindin hat ähnliche Nebenwirkungen wegen eine ähnlicher chemischer Struktur mit

Lokalanästhetika.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Es liegen keine ausreichenden Studien vor über die Verwendung von Mepivastesin bei schwangeren

Frauen um die Sicherheit von seiner Anwendung zu bewerten.

Obwohl die Lokalanästhesie bei zahnärztlichen Eingriffen als die schonendste Methode gilt und die

Schwangerschaft grundsätzlich keine Kontraindikation darstellt, sollte im 1. Trimenon die

Verabreichung von Mepivastesin unter Abwägung von Nutzen und Risiko nur dann erfolgen, wenn

dies unbedingt erforderlich ist.

Die Wirkstoffe werden schnell abgebaut und entfernt, so dass keine Übertragung über die Muttermilch

zu erwarten ist. Bei therapeutischen Dosen sind keine nachteiligen Effekte für den Säugling zu

erwarten. Vorsorglich sollte das Stillen erst 4 bis 6 Stunden nach der Injektion wieder aufgenommen

werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei empfindlichen Patienten kann nach Injektion von Mepivastesin eine vorübergehende

Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens (z. B. auch im Straßenverkehr) auftreten.

3.

WIE IST MEPIVASTESIN ANZUWENDEN?

Mepivastesin ist eine Lösung zur submukösen Injektion in der Zahnheilkunde.

Es sollte stets das kleinste Volumen an Lösung verwendet werden, das zu einer wirksamen Anästhesie

führt.

Für Infiltrations- und Leitungsanästhesie sind üblicherweise Mengen von 1-4 ml voll ausreichend.

Die in einem Zeitraum von 2 Stunden injizierte Menge sollte bei Erwachsenen 6 ml, bzw. in 24

Stunden 10 ml nicht überschreiten.

Die Injektionsgeschwindigkeit sollte 0,5 ml in 15 Sekunden, d. h. 1 Zylinderampulle pro Minute, nicht

übersteigen.

Anwendung bei Kindern

Kinder ab 4 Jahren (ca. 20 kg Körpergewicht)

Die Menge der Flüssigkeit, die injiziert werden soll auf der Grundlage des Alters und Gewichts des

Kindes und dem Ausmaß der Operation bestimmt werden. Die übliche Dosis beträgt 0,75 mg / kg =

0,025 ml Mepivacain Lösung pro kg Körpergewicht.

Die Menge gleich 3 mg Mepivacain/kg (0,1 ml Mepivacain/kg) Körpergewicht nicht überschreiten.

Eine niedrigere Dosis ist empfohlen bei älteren Patienten, bei Patienten in schlechtem

Allgemeinzustand, sowie bei schweren Leber- und Nierenfunktion. Die Mepivastesin Dosis sollte bei

Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen (drückend schmerzhafte Empfindung in der Brust (Angina

pectoris), Arterienverkalkung (Arteriosklerose)) reduziert werden.

Zur Vermeidung einer versehentlich intravasalen Injektion ist eine Aspirationskontrolle geeignet.

Wenn Sie eine größere Menge von Mepivastesin angewendet haben, als Sie sollten

Für Symptome die bei Überdosierung auftreten können: siehe Abschnitt “Welche Nebenwirkungen

sind möglich?”.

Wenn Sie eine größere Menge von Mepivastesin angewendet haben, kontaktieren Sie sofort Ihren

Arzt, Ihren Apotheker oder das Antigiftzentrum (070/245.245).

Im Falle von Komplikationen wie z.B. bei einer Überdosierung oder bei einer versehentlichen

intravasalen Injektion muss vor allen Dingen die Atmung aufrecht erhalten werden, nach Möglichkeit

mit Verabreichung von Sauerstoff. In den meisten Fällen ist das ausreichend. Um Konvulsionen zu

vermeiden ist die zusätzliche Gabe eines kurz wirkenden Barbiturats oder Diazepam geeignet.

- für Erwachsenen: 5 biß 10 mg Diazepam intravenös, gegebenenfalls jede 15 Minuten zu wiederholen

mit einem Maximum von 30mg.

- für Kinder: 0,25 bis 0,40 mg/kg Diazepam mit einem Maximum von 10 mg

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Unerwünschte Wirkungen kommen vor allem vor bei Überdosierung, vor allem infolge Verwechslung,

versehentlich intravasaler Injektion oder abnormen Resorptionsverhältnissen, z. B. im entzündeten

oder stark vaskularisierten Gewebe auftreten und betreffen das Zentralnervensystem und das Herz.

Erkrankungen des Nervensystems

Übelkeit, Erbrechen, metallischer Geschmack, Tinnitus, anfängliche schnelle Atmung, Unruhe,

Zittern, Angst, Verwirrtheit, Schwindel.

Schwerere Symptome sind Benommenheit, Verwirrtheit, Tremor, Muskelzuckungen, tonisch-

klonische Krämpfe, Koma und Atemlähmung.

Herzerkrankungen

Schwere Herzkrankheiten werden konstatiert in Form einer Senkung des Blutdrucks, der Mangel zur

normalen Sequenz zwischen atrialen und ventrikulären Kontraktionen, langsame Herzfrequenz

(Bradykardie) und Herzstillstand.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Allergische Reaktionen auf Mepivacain sind äußerst selten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

5.

WIE IST MEPIVASTESIN AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25°C lagern. Nicht einfrieren.

Die Zylinderampullen sollen in der Dose aufbewahrt werden.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett nach EXP angegebenen Verfalldatum nicht

mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Mepivastesin enthält

Der Wirkstoff ist Mepivacainhydrochlorid.

1 ml Lösung enthält 30 mg Mepivacainhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke

Wie Mepivastesin aussieht und Inhalt der Packung

Mepivastesin ist eine Injektionslösung, verfügbar in Packungen mit 50 Zylinderampullen zu je 1,7 ml.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

3M Deutschland GmbH

Carl-Schurz-Straße 1

41453 Neuss

Deutschland

Zulassungsnummer

BE140445

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im 09/2015.