Menamig

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Menamig Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • frovatriptanum 2,5 mg bis frovatriptani succinas monohydricum, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Menamig Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Akutbehandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56264
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-06-2004
  • Letzte Änderung:
  • 13-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Transferiert von RECORDATI SA

MENAMIG® Filmtabletten

Recordati AG

Was ist MENAMIG und wann wird es angewendet?

Menamig Filmtabletten werden zur akuten Behandlung von Migränekopfschmerzen auf

Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingesetzt. Das Medikament kann bei Migräneanfällen mit

oder ohne Aura angewendet werden. Dem eigentlichen Migräneanfall kann die sogenannte

Auraphase vorausgehen und beinhaltet Sehstörungen, Taubheitsgefühle oder Sprachstörungen.

Menamig gehört zur Gruppe der sogenannten Serotonin-Agonisten. Es bewirkt eine Verengung der

Blutgefässe im Gehirn und lindert dadurch die Kopfschmerzen und die weiteren Symptome der

Migräne.

Wann darf MENAMIG nicht angewendet werden?

Sie dürfen Menamig nicht einnehmen:

- bei Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Arzneimittels,

- bei in der Vorgeschichte aufgetretenem Herzinfarkt, Minderdurchblutung des Herzens (ischämische

Herzkrankheit), Verkrampfungen der Herzkranzgefässe (z. B. Prinzmetal-Angina), peripherer

Gefässerkrankung (z. B. arterielle Verschlusskrankheit) sowie bei Beschwerden und

Krankheitszeichen, die auf eine Erkrankung der Herzkranzgefässe hindeuten,

- bei mittelschwerem bis schwerem Bluthochdruck sowie bei unkontrolliertem leichtem

Bluthochdruck,

- bei in der Vorgeschichte aufgetretenem Schlaganfall oder vorübergehender Minderdurchblutung

des Gehirns (transitorischer ischämischer Attacke),

- bei schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C),

- gleichzeitig mit Arzneimitteln, die Ergotamin oder ergotaminverwandte Substanzen (z. B.

Dihydroergotamin, Lisurid, Methysergid) enthalten oder gleichzeitig mit anderen Migränemitteln aus

derselben Substanzgruppe wie Menamig (5-HT1-Rezeptor-Agonisten, Triptane).

Wann ist bei der Einnahme von MENAMIG Vorsicht geboten?

Wie bei anderen Migränemitteln derselben Wirkstoffgruppe (Triptane) sollten sich Patienten bzw.

Patientinnen, bei denen die Möglichkeit einer nicht erkannten Herzkrankheit besteht, vor einer

Behandlung mit Menamig auf eine zugrundeliegende Herz-Kreislauf-Erkrankung untersuchen lassen.

Zu diesen Patienten bzw. Patientinnen gehören starke Raucher bzw. Patienten oder Patientinnen, die

sich einer Nikotinsubstitutionstherapie unterziehen und Patienten oder Patientinnen mit

Risikofaktoren für eine Erkrankung der Herzkranzgefässe (insbesondere Frauen nach den

Wechseljahren sowie Männer über 40 Jahre).

Nach der Einnahme von Menamig kann es, wie auch bei anderen Migränemitteln der selben

Wirkstoffgruppe (Triptane) zu vorübergehenden Symptomen wie Schmerzen und Engegefühl im

Brustraum kommen, die intensiv sein können und eventuell in den Halsbereich ausstrahlen. Wenn

diese Symptome auf eine Minderdurchblutung des Herzens hinweisen, darf Menamig nicht weiter

eingenommen werden und es sind zusätzliche Untersuchungen durchzuführen.

Die Richtdosis für Menamig darf nicht überschritten werden. Im Falle zu häufiger Einnahme

(wiederholte Einnahme über mehrere Tage hintereinander, was einem nicht bestimmungsgemässen

Gebrauch entspricht) kann sich der Wirkstoff im Körper anhäufen und zu vermehrten

Nebenwirkungen führen. Weiterhin kann die übermässige Anwendung von Migränemitteln zu

täglichen chronischen Kopfschmerzen führen, die eine Unterbrechung der Therapie erfordern.

Patienten bzw. Patientinnen mit bestimmten seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen wie

Galaktosämie, Lactase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel

nicht einnehmen.

Teilen Sie ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie an Epilepsie leiden oder zu Krampfanfällen

neigen.

Die folgenden anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Menamig und es müssen daher

bestimmte Vorsichtsmassnahmen beachtet werden:

Keine gemeinsame Anwendung:

Arzneimittel, die Ergotamin oder Ergotamin-verwandte Wirkstoffe oder andere 5-HT1-Agonisten

(Triptane) enthalten, dürfen wegen des Risikos eines Bluthochdrucks bzw. aufgrund zusätzlicher

Herzkranzgefäss-verengender Effekte nicht gleichzeitig mit Menamig angewendet werden (siehe

Gegenanzeigen). Menamig sollte frühestens 24 Stunden nach Gabe eines ergotaminhaltigen

Präparates eingenommen werden. Ebenso sollten ergotaminhaltige Arzneimittel frühestens

24 Stunden nach der Gabe von Menamig angewendet werden.

Gemeinsame Anwendung nicht empfohlen:

Die Kombination von Menamig mit sogenannten Monoaminoxidase(MAO)-Hemmern oder

Johanniskraut-haltigen Präparaten (Mittel z. B. zur Therapie von Depressionen) wird wegen

möglicher Nebenwirkungen (Bluthochdruck oder Serotonin-Syndrom mit z. B. Verhaltens- und

Bewusstseinsstörungen, Fieber, Magen-Darm-Beschwerden, Zittern, Muskelkrämpfen) nicht

empfohlen. Befragen Sie vor der Anwendung Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Gemeinsame Anwendung erfordert Vorsicht:

Auch bei Kombination von Menamig mit sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-

Hemmern (Mittel zur Behandlung von Depressionen wie Citalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin,

Paroxetin, Sertralin) oder mit Methylergometrin (Mittel gegen gynäkologische Blutungen) besteht

ein potentielles Nebenwirkungsrisiko (Bluthochdruck, Herzkranzgefässverengung, Serotonin-

Syndrom). Befragen Sie vor der Anwendung Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen!

Sowohl eine Migräne als auch die Behandlung mit Menamig können Schläfrigkeit verursachen. Die

Fähigkeit zur Bewältigung komplexer Aufgaben wie Autofahren während des Migräneanfalls und

nach Menamig-Einnahme ist daher abzuwägen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Darf MENAMIG während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Für Schwangere ist die Sicherheit von Menamig nicht belegt und deshalb sollte das Arzneimittel

während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, es sei denn dies ist eindeutig erforderlich.

Da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff oder seine Stoffwechselprodukte beim Menschen in die

Muttermilch übertritt, wird die Einnahme von Menamig durch stillende Frauen nicht empfohlen.

Sollte sie aber doch unbedingt erforderlich sein, ist ein zeitlicher Abstand von 24 Stunden

einzuhalten.

Wie verwenden Sie MENAMIG?

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Menamig nicht anders

verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Einnahmevorschriften, da Menamig sonst nicht richtig

wirken kann.

Zur Behandlung des Migräneanfalls bei Erwachsenen (18 bis 65 Jahre) wird 1 Filmtablette Menamig

empfohlen. Menamig sollte so früh wie möglich nach Einsetzen eines Migräneanfalls eingenommen

werden, ist aber auch bei Einnahme zu einem späteren Zeitpunkt wirksam.

Falls die Migränekopfschmerzen nach einer ersten Besserung erneut auftreten, kann eine zweite

Dosis eingenommen werden, vorausgesetzt, es sind mindestens 2 Stunden nach Einnahme der ersten

Dosis vergangen. Die Tagesdosis sollte 2 Filmtabletten Menamig pro 24 Stunden nicht

überschreiten.

Wenn die erste Dosis Menamig keine Linderung der Migränekopfschmerzen bewirkt, sollte für

denselben Migräneanfall keine zweite Dosis eingenommen werden, da hierfür kein Nutzen

nachgewiesen werden konnte. Bei späteren Migräneanfällen kann Menamig erneut verwendet

werden. Menamig sollte nicht prophylaktisch angewendet werden. Nehmen Sie Menamig unzerkaut

mit ausreichend Wasser ein.

Ändern Sie nicht von sich aus die Dosierung. Wenn Sie glauben das Arzneimittel wirke zu schwach

oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann MENAMIG haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Menamig auftreten:

Ein unangenehmes Gefühl und Schmerzen in der Brust, welche in den Hals ausstrahlen (Angina

Pectoris), können nach Einnahme von Menamig auftreten. Sollte dies der Fall sein, kontaktieren Sie

unverzüglich Ihren Arzt und nehmen Sie keine zusätzliche Filmtablette von Menamig ein.

Häufig (1 bis 10%):

– Übelkeit (mit Krankheitsgefühl), Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen

– Ermüdung, Brustbeschwerden (Schwere-, Druck- oder Engegefühl in der Brust)

– Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Kribbeln/«Ameisenlaufen» (Parästhesien) meistens in den

Armen und Beinen, verringertes oder verändertes Berührungsempfinden, extreme Schläfrigkeit

– Hitzewallungen mit Hautrötung

– Engegefühl im Hals

– Sehstörungen

– vermehrtes Schwitzen

Gelegentlich (0,1 bis 1%):

– Geschmacksstörungen, Zittern, Konzentrationsschwäche, Lethargie, gesteigertes

Berührungsempfinden, Schläfrigkeit, unwillkürliche Muskelkontraktionen

– Durchfall, Schluckbeschwerden, Blähungen im Magen oder Darm, Magenbeschwerden, Blähbauch

– Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag, hoher Blutdruck

– Wärmegefühl, erhöhte Temperaturempfindlichkeit, Schmerzen, Schwäche, Durst, Trägheit,

gesteigerter Antrieb, allgemeines Unwohlsein, Schwindel (Vertigo)

– Angst, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, Nervosität, Erregtheit, Depression, Störung des

Persönlichkeitsgefühls (Depersonalisation)

– Kältegefühl in Händen und Füssen

– Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung, Hals-/Kehlkopfschmerzen

– Muskelsteifheit, Muskel- und Knochenschmerzen, Schmerzen in Händen und Füssen,

Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen

– Augenschmerzen, Augenreizungen, schmerzhafte Lichtüberempfindlichkeit

– Juckreiz

– Ohrgeräusche (Tinnitus), Ohrenschmerzen

– Wasserverlust (Dehydratation)

– häufiges Wasserlassen, Produktion grosser Harnmengen

Selten (0,01 bis 0,1%):

– Muskelverspannung, schlaffe Muskeln, verlangsamte Reflexe (Hyporeflexie),

Bewegungsstörungen

– Verstopfung, Aufstossen, Sodbrennen (Refluxkrankheit), Reizdarmsyndrom, Lippenbläschen,

Lippenschmerzen, Speiseröhrenkrampf, Mundschleimhautbläschen, Magen- oder

Zwöffingerdarmgeschwür, Schmerzen der Speicheldrüsen, Entzündung der Mundschleimhaut,

Zahnschmerzen

– Fieber

– Erinnerungsverlust, abnorme Träume, Persönlichkeitsstörung

– Nasenbluten, Schluckauf, übermässige Atmung (Hyperventilation), Atemerkrankung,

Rachenreizung

– Nachtblindheit

– Hautrötungen, Gänsehaut, violettfarbene Punkte oder Flecken auf Haut und Schleimhäuten des

Körpers, Nesselsucht

– langsamer Herzschlag

– Ohrstörungen, Juckreiz im Ohrbereich, Geräuschüberempfindlichkeit

– erhöhte Werte von Bilirubin (einer in der Leber gebildeten Substanz) im Blut, erniedrigte

Calciumwerte im Blut, Veränderungen bei der Urinuntersuchung

– niedriger Blutzucker

– häufiges nächtliches Wasserlassen, Nierenschmerzen

– geschwollene Lymphknoten

– Schmerzen bzw. erhöhte Empfindlichkeit der Brust

Es liegen Berichte über allergische Reaktionen auf Menamig vor, die Hautausschlag und vereinzelt

schwerwiegende allergische Ganzkörperreaktionen (anaphylaktischer Schock) mit möglichen

plötzlichen Atemschwierigkeiten, erhöhtem Puls und Herzklopfen umfassen. Wenn Sie diese

Beschwerden haben, rufen Sie sofort einen Arzt zu Hilfe.

Sollten Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin,

damit er bzw. sie über den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Massnahmen

entscheiden kann.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern und an einem trockenen, dunklen Ort

bei Raumtemperatur (15–25° C) aufzubewahren. Es darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit

«EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen der Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, die über

die ausführliche Fachinformation verfügen.

Was ist in MENAMIG enthalten?

Eine Filmtablette enthält als Wirkstoff 2,5 mg Frovatriptan (als Succinatmonohydrat) sowie

Hilfsstoffe zur Herstellung einer Filmtablette.

Zulassungsnummer

56'264 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie MENAMIG? Welche Packungen sind erhältlich?

Menamig gibt es in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung. Es sind Packungen zu 2*, 6 oder

12 Filmtabletten erhältlich (*: zur Zeit nicht im Handel)

Zulassungsinhaberin

Recordati AG, 6340 Baar.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.