Mefenaminsäure Sandoz 500

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Mefenaminsäure Sandoz 500 Suppositorien
  • Darreichungsform:
  • Suppositorien
  • Zusammensetzung:
  • Säure mefenamicum 500 mg, excipiens pro suppositorio.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Mefenaminsäure Sandoz 500 Suppositorien
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Antirheumaticum, Analgeticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55390
  • Berechtigungsdatum:
  • 16-12-1999
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Mefenaminsäure Sandoz®

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Mefenaminsäure Sandoz und wann wird es angewendet?

Mefenaminsäure Sandoz enthält als Wirkstoff Mefenaminsäure, eine Substanz, die neben der

schmerzstillenden auch eine ausgeprägte entzündungshemmende und fiebersenkende Wirkung

besitzt. Mefenaminsäure Sandoz dient zur Behandlung von:

·plötzlich auftretenden oder langanhaltenden Schmerzen bei rheumatischen Erkrankungen,

Muskelschmerzen, Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule (z.B. Bandscheiben-, Schulter- oder

Nackenbeschwerden);

·Schmerzen nach Operationen, Verletzungen oder zahnärztlichen Eingriffen;

·Kopf-, Zahn- und Ohrenschmerzen;

·schmerzhaften und/oder zu starken Monatsblutungen.

Mefenaminsäure Sandoz ist ebenfalls geeignet zur Fiebersenkung und Schmerzlinderung bei

Grippeerkrankungen sowie bei anderen fieberhaften Krankheiten insbesondere im Bereich der

oberen Atemwege.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Wann darf Mefenaminsäure Sandoz nicht angewendet werden?

Mefenaminsäure Sandoz darf nicht angewendet werden,

·wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von

Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, sogenannten nicht-steroidalen

entzündungshemmenden Arzneimitteln (NSAR), Atemnot oder allergieähnliche Hautreaktionen

hatten;

·im letzten Drittel der Schwangerschaft;

·in der Stillzeit;

·bei aktiven Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Magen-/Darm-Blutungen;

·bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulzerosa);

·bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion;

·bei schwerer Herzleistungsschwäche;

·zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz

einer Herz-Lungen-Maschine).

Wann ist bei der Einnahme von Mefenaminsäure Sandoz Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Mefenaminsäure Sandoz können im oberen Magen-Darm-Trakt

Schleimhautgeschwüre, selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-,

Darmdurchbrüche) auftreten. Diese Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch

ohne Warnsymptome auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, verschreibt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin

Ihnen die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen Therapiedauer.

Auch der gleichzeitige Genuss von alkoholischen Getränken kann das Risiko für Nebenwirkungen

im oberen Magen-Darm-Trakt erhöhen.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn anhaltende Durchfälle auftreten, Sie

Magenschmerzen haben oder einen Zusammenhang mit der Einnahme des Arzneimittels vermuten.

Für gewisse Schmerzmittel, die sogenannten COX-2-Hemmer wurde unter hohen Dosierungen

und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall festgestellt. Ob

dieses erhöhte Risiko auch für Mefenaminsäure Sandoz zutrifft ist noch nicht bekannt. Falls Sie

bereits einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Venenthrombose hatten, oder falls Sie

Risikofaktoren haben (wie hoher Blutdruck, Diabetes (Zuckerkrankheit), hohe Blutfettwerte,

Rauchen), wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin entscheiden, ob Sie Mefenaminsäure Sandoz trotzdem

anwenden können. Informieren Sie in jedem Fall Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darüber.

Die Anwendung von Mefenaminsäure Sandoz kann die Funktion Ihrer Nieren beeinträchtigen, was

zu einer Erhöhung des Blutdrucks und/oder zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie herzkrank oder nierenkrank sind, falls Sie

Arzneimittel gegen Bluthochdruck (z.B. harntreibende Mittel, ACE-Hemmer) einnehmen oder bei

einem erhöhten Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes Schwitzen.

Wegen möglicher Nebenwirkungen wie Benommenheit, Müdigkeit, Schwindel oder Sehstörungen

kann dieses Arzneimittel die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu

bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Andere NSAR, wie sie gegen Schmerzen oder Rheuma eingesetzt werden, sollten nicht gleichzeitig

mit Mefenaminsäure Sandoz angewendet werden, da sie das Risiko für das Auftreten von

Nebenwirkungen erhöhen. Dies gilt auch für die gleichzeitige Einnahme von cortisonhaltigen

Medikamenten zur Entzündungshemmung, von gerinnungshemmenden Arzneimitteln

(Blutverdünner, sog. Antikoagulantien) oder von Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern, z.B. gegen

Depressionen. Sie sollten daher Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über die gleichzeitige Anwendung

solcher Arzneimittel in Kenntnis setzen. Ebenso, wenn Sie an Asthma, Magen/Darm-, Leber-,

Herz/Kreislauf- oder Nierenerkrankungen, an einer Störung der Blutgerinnung oder erhöhtem

Blutzuckerspiegel leiden oder gelitten haben und entsprechende Arzneimittel einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Mefenaminsäure Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet

werden?

Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Mefenaminsäure nur nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin anwenden. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf

Mefenaminsäure Sandoz nicht angewendet werden.

Mefenaminsäure Sandoz sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Informieren Sie in jedem Fall Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, falls Sie schwanger sind oder wenn Sie

stillen.

Wie verwenden Sie Mefenaminsäure Sandoz?

Halten Sie sich generell an die von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verordnete Dosierung. Die übliche

Dosierung beträgt:

Für Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahre:

Täglich 3 mal 1 Filmtablette bzw. 3 mal 2 Kapseln Mefenaminsäure Sandoz während der

Mahlzeiten. Je nach Bedarf kann diese Dosis vermindert oder erhöht werden, jedoch sollten Sie am

selben Tag nicht mehr als 4 Filmtabletten oder 8 Kapseln einnehmen.

Die übliche Dosierung für Zäpfchen beträgt 3 mal täglich 1 Zäpfchen Mefenaminsäure Sandoz zu

500 mg. Mefenaminsäure Sandoz Zäpfchen sollten Sie nicht mehr als 7 Tage hintereinander

anwenden, da es bei längerer Anwendung zu lokalen Reizerscheinungen kommen kann.

Für Kinder im Alter von 6 Monaten bis 14 Jahren wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosis dem Alter

entsprechend anpassen. Bei Einnahme von Kapseln gibt man im Allgemeinen als Einzeldosis 6.5 mg

pro kg Körpergewicht.

Bei Verwendung von Zäpfchen werden 12 mg pro kg Körpergewicht verabreicht.

Dosierungsschema für Kinder

Körpergewicht (kg) Alter (in Jahren)

Kapseln zu 250 mg

pro Tag

Zäpfchen zu 125 bzw. 500 mg pro Tag

6-10

1 Zäpfchen 125 mg: 2(-3)×

10-15

1 Zäpfchen 125 mg: 3×

15-22

1 Zäpfchen 125 mg: 4×

22-32

1 Zäpfchen 500 mg: 1(-2)×

32-47

9-12

1 Kapsel: 2(-3)×

1 Zäpfchen 500 mg: 2×

47-57

12-14

1 Kapsel: 3×

1 Zäpfchen 500 mg: 3×

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Mefenaminsäure Sandoz haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Mefenaminsäure Sandoz

auftreten:

Häufig werden Durchfälle Magenschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen und gelegentlich

Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung, andere Magen-Darm-Beschwerden,

Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut (Ausschlag/Juckreiz), Nesselsucht und Schwitzen

beobachtet.

Selten treten Schwellungen der Haut, im Gesicht und der Zunge, Kopfschmerzen, Schwindel,

Müdigkeit, Benommenheit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Depressionen, Schüttelkrämpfe,

Herzklopfen, Schwellung der Knöchel, Füsse und Beine (Anzeichen von Herzschwäche), tiefer bzw.

hoher Blutdruck, Atembeschwerden, Veränderungen des Zuckerstoffwechsels bei Diabetikern,

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Ohrenschmerzen, Ohrensausen (Tinnitus), Augenreizungen,

vorübergehender Verlust des Farbsehens oder andere Sehstörungen auf.

Sehr selten wurden schwerwiegende allergische Reaktionen und Hautallergien mit Blasenbildung

beobachtet. Wenn Sie erste Anzeichen von allergischen Nebenwirkungen wie Atembeschwerden

oder Hautausschläge bemerken, sollten Sie Mefenaminsäure Sandoz absetzen und Ihren Arzt/Ihre

Ärztin aufsuchen.

In seltenen bis sehr seltenen Fällen wurden Leber- (z.B. Gelbsucht) bzw. Nierenfunktionsstörungen

sowie Blutbildveränderungen beobachtet. Wenn Sie Mefenaminsäure Sandoz über längere Zeit

einnehmen müssen, ist es daher wichtig, dass Sie die vom Arzt bzw. der Ärztin verordneten

Kontrolluntersuchungen regelmässig einhalten.

Sollten während der Behandlung Halsschmerzen (Angina), hohes Fieber und eventuell auch eine

Anschwellung der Lymphknoten in der Halsregion auftreten (ein sehr selten zu beobachtendes

Krankheitsbild) sowie bei Schmerzen im Oberbauch und/oder Schwarzfärbung des Stuhls, ist das

Arzneimittel abzusetzen und sofort der Arzt bzw. die Ärztin aufzusuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Mefenaminsäure Sandoz enthalten?

Wirkstoff: Mefenaminsäure.

1 Kapsel enthält: 250 mg Mefenaminsäure sowie Hilfsstoffe.

1 Filmtablette enthält: 500 mg Mefenaminsäure sowie Hilfsstoffe.

1 Zäpfchen enthält: 125 mg bzw. 500 mg Mefenaminsäure sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

55388, 55389, 55390 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Mefenaminsäure Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Kapseln: Packungen mit 10, 30 und 100 Kapseln.

Filmtabletten: Packungen zu 10, 30 und 100 teilbaren Filmtabletten.

Zäpfchen: Packungen zu je 10 Zäpfchen.

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.