Maniprex

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Maniprex Filmtablette 500 mg
  • Dosierung:
  • 500 mg
  • Darreichungsform:
  • Filmtablette
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Maniprex Filmtablette 500 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • psycholeptica, Antipsychotika

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE148373
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

Module 1.3.1.3 – BE – DE

GEBRAUCHSINFORMATION : INFORMATION FÜR ANWENDER

Kela Pharma nv

Industriepark West 68

B-9100 Sint-Niklaas

Maniprex 250 mg überzogene Tabletten

Maniprex 500 mg Filmtabletten

Seite 1 von 8

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Maniprex 250 mg überzogene Tabletten

Maniprex 500 mg Filmtabletten

Lithiumcarbonat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1. Was ist Maniprex und wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Maniprex beachten?

3. Wie ist Maniprex anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Maniprex aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. WAS IST MANIPREX UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Maniprex 250 mg überzogene Tabletten sind überzogene Tabletten die 250 mg Lithiumcarbonat

enthalten.

Maniprex 500 mg Filmtabletten sind Filmtabletten die 500 mg Lithiumcarbonat enthalten.

Maniprex ist ein Lithiumpräparat dass Ihnen vom Arzt verschrieben wird für die Behandlung

emotionaler Probleme (zum Beispiel Niedergedrücktheits- oder Aufregungsanfälle) wie:

akute und präventive Behandlung wiederkehrender Perioden übertriebener Lebhaftigkeit

abgewechselt mit Perioden ernsthafter Niedergeschlagenheit (manische Depressivität, bipolare

Störung)

präventive Behandlung depressiver Episoden im Rahmen wiederkehrender Depressivität.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON MANIPREX BEACHTEN?

Maniprex darf nicht angewendet werden

Wenn Sie allergisch gegen Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Wenn Ihre Nieren nicht gut funktionieren.

Falls ernsthafter Herz- und Gefässkrankheiten.

Wenn Sie eine Gehirnverletzung haben.

Falls eine Affektion der Nebennieren (Addison Krankheit) und andere Affektionen verbunden mit

ernsthaften Störungen der Salz- und Wasserhaushalt (Elektrolytenhaushalt).

Wenn die Schilddrüse nicht genügend funktioniert. Dies muss behoben werden bevor mit der

Einnahme von Maniprex anzufangen.

Halten Sie eine salzfreie Diät oder eine Schlankheitsdiät ein, so sollen Sie Ihren Arzt hierüber

verständigen. Hierdurch ist es möglich, daß eine größere Menge des Lithiumpräparats in Ihrem

Körper zurückbleibt.

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Maniprex 250 mg überzogene Tabletten

Maniprex 500 mg Filmtabletten

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Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Maniprex anwenden.

Bevor Sie mit der Einnahme von Maniprex anfangen, untersucht Ihr Arzt genau Ihren

Gesundheitszustand.

Verständigen Sie Ihren Arzt wenn Sie während der Behandlung ernstlich krank werden, z.B. eine

Infektionskrankheit mit Fieber und Erbrechen oder Durchfall wie eine schwere Grippe,

Harnweginfektionen oder Magen- und Darmentzündungen.

-

Jeder Faktor oder jede Situation (z.B. eine Änderung der Nahrung, Salzeinnahme, salzarme Diät,

Dehydratation, Erbrechen, Infektionen, Einnahme von Natriuretika, usw.) die eine Abnahme der

Körperflüssigkeit oder eine Zerstörung der Körpersalze (Elektrolyte) anregt soll Ihrem Arzt

gemeldet werden.

-

Nierentumoren: Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung, die Lithium über mehr als 10

Jahre bekommen haben, kann ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung gutartiger oder bösartiger

Nierentumoren bestehen (Mikrozysten, Onkozytom oder Sammelrohrkarzinom).

Kinder

Nicht anwenden bei Kindern.

Anwendung von Maniprex zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Das Gebrauch von Lithium mit bestimmten anderen Arzneimitteln kann eine Erhöhung des

Lithiumspiegels im Blut verursachen. Bei einem zu hohen Spiegel kann es zur Lithiumintoxikation

kommen.

Für die Symptome sehe Abschnitt 3.2 „Wenn Sie eine größere Menge von Maniprex eingenommen

haben, als Sie sollten“.

Bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck oder Hypertension (ACE Inhibitoren wie Enalapril,

Captopril, Lisinipril, Quinapril und Perindopril): die Wirkung von Lithiumcarbonat kann verstärkt

werden wegen einer geänderten Wirkung der Nieren.

Arzneimittel gegen Epilepsie (Antiepileptika wie Carbamazepine, Topiramat, Phenytoin,

Phenobarbital): die Wirkung von Lithiumcarbonat kann verstärkt werden.

Bestimmte blutdrucksenkende Mittel oder Antihypertensiva (Methyldopa und bestimmte sogenannte

Angiotensine II-Rezeptorantagonisten wie Candesartan, Losartan und Valsartan): die Wirkung von

Lithiumcarbonat kann verstärkt werden.

Bestimmte Arzneimittel gegen Infektion (antibakterielle Arzneimittel wie Metronidazol,

Spectinomycin und Tetracyclin) und andere Mittel wie Kortikosteroids (entzündungshemmende

Hormone) und Metronidazol: die Wirkung von Lithiumcarbonat kann verstärkt werden.

Bestimmte Gruppe von Arzneimittel gegen Bluthochdruck (Calciumantagonisten wie Vérapamil):

bei Kombination mit Lithium kann die Wirkung von Lithiumcarbonat verstärken.

Harntreibende Mittel (Harnproduktion anregende Mittel oder Diuretika wie Hydrochlorthiazid,

Chlortalidon, Spironolakton und Furosemid): diese Mittel können den Lithiumspiegel im Blut

erhöhen. Bei Gebrauch dieser Mittel soll die Lithiumdosierung angepasst werden.

Bestimmte Schmerzmittel (NSAIDs oder nicht-steroidale entzündungshemmende Mittel wie

Indometacin, Phenylbutazon, Ibuprofen, Piroxicam und Diclofenac) können die Wirkung von

Lithiumcarbonat verstärken.

Beim gleichzeitigen Gebrauch bestimmter Arzneimittel gegen Migräne (Triptane) und/oder

Antidepressiva (SSRIs) kann es zum serotonergen Syndrom kommen (eine ernsthafte Affektion die

sich kann äussern in Muskelstarre, starke Bewegungsdrang, hohe Fieber, Transpiration, Speichelfluss

und vermindertes Bewusstsein.

Bestimmte Mittel die gebraucht werden bei Psychosen (ernsthafte psychische Störung) oder

Neuroleptika wie z.B. Haloperidol, Chlorpromazin und Perphenazin): Lithium kann die Wirkung

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Maniprex 250 mg überzogene Tabletten

Maniprex 500 mg Filmtabletten

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dieser Mittel verstärken. Hohe Dosen dieser Mittel können leiten zu Konfusion und

Bewegungsstörungen (selten).

Muskelentspannende Mittel: Lithium kann die Wirkung dieser Mittel verlängern.

Natriumbikarbonat (Mittel gegen Magen- und Darmkrankheiten): die Wirkung von Lithiumcarbonat

kann vermindert werden.

Mittel gegen Asthma (Theophyllin, Aminophyllin) erhöht die Lithiumausscheidung durch die

Nieren, hierdurch kann die Serumkonzentration abnehmen.

Mannitol kann die Lithiumausscheidung durch die Nieren erhöhen mit der Folge einer verminderten

Respons auf die Lithiumtherapie.

Ein wassertreibendes Arzneimittel wie Acetazolamid kann die Lithiumausscheidung beschleunigen.

Natrium enthaltende Mittel erhöhen die Lithiumausscheidung durch die Nieren.

Anwendung von Maniprex zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Wenn Sie eine salzfreie Diät oder eine Schlankheitsdiät einhalten möchten, muß dies im voraus mit

Ihrem Arzt besprochen werden. Bei der Umschaltung nach einer salzarme Diät können

Nebenwirkungen auftreten oder zunehmen indem der Lithiumspiegel im Blut sich ändert.

Alkoholgenuss kann die Wirkung des Arzneimittels stören:

übermäßiger Genuss führt zum Wasser- und Salzverlust was führt zu einem zu hohen

Lithiumspiegel im Blut.

übrigens kann Alkohol einige Nebenwirkungen von Lithium verstärken, sicher auch wenn Sie

noch andere Arzneimittel, wie Neuroleptika (Mittel gegen Psychosen), Antidepressiva oder

angsthemmende Mittel gebrauchen. In diesem Fall ist es vernünftig zurückhaltend zu sein mit

Alkohol.

Bei Einstellung des Koffeinkonsums während der Lithiumeinnahme kann eine Erhöhung des

Lithiumspiegels im Blut auftreten. Die Einnahme hoher Dosen Lithium kann zu

Vergiftungssymptomen führen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Das Gebrauch von Maniprex während der Schwangerschaft ist zu vermeiden, besonders während des

ersten Trimesters der Schwangerschaft.

Eine kleine Menge des Arzneimittels kommt in die Muttermilch und dies könnte für Ihr Kind schädlich

sein. Brustnahrung wird aus diesem Grund strikt abgeraten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Fragen Sie die Meinung Ihres Arztes hierüber. Patienten unter Lithiumtherapie erfahren ihre Leistung

wie zugenommen. Dadurch könnte es sein dass Sie leichter Risiken eingehen im Strassenverkehr.

Wenn Maniprex zusammen mit Alkohol eingenommen wird, können sie gegenseitig die Wirkung

verstärken und Ihr Reaktions- und Konzentrationsvermögen nachteilig beeinflussen.

Maniprex enthält Zucker.

Wenn Ihr Arzt Ihnen gesagt hat dass Sie bestimmte Zucker nicht vertragen, dann konsultieren Sie zuerst

Ihren Arzt bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

3. WIE IST MANIPREX ANZUWENDEN?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen

Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

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Maniprex 250 mg überzogene Tabletten

Maniprex 500 mg Filmtabletten

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Maniprex 250 mg überzogene Tabletten und Maniprex 500 mg Filmtabletten sind Tabletten zum

Einnehmen.

Maniprex muss während längerer Zeit eingenommen werden, manchmal auf unbegrenzte Dauer. Sie

müssen die täglich verschriebene Medikation einnehmen. Sogar wenn ihre Beschwerden abnehmen

dürfen Sie davon nicht abweichen.

Sie müssen sorgfältig die von Ihrem Arzt verschriebene Zahl Tabletten einnehmen. Nehmen Sie

weniger Tabletten ein, als der Arzt Ihnen verschrieben hat, so wird das Arzneimittel nur teilweise

wirken. Nehmen Sie mehr Tabletten ein, als der Arzt Ihnen verschrieben hat, so können sehr

unangenehme Nebenwirkungen entstehen.

Vor allem am Anfang der Behandlung wird Ihr Blut regelmäßig untersucht: Ihr Arzt muss von der in

Ihrem Körper anwesenden Menge des Arzneimittels genau auf der Höhe sein. Hierdurch kann er

äußerst genau bestimmen, wie viel Tabletten Sie täglich einnehmen müssen. Auch während der

Behandlung muss Ihr Blut genau untersucht werden.

Das Arzneimittel wirkt besser, je nachdem Sie es längere Zeit einnehmen.

Es ist sehr gut möglich, daß Sie am Anfang der Behandlung noch immer Niedergedrücktheits- oder

Aufregungsbeschwerden haben.

Ihr Arzt wird Ihnen sagen wie lange Sie Maniprex einnehmen sollen. Sie dürfen auf keinen Fall die

Behandlung vorzeitig einstellen weil Entzugserscheinungen auftreten können. Sogar wenn Sie nicht

mehr das Gefühl haben, noch wirklich krank zu sein, müssen Sie die Tabletten weiter einnehmen,

solange Ihr Arzt dies vorschreibt.

Wenn Sie eine größere Menge von Maniprex angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel Maniprex eingenommen haben, setzen Sie sich umgehend in Verbindung mit Ihrem

Arzt, Ihrem Apotheker oder dem Antigiftzentrum (070/245.245).

Stellen Sie sofort die Einnahme von Maniprex ein.

Sollten Sie mehr Tabletten eingenommen haben als Ihr Arzt verschrieben hat, können gefährliche

Nebenwirkungen auftreten. Manchmal findet dies so langsam statt, daß es nicht unmittelbar auffällt oder

gespürt wird. Deswegen ist es wichtig, daß auch die Leute in der unmittelbaren Umgebung die

Vergiftungserscheinungen kennen, nämlich: Erbrechen, Durchfall, schwierig und undeutlich Sprechen,

Benommenheit, heftig Zittern, Verwirrtheit, Muskelzuckungen, unsicherer Gang.

Wenn Sie die Anwendung von Maniprex vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Maniprex abbrechen

Die Einstellung der Behandlung soll sich, wenn nötig, langsam ereignen um das zurückfallen zu

vermeiden bei plötzlichem Einstellen der Medikation.

Falls die Behandlung plötzlich eingestellt wird können Entzugserscheinungen auftreten. Die Symptome

sind Angst, zittern, Müdigkeit, Brechreiz, transpirieren, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Durchfall,

verschwommene Sicht.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Viele Nebenwirkungen von Lithium sind dosisabhängig und das therapeutische Fenster ist sehr gering

(0,5 – 1,2 mmol pro Liter).

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Maniprex 250 mg überzogene Tabletten

Maniprex 500 mg Filmtabletten

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Die folgende Nebenwirkungen sind wahrgenommen bei Patienten unter Behandlung von Maniprex.

Während der Anfangsperiode wurden folgende leichte Nebenwirkungen wahrgenommen:

Verdauungsstörungen, Mangel an Appetit, Magenbeschwerden, Übelkeit, Durchfall, Symptome von

Muskelaffektion, leichtes Händezittern, Muskelschwäche, Schwindelgefühl, verschwommene Sicht,

manchmal exzessiv transpirieren, Durst, häufig urinieren.

Beim Fortsetzen der Behandlung verschwinden die meisten Nebenwirkungen.

Dauerzittern kann behandelt werden mit kleinen Dosen Propranolol.

Das häufig Urinieren und der Durst können bleibend sein.

Beim längeren Gebrauch bemerkt man manchmal eine Gewichtszunahme, genauso wie ein

Anschwellen des Gesichts und Knöcheln. Langfristig können verminderte Schilddrüsenfunktion

und/oder eine Vergrößerung der Schilddrüse auftreten, selten treten eine erhöhte

Schilddrüsenfunktion auf oder eine leichte Form der Wahrnehmungs- und Gedächtnisstörungen.

Erhöhter Calcium- und Magnesiumspiegel im Blut und erhöhte Schilddrüsenfunktion sind gemeldet.

Juckreiz, verschlimmern von Akne oder Psoriasis kann auftreten.

Eine Vermehrung an weisse Blutzellen kommt relativ häufig vor.

Änderungen der Nierenfunktion wurden wahrgenommen.

Gruppierung nach Ernst und pro Organ:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Eine Vermehrung an weisse Blutzellen (Leukozytose).

Ernsthafte Blutabweichung gekennzeichnet durch plötzliche hohe Fieber, heftige Halsschmerzen

und kleine Geschwüre im Mund wegen Mangel an weißen Blutkörperchen (Agranulozytose).

Endokrine Erkrankungen (gestörte Wirkung der Hormonabsonderung im Körper)

Verminderte Schilddrüsenfunktion (Hypothyreose), mit eventueller Struma (eine Vergrößerung der

Schilddrüse, Kropf).

Vermehrung von Calcium (Hypercalcämie) und Parathormon im Blut (Hyperparathyreose wodurch

in der Nieren die Phosphatausscheidung und den Calciumspiegel im Blut angeregt wird).

Schwellung der Lippen und des Augenlider (Myxödem).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gewichtszunahme.

Mangel an Appetit während der Anfangsperiode.

Durst.

Erkrankungen des Nervensystems

Toxizität für das Nervensystem ist schon lange anerkannt wie eine mögliche Nebenwirkung von

Lithium. Diese Affektionen können leicht sein und abnehmen durch eine Dosissenkung oder falls sie

ernsthaft sind soll man sofort die Einnahme von Lithium einstellen.

Händezittern, plötzliche kurze Muskelzuckungen in den Armen oder Beinen (oft nachts).

Verringerte Konzentration und Gedächtnisstörungen (besonders bei Ältern).

Fremde Bewegungen wie unregelmässige Augenbewegungen, eine fremde Haltung wie einen

gedrehten Nacken.

Zittern und Muskelstarre.

Bewegungsstörungen.

Affektion des Kleinhirns mit Symptomen wie erschlaffte Muskel, Beschwerden um eine bestimmte

Haltung anzunehmen (z.B. nicht gut gerade stehen können), unsicheren Gang, Schwierigkeiten beim

Sprechen.

Schwindel, Gleichgewichtsstörungen (Vertigo) und Kopfschmerzen.

Herzerkrankungen

Verlangsamte Herzfunktion (Sinus-Bradycardie).

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Maniprex 250 mg überzogene Tabletten

Maniprex 500 mg Filmtabletten

Seite 6 von 8

Störung der normalen Herzschlagfolge wodurch Herzrhythmusstörungen auftreten (Aurikulo-

ventrikulär Block, ventrikuläre Arrythmie) und Veränderungen im Elektrokardiogramm (Abflachung

der T-Welle) wurden auch gemeldet.

Sehr selten Herzmuskelentzündung bei Lithiumtherapie.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (besonders am Anfang der Behandlung)

Verdauungsstörungen.

Mangel an Appetit.

Magenbeschwerden.

Übelkeit.

Durchfall.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Psoriasis (wiederkehrende Hauterkrankung mit schuppigem trockenem Hautausschlag) kann

manchmal führen zur Einstellung der Medikation.

Haarausfall (Alopecia): meistens ist Haarausfall eine Folge einer verminderten

Schilddrüsenfunktion verursacht durch Lithium (die Schilddrüsenfunktion soll dann kontrolliert

werden).

Erhöhte Absonderung von Hauttalg, verschlimmern von Akne (Jugendpusteln), Juckreiz und

ausgiebige Transpiration können auftreten.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Langfristiger Gebrauch kann Nierenbeschädigung verursachen.

Häufig urinieren, erhöhtes Gefühl von Durst, Affektion der Nieren mit Durst und eine starke

Vermehrung der Menge Urin durch verringertes Vermögen zur Urinkonzentration (Diabetes

insipidus).

Häufigkeit nicht bekannt: Gutartige/bösartige Nierentumoren (Mikrozysten, Onkozytom oder

Sammelrohrkarzinom) (bei Langzeitbehandlung).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch

direkt anzeigen über:

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz

EUROSTATION II

Victor Hortaplein, 40/ 40

B-1060 BRUSSEL

Website: www.fagg-afmps.be

E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. WIE IST MANIPREX AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Bei Zimmertemperatur lagern (15-25°C) in der Originalverpackung.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Packung nach „EXP.:“ angegebenen Verfalldatum nicht

mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

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Maniprex 250 mg überzogene Tabletten

Maniprex 500 mg Filmtabletten

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Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das

Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere INFORMATIONEN

Was Maniprex enthält

Maniprex 250 mg überzogene Tabletten

Der Wirkstoff ist Lithiumcarbonat 250 mg.

Die sonstige Bestandteile sind:

Kern: Reisstärke - Zucker - Natrium-Carboxymethylzellulose - Magnesiumstearat.

Umhüllung: Cellacefat - Diethylphthalat - Talk - Calciumcarbonat - Gummiarabikum - Gelatine -

Zucker - Erythrosin (E127) - Carnaubawachs - weisse Wachs.

Maniprex 500 mg Filmtabletten

Der Wirkstoff ist Lithiumcarbonat 500 mg.

Die sonstige Bestandteile sind:

Kern: Zucker - Kartoffelstärke - Polyvidon K29/32 - Natrium-Carboxymethylzellulose -

Magnesiumstearat.

Umhüllung: Talk - Titandioxid (E171) - Macrogol 6000 - Methacrylatester-Copolymer (Eudragit

E100) - Magnesiumstearat.

Wie Maniprex aussieht und Inhalt der Packung

Maniprex 250 mg überzogene Tabletten:

Maniprex 250 mg überzogene Tabletten sind rosa, konvexe und runde überzogene Tabletten. Der

Kern hat einen Diameter von 9 Millimetern und hat eine weisse Farbe.

Maniprex 250 mg überzogene Tabletten sind verpackt in einer Schachtel mit 100 überzogenen

Tabletten in einer Blisterpackung.

Maniprex 500 mg Filmtabletten:

Maniprex 500 mg Filmtabletten sind weisse, konvexe und runde Filmtabletten mit Kreuzlinie auf

einer Seite, teilbar in 2 oder 4. Der Kern hat einen Diameter von 12,2 Millimetern und hat eine

weisse Farbe.

Maniprex 500 mg Filmtabletten sind verpackt in einer Schachtel mit 50 Filmtabletten in einer

Blisterpackung.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Kela Pharma nv

Industriepark West 68

B-9100 Sint-Niklaas

Hersteller

Laboratoria Wolfs NV

Westpoort 50

B-2070 Zwijndrecht

Zulassungsnummer

Maniprex 250 mg überzogene Tabletten: BE014515.

Maniprex 500 mg Filmtabletten: BE148373.

Art der Abgabe

Verschreibungspflichtig.

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Maniprex 250 mg überzogene Tabletten

Maniprex 500 mg Filmtabletten

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Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 04/2017.