Magneclo Sterop

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Magneclo Sterop Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 30 mEq-10 ml
  • Dosierung:
  • 30 mEq-10 ml
  • Darreichungsform:
  • Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Magneclo Sterop Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 30 mEq-10 ml
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Einnahme von magnesium

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE259962
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

Beipackzettel

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

MAGNECLO STEROP 10mEq/10ml

Injektionslösung

MAGNECLO STEROP 30mEq/10ml

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Magnesiumchlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwir-

kungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie

bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist MAGNECLO STEROP und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von MAGNECLO STEROP beachten?

Wie ist MAGNECLO STEROP anzuwenden ?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist MAGNECLO STEROP aufzubewahren?

Weitere Informationen

1. WAS IST MAGNECLO STEROP UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Arzneimittelgruppe : Lösung zur Magnesiumzufuhr.

Therapeutisch Indikation :

Behandlung von Magnesiummangel und insbesondere der dadurch verursachten Krämpfe.

Behandlung von Torsades de Pointes und anderer Herzrhythmusstörungen.

Behandlung von Anfällen und Anfallszeichen im Rahmen einer Schwangerschaft (Eklampsie

und Präeklampsie).

2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON MAGNECLO STEROP BEACH-

TEN ?

MAGNECLO STEROP darf nicht angewendet werden,

Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Magnesiumchlorid.

Im Falle Magnesiumüberschuss im Blut.

Im Falle lebensgefährliche Einschränkungen der Nierenfunktion.

Im Falle Störungen der Erregungsleitung am Herzen (Adams-Stokes-Krankheit, Lenègre-

Krankheit).

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Beipackzettel

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von MAGNECLO STEROP ist erforderlich,

Da die MAGNECLO STEROP 30mEq/10ml - Lösungen hypertonisch sind, dürfen sie nicht un-

verdünnt verabreicht werden; sie sind zuvor z.B. in einer 5%igen Glukose- oder einer 0,9%igen

Kochsalzlösung zu verdünnen (siehe Kapitel 3. „WIE IST MAGNECLO STEROP ANZU-

WENDEN“). Dagegen ist die MAGNECLO STEROP 10mEq/10ml - Lösung isotonisch und

kann demzufolge unter strenger Überwachung des arteriellen Drucks direkt injiziert werden.

Bei Kindern darf Magnesiumchlorid nur im Krankenhaus unter strenger Beobachtung injiziert

werden.

Bei Kindern mit Verdauungsbeschwerden im Zusammenhang mit Parasitenbefall ist

Magnesiumchlorid nur unter Vorsicht anzuwenden.

Um einer möglicherweise tödlichen Hypermagnesiämie vorzubeugen, dürfen pro Minute nicht

mehr als 0,6 Millimol Magnesium-Kationen verabreicht werden, was beim Erwachsenen

124 mg Magnesiumchlorid pro Minute entspricht.

Eine weitere Verabreichung darf erst nach einer Kontrolle des Magnesiumspiegels im Blut

(=Magnesiämie) erfolgen. Nach der Normalisierung des Magnesiumspiegels ist die Verabrei-

chung einzustellen.

Bei einer intravenösen Verabreichung von Magnesiumchlorid muss stets auch ein intravenöses

Kalziumpräparat zur unmittelbaren Verfügung stehen.

Im Fall einer Überdosierung muss bis zur IV-Verabreichung der Kalziumsalz-Zubereitung auf

eine Beatmungshilfe zurückgegriffen werden.

Bei wiederholter Verabreichung muss vor jeder Gabe der Patellarsehnenreflex überprüft

werden. Dieser Reflex ist ein sehr hilfreicher klinischer Indikator; sein Fehlen deutet auf eine

Magnesiumintoxikation hin.

Des weiteren sind Vorkehrungen zur Vermeidung einer Hypokalzämie und Hypophosphatämie

zu treffen.

Da es bei der Behandlung zu einer Atemdepression kommen kann, ist die Überwachung der

Atmung indiziert. Vor jeder Verabreichung muss die Atemfrequenz mindestens 16 Atemzüge

pro Minute betragen.

Bei leichter bis moderater Niereninsuffizienz ist die Dosierung herabzusetzen und die

Nierenfunktion sowie die Magnesiämie zu überwachen.

Um eine angemessene Ausscheidung von Magnesium zu gewährleisten, muss die Diurese in den

4 Stunden vor der Verabreichung mindestens 100 ml betragen.

Bei Patienten, die mit Digitalispräparaten behandelt werden, sowie bei Patienten mit

Herzrhythmusstörungen oder anderen Störungen der Herzfunktion darf Magnesiumchlorid nur

mit Vorsicht und unter strenger Beobachtung verabreicht werden.

Nur trübungsfreie Lösungen verwenden.

Im Fall einer zu raschen oder länger andauernden Infusion besteht im Allgemeinen das Risiko

einer Reizung, einer Nekrose (= Zerstörung von Zellen oder Gewebe) oder einer

Thrombophlebitis

(=Venenentzündung)

Einstichstelle.

Risiko

einer

Thrombophlebitis zu verringern, wird empfohlen, die Einstichstelle alle 24 Stunden zu

wechseln.

Bei der Gabe beträchtlicher Mengen muss das Ionengleichgewicht regelmäßig überwacht wer-

den (d.h. das Gleichgewicht der verschiedenen Mineralstoffe im Blut). Vor allem bei Patienten

mit Nieren- oder Herzinsuffizienz sind Kreislaufüberbelastungen strikt zu vermeiden.

MAGNECLO STEROP enthält kein mikrobenhemmendes Konservierungsmittel. Demzufolge

besteht nach dem Öffnen der Ampulle das Risiko einer Kontamination mit Mikroorganismen.

MAGNECLO STEROP und jegliche dieses Produkt enthaltende Spritzen dürfen nur einmal und

nur an einer Person verwendet werden.

Beim Vermischen dieser Substanz mit anderen injizierbaren Mitteln muss aseptisch gearbeitet

werden.

Die Infusionslösung ist aseptisch vorzubereiten. Alle nicht verwendeten Produktreste sind

unverzüglich zu entsorgen. Die Medikamentenlösung sowie das Infusionsmaterial müssen für

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Beipackzettel

die gesamte Dauer der Infusion, die 24 Stunden nicht überschreiten darf, aseptisch gehalten

werden.

Nach dem Abschluss der Infusion sind alle Lösungsreste sowie das gesamte Infusionsmaterial

gemäß den geltenden Vorschriften zu entsorgen.

Bei Anwendung von MAGNECLO STEROP mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor

kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel han-

delt.

Vor jedem Mischen ist die Verträglichkeit der Medikamente untereinander zu prüfen. Dabei ist auf

Präzipitate und/oder Farbveränderungen zu achten.

Ferner ist die Packungsbeilage der zuzugebenden Medikamente zu lesen.

Unverträglichkeiten von Magnesiumchloridlösungen bestehen insbesondere mit folgenden Medika-

menten:

Natrium-Jodid-Lösungen,

Phosphatlösungen.

Eine gleichzeitige Verabreichung von Magnesiumchlorid und Aminoglykosiden kann zu einer

neuromuskulären Schwächung und sogar Lähmung führen. Bei gleichzeitiger Verabreichung

muss die Atemfunktion überwacht werden; im Fall einer neuromuskulären Blockade muss die

Verabreichung von Aminoglykosiden ausgesetzt und auf ein anderes Antibiotikum gewechselt

werden. Es ist zu beachten, dass diese Wechselwirkung bei Neugeborenen von Müttern mit

Anzeichen von Anfallsleiden (Präeklampsie) häufiger aufzutreten scheint.

Magnesiumsalze können den neuromuskulären Blockadeeffekt von Cisatracurium verstärken.

Bei einer gleichzeitigen Verabreichung ist somit eine Dosisanpassung erforderlich. Diese

Wechselwirkung wurde auch bei anderen blockierenden Wirkstoffen wie Tubocurarin,

Suxamethonium etc. berichtet.

Eine Exazerbation des Hypotonieeffekts und des neuromuskulären Blockiereffekts von

Nifedipin wurde bei einer gleichzeitigen Verabreichung von Magnesium berichtet. Obwohl dies

nicht bei anderen Dihydropyridinen der Fall war, sind ähnliche Wechselwirkungen zu erwarten.

Bei der Infusion einer Magnesiumsalzlösung bei einer Patientin mit Präeklampsie, die zuvor

bereits mit Labetolol gegen Bluthochdruck behandelt wurde, wurde eine starke Bradykardie

beobachtet.

Eine gleichzeitige IV-Verabreichung von Magnesiumchlorid und Ritodrin wurde mit einem

erheblichen Anstieg der kardiovaskulären Toxizität in Verbindung gebracht, die höher liegt als

bei der Verabreichung von Ritodrin allein. Am häufigsten kommt es dabei zu Thoraxschmerzen

in Verbindung mit Veränderungen des EKG, die auf eine Sauerstoffminderversorgung des

Herzens hinweisen. Diese unerwünschten Nebenwirkungen können nach sechs oder mehr

Stunden nach Beginn der Behandlung mit Magnesiumchlorid auftreten.

Aufgrund der Steigerung der kardiovaskulären Toxizität sowie angesichts des mangelnden

erkennbaren Nutzens dieser Kombination ist von ihr abzuraten.

Eine gleichzeitige intravenöse Verabreichung von Kalziumsalzen kann die Wirkung des

parenteral

verabreichten

Magnesiumchlorids

aufheben.

Kalziumglukonat

Kalziumglukoheptonat

werden

insbesondere

gegen

toxischen

Wirkungen

Hypermagnesiämie eingesetzt.

Bei Patienten, die mit Digitalispräparaten behandelt werden, darf Magnesiumchlorid nur sehr

vorsichtig angewandt werden; dies gilt insbesondere bei einer gleichzeitigen IV-Verabreichung

von Kalziumsalzen, da Veränderungen der Erregungsleitung am Herzen sowie Herzstillstand

eintreten können.

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Beipackzettel

Die Wirkung von Muskelrelaxanzien (Baclofen, Chlormezanon, Dantrolen, Mephenesin) wird

durch Magnesiumchlorid verstärkt.

Die gleichzeitige Verabreichung von Magnesiumchlorid und Medikamenten, die das zentrale

Nervensystem deprimieren, kann zu einer Verstärkung der Depressionswirkung führen.

Eine Kombination von Magnesiumchlorid mit hohen Dosen von Barbituraten, Opioiden und

Hypnotika ist aufgrund des Risikos einer Atemdepression zu vermeiden.

Die gleichzeitige Verabreichung von Magnesiumchlorid und Quinidin kann zu Erhöhung der

Quinidinkonzentration im Plasma und zur Überdosierung führen (verminderte Ausscheidung

von Quinidin über die Nieren aufgrund einer Alkalisierung des Urins).

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wird Schwangeren Magnesiumchlorid zur Behandlung von Anfällen und Anfallszeichen

(=Eklampsie und Präeklampsie) parenteral verabreicht, überwindet es leicht die Plazentaschranke

und bildet fetale Serumwerte, die mit denen der Mutter vergleichbar sind.

Die Wirkungen auf das Neugeborene gleichen den Wirkungen bei der Mutter und umfassen u.a.:

Reduzierter Muskeltonus, Somnolenz und Atemdepression.

Zusätzlich zur intravenösen Verabreichung von Kalzium kann die Betreuung eines Neugeborenen

mit Anzeichen für Hypermagnesiämie Wiederbelebungs- und atmungsunterstützende Maßnahmen

erfordern.

Eine längere Verabreichung von Magnesium im zweiten Schwangerschaftsdrittel kann beim Neuge-

borenen zu Rachitis führen.

Da Magnesium nach einer parenteralen Verabreichung von Magnesiumchlorid in die Muttermilch

gelangt, darf es bei stillenden Müttern nur mit Vorsicht angewandt werden. Wird die Verabreichung

abgesetzt, bleibt die Magnesiumkonzentration in der Muttermilch für 24 Stunden erhöht. Danach ist

die Magnesiummenge, die der Säugling aufnehmen kann, wahrscheinlich zu gering, um klinisch si-

gnifikante Wirkungen zu zeitigen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die Verabreichung von Magnesiumchlorid kann zu Nebenwirkungen führen, die vor allem das ZNS

und die Augen betreffen. Dadurch kann die Fähigkeit der Bedienung von Fahrzeugen und

Maschinen beeinträchtigt werden.

3. WIE IST MAGNECLO STEROP ANZUWENDEN

Injektionslösung oder Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Bei normaler Nierenfunktion:

Schwerer Magnesiummangel

Erwachsene: Langsame intravenöse Infusion über 3 Stunden mit einer 20%igen oder dünneren Lö-

sung: 4,1 g MgCl2.6H

O oder 40 mEq oder 20 mmol Mg

in einem Liter Glukose 5%

oder NaCl 0,9%.

Neugeborene: 20 bis 41 mg MgCl2.6H

O pro Kilogramm Körpergewicht pro Dosis (0,2 bis

0,4 mEq Mg

/kg/Dosis) alle 8 bis 12 Stunden.

Kinder: 81 bis 163 mg MgCl2.6H

O pro Kilogramm Körpergewicht pro Dosis (oder 0,8 bis

1,6 mEq Mg

/kg/Dosis) 4 Mal täglich.

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Parenterale Ernährung

Erwachsene: bei intravenös Anwendung 0,81 bis 2,4 g MgCl2.6H

O oder 8 bis 24 mEq Mg

oder 4

bis 12 mmol/Tag mit einer 20%igen Lösung in Glukose- oder Salzlösung.

Krampfanfälle während der Schwangerschaft

Langsame intravenöse Injektion mit einer 10% oder 20%igen Lösung: 3,3 bis 4,1 g MgCl2.6H

oder 32 bis 40 mEq Mg

oder 16 bis 20 mmol in 250 ml Glukose 5% oder in Kochsalzlösung; die

Injektion erfolgt alle 20 bis 30 Minuten. Danach kann zu Infusionen von 0,81 g MgCl2.6H

O bzw.

8 mEq oder 4 mmol Mg

pro Stunde übergegangen werden.

Alternativ: intramuskuläre Injektion von bis zu 8,1 g MgCl2.6H

O bzw. 80 mEq oder 40 mmol

in Form einer 50%igen Lösung.

Die schmerzhafte intramuskuläre Verabreichung wird nur eingesetzt, wenn der Zugang über die Ve-

nen nicht möglich ist, oder zusätzlich zur IV-Verabreichung bei schwerer Eklampsie.

Torsades de Pointes

Langsame intravenöse Injektion: 0,81 bis 1,63 g MgCl2.6H

O bzw. 8 bis 16 mEq oder 4 bis 8 mmol

in 50 bis 100 ml 5%iger Glukoselösung.

Hinweise:

Die ersten intravenöse Anwendungen sollten vorzugsweise im Krankenhaus erfolgen.

Bei chronischem und moderatem Mangel ist die orale Zufuhr ausreichend. Ist eine dringli-

che Zufuhr durch eine Magnesiuminjektion gesichert, muss die Behandlung durch orale Ver-

abreichung fortgesetzt werden.

Die Behandlung von Krampfanfällen während der Schwangerschaft (=Eklampsie) mit

MAGNECLO STEROP muss im Krankenhaus erfolgen.

Für die IV-Injektion wird eine Lösung mit einer Konzentration von höchstens 20%

verwendet. Bei einer Dauerinfusion dürfen 124 mg/Minute nur im Fall einer schweren

Eklampsie überschritten werden.

In jedem Fall ist eine regelmäßige Kontrolle der Magnesiumkonzentration im Plasma

erforderlich.

Bei Niereninsuffizienz:

Da Magnesium ausschließlich über die Nieren ausgeschieden wird, muss es bei Patienten mit Nie-

reninsuffizienz mit äußerster Vorsicht verwendet werden.

In diesem Fall müssen die Dosierung reduziert und sowohl Nierenfunktion als auch Magnesiämie

engmaschig überwacht werden.

Um eine angemessene Ausscheidung von Magnesium zu gewährleisten, muss die Diurese mindes-

tens 100 ml alle 4 Stunden betragen.

Wenden Sie MAGNECLO STEROP immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie

bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Wenn Sie eine größere Menge von MAGNECLO STEROP angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie sich zu viel MAGNECLO STEROP verabreicht haben, wenden Sie sich umgehend an Ih-

ren Arzt, Ihren Apotheker oder die Giftzentrale (Giftnotruf: 070/245.245).

Bei der Verabreichung hoher Magnesiumdosen kann es insbesondere bei Patienten mit

Niereninsuffizienz zu einer Hypermagnesiämie kommen.

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Beipackzettel

Anzeichen:

Der Kniesehnenreflex ein sehr nützlicher Hinweis bei der Überwachung des Magnesiumhaushalts;

ein verminderter oder fehlender Reflex deutet auf eine Magnesiumintoxikation hin.

Zu den weiteren Anzeichen einer Hypermagnesiämie gehören Hitzegefühl, Hypotension, Somno-

lenz, Sprachstörungen, Übelkeit und Erbrechen, Schwäche und sogar Muskellähmungen mit Atem-

beschwerden, Sehstörungen (u.a. Diplopie), Niereninsuffizienz und, im schlimmsten Fall, Koma so-

wie Atem- und Herzstillstand.

Information für den Mediziner

Behandlung:

Die Behandlung der Hypermagnesiämie muss in einer Fachklinik unter Überwachung der

Vitalwerte erfolgen. Häufig ist eine künstliche Beatmung erforderlich.

Diese Behandlung umfasst:

Rehydratation, forcierte Diurese

: Bei normaler Nierenfunktion zielt die Behandlung auf eine be-

schleunigte Ausscheidung über die Nieren ab (Rehydratation zur verstärkten oder forcierten Di-

urese).

Intravenöse Injektion von Kalziumglukonat

: Die kardiovaskulären oder neuromuskulären Wir-

kungen der Hypermagnesiämie klingen durch die langsame IV-Verabreichung von 10 bis 20 ml

Kalziumglukonatlösung mit einer Konzentration von 10% rasch ab. Die Applikation muss unter

EKG-Überwachung stattfinden.

Hämodialyse oder Peritonealdialyse

: Bei Niereninsuffizienz oder schwerer Hypermagnesiämie

kann eine Hämolyse oder Peritonealdialyse unvermeidbar sein.

Wenn Sie die Anwendung von MAGNECLO STEROP vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann MAGNECLO STEROP Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei je-

dem auftreten müssen.

Die mit einer parenteralen Verabreichung von Magnesiumchlorid einhergehenden Nebenwirkungen

rühren von einer Magnesiumvergiftung her, die bereits bei einem Gehalt von 4 mEq/l im Serum

auftreten kann.

Zu den Nebenwirkungen gehören u.a.:

Nebenwirkungen

Blut:

Verlängerte

Blutungszeit

Hemmung

Thrombozytenaggregation;

Nebenwirkungen auf Herz und Gefäße: Gefäßerweiterungen, vasomotorische Störungen

(=können

Veränderungen

Gefäßdurchmessers

führen),

EKG-Veränderungen,

Verlangsamung des Herzschlags, niedriger Blutdruck, Kreislauf- oder Herzschwäche,

Herzstillstand

Nebenwirkungen

zentrale

Nervensystem:

Verringerte

Freisetzung

Neurotransmittern und daraus folgend: neuromuskuläre Blockaden, schwere Beeinträchtigung

der Reflexe, schlaffe Lähmung, Verwirrtheit und Depression des zentralen Nervensystems

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Beipackzettel

Nebenwirkungen

Hormonhaushalt

Stoffwechsel:

Schwitzen,

Abfall

Körpertemperatur,

Verringerung

Kalzium-

Phosphatkonzentration

Blut,

Kaliumüberschuss und Eindickung des Blutes

Gastrointestinale

Nebenwirkungen:

Übelkeit

Erbrechen

Vorzeichen

Hypermagnesiämie, paralytischer Darmverschluss

Der paralytische Darmverschluss ist eine Komplikation, die vereinzelt eintritt, wenn Magnesi-

umchlorid als wehenhemmende Substanz verwendet wird. Es wurde ebenfalls über Darmver-

schlüsse bei Neugeborenen nach Verabreichung von Magnesiumchlorid zur Wehenhemmung

berichtet.

Nebenwirkungen auf die Niere: Niereninsuffizienz

Die Hypermagnesiämie kann die Entwicklung von Nierenfunktionsstörungen bei Patienten ohne

frühere Nierenbeschwerden begünstigen. Darüber hinaus sind Patienten mit bereits existenten

Nierenstörungen für die Ausbildung einer Hypermagnesiämie aufgrund einer verminderten

Ausscheidung über die Nieren prädisponiert.

Nebenwirkungen

Augen:

Sehstörungen,

Lichtempfindlichkeit,

Doppeltsehen,

Beeinträchtigung der Sehkraft und rhythmisches Augenzucken

Nebenwirkungen auf die Atmung: Kurzatmigkeit, Atemdepression und Lungenödem darüber

hinaus kann es zu potentiell letalen Atemlähmungen kommen

Nebenwirkungen auf die Haut: flüchtige Hautausschläge (Rash)

Nebenwirkungen auf Muskeln und Skelett: ausgedehnte Muskelschwäche

Bei Patienten mit Myasthenia gravis (=schwere Muskelschwäche und Ermüdbarkeit der willkür-

lichen Muskulatur) besteht also eine relative Gegenindikation gegen die Verwendung von Ma-

gnesiumchlorid.

Zu den typischen Anzeichen einer Muskelschwäche gehören Ptosis (=abnormes Herabhängen

des Oberlids), Diplopie, Sehstörungen und in manchen Fällen Schluck-, Sprech- oder Atembe-

schwerden.

Die Grundbehandlung besteht in der Verabreichung von Anticholinesterase-Medikamenten.

Weitere Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Dysarthrie (= Sprechstörung)

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie

erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinforma-

tion angegeben sind.

5. WIE IST MAGNECLO STEROP AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren, in der Originalverpackung und bei Raumtem-

peratur aufbewahren.

Sie dürfen MAGNECLO STEROP nach dem auf der Packung nach EX” angegebenen Verfalldatum

nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnah-

me hilft die Umwelt zu schützen.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was MAGNECLO STEROP enthält

Der Wirkstoff ist Magnesiumchlorid hexahydrat.

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Beipackzettel

MAGNECLO STEROP 10mEq/10ml : Magnesiumchlorid hexahydrat 1g/10ml.

MAGNECLO STEROP 30mEq/10ml : Magnesiumchlorid hexahydrat 3g/10ml.

Ionen-Zusammensetzung:

Pro Milliliter

mmol

mmol

MAGNECLO STEROP 10mEq/10ml

11,96

0,984

0,492

0,984

0,984

MAGNECLO STEROP 30mEq/10ml

35,87

2,952

1,476

2,952

2,952

Der sonstige Bestandteil ist Wasser für Injektion.

Wie MAGNECLO STEROP aussieht und Inhalt der Packung

MAGNECLO STEROP 10mEq/10ml : Injektionslösung für langsame intravenöse Anwendung.

MAGNECLO STEROP 30mEq/10ml : Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung für

langsame intravenöse Anwendung.

Glasampullen Typ I mit 10 ml, Packung zu 10 Ampullen und 100 Ampullen (Klinickpackung).

Abgabe : Verschreibungspflichtig

Registrierungsnummers :

MAGNECLO STEROP 10mEq/10ml : BE259971

MAGNECLO STEROP 30mEq/10ml : BE259962

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

LABORATORIA STEROP NV, Scheutlaan 46-50, 1070 Brüssel.

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 04/2010.

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