Lorasifar 2

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Lorasifar 2 5 mg, compresse
  • Darreichungsform:
  • 5 mg, compresse
  • Zusammensetzung:
  • lorazepamum 2.5 mg, color.: E 104, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Lorasifar 2 5 mg, compresse
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Ansiolitico

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 52267
  • Berechtigungsdatum:
  • 18-06-1993
  • Letzte Änderung:
  • 05-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Lorasifar

Was ist Lorasifar und wann wird es angewendet?

Lorasifar enthält den Wirkstoff Lorazepam, ein Benzodiazepin. Es besitzt angstlösende und

beruhigende Eigenschaften.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin. Lorasifar dient zur Behandlung von Angst- und

Spannungszuständen.

Die Ursache von Angst und Spannung kann durch Lorasifar jedoch nicht beseitigt werden.

Ferner wird Lorasifar zur Beruhigung vor diagnostischen und operativen Eingriffen verwendet.

Wann darf Lorasifar nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit auf Benzodiazepine und/oder auf andere im Arzneimittel enthaltene

Substanzen, bei Störungen der Atmungsregulierung mit kurzzeitigem Aussetzen der Atmung

während des Schlafs (sog. «Schlafapnoe-Syndrom»), bei schwerer Beeinträchtigung des Atmens,

sowie bei krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis) darf Lorasifar nicht eingenommen

werden.

Bei Arzneimittel-, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit.

Lorasifar darf nicht an Kinder unter 12 Jahren verabreicht werden.

Wann ist bei der Einnahme von Lorasifar Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie an Atemwegserkrankungen, Leber- oder

Nierenstörungen, Allergien oder anderen Krankheiten leiden.

Des Weiteren sollen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen, wenn Sie zusätzlich zu Lorasifar

andere Arzneimittel einnehmen, wie Beruhigungsmittel, Schlafmittel, starke Schmerzmittel, Mittel

gegen Depressionen, krampflösende Mittel (Antiepileptika) oder muskelrelaxierende Arzneimittel,

weil sich die Wirkungen dieser Arzneimittel gegenseitig verstärken könnten.

Auch über die zusätzliche Einnahme gewisser Antiasthmatika (Theophyllin, Aminophyllin) sollten

Sie Ihren Arzt/Ärztin informieren, da sich dadurch die Wirkung von Lorasifar vermindern kann.

Alkoholische Getränke können die Wirkung von Lorasifar verstärken. Daher sollten Sie während der

Behandlung mit Lorasifar auf alkoholische Getränke verzichten.

Bei der Anwendung von Benzodiazepinen wurde über schwere allergische Reaktionen berichtet. Es

wurden Fälle eines Angioödems (Schwellung der Haut und/oder Schleimhäute) mit Beteiligung von

Zunge, Kehlkopf oder des stimmbildenden Kehlkopfbereichs (Glottis) nach Einnahme der ersten

Dosis oder weiterer Dosen von Benzodiazepinen berichtet. Bei manchen Patientinnen bzw. Patienten

kam es unter Einnahme von Benzodiazepinen zu weiteren Symptomen wie Kurzatmigkeit

(Dyspnoe), Zuschwellen des Rachens oder Übelkeit und Erbrechen. Manche Patientinnen bzw.

Patienten mussten als medizinischer Notfall behandelt werden. Falls ein Angioödem mit Beteiligung

von Zunge, Kehlkopf (Larynx) oder des stimmbildenden Kehlkopfbereichs (Glottis) auftritt, kann ein

Verschluss der Atemwege auftreten und tödlich verlaufen.

Lorasifar kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder

Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Deshalb sollten Sie das Lenken von Motorfahrzeugen und

das Bedienen von Maschinen solange unterlassen, bis feststeht, dass das Arzneimittel Sie tagsüber

weder schläfrig noch schwindlig macht, und dass Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Reaktionsvermögen

nicht beeinträchtigt sind.

Abhängigkeitsgefährdung

Die Einnahme von Lorasifar kann - wie bei allen benzodiazepinhaltigen Präparaten - zu einer

Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit

(in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) auftreten und hat nach abruptem Absetzen des

Arzneimittels Entzugssymptome zur Folge. Es können dann Unruhe, Angstzustände, Schlaflosigkeit,

Verwirrtheit, Schwindel, Reizbarkeit, Depression, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und

Schweissausbrüche, Verspannung, Realitätsverlust, Persönlichkeitsstörungen, Kribbeln und Taubheit

der Arme und Beine, Licht- und Lärmempfindlichkeit, Empfindungs- und Wahrnehmungsstörungen,

unwillkürliche Bewegungen, Verlust des Kurzzeitgedächtnisses auftreten. Weitere Anzeichen sind

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitverlust, Herzprobleme, in seltenen Fällen Halluzinationen,

Panikattacken, epileptische Anfälle. Diese Erscheinungen klingen in der Regel nach 2 – 3 Wochen

Um das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit möglichst klein zu halten, sollten Sie folgende

Hinweise beachten:

•Nehmen Sie Lorasifar nur auf Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein.

•Erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosis.

•Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie das Arzneimittel absetzen wollen.

•Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird periodisch darüber entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt

werden muss.

•Eine Einnahme über längere Zeit (in der Regel mehr als vier Wochen) darf nur unter sorgfältiger

ärztlicher Überwachung erfolgen.

Lorasifar Tabletten enthalten Lactose. Patienten und Patientinnen mit der seltenen, vererbten

Galactose-Unverträglichkeit, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten

Lorasifar Tabletten nicht einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

•an andern Krankheiten leiden,

•Allergien haben oder

•andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Lorasifar während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Orientieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über eine erwünschte oder eingetretene Schwangerschaft.

Während einer Schwangerschaft darf dieses Arzneimittel grundsätzlich nicht eingenommen werden,

da es Hinweise gibt, dass solche Arzneimittel zu Risiken für das Ungeborene oder Störungen beim

Neugeborenen führen könnten.

Das Arzneimittel tritt in die Muttermilch über. In der Stillzeit soll das Arzneimittel nicht angewendet

werden, weil es unter anderem den Säugling schläfrig und trinkfaul machen kann.

Wie verwenden Sie Lorasifar?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin bestimmt für Sie die geeignete Dosierung und Dauer der Behandlung

angesichts der Art der zu behandelnden Symptome.

Die übliche Dosierung für Erwachsene beträgt zwei bis dreimal täglich 1 Tablette Lorasifar 1 mg.

Bei Schlafstörungen genügt in der Regel 1 Tablette Lorasifar 1 mg eine halbe Stunde vor dem

Schlafengehen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung und beenden Sie Ihre Behandlung auf

keinen Fall, ohne Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin zu befragen. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke

zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder

Apothekerin.

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut während den Mahlzeiten mit einem halben Glas Wasser ein.

Welche Nebenwirkungen kann Lorasifar haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Lorasifar auftreten: Zu den

Nebenwirkungen, die nach Einnahme von Benzodiazepinen am häufigsten auftreten, gehören

Mattigkeit, Erschöpfung, Schläfrigkeit während des Tages, Schwindel, Muskelschwäche oder Gang-

und Bewegungsstörungen.

Diese Erscheinungen treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf. Bei anhaltender Behandlung

oder Reduktion der Dosis gehen sie im Allgemeinen in Ihrem Schweregrad zurück oder klingen

vollständig ab.

Ebenfalls häufig beobachtet man auch Verwirrtheit und Depressionen.

Gelegentlich werden Übelkeit und Sexualschwäche beobachtet. Ebenfalls auftreten können

Überempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktische/-oide Reaktionen, Angioödem (Schwellung der

Haut und/oder Schleimhäute), Hautreaktionen, Blutdruckabfall, Seh- und Sprechstörungen,

Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Haarausfall und Leberfunktionsstörungen, Gelbsucht,

Verstopfung, Gedächtnislücken, eingeschränkte Aufmerksamkeit/Konzentration,

Gleichgewichtsstörungen.

Wie mit anderen benzodiazepinhaltigen Arzneimitteln sind selten psychische Reaktionen

aufgetreten, wie vorübergehende Ruhelosigkeit, Unruhe, Angst und Erregbarkeit (eventuell mit

vorübergehenden Gedächtnisstörungen), Aggressivität, Wahnvorstellungen, Alpträume, Psychosen,

verändertes Verhalten.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin mit, wenn bei Ihnen

welche der aufgeführten Nebenwirkungen auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Lorasifar 1 mg: Das Medikament in der verschlossenen Originalverpackung bei Raumtemperatur

(15–25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Lorasifar 2.5 mg: Das Medikament in der verschlossenen Originalverpackung bei Temperatur 15–30

°C und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Lorasifar enthalten?

1 Tablette Lorasifar 1 mg enthält: 1 mg Lorazepam, Lactose, Hilfsstoffe.

1 Tablette Lorasifar 2,5 mg enthält: 2,5 mg Lorazepam, Lactose, Farbstoff E104, Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

52267 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Lorasifar? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Lorasifar 1 mg: Packungen zu 20 und 50 Tabletten

Lorasifar 2,5 mg: Packungen zu 20 und 50 Tabletten

Zulassungsinhaberin

Siphar SA

6900 Lugano

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2013 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.