Loperamid Helvepharm 2mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Loperamid Helvepharm 2mg Kapseln
  • Darreichungsform:
  • Kapseln
  • Zusammensetzung:
  • loperamidi hydrochloridum 2 mg, excipiens für die Kapsel.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Loperamid Helvepharm 2mg Kapseln
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Antidiarrhoikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56049
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-10-2001
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Loperamid Helvepharm

Helvepharm AG

Was ist Loperamid Helvepharm und wann wird es angewendet?

Loperamid Helvepharm ist ein gut wirksames Mittel gegen plötzlichen (akuten) und längerdauernden

(chronischen) Durchfall verschiedenster Ursache. Loperamid Helvepharm kann auf Verordnung des

Arztes oder der Ärztin auch angewendet werden bei Durchfall, der nach operativer

Dünndarmverkürzung auftreten kann. Es hemmt die Darmbewegung durch eine direkte Wirkung auf

die Darmmuskulatur, dadurch wird der Stuhl dicker und die Anzahl der Stuhlgänge vermindert.

Die Wirkung der Kapseln kann nach etwa zwei Stunden eintreten.

Wann darf Loperamid Helvepharm nicht angewendet werden?

Loperamid Helvepharm Kapseln sollten nicht an Kinder unter 6 Jahren abgegeben werden.

Loperamid Helvepharm darf nicht angewendet werden:

·wenn Sie allergisch gegen Loperamid oder einen der anderen Hilfsstoffe sind.

·wenn Sie an schweren Leberkrankheiten leiden.

·wenn Sie an schweren Durchfällen, die mit hohem Fieber und/oder schleimig-blutigem Stuhl

einhergehen, leiden.

·wenn Sie an einer plötzlich auftretenden schweren Dickdarmentzündung (z.B. Colitis ulcerosa)

leiden.

·wenn Sie an einer bakteriellen Darmentzündung leiden, die durch die Darmwand eindringende

Erreger hervorgerufen wird.

·wenn Sie an Durchfällen, die während oder nach der Einnahme von Antibiotika auftreten, leiden.

·wenn Sie an Zuständen leiden, bei denen eine Hemmung der Darmtätigkeit zu vermeiden ist, z.B.

Verstopfung, Darmverschluss und Aufblähung des Bauches.

Wenn Sie unter einer der genannten Krankheiten leiden, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt oder Ihrer

Ärztin mit.

Wann ist bei der Einnahme von Loperamid Helvepharm Vorsicht geboten?

Obwohl Loperamid Helvepharm den Durchfall zum Stoppen bringt, wird mit Loperamid

Helvepharm nicht die Ursache behandelt. Wenn möglich, sollte die Ursache der Diarrhö therapiert

werden.

Ein plötzlicher Anfall von Diarrhö wird normalerweise durch Loperamid Helvepharm innerhalb von

48 Stunden gestoppt. Sollte innerhalb von 48 Stunden keine Besserung eintreten, sollten Sie

Loperamid Helvepharm nicht mehr einnehmen und Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen.

Wenn Sie AIDS haben und Loperamid Helvepharm zur Behandlung des Durchfalls einnehmen,

müssen Sie bei den ersten Anzeichen eines aufgetriebenen oder geschwollenen Bauches Loperamid

Helvepharm sofort absetzen und Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darüber informieren.

Missbrauch und Fehlanwendung von Loperamidhydrochlorid, dem Wirkstoff von Loperamid

Helvepharm, wurden berichtet. Nehmen Sie Loperamid Helvepharm nur für die beschriebenen

Anwendungsgebiete ein. Die maximale Tagesdosis darf nicht überschritten werden.

Langandauernde oder regelmässige Einnahme von Loperamid Helvepharm sollte unter der Aufsicht

eines Arztes oder einer Ärztin erfolgen.

Benachrichtigen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin ebenfalls, wenn Sie an Leberstörungen leiden, da Sie

während der Behandlung mit Loperamid Helvepharm medizinische Überwachung benötigen

könnten.

Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die die Magen-Darm-Tätigkeit herabsetzen, sollten Sie dies

Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mitteilen, da dadurch die Wirkung von Loperamid Helvepharm zu stark

sein könnte.

Während einer Durchfallerkrankung kann es häufig zu Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit

kommen. Dies kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen

und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Loperamid Helvepharm Kapseln enthalten Laktose. Patienten, die an Galactose-Intoleranz oder an

Lactasemangel oder Glucose-Galactose Fehlabsorption leiden, sollten dieses Arzneimittel nicht

verwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie eines der

folgenden Arzneimittel einnehmen:

·Ritonavir (zur Behandlung von HIV-Infektionen),

·Chinidin (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen),

·Desmopressin (zur Behandlung von vermehrtem Harnlassen),

·Itraconazol oder Ketoconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen) oder

·Gemfibrozil (zur Senkung des Cholesterinspiegels).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen!

Darf Loperamid Helvepharm während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Über die Einnahme von Loperamid Helvepharm während der Schwangerschaft muss der Arzt oder

die Ärztin entscheiden.

Während der Stillzeit sollten Sie Loperamid Helvepharm nicht einnehmen, da kleine Mengen des

Wirkstoffs in die Muttermilch übergehen.

Wie verwenden Sie Loperamid Helvepharm?

Während des Durchfalls verlieren Sie viel Flüssigkeit. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie während

der Zeit des Durchfalls mehr Flüssigkeit zu sich nehmen als gewöhnlich.

Dies ist speziell bei Kindern und älteren Patienten sehr wichtig. Ihr Apotheker oder Ihre Apothekerin

kann Ihnen eine spezielle Mischung aus Salz und Zucker geben. Zusammen mit Wasser ersetzt dies

auch die Salze, die während des Durchfalls verloren gehen. Diese Lösung eignet sich besonders für

Kinder.

Die Dosis von Loperamid Helvepharm ist vom Alter und der Art des Durchfalls abhängig.

Sie können Loperamid Helvepharm zu einer beliebigen Tageszeit einnehmen.

Die Kapseln werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen.

Wenn vom Arzt oder von der Ärztin nicht anders verordnet:

Jugendliche und Erwachsene

Plötzlich auftretender Durchfall

Anfangsdosis: 2 Kapseln.

Folgedosis nach jedem weiteren flüssigen Stuhl: 1 Kapsel.

Maximale Tagesdosis: 8 Kapseln.

Chronischer Durchfall: Nach Verordnung des Arztes oder der Ärztin.

Kinder von 6-12 Jahren

Plötzlich auftretender Durchfall

Anfangsdosis: 1 Kapsel.

Folgedosis nach jedem weiteren flüssigen Stuhl: 1 Kapsel.

Maximale Tagesdosis: 3 Kapseln je 20 kg Körpergewicht.

Bei Kindern darf die maximale Tagesdosis, unabhängig vom Körpergewicht, niemals mehr als die

maximale Tagesdosis für Jugendliche und Erwachsene (8 Kapseln) betragen.

Chronischer Durchfall: Nach Verordnung des Arztes oder der Ärztin.

Kinder unter 6 Jahren

Kinder unter 6 Jahren sollten nicht mit Loperamid Helvepharm behandelt werden.

Sobald der Stuhlgang wieder normal ist, oder wenn während mehr als 12 Stunden kein Stuhl mehr

ausgeschieden wurde, ist die Behandlung mit Loperamid Helvepharm zu beenden.

Halten Sie die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene

Dosierung vor allem bei Kindern genau ein. Überschreiten Sie keinesfalls die oben genannte

maximale Tagesdosis.

Wenn Sie eine grössere Menge von Loperamid Helvepharm eingenommen haben, als Sie sollten

Suchen Sie möglichst umgehend einen Arzt bzw. eine Ärztin auf, insbesondere, wenn Sie folgende

Symptome verspüren: Muskelsteifheit, Koordinationsstörungen, Schläfrigkeit, Pupillenverengung,

erhöhter Muskeltonus, schwache Atmung, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, erhöhte

Herzfrequenz, unregelmässiger Herzschlag oder Darmverschluss.

Kinder können auf die ZNS-Wirkungen empfindlicher reagieren als Erwachsene.

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt

oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Loperamid Helvepharm haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Loperamid Helvepharm auftreten:

Häufig: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Verstopfung, Übelkeit, Blähungen.

Gelegentlich: Bauch- bzw. Oberbauchschmerzen, Unbehagen im Bauch, Mundtrockenheit,

Erbrechen, Verdauungsstörungen, Hautausschlag.

Nebenwirkungen, welche nach Markteinführung beobachtet wurden und deren Häufigkeit nicht

bestimmt werden kann: Dehnungsgefühl im Bauch, Überempfindlichkeitsreaktionen,

Konzentrationsstörungen, Einschränkungen des Bewusstseins, erhöhter Muskeltonus,

Bewusstlosigkeit, Schläfrigkeit, Muskelsteifheit, Pupillenverengung, Darmverschluss oder

Darmerweiterung, schwerwiegende Hautreaktion, Schwierigkeiten Wasser zu lassen, Juckreiz,

Müdigkeit.

Falls eine Nebenwirkung schwerwiegende Ausmasse annimmt oder wenn Sie Nebenwirkungen

bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin informieren.

Stellen Sie die Behandlung mit Loperamid Helvepharm ein und benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt

oder Ihre Ärztin, wenn Sie eines der folgenden Symptome bei sich beobachten oder vermuten. In

diesem Fall benötigen Sie möglicherweise dringend Behandlung:

·plötzliches Anschwellen des Gesichts, der Lippen oder des Halses, Atemnot, Nesselsucht (auch

bekannt als Nesselfieber oder Urtikaria), schwere Reizung, Rötung oder Blasenbildung an der Haut.

Diese Symptome können Anzeichen einer Überempfindlichkeit oder allergischen Reaktion sein.

·extreme Müdigkeit, Koordinationsstörungen, Bewusstseinsverlust.

·schwere Bauchschmerzen, Anschwellen des Bauchs oder Fieber, was auf einen Darmverschluss

oder eine Darmerweiterung hindeuten könnte.

Einige unerwünschte Ereignisse, welche im Zusammenhang mit Loperamid berichtet wurden, sind

häufig Symptome des zugrundeliegenden Durchfalls (Bauchschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit,

Erbrechen, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Benommenheit, Schwindelanfälle, Verstopfung und

Blähungen). Diese Symptome sind oft schwierig von unerwünschten Ereignissen zu unterscheiden.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Loperamid Helvepharm Kapseln bei Raumtemperatur (15-25 °C) vor Licht geschützt und ausser

Reichweite von Kindern aufbewahren.

Bringen Sie verfallene Arzneimittel Ihrem Apotheker/Ihrer Apothekerin zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Loperamid Helvepharm enthalten?

1 Kapsel Loperamid Helvepharm enthält 2 mg Loperamid-Hydrochlorid, Laktose sowie weitere

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

56049 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Loperamid Helvepharm? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung:

Packungen zu 20 Kapseln.

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung:

Packungen zu 60 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

Helvepharm AG, Frauenfeld.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.