Loniten

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Loniten 5 mg Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 100 Stueck, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Loniten 5 mg Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Minoxidil
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18118
  • Berechtigungsdatum:
  • 16-07-1986
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Loniten 5 mg Tabletten

Wirkstoff: Minoxidil

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Gebrauchsinformation

angegeben

sind.

Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Loniten und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Loniten beachten?

Wie ist Loniten einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Loniten aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Loniten und wofür wird es angewendet?

Loniten

erweitert

Blutgefäße

(vorwiegend

kleine

kleinste

Arterien)

wirkt

daher

blutdrucksenkend.

Loniten wird zur Behandlung von Bluthochdruck angewendet, wenn andere, besser verträgliche

blutdrucksenkende

Medikamente

auch

Kombination

anderen

Medikamenten

keinen

ausreichenden Erfolg gezeigt haben („therapieresistenter Bluthochdruck“).

Loniten

sollte

immer

gleichzeitig

einem

Diuretikum

(Medikament

Förderung

Harnausscheidung)

einem

Betablocker

(Medikament

Regulation

Herzfrequenz)

eingenommen werden.

Loniten wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, bei Kindern unter 12

Jahren nur bei schwerem Bluthochdruck in Verbindung mit Zielorganschäden.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Loniten beachten?

Loniten darf nicht eingenommen werden,

wenn

allergisch

gegen

Minoxidil

oder

einen

Abschnitt

genannten

sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind

bei einem Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom)

bei akutem Herzinfarkt

bei nur zeitweise erhöhtem Blutdruck (labile Hypertonie)

bei erhöhtem Blutdruck im Lungenkreislauf infolge eines Herzklappenfehlers (Mitralstenose)

bei bestehendem Herzbeutelerguss (Perikarderguss)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Loniten einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Loniten ist erforderlich bei

bereits bestehender unzureichender Durchblutung der Herzkranzgefäße oder Herzmuskelschwäche

Angina pectoris (anfallsartige Brustschmerzen, die in die Umgebung ausstrahlen können)

herabgesetzter Nierenfunktion bzw. Nierenversagen: Die Dosis ist entsprechend der Wirkung zu

verringern.

Patienten mit Neigung zu Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme)

Herzinfarkt

Nach einem Herzinfarkt wird Sie Ihr Arzt erst mit Loniten behandeln, wenn sich Ihr Zustand

stabilisiert hat.

Angina pectoris

Wenn Sie an Angina pectoris (anfallsartige Brustschmerzen, die in die Umgebung ausstrahlen) leiden,

ist Vorsicht angezeigt, weil die durch Loniten verursachte Beschleunigung der Herzfrequenz die

Symptome der Angina pectoris verstärken kann.

Zur Verhinderung oder Abschwächung einer beschleunigten Herztätigkeit bzw. einer Angina pectoris

muss Loniten in Verbindung mit einem Betablocker (Medikament zur Regulation der Herzfrequenz)

oder ähnlichen Medikamenten verwendet werden.

EKG-Veränderungen

Bei etwa 60 % der Patienten treten Veränderungen im EKG (T-Wellen-Umkehr) auf, welche jedoch

keine Symptome hervorrufen. Nach Absetzen der Behandlung normalisiert sich das EKG wieder auf

die Ausgangssituation vor der Behandlung.

Blutbildveränderungen

seltenen

Fällen

wurden

eine

Verminderung

weißen

Blutzellen

(Leukopenie)

oder

eine

Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) beschrieben.

Herzbeutelentzündung oder Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel

Obwohl es keinen eindeutigen Beweis für einen direkten Zusammenhang gibt, wurde über das

Auftreten von Herzbeutelentzündungen (Perikarditis) in Verbindung mit der Einnahme von Loniten

berichtet.

Bei 3 bis 5 % der mit Loniten behandelten Patienten, die keine Blutwäsche (Dialyse) erhielten, wurden

eine

vermehrte

Flüssigkeitsansammlung

Herzbeutel

(Perikarderguss)

gelegentlich

eine

Komplikation

eines

Herzbeutelergusses

folgenden

Symptomen

beobachtet:

Blutdruckabfall,

gestaute Halsvenen, Atemnot, Anstieg der Herzfrequenz, eventuell Herz-Kreislauf-Stillstand. Weitere

Symptome sind Anstieg der Atemfrequenz, Druckgefühl am Herzen, Schwitzen, kalte Hände und

Füße, Schwindel, Unruhe (Perikardtamponade). Bei Auftreten dieser Symptome verständigen Sie bitte

sofort einen Arzt.

Salz- und Flüssigkeitsansammlungen

Wenn Loniten alleine angewendet wird, kann es zu Flüssigkeitsansammlungen im Körper, wie z. B.

Ödemen in den Beinen und/oder in der Lunge, und bei manchen Patienten zu einer Verschlechterung

einer bestehenden Herzschwäche führen. Folgende Symptome können dabei auftreten: Atemnot,

Husten, schaumiger Auswurf, kalter Schweiß, schwacher, schneller Puls kalte Hände und Füße,

Bewusstseinstrübung, eventuell Herz-Kreislauf-Stillstand.

Bei Auftreten dieser Symptome verständigen Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Loniten sollte daher immer gleichzeitig mit einem Entwässerungsmittel (Diuretikum) eingenommen

werden.

Eine

eingeschränkte

Salzzufuhr

sowie

eine

regelmäßige

Kontrolle

Körpergewichts

werden empfohlen. Bei einem Anstieg desselben ist sofort Ihr Arzt zu informieren. Er wird regelmäßig

eine Kontrolle des Elektrolythaushalts durchführen. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, wird

Ihr Arzt darüber entscheiden, ob die Loniten-Therapie abgebrochen werden muss.

Nierenfunktionsstörungen

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden oder regelmäßig

eine Dialyse (Blutwäsche) erhalten. Er wird besonders auf Ihren Salz- und Flüssigkeitshaushalt achten

und eventuell die Dosis von Loniten reduzieren.

Vermehrte Körperbehaarung (Hypertrichose)

Während der Behandlung kann eine vermehrte Körperbehaarung auftreten, die 3 bis 6 Wochen nach

Behandlungsbeginn zuerst im Gesicht (beginnend an den Schläfen, zwischen den Augenbrauen, an der

Stirn) und später am ganzen Körper bemerkbar wird, sich aber nach Behandlungsende zumeist

innerhalb von ein bis sechs Monaten wieder zurückbildet. Bei 10 % der Patienten war die vermehrte

Körperbehaarung schwer oder nicht tolerierbar.

Loniten Tabletten sind für die Anwendung als Haarwuchsmittel wegen der Möglichkeit schwerer

Nebenwirkungen nicht geeignet.

Kinder

Kinder sollten während der Behandlung mit Loniten unter Überwachung durch einen Facharzt stehen.

Eine individuelle Dosisanpassung durch den Facharzt ist unbedingt erforderlich. Zumeist erhält der

junge Patient - je nach Entscheidung des Arztes - zusätzlich auch andere Arzneimittel, um so einen zu

raschen Herzschlag und eine Ansammlung von Flüssigkeit im Körper zu verhindern.

Verständigen Sie unverzüglich einen Arzt, falls Sie bei Ihrem Kind Folgendes feststellen: einen sehr

raschen Herzschlag, schnelles Atmen, Schwellungen an den Beinen, rasche Gewichtszunahme oder

geringere Harnmengen

Während der Behandlung mit Loniten sind regelmäßige ärztliche Kontrollen erforderlich.

Einnahme von Loniten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Andere Blutdrucksenker

gleichzeitiger

Einnahme

Loniten

anderen

Blutdrucksenkern

können

sich

deren

Wirkungen gegenseitig verstärken. Teilen Sie Ihrem Arzt unbedingt mit, wenn Sie noch weitere

Blutdrucksenker einnehmen.

Wegen der Gefahr unkontrollierter Blutdrucksenkung mit Schwindel und Benommenheit soll Loniten

nicht gemeinsam mit Guanethidin verabreicht werden (Guanethidin sollte vierzehn Tage vor Beginn

der Behandlung mit Loniten abgesetzt werden).

Ähnliche Reaktionen können auch bei gleichzeitiger Einnahme von Loniten mit Bethanidin oder

Alphablockern auftreten.

Bei zu starkem Blutdruckabfall, einhergehend mit Schwindel und Benommenheit, legen Sie sich hin,

lagern Sie die Beine hoch und verständigen Sie unverzüglich einen Arzt.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von bestimmten blutdrucksenkenden Mitteln (Betablocker) können

durch Loniten bedingte Nebenwirkungen (z. B. schnelle Herztätigkeit) unterdrückt werden.

Nitrate und Narkosemittel

Bei gleichzeitiger Verabreichung verstärkt Loniten die Wirkung von Nitraten (Arzneimittel zur

Behandlung einer Angina pectoris) und Narkosemitteln.

Neuroleptika

Bei gleichzeitiger Einnahme mit Neuroleptika (stark beruhigende Arzneimittel) verstärkt sich die

blutdrucksenkende Wirkung von Loniten.

Entwässerungsmittel (Diuretika)

Durch die Einnahme von Loniten bedingte Salz- und Wassereinlagerungen können gewöhnlich mit

einem

Diuretikum

(Entwässerungsmittel,

Medikament

Förderung

Harnausscheidung)

eingeschränkt werden.

Einnahme von Loniten zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Loniten kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Wenn Sie gleichzeitig Loniten einnehmen und Alkohol trinken, können Schwindelgefühl (bis hin zur

Ohnmacht), Müdigkeit und Schwächegefühl auftreten, da es in diesem Fall zu einem beträchtlichen

Abfall des Blutdrucks kommen kann.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Schwangerschaft

Es gibt begrenzte Daten zur Anwendung von Minoxidil (Wirkstoff von Loniten) bei schwangeren

Frauen. Deshalb wird Minoxidil zur Anwendung während der Schwangerschaft und bei gebärfähigen

Frauen, die keine Verhütung anwenden, nicht empfohlen. Bei Neugeborenen, deren Mütter, während

der Schwangerschaft Minoxidil erhalten hatten, wurde vermehrte Körperbehaarung (Hypertrichose)

beobachtet.

Stillzeit

Minoxidil

geht

Muttermilch

über.

Risiko

für

stillende

Kind

kann

nicht

ausgeschlossen werden. Der Arzt entscheidet, ob das Stillen beendet oder die Loniten-Therapie

abgesetzt bzw. darauf verzichtet wird.

Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Es gibt keine diesbezüglichen Daten beim Menschen.

In einer Studie mit Ratten mit der ein- bis fünffachen Dosierung, die beim Menschen verwendet wird,

wurde eine dosisabhängige Verminderung der Fruchtbarkeit beobachtet.

Bei extrem hoher (Über-) Dosierung wurden bei Ratten auch Fehlbildungen beim Embryo gesehen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

jeder

Patient

unterschiedlich

Behandlung

reagiert,

kann

Fähigkeit

aktiven

Teilnahme am Straßenverkehr oder zu Tätigkeiten, die eine besondere Aufmerksamkeit erfordern,

beeinträchtigt sein. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Präparatewechsel sowie im

Zusammenwirken mit Alkohol.

Loniten enthält Lactose (Milchzucker)

1 Tablette enthält 94,0 mg Milchzucker (Lactose). Bitte nehmen Sie Loniten erst nach Rücksprache

mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Loniten einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Vor der erstmaligen Verabreichung von Loniten wird Ihr Arzt Sie auf eine Behandlung mit einem

Diuretikum (Medikament zur Förderung der Harnausscheidung) und einem Betablocker (Medikament

zur Regulation der Herzfrequenz) einstellen.

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1 Tablette (5 mg) pro Tag.

Später kann die Dosierung bis auf 4 Tabletten (20 mg), danach auf 8 Tabletten (40 mg) täglich (in

einer oder zwei halben Gaben) gesteigert werden.

Die Dosissteigerung wird mit 1 bis 2 Tabletten (5 bis 10 mg) pro Tag in dreitägigen oder längeren

Abständen durchgeführt.

Wenn eine Dosis von 10 Tabletten (50 mg) pro Tag erreicht ist, kann die Steigerungsrate 5 Tabletten

(25 mg) pro Tag betragen.

Die empfohlene Höchstdosis beträgt 20 Tabletten (100 mg) pro Tag.

Besondere Patientengruppen

Kinder unter 12 Jahren

Es ist ausdrücklich festzuhalten, dass Erfahrungen mit Kindern, v. a. mit Kleinkindern sehr begrenzt

sind. Die Empfehlungen können nur als grobe Richtlinie für die Behandlung angesehen werden. Der

Arzt wird eine individuelle Dosisanpassung durchführen.

Die empfohlene Anfangsdosierung beträgt 0,2 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag in einer ganzen

oder zwei halben Gaben. Die Dosissteigerung wird mit 0,1 bis 0,2 mg pro Kilogramm Körpergewicht in

dreitägigen oder längeren Abständen bis zur optimalen Blutdruckkontrolle durchgeführt.

Die Tagesmaximaldosis beträgt 1 mg/kg Körpergewicht. Wobei auch bei übergewichtigen Kindern

unter 12 Jahren nicht mehr als 10 Tabletten (50 mg) pro Tag verabreicht werden dürfen.

Ältere Patienten (> 65 Jahre)

Ältere Personen reagieren möglicherweise stärker auf den blutdrucksenkenden Effekt von Loniten.

Zusätzlich dürfte das Risiko einer durch Minoxidil (den Wirkstoff von Loniten) hervorgerufenen

Hypothermie (Unterkühlung) bei älteren Menschen erhöht sein. Da sich die Nierenfunktion mit

zunehmendem Alter verschlechtern kann, wird Ihr Arzt besonders vorsichtig und am Anfang eher

niedrig dosieren und entsprechende Kontrollen durchführen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist der Abbau von Minoxidil herabgesetzt. Daher

kann

allem

schweren

Nierenfunktionsstörungen

oder

Dialysepatienten

eine

Dosisverminderung erforderlich sein. Loniten sollte nach der Dialyse (Blutwäsche) oder mindestens 2

Stunden vor Beginn der Dialyse eingenommen werden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion kann der Abbau von Minoxidil reduziert sein, und Ihr

Arzt wird daher unter Umständen eine reduzierte Anfangsdosis anwenden und die Dosis später

entsprechend erhöhen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Wenn Sie glauben, dass das Präparat zu stark oder zu schwach wirkt, ändern Sie nicht selbst die

Dosierung, sondern informieren Sie Ihren Arzt.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen

Nehmen Sie die Tabletten mit Flüssigkeit ein.

Der Therapiebeginn mit Loniten sollte an einer Spezialambulanz oder -klinik durchgeführt werden, wo Sie

sich auch während der gesamten Therapie regelmäßigen Kontrolluntersuchungen unterziehen müssen.

Über die Dauer der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt.

Die Beendigung der Therapie sollte nicht plötzlich sondern stufenweise über mehrere Tage/Wochen

erfolgen.

Wenn Sie eine größere Menge von Loniten eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Loniten Tabletten eingenommen haben, wird als wahrscheinlichste

Nebenwirkung ein zu niedriger Blutdruck auftreten. Informieren Sie in diesem Fall umgehend einen

Arzt, legen Sie sich nieder und lagern Sie die Beine hoch.

Als weitere Nebenwirkung wurde eine Verminderung der Harnausscheidung beschrieben.

Weitere Informationen für medizinisches Fachpersonal sind am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Loniten vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Fahren

Sie mit der Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Loniten abbrechen

Wenn Sie mit der Behandlung ohne ärztliche Rücksprache aufhören, kann es zu einem plötzlichen

massiven Anstieg des Blutdrucks kommen (sogenannter „Rebound Effekt“).

Deshalb sollte auch die Beendigung der Loniten-Therapie stufenweise über mehrere Tage/Wochen

erfolgen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Sie die folgenden Beschwerden feststellen:

Schwindelgefühle/Ohnmacht,

Müdigkeit

oder

Schwächegefühl

(Anzeichen

eines

niedrigen

Blutdrucks)

Atemnot, Hautausschläge (allergische Reaktionen)

Weitere Nebenwirkungen geordnet nach den Häufigkeiten ihres Auftretens:

Sehr häufig (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10)

Verlängerung, Verdickung und verstärkte Färbung der feinen Körperbehaarung (Hypertrichose).

Diese treten bei der Mehrzahl der Patienten auf, verschwinden jedoch einige Wochen bis Monate

nach Absetzen der Therapie wieder.

Veränderungen im EKG (T-Wellen-Umkehrung)

zu schnelle Herztätigkeit (Tachykardie)

Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis)

Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

Flüssigkeitsansammlung im Körper (Ödeme v. a. im Gesicht, in der Augenregion und an den

Händen,

aber

auch

Lungenödeme

sind

möglich)

unter

Zunahme

Körpergewichtes.

Nichtbehandlung können in weiterer Folge Herzmuskelschwäche und eventuell Herzbeutelerguss

auftreten.

Herzbeutelerguss (gelegentlich mit Komplikation einer Herzbeuteltamponade)

Magen-Darm-Störungen

Hautrötung

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)

abnorme

Flüssigkeitsansammlung

Brustkorb

zwischen

Lungenfell

Brust-,

beziehungsweise Rippenfell (Pleuraergüsse)

Empfindlichkeit der Brust

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie), Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)

allergische Reaktionen, antinukleäre Antikörper (ANA – diese sind im Blut nachweisbar)

Glucoseintoleranz (Zuckerunverträglichkeit)

Missempfindungen (Kribbeln) an Armen und Beinen (Parästhesien)

Kopfschmerzen

erhöhter Blutdruck im Lungenkreislauf (pulmonale Hypertonie)

Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation), Blutdruckabfall

Übelkeit, Erbrechen

Verfärbung der Zähne

Brustschmerzen, Übertritt von Flüssigkeit oder Zellen aus Blut- und Lymphgefäße in die Lunge

(Lungeninfiltrate)

Veränderungen der Leberfunktionswerte (diese Veränderungen gehen nach Absetzen von Loniten

von selbst zurück.), Hautausschläge, einschließlich großblasiger Hautveränderungen (Stevens-

Johnson-Syndrom), Juckreiz

Muskel- (Myalgien) oder Gelenksschmerzen (Arthralgien)

Speichern von Natrium (Natriumretention) und Wasser (Wasserretention) im Körper

Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann (Gynäkomastie)

Zyklusstörungen

Müdigkeit, Schwäche, Gewichtsverlust

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000)

Blutmangel infolge einer erniedrigten Anzahl an roten Blutkörperchen (Anämie)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Verminderung des Anteils an zellulären Bestandteilen im Blut (Hämatokrit), Verminderung des

Blutfarbstoffs (Hämoglobin)

Angina pectoris (anfallsartige Brustschmerzen, eventuell bis in die Schulter, den Arm, den Hals

und den Unterkiefer ausstrahlend mit Beklemmungsgefühl und Atemnot)

Erkrankung der Haut mit Hautrötung, Blasenbildung und Hautablösung (toxische epidermale

Nekrolyse)

Anstieg der alkalischen Phosphatase (Enzym, das Hinweis auf Erkrankungen der Leber und des

Skeletts liefern kann)

Anstieg von Nierenfunktionswerten wie Harnstoff und Kreatinin

Flüssigkeitsansammlungen in Armen oder Beinen mit oder ohne Gewichtszunahme

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 Wien

Österreich

Fax: +43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Loniten aufzubewahren?

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

dürfen

dieses

Arzneimittel

nach

dem/der

Umkarton/Blisterpackung

nach

„Verwendbar/Verw.

bis:“

angegebenen

Verfalldatum

nicht

mehr

verwenden.

Verfalldatum

bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Loniten enthält

Der Wirkstoff ist Minoxidil.

1 Tablette enthält 5 mg Minoxidil.

Die sonstigen Bestandteile sind Lactose (Milchzucker), mikrokristalline Zellulose, Maisstärke,

Siliziumdioxid und Magnesiumstearat.

Wie Loniten aussieht und Inhalt der Packung

Weiße bis hellbraune, runde, bikonvexe Tabletten mit dem Aufdruck „5“ auf einer Seite und einer

Bruchrille auf der anderen Seite sowie dem Aufdruck „U“ links und rechts von der Bruchrille

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern und nicht zum

Teilen in gleiche Dosen.

Die Tabletten sind in Kunststoff/Aluminium Blisterpackungen zu 100 Stück in einem Umkarton

erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Wien

Hersteller

Pfizer Manufacturing Belgium NV, 2870 Puurs, Belgien

Pfizer Service Company, 1930 Zaventem, Belgien

Z. Nr.: 1-18118

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2016.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie bei Überdosierung

Die empfohlene Behandlung ist die Infusion physiologischer Kochsalzlösung zur Erhaltung des

Blutdrucks und zur Erleichterung der Harnbildung.

Sympathomimetika wie Adrenalin (Epinephrin) oder Noradrenalin (Norepinephrin) sollten aufgrund

ihrer überwiegend kardiostimulierenden Wirkung vermieden werden.

Phenylephrin, Angiotensin II und Vasopressin, welche die blutdrucksenkende Wirkung von Loniten

aufheben, sollten nur verabreicht werden, wenn eine Mangeldurchblutung eines lebenswichtigen

Organs besteht.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.