Lodoz 2

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Lodoz 2 5 mg, Filmtabletten
  • Darreichungsform:
  • 5 mg, Filmtabletten
  • Zusammensetzung:
  • bisoprololi fumaras (2:1) 2,5 mg, hydrochlorothiazidum 6.25 mg, excipiens pro compresso Dunst.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Lodoz 2 5 mg, Filmtabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Hypertonie

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56222
  • Berechtigungsdatum:
  • 05-08-2003
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Lodoz® 2,5/5/10

Merck (Schweiz) AG

Was ist Lodoz und wann wird es angewendet?

Lodoz ist eine Kombination von 2 Wirkstoffen, Bisoprolol und Hydrochlorothiazid, zur Behandlung

von erhöhtem Blutdruck (Hypertonie). Die Wirkstoffe ergänzen sich gegenseitig.

Bisoprolol ist ein β1-selektiver Betablocker und senkt den erhöhten Blutdruck. Hydrochlorothiazid

ist ein Wirkstoff, der unter anderem zu einer vermehrten Salz- und Wasserausscheidung durch die

Nieren führt (Diuretikum), wodurch der Blutdruck gesenkt wird.

Lodoz darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Sie können den Behandlungserfolg in vielen Fällen deutlich unterstützen, wenn Sie Ihre Bewegungs-

und Essgewohnheiten nach den Empfehlungen Ihres Arztes ausrichten.

Das Auftreten von Nebenwirkungen (z.B. stark verlangsamter Herzschlag, zu niedriger Blutdruck

oder andere Krankheitszeichen wie zunehmende Atemnot, die auf eine Verschlechterung der

Herzschwäche hinweisen) kann zum Abbruch der Behandlung mit Lodoz führen.

Während der Therapie mit Lodoz sollte eine regelmässige Kontrolle des Salz- und Wasserhaushaltes

(insbesondere Kalium, Natrium und Kalzium), sowie der Blutfette erfolgen. Patienten, die

zuckerkrank sind, sollten regelmässig, speziell zu Behandlungsbeginn, ihren Blutzucker

kontrollieren, weil die Wirkung der blutzuckersenkenden Arzneimittel durch Lodoz verstärkt werden

kann. Bei Patienten, die an Gicht leiden, muss regelmässig eine Kontrolle der Harnsäure erfolgen.

Wann darf Lodoz nicht eingenommen werden?

Lodoz darf nicht eingenommen werden bei bestimmten Herzfunktionsstörungen (z.B. AV-Block 2.

oder 3. Grades ohne Herzschrittmacher, Sinusknoten-Syndrom, sinuatrialer Block), bei akuter

Herzmuskelschwäche, bei plötzlicher Verschlechterung einer Herzmuskelschwäche, bei stark

verlangsamtem und unregelmässigem Herzschlag vor Therapiebeginn (Puls unter 50

Schlägen/Minute), bei schweren Formen von peripheren Durchblutungsstörungen (z.B. der Beine

und Hände) infolge Arterienverengung, bei Schockzuständen (mit tiefem Blutdruck und

Kreislaufversagen einhergehend), bei unbehandelten Tumoren des Nebennierenmarks

(Phäochromozytom), bei gewissen Störungen des Stoffwechsels (metabolische Azidose), bei

schweren Störungen des Salz- und Wasserhaushalts (z.B. therapieresistenter Kaliummangel), bei

schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen, bei schwerem Asthma, bei Gicht und bei

schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck.

Bei bekannter Überempfindlichkeit auf Bisoprolol, Hydrochlorothiazid, einen Hilfsstoff von Lodoz,

Thiazide oder Sulfonamide soll Lodoz nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Einnahme von Lodoz Vorsicht geboten?

·Lodoz darf nur mit besonderer Vorsicht eingenommen werden bei gleichzeitiger

Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), gewissen Störungen der Herzfunktion (z.B. AV-Block 1.

Grades), gewissen Durchblutungsstörungen des Herzens (z.B. Prinzmetal-Angina),

Leberfunktionsstörungen, peripheren, arteriellen Durchblutungsstörungen, Schuppenflechte

(Psoriasis) sowie bei längerem strengen Fasten. Bei gleichzeitiger Desensibilisierungstherapie wegen

Allergie/Heuschnupfen ist Vorsicht geboten.

·Beim Auftreten von akut verminderter Sehschärfe oder Augenschmerz (innerhalb von Stunden bis

Wochen nach Beginn der Therapie) kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Er

bzw. sie wird Ihnen gegebenenfalls empfehlen die Behandlung abzusetzen.

·Beim Auftreten von Hautreaktionen nach Sonnenlichtbestrahlung wird empfohlen, die exponierten

Hautstellen entsprechend zu schützen. In schweren Fällen sollte die Therapie abgebrochen werden.

·Bei bestimmten Tumoren des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) darf Lodoz erst nach

vorheriger Gabe von Alpha-Rezeptoren-Blockern angewendet werden.

·Bei schweren Atemwegserkrankungen (mit Verengung der Atemwege, welche Symptome wie

Atemnot verursachen können, z.B. COPD).

·Bei Asthma kann eine Dosisanpassung von bronchienerweiternden Arzneimitteln notwendig

werden.

·Bei Diabetikern mit stark schwankenden Blutzuckerwerten, bei der Kombination mit oralen

Antidiabetika oder Insulin ist Vorsicht geboten. Lodoz kann die Symptome eines stark erniedrigten

Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie), unter anderem den erhöhten Herzschlag, verschleiern oder

vermindern.

·Die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion (Thyreotoxikose) können durch Lodoz verdeckt

werden.

·Eine Langzeitanwendung von Lodoz kann zu einer Kalzium-Anreicherung (Hyperkalzämie) im Blut

führen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Zahlreiche andere Arzneimittel und Alkohol können bei gleichzeitiger Einnahme mit Lodoz die

blutdrucksenkende Wirkung verstärken oder abschwächen bzw. unerwünschte Wirkungen auslösen

oder verstärken. Bitte informieren Sie daher Ihren Arzt, Ihre Ärztin über alle Arzneimittel, die Sie

einnehmen.

·Die gleichzeitige Anwendung von Narkosemitteln kann eine verstärkte Blutdrucksenkung zur Folge

haben. Lodoz kann Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln eingehen. Der Narkosearzt muss

deshalb vor einer Narkose über die Behandlung mit Lodoz informiert werden.

·Bei gleichzeitiger Anwendung von Lithium kann Lodoz die Ausscheidung von Lithium verringern

und so die unerwünschten Wirkungen von Lithium auf Herz und Nerven verstärken.

·Bei gleichzeitiger Anwendung von gewissen anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, wie z.B.

zentral wirksamen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, Kalzium-Antagonisten, Angiotensin-II-

Rezeptor-Blockern oder ACE-Hemmern, wurde eine verstärkte Blutdrucksenkung beobachtet.

·Bei gleichzeitiger Einnahme von Lodoz und Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen

(Antiarrhythmika) kann die dämpfende Wirkung auf das Herz verstärkt werden. Dies ist

insbesondere bei Chinidin, Amiodaron und Sotalol zu beachten. Ein gleichzeitiger Kaliummangel

begünstigt das Auftreten von Herzrhythmusstörungen.

·Die Kombination mit zu Kaliumverlusten führenden Arzneimitteln, wie gewisse Antibiotika (z.B.

Amphotericin B), Abführmittel oder Kortison, verstärkt das Risiko eines Kaliummangels und

begünstigt das Auftreten von Herzrhythmusstörungen. Kortison kann die blutdrucksenkende

Wirkung von Lodoz vermindern.

·Bei gleichzeitiger Therapie mit Digitalispräparaten begünstigt ein Kaliummangel das Auftreten von

Digitalis-bedingten Nebenwirkungen wie z.B. Herzrhythmusstörungen.

·Die blutdrucksenkende Wirkung von Lodoz kann durch die gleichzeitige Gabe von bestimmten

Schmerz- und Rheumamitteln vermindert werden.

·Bestimmte andere blutdrucksenkende Arzneimittel, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Arzneimittel zur

Behandlung einer Depression wie z.B. Monoaminoxidasehemmer, Alkohol sowie Augentropfen zur

lokalen Behandlung des grünen Stars können zu verstärktem Blutdruckabfall führen.

·Bei Patienten mit hohen Harnsäurewerten kann das Risiko eines Gichtanfalls erhöht werden. Die

Wirkung von Gichtmitteln kann durch Lodoz abgeschwächt werden.

·Eine gleichzeitige Einnahme von gewissen Lipidsenkern (z.B. Colestyramin, Colestipol) kann die

Wirkung von Lodoz abschwächen.

·Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln zur Behandlung von Krebs ist Vorsicht geboten.

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen auf die Blutdrucksenkung kann die

Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen

beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Masse bei Behandlungsbeginn, bei einem Wechsel

des Arzneimittels sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden (Externa).

Darf Lodoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Lodoz sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist klar

notwendig. Stillende Mütter sollten auf die Anwendung von Lodoz verzichten.

Wie verwenden Sie Lodoz?

Allgemeine Dosierungshinweise

Die Behandlung mit Lodoz wird vom Arzt bzw. der Ärztin individuell dem Patienten angepasst. Die

Filmtabletten sollten morgens nüchtern oder zum Frühstück unzerkaut mit etwas Flüssigkeit

eingenommen werden. Es ist auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme zu achten. Es liegen

wenige Erfahrungen zur Anwendung von Lodoz bei Kindern und Jugendlichen vor. Deshalb wird

Lodoz für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen. Für ältere Patienten,

sowie für Patienten mit leichten bis mittelschweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen ist keine

Dosisanpassung notwendig.

Spezielle Dosierungshinweise

In der Regel beträgt die Anfangsdosierung einmal täglich eine Filmtablette Lodoz 2.5. Bei

unzureichender blutdrucksenkender Wirkung kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die Dosis stufenweise

auf eine Filmtablette Lodoz 5 bzw. auf eine Filmtablette Lodoz 10 einmal täglich erhöhen.

Vorgehen bei vergessenen Tabletten

Falls Sie die Einnahme von Lodoz vergessen haben, so dürfen Sie das nicht durch die Einnahme der

doppelten Menge Filmtabletten kompensieren. Sie führen die Therapie wie gewohnt und von Ihrem

Arzt oder Ihrer Ärztin verordnet fort.

Unterbruch oder Beendigung der Behandlung

Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Lodoz nicht ohne vorherige Absprache mit

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Besonders bei Patienten mit gewissen Durchblutungsstörungen des

Herzens (koronare Herzkrankheit, Angina pectoris) sollte die Behandlung nicht plötzlich, sondern

schrittweise beendet werden, um eine mögliche Verschlechterung des Zustandes durch das Absetzen

von Lodoz zu vermeiden.

Vorgehen bei Überdosierung

Bei einer Überdosierung benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Diese können

entsprechend der Schwere der Überdosierung über die gegebenenfalls erforderlichen Massnahmen

entscheiden.

Die häufigsten Zeichen einer Überdosierung mit Lodoz sind verlangsamter Herzschlag

(Bradykardie), plötzlich auftretende Atemprobleme (Bronchialverkrampfung), starker

Blutdruckabfall, plötzlich auftretende Herzprobleme (akute Herzmuskelschwäche) und bei

Diabetikern Unterzuckerung (Hypoglykämie). Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie über die weitere

Behandlung genau orientieren.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Lodoz haben?

Häufig (1-

10%):

Erschöpfungszustände (Fatigue), Schwindel, Kopfschmerzen und Schwitzen. Diese

Erscheinungen treten insbesondere zu Behandlungsbeginn auf, sind meist leichter

Natur und verschwinden im weiteren Verlauf der Behandlung.

Taubheit und Kältegefühl in den Extremitäten, Magen-Darm-Störungen wie

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen.

Gelegentlich

(0.1-1%):

Allgemeine Schwäche (Asthenie), Schlafstörungen, depressive Verstimmung,

Appetitverlust, Erhöhung der Blutfettwerte, der Blutharnsäurewerte sowie der

Blutzuckerwerte, Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts (z.B.

Verminderung der Kalium- und Natriumwerte im Blut), Muskelschwäche,

Muskelkrämpfe, verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), verstärkter

Blutdruckabfall, erhöhter Atemwiderstand bei Patienten mit Asthma und chronischen

Atemwegserkrankungen.

Selten (0.01-

0.1%):

Gesteigerte Traumaktivität, Halluzinationen, Mundtrockenheit,

Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Jucken, Rötung, Ausschlag, oder

Sonnenallergie, reduzierter Tränenfluss (bei Kontaktlinsenträgern zu beachten),

Sehstörungen, Kreislaufkollaps, allergischer Schnupfen, Gelbsucht, Potenzstörungen,

Hörstörungen, Blutbildveränderungen.

Sehr selten

(unter 0.01%):

Reduzierung der Säure im Blut (metabolische Alkalose), Schmerzen in der Brust,

Bindehautentzündung des Auges (Konjunktivitis), Entzündung der

Bauchspeicheldrüse, kreisrunder Haarausfall, Auslösung bzw. Verschlechterung

einer Schuppenflechte (Psoriasis), Immunkrankheiten der Haut (kutaner Lupus

erythematodes), Verminderung der weissen Blutkörperchen (Agranulozytose).

Häufigkeit

unbekannt:

Lungenfibrose (interstitielle Lungenerkrankung).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel soll ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt und nur bis zu dem auf

dem Behälter mit EXP bezeichneten Datum verwendet werden. Lodoz soll bei Temperaturen nicht

über 25 °C aufbewahrt werden.

Weitere Auskünfte erteilen Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Lodoz enthalten?

1 Filmtablette enthält

Lodoz 2.5: 2.5 mg Bisoprololfumarat (2:1) und 6.25 mg Hydrochlorothiazid sowie Hilfsstoffe.

Lodoz 5: 5 mg Bisoprololfumarat (2:1) und 6.25 mg Hydrochlorothiazid sowie Hilfsstoffe.

Lodoz 10: 10 mg Bisoprololfumarat (2:1) und 6.25 mg Hydrochlorothiazid sowie Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

56222 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Lodoz? Welche Packungen sind erhältlich?

Sie erhalten Lodoz in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es sind jeweils Packungen mit 30 oder 100 Filmtabletten erhältlich.

Zulassungsinhaberin

Merck (Schweiz) AG, Zug.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.