Locapred

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Locapred Creme
  • Darreichungsform:
  • Creme
  • Zusammensetzung:
  • desonidum 1 mg, propylenglycolum, antiox.: E 310, conserv.: E 200, E 218, excipiens ad-Salbe für 1 g.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Locapred Creme
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Entzündliche, nicht infizierte Dermatosen

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 43426
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-06-1983
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Locapred® 0.1 %, Creme

Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden.

Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie dürfen es nicht an andere

Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte

ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Was ist Locapred Creme und wann wird sie angewendet?

Locapred ist ein Hautpräparat mit dem Wirkstoff Desonid, einem Kortikosteroid.

Locapred wird vom Arzt bzw. von der Ärztin zur Behandlung von Hautleiden verschiedener Natur

verschrieben, wie zum Beispiel juckende oder entzündliche Hauterkrankungen, Lichen (Flechten).

Locapred wird auch als unterstützendes Arzneimittel bei der Behandlung von Schuppenflechte

(Psoriasis) eingesetzt.

Die Anwendung von Locapred Creme führt zu einem Abklingen von Symptomen wie Juckreiz und

Rötung.

Locapred darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben, weil es für Ihr jetziges

Hautleiden genau das richtige ist. Aus diesem Grunde sollten Sie es in Zukunft nicht einfach wieder

verwenden - weder für Sie noch für andere - um eine vielleicht dem Anschein nach ähnliche

Erkrankung zu behandeln. Wenden Sie sich zuvor unbedingt an Ihren Arzt bzw. an Ihre Ärztin.

Wann darf Locapred Creme nicht angewendet werden?

Die Creme darf bei viralen, bakteriellen und mykotische (durch Pilze hervorgerufene) Infektionen

sowie parasitären Infektionen nicht verwendet werden, und dies auch dann nicht, wenn es sich um

entzündliche Infektionen handelt; bei Reaktionen auf Impfungen, sie darf auch bei offenen Wunden,

ulzerierenden Wunden, eitrigen Entzündungen wie z.B. Furunkel, Abszessen und Akne, bei Rosacea,

bei Mundrose und bei Überempfindlichkeit gegen eine der Komponenten des Präparats nicht

eingesetzt werden.

Wann ist bei der Anwendung von Locapred Creme Vorsicht geboten?

Locapred ist ein stark wirksames Arzneimittel. Überschreiten Sie nicht die vom Arzt bzw. von der

Ärztin vorgeschriebene Behandlungsdauer, die normalerweise 2 bis 3 Wochen nicht überschreiten

sollte, und die vorgeschriebene Häufigkeit der Anwendung (zweimal täglich – morgens und abends)

da sich sonst Hautschäden einstellen und Wirkungen auf den gesamten Körper (systemische

Nebenwirkungen) entstehen können.

Eine Erhöhung der Anzahl der täglichen Anwendungen kann Nebenwirkungen verschlimmern, ohne

dass eine Besserung der zu therapierenden Hautstelle eintritt.

Wenn eine Hautkrankheit nicht innerhalb einiger Tage auf die Behandlung anspricht oder sich gar

verschlimmert, konsultieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Teilen Sie ihm bzw. ihr ebenfalls mit,

wenn Juckreiz und Rötung, Bläschen oder eine starke Verdünnung der Haut und Verletzungen

auftreten.

Eine grossflächige Anwendung (mehr als 10% der Körperoberfläche) sowie eine Anwendung auf

verstärkt resorbierenden Hautarealen (offene Wunden, geschädigte Haut, intertriginöse Bereiche

(Hautfalten) in Gelenkbeugen sowie zwischen den Fingern bzw. Zehen, Haut/Schleimhautgrenzen,

um die Augen herum) ist zu vermeiden.

Locapred sollte bei Kindern unter 1 Jahr nicht angewendet werden. Wird vom Arzt bzw. von der

Ärztin eine Behandlung beim Säugling trotzdem für notwendig erachtet, ist besondere Vorsicht

geboten, da in den Hautfalten und unter undurchlässigen Windelhosen unvermittelt Anzeichen einer

sogenannten Okklusionsauswirkung mit Förderung der Aufnahme des Arzneimittels in die Blutbahn

auftreten können. Es sollen in diesen Fällen Stoffwindeln und Plastikhosen verwendet werden.

Das Präparat darf nicht alleine gegen bakterielle oder mykotische Sekundärinfektionen einer

kortikoidempfindlichen Dermatose angewendet werden.

Sollte eine lokale Unverträglichkeit auftreten, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Die wiederholte und/oder langdauernde Anwendung dieses Arzneimittels in augennahen

Hautgebieten kann bei bestimmten Patienten zu Sehstörungen (z.B. verschwommenes Sehen),

erhöhtem Augeninnendruck oder Grauem Star (Katarakt) führen. Falls Kortikosteroide länger als 1

Woche in augennahen Hautgebieten oder an den Augenlidern angewendet werden, soll dies nur unter

augenärztlicher Überwachung geschehen. Wenn Sehstörungen während der regulären Behandlung

mit Kortikosteroiden auftreten, muss ein Arzt oder eine Ärztin kontaktiert werden.

Vorsicht gilt bei der Anwendung an Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis), da die Anwendung

von Kortikosteroiden auf der Haut gefährlich sein kann und infolge zu Wiederaufflammen der

Krankheit durch eine Toleranzentwicklung, zum Risiko einer generalisierten pustulären Psoriasis und

zur allgemeinen Toxizität infolge einer Störung der Haut führen kann. Bei Patienten mit

Schuppenflechte soll der Arzt bzw. die Ärztin die Behandlung überwachen.

Die in Locapred enthaltenen Hilfsstoffe (Cetylalkohol und Sorbinsäure) können beide lokale

Hautreaktionen auslösen. Locapred enthält zusätzlich Propylenglykol, das Hautreaktionen

verursachen kann und Methylparahydroxybenzoat, das zu allergischen Reaktionen (möglicherweise

verzögert) führen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie

§an anderen Krankheiten leiden,

§Allergien haben oder

§andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Locapred Creme während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Während der Schwangerschaft darf das Arzneimittel nicht angewendet werden, es sei denn, es wurde

Ihnen ausdrücklich von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin so verordnet. Aus Sicherheitsgründen sollten

stillende Mütter dieses Arzneimittel nicht verwenden.

Wenn Sie schwanger sind, während der Behandlungszeit schwanger werden möchten, oder wenn Sie

stillen, müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber informieren, bevor mit der Therapie

begonnen wird.

Wie verwenden Sie Locapred Creme?

Halten Sie sich an die ärztliche Anweisung. Sofern vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders

verordnet, wird Locapred in der Regel zweimal täglich (morgens und abends auf die zu

behandelnden Stellen) aufgetragen werden. Eine höhere Anzahl täglicher Anwendungen von

Locapred, kann die Nebenwirkungen verschlimmern, ohne dass eine Besserung der zu

therapierenden Hautstelle eintritt. Bei grösseren Behandlungsflächen sind Plastikhandschuhe

anzuziehen, ansonsten sollten Sie sich nach der Anwendung sorgfältig die Hände waschen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Locapred Creme haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Locapred Creme auftreten:

Lokale unerwünschte Wirkungen wie Reizungen der Haut, Brennen, Jucken und Trockenheit sowie

Überempfindlichkeitsreaktionen.

Nach längerer Anwendung kann es zu einer Verdünnung der behandelten Hautstellen, zu

Erweiterungen kleiner oberflächlicher Blutgefässe und zur Bildung von blau-rötlichen Streifen

kommen.

Im Gesicht können Kortikoide eine Hautentzündung um den Mund sowie eine Rosacea

(Kupferfinne) hervorrufen oder verstärken. Es wurde über akneförmige oder pustulöse Ausschläge,

Hypertrichose (vermehrte Körperbehaarung) und Pigmentveränderungen berichtet. Verzögerte

Narbenbildung bei Wunden, Schorf und Unterschenkelgeschwüre wurden beobachtet. Sollten diese

oder andere Anzeichen auftreten, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt bzw. an Ihre Ärztin.

Bei Kindern, besonders Säuglingen und Kleinkindern ist zu beobachten, dass der Wirkstoff vermehrt

in die Blutbahn aufgenommen wird, so dass u.a. Wachstumsstörungen bei längerer Anwendung

auftreten können.

Die in Locapred enthaltenen Hilfsstoffe (Propylenglykol, Sorbinsäure, Cetylalkohol und

Methylparahydroxybenzoat können eine Kontaktallergie auslösen (unmittelbare Hautreaktionen mit

Nesselfieber).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren. Bei Raumtemperatur (15-25°C)

aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Locapred Creme enthalten?

1 g Creme enthält:

Wirkstoff: 1 mg Desonid,.

Hilfsstoffe: Propylenglykol, Cetylalkohol, Konservierungsstoffe: Sorbinsäure (E 200),

Methylparahydroxybenzoat (E 218), Antioxidans: Propylgallat (E 310) sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

43’426 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Locapred Creme? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Tube zu 15 g.

Zulassungsinhaberin

Pierre Fabre (Suisse) SA, Allschwil

Diese Packungsbeilage wurde im September 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.