Lithiofor

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Lithiofor tabletten mit verlängerter
  • Darreichungsform:
  • tabletten mit verlängerter
  • Zusammensetzung:
  • lithii sulfas anhydricus 660 mg Endwerte. lithium 12 mmol, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Lithiofor tabletten mit verlängerter
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Staaten, die manisch-depressiven

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 38061
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-08-1973
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Patienteninformation

Lithiofor®

Vifor SA

Was ist Lithiofor und wann wird es angewendet?

Lithiofor ist ein Lithiumpräparat. Lithiofor ist hauptsächlich, auf ärztliche Verordnung, zur

Behandlung akuter Phasen und zur langfristigen Prophylaxe der Rückfälle bei Patienten mit

manisch-depressiven Psychosen bestimmt.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Lithiofor auch als Ergänzung zur Behandlung mit den klassischen

Antidepressiva verschreiben.

Das Präparat darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin ausgegeben werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Es kann vorkommen, dass das Arzneimittel seine vollständige Wirkung erst nach mehreren Monaten

entfaltet, und es ist oft notwendig, die Behandlung mit Lithium ununterbrochen während Jahren

fortzusetzen.

Wann darf Lithiofor nicht angewendet werden?

Lithiofor darf nicht bei Patienten verwendet werden, die:

an schwerer Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz oder Funktionsbeschwerden der Schilddrüsen

leiden;

eine salzarme Diät befolgen oder im wasser- und natriumarmen Zustand nach hohem Schwitzen (z.B.

nach hoher körperlicher Anstrengung, Aufenthalt in einem warmen Land oder fiebriger Krankheit)

sind;

überempfindlich gegenüber einen Bestandteil des Arzneimittels sind.

Nicht für Kinder unter 12 Jahren anwenden.

Wenn Lithiofor eingenommen wird, darf nicht gestillt werden (siehe Kapitel «Darf Lithiofor

während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»).

Wann ist bei der Einnahme von Lithiofor Vorsicht geboten?

Diese Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Sie sollten immer dafür sorgen, genügend Flüssigkeit und Salz einzunehmen. Das ist bei starkem

Schwitzen (z.B. Sport) oder bei übermässigem Harnen besonders wichtig. Sehr strenge

Abmagerungskuren und salzarme Diäten sind zu vermeiden (s. «Welche Nebenwirkungen kann

Lithiofor haben?»).

Hohe Lithium-Blutspiegel (Lithium=Wirkstoff von Lithiofor) sind schädlich. Deshalb wird Ihr Arzt

Ihnen regelmässig Blutkontrollen verschreiben, um Ihren Lithium-Blutspiegel zu überwachen und

Nebenwirkungen zu vermeiden. Die Empfindlichkeit gegenüber Lithium ändert sich von Patient zu

Patient. Unterbrechen Sie sofort Ihre Behandlung mit Lithiofor und informieren Sie oder lassen Sie

Ihren Arzt durch einem Dritten unverzüglich informieren, falls Sie eindeutig eines oder mehrere der

folgenden Symptome empfinden:

starken andauernden Durst und dringenden Harndrang, Diarrhöe, Nausea, Bewegungs- und

Sprachstörungen, starkes und möglicherweise unregelmässiges Zittern der Hände, Muskelkrämpfe,

starke Schläfrigkeit oder Apathie.

Nehmen Sie das Arzneimittel an den von Ihrem Arzt bzw. von Ihrer Ärztin bestimmten Zeitpunkten

ein. Falls Sie eine Einnahme vergessen haben, warten Sie bis zur Zeit der nächsten Einnahme.

Verdoppeln Sie die Dosierung nicht, um eine vergessene Dose auszugleichen!

Wenn Sie Lithium gleichzeitig mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln, Metronidazol,

bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz wie ACE-

Hemmer (z.B. Captopril, Enalapril) oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten («Sartane», z.B.

Candesartan, Valsartan) einnehmen, kann die Lithiumkonzentration im Blut ansteigen und zu

unerwünschten Wirkungen führen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie solche Medikamente

einnehmen.

Wenn Sie gleichzeitig auch andere Medikamente wie Diuretika, Antidepressiva, Medikamente zur

Behandlung von Störungen der Psyche, Antiepileptika oder Calcitonin einnehmen, informieren Sie

Ihren Arzt oder sprechen Sie mit ihm darüber.

Die Nierenfunktion sollte von Ihrem Arzt bzw. von Ihrer Ärztin überprüft werden, da es bei

Anwendung von Lithiofor sehr selten zu Nierenschädigungen kommen kann.

Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz, die über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren

Lithium erhalten haben, besteht möglicherweise ein Risiko für die Entwicklung von gut- bzw.

bösartigen Nierentumoren (Mikrozysten, Onkozytom oder Ductus-Bellini-Karzinom der Niere).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Lithiofor während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind dürfen Sie Lithiofor nicht einnehmen. Wenn Sie planen schwanger zu

werden, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Wenn Sie im gebärfähigen Alter sind

und Lithiofor einnehmen, sollten Sie auf eine sichere Empfängnisverhütung achten. Falls Sie

trotzdem schwanger werden, müssen Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.

Während der Behandlung mit Lithiofor darf nicht gestillt werden.

Wie verwenden Sie Lithiofor?

Die endgültige Dosierung wird durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin bestimmt in Funktion eines

konstanten Lithiumblutspiegels, der durch regelmässige Bestimmungen erhalten wird. Allgemein

wird folgende Basisdosierung empfohlen:

1. und 2. Tag: ½ Tablette pro Tag;

3. und 4. Tag: ½ Tablette 2 mal täglich;

5. und 6. Tag: 1½ Tabletten (in 2 Einnahmen verteilt) pro Tag;

ab 7. Tag: 1 Tablette 2 mal täglich.

Bei Patienten, die schon mit Lithium behandelt werden, kann der Wechsel von einer einfachen Form

zu Lithiofor direkt erfolgen, im allgemeinen mit einer Dosierung von 1 Tablette 2 mal täglich.

Die Einnahme der Tabletten soll morgens und abends erfolgen, mit einem Zeitabstand von 10–12

Stunden. Bei gut eingestellten Patienten kann die gesamte Tagesdosis als Einmalgabe vor dem

Schlafengehen erfolgen. Die Tabletten müssen unzerkaut mit etwas Wasser geschluckt werden.

Bei älteren Patienten sind oft niedrigere Dosen nötig, um die gewünschte therapeutische Wirkung zu

erhalten, und unerwünschte Wirkungen sind mit Dosen möglich, die von jungen Patienten gut

vertragen werden.

Die Anwendung und Sicherheit von Lithiofor bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher nicht geprüft

worden.

Eine Anwendung des Präparates bei Jugendlichen soll nur in Spitälern mit entsprechender Erfahrung

erfolgen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Lithiofor haben?

Auftreten und Ausmass der Nebenwirkungen ist von der Dosierung sowie von der individuellen

Empfindlichkeit abhängig.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Lithiofor auftreten:

Am Anfang der Behandlung

Leichtes Händezittern, zunehmende Harnmenge, Durst und Nausea. Diese Wirkungen verschwinden

gewöhnlich im Verlauf der Behandlung oder nach einer Dosisreduktion.

Während der Langzeittherapie können folgende Nebenwirkungen eintreten

Ganzer Körper: Ödem (Wasseransammlung im Gewebe).

Herz und Kreislauf: Arrhythmie, Elektrokardiogramm-Veränderungen, Funktionsbeschwerden,

niedriger Blutdruck.

Zentrales Nervensystem: Händezittern, faszikuläre Zuckungen oder Krämpfen,

Bewegungsbeschwerden, Anfälle, verwaschene Sprache, Schwindel, Augenzittern, Bewusstlosigkeit,

Kopfschmerzen.

Haut: Haarausfall, Akne, Hautausschläge, Juckreiz, Auslösen oder Verstärkung einer Psoriasis.

Endokrinologisch: Kropfausbildung, Beschwerden der Schilddrüsenfunktion.

Gastrointestinaltrakt: Appetitlosigkeit, Nausea, Erbrechen, Diarrhöe, Bauchschmerzen, übermässiger

Speichelfluss, Mundtrockenheit.

Blut: Anstieg der roten und weissen Blutkörperchen und der Blutplättchen.

Metabolismus: Erhöhung der Glykämie und des Calciumblutspiegels, Gewichtszunahme.

Muskeln: Gelenk- und Muskelschmerzen.

Hirn: Halluzinationen, Gedächtnisverlust.

Nieren: Durst, Erhöhung des Harnvolumes, unwillkürlicher Harnabfluss, nephrotische Beschwerden

(sogenanntes nephrotisches Syndrom). Selten: gutartige/bösartige Nierentumoren (Mikrozysten,

Onkozytom und Sammelrohrkarzinom der Niere). Sehr selten: bleibende Nierenschädigung

(chronische Nephritis, Fibrose).

Geschlechtsorgane: Impotenz, Funktionsbeschwerden.

Sinnesorgane: Sehbeschwerden.

Sie müssen Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren, wenn eine

oder mehrere der oben beschriebenen Nebenwirkungen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Wie andere Arzneimittel ist Lithiofor ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Die Tabletten sind in ihrer Originalpackung vor Feuchtigkeit geschützt und bei Raumtemperatur

(15–25 °C) aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Wenn Sie Tabletten mit überschrittenem Verfalldatum haben, bringen Sie sie bitte in die

Apotheke zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Lithiofor enthalten?

1 Retardtablette enthält: 660 mg wasserfreies Lithiumsulfat, was 12 mmol Lithium entspricht, und

Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

38061 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Lithiofor? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verordnung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Packungen zu 30 oder 250 Retardtabletten.

Zulassungsinhaberin

Vifor SA, Villars-sur-Glâne.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

17-1-2019

Updated Recall: HP Inc. Canada recalls Third-party Lithium-ion Batteries in Notebook Computers and Mobile Workstations

Updated Recall: HP Inc. Canada recalls Third-party Lithium-ion Batteries in Notebook Computers and Mobile Workstations

The battery can overheat, posing a potential burn and fire hazard.

Health Canada

27-7-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu Hall Small Lithium Battery von ConMed Corporation

Dringende Sicherheitsinformation zu Hall Small Lithium Battery von ConMed Corporation

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

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