Litarex

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Litarex Retard-Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Retard-Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • lithii citras 564 mg corresp. lithium 6 mmol, dibutylis phthalas, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Litarex Retard-Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Manisch-depressive Episoden

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 40669
  • Berechtigungsdatum:
  • 19-08-1977
  • Letzte Änderung:
  • 12-09-2017

Packungsbeilage

Patienteninformation

Transferiert von Actavis Switzerland AG

Litarex®

Teva Pharma AG

Was ist Litarex und wann wird es angewendet?

Litarex ist ein Arzneimittel, das auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin gegen manische

Depressionen eingesetzt wird. Der Wirkstoff von Litarex, das Lithium, befindet sich in einer

speziellen Tablette, welche eine allmähliche Freisetzung über mehrere Stunden garantiert.

Wann darf Litarex nicht angewendet werden?

·Bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff Lithium oder gegen einen Hilfsstoff von Litarex.

·Bei Nierenerkrankungen.

·Kurz nach einem Herzinfarkt.

·Bei Störungen im Salz- und Flüssigkeitsgleichgewicht.

·Bei angeborenen (bei Ihnen oder in Ihrer Familie) oder erworbenen Herzfunktionsstörungen (z.B.

ersichtlich aus einem veränderten EKG).

·Bei Störungen der Schilddrüsenfunktion.

Wenn Litarex eingenommen wird, darf nicht gestillt werden (siehe «Darf Litarex während einer

Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»).

Wann ist bei der Einnahme von Litarex Vorsicht geboten?

Salzmangel vermindert die Ausscheidung von Lithium aus dem Körper und kann dadurch dessen

Nebenwirkungen verstärken. Ein Salzmangel kann beispielsweise entstehen durch eine salzarme

Diät, Salzverlust beim Schwitzen oder durch harntreibende Arzneimittel.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit, wenn Sie an Herzinsuffizienz oder an anderen

Herzkrankheiten, an der Parkinson-Krankheit, an einer Schilddrüsenerkrankung oder an Epilepsie

leiden.

Der in Litarex enthaltene Wirkstoff Lithium ist bei erhöhten Konzentrationen im Blut schädlich.

Deshalb führt Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin eine regelmässige Blutuntersuchung zur Bestimmung des

Lithium-Blutspiegels durch, um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden.

Die Empfindlichkeit auf Lithium ist von Patient/Patientin zu Patient/Patientin verschieden. Brechen

Sie die Therapie mit Litarex sofort ab und informieren Sie oder Ihre Angehörigen ohne Verzug Ihren

Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie eines oder mehrere der folgenden Symptome deutlich verspüren:

Ständiger starker Durst und Harndrang, Durchfall, Übelkeit, Bewegungs- und Sprachstörungen,

starkes und unter Umständen unregelmässiges Zittern der Hände, Muskelzuckungen und starke

Schläfrigkeit oder Trägheit.

Die Nierenfunktion sollte von Ihrem Arzt bzw. von Ihrer Ärztin überprüft werden, da es in sehr

seltenen Fällen bei Anwendung von Litarex zu Nierenschädigungen kommen kann.

Ist Ihre Nierenfunktion stark beeinträchtigt, so besteht bei einer Behandlung von mehr als 10 Jahren

mit lithiumhaltigen Arzneimitteln das Risiko, dass sich gutartige oder bösartige Nierentumore

(Mikrozysten, onkozytäre Karzinome, Sammelrohrkarzinome) entwickeln können.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Lithium und entzündungshemmenden Schmerzmitteln,

Metronidazol, gewissen Arzneimitteln zur Behandlung von Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz,

wie ACE-Hemmer (z.B. Captopril, Enalapril) oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten,

sogenannter Sartane (z.B. Candesartan, Valsartan), kann sich der Lithiumspiegel erhöhen und zu

starken Nebenwirkungen führen. Sie müssen Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie

solche Arzneimittel einnehmen.

Auch die gleichzeitige Einnahme weiterer Arzneimittel wie harntreibende Mittel, Antidepressiva,

Arzneimittel bei psychischen Störungen, Antiepileptika oder Calcitonin ist dem Arzt oder der Ärztin

zu melden bzw. mit ihm oder ihr zu besprechen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen, da es bei der Einnahme von Litarex unter anderem zu

Schläfrigkeit, Schwindel und Halluzinationen kommen kann.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen

oder äusserlich anwenden.

Darf Litarex während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Litarex nicht einnehmen. Wenn Sie planen schwanger zu

werden, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Wenn Sie im gebärfähigen Alter sind

und Litarex einnehmen, sollten Sie auf eine sichere Empfängnisverhütung achten. Falls Sie trotzdem

schwanger werden, müssen Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.

Während der Behandlung mit Litarex darf nicht gestillt werden.

Wie verwenden Sie Litarex?

Der Arzt bzw. die Ärztin ermittelt die für Sie richtige Dosierung. Diese erfolgt durch die

Bestimmung des Lithiumgehaltes in Ihrem Blut und die dabei beobachtete Wirkung.

Die Behandlung wird begonnen mit der Einnahme je 1 Retardtablette Litarex morgens und abends.

Die Retardtabletten sollen unzerkaut mit etwas Wasser geschluckt werden. Sie verfügen über eine

Zierrille, die nicht zum Teilen der Retardtabletten in gleiche Dosen bestimmt ist.

Nach einer Woche wird die Lithiumkonzentration im Blut gemessen, und zwar 12 Stunden nach

Einnahme der letzten Retardtablette. Aufgrund dieses Blutwertes bestimmt Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

die für Sie notwendige Dosierung. Nach optimaler Einstellung genügt es in der Regel, den Gehalt

von Lithium im Blut alle 2–3 Monate zu kontrollieren.

Da die Aufrechterhaltung des richtigen Blutspiegels von Lithium so wichtig für den

Behandlungserfolg ist – zu tiefe Konzentrationen zeigen ungenügende Wirksamkeit, zu hohe

Konzentrationen erzeugen Nebenwirkungen –, sollten Sie den Anweisungen des Arztes bzw. der

Ärztin unbedingt Folge leisten.

Nehmen Sie das Arzneimittel zu der von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin festgesetzten Zeit ein. Falls

Sie eine Dosis vergessen haben, warten Sie den nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt der Einnahme

ab. Nehmen Sie keine doppelten Dosen zur Kompensation vergessener Dosierungen ein.

Ältere Patienten und Patientinnen benötigen oft kleinere Dosen, um die gewünschte therapeutische

Wirkung zu erreichen. Dabei können sich Nebenwirkungen bei älteren Patienten und Patientinnen

bereits bei Dosierungen äussern, die von jüngeren Patienten und Patientinnen toleriert werden.

Litarex ist zur Behandlung von Kindern nicht geeignet. Eine Anwendung des Präparates bei

Jugendlichen soll nur in Spitälern mit entsprechender Erfahrung erfolgen.

Ändern Sie deshalb nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das

Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw.

mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Litarex haben?

Zu Beginn einer Behandlung mit Litarex können die folgenden Nebenwirkungen auftreten: Leichtes

Zittern der Hände, erhöhte Harnmenge, Durst und Übelkeit. Diese Nebenwirkungen verschwinden

aber in der Regel nach einiger Zeit. Sollten sie länger anhalten oder fühlen Sie sich dadurch zu stark

beeinträchtigt, so benachrichtigen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Bei Dauerbehandlung wurden die folgenden Nebenwirkungen beobachtet:

Ganzer Körper: Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe).

Herz und Kreislauf: Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck, EKG-Veränderungen,

Kreislaufversagen, Raynaud-Symptomatik (anfallsartige stärkere Durchblutungsstörungen mit z.B.

Blässe von Fingern oder Zehen).

Nervensystem: Zittern der Hände, Muskelzuckungen oder Krämpfe, Bewegungsstörungen, Anfälle,

verwaschene Sprache, Schwindel, Augenzittern, Bewusstlosigkeit, Kopfschmerzen.

Haut: Haarausfall, Akne, Ausschläge, Juckreiz, Auslösen oder Verstärken der Psoriasis

(Schuppenflechte).

Hormonsystem: Kropfbildung, Störung der Schilddrüsenfunktion.

Magen und Darm: Appetitmangel, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen,

übermässiger Speichelfluss, Mundtrockenheit.

Blut: Anstieg der weissen und roten Blutkörperchen sowie der Blutplättchen.

Stoffwechsel: Anstieg des Blutzuckers, Anstieg von Kalzium im Blut, Gewichtszunahme.

Muskulatur: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen.

Gehirn: Halluzinationen, Schläfrigkeit, Gedächtnisverlust.

Nieren: Durst, erhöhte Harnmenge, Harninkontinenz, Nierenstörung (nephrotisches Syndrom).

Sehr selten: bleibende Nierenschädigung (Fibrose).

In Einzelfällen: Bildung von gutartigen/bösartigen Nierentumoren (Mikrozysten, onkozytäre

Karzinome oder Sammelrohrkarzinome) bei Langzeittherapie.

Geschlechtsorgane: Impotenz, sexuelle Funktionsstörungen.

Sinnesorgane: Sehstörungen.

Falls Nebenwirkungen auftreten, von denen Sie einen Zusammenhang mit der Einnahme von Litarex

vermuten, konsultieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Die ersten Anzeichen einer

Überdosierung können sich durch starkes Zittern, Redeschwierigkeiten, starkes Erbrechen und

Durchfälle äussern. Bitte konsultieren Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP:» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Die Retardtabletten sind in Kunststoffflaschen abgepackt. Die Flasche ist nach Entnahme einer

Retardtablette wieder gut zu verschliessen.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalverpackung, vor Feuchtigkeit geschützt und ausser

Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Litarex enthalten?

1 Retardtablette (mit Zierrille) Litarex enthält als Wirkstoff 564 mg Lithiumcitrat (entsprechend 6

mmol Lithium), Dibutylis Phthalas sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

40669 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Litarex? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Litarex: Packung zu 100 Retardtabletten.

Zulassungsinhaberin

Teva Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

27-7-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu Hall Small Lithium Battery von ConMed Corporation

Dringende Sicherheitsinformation zu Hall Small Lithium Battery von ConMed Corporation

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

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