Litak 10

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Litak 10 Lösung zur subkutanen Injektion / intravenösen Infusion
  • Darreichungsform:
  • Lösung zur subkutanen Injektion / intravenösen Infusion
  • Zusammensetzung:
  • cladribinum 10 mg, natrii chloridum, aqua ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 5 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Litak 10 Lösung zur subkutanen Injektion / intravenösen Infusion
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Zytostatikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55172
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-11-1999
  • Letzte Änderung:
  • 10-02-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Litak® 10

Zusammensetzung

Wirkstoff: Cladribinum (2-Chloro-2’-deoxy-b-D-adenosinum; 2-CdA)

Hilfsstoffe: Natrii chloridum, Aqua ad injectabilia q.s. ad solutionem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lösung zur subkutanen Injektion/intravenösen Infusion:

Durchstechflaschen zu 10 mg/5 ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung der Haarzell-Leukämie.

Kann als Zweitlinien-Therapie bei refraktären niedrigmalignen lymphoproliferativen Erkrankungen

(follikuläre und diffuse Non-Hodgkin-Lymphome, chronisch lymphatische Leukämie und Morbus

Waldenström) angewendet werden.

Dosierung/Anwendung

LITAK 10 sollte nur unter Aufsicht eines in der Chemotherapie erfahrenen Arztes verabreicht

werden.

LITAK 10 wird als subkutane Injektion oder intravenöse Infusion verabreicht.

Zubereitung und Handhabung: siehe Rubrik «Sonstige Hinweise/Hinweise für die Handhabung».

Haarzell-Leukämie

Die empfohlene Dosis bei Haarzell-Leukämie beträgt 1 Zyklus mit 0.14 mg/kg/Tag verabreicht als

subkutane Bolusinjektion während 5 aufeinander folgenden Tagen.

Alternativ kann 1 Zyklus mit 0.1 mg/kg/Tag während 7 aufeinander folgenden Tagen als

kontinuierliche intravenöse Infusion verabreicht werden.

Non-Hodgkin-Lymphome, chronisch-lymphatische Leukämie und Morbus Waldenström

Die empfohlene Dosis beträgt 0.1 mg/kg/Tag als subkutane Bolusinjektion während 5 aufeinander

folgenden Tagen in monatlichen Abständen. Erfahrungen mit einer Anwendung über mehr als 3

Zyklen sind begrenzt.

Dosierungen bei Nebenwirkungen

LITAK 10 soll bei Eintreten schwerwiegender Toxizitätserscheinungen abgesetzt werden, respektive

die Anwendung soll bis zum Verschwinden der Nebenwirkung unterbrochen werden. Beim

Auftreten von Infektionen sollte eine adäquate antibiotische Behandlung eingeleitet werden.

Patienten mit einer manifesten Knochenmarkdepression infolge multipler Vorbehandlungen oder

infolge einer Tumorinfiltration sollten nur mit entsprechender Vorsicht behandelt werden.

Prävention eines Tumorlysesyndroms

Eine Allopurinol-Prophylaxe zur Regulierung des Harnsäure-Serumspiegels, eine ausreichende

Hydrierung sowie eine regelmässige Überprüfung der Nierenfunktion werden insbesondere bei

Patienten mit einer hohen Tumorzellmasse empfohlen. Die Allopurinol-Prophylaxe beginnt

üblicherweise ab dem ersten Zyklustag der Chemotherapie. Es wird eine tägliche orale Dosis von

100 mg Allopurinol während 2 Wochen empfohlen. Bei Anstieg der Serum-Harnsäure über den

Normalwert kann die Allopurinol-Dosis auf täglich 300 mg erhöht werden.

Spezielle Dosierungsempfehlungen

Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz

Zur Behandlung von Patienten mit einer Leber- oder Niereninsuffizienz liegen keine Daten vor.

Diese Patienten sind mit Vorsicht zu behandeln.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von LITAK 10 bei Kindern und Jugendlichen ist nicht gezeigt.

Kontraindikationen

• Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss

Zusammensetzung

• Schwangerschaft und Stillzeit

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Myelotoxizität

Cladribin ist myelotoxisch. Das Blutbild sollte während der Therapie regelmässig und nach

Abschluss der Behandlung während 2 bis 4 Monaten in regelmässigen Abständen kontrolliert

werden, um allfällige hämatologische Nebenwirkungen (Anämie, Neutropenie, Thrombozytopenie)

sowie Infekte, Hämolyse oder Blutungen frühzeitig zu erkennen, bzw. um die Normalisierung der

Blutwerte zu verfolgen. Patienten mit einer manifesten Knochenmarkdepression sollten mit Vorsicht

behandelt werden. Der therapeutische Nutzen und die Risiken sollten bei Patienten mit aktivem

Infekt oder mit erhöhter Infektanfälligkeit sorgfältig abgeschätzt werden. Wegen einer erwarteten

kumulativen Zunahme der Myelosuppression ist bei Verabreichung mehrerer Zyklen von LITAK 10

Vorsicht geboten.

Beim Auftreten von Myelotoxizität ist je nach Schweregrad eine Unterbrechung der Therapie

erforderlich. Da bei den meisten Patienten mit aktiver Haarzell-Leukämie niedrige Blutzellzahlen,

insbesondere der neutrophilen Granulozyten vorliegen, wird bei über 90% der Fälle eine

vorübergehende schwere Neutropenie (< 1,0 x 109/l) beobachtet. Der Einsatz von hämatopoetischen

Wachstumsfaktoren vermag weder eine Erholung der neutrophilen Granulozyten herbeizuführen

noch die Fieberinzidenz zu senken. Cladribin induziert eine ausgeprägte und anhaltende Senkung der

Spiegel der CD4- und der CD8-positiven T-Lymphozyten. Zurzeit liegen keine Erfahrungen über die

möglichen Langzeitfolgen dieser Immunsuppression vor.

Opportunistische Infektionen werden meistens in den ersten Wochen nach Therapiebeginn manifest.

Bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem oder bei Patienten mit einer früheren

Agranulozytose kann vor der Behandlung mit Cladribin eine Infektionsprophylaxe erforderlich sein.

Fieber unbekannter Ursache wird häufig bei Patienten mit Haarzell-Leukämie, jedoch selten bei

Patienten mit anderen Neoplasien, beobachtet und tritt vorwiegend während den ersten vier Wochen

der Therapie auf. Die Ursache febriler Ereignisse sollte mit entsprechenden Labortests und

radiologischen Untersuchungen aufgeklärt werden. Bei Fieber infolge einer Infektion oder einer

Agranulozytose ist eine antibiotische Behandlung indiziert.

Ist eine Transfusion erforderlich, sollten die Patienten bestrahlte Blutbestandteile/-produkte erhalten,

um eine transfusionsbedingte Graft-versus-Host-Reaktion zu vermeiden.

Sekundäre maligne Erkrankungen

Sekundäre maligne Neoplasien können bei Patienten mit Haarzell-Leukämie auftreten. Ihre

Häufigkeit schwankt beträchtlich zwischen 2% bis 21%. Nach der Behandlung mit Cladribin beträgt

die Häufigkeit der sekundären malignen Neoplasien nach einer medianen Beobachtungszeit von 2,8

bis 8,5 Jahren zwischen 0% und 9,5%. Daher sollten die mit Cladribin behandelten Patienten

regelmässig einer Nachuntersuchung unterzogen werden.

Beeinträchtigung der Fertilität

Männern, die mit Cladribin behandelt werden, wird empfohlen, während der Behandlung und bis zu

6 Monaten danach keine Kinder zu zeugen und sich vor Therapiebeginn wegen der Möglichkeit einer

irreversiblen Infertilität durch die Therapie mit Cladribin über eine Spermakonservierung beraten zu

lassen (siehe auch Rubrik «Präklinische Daten»).

Interaktionen

Wegen einer möglichen Potenzierung der Knochenmarksuppression ist von einer gleichzeitigen

Therapie mit anderen myelosuppressiven Arzneimitteln abzuraten. Aufgrund des ähnlichen

intrazellulären Stoffwechsels kann es zu Kreuzresistenzen mit anderen Nukleosidanaloga wie

Fludarabin kommen. Daher wird von einer gleichzeitigen Anwendung von Nukleosidanaloga und

Cladribin abgeraten. Kortikosteroide erhöhen das Risiko für schwere Infektionen, wenn sie

gleichzeitig mit Cladribin angewendet werden; daher ist von einer gleichzeitigen Anwendung

abzusehen.

Da Wechselwirkungen mit Arzneimitteln, bei denen es zu einer intrazellulären Phosphorylierung

kommt (wie antivirale Mittel), oder mit Inhibitoren der Adenosinaufnahme zu erwarten sind, wird

von einer gleichzeitigen Anwendung abgeraten.

Schwangerschaft, Stillzeit

Es gibt klare Hinweise für Risiken des menschlichen Fötus.

Tierexperimentelle Untersuchungen und in vitro Studien mit menschlichen Zelllinien haben ergeben,

dass Cladribin teratogen und mutagen wirkt. Es wurden keine kontrollierten Humanstudien

durchgeführt. LITAK 10 ist während der ganzen Schwangerschaft absolut kontraindiziert.

Patientinnen im gebärfähigen Alter müssen, falls eine Behandlung notwendig ist, während der

Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Falls eine Patientin während der

Chemotherapie schwanger wird, ist sie auf die möglichen Risiken für den Föten hinzuweisen. Es ist

nicht bekannt, ob LITAK 10 in die Muttermilch übertritt. Wegen des Risikos möglicher

schwerwiegender Nebenwirkungen beim Säugling sollte abgestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zur Auswirkung von Cladribin auf die Fahrtüchtigkeit oder die Tauglichkeit

zur Bedienung von Maschinen durchgeführt. LITAK 10 kann aber das Allgemeinbefinden stark

beeinträchtigen. Wenn dies zutrifft, sollte auf das Führen eines Fahrzeugs oder auf das Bedienen von

Maschinen verzichtet werden.

Unerwünschte Wirkungen

Sehr häufig: ≥1/10

Häufig: <1/10, ≥1/100

Gelegentlich: <1/100, ≥1/1000

Selten: <1/1000, ≥1/10‘000

Sehr selten: <1/10‘000

Die nachfolgend aufgeführten, sehr häufigen Nebenwirkungen wurden in den drei wichtigsten

klinischen Studien, in denen 279 Patienten mit verschiedenen Indikationen sowie 62 Patienten mit

Haarzell-Leukämie mit LITAK 10 behandelt wurden, beobachtet. Die Häufigkeitsangaben beziehen

sich auf die Behandlung der Haarzell-Leukämie. Hier sind die unerwünschten Wirkungen häufiger

als bei den anderen Erkrankungen; dies ist teilweise als Folge der Grunderkrankung zu erklären:

Knochenmarksuppression, insbesondere schwere Neutropenie (98%), schwere Thrombozytopenie

(50%), schwere Anämie (55%), schwere Immunsuppression/Lymphopenie (95%), Infektionen (58%)

und Fieber (bis zu 64%).

Die Mehrzahl der Berichte über Hautausschläge (2 – 31%) bezieht sich auf Patienten mit

Begleitmedikationen, die bekanntermassen Hautausschläge hervorrufen (Antibiotika und/oder

Allopurinol). Gastrointestinale Nebenwirkungen wie Übelkeit (5 – 28%), Erbrechen (1 – 13%) und

Durchfall (3 – 12 %) sowie Müdigkeit (2 – 48%), Kopfschmerzen (1 – 23%) und Appetitverlust (1 –

22%) wurden ebenfalls als Nebenwirkungen einer Cladribin-Therapie beschrieben. Sehr selten wurde

über ein Tumorlysesyndrom und eine Graft-versus-Host-Reaktion nach Transfusionen berichtet.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sehr häufig: Infektionen (27 – 58%) Es können opportunistische Infektionen mit Pneumocystis

carinii, Toxoplasma gondii, Listerien, Candida, Herpesviren, Zytomegalovirus und atypischen

Mykobakterien auftreten. Bei 40% der mit einer LITAK-Dosis von 0,7 mg/kg pro Zyklus

behandelten Patienten traten Infektionen auf. Diese Fälle waren im Durchschnitt schwerer als die

manifesten Infektionen bei 27% aller Patienten, die eine geringere Dosis von 0,5 mg/kg pro Zyklus

erhielten. Bei 43% der Patienten mit Haarzell-Leukämie traten bei den Standarddosierungen

Infektions-bedingte Komplikationen auf. Ein Drittel dieser Infektionsfälle musste als schwerwiegend

eingestuft werden (z.B. Septikämie, Pneumonie).

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Häufig: sekundäre maligne Erkrankungen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig: Panzytopenie/Knochenmarksuppression (41%), schwere Thrombozytopenie (21 – 50%),

schwere Anämie (14 – 55%), schwere Neutropenie (37 – 98%)

Häufig: Petechien, Blutungen, Epistaxis

Selten: Hypereosinophilie (mit erythematösem Hautausschlag, Pruritus und Gesichtsödem)

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr häufig: Immunsuppression (63%)

Gelegentlich: hämolytische Anämie

Sehr selten: Graft-versus-Host-Reaktion

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Appetitverlust (22%)

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Angstzustände

Gelegentlich: Verwirrtheit

Sehr selten: Depression

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen (23%), Schwindel

Häufig: Schlaflosigkeit

Gelegentlich: Somnolenz, Parästhesie, Schwäche, Lethargie,

Polyneuropathie, Ataxie

Sehr selten: Epileptische Anfälle, Störungen des Sprech- und Schluckvermögens

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Konjunktivitis

Sehr selten: Lidentzündung

Herzerkrankungen

Häufig: Tachykardie, Herzgeräusch, Hypotonie, Myokardischämie

Selten: Herzversagen, Vorhofflimmern, Herzdekompensation, Apoplexie

Gefässerkrankungen

Gelegentlich: Phlebitis

Sehr selten: Lungenembolie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr häufig: auffällige Atemgeräusche, auffällige Geräusche in der Brust, Husten

Häufig: Kurzatmigkeit, pulmonale interstitielle Infiltrate mit vorwiegend infektiöser Ätiologie

Gelegentlich: Pharyngitis

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit (28%), Erbrechen (13%), Verstopfung, Durchfall (12%)

Häufig: gastrointestinale Schmerzen, Blähungen, Mukositis

Sehr selten: Darmverschluss

Affektionen der Leber und Gallenblase

Häufig: reversible, meistens leichte Anstiege der Bilirubin- und Transaminasespiegel

Sehr selten: Gallenblasenentzündung, Leberversagen

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig: Hautausschlag (31%), lokales Exanthem, Diaphorese

Häufig: Pruritus, Hautschmerzen, Erythem, Urtikaria

Sehr selten: Stevens-Johnson-Syndrom/Lyell-Syndrom (toxisch-epidermale

Nekrolyse)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Myalgie, Arthralgie, Arthritis, Knochenschmerzen

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: Nierenversagen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Reaktionen an der Einstichstelle, Fieber (bis zu 64%), Müdigkeit (48%), Schüttelfrost,

Asthenie

Häufig: Ödeme, Unwohlsein, Schmerzen

Gelegentlich: Kachexie

Sehr selten: Amyloidose, Tumorlysesyndrom

In der Mehrzahl sind die Arzneimittel-bedingten Todesfälle auf infektionsbedingte Komplikationen

zurückzuführen. Weiterhin liegen im Zusammenhang mit einer LITAK-Chemotherapie Berichte über

seltene Todesfälle aufgrund von sekundären malignen Erkrankungen, Hirnschlag und Herz-

Kreislaufinfarkten, Graft-versus-Host-Reaktion aufgrund von Mehrfachtransfusionen mit nicht-

bestrahltem Blut sowie Tumorlysesyndrom mit Hyperurikämie, metabolischer Azidose und akutem

Nierenversagen vor.

Überdosierung

Die hauptsächlich auftretenden Symptome bei einer Überdosierung sind Nausea, Erbrechen,

Diarrhoe, schwere Knochenmarkdepression (mit Anämie, Thrombozytopenie, Leukopenie und

Agranulozytose), akute Niereninsuffizienz sowie irreversible Neurotoxizität

(Paraparese/Quadriparese), Guillian-Barré-Syndrom und Brown-Séquard-Syndrom. Die

neurologischen und nierenschädigenden Komplikationen sind in Einzelfällen bei Patienten mit einer

4-fach höheren Dosierung als empfohlen beschrieben worden. Es gibt kein spezifisches Antidot.

Geeignete Gegenmassnahmen bei einer Überdosierung von LITAK 10 sind sofortiger Unterbruch der

Therapie und Einleitung entsprechender unterstützender Massnahmen (Bluttransfusionen, Dialyse,

Hämofiltration, antiinfektiöse Therapie etc.). Patienten mit einer Überdosierung sollten während

mindestens vier Wochen sorgfältig überwacht und die Blutwerte regelmässig kontrolliert werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC Code: L01BB04

LITAK 10 enthält als Wirkstoff Cladribin, ein Zytostatikum der Klasse der Antimetaboliten.

Cladribin ist ein Purinnukleosidanalogon mit dem chemischen Namen 2-Chloro-2’-deoxy-b-D-

adenosin (2-CdA). Die Substitution eines Wasserstoffatoms durch ein Chloratom bei Position 2

unterscheidet Cladribin vom natürlichen 2’-Deoxyadenosin und bewirkt eine Resistenz des Moleküls

gegenüber der Desaminierung durch die Adenosin-Desaminase.

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Cladribin ist ein Pro-Drug, welches nach parenteraler Verabreichung rasch von den Zellen

aufgenommen wird und intrazellulär durch die Desoxycytidinkinase (dCK) zum aktiven Nukleotid 2-

Chlorodeoxyadenosin-5’-triphosphat (CdATP) phosphoryliert wird.

Der Wirkungsmechanismus von Cladribin ist auf die Inkorporation von CdATP in die DNS-Stränge

zurückzuführen: die DNS-Neusynthese in sich teilenden Zellen wird blockiert und der DNS-

Reparaturmechanismus wird inhibiert, was eine Akkumulation der DNS-Strangbrüche und eine

Konzentrationsabnahme von NAD und ATP auch in ruhenden Zellen zur Folge hat. Ausserdem

hemmt CdATP die Ribonukleotid-Reduktase, das für die Konversion von Ribonukleotiden zu

Deoxyribonukleotiden verantwortliche Enzym. Der Zelltod erfolgt durch Energiedepletion und

Apoptose.

Eine Akkumulation von aktivem CdATP ist insbesondere in Zellen mit einer hohen dCK- und einer

geringen Desoxynukleotidase-Aktivität festzustellen, so vor allem in Lymphozyten und in anderen

hämatopoetischen Zellen. Die Zytotoxizität von Cladribin ist dosisabhängig. In nicht-

hämatologischen Geweben ist Cladribin wenig wirksam, was die geringe Toxizität des Zytostatikums

ausserhalb des blutbildenden Systems erklärt. In Zelllinien solider Tumore konnte keine zytotoxische

Wirkung durch Cladribin nachgewiesen werden. Im Gegensatz zu anderen Nukleosidanaloga besitzt

Cladribin sowohl in rasch proliferierenden Zellen als auch in ruhenden Zellen toxische

Eigenschaften.

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik von Cladribin kann mit einem 2- oder 3-Kompartimenten-Modell beschrieben

werden.

Absorption

Nach subkutaner Injektion beträgt tmax 20 Minuten und die Bioverfügbarkeit ist 100%.

Distribution

Das mittlere Verteilungsvolumen von Cladribin beträgt 9.2 l/kg. Cladribin

wird zu ca. 25% an Plasmaproteine gebunden, wobei es zu grossen individuellen Schwankungen

kommen kann (5 – 50%). Es werden intrathekale Konzentrationen von 18 – 25% des Plasmaspiegels

erreicht. Die intrazelluläre Cladribin-Konzentration ist um den Faktor 128 bis 375 höher als der

Plasmaspiegel.

Metabolismus

Intrazelluläres Cladribin wird hauptsächlich durch die Desoxycytidinkinase zum aktiven Metaboliten

CdATP phosphoryliert und weiter zum inaktiven Chloroadenin hydrolysiert.

Elimination

Die durchschnittliche terminale Plasmahalbwertszeit beträgt 7–19 Stunden. In leukämischen Zellen

wurden intrazelluläre Halbwertszeiten von Cladribin-Nukleotiden von initial 15 Stunden und

nachfolgend von über 30 Stunden gemessen. wird vorwiegend über die Nieren eliminiert.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Es sind keine Studien mit LITAK 10 bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion

verfügbar. Die Anwendung von LITAK 10 bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Patienten über

75 Jahre wurde bisher nicht erprobt.

Präklinische Daten

Untersuchungen an Cynomolgus-Affen mit kontinuierlicher intravenöser Infusion über 7 – 14 Tage

haben gezeigt, dass die Zielorgane das Immunsystem (≥ 0,3 mg/kg/Tag), Knochenmark, Haut,

Schleimhäute, Nervensystem und Hoden (≥ 0,6 mg/kg/Tag) sowie Nieren (≥ 1 mg/kg/Tag) sind.

Sofern es nicht zu Todesfällen kam, zeigte sich, dass die meisten oder alle Wirkungen nach

Absetzung des Arzneimittels langsam zurückgingen.

Karzinogenese/Mutagenese

Es sind keine Langzeitstudien im Tiermodell zur Beurteilung des karzinogenen Potenzials von

Cladribin durchgeführt worden. Aufgrund der vorliegenden Daten kann eine Abschätzung des

karzinogenen Risikos von Cladribin für den Menschen nicht vorgenommen werden.

Cladribin zeigt bei Säugetierzellen in Kultur eine mutagene Wirkung. wird in die DNA-Stränge

eingebaut und hemmt die DNA-Synthese und DNA-Reparatur. Cladribin-Konzentrationen zwischen

5 nM und 20 μM führen bei normalen und Leukämiezellen und -zelllinien zur Fragmentierung der

DNA und zum Zelltod.

Reproduktionstoxizität

Cladribin ist bei der Maus teratogen (bei einer Dosis von 1,5 – 3,0 mg/kg/Tag, angewendet an Tag 6

– 15 der Gestation). Auswirkungen auf die Brustbeinknochenbildung wurden bei 1,5 und 3,0

mg/kg/Tag festgestellt. Bei einer Dosis von 3,0 mg/kg/Tag kam es zu vermehrter Resorption,

geringerer Wurfgrösse, geringerem Geburtsgewicht, und es wurden vermehrt Missbildungen an

Kopf, Rumpf und Gliedmassen festgestellt. Cladribin ist beim Kaninchen bei einer Dosis von 3,0

mg/kg/Tag teratogen (angewendet an Tag 7 – 19 der Gestation). Bei dieser Dosierung wurden

schwere Missbildungen der Gliedmassen sowie ein signifikanter Abfall im durchschnittlichen

Geburtsgewicht festgestellt. Eine verringerte Knochenbildung wurde bei 1,0 mg/kg/Tag beobachtet.

Es liegen keine Untersuchungen über die Wirkungen von Cladribin auf die Fertilität im Tiermodell

vor. Allerdings wurde im Rahmen einer Toxizitätsstudie an Cynomolgus-Affen (Makaken)

nachgewiesen, dass Cladribin die Reifung von rasch reifenden Zellen unterdrückt, was auch

Hodenzellen einschliesst.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf nur mit den unter Hinweise für die Handhabung aufgeführten Arzneimitteln

(0,9% Kochsalzlösung) gemischt werden. Bei Zusatz von Glukose muss mit einer Zersetzung des

Wirkstoffes gerechnet werden. Wird dieselbe Infusionsleitung nacheinander zur Verabreichung

verschiedener Arzneimittel benützt, sollten diese vor und nach Applikation von LITAK 10 gespült

werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Das Präparat enthält kein Konservierungsmittel. Nach Anbruch der Durchstechflasche ist die Lösung

sofort zu verwenden. Falls erforderlich, kann sie maximal 24 Stunden im Kühlschrank (2-8°C)

aufbewahrt werden, wenn die Applikation als subkutane Injektion erfolgt.

Die verdünnte Infusionslösung bei einer Konzentration von 0,03 mg/ml in Natriumchlorid 0,9% ist

während 30 Tagen bei 4°C und 25°C physikalisch und chemisch stabil. Aus mikrobiologischer Sicht

sollte sie sofort nach Zubereitung verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel ausser Reich- und Sichtweite von Kindern aufbewahren.

Im Kühlschrank (2-8°C) lagern.

Infolge Lagerung bei tiefer Temperatur kann es zu einer Ausfällung des Wirkstoffes kommen. Durch

Erwärmen auf Raumtemperatur und kräftigem Umschütteln der Ampullen lässt sich die ausgefällte

Substanz wieder in Lösung bringen. Der Wirkstoff ist temperaturempfindlich und sollte nicht erhitzt

oder in der Mikrowelle erwärmt werden.

Hinweise für die Handhabung

Handhabung von Zytostatika:

Bei der Handhabung von LITAK 10, der Zubereitung der Infusionslösung und der Entsorgung sind

die Richtlinien für Zytostatika zu befolgen.

Subkutane Anwendung:

Die erforderliche Dosis kann direkt mit einer Spritze aufgezogen und unverdünnt subkutan injiziert

werden. LITAK 10 sollte unmittelbar vor der Anwendung auf Raumtemperatur erwärmt werden.

Zubereitung der Infusionslösung und intravenöse Anwendung:

Die errechnete Tagesdosis LITAK 10 wird mit 500 ml Natriumchlorid 0.9% verdünnt und über 24

Stunden intravenös infundiert. Die Infusionslösung ist für die 7-tägige Behandlung täglich frisch

zuzubereiten.

Zulassungsnummer

55172 (Swissmedic)

Packungen

Durchstechflaschen zu 10 mg/5 ml: 1 und 5 (A)

Zulassungsinhaberin

Lipomed AG

Fabrikmattenweg 4

4144 Arlesheim

Stand der Information

Januar 2015

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

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10-8-2018

Enforcement Report for the Week of July 25, 2018

Enforcement Report for the Week of July 25, 2018

Recently Updated Records for the Week of July 25, 2018 Last Modified Date: Friday, August 10, 2018

FDA - U.S. Food and Drug Administration

27-7-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu STA Néoplastine CI 10 and CI Plus 10 von Stago

Dringende Sicherheitsinformation zu STA Néoplastine CI 10 and CI Plus 10 von Stago

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

18-7-2018

Orphan designation:  Recombinant humanised anti-human interleukin-1 beta monoclonal antibody,  for the: Treatment of Behçet’s disease

Orphan designation: Recombinant humanised anti-human interleukin-1 beta monoclonal antibody, for the: Treatment of Behçet’s disease

On 1 October 2010, orphan designation (EU/3/10/796) was granted by the European Commission to XOMA Ireland Ltd, Ireland, for recombinant humanised anti-human interleukin-1 beta monoclonal antibody for the treatment of Behçet’s disease.

Europe - EMA - European Medicines Agency

12-7-2018

July 10, 2018: Pawtucket Woman Sentenced for Participation in Opioid Prescription Conspiracy

July 10, 2018: Pawtucket Woman Sentenced for Participation in Opioid Prescription Conspiracy

July 10, 2018: Pawtucket Woman Sentenced for Participation in Opioid Prescription Conspiracy

FDA - U.S. Food and Drug Administration

11-7-2018

July 10, 2018: VA Medical Center Nurse Indicted, Arraigned for Allegedly Tampering with and Stealing Prescription Opioids

July 10, 2018: VA Medical Center Nurse Indicted, Arraigned for Allegedly Tampering with and Stealing Prescription Opioids

July 10, 2018: VA Medical Center Nurse Indicted, Arraigned for Allegedly Tampering with and Stealing Prescription Opioids

FDA - U.S. Food and Drug Administration

11-7-2018

July 10, 2018: Former Des Moines Pharmacy Technician Sentenced for Illegally Tampering with Fentanyl

July 10, 2018: Former Des Moines Pharmacy Technician Sentenced for Illegally Tampering with Fentanyl

July 10, 2018: Former Des Moines Pharmacy Technician Sentenced for Illegally Tampering with Fentanyl

FDA - U.S. Food and Drug Administration

11-7-2018

July 10: 2018: Former Pharmacy Technician Indicted for Stealing Fentanyl, Morphine

July 10: 2018: Former Pharmacy Technician Indicted for Stealing Fentanyl, Morphine

July 10: 2018: Former Pharmacy Technician Indicted for Stealing Fentanyl, Morphine

FDA - U.S. Food and Drug Administration

10-8-2018

Torisel (Pfizer Europe MA EEIG)

Torisel (Pfizer Europe MA EEIG)

Torisel (Active substance: Temsirolimus) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5521 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/799/T/71

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Brinavess (Correvio)

Brinavess (Correvio)

Brinavess (Active substance: vernakalant hydrochloride) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5523 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1215/T/31

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Lymphoseek (Norgine B.V.)

Lymphoseek (Norgine B.V.)

Lymphoseek (Active substance: tilmanocept) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)5520 of Fri, 10 Aug 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Sivextro (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Sivextro (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Sivextro (Active substance: tedizolid phosphate) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5522 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2846/T/28

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Cubicin (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Cubicin (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Cubicin (Active substance: Daptomycin) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5519 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/637/T/69

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Thalidomide Celgene (Celgene Europe B.V.)

Thalidomide Celgene (Celgene Europe B.V.)

Thalidomide Celgene (Active substance: Thalidomide) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5524 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/823/T/57

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

CANCIDAS (Merck Sharp and Dohme B.V.)

CANCIDAS (Merck Sharp and Dohme B.V.)

CANCIDAS (Active substance: caspofungin) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5517 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/379/T/67

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Tesavel (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Tesavel (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Tesavel (Active substance: sitagliptin) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5518 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/910/T/65

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Januvia (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Januvia (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Januvia (Active substance: sitagliptin) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4511 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/722/T/65

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Bortezomib Hospira (Pfizer Europe MA EEIG)

Bortezomib Hospira (Pfizer Europe MA EEIG)

Bortezomib Hospira (Active substance: bortezomib) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)5515 of Fri, 10 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4207/T/10

Europe -DG Health and Food Safety

10-8-2018

Fampyra® 10 mg Retardtabletten

Rote - Liste

7-8-2018

By Aug. 10, all packages and advertisements for “covered” tobacco products (except for cigars and pipe tobacco) and roll-your-own/cigarette tobacco products must have the required nicotine warning statement. https://cards.twitter.com/cards/2m2m96/5xn98 …

By Aug. 10, all packages and advertisements for “covered” tobacco products (except for cigars and pipe tobacco) and roll-your-own/cigarette tobacco products must have the required nicotine warning statement. https://cards.twitter.com/cards/2m2m96/5xn98 …

By Aug. 10, all packages and advertisements for “covered” tobacco products (except for cigars and pipe tobacco) and roll-your-own/cigarette tobacco products must have the required nicotine warning statement. https://cards.twitter.com/cards/2m2m96/5xn98 …

FDA - U.S. Food and Drug Administration

7-8-2018

Memantine Accord (Accord Healthcare Limited)

Memantine Accord (Accord Healthcare Limited)

Memantine Accord (Active substance: memantine) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5421 of Tue, 07 Aug 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2766/R/10

Europe -DG Health and Food Safety

7-8-2018

exoderil® Creme 10 mg

Rote - Liste

7-8-2018

Zovirax Duo 50 mg/g / 10 mg/ g Creme

Rote - Liste

31-7-2018

Rocuroniumbromid Kabi 10 mg/ml

Rote - Liste

30-7-2018

Zalmoxis (MolMed S.p.A.)

Zalmoxis (MolMed S.p.A.)

Zalmoxis (Active substance: Allogeneic T cells genetically modified with a retroviral vector encoding for a truncated form of the human low affinity nerve growth factor receptor (?LNGFR) and the herpes simplex I virus thymidine kinase (HSV-TK Mut2)) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)5118 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2801/R/10

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Xarelto® 10 mg Filmtabletten

Rote - Liste

27-7-2018

EU/3/11/868 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/11/868 (Celgene Europe B.V.)

EU/3/11/868 (Active substance: Lenalidomide) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)5045 of Fri, 27 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/160/10/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

25-7-2018

Vesanoid 10 mg Weichkapseln

Rote - Liste

18-7-2018

MAXALT lingua 5 mg/- 10 mg

Rote - Liste

18-7-2018

MAXALT 5 mg/- 10 mg

Rote - Liste

17-7-2018

Rosuzet 10 mg/10 mg Filmtabletten

Rote - Liste

15-7-2018

Sempera® Liquid 10 mg/ml

Rote - Liste

13-7-2018

Briviact (UCB Pharma S.A.)

Briviact (UCB Pharma S.A.)

Briviact (Active substance: brivaracetam) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)4715 of Fri, 13 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3898/II/10/G

Europe -DG Health and Food Safety

12-7-2018

Morphin Merck® 10 mg/- 20 mg

Rote - Liste

11-7-2018

Terbinafin HCL acis 10 mg/g Spray

Rote - Liste

11-7-2018

Carboplatin Kabi 10 mg/ml Konzentrat

Rote - Liste

10-7-2018

Tegsedi (IONIS USA Limited)

Tegsedi (IONIS USA Limited)

Tegsedi (Active substance: inotersen) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)4458 of Tue, 10 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4782

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Ninlaro (Takeda Pharma A/S)

Ninlaro (Takeda Pharma A/S)

Ninlaro (Active substance: ixazomib) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4463 of Tue, 10 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

DepoCyte (Pacira Limited)

DepoCyte (Pacira Limited)

DepoCyte (Active substance: Cytarabine) - Centralised - Withdrawal - Commission Decision (2018)4490 of Tue, 10 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Fertavid (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Fertavid (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Fertavid (Active substance: follitropin beta) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4474 of Tue, 10 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/1042/T/39

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Corbilta (Orion Corporation)

Corbilta (Orion Corporation)

Corbilta (Active substance: levodopa / carbidopa / entacapone) - Centralised - Renewal - Commission Decision (2018)4468 of Tue, 10 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2785/R/15

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Verkazia (Santen Oy)

Verkazia (Santen Oy)

Verkazia (Active substance: ciclosporin) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)4469 of Tue, 10 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4411

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Noxafil (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Noxafil (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Noxafil (Active substance: Posaconazole) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4476 of Tue, 10 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/610/T/54

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Adrovance (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Adrovance (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Adrovance (Active substance: Alendronate sodium / Colecalciferol) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4477 of Tue, 10 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/759/T/39

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Sovaldi (Gilead Sciences Ireland UC)

Sovaldi (Gilead Sciences Ireland UC)

Sovaldi (Active substance: sofosbuvir) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4482 of Tue, 10 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2798/T/51

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Revolade (Novartis Europharm Limited)

Revolade (Novartis Europharm Limited)

Revolade (Active substance: Eltrombopag) - PSUSA - Modification - Commission Decision (2018)4487 of Tue, 10 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/PSUSA/1205/201709

Europe -DG Health and Food Safety