Lisinostad

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Lisinostad 5 mg Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 14 Stück (Blister), Laufzeit: 36 Monate,20 Stück (Blister), Laufzeit: 36 Monate,28 Stück (Blister), Laufzeit: 36 Monate,30 Stück
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Lisinostad 5 mg Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Lisinopril
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-24217
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-09-2001
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: Information für den Anwender

Lisinostad 5 mg Tabletten

Lisinostad 10 mg Tabletten

Lisinostad 20 mg Tabletten

Wirkstoff: Lisinopril (als Dihydrat)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an

Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn

Nebenwirkungen

bemerken,

wenden

sich

Ihren

Arzt

oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage

angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

Was ist Lisinostad und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Lisinostad beachten?

Wie ist Lisinostad einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Lisinostad aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Lisinostad und wofür wird es angewendet?

Lisinostad enthält den Wirkstoff Lisinopril. Lisinopril gehört zu einer Gruppe von

Arzneimitteln, die ACE-(Angiotensin-Konvertierendes-Enzym)-Hemmer genannt

werden. Diese Arzneimittel wirken, indem sie die Blutgefäße erweitern, wodurch

es für das Herz leichter möglich ist, das Blut in alle Körperbereiche zu pumpen.

Dadurch wird der Blutdruck gesenkt.

Lisinostad wird angewendet

bei Bluthochdruck

bei Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz). In diesem Fall ist Ihr Herz

nicht mehr in der Lage, ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen.

Dadurch kommt es zu krankheitsbedingten Beschwerden wie Müdigkeit,

Kurzatmigkeit oder Anschwellen von Knöcheln und Füßen.

nach einem Herzinfarkt. (In diesem Fall wird die Behandlung mit Lisinostad

innerhalb von 24 Stunden begonnen und nur über einen kurzen Zeitraum (6

Wochen) fortgesetzt.)

bei Nierenproblemen bei Patienten mit Bluthochdruck und Diabetes mellitus.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Lisinostad beachten?

Lisinostad darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Lisinopril, andere Arzneimittel aus der gleichen

Arzneimittelgruppe wie Lisinopril (ACE-Hemmer) oder einen der in Abschnitt

6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

wenn

Vergangenheit

einmal

allergisch

Lisinopril

oder

verwandte

Arzneimittel

(ACE-Hemmer)

Beschwerden

Juckreiz,

Nesselausschlag, pfeifende Atemgeräusche oder Anschwellen von Händen,

Rachen, Mund oder Augenlidern reagiert haben

wenn bei Ihnen oder einem Familienangehörigen in der Vergangenheit

einmal

allergische

Reaktionen

aufgetreten

sind,

Schluck-

oder

Atembeschwerden,

Anschwellen

Hände,

Füße

oder

Knöchel,

Gesichts,

Lippen,

Zunge

oder

Rachens

einhergingen

(Angioödem)

oder

wenn

anderen

Gründen

schon

einmal

Angioödem hatten

ab dem 4. Monat einer Schwangerschaft (Es wird empfohlen, Lisinostad

auch in der frühen Phase der Schwangerschaft nicht einzunehmen, siehe

Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit)

wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben

einem

blutdrucksenkenden

Arzneimittel,

Aliskiren

enthält,

behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie die Behandlung mit

Lisinostad beginnen:

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem

Blutdruck einnehmen:

einen

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten

(diese

werden

auch

Sartane

bezeichnet

Valsartan,

Telmisartan,

Irbesartan),

insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus

haben.

Aliskiren.

Arzt

wird

gegebenenfalls

Ihre

Nierenfunktion,

Ihren

Blutdruck

Elektrolytwerte

Kalium)

Ihrem

Blut

regelmäßigen

Abständen

überprüfen.

Siehe auch Abschnitt "Lisinostad darf nicht eingenommen werden".

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle Erkrankungen, die Sie

haben

oder

Vergangenheit

hatten.

Dies

gilt

insbesondere

für

folgenden Erkrankungen bzw. in den folgenden Situationen:

Schwangerschaft

Sie müssen Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie glauben, schwanger zu

sein (oder wenn Sie schwanger werden könnten). Lisinostad wird in der frühen

Schwangerschaft

nicht

empfohlen,

darf

nach

dritten

Schwangerschaftsmonat nicht mehr eingenommen werden, da es Ihrem Kind in

diesem Stadium ernsthaft schaden kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und

Stillzeit).

Symptomatische

Hypotonie

(niedriger

Blutdruck,

Beschwerden

einhergeht)

Lisinostad

kann

seltenen

Fällen

niedrigen

Blutdruck

verursachen

(symptomatische Hypotonie). Dies gilt insbesondere zu Beginn der Behandlung.

Das Risiko für einen niedrigen Blutdruck ist unter folgenden Umständen erhöht:

Flüssigkeits-

oder

Salzmangel

z.B.

aufgrund

Einnahme

harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika), bei eingeschränkter Salzzufuhr

über

Nahrung

(z.B.

natriumarmer

Ernährung),

Blutwäsche

(Dialyse), bei Durchfall oder Erbrechen (siehe unter Abschnitt 2: Einnahme

Lisinostad

zusammen

anderen

Arzneimitteln

Abschnitt

Welche Nebenwirkungen sind möglich?)

beim Vorliegen einer schweren Form von Bluthochdruck bedingt durch eine

Nierenerkrankung

(reninabhängige

Hypertonie;

siehe

unter

Abschnitt

Einnahme

Lisinostad

zusammen

anderen

Arzneimitteln

Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind möglich?)

schwerer

Herzleistungsschwäche

(aufgrund

einer

hochdosierten

Anwendung harntreibender Arzneimittel mit oder ohne Beeinträchtigung der

Nierenfunktion)

bestehenden

Durchblutungsstörungen

Herzens

(ischämische

Herzerkrankung)

oder

Durchblutungsstörungen

Gehirn

(zerebrovaskuläre

Erkrankung).

Lisinostad

kann

einen

Herzinfarkt

oder

Schlaganfall verursachen. Daher müssen diese Patienten sorgfältig ärztlich

überwacht werden.

Wenn bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für einen Blutdruckabfall besteht, wird Ihr

Arzt

sorgfältig

überwachen.

Dies

gilt

insbesondere

Beginn

Behandlung oder bei einer Dosisänderung.

Wenn Ihr Blutdruck zu stark abfällt

Wenn Ihr Blutdruck zu stark abfällt, sollten Sie sich hinlegen. Hält das Problem

an, benötigen Sie möglicherweise ärztliche Hilfe. Sie müssen die Behandlung

mit Lisinostad jedoch nicht abbrechen, wenn bei Ihnen ein vorübergehender

Blutdruckabfall auftritt. Wenn sich Ihr Blutdruck wieder stabilisiert hat, können

Sie Lisinostad wie üblich einnehmen. Allerdings kann in manchen Fällen eine

Verringerung der Dosis oder auch eine Beendigung der Behandlung notwendig

werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Ihr Blutdruck zu stark abfällt oder

wenn es bei Ihnen häufig zu Blutdruckabfällen kommt.

Erkrankung der Herzklappen oder des Herzmuskels

Seien Sie bei der Einnahme von Lisinostad besonders vorsichtig

wenn bei Ihnen eine Verengung der Herzklappen vorliegt (Mitral- oder

Aortenklappenstenose),

Ausfluss

Blutes

Herzen

behindert

wenn Ihr Herzmuskel verdickt ist (hypertrophe Kardiomyopathie).

Informieren Sie Ihren Arzt über Ihre Erkrankung und fragen Sie ihn um Rat.

Überempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktion) oder Angioödem

Gelegentlich

während

einer

Behandlung

ACE-Hemmern

(wie

Lisinopril)

einer

lebensbedrohlichen

allergischen

Reaktion,

Angioödem bezeichnet wird. In sehr seltenen Fällen führten Angioödeme zum

Tod, da es im Zusammenhang mit einem Anschwellen des Kehlkopfes oder der

Zunge zu einem Verschluss der Atemwege kam.

Beenden Sie die Einnahme von Lisinostad und setzen Sie sich unverzüglich

mit

Ihrem

Arzt

in

Verbindung,

wenn

Zeichen

eines

Angioödems

bemerken, wie z.B.:

Anschwellen von Gesicht, Gliedern, Lippen, Zunge und/oder Rachen

Schluckbeschwerden

Atembeschwerden

Nesselsucht

Es besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines Angioödems

wenn Sie eine schwarze Hautfarbe haben

wenn Sie bereits einmal ein Angioödem hatten, auch wenn dieses nicht

durch

einen

ACE-Hemmer

verursacht

wurde

(siehe

unter

Abschnitt

Lisinostad darf NICHT eingenommen werden).

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, erhöht sich das

Risiko eines Angioödems (rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen

wie dem Rachen):

Sirolismus, Everolismus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der

mTOR-Inhibitoren gehören (werden zur Verhinderung einer Abstoßung

des Organtransplantats verwendet).

Lebensbedrohliche

anaphylaktoide

(allergische)

Reaktionen

wurden

Patienten

berichtet,

gleichzeitig

einen

ACE-Hemmer

eine

nachfolgenden

Behandlungen

erhielten.

Informieren

daher

Ihren

Arzt

darüber,

dass

Lisinostad

einnehmen,

wenn

eine

folgenden

Behandlungen erhalten:

Hämodialyse (mit so genannten High-Flux-Membranen, wie z.B. AN 69)

LDL-(Low-Density-Lipoprotein)-Apherese

(ein

besonderes

Verfahren,

Fett aus dem Blut zu entfernen)

Desensibilisierungsbehandlung

z.B.

gegen

Bienen-

oder

Wespengift

(Insektengift).

Unterschiede in Bezug auf die ethnische Abstammung

Wie auch andere ACE-Hemmer hat Lisinostad bei Patienten mit schwarzer

Hautfarbe möglicherweise eine schwächere Wirkung. Darüber hinaus treten

Angioödeme

Patienten

schwarzer

Hautfarbe

häufiger

auf,

Patienten mit heller Hautfarbe.

Nierenerkrankungen

Wenn

eine

Nierenerkrankung

haben

oder

Funktion

Ihrer

Nieren

eingeschränkt ist, wird Ihr Arzt die Kalium- und Serumkreatinin-Konzentrationen

in Ihrem Blut möglicherweise sorgfältig überwachen. Eventuell muss er Ihre

Lisinopril-Dosis anpassen (siehe Abschnitt 3: Wie ist Lisinostad einzunehmen?).

sollten

Lisinostad

nicht

einnehmen,

wenn

kurzem

eine

Nierentransplantation hatten.

Bestimmte Erkrankungen können Ihre Nierenfunktion beeinträchtigen:

Bei Patienten mit Herzleistungsschwäche kann ein durch ACE-Hemmer

verursachter niedriger Blutdruck die Nierenfunktion verschlechtern. Dabei

wurde über Fälle von akutem Nierenversagen berichtet, das sich in der

Regel später zurückbildete.

Bei einigen Patienten, die an einer Verengung der Blutgefäße der Nieren

(mono- oder bilaterale Nierenarterienstenose) litten und eine Behandlung

mit ACE-Hemmern erhielten, wurde ein Anstieg der Blutharnstoff- und der

Serumkreatinin-Mengen

beobachtet.

Gefahr

für

solche

Laborwertveränderungen

Patienten

eingeschränkter

Nierenfunktion

erhöht.

Konzentrationen

dieser

Stoffe

Blut

normalisieren sich normalerweise nach Beendigung der Behandlung.

Patienten, die auch unter Bluthochdruck leiden, der durch eine Erkrankung

Nierenarterien

bedingt

(renovaskuläre

Hypertonie),

haben

erhöhtes Risiko für niedrigen Blutdruck und Nierenversagen. Bei diesen

Patienten

sollte

Behandlung

unter

engmaschiger

ärztlicher

Überwachung und mit niedriger Dosierung und sorgfältiger Dosiseinstellung

erfolgen.

Eine

Behandlung

harntreibenden

Arzneimitteln

(Diuretika)

sollte beendet werden und die Nierenfunktion sollte in den ersten Wochen

der Behandlung mit Lisinostad überwacht werden.

Auch bei einigen Patienten mit Bluthochdruck, bei denen keine ersichtliche

Erkrankung der Blutgefäße der Nieren (Nierengefäßerkrankung) vorlag,

kam es zu einem Anstieg der Blutharnstoff- und Serumkreatinin-Mengen.

Die Konzentrationsanstiege dieser Substanzen waren gewöhnlich gering

ausgeprägt

vorübergehend.

Gefahr

solcher

Laborwertveränderungen

Patienten

einer

bestehenden

Einschränkung der Nierenfunktion erhöht. Wenn es bei Ihnen zu einem

Konzentrationsanstieg dieser Substanzen kommt, wird Ihr Arzt Ihre Dosis

möglicherweise reduzieren oder Ihnen ein anderes Arzneimittel verordnen.

Wenn sich Ihre Nierenfunktion verschlechtert, wird Ihr Arzt Ihre Behandlung

sorgfältig

prüfen.

Möglicherweise

wird

Ihre

Behandlung

Lisinostad

beenden.

Lebererkrankungen

In sehr seltenen Fällen kann es während einer Behandlung mit ACE-Hemmern

einer

Störung

kommen,

einer

Gelbfärbung

Haut

Bindehaut

Auge

beginnt

schnell

Absterben

Leberzellen

(Lebernekrose) führt sowie (manchmal) zum Tod führen kann. Die Gelbfärbung

der Haut beruht darauf, dass der Abfluss von Gallenflüssigkeit aus der Leber

blockiert ist (cholestatischer Ikterus/Gelbsucht).

Wenn

Ihnen

eine

Gelbsucht

auftritt,

müssen

Einnahme

Lisinostad beenden und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Sollte Ihr Arzt bei

Ihnen eine Veränderung der Leberwerte (Leberenzyme) feststellen, wird er Ihre

Behandlung möglicherweise beenden.

Änderung der Anzahl bestimmter Blutzellen

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern kann zu einer Änderung der Anzahl Ihrer

Blutzellen führen (siehe Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind möglich?).

Dies kann dazu führen, dass Sie anfälliger für Infektionen sind oder leichter

Blutungen und blaue Flecken auftreten. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn

solche

Veränderungen

sich

bemerken.

Arzt

wird

Blutbild

untersuchen

Ihre

Behandlung

falls

erforderlich

beenden.

Einige

Veränderungen können sich nach Beendigung der Behandlung mit dem ACE-

Hemmer zurückbilden.

In den folgenden Fällen müssen Sie besonders vorsichtig sein und Ihren Arzt

informieren:

wenn Sie an einer bestimmten Erkrankung des Bindegewebes oder der

Blutgefäße, der Knochen oder des Knorpels leiden (Kollagenose)

wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden:

Immunsuppressiva (Arzneimittel, die die Aktivität des Immunsystems

verringern z.B. nach einer Organtransplantation)

Allopurinol (zur Behandlung von Gicht und hoher Harnsäuremengen im

Blut)

Procainamid (zur Behandlung eines unregelmäßigen Herzschlags).

Dies

besonders

wichtig,

wenn

Funktionsfähigkeit

Ihrer

Nieren

eingeschränkt ist.

Anstieg der Kalium-Menge im Blut (Hyperkaliämie)

Sie haben ein erhöhtes Risiko für einen Anstieg der Kalium-Menge in Ihrem Blut

wenn die Funktionsfähigkeit Ihrer Nieren eingeschränkt ist

wenn Sie an einem Diabetes mellitus leiden

wenn Sie zusätzlich andere Arzneimittel anwenden, die die Kalium-Menge

im Blut erhöhen.

Wenn Sie jedoch eines der oben genannten Arzneimittel einnehmen müssen,

wird Ihr Arzt die Kalium-Mengen in Ihrem Blut regelmäßig kontrollieren (siehe

weiter unten Abschnitt 2: Einnahme von Lisinostad zusammen mit anderen

Arzneimitteln).

Diabetes

Wenn

Arzneimittel

Behandlung

Ihres

Diabetes

mellitus

(orale

Antidiabetika) einnehmen oder Insulin spritzen, sollte Ihr Blutzuckerspiegel im

ersten Monat sorgfältig überwacht werden (siehe weiter unten Abschnitt 2:

Einnahme von Lisinostad zusammen mit anderen Arzneimitteln). Die Dosis

Ihrer Diabetes-Medikamente muss möglicherweise angepasst werden.

Operationen und Narkosen

Wenn

Ihnen

eine

Operation

Krankenhaus

oder

beim

Zahnarzt

durchgeführt werden soll, müssen Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt vor der Narkose

über die Einnahme von Lisinostad informieren.

Lithium

Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie Lithium oder Lithium-haltige

Arzneimittel

(Arzneimittel

Behandlung

Manien

oder

depressiven

Erkrankungen) einnehmen. Eine gleichzeitige Anwendung von Lisinostad und

Lithium

wird

Allgemeinen

nicht

empfohlen

(siehe

unter

Abschnitt

Einnahme von Lisinostad zusammen mit anderen Arzneimitteln).

Einnahme von Lisinostad zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren

Ihren

Arzt

oder

Apotheker,

wenn

andere

Arzneimittel

einnehmen/anwenden,

kurzem

eingenommen/angewendet

haben

oder

beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkung dieses Arzneimittels kann verändert sein, wenn Sie es gleichzeitig

mit bestimmten anderen Arzneimitteln einnehmen. Sprechen Sie insbesondere

dann mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der im Folgenden genannten Arzneimittel

einnehmen:

Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Lisinostad verstärken und

damit das Risiko erhöhen, dass es zu einem niedrigen Blutdruck (Hypotonie)

kommt:

Harntreibende Arzneimittel (Diuretika). Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

bereits Diuretika einnehmen. Er wird Ihnen möglicherweise sagen, dass Sie

diese Diuretika-Behandlung 2 bis 3 Tage vor der Einnahme von Lisinostad

beenden sollen.

andere blutdrucksenkende Arzneimittel (Antihypertensiva)

Glycerintrinitrat

(zur

Behandlung

Angina

pectoris

Herzleistungsschwäche) und andere Nitrate

andere Vasodilatatoren (gefäßerweiternde Arzneimittel)

tricyclische Antidepressiva (zur Behandlung von depressiven Erkrankungen)

Antipsychotika

(zur

Behandlung

geistig-seelischen

Erkrankungen/Psychosen)

Anästhetika (Narkosemittel).

Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Lisinostad abschwächen:

nichtsteroidale

entzündungshemmende

Arzneimittel

(NSAR;

Schmerzmittel),

einschließlich

Acetylsalicylsäure

(z.B.

Aspirin)

einer

Dosis von mehr als 3 g pro Tag. Die längerfristige Anwendung solcher

Schmerzmittel

kann

blutdrucksenkende

Wirkung

Lisinostad

abschwächen. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass der Kalium-Spiegel

Blut

ansteigt

dass

sich

Funktionsfähigkeit

Nieren

verschlechtert. Es kann auch zu Nierenversagen kommen.

Sympathomimetika

(Arzneimittel

stimulierender

Wirkung,

Blutdruck erhöhen).

Lisinostad kann die Wirkung der folgenden Arzneimittel beeinflussen:

Arzneimittel,

Blutzucker

senken

(Insulin,

orale

Antidiabetika).

Insbesondere

Beginn

Behandlung

Patienten

eingeschränkter

Nierenfunktion

kann

einer

Hypoglykämie

(Unterzuckerung) kommen.

Lithium (zur Behandlung von Manien oder depressiven Erkrankungen). Sie

sollten Lisinostad nicht zusammen mit Lithium einnehmen. Wenn diese

Kombination dennoch notwendig ist, müssen die Lithium-Spiegel im Blut

sorgfältig überwacht werden. Das Risiko dieser Wechselwirkung ist erhöht,

wenn

Lisinostad

gleichzeitig

Thiaziden

(bestimmte

harntreibende

Arzneimittel; Diuretika) eingenommen wird.

Die gleichzeitige Anwendung der folgenden Arzneimittel mit Lisinostad kann

Risiko

für

Nebenwirkungen

erhöhen.

Dazu

gehören

Nierenversagen,

Änderung der Anzahl bestimmter Blutzellen und Hyperkaliämie (hohe Kalium-

Mengen im Blut):

Kalium-sparende

harntreibende

Arzneimittel

(Diuretika),

z.B.

Spironolacton, Triamteren und Amilorid

Kaliumergänzungsmittel und Kaliumhaltige Salzersatzstoffe

andere Arzneimittel, die mit einem Anstieg der Kalium-Mengen im Blut

einhergehen

(z.B.

Heparin,

Mittel

Blutverdünnung,

Trimoxazol,

auch

bekannt

Trimethoprim/Sulfamethoxazol

Behandlung von Infektionen)

Anwendung

Arzneimitteln

injizierbares

Gold

(z.B.

Behandlung

Rheuma

Gelenkserkrankungen)

zusammen

Lisinostad

kann

Risiko

für

eine

genannte

nitritoide

Reaktion

(Erweiterung der Blutgefäße) erhöhen, die sehr schwer verlaufen kann. Dies

kann

Beschwerden

Hautrötung,

Übelkeit,

Schwindel

Blutdruckabfall einhergehen

Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Abstoßung des

Organtransplantats verwendet werden (Sirolimus, Everolimus und andere

Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren gehören). Siehe

Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen”.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige

Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen

(siehe auch Abschnitte "Lisinostad darf nicht eingenommen werden" und

"Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen")

Einnahme von Lisinostad zusammen mit Nahrungsmitteln

Eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die Aufnahme

von Lisinopril aus dem Magen-Darm-Trakt. Daher können Sie Lisinostad zu

einer Mahlzeit oder unabhängig davon einnehmen. Versuchen Sie jedoch, das

Arzneimittel jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu

sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sie müssen Ihren Arzt darüber informieren, wenn Sie glauben, schwanger zu

sein (oder wenn Sie schwanger werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt

Ihnen

empfehlen,

Lisinostad

einer

Schwangerschaft

oder

sobald

wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes

Arzneimittel anstelle von Lisinostad verschreiben. Lisinostad wird in der frühen

Schwangerschaft

nicht

empfohlen

darf

nach

dritten

Schwangerschaftsmonat nicht mehr eingenommen werden, da es Ihrem Kind in

diesem Stadium ernsthaft schaden kann.

Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen

möchten.

Einnahme

Lisinostad

wird

Müttern,

stillen,

nicht

empfohlen. Ihr Arzt wird eine andere Behandlung für Sie auswählen, wenn Sie

stillen möchten, vor allem, wenn Ihr Kind neugeboren ist oder frühgeboren

wurde.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

!

Achtung:

Dieses

Arzneimittel

kann

die

Reaktionsfähigkeit

und

Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Tabletten Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen. Allerdings kann die

Behandlung mit Lisinostad mitunter dazu führen, dass Sie sich schwindlig oder

müde fühlen. Dies gilt insbesondere zu Beginn der Behandlung. Sie dürfen sich

daher nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen,

bis Sie sicher sein können, dass Sie hiervon nicht betroffen sind.

3. Wie ist Lisinostad einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes

ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz

sicher sind.

Sie können Lisinostad zu einer Mahlzeit oder unabhängig davon einnehmen.

Nehmen Sie die Tablette 1-mal täglich mit 1 Glas Wasser ein. Versuchen Sie

die Tablette jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen.

Setzen Sie die Behandlung mit Lisinostad so lange fort, wie Ihr Arzt es

verordnet hat.

Wenn Ihr Arzt Ihnen ¼ oder ½ Tablette verordnet hat, müssen Sie die Tablette

vor der Einnahme entlang der Bruchkerbe zerbrechen. Legen Sie die Tablette

dazu so auf eine harte Oberfläche, dass die Tablette mit der Einkerbung nach

oben zeigt. Üben Sie mit dem Daumen von oben Druck auf die Tablette aus,

diese wird dann in zwei gleiche Teile (Lisinostad 5 mg) bzw. vier gleiche Teile

(Lisinostad 10 mg und 20 mg) zerbrechen (siehe Abbildungen).

Lisinostad 5 mg:

Lisinostad 10 mg und Lisinostad 20 mg:

Die empfohlene Dosis

hängt ab vom

Schweregrad der Erkrankung und von

Besonderheiten des einzelnen Patienten.

Die folgenden Dosierungen werden empfohlen:

Bei Bluthochdruck

Lisinostad kann alleine oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden

Arzneimitteln eingenommen werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, beträgt die übliche Anfangsdosis 1-mal

täglich

Lisinopril.

Diese

Dosis

wird

schrittweise

Abständen

mindestens 2 bis 4 Wochen erhöht, bis Ihr Blutdruck erfolgreich eingestellt ist.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 1-mal täglich 20 mg Lisinopril. Abhängig

von Ihrem Ansprechen auf die Behandlung kann die Dosis schrittweise bis auf

die Höchstdosis von 1-mal täglich 80 mg Lisinopril erhöht werden.

Wenn Sie bereits harntreibende Arzneimittel (Diuretika) einnehmen, wird Ihr

Arzt Sie möglicherweise auffordern, die Behandlung mit den Diuretika 2 bis 3

Tage

Beginn

Einnahme

Lisinostad

beenden.

Falls

harntreibende (diuretische) Behandlung nicht beendet werden kann, sollte Ihre

Behandlung mit Lisinostad mit einer Dosis von 5 mg Lisinopril begonnen

werden.

nachfolgende

Dosis

wird

dann

nach

Ansprechen

Ihres

Blutdrucks angepasst. Falls nötig, kann die Behandlung mit den Diuretika

wieder aufgenommen werden.

Wenn Sie Nierenprobleme haben, wird Ihre Behandlung möglicherweise mit

einer niedrigeren Dosis begonnen. Ihr Arzt wird Ihre Dosis abhängig vom

Schweregrad Ihrer Nierenerkrankung wählen und Sie insbesondere zu Beginn

der Behandlung sorgfältig überwachen (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen; unter „Nierenerkrankungen“).

Kinder und Jugendliche (6-16 Jahre)

Die Dosis wird Ihrem Arzt vorgeschrieben. Die übliche Anfangsdosis ist 2,5 mg

einmal täglich, wenn das Gewicht des Kindes zwischen 20 und 50 kg beträgt,

und 5 mg einmal täglich, wenn das Kind mehr als 50 kg wiegt.

Ihr Arzt wird die Dosis individuell erhöhen bis zu einer Maximaldosis von 20 mg

täglich bei Kindern mit 20 bis 50 kg Körpergewicht und 40 mg bei Kindern mit

mehr als 50 kg Körpergewicht. Dosen über 40 mg sind für Kinder nicht

empfohlen.

Wenn Ihr Kind Nierenprobleme hat, wird Ihr Arzt gegebenenfalls eine geringere

Anfangsdosis festsetzen oder die Dosis langsamer erhöhen.

Bei einer Herzleistungsschwäche

Lisinostad sollte zusätzlich zu einem anderen Arzneimittel zur Behandlung einer

Herzleistungsschwäche (z.B. harntreibende Arzneimittel, Digitalis, Betablocker)

angewendet werden.

Die übliche Anfangsdosis beträgt 1-mal täglich 2,5 mg Lisinopril (hierfür stehen

Arzneizubereitungen mit niedrigeren Wirkstärken zur Verfügung)

und sollte

unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Die Dosis wird anschließend in

Intervallen von jeweils mindestens 2 Wochen in Schritten von nicht mehr als 10

Lisinopril

erhöht,

Beschwerden

Zusammenhang

Herzleistungsschwäche unter Kontrolle sind.

Eine Höchstdosis von 35 mg Lisinopril pro Tag darf nicht überschritten werden.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis abhängig von Ihrem klinischen Ansprechen anpassen.

Nach einem Herzinfarkt

Im Anschluss an die übliche Standardbehandlung (z.B. mit Thrombolytika oder

Betablockern) beträgt die übliche Anfangdosis

5 mg Lisinopril innerhalb von 24 Stunden nach dem Herzinfarkt.

Dann 24 Stunden nach der ersten Einnahme weitere 5 mg Lisinopril.

Dann

Stunden

nach

ersten

Einnahme

Lisinopril

anschließend 1-mal täglich 10 mg Lisinopril.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 1-mal täglich 10 mg Lisinopril.

Ihr Arzt kann Ihre Dosis verringern, wenn Sie unter niedrigem Blutdruck leiden

oder eine Nierenerkrankung haben.

Die Behandlung sollte 6 Wochen lang fortgesetzt werden.

Bei Nierenproblemen bei Patienten mit Bluthochdruck und Diabetes

Die übliche Anfangsdosis bei Patienten mit Bluthochdruck beträgt 1-mal täglich

10 mg Lisinopril. Die Dosis kann falls erforderlich auf 1-mal täglich 20 mg

Lisinopril erhöht werden.

Wenn Sie Nierenprobleme haben, muss Ihre Dosis möglicherweise angepasst

werden.

Kinder

Dieses

Arzneimittel

sollte

Kindern

unter

Jahren

oder

schweren

Nierenfunktionsstörungen nicht angewendet werden. Fragen Sie Ihren Arzt um

Rat.

Ältere Patienten

Ältere

Patienten

normaler

Nierenfunktion

können

üblichen

Dosen

einnehmen.

Anwendung bei Patienten mit Nierentransplantat

Die Anwendung von Lisinostad bei Patienten, die eine Nierentransplantation

erhalten haben, wird nicht empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Lisinostad eingenommen haben, als

Sie sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, setzen Sie sich unverzüglich

mit Ihrem Arzt oder der Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses in

Verbindung und fragen Sie dort um Rat.

Zu den Beschwerden im Zusammenhang mit einer Überdosierung gehören:

Niedriger Blutdruck (Hypotonie), Kreislaufschock

Störungen des Elektrolytgleichgewichts (wie z.B. erniedrigte Mengen an

Kalium, Chlorid und Natrium im Blut), Nierenversagen

Beschleunigte

Atmung

(Hyperventilation),

schneller

Herzschlag

(Tachykardie),

Herzklopfen

(Palpitationen),

verlangsamter

Herzschlag

(Bradykardie)

Schwindel, Angst und Husten.

Wenn Sie die Einnahme von Lisinostad vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis von Lisinopril vergessen haben, nehmen Sie sie sobald

wie möglich ein. Wenn es jedoch fast Zeit für die nächste Dosis ist, lassen Sie

die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste übliche Dosis zum

gewohnten Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie

die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie unsicher sind.

Wenn Sie die Einnahme von Lisinostad abbrechen

Unterbrechen Sie die Behandlung mit Lisinostad nicht ohne Rücksprache mit

Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen

Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber

nicht bei jedem auftreten müssen.

Wenn Sie die Tabletten zum ersten oder zweiten Mal einnehmen, kann es sein,

dass Sie sich schwindelig und benommen fühlen oder das Gefühl haben, einer

Ohnmacht nahe zu sein. Diese Beschwerden sind auf die Senkung Ihres

Blutdrucks zurückzuführen und klingen in der Regel ab, wenn Sie sich hinlegen.

Sie müssen die Einnahme von Lisinostad beenden und unverzüglich Ihren

Arzt informieren:

wenn bei Ihnen Juckreiz oder schwerwiegende Hautreaktionen auftreten

wenn Sie pfeifende Atemgeräusche bei sich bemerken bzw. Atem- oder

Schluckbeschwerden auftreten

wenn Sie Schwellungen der Hände, Füße oder Knöchel, des Gesichts, der

Lippen, der Zunge oder des Rachen bemerken

wenn eine Gelbfärbung der Haut oder der Bindehaut im Auge auftritt.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schwindel

Kopfschmerzen

Orthostatische

Effekte

(Kreislaufbeschwerden

Benommenheit,

Schwindel oder ein Ohnmachtsanfall durch Blutdruckabfall beim Aufstehen)

einschließlich niedriger Blutdruck

Husten

Durchfall

Erbrechen

Nierenfunktionsstörungen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Anschwellen von Gesicht, Gliedern, Lippen, Zunge, Stimmritze und/oder

Rachen. Dabei handelt es sich um Beschwerden im Zusammenhang mit

einem

einer

Überempfindlichkeit

(Allergie)

beruhenden

Angioödem

(siehe

Abschnitt

Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen,

„Überempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktion) oder Angioödem”).

Veränderungen der Stimmung

Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen oder Füßen (Parästhesien)

Schwindelgefühl (Vertigo)

Störungen des Geschmacksinns

Schlafstörungen

Herzinfarkt

oder

Schlaganfall,

möglicherweise

verursacht

durch

einen

extrem

starken

Blutdruckabfall

(Hypotonie)

besonders

gefährdeten

Patienten

(siehe

Abschnitt

Warnhinweise

Vorsichtsmaßnahmen;

„Symptomatische

Hypotonie

[niedriger

Blutdruck,

Beschwerden

einhergeht]”)

Herzklopfen (Palpitationen)

Schneller Herzschlag (Tachykardie)

Durchblutungsstörung, die zu Taubheit und Blässe von Zehen und Fingern

führt (Raynaud-Phänomen)

Schwellung und Reizung in der Nase (Rhinitis)

Übelkeit

Bauchschmerzen

Verdauungsstörungen

Hautausschlag

Juckreiz (Pruritus)

Impotenz

Müdigkeit (Abgeschlagenheit)

Schwächegefühl (Asthenie)

Anstieg des Harnstoff-Spiegels im Blut

Anstieg des Kreatinin-Spiegels im Blut

Anstieg der Leberwerte (Leberenzyme)

Hohe Kalium-Spiegel im Blut, was zu Herzrhythmusstörungen führen kann

(Hyperkaliämie).

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Abnahme

Hämoglobin-Konzentration

(Bestandteil

roten

Blutkörperchen)

Abnahme des Hämatokrit-Wertes (Anteil der roten Blutkörperchen am Blut)

Geistige Verwirrtheit

Mundtrockenheit

Nesselsucht (Urtikaria)

Haarausfall (Alopezie)

Eine

Hauterkrankung

roten

Flecken

Entzündung

Haut

(Psoriasis)

Vergiftungszustand, verursacht durch Nierenversagen und gekennzeichnet

durch die Anreicherung von Harnstoff im Blut (Urämie)

Akutes Nierenversagen

Brustvergrößerung bei Männern (Gynäkomastie)

Anstieg der Bilirubin-Konzentration (Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes)

im Blut

Niedriger Natrium-Spiegel im Blut, was zu Muskelschwäche, Zuckungen

oder Herzrhythmusstörungen führen kann (Hyponatriämie).

Erhöhung eines bestimmten Hormons, das die Menge an Wasser im Blut

reguliert und dadurch die Elektrolyt-Balance beeinflusst, z.B.: verminderter

Natrium-Spiegel,

Zustand,

„Syndrom

inadäquaten

ADH-

Sekretion“

(SIADH

Symptome

können

Verwirrung,

Schwäche,

Müdigkeit, Kopfweh, Übelkeit, Erbrechen und Krämpfe sein) genannt wird.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Unfähigkeit

Knochenmarks,

ausreichend

Blutzellen

bilden

(Knochenmarkdepression)

Verringerung

Anzahl

roten

Blutzellen,

blasser

Haut,

Schwäche oder Atemnot führen kann (Anämie, hämolytische Anämie)

Verringerung der Anzahl der roten Blutplättchen mit einem erhöhten Risiko

für Blutungen und blaue Flecken (Thrombozytopenie)

Niedrige Anzahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)

Niedrige Anzahl eines bestimmten Typs der weißen Blutzellen, die so

genannten neutrophilen Granulozyten (Neutropenie)

Starke Verringerung der Anzahl der weißen Blutzellen, wodurch sich die

Anfälligkeit

für

Infektionen

erhöht

(Agranulozytose;

siehe

Abschnitt

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen; „Änderung der Anzahl bestimmter

Blutzellen”)

Vergrößerung der Lymphknoten (Lymphadenopathie)

Autoimmunerkrankung

Niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie)

Atemnot oder pfeifendes Atemgeräusch (Bronchospasmus)

Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis)

Entzündung

Lungenbläschen,

verursacht

durch

eine

Allergie

(allergische Alveolitis)

Anreicherung

weißen

Blutzellen

(Eosinophilen)

Lungen

(eosinophile Pneumonie)

Entzündung

Bauchspeicheldrüse

starken

Bauch-

Rückenschmerzen (Pankreatitis)

Anschwellen der Darmschleimhaut (intestinales Angioödem)

Entzündung

Leber

(Hepatitis;

entweder

hepatozellulär

oder

cholestatisch)

Gelbfärbung der Haut oder der Bindehaut im Auge (verursacht durch eine

Störung

Leber

oder

Veränderungen

Blut)

Leberfunktionsstörungen (Gelbsucht; siehe Abschnitt Warnhinweise und

Vorsichtsmaßnahmen; „Lebererkrankungen”)

Vermehrtes Schwitzen

Eine Autoimmunerkrankung, die zu Blasenbildung und offenen Wunden auf

der Haut führt (Pemphigus)

Schwerwiegende

Erkrankung

Blasenbildung

Haut

(toxische

epidermale Nekrolyse)

Schwerwiegende

Erkrankung

Blasenbildung

Bereich

Haut,

Mund, Augen und Genitalen (Stevens-Johnson-Syndrom)

Hauterkrankung mit juckenden rosaroten Flecken (Erythema multiforme)

Verringerung/Ausbleiben der Urinbildung (Oligurie/Anurie)

Kutanes Pseudolymphom (Entzündungsreaktion, die zu einer Anreicherung

von Entzündungszellen führt).

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht

abschätzbar):

Depressive Beschwerden

Ohnmachtsanfälle (Synkopen).

Es wurde das Auftreten eines Symptomkomplexes berichtet, der eines oder

mehrere der folgenden Symptome umfassen kann: Fieber, Entzündung der

Blutgefäße, häufig mit Hautausschlag (Vaskulitis), Muskelschmerzen (Myalgie),

Gelenkschmerzen (Arthralgie)/Gelenksentzündung (Arthritis), positiver Test auf

antinukleäre

Antikörper

(ANA;

Bluttest

Nachweis

Autoimmunerkrankungen),

Beschleunigung

Blutsenkungsgeschwindigkeit

(BSG; Bluttest, der einen Hinweis darauf liefert, ob irgendwo im Körper eine

Entzündung vorliegt), Zunahme eines bestimmten Typs von weißen Blutzellen

(Eosinophilie)

erhöhte

Anzahl

weißen

Blutzellen

(Leukozytose),

Hautausschlag, Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht (Photosensitivität) oder

andere Hautreaktionen (dermatologische Erscheinungsformen).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker.

Dies

gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem

anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt

werden.

5. Wie ist Lisinostad aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über +30

C lagern.

dürfen

dieses

Arzneimittel

nach

Faltschachtel

Blisterpackung

angegebenen

Verfalldatum

nicht

mehr

anwenden.

Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie

Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Lisinostad enthält

Der Wirkstoff ist: Lisinopril (als Dihydrat).

1 Tablette enthält 5, 10 oder 20 mg Lisinopril.

Die sonstigen Bestandteile sind

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Magnesiumstearat, Maisstärke, Mannitol,

hochdisperses Siliciumdioxid (wasserfrei), vorverkleisterte Maisstärke.

Wie Lisinostad aussieht und Inhalt der Packung

Lisinostad 5 mg: Weiße, runde, bikonvexe Tablette mit der Prägung „5“ auf

einer Seite und beidseitiger Bruchkerbe.

Jede Tablette enthält 5,44 mg Lisinopril-Dihydrat entsprechend 5 mg Lisinopril.

Lisinostad 10 mg: Weiße, runde, bikonvexe Tablette mit der Prägung „10“ auf

einer Seite und beidseitiger Kreuzbruchkerbe.

Jede

Tablette

enthält

10,89

Lisinopril-Dihydrat

entsprechend

Lisinopril.

Lisinostad 20 mg: Weiße, runde, bikonvexe Tablette mit der Prägung „20“ auf

einer Seite und beidseitiger Kreuzbruchkerbe.

Jede

Tablette

enthält

21,78

Lisinopril-Dihydrat

entsprechend

Lisinopril.

Lisinostad ist in Blisterpackungen mit 14, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 98, 100, 150,

200, 250, 300, 400, 500 und 1000Tabletten erhältlich.

werden

möglicherweisen

nicht

alle

Packungsgrößen

Verkehr

gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

STADA Arzneimittel GmbH, Muthgasse 36/2, 1190 Wien

Z.Nr.:

Lisinostad 5 mg: 1-24217

Lisinostad 10 mg: 1-24218

Lisinostad 20 mg: 1-24219

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschafts-

raumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland

Lisinopril STADA

Belgien

Lisinopril EG

Dänemark

Cardiostad

Finnland

Cardiostad tabletti

Irland

Zestan

Italien

Lisinopril EG

Luxemburg

Lisinopril EG

Portugal

Lisinopril Ciclum

Schweden

Lisinopril Stada

Niederlande

Lisinopril CF

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2017.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

13-12-2018

Lisinopril comp. AbZ Tabletten

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