Lisinopril-Mepha 2.5

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Lisinopril-Mepha 2.5 Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • lisinoprilum 2,5 mg bis lisinoprilum dihydricum, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Lisinopril-Mepha 2.5 Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • ACE-Hemmer

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56777
  • Berechtigungsdatum:
  • 26-08-2005
  • Letzte Änderung:
  • 14-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Lisinopril-Mepha Tabletten

Mepha Pharma AG

Was ist Lisinopril-Mepha und wann wird es angewendet?

Lisinopril-Mepha ist ein Arzneimittel zur Behandlung des hohen Blutdrucks und der

Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche, ungenügende Herzleistung), sowie von Patienten, welche

einen Herzinfarkt gehabt haben. Lisinopril-Mepha wird auch bei Patienten mit Zuckerkrankheit

(Diabetes) eingesetzt, die unter gewissen Nierenfunktionsstörungen im Zusammenhang mit ihrer

Diabetes-Erkrankung leiden. Lisinopril-Mepha gehört zu einer Gruppe von Medikamenten, die ACE-

Hemmer genannt wird. Lisinopril-Mepha erweitert die Blutgefässe und trägt dadurch zur Senkung

des Blutdrucks und zur Verbesserung der Herzleistung bei.

Lisinopril-Mepha ist nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zu verwenden.

Wann darf Lisinopril-Mepha nicht angewendet werden?

Falls Sie gegenüber einem der Inhaltsstoffe allergisch sind oder falls früher anlässlich der Einnahme

eines blutdrucksenkenden Arzneimittels Schwellungen an den Händen, Füssen oder Fussknöcheln,

im Gesicht, an den Lippen, der Zunge oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten,

dürfen Sie Lisinopril-Mepha nicht einnehmen.

Auch wenn bei einem Ihrer Familienmitglieder ähnliche Krankheitszeichen aus irgendwelchen

anderen Gründen aufgetreten sind, sollten Sie Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin informieren.

Wenn Sie an Diabetes mellitus (Typ 1 oder Typ 2) leiden oder eine eingeschränkte Nierenfunktion

haben und Aliskiren-enthaltende Arzneimittel zur Blutdrucksenkung einnehmen (z.B. Rasilez®),

dürfen Sie Lisinopril-Mepha nicht einnehmen.

Während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit dürfen Sie Lisinopril-Mepha nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Lisinopril-Mepha Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Dies gilt in verstärktem Mass bei Behandlungsbeginn

und bei Präparatewechsel sowie im Zusammenhang mit Alkohol.

Dem behandelnden Arzt resp. der behandelnden Ärztin sollten alle Krankheiten, die Sie

durchgemacht haben oder an denen Sie jetzt leiden, bekannt sein, insbesondere hoher Blutzucker

(Diabetes) und Erkrankungen der Nieren (starke Verengung der Nierenarterien). Ihr Arzt resp. Ihre

Ärztin sollte auch informiert sein, wenn Sie an einer Verengung der Aorta oder einer krankhaften

Vergrösserung des Herzmuskels leiden.

Teilen Sie ihm/ihr ebenfalls mit, wenn Sie eine Diät befolgen oder wenn Sie an Durchfall oder

Erbrechen leiden.

Falls Sie nach der Einnahme von Lisinopril-Mepha Schwellungen im Gesicht, an Augen, Lippen

oder Zunge bemerken oder wenn Schwierigkeiten beim Atmen auftreten, melden Sie dies bitte sofort

Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Nehmen Sie Lisinopril-Mepha ohne Rücksprache mit dem Arzt bzw.

der Ärztin nicht mehr weiter ein. Wenn Sie sich einer Dialyse unterziehen müssen, so müssen Sie das

zuständige medizinische Personal darüber informieren, dass Sie Lisinopril-Mepha (einen ACE-

Hemmer) einnehmen, da gewisse Blutfiltermembranen resp. gewisse Dialyseverfahren in diesem Fall

nicht angewendet werden dürfen. Falls Sie operiert werden müssen, sollten Sie dem Arzt resp. der

Ärztin vorher mitteilen, dass Sie Lisinopril-Mepha einnehmen.

Wenn Sie sich einer Desensibilisierungstherapie gegen Bienen- oder Wespenstiche unterziehen

wollen, informieren Sie vorher Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin, da Ihre Therapie mit Lisinopril-Mepha

geändert werden muss. Selten kann es nach Insektenstichen zu allergischen Reaktionen kommen.

Die Anwendung von Lisinopril-Mepha in Kombination mit Medikamenten, die den Wirkstoff

Aliskiren enthalten, wird nicht empfohlen.

Lisinopril-Mepha kann in seltenen Fällen die Wirkung von Insulin resp. oralen Antidiabetika

verstärken. Wenn Sie an Diabetes leiden und mit Insulin oder oralen Antidiabetika behandelt werden,

sollten Sie daher besonders aufmerksam auf Zeichen einer Hypoglykämie (Unterzuckerung) achten.

Bestimmte Arzneimittel, insbesondere harntreibende Mittel (Diuretika), Mittel gegen hohen

Blutdruck, Arzneimittel mit Kaliumzusätzen oder Kalium enthaltenden Ersatzsalzen und andere

Arzneimittel, die den Kaliumserumspiegel erhöhen können oder gewisse Arzneimittel gegen Rheuma

(Indometacin), Arthritis, Muskelschmerzen oder Depressionen und Gold Injektionen (wie z.B.

Natriumaurothiomalat), welche üblicher Weise für die Behandlung von chronischem

Gelenkrheumatismus verwendet werden, können die Wirkung von Lisinopril-Mepha beeinflussen.

Bei der erstmaligen Tabletteneinnahme kann Ihr Blutdruck stärker beeinflusst werden als während

der späteren Behandlung. Falls Ihr Blutdruck sehr tief ist, Sie sich schwach und/oder schwindlig

fühlen, legen Sie sich hin, bis es Ihnen besser geht und informieren Sie Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin.

Lisinopril-Mepha sollte nicht an Kinder und Jugendliche verabreicht werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Lisinopril-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Informieren Sie Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin, falls Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft

planen. Lisinopril-Mepha darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen

werden.

Wie verwenden Sie Lisinopril-Mepha?

Lisinopril-Mepha kann vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Lisinopril-

Mepha wird einmal täglich verabreicht, wenn möglich immer zur selben Tageszeit.

Die Dosis von Lisinopril-Mepha ist vom Arzt resp. der Ärztin festzulegen.

Es ist wichtig, dass Sie während der Einnahme von Lisinopril-Mepha die Kontrolluntersuchungen

bei Ihrem Arzt resp. bei Ihrer Ärztin regelmässig einhalten, damit die Therapie individuell Ihren

Beschwerden angepasst werden kann.

Erwachsene

Bei hohem Blutdruck

Ihr Arzt resp. Ihre Ärztin wird die Dosierung Ihrem Gesundheitszustand anpassen. Die übliche

Anfangsdosierung beträgt 1 mal täglich eine Tablette Lisinopril-Mepha 10 mg. Die Erhaltungsdosis

ist üblicherweise eine Tablette Lisinopril-Mepha 20 mg einmal täglich. Auch die anderen

Arzneimittel, die Sie einnehmen, werden berücksichtigt. Wenn Sie vor Beginn der Therapie bereits

harntreibende Medikamente (Diuretika) eingenommen haben oder eine salzarme Diät einhalten, wird

Ihr Arzt resp. Ihre Ärztin entweder das Diuretikum 2–3 Tage vor der Behandlung absetzen oder die

anfängliche Dosis von Lisinopril-Mepha reduzieren.

Bei Herzinsuffizienz

Sollten Diuretika und/oder Digitalis keine genügende Wirkung aufweisen, kann Lisinopril-Mepha

zusätzlich gegeben werden. Die Behandlung von Herzinsuffizienz sollte nur unter strenger ärztlicher

Kontrolle erfolgen. Die Dosierung wird vom Arzt resp. der Ärztin festgelegt und dient zur

Ergänzung einer bereits laufenden Behandlung (meist Digitalis und/oder Diuretikum). Die übliche

Erhaltungsdosis ist einmal täglich 5–20 mg Lisinopril-Mepha.

Nach Herzinfarkt

Gewöhnlich erhält der Patient am 1. und am 2. Tag je 5 mg Lisinopril-Mepha, danach 10 mg

Lisinopril-Mepha einmal täglich.

Bei Diabetes-mellitus-Patienten mit gewissen Nierenfunktionsstörungen

Die übliche Dosierung liegt bei 10 mg oder 20 mg Lisinopril-Mepha, einmal täglich verabreicht.

Kinder und Jugendliche mit hohem Blutdruck

Bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen ist die Dosis vom Gewicht abhängig und wird vom Arzt

resp. der Ärztin individuell festgelegt. Bei Kindern unter 6 Jahren und Kindern und Jugendlichen mit

schwerer Nierenschädigung wird die Anwendung von Lisinopril-Mepha nicht empfohlen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Lisinopril-Mepha haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Lisinopril-Mepha auftreten:

Häufig sind Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck (vor allem beim Aufstehen),

Herzrhythmusstörungen, Husten, Durchfall und Erbrechen beobachtet worden. Gelegentlich können

Appetitlosigkeit, Stimmungsschwankungen, Kribbeln in den Händen und Füssen, Depressionen,

Geschmacksstörungen, Schlafstörungen, Halluzinationen, Herzklopfen, erhöhter Puls, Schnupfen,

Atemnot, Halsentzündung, Heiserkeit, Bronchitis, Übelkeit, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen,

Hautausschlag, Juckreiz, Impotenz, Müdigkeit, Erschöpfung und Brustschmerzen auftreten. Selten

ist über Gicht, Verwirrtheit, Geruchsstörungen, Lungenentzündung, Mundtrockenheit, Verstopfung,

Nesselausschlag, Haarausfall, Psoriasis, Nierenversagen und einen niedrigen Natriumspiegel im Blut

(mögliche Symptome: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen) berichtet worden. In

sehr seltenen Fällen können tiefe Blutzuckerwerte (Hypoglykämie), Entzündung der

Nasennebenhöhlen und Mundschleimhaut, heftige Oberbauchschmerzen (Entzündung der

Bauchspeicheldrüse), Gelbsucht, verstärktes Schwitzen und schwerwiegende Hautveränderungen

(mit Symptomen wie Rötung, Blasenbildung, Schälungsreaktionen und Knotenbildung) auftreten.

Sehr selten kann es während der Behandlung mit Lisinopril-Mepha zu Blutbildveränderungen

kommen. Es ist deshalb möglich, dass Ihnen der Arzt bzw. die Ärztin gelegentlich Blut entnimmt,

um festzustellen, ob Lisinopril-Mepha eine Wirkung auf Ihr Blutbild hat. Eine solche Beeinflussung

könnte sich durch Müdigkeit oder einen rauen Hals bemerkbar machen.

Falls unter Lisinopril-Mepha Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge oder im Rachen (Schluck-

oder Atembeschwerden) auftreten, so unterbrechen Sie die Einnahme und benachrichtigen

unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Unterbrechen Sie die Behandlung auch, wenn ein starkes

Jucken der Haut mit Schwellungen auftreten sollte. Obwohl diese Reaktionen vorübergehend sein

können, ist es notwendig, dass Sie bis zum Abklingen der Anzeichen, mit oder ohne medikamentöse

Gegenmassnahmen, unter ärztlicher Beobachtung stehen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Nicht über 25 °C in der Originalverpackung lagern. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Sollten Sie Tabletten besitzen, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, so bringen Sie diese bitte in

Ihre Apotheke zur Entsorgung zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Lisinopril-Mepha enthalten?

Lisinopril-Mepha enthält als Wirkstoff Lisinopril (als Lisinopril-Dihydrat) sowie Hilfsstoffe. Es sind

Tabletten zu 20 mg, 10 mg, 5 mg, und 2.5 mg erhältlich.

Zulassungsnummer

56777 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Lisinopril-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

Lisinopril-Mepha erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Lisinopril-Mepha 20 mg: Tabletten mit Bruchkerbe in Packungen zu 30 oder 100 Tabletten.

Lisinopril-Mepha 10 mg: Tabletten mit Bruchkerbe in Packungen zu 30 oder 100 Tabletten.

Lisinopril-Mepha 5 mg: Tabletten mit Bruchkerbe in Packungen zu 30 oder 100 Tabletten.

Lisinopril-Mepha 2.5 mg: Tabletten ohne Bruchkerbe in Packungen zu 30 oder 100 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.