Lisinopril Helvepharm 5 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Lisinopril Helvepharm 5 mg Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • lisinoprilum 5 mg zu lisinoprilum dihydricum, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Lisinopril Helvepharm  5 mg Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • ACE-Hemmer

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 56905
  • Berechtigungsdatum:
  • 07-02-2005
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Lisinopril Helvepharm

Helvepharm AG

Was ist Lisinopril Helvepharm und wann wird es angewendet?

Lisinopril Helvepharm ist ein Arzneimittel zur Behandlung des hohen Blutdrucks und der

Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche, ungenügende Herzleistung), sowie von Patienten, welche

einen Herzinfarkt gehabt haben. Lisinopril Helvepharm wird auch bei Patienten mit Zuckerkrankheit

(Diabetes) eingesetzt, die unter gewissen Nierenfunktionsstörungen im Zusammenhang mit ihrer

Diabetes-Erkrankung leiden. Lisinopril Helvepharm gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die

ACE-Hemmer genannt wird. Lisinopril Helvepharm erweitert die Blutgefässe und trägt dadurch zur

Senkung des Blutdrucks und zur Verbesserung der Herzleistung bei.

Lisinopril Helvepharm ist nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zu verwenden.

Wann darf Lisinopril Helvepharm nicht angewendet werden?

Falls Sie gegenüber einem der Inhaltsstoffe allergisch sind oder falls früher anlässlich der Einnahme

eines blutdrucksenkenden Arzneimittels Juckreiz, Nesselsucht, plötzlicher Abfall des Blutdruckes,

Schwellungen an den Händen, Füssen oder Fussknöcheln, im Gesicht, an den Lippen, der Zunge

oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten, dürfen Sie Lisinopril Helvepharm nicht

einnehmen. Auch wenn bei einem Ihrer Familienmitglieder ähnliche Krankheitszeichen aus

irgendwelchen anderen Gründen aufgetreten sind, sollten Sie Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin

informieren.

Wenn Sie an Diabetes mellitus (Typ 1 oder Typ 2) leiden oder eine eingeschränkte Nierenfunktion

haben und Aliskiren-enthaltende Arzneimittel zur Blutdrucksenkung einnehmen (z.B. Rasilez®),

dürfen Sie Lisinopril Helvepharm nicht einnehmen.

Während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit dürfen Sie Lisinopril Helvepharm nicht

einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Lisinopril Helvepharm Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge

oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Dies gilt in verstärktem Mass bei Behandlungsbeginn

und bei Präparatewechsel sowie im Zusammenhang mit Alkohol.

Dem behandelnden Arzt resp. der behandelnden Ärztin sollten alle Krankheiten, die Sie

durchgemacht haben oder an denen Sie jetzt leiden, bekannt sein, insbesondere hoher Blutzucker

(Diabetes) und Erkrankungen der Nieren (starke Verengung der Nierenarterien). Ihr Arzt resp. Ihre

Ärztin sollte auch informiert sein, wenn Sie an einer Verengung der Aorta oder einer krankhaften

Vergrösserung des Herzmuskels leiden. Teilen Sie ihm/ihr ebenfalls mit, wenn Sie eine Diät

befolgen oder wenn Sie an Durchfall oder Erbrechen leiden.

Falls Sie nach der Einnahme von Lisinopril Helvepharm Schwellungen im Gesicht, an Augen,

Lippen oder Zunge bemerken oder wenn Schwierigkeiten beim Atmen auftreten, melden Sie dies

bitte sofort Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Nehmen Sie Lisinopril Helvepharm ohne Rücksprache mit

dem Arzt bzw. der Ärztin nicht mehr weiter ein.

Wenn Sie sogenannte mTOR Hemmer, wie z.B. Temsirolimus, Everoliums, Sirolimus oder

Arzneimittel mit NEP Hemmern, wie z.B Racecadotril einnehmen, muss Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin

darüber informiert sein, weil Sie das Risiko für ein Angioödem erhöhen können. Zeichen eines

Angioödems sind Schwellungen im Gesicht, der Lippen, Zunge und/oder des Hals mit

Schwierigkeiten beim Schlucken und Atmen.

Wenn Sie sich einer Dialyse unterziehen müssen, so müssen Sie das zuständige medizinische

Personal darüber informieren, dass Sie Lisinopril Helvepharm (einen ACE-Hemmer) einnehmen, da

gewisse Blutfiltermembranen resp. gewisse Dialyseverfahren in diesem Fall nicht angewendet

werden dürfen. Falls Sie operiert werden müssen, sollten Sie dem Arzt resp. der Ärztin vorher

mitteilen, dass Sie Lisinopril Helvepharm einnehmen.

Wenn Sie sich einer Desensibilisierungstherapie gegen Bienen- oder Wespenstiche unterziehen

wollen, informieren Sie vorher Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin, da Ihre Therapie mit Lisinopril

Helvepharm geändert werden muss.

Selten kann es nach Insektenstichen zu allergischen Reaktionen kommen.

Die Anwendung von Lisinopril Helvepharm in Kombination mit Arzneimitteln, die den Wirkstoff

Aliskiren enthalten, wird nicht empfohlen.

Lisinopril Helvepharm kann in seltenen Fällen die Wirkung von Insulin resp. oralen Antidiabetika

verstärken. Wenn Sie an Diabetes leiden und mit Insulin oder oralen Antidiabetika behandelt werden,

sollten Sie daher besonders aufmerksam auf Zeichen einer Hypoglykämie (Unterzuckerung) achten.

Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von Lisinopril Helvepharm beeinflussen. Informieren

Sie deshalb Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

·Harntreibende Mittel (Diuretika),

·Blutdruckseckende Arzneimittel inklusive solche, die den Wirkstoff Aliskiren enthalten,

·Arzneimittel mit Kaliumzusätzen oder Kalium enthaltenden Ersatzsalzen und andere Arzneimittel,

die den Kaliumserumspiegel erhöhen können

·gewisse Arzneimittel gegen Rheuma (Indometacin), Arthritis, Muskelschmerzen oder Depressionen

und Gold Injektionen (wie z.B. Natriumaurothiomalat), welche üblicherweise für die Behandlung

von chronischem Gelenkrheumatismus verwendet werden,

·Lithiumhaltige Arzneimittel gegen Depressionen

·Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (z.B Everolimus) und Arzneimittel, die das Abstossen eines

transplantierten Organes verhindern z.B. Niere oder Leber (wie Temsirolimus, Sirolimus),

·Racecadotril zur Behandlung von Durchfall,

·Alteplase, ein Fibrinolytikum, welcher zur Auflösung von Blutgerinnseln bei verschiedenen

Gefässerkrankungen eingesetzt wird.

Bei der erstmaligen Tabletteneinnahme kann Ihr Blutdruck stärker beeinflusst werden als während

der späteren Behandlung. Falls Ihr Blutdruck sehr tief ist, Sie sich schwach und/oder schwindlig

fühlen, legen Sie sich hin, bis es Ihnen besser geht und informieren Sie Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin.

Lisinopril Helvepharm sollte nicht an Kinder und Jugendliche verabreicht werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

·an anderen Krankheiten leiden,

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Lisinopril Helvepharm während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen

werden?

Informieren Sie Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin, falls Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft

planen. Lisinopril Helvepharm darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen

werden.

Wie verwenden Sie Lisinopril Helvepharm?

Lisinopril Helvepharm kann vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Lisinopril Helvepharm wird einmal täglich verabreicht, wenn möglich immer zur selben Tageszeit.

Die Dosis von Lisinopril Helvepharm ist vom Arzt resp. der Ärztin festzulegen.

Es ist wichtig, dass Sie während der Einnahme von Lisinopril Helvepharm die

Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Arzt resp. bei Ihrer Ärztin regelmässig einhalten, damit die

Therapie individuell Ihren Beschwerden angepasst werden kann.

Erwachsene

Bei hohem Blutdruck

Ihr Arzt resp. Ihre Ärztin wird die Dosierung Ihrem Gesundheitszustand anpassen. Die übliche

Anfangsdosierung beträgt 1 mal täglich eine Tablette Lisinopril Helvepharm 10 mg. Die

Erhaltungsdosis ist üblicherweise eine Tablette Lisinopril Helvepharm 20 mg einmal täglich. Auch

die anderen Arzneimittel, die Sie einnehmen, werden berücksichtigt. Wenn Sie vor Beginn der

Therapie bereits harntreibende Arzneimittel (Diuretika) eingenommen haben oder eine salzarme Diät

einhalten, wird Ihr Arzt resp. Ihre Ärztin entweder das Diuretikum 2–3 Tage vor der Behandlung

absetzen oder die anfängliche Dosis von Lisinopril Helvepharm reduzieren.

Bei Herzinsuffizienz

Sollten Diuretika und/oder Digitalis keine genügende Wirkung aufweisen, kann Lisinopril

Helvepharm zusätzlich gegeben werden. Die Behandlung von Herzinsuffizienz sollte nur unter

strenger ärztlicher Kontrolle erfolgen. Die Dosierung wird vom Arzt resp. der Ärztin festgelegt und

dient zur Ergänzung einer bereits laufenden Behandlung (meist Digitalis und/oder Diuretikum). Die

übliche Erhaltungsdosis ist einmal täglich 5–20 mg Lisinopril Helvepharm.

Nach Herzinfarkt

Gewöhnlich erhält der Patient am 1. und am 2. Tag je 5 mg Lisinopril Helvepharm, danach 10 mg

Lisinopril Helvepharm einmal täglich.

Bei Diabetes-mellitus-Patienten mit gewissen Nierenfunktionsstörungen

Die übliche Dosierung liegt bei 10 mg oder 20 mg Lisinopril Helvepharm, einmal täglich

verabreicht.

Kinder und Jugendliche mit hohem Blutdruck

Bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen ist die Dosis vom Gewicht abhängig und wird vom Arzt

resp. der Ärztin individuell festgelegt. Bei Kindern unter 6 Jahren und Kindern und Jugendlichen mit

schwerer Nierenschädigung wird die Anwendung von Lisinopril Helvepharm nicht empfohlen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel

wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer

Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Lisinopril Helvepharm haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Lisinopril Helvepharm auftreten:

Häufig sind Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck (vor allem beim Aufstehen),

Herzrhythmusstörungen, Husten, Durchfall und Erbrechen beobachtet worden. Gelegentlich können

Appetitlosigkeit, Stimmungsschwankungen, Kribbeln in den Händen und Füssen, Depressionen,

Geschmacksstörungen, Schlafstörungen, Halluzinationen, Herzklopfen, erhöhter Puls, Schnupfen,

Atemnot, Halsentzündung, Heiserkeit, Bronchitis, Übelkeit, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen,

Hautausschlag, Juckreiz, Impotenz, Müdigkeit, Erschöpfung und Brustschmerzen auftreten. Selten

ist über Gicht, Verwirrtheit, Geruchsstörungen, Lungenentzündung, Mundtrockenheit, Verstopfung,

Nesselausschlag, Haarausfall, Psoriasis, Nierenversagen und einen niedrigen Natriumspiegel im Blut

(mögliche Symptome: Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen) berichtet worden. In

sehr seltenen Fällen können tiefe Blutzuckerwerte (Hypoglykämie), Entzündung der

Nasennebenhöhlen und Mundschleimhaut, heftige Oberbauchschmerzen (Entzündung der

Bauchspeicheldrüse), Gelbsucht, verstärktes Schwitzen und schwerwiegende Hautveränderungen

(mit Symptomen wie Rötung, Blasenbildung, Schälungsreaktionen und Knotenbildung) auftreten.

Sehr selten kann es während der Behandlung mit Lisinopril Helvepharm zu Blutbildveränderungen

kommen. Es ist deshalb möglich, dass Ihnen der Arzt bzw. die Ärztin gelegentlich Blut entnimmt,

um festzustellen, ob Lisinopril Helvepharm eine Wirkung auf Ihr Blutbild hat. Eine solche

Beeinflussung könnte sich durch Müdigkeit oder einen rauen Hals bemerkbar machen.

Seit der Markteinführung sind bei einigen Patienten schwere allergische Reaktionen beobachtet

worden.

Falls unter Lisinopril Helvepharm Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge oder im Rachen

(Schluck- oder Atembeschwerden) auftreten, so unterbrechen Sie die Einnahme und benachrichtigen

unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Unterbrechen Sie die Behandlung auch, wenn ein starkes

Jucken der Haut mit Schwellungen auftreten sollte. Obwohl diese Reaktionen vorübergehend sein

können, ist es notwendig, dass Sie bis zum Abklingen der Anzeichen, mit oder ohne medikamentöse

Gegenmassnahmen, unter ärztlicher Beobachtung stehen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Die Tabletten sollten in der verschlossenen Originalpackung, nicht über 30 °C und ausser Reichweite

von Kindern aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden. Sollten Sie Tabletten besitzen, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, so bringen Sie diese bitte in

Ihre Apotheke zur Entsorgung zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Lisinopril Helvepharm enthalten?

Lisinopril Helvepharm enthält als Wirkstoff Lisinopril und Hilfsstoffe. Es ist in Tabletten zu 20 mg,

10 mg und 5 mg erhältlich.

Zulassungsnummer

56905 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Lisinopril Helvepharm? Welche Packungen sind erhältlich?

Lisinopril Helvepharm erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Lisinopril Helvepharm 20 mg: Tabletten mit Bruchrille, viertelbar in Packungen zu 30 oder 100

Tabletten.

Lisinopril Helvepharm 10 mg: Tabletten mit Bruchrille, viertelbar in Packungen zu 30 oder 100

Tabletten.

Lisinopril Helvepharm 5 mg: Tabletten mit Bruchrille, teilbar in Packungen zu 30 oder 100

Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Helvepharm AG, Frauenfeld.

Diese Packungsbeilage wurde im November 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.