Lioresal intrathecal 0

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Lioresal intrathecal 0 05 mg/1 mL, Ampullen
  • Darreichungsform:
  • 05 mg/1 mL, Ampullen
  • Zusammensetzung:
  • baclofenum 50 µg, natrii chloridum, aqua ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 1 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Lioresal intrathecal 0 05 mg/1 mL, Ampullen
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Antispastikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 52535
  • Berechtigungsdatum:
  • 25-08-1994
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Lioresal® Intrathecal

Novartis Pharma Schweiz AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Baclofenum [Beta-(Aminomethyl)-p-chlorhydro-Zimtsäure].

Hilfsstoffe: Natrii chloridum, Aqua q.s. ad sol.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lösung zur intrathecalen Injektion und zur intrathecalen Infusion.

Ampullen zu 0.05 mg/ml.

Ampullen zu 10 mg/5 ml (2 mg/ml).

Ampullen zu 10 mg/20 ml (0.5 mg/ml).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Lioresal Intrathecal ist indiziert bei schwerer chronischer Spastizität auf spinaler (bei Verletzungen,

multipler Sklerose oder anderen Rückenmarkerkrankungen) oder zerebraler Grundlage, die auf oral

verabreichte Antispastika (einschliesslich oral verabreichtes Baclofen) nicht ansprechen, und/oder

wenn wirksame orale Dosen zu nicht tolerierbaren Nebenwirkungen führen.

Dosierung/Anwendung

Dosierung

Lioresal Intrathecal ist geeignet zur Verabreichung als Bolus-Testdosis (über Spinalkatheter oder

Lumbalpunktion) sowie zur chronischen Verabreichung über implantierbare Pumpen zur

kontinuierlichen Abgabe von Baclofen-Lösung in den Liquorraum. Um das optimale

Dosierungsschema festzulegen, erhält jeder Patient vor der Erhaltungstherapie während einer

anfänglichen Testphase eine intrathecale Bolusinjektion, gefolgt von sehr vorsichtiger individueller

Dosisanpassung.

Bei Spastizität infolge einer Kopfverletzung wird empfohlen, erst dann auf eine Langzeitbehandlung

mit Lioresal Intrathecal überzugehen, wenn sich die Symptome der Spastizität stabilisiert haben, d.h.

frühestens 1 Jahr nach der Kopfverletzung.

Die grossen interindividuellen Unterschiede der therapeutisch wirksamen Dosierung machen dieses

Vorgehen erforderlich.

Verabreichungsart

Die Wirksamkeit von Lioresal Intrathecal wurde in randomisierten kontrollierten Studien

nachgewiesen, die von Medtronic, Inc., unter Verwendung des SynchroMed®-Infusionssystems

durchgeführt wurde. Beim Gerät handelt es sich um ein Verabreichungssystem mit nachfüllbarem

Reservoir, das subkutan - in der Regel in die Bauchdecke - implantiert wird. Das Gerät ist mit einem

intrathecalen Katheter verbunden, der subkutan in den Subarachnoidalraum verläuft. Es können auch

andere Pumpen, die sich für die Intrathecale Verabreichung von Baclofen geeignet erwiesen haben,

verwendet werden.

Die intrathecale Verabreichung von Lioresal über ein implantiertes Verabreichungssystem sollte nur

von Ärzten vorgenommen werden, die über entsprechendes Wissen und Erfahrung verfügen. Die

Hersteller geben spezielle Anweisungen für die Implantierung, Programmierung und/oder das

Nachfüllen der implantierbaren Pumpe, denen genau Folge zu leisten ist (s. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen»).

Testphase

Vor Beginn der chronischen intrathecalen Infusion von Baclofen muss die Reaktion des Patienten auf

Baclofen mit einer intrathecalen Bolusinjektion getestet und nachgewiesen werden. Eine Bolus-

Testdosis von Lioresal wird in der Regel mittels Lumbalpunktion oder über einen intrathecalen

Katheter verabreicht, um eine Reaktion auszulösen. Die übliche Testdosis beträgt bei Erwachsenen

initial 25 µg oder 50 µg und wird in mindestens 24-stündigen Abständen um jeweils 25 µg erhöht,

solange bis eine 4-8stündige Reaktion zu beobachten ist. Die Dosis sollte durch Barbotage im

Verlauf von mindestens 1 min verabreicht werden. Bei Kindern beträgt die empfohlene Testdosis

25 µg. Zu diesem Zweck stehen Ampullen mit niedriger Wirkstoffkonzentration (0.05 mg/ml) zur

Verfügung.

Bei Verabreichung der ersten Dosis sollte die Ausrüstung für Reanimationsmassnahmen griffbereit

stehen. Der Patient muss eine signifikante Verminderung des Muskeltonus und/oder der Häufigkeit

bzw. des Schweregrads von Spasmen aufweisen, damit seine Reaktion als Ansprechen auf die

Behandlung gewertet werden kann.

Die Empfindlichkeit gegenüber intrathecal verabreichtem Baclofen ist sehr unterschiedlich. Bei

einem erwachsenen Patienten wurden nach einer einzelnen Testdosis von 25 µg Anzeichen einer

schweren Überdosierung (Koma) beobachtet.

Bei Patienten, die auf eine Testdosis von 100 µg nicht ansprechen, sollte die Dosis nicht weiter

erhöht werden und eine kontinuierliche intrathecale Infusion nicht in Erwägung gezogen werden.

Dosisanpassungsphase

Nachdem sich anhand der Bolus-Testdosen bestätigt hat, dass der Patient auf Lioresal Intrathecal

anspricht, wird unter Verwendung eines geeigneten Verabreichungssystems mit der intrathecalen

Infusion begonnen.

Zur Bestimmung der initialen Gesamt-Tagesdosis Lioresal Intrathecal ist nach der Implantation die

Testdosis, mit der eine positive Reaktion erzielt wurde, zu verdoppeln und während 24 h zu

verabreichen, es sei denn, die Wirkung der Bolus-Testdosis hielt über 12 h an. In diesem Fall sollte

die Bolus-Testdosis als initiale Tagesdosis während 24 h verabreicht werden. Während der ersten

24 h sollte die Dosis nicht erhöht werden.

Spastizität spinalen Ursprungs: Nach den ersten 24 h sollte die Dosis von einem Tag zum anderen

langsam angepasst werden, um die gewünschte Wirkung zu erreichen. Die Dosiserhöhungen sind

dabei auf 10 bis 30% zu beschränken, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Spastizität zerebralen Ursprungs: Nach den ersten 24 h sollte die Dosis von einem Tag zum anderen

langsam angepasst werden, um die gewünschte Wirkung zu erreichen. Die Dosiserhöhungen sind

dabei auf 5 bis 15% zu beschränken, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Bei Verwendung einer programmierbaren Pumpe sollte die Dosis nur einmal alle 24 h erhöht

werden.

Für nicht programmierbare Pumpen mit 76-cm-Katheter, die pro Tag 1 ml Lösung abgeben, werden

Intervalle von 48 h empfohlen, um die Reaktion zu beurteilen. Wenn die Tagesdosis signifikant

erhöht und keine klinische Wirkung erzielt wurde, ist die Funktionstüchtigkeit der Pumpe und die

Durchgängigkeit des Katheters zu überprüfen.

Mit Dosen über 1'000 µg/d liegen bisher nur begrenzte Erfahrungen vor.

Während der Testphase und der Dosierungsanpassungsphase, die unmittelbar auf die Implantation

folgt, muss der Patient in einer Umgebung, die über eine komplette Ausrüstung und entsprechendes

Personal verfügt, sorgfältig überwacht werden. Zur sofortigen Durchführung von

Reanimationsmassnahmen im Falle lebensbedrohlicher Reaktionen oder untragbarer unerwünschter

Wirkungen sollte die entsprechende Ausrüstung zur Verfügung stehen. Die Implantation der Pumpen

sollte nur in Zentren durchgeführt werden, die auf diesem Gebiet Erfahrung besitzen, um die Risiken

kurz vor, während und nach der Operation möglichst gering zu halten.

Erhaltungstherapie

Das Ziel der Behandlung besteht darin, einen normalen Muskeltonus aufrechtzuerhalten und die

Häufigkeit und den Schweregrad von Spasmen so gering wie möglich zu halten, ohne untragbare

Nebenwirkungen hervorzurufen, oder bei zerebraler Spastizität durch die Dosisanpassung den für

optimale Funktionen erwünschten Muskeltonus zu erreichen.

Anzuwenden ist die niedrigste wirksame Dosis. Da die Ansprechbarkeit auf die Therapie nachlässt

oder die Krankheit fortschreitet, muss bei den meisten Patienten die Dosis mit der Zeit allmählich

erhöht werden, um während Langzeittherapie ein optimales Therapieergebnis beizubehalten.

Es empfiehlt sich, die Spastik in gewissem Umfang aufrechtzuerhalten, um ein «Lähmungsgefühl»

seitens des Patienten zu vermeiden. Darüber hinaus können ein gewisser Muskeltonus und

gelegentliche Spastiken dazu beitragen, die Durchblutung zu fördern und möglicherweise die

Bildung einer tiefen Venenthrombose zu vermeiden.

Spastizität spinalen Ursprungs: Die Tagesdosis kann allmählich um 10 bis 30% erhöht werden, um

eine angemessene Kontrolle der Symptome zu gewährleisten. Dazu wird die Abgabegeschwindigkeit

der Pumpe und/oder die Konzentration von Lioresal Intrathecal im Reservoir entsprechend

angepasst. Die Tagesdosis kann auch um 10 bis 20% verringert werden, wenn der Patient unter

Nebenwirkungen leidet.

Spastizität zerebralen Ursprungs: Die Tagesdosis kann allmählich um 5 bis höchstens 20% erhöht

werden, um eine angemessene Kontrolle der Symptome zu gewährleisten. Dazu wird die

Abgabegeschwindigkeit der Pumpe und/oder die Konzentration von Lioresal Intrathecal im

Reservoir entsprechend angepasst. Die Tagesdosis kann auch um 10 bis 20% verringert werden,

wenn der Patient unter Nebenwirkungen leidet.

Wird plötzlich eine beträchtliche Steigerung der Dosis erforderlich, liegt unter Umständen ein

Problem am Katheter (z.B. Knick oder Verlagerung des Katheters) oder eine Funktionsstörung der

Pumpe vor.

Die Erhaltungsdosis zur Langzeitbehandlung mit kontinuierlicher intrathecaler Infusion von

Baclofen bei Spastizität spinalen Ursprungs liegt zwischen 12 µg/d und 2'003 µg/d, wobei die

meisten Patienten mit 300 bis 800 µg/d gut eingestellt sind.

Bei Spastizität zerebralen Ursprungs liegt die Erhaltungsdosis zur Langzeitbehandlung mit Lioresal

Intrathecal zwischen 22 µg/d und 1'400 µg/d, wobei die mittlere Tagesdosis nach 12 Monaten

276 µg/d und nach 24 Monaten 307 µg/d betrug. Kinder unter 12 Jahren benötigen im Allgemeinen

niedrigere Dosen als Erwachsene; die Dosierung liegt zwischen 24 und 1'199 µg/d, und die mittlere

Tagesdosis beträgt 274 µg/d.

Während der Langzeitbehandlung werden etwa 5% der Patienten unempfindlich gegenüber immer

höheren Dosen. Dies kann an einer Toleranzentwicklung oder an einer Unterbrechung der

Wirkstoffzufuhr liegen (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen - Absetzen der Medikation»).

Eine solche «Toleranz» kann durch eine allmähliche Reduktion der Dosis von Lioresal Intrathecal

über einen Zeitraum von 2 bis 4 Wochen und den Wechsel auf andere Möglichkeiten der

Spastikbehandlung (z.B. intrathecale Verabreichung von konservierungsmittelfreiem Morphinsulfat)

behandelt werden. Nach einigen Tagen spricht der Patient unter Umständen wieder auf Baclofen an;

die Behandlung sollte dann mit der Initialdosis für die kontinuierliche Infusion wiederaufgenommen

werden. Vorsicht ist geboten bei einer Umstellung von Liroesal Intrathecal auf Morphine und

umgekehrt (s. «Interaktionen»). Regelmässige Untersuchungen sind während der gesamten

Behandlungsdauer notwendig, damit die Dosis und das Funktionieren des Infusionssystems überprüft

und der Patient auf mögliche Nebenwirkungen des Arzneimittels oder Anzeichen einer Infektion

untersucht werden kann.

Absetzen von Lioresal Intrathecal

Ausser bei überdosisbedingten Notfällen sollte eine Behandlung mit Lioresal Intrathecal durch

allmähliche Reduktion der Dosierung beendet werden. Lioresal Intrathecal sollte nicht plötzlich

abgesetzt werden (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen - Absetzen der Medikation»).

Besondere Hinweise für die Verabreichung

Die Lioresal-Ampullen zu 10 mg/5 ml und 10 mg/20 ml wurden speziell zur Anwendung mittels

Infusionspumpe entwickelt. Welche spezifische Konzentration zu verwenden ist, hängt von der

Gesamttagesdosis sowie von der Abgabegeschwindigkeit der Pumpe ab.

Bitte beachten Sie spezielle Empfehlungen im Handbuch des Herstellers.

Verabreichungsschema

Lioresal Intrathecal wird meist in Form einer kontinuierlichen Infusion sofort nach der Implantation

der Infusionspumpe verabreicht. Ist der Patient stabilisiert im Hinblick auf seine Tagesdosis und

seinen funktionalen Status, so kann, falls die Pumpe es ermöglicht, mit einem etwas komplizierteren

Verabreichungsmodus begonnen werden, um die Spastizität zu unterschiedlichen Tageszeiten

optimal unter Kontrolle zu bringen. Zum Beispiel ist bei Patienten, bei denen nachts verstärkt

Spasmen auftreten, unter Umständen eine 20%-ige Steigerung der Infusionsrate pro Stunde

erforderlich. Veränderungen der Infusionsgeschwindigkeit sollten so programmiert werden, dass sie

2 h, bevor der klinische Effekt gewünscht wird, einsetzen.

Spezielle Patientengruppen

Niereninsuffizienz

Es gibt keine Daten zur Behandlung von Patienten mit Niereninsuffizienz mit Lioresal Intrathecal.

Baclofen wird primär unverändert über die Nieren ausgeschieden (s. «Pharmakokinetik»), deshalb

sollte es bei Patienten mit Niereninsuffizienz mit Vorsicht verabreicht werden.

Leberinsuffizienz

Es gibt keine Daten zur Behandlung von Patienten mit Leberinsuffizienz mit Lioresal Intrathecal. Bei

diesen Patienten wird keine Dosierungsanpassung empfohlen, da die Leber keine signifikante Rolle

beim Baclofen Metabolismus spielt. Es wird nicht erwartet, dass Leberinsuffizienz die systemische

Wirkstoffexposition beeinflusst (s. «Pharmakokinetik»).

Kinder und Jugendliche

Kinder sollten ein ausreichendes Körpergewicht haben, dass die Pumpe für die chronische

Infusionsbehandlung implantiert werden kann. Über die Anwendung von Lioresal Intrathecal bei

Kindern unter 6 Jahren liegen klinische Daten nur in sehr beschränktem Umfang vor. Die Sicherheit

der Anwendung von Lioresal Intrathecal bei Kindern unter 4 Jahren wurde bisher nicht

nachgewiesen.

Ältere Patienten

Im Rahmen von klinischen Studien wurden mehrere Patienten über 65 Jahre mit intrathekalem

Baclofen behandelt, ohne dass spezielle Probleme auftraten. Bei älteren Patienten kann es in der

Dosisanpassungsphase mit oral verabreichtem Baclofen eher zu Nebenwirkungen kommen und

möglicherweise gilt dies auch für die intrathecale Verabreichung von Baclofen. Obwohl die Dosen

individuell angepasst werden, sollten ältere Patienten hinsichtlich des Auftretens von

Nebenwirkungen sorgfältig überwacht werden.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Baclofen oder einem der Hilfsstoffe.

Das Arzneimittel darf nicht intravenös, intramuskulär, epidural oder subkutan verabreicht werden.

Therapieresistente Epilepsie.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Medizinische Überwachung

Das Infusionssystem sollte nicht implantiert werden, bevor die Reaktion des Patienten auf die

intrathecale Bolusinjektion von Baclofen und/oder die Dosisanpassung hinreichend feststeht.

Aufgrund der mit der erstmaligen intrathecalen Verabreichung und Dosisanpassung von Baclofen

einhergehenden Risiken (ZNS-Dämpfung, Herz-Kreislauf-Kollaps und/oder respiratorische

Insuffizienz), müssen diese Schritte unter medizinischer Überwachung und in entsprechend

eingerichteter Umgebung nach den in den Abschnitten über Dosierung und Verabreichung

beschriebenen Anweisungen durchgeführt werden. Zur sofortigen Durchführung von

Reanimationsmassnahmen im Falle lebensbedrohlicher Symptome einer schweren Überdosierung

sollte die entsprechende Ausrüstung zur Verfügung stehen. Die behandelnden Ärzte müssen in der

Durchführung chronischer intrathecaler Infusionen entsprechend ausgebildet sein.

Überwachung des Patienten

Nach chirurgischer Implantation der Pumpe und besonders während der Anfangsphase der

Pumpentätigkeit sowie jedesmal, wenn die Infusionsgeschwindigkeit der Pumpe und/oder die

Baclofen-Konzentration im Reservoir verändert wird, ist der Patient sorgfältig zu überwachen, bis

gewährleistet ist, dass seine Reaktion auf die Infusion annehmbar und ausreichend stabil ist.

Der Patient, die behandelnden Ärzte und alle, die an der Betreuung des Patienten beteiligt sind,

müssen unbedingt ausreichend über die Risiken dieser Behandlungsmethode informiert sein. Jeder,

der in der Behandlung und Versorgung des Patienten beteiligt ist, muss über die Symptome einer

Überdosierung, die in diesem Fall zu ergreifenden Massnahmen sowie die richtige Pflege der Pumpe

und der Implantationsstelle Bescheid wissen.

Testphase

Bei der Verabreichung der initialen Test-Dosen (Testphase) sind die respiratorischen und die

kardiovaskulären Funktionen sorgfältig zu überwachen. Dies gilt besonders für Patienten mit Herz-

Lungen-Krankheiten und Schwäche der Atemmuskulatur sowie Patienten, die gleichzeitig

Arzneimittel der Benzodiazepin-Gruppe oder Opiate erhalten und dadurch ein höheres Risiko einer

Atemdepression haben.

Vor der Testphase mit Lioresal Intrathecal sollten die Patienten infektionsfrei sein, da eine

systemische Infektion die Beurteilung der Reaktion des Patienten auf die intrathecale Bolusinjektion

von Baclofen beeinträchtigen kann.

Implantation der Pumpe

Vor der Pumpenimplantation sollten die Patienten ebenfalls infektionsfrei sein, da eine Infektion das

Risiko von Komplikationen bei der Operation erhöht. Darüber hinaus kann eine systemische

Infektion die Dosisanpassung erschweren.

Eine lokale Infektion oder die Fehlplatzierung des Katheters können ebenfalls eine Unterbrechung

der Wirkstoffzufuhr nach sich ziehen, was einen plötzlichen Entzug von Lioresal Intrathecal und die

entsprechenden Symptome zur Folge haben kann (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen -

Absetzen der Medikation»).

Nachfüllen des Pumpenreservoirs

Das Nachfüllen des Pumpenreservoirs ist durch speziell ausgebildetes Personal nach den

Anweisungen des Pumpenherstellers vorzunehmen. Die Abstände zwischen dem Nachfüllen sind

sorgfältig zu berechnen, um eine vollständige Leerung des Reservoirs zu vermeiden, da dies erneut

zu schwerer Spastizität führen oder potentiell lebensbedrohliche Symptome eines plötzlichen

Entzugs von Lioresal Intrathecal nach sich ziehen würde (s. «Warnhinweise und

Vorsichtsmassnahmen - Absetzen der Medikation»).

Das Nachfüllen muss streng aseptisch durchgeführt werden, um eine Kontamination durch

Mikroorganismen und schwere Infektionen zu vermeiden. Nach jedem Auffüllen und jeder

Manipulation am Pumpenreservoir sollte eine der klinischen Situation entsprechende

Beobachtungsphase folgen.

Äusserste Vorsicht ist angezeigt beim Füllen einer implantierten Pumpe, die eine Zugangsöffnung

(Zugangsport) besitzt, über die ein direkter Zugang zum intrathecalen Katheter möglich ist. Eine

durch die Zugangsöffnung direkt in den Katheter erfolgende Injektion kann zu einer

lebensbedrohlichen Überdosierung führen.

Zusätzliche Hinweise zur Dosisanpassung

Um übermässige Schwäche und einen Sturz des Patienten zu vermeiden, ist Lioresal Intrathecal mit

Vorsicht anzuwenden, wenn die Spastizität erforderlich ist, um die aufrechte Körperhaltung und das

Gleichgewicht des Bewegungsapparats oder sonstige Funktionen beizubehalten. Ein bestimmter

Grad an Muskeltonus sowie gelegentliche Spasmen können zur Unterstützung der

Kreislauffunktionen und möglicherweise zur Verhütung einer tiefen Venenthrombose wichtig sein.

Zur Vermeidung einer eventuellen Überdosierung oder von nachteiligen Arzneimittelinteraktionen

sollte unter strenger ärztlicher Kontrolle versucht werden, vorzugsweise noch vor Beginn der

Baclofen-Infusion, eine gleichzeitige orale antispastische Medikation abzusetzen. Während der

chronischen intrathecalen Behandlung mit Baclofen sollte jedoch vermieden werden, gleichzeitig

verwendete Antispastika plötzlich abzusetzen oder ihre Dosierung zu verringern.

Vorsichtsmassnahmen bei speziellen Patientengruppen

Bei Patienten mit anormaler Liquorzirkulation kann die Ausbreitung des Arzneimittels und folglich

die Verteilung der antispastischen Wirksamkeit unzureichend sein.

Patienten mit psychotischen Zuständen, Schizophrenie, Verwirrtheitszuständen oder Parkinson-

Krankheit sind mit Vorsicht und unter strenger ärztlicher Kontrolle mit Lioresal Intrathecal zu

behandeln, da unter oraler Therapie mit Baclofen Exazerbationen dieser Krankheitszustände

beobachtet wurden.

Besondere Vorsicht ist bei Epileptikern angezeigt, da gelegentlich über Anfälle bei Überdosierung

oder beim Absetzen von Lioresal Intrathecal sowie bei Patienten unter therapeutischen Dosen von

Lioresal Intrathecal berichtet wurde.

Lioresal Intrathecal ist bei Patienten mit einer Dysreflexie im autonomen Nervensystem (akutes

Syndrom bei Patienten mit Rückenmarksläsionen oberhalb von Th 6, charakterisiert durch

überschiessende Reaktionen des autonomen Nervensystems auf Reize, wie Dehnung von Blase und

Darm, Hautreizung und Schmerz) in der Anamnese mit Vorsicht anzuwenden. Nozizeptive Stimuli

oder ein abruptes Absetzen von Lioresal Intrathecal können eine Episode mit gestörten vegetativen

Reflexen hervorrufen.

Lioresal ist mit Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit zerebrovaskulärer oder respiratorischer

Insuffizienz, da Baclofen eine Exazerbation dieser Zustände bewirken kann.

Eine Wirkung von intrathecal verabreichtem Baclofen auf andere, nicht mit dem ZNS

zusammenhängende Grundkrankheiten ist unwahrscheinlich, da die systemische Verfügbarkeit des

Arzneimittels nach intrathecaler Verabreichung wesentlich geringer als nach oraler Verabreichung

ist. Dennoch legen Erfahrungen mit oral verabreichtem Lioresal Vorsicht bei folgenden Zuständen

nahe: anamnestische peptische Ulzera und vorbestehende Sphinkterhypertonie.

Niereninsuffizienz

Nach der Verabreichung von Lioresal Tabletten wurde bei Patienten mit Niereninsuffizienz über

schwere neurologische Outcomes berichtet. Lioresal Intrathecal soll bei diesen Patienten unter

Vorsicht verabreicht werden.

Absetzen der Medikation (einschliesslich der Fälle, die mit einer Fehlfunktion des Katheters oder des

Gerätes zusammenhängen)

Plötzliches Absetzen von Lioresal Intrathecal kann - unabhängig vom Grund des Absetzens - zu

einem Entzugssyndrom mit den Frühsymptomen verstärkte Spastizität, Pruritus, Parästhesien und

Hypotonie führen. Als weitere Folgeerscheinungen können hyperaktive Zustände mit rasch

auftretenden unkontrollierten Spasmen, Hyperthermie und Symptome auftreten, die mit Malignem

Neuroleptischem Syndrom (MNS) in Verbindung gebracht werden (z.B. Veränderung des

psychopathologischen Befundes und Muskelsteifheit). In seltenen Fällen kann diese Symptomatik

mit Krampfanfällen/Status epilepticus, Rhabdomyolyse, Gerinnungsstörungen, Multiorganversagen

bis hin zum Tode führen. Alle Patienten, die eine Therapie mit Lioresal Intrathecal erhalten, sind

einem potentiellen Entzugsrisiko ausgesetzt.

Die klinischen Symptome im Zusammenhang mit dem Absetzen von Lioresal Intrathecal können den

Symptomen einer autonomen Reflexstörung, Infektion (Sepsis), malignen Hyperthermie, einem

malignem, neuroleptischem Syndrom oder anderen Zuständen im Zusammenhang mit einem

hypermetabolischen Status oder einer ausgeprägten Rhabdomyolyse ähnlich sein.

Patienten und deren Betreuer sollten darüber informiert sein, wie wichtig es ist, die vereinbarten

Termine zum Nachfüllen einzuhalten. Ihnen sollten die Symptome des Baclofen-Entzugs bekannt

sein, insbesondere die Symptome, die in frühen Stadien eines Entzugssyndroms (z.B. Priapismus)

auftreten.

In den meisten Fällen traten Entzugssymptome innerhalb von Stunden bis zu einigen Tagen nach

Unterbrechung der Behandlung mit Lioresal Intrathecal auf. Zu den häufigen Gründen für die

plötzliche Unterbrechung einer Lioresal Intrathecal-Behandlung gehörten Fehlfunktion des Katheters

(insbesondere Trennung der Verbindung) und geringes Volumen im Reservoir der Pumpe sowie

Fehlfunktion des Gerätes. Es wurde über Fehlfunktionen des Gerätes und damit zusammenhängende

Veränderungen bei der Abgabe des Arzneimittels berichtet, welche zu Entzugssymptomen und sogar

zum Tod führten. Die Vermeidung einer plötzlichen Unterbrechung der Verabreichung von Lioresal

Intrathecal erfordert grosse Sorgfalt bei der Programmierung und Überwachung des

Infusionssystems, bei der Terminplanung zum Nachfüllen und beim Nachfüllen selber sowie bei der

Beachtung von Alarmsignalen der Pumpe. Wenn jedoch die Wiederaufnahme der Lioresal

Intrathecal-Zufuhr verzögert erfolgt, kann eine Behandlung mit GABA-Agonisten wie oralem bzw.

enteralem Baclofen oder oralen, enteralen bzw. intravenösen Benzodiazepinen potenziell tödliche

Folgeerscheinungen verhindern. Allerdings besteht keine Gewähr, dass die alleinige Gabe von

oralem bzw. enteralem Baclofen das Fortschreiten des Entzugs von Lioresal Intrathecal verhindern

kann.

Bildung von Granulomen (entzündliche Massen) an der Spitze von intrathekalen Kathetern

In Zusammenhang mit Lioresal Intrathecal wurde über Fälle von Granulomen an der Spitze des

implantierten Katheters berichtet, die schwer wiegende neurologische Defizite verursachen können.

Die häufigsten Symptome in Verbindung mit Granulomen sind: 1) verringertes therapeutisches

Ansprechen (Verschlimmerung der Spastik, Wiederauftreten der Spastik nach vorangehender

zufriedenstellender Kontrolle, Entzugssymptome, schlechtes Ansprechen auf Dosiserhöhungen, bzw.

häufige oder starke Dosiserhöhungen), 2) Schmerzen, 3) neurologisches Defizit/Dysfunktion.

Patienten, die eine intraspinale Therapie erhalten, sind vom Arzt aufmerksam hinsichtlich etwaiger

neuer neurologischer Anzeichen oder Symptome zu überwachen, vor allem, wenn opioidhaltige

Rezepturarzneimittel oder Mischungen aus der Apotheke verwendet werden. Bei Patienten mit neu

aufgetretenen neurologischen Anzeichen oder Symptomen, die auf Vorhandensein eines Granuloms

schliessen lassen, ist unter Umständen ein Neurologe hinzuzuziehen, da viele Symptome den

krankheitsbedingten Symptomen bei Patienten mit schwerer Spastik gleichen. In manchen Fällen

können Bildgebungsverfahren geeignet sein, um ein Granulom diagnostisch zu bestätigen oder

auszuschliessen.

Skoliose

Bei Patienten unter Behandlung mit Lioresal Intrathecal wurde über das Auftreten von Skoliose bzw.

die Verstärkung einer vorbestehenden Skoliose berichtet. Während einer Behandlung mit Lioresal

Intrathecal sollte eine Überwachung hinsichtlich der Anzeichen einer Skoliose erfolgen.

Interaktionen

Systematische Erfahrungen über die Anwendung von Lioresal Intrathecal in Kombination mit

anderen Arzneimitteln sind nicht ausreichend vorhanden, um spezifische Arzneimittelinteraktionen

vorherzusagen. Es wird angenommen, dass die geringe systemische Exposition von Baclofen nach

Verabreichung von Lioresal Intrathecal das Potential für pharmakokinetische Interaktionen

reduzieren kann (s. «Pharmakokinetik»).

Levodopa/DDC Inhibitor

Gleichzeitige Verabreichung von oralem Lioresal und Levodopa/DDC Inhibitor resultiert in

erhöhtem Risiko auf unerwünschte Ereignisse: visuelle Halluzinationen, Verwirrtheit,

Kopfschmerzen und Nausea. Ebenso wurde über Verschlechterung der Parkinson Symptome

berichtet. Vorsicht ist geboten, falls bei Patienten, welche mit Levodopa/DDC Inhibitor therapiert

werden, intrathecales Lioresal verabreicht wird.

Anästhetika

Gleichzeitige Verabreichung von intrathekalem Baclofen und Anästhetika (z.B. Fentanyl, Propofol)

kann das Risiko auf Herzstörungen und Krampfanfälle erhöhen. Vorsicht ist geboten falls bei

Patienten unter Lioresal Intrathecal Therapie Anästhetika verabreicht werden.

Morphin

Die kombinierte Verabreichung von Morphin und intrathecalem Baclofen führte in einem Fall zu

Blutdruckabfall. Es ist nicht auszuschliessen, dass eine solche Kombination auch zu Dyspnoe oder

anderen ZNS-Symptomen führen kann.

Die gleichzeitige Anwendung von Lioresal Intrathecal mit anderen intrathecal verabreichten

Arzneimitteln wurde bisher nicht untersucht, so dass über die Sicherheit einer solchen Kombination

keine Informationen vorliegen.

Alkohol und andere ZNS-dämpfende Substanzen

Die ZNS-dämpfenden Wirkungen von Alkohol und anderen ZNS-wirksamen Substanzen (z.B.

Analgetika, Neuroleptika, Barbiturate, Benzodiazepine, Anxiolytika) können die Wirkung von

Lioresal verstärken.

Trizyklische Antidepressiva

Bei gleichzeitiger oraler Behandlung mit Lioresal können trizyklische Antidepressiva den Effekt von

Lioresal potenzieren und dadurch eine erhebliche Muskelhypotonie hervorrufen. Vorsicht bei

Verwendung von Lioresal Intrathecal in dieser Kombination ist angezeigt.

Antihypertensiva

Da unter gleichzeitiger Therapie mit oralem Lioresal und Antihypertensiva ein verstärkter

Blutdruckabfall zu erwarten ist, sollten der Blutdruck überwacht und die Dosierung der

Antihypertensiva entsprechend angepasst werden.

Lioresal Intrathecal sollte nicht gleichzeitig mit anderen Antispastika angewendet werden, damit

eventuell nachteilige Reaktionen vermieden werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden klinischen Daten bei schwangeren Frauen vor.

In tierexperimentelle Studien wurden reproduktionstoxikologische Effekte beobachtet

(s. «Präklinische Daten»). Die Substanz ist plazentagängig und nach der intrathekalen Verabreichung

von Lioresal konnten kleine Mengen von Baclofen im mütterlichen Plasma detektiert werden

(s. «Pharmakokinetik»). Während der Schwangerschaft darf das Arzneimittel nicht verabreicht

werden, es sei denn es ist klar notwendig.

Stillzeit

Baclofen, der Wirkstoff von Lioresal, tritt bei oraler Verabreichung therapeutischer Dosen nur in

geringen Mengen in die Muttermilch über.

Nach der intrathekalen Verabreichung von Lioresal wurden kleine Mengen im mütterlichen Plasma

detektiert (s. «Pharmakokinetik»). Bei Müttern, welche intrathecal Lioresal-Therapie erhalten haben,

wird nicht erwartet, dass Baclofen in die Muttermilch übertritt und keine speziellen Empfehlungen

werden gegeben.

Fertilität

Tierstudien haben gezeigt, dass es unwahrscheinlich ist dass das intrathecale Baclofen einen

unerwünschten Effekt auf Fertilität unter klinisch-relevanten Bedingungen hat (s. «Präklinische

Daten»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Während der Behandlung mit Baclofen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am

Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen erheblich beeinträchtigt sein. Dies gilt besonders

wenn während der Behandlung Alkohol konsumiert wird. Aus diesem Grunde sollten während des

Beginns der Behandlung das Führen von Fahrzeugen oder die Bedienung von Maschinen oder andere

gefahrvolle Tätigkeiten von der Entscheidung des behandelnden Arztes abhängig gemacht werden,

wobei die individuelle Reaktion und die jeweilige Dosierung berücksichtigt werden müssen.

Patienten, die an gefahrvollen Arbeitsplätzen beschäftigt sind, sollten genaue Anweisungen gegeben

werden.

Unter der Behandlung mit Baclofen Intrathecal traten bei einigen Patienten dämpfende Effekte auf

das ZNS wie Schläfrigkeit und Sedierung auf. Es wurde auch über Ataxie, Halluzinationen, Diplopie

und Entzugserscheinungen berichtet.

Patienten sollten zur Vorsicht angehalten werden beim Autofahren, beim Bedienen gefährlicher

Maschinen oder bei Aktivitäten, die durch verminderte Aufmerksamkeit gefährlich werden können.

Unerwünschte Wirkungen

Häufigkeit: «Sehr häufig» (>1/10), «häufig» (>1/100<1/10), «gelegentlich» (>1/1'000<1/100),

«selten» (>1/10'000<1/1'000), «sehr selten» (<1/10'000), einschliesslich isolierte Fälle.

Einige der weiter unten aufgeführten unerwünschten Ereignisse wurden bei Patienten mit Spastizität

spinalen Ursprungs beobachtet, können aber auch bei Patienten mit Spastizität zerebralen Ursprungs

auftreten. Auf unerwünschte Ereignisse, die in der einen Patientengruppe häufiger auftreten als in der

anderen, wird in der folgenden Aufstellung hingewiesen.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Überempfindlichkeit gegenüber Baclofen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Dehydration.

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Angst, Agitiertheit, Lethargie, Depression.

Gelegentlich: Suizidgedanken, Suizidversuch, Euphorie, Dysphorie, Halluzinationen und paranoide

Reaktion.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Somnolenz (28.4%), Kopfschmerz (19.9%), Krampfanfälle (10.4%).

Häufig: Schwindel, Sedierung, Paraesthesie, Dysarthrie, Lethargie, Schlaflosigkeit,

Verwirrtheit/Desorientierung.

Gelegentlich: Ataxie, Gedächtnisverlust.

Krampfanfälle und Kopfschmerz treten bei Spastizität zerebralen Ursprungs häufiger auf als bei

Spastizität spinalen Ursprungs.

Augenerkrankungen

Häufig: Akkommodationsstörungen, verschwommenes Sehen, Doppelbilder.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Bradykardie.

Gefässerkrankungen

Sehr häufig: arterielle Hypotonie (37.4%).

Gelegentlich: Hypertonie, tiefe Venenthrombose, Hautrötung, Blässe.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Dyspnoe, Pneumonie, Atemdepression.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit/Erbrechen (17.1%), Obstipation, Mundtrockenheit, Diarrhoe, Appetitverlust,

verstärkter Speichelfluss.

Gelegentlich: Ileus, Dysphagie, Geschmacksverlust.

Bei Patienten mit Spastizität zerebralen Ursprungs sind Übelkeit und Erbrechen häufiger (17.1%) als

bei Patienten mit Spastizität spinalen Ursprungs (7.6%).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Urtikaria/Pruritus, faziales und/oder peripheres Oedem.

Gelegentlich: Alopezie, Hyperhydrose.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr häufig: zu starke muskuläre Hypotonie.

Häufig: muskuläre Hypertonie.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr häufig: Harnretention (11.4%).

Häufig: Harninkontinenz, sexuelle Störungen.

Bei Patienten mit Spastizität zerebralen Ursprungs ist Harnretention häufiger als bei Patienten mit

Spastizität spinalen Ursprungs.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Asthenie, Pyrexie, Schmerzen, Frösteln.

Gelegentlich: Hypothermie.

Selten: Lebensbedrohliche Entzugssymptome als Folge einer Unterbrechung der Wirkstoffzufuhr

(s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen - Absetzen der Medikation»).

Auflistung von unerwünschten Wirkungen aus Spontanmeldungen nach Marktzulassung

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden anhand von Spontanmeldungen nach

Marktzulassung identifiziert. Da es sich bei diesen Reaktionen um freiwillige Meldungen einer

Population unsicherer Grösse handelt, ist es nicht immer möglich, verlässliche Aussage zu deren

Häufigkeit zu machen.

Erkrankungen des Nervensystems

Dysphorie.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Bradypnoe.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Skoliose (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse:

Erektile Dysfunktion.

Unerwünschte Vorkommnisse im Zusammenhang mit dem Infusionssystem

Unerwünschte Vorkommnisse, die mit dem Infusionssystem in Zusammenhang stehen (Granulome

(entzündliche Massen) an der Katheterspitze, Dislozierung des Katheters mit möglichen

Komplikationen, Infektion an der Implantationsstelle, Meningitis, Überdosierung durch falsche

Handhabung des Gerätes) wurden berichtet, wobei in einigen Fällen ein kausaler Zusammenhang mit

Baclofen nicht ausgeschlossen werden kann. Es wurde über Fehlfunktionen des Gerätes und damit

zusammenhängende Veränderungen bei der Abgabe des Arzneimittels berichtet, die zu

Entzugssymptomen und sogar zum Tod führten. (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Überdosierung

Auf Symptome einer Überdosierung ist während der gesamten Behandlung zu achten, besonders aber

während der Testphase und der Dosisanpassungsphase sowie bei erneuter Anwendung von Lioresal

Intrathecal nach einer Unterbrechung der Behandlung.

Anzeichen für eine Überdosierung können plötzlich oder allmählich auftreten.

Symptome der Überdosierung

Ausgeprägte Muskelhypotonie, Schläfrigkeit, Benommenheit, Schwindel, Sedation, Krampfanfälle,

Bewusstseinstrübung, Hypothermie, Hypersalivation, Übelkeit und Erbrechen.

Atemdepression, Apnoe und Koma sind Symptome einer starken Überdosierung. Eine starke

Überdosierung kann z.B. die Folge versehentlicher Zufuhr des Katheterinhalts während einer

Überprüfung der Durchgängigkeit oder der Position des Katheters sein. Andere mögliche Ursachen

sind Fehler bei der Programmierung, extrem rasche Dosiserhöhung, die gleichzeitige orale

Verabreichung von Baclofen oder eine Funktionsstörung der Pumpe.

Behandlung

Ein spezifisches Antidot zur Behandlung der Überdosierung von intrathecalem Baclofen ist nicht

bekannt. Im Allgemeinen sollten folgende Massnahmen durchgeführt werden:

1.Möglichst rasche Entfernung der restlichen Lioresal-Lösung aus der Pumpe.

2.Patienten mit Atemdepression sollten notfalls so lange intubiert werden, bis das Arzneimittel

eliminiert ist.

Falls eine Lumbalpunktion nicht kontraindiziert ist, sollte man zur Verringerung der

Baclofenkonzentration im Liquor in der Anfangsphase der Intoxikation eine Entnahme von 30 bis

40 ml Liquor erwägen.

Ausserdem: Unterstützung der kardiovaskulären Funktionen. Beim Auftreten von Konvulsionen

vorsichtig Diazepam intravenös verabreichen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: M03BX01

Lioresal ist ein Antispastikum mit spinalem Angriffspunkt.

Baclofen dämpft sowohl die mono- als auch die polysynaptische Reflexübertragung im Rückenmark

durch Stimulation der GABAB -Rezeptoren. Baclofen ist ein chemisches Analogon des

inhibitorischen Neurotransmitters Gammaaminobuttersäure (GABA).

Bei neurologischen Krankheiten, die mit Spastizität der Skelettmuskulatur einhergehen (z.B.

Tetanus), zeigen sich die klinischen Wirkungen von Lioresal durch günstige Beeinflussung der

reflektorischen Muskelkontraktionen und deutliche Verminderung von schmerzhaften Spasmen,

Automatismen, Hyperreflexia, Trismus und Kloni. Lioresal fördert die Beweglichkeit des Patienten

und seine Unabhängigkeit und erleichtert die Physiotherapie. Baclofen übt einen antinozizeptiven

Effekt aus.

Die neuromuskuläre Reizübertragung wird durch Baclofen nicht beeinflusst. Es resultiert eine

verbesserte Beweglichkeit sowie Verhinderung und schnellere Heilung von Dekubitus, ferner ein

besserer Schlaf aufgrund der Beseitigung der schmerzhaften Muskelspasmen. Ausserdem werden

Blasen- und Sphinkterfunktion verbessert und die Katheterisierung erleichtert, dadurch lässt sich die

Lebensqualität des Patienten verbessern.

Baclofen stimuliert die Sekretion von Magensäure. Baclofen besitzt allgemeine ZNS-dämpfende

Eigenschaften, die zu Sedation, Somnolenz sowie zu respiratorischer und kardiovaskulärer

Depression führen. Aufgrund der Stimulierung von GABAB-Rezeptoren hat es ferner eine

dosisabhängige Hemmwirkung der erektilen Funktion beim Mann gezeigt.

Lioresal Intrathecal kann als Alternative zu destruktiven neurochirurgischen Eingriffen betrachtet

werden.

Die direkte Abgabe von Baclofen in den Liquorraum ermöglicht eine wirksame Behandlung der

Spastizität, und zwar mit Dosen, die mindestens 100-mal niedriger sind als die, die für die orale

Verabreichung erforderlich sind.

Intrathecale Bolusinjektion

Die Wirkung einer intrathecalen Einzeldosis setzt im Allgemeinen eine halbe bis eine Stunde nach

Verabreichung ein. Der maximale spasmolytische Effekt tritt ungefähr 4 h nach Verabreichung ein

und hält 4 bis 8 h an. Wirkungseintritt, Wirkungsmaximum und Wirkungsdauer sind von Patient zu

Patient verschieden und sind abhängig von der Dosis, der Schwere der Symptome sowie der Art und

der Geschwindigkeit der Verabreichung.

Kontinuierliche Infusion

Die antispastische Wirkung von Baclofen setzt 6 bis 8 h nach Beginn der kontinuierlichen Infusion

ein und erreicht ihr Maximum innerhalb von 24 bis 48 h.

Pharmakokinetik

Bei der Interpretation der beobachteten pharmakokinetische Parameter im Liquor cerebrospinalis

sollte auf Grund von langsamer Liquor-Zirkulation und dem Baclofen-Konzentrationsgradienten

(von lumbalen bis cisternalen Liquor) die hohe Inter-und Intrapatienten-Variabilität berücksichtigt

werden.

Absorption

Die Infusion direkt in den spinalen Subarachnoidalraum umgeht Absorptionsprozesse und ermöglicht

den Zugang zu den Rezeptorstellen im Hinterhorn des Rückenmarks.

Distribution

Nach einer einzelnen intrathecalen Bolusinjektion/Kurzzeitinfusion liegt das aus den

Liquorkonzentrationen errechnete Verteilungsvolumen zwischen 22 und 157 ml. Mit der

kontinuierlichen intrathecalen Infusion von Tagesdosen zwischen 50 und 1'200 µg werden Steady-

State-Konzentrationen von Baclofen im Liquor des Lumbalbereichs von 130 bis 1'240 ng/ml erreicht.

Ausgehend von der im Liquor gemessenen Halbwertszeit werden die Steady-State-Konzentrationen

im Liquor innerhalb von 1 bis 2 Tagen erreicht. Für Kinder liegen keine Daten vor. Während der

Intrathecalen Infusion betragen die Plasmakonzentrationen nicht mehr als 5 ng/ml.

Elimination

Die Liquor-Eliminationshalbwertszeit nach Verabreichung einer einzelnen intrathecalen

Bolusinjektion/Kurzzeitinfusion von 50 bis 135 µg Baclofen liegt zwischen 1 und 5 h. Die

Eliminationshalbwertszeit von Baclofen nach Erreichen des Steady-State im Liquor wurde nicht

bestimmt.

Sowohl nach einer einzelnen Bolusinjektion als auch nach kontinuierlicher Infusion in den lumbalen

Subarachnoidalraum mittels einer implantierten Pumpe, betrug die mittlere Liquor-Clearance

ungefähr 30 ml/h.

Im Steady-State ergab sich während der kontinuierlichen intrathecalen Infusion ein Baclofen-

Konzentrationsgradient zwischen dem Liquor im Lumbalbereich und dem Liquor in der Cisterna

cerebellomedullaris von 1.8:1 bis 8.7:1 (im Mittel 4:1). Das ist klinisch insofern von Bedeutung, als

die Spastizität der unteren Extremitäten ohne starken Effekt auf die oberen Extremitäten wirksam

behandelt werden kann; zudem treten aufgrund der geringeren Wirkung auf die Hirnzentren weniger

ZNS-Wirkungen auf.

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten

Es gibt keine pharmakokinetische Daten bei älteren Patienten nach Verabreichung von Lioresal

Intrathecal. Daten haben gezeigt, dass die Elimination nach einer einzelnen Dosis von oraler

Formulierung langsamer aber die systemische Exposition von Baclofen ähnlich ist wie bei jungen

Erwachsenen.

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche (8–18 Jahre), welche eine chronische Infusion von intrathecalem Baclofen

mit Dosen von 77-400 μg/Tag erhielten, wiesen Plasmakonzentrationen von oder unter 10 ng/ml auf.

Leberinsuffizienz

Es gibt keine pharmakokinetische Daten bei Patienten mit Leberinsuffzienz nach Verabreichung von

Lioresal Intrathecal. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich die Pharmakokinetik bei Patienten mit

Leberinsuffizienz klinisch signifikant ändert, da die Leber keine signifikante Rolle bei der

Disposition von Baclofen spielt.

Niereninsuffizienz

Es gibt keine pharmakokinetischen Daten bei Patienten mit Niereninsuffizienz nach Verabreichung

von Lioresal Intrathecal. Eine Akkumulation von unverändertem Baclofen kann bei Patienten mit

Niereninsuffizienz nicht ausgeschlossen werden, da Baclofen hauptsächlich über die Niere

unverändert eliminiert wird.

Präklinische Daten

Reproduktionstoxizität

Basierend auf Studien an Ratten und Kaninchen mit oralem Baclofen, ist es unwahrscheinlich, dass

intrathecales Baclofen unerwünschte Effekte auf Fertilität oder die prä-oder postnatale Entwicklung

hat. Baclofen ist nicht teratogen in Mäusen, Ratten und Kaninchen bei Dosierungen, welche

mindestens 125-mal höher sind als die Maximaldosis in mg/kg.

In trächtigen Ratten wurden bei den Foeten Omphalocelen beobachtet nach der Verabreichung von

oralem Baclofen in Dosen, welche 500-mal höher waren als die Maximaldosis in mg/kg. Diese

Effekte bei Mäusen und Kaninchen konnten nicht beobachtet werden. Die orale Verabreichung von

Lioresal in Ratten und Kaninchen verursachte eine verzögerte foetale Ossifikation bei Dosen, welche

auch zur maternalen Toxizität führen. Baclofen führte zur Erweiterung des Wirbelbogens in

Rattenfoeten bei hoher intraperitonealer Dosis.

Mutagenität und Kanzerogenität

Bei Untersuchungen in Bakterien, Säugerzellen, Hefe und Chinese Hamster zeigte Baclofen kein

mutagenes und genotoxisches Potential. Auch tierexperimentelle Untersuchungen ergaben keine

Hinweise auf ein kanzerogenes oder ein mutagenes Potential.

Bei weiblichen Ratten, die 2 Jahre lang Baclofen erhalten hatten, beobachtete man eine

dosisabhängige Zunahme der Inzidenz von Ovarialzysten und bei maximaler Dosis (50 bis 100

mg/kg) eine Zunahme von vergrösserten und/oder hämorrhagischen Nebennieren.

Lokale Toleranz

Präklinische Studien haben gezeigt, dass bei Tiermodellen die Formation der Granulome direkt mit

der hohen Dosis und/oder hohen Konzentrationen von intrathekalen Opioiden korreliert. Bei der

Verabreichung von intrathekalem Baclofen alleine, wurden keine Granulome an der Spitze von

Kathetern gebildet.

Toxizität bei wiederholter Verabreichung

Studien an Ratten und Hunden zeigten keinen Zusammenhang zwischen wiederholter intrathekalen

Verabreichung und der Entstehung von Granulomen. In diesen Spezies wurden keine Irritationen,

Entzündungen oder Veränderungen am Rückenmark oder umgebendem Gewebe beobachtet.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

In der Regel sollte das in den Ampullen zur intrathecalen Verabreichung enthaltene Lioresal nicht

mit anderen Infusions- oder Injektionslösungen vermischt werden.

Glukose hat sich wegen einer chemischen Reaktion mit Baclofen als inkompatibel erwiesen.

Haltbarkeit

Im implantierten SynchroMed® programmierbaren Infusionssystem blieb Lioresal Intrathecal 11

Wochen lang stabil.

Parenteral zu verabreichende Arzneimittel sollten, sofern es Lösung und Behältnis zulassen, vor der

Verabreichung auf Schwebeteilchen und Verfärbung überprüft werden.

Jede der Ampullen ist für eine einmalige Verabreichung bestimmt. Übriggebliebene Lösung ist

wegzuschütten.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 30 °C lagern.

Die Lösung darf nicht gefroren oder hitzesterilisiert werden.

Lioresal Intrathecal muss ausserhalb der Reichweite und Sicht von Kindern aufbewahrt werden.

Hinweise für die Handhabung

a) Anwendungsvorschriften

Lioresal Intrathecal ist für die intrathecale Injektion und die kontinuierliche intrathecale Infusion

gemäss Anwendungsvorschriften des Infusionssystems vorgesehen.

b) Konzentrationen

Die verwendete Konzentration hängt von der erforderlichen Gesamttagesdosis sowie von der

Abgabegeschwindigkeit der Pumpe ab. Bitte die speziellen Empfehlungen im Handbuch des

Herstellers beachten.

c) Verdünnungsanleitung

Für Patienten, die andere Konzentrationen als 50 µg/ml, 500 µg/ml oder 2000 µg/ml benötigen, muss

Lioresal Intrathecal unter aseptischen Bedingungen mit sterilem, konservierungsmittelfreiem

Natriumchlorid zu Injektionszwecken verdünnt werden.

d) Arzneimittelabgabesystem

Für die Langzeitverabreichung von intrathecalem Lioresal werden verschiedene

Arzneimittelabgabesysteme verwendet. Dazu gehört das Medtronic SynchroMed® programmierbare

Infusionssystem; es handelt sich um ein implantierbares Arzneimittelabgabesystem mit einem

nachfüllbaren Reservoir, das unter Vollnarkose oder Lokalanästhesie subkutan, in der Regel in die

Bauchdecke, implantiert wird. Das System ist mit einem intrathecalen Katheter verbunden, der

subkutan in den Subarachnoidalraum führt.

Einzelheiten über dieses Arzneimittelabgabesystem erhalten Sie vom Hersteller:

Medtronic Inc. Neurological, 710 Medtronic Parkway N.E. Minneapolis, MN 55432.5604, USA

Tel. + 1 (763) 505 50 00; Fax + 1 (763) 505 10 00.

Medtronic Europe S.A. Route du Molliau 31, Case Postale, 1131 Tolochenaz, Schweiz

Tel. +41 21 802 70 00; Fax: +41 21 802 79 00.

Medtronic (Schweiz) AG, Talstrasse 9, Postfach 449, CH-3053 Münchenbuchsee

Tel. +41 (0)31 868 01 00; Fax +41 (0)31 868 01 99.

Bevor Sie andere Systeme verwenden, sollte sichergestellt werden, dass die technischen

Spezifikationen, einschliesslich der chemischen Stabilität der Baclofenlösung in dem Reservoir, den

Anforderungen für die intrathecale Anwendung von Lioresal entsprechen.

Zulassungsnummer

52535 (Swissmedic).

Packungen

Lioresal Intrathecal Injektionslösung 0.05 mg/ml zu 5 Ampullen. [B]

Lioresal Intrathecal Injektionslösung 10 mg/5 ml zu 1 Ampulle. [B]

Lioresal Intrathecal Injektionslösung 10 mg/20 ml zu 1 Ampulle.

Zulassungsinhaberin

Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz.

Stand der Information

Januar 2018.

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



  • Dokumente in anderen Sprachen zur Verfügung hier

14-11-2018

Implanted Pumps: Safety Communication - Use Caution When Selecting Pain Medicine for Intrathecal Administration

Implanted Pumps: Safety Communication - Use Caution When Selecting Pain Medicine for Intrathecal Administration

The FDA is aware that patients undergoing treatment or management of pain are commonly given pain medicines in the spinal fluid (intrathecal administration) that are not FDA approved for use with the implanted pump.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

13-6-2018

Lioresal Intrathecal Infusionslösung

Rote - Liste