Lidaprim forte Filmtabletten

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Lidaprim forte Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 10 Stück, Laufzeit: 60 Monate,25 Stück, Laufzeit: 60 Monate,50 Stück, Laufzeit: 60 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Lidaprim forte Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Sulfametrol und Trimeth
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 16362
  • Berechtigungsdatum:
  • 15-10-1981
  • Letzte Änderung:
  • 13-06-2018

Packungsbeilage

Seite 1 von 8

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Lidaprim forte Filmtabletten

Wirkstoffe: Sulfametrol, Trimethoprim

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Lidaprim forte und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Lidaprim forte beachten?

Wie ist Lidaprim forte einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Lidaprim forte aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Lidaprim forte und wofür wird es angewendet?

Lidaprim forte wirkt bei Infektionskrankheiten, die durch Bakterien verursacht werden. Lidaprim forte

ist ein Antibiotikum und enthält zwei Wirkstoffe: Trimethoprim und Sulfametrol. Diese greifen in den

Stoffwechsel von Bakterien ein und führen zu ihrer Abtötung.

Zu den Erkrankungen, die mit Lidaprim behandelt werden können, gehören folgende Infektionen,

sofern sie durch Sulfametrol /Trimethoprim-empfindliche Krankheitserreger hervorgerufen werden:

Infektionen der Nieren und Harnwege:

Akute unkomplizierte Infektionen der Nieren und der ableitenden Harnwege, Granuloma

venereum (durch bestimmte Bakterien ausgelöstes chronisches Geschwür im Genitalbereich)

Als Therapiealternative bei Infektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches und der Atemwege:

Akute Verschlechterung einer chronischen Bronchitis, Mittelohrentzündung, Behandlung und

Vorbeugung einer durch den Erreger Pneumocystis jirovecii ausgelösten Lungenentzündung

Infektionen der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane einschließlich Tripper

(Gonorrhoe)

Infektionen des Magen-Darm-Traktes:

Typhus, Paratyphus A und B, Durchfall (wenn nachweislich durch Shigellen oder

enterotoxinbildende Escherichia Coli Bakterien verursacht), Salmonelleninfektionen des Darmes

mit schwerem Krankheitsverlauf bei Patienten mit verminderter Abwehrkraft

Als Therapiealternative bei Infektionen der Haut (mit multiresistenten Staphylokokken)

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Lidaprim forte beachten?

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Lidaprim forte darf NICHT eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Sulfametrol oder andere Sulfonamide, Trimethoprim oder ähnliche

Wirkstoffe wie z.B. Tetroxoprim oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind;

bei schweren Leber- und Nierenschäden, Gelbsucht, akuter Porphyrie (Störung der Bildung von

rotem Blutfarbstoff);

bei Blutbildschäden;

bei gewissen Hauterkrankungen, die auch schon früher aufgetreten sein können (Stevens-

Johnson-Syndrom = Scheibenrose);

wenn Sie an einem Mangel des Enzyms Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase leiden (Anzeichen:

Blutarmut);

bei Gefahr der Austrocknung der Haut und Schleimhäute und der inneren Organe, besonders im

fortgeschrittenen Alter, wenn keine ausreichende Flüssigkeitszufuhr möglich ist;

in der Schwangerschaft und Stillzeit und von Neugeborenen in den ersten 8 Lebenswochen und

Frühgeborenen (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit);

bei gleichzeitiger Einnahme von Dofetilid (Arzneimittel zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen), Erythromycin (Antibiotikum), Halofantrin (Arzneimittel zur

Behandlung der Malaria), Pimozid und Ziprasidon (Psychopharmaka);

wenn Sie an Porphyrie (Stoffwechselerkrankung) oder Lupus erythematodes

(Autoimmunerkrankung) leiden;

wenn Sie an Hämoglobinanomalien wie Hb-Köln und Hb-Zürich leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Allergische Reaktionen:

Falls es zu allergischen Reaktionen kommt (Nesselsucht, Hautausschlag, Juckreiz, Blutdruckabfall und

rascher Herzschlag, Atemstörungen, Kollaps usw.), muss sofort ein Arzt gerufen und die Behandlung

unverzüglich abgebrochen werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Lidaprim forte einnehmen,

bei Funktionsstörungen der Schilddrüse: in diesem Fall sollte Lidaprim nicht angewendet

werden, da die Blutspiegel von Schilddrüsenhormonen vermindert und dadurch die

Labordiagnostik beeinflusst sein kann;

bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen.

bei Neigung zu Folsäuremangel. Es sollte eine zusätzliche Folsäureeinnahme in Erwägung

gezogen werden;

bei Überempfindlichkeit gegen bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Zuckerkrankheit

(Sulfonylharnstoffe) und gegen bestimmte Entwässerungsmittel (auf Sulfonamid-Basis);

wenn Sie an AIDS leiden, da mit verstärktem Auftreten von Nebenwirkungen, insbesondere im

Bereich der Überempfindlichkeitsreaktionen, gerechnet werden muss. Der Arzt wird bei diesen

Patienten zusätzliche Blutkontrollen durchführen;

wenn Sie eine Chemotherapie erhalten. In den behandlungsfreien Zeiträumen bei der

Behandlung mit Arzneimitteln gegen bestimmte Krebserkrankungen (antineoplastische

Chemotherapie) ist besondere Vorsicht geboten.

Die gleichzeitige Anwendung von Rokiprim Infusionslösung und bestimmten Arzneimitteln wie

Spironolacton, Kaliumergänzungsmitteln und kaliumreichen Lebensmitteln kann zu einer

schweren Hyperkaliämie (erhöhter Kaliumspiegel im Blut) führen. Anzeichen einer schweren

Hyperkaliämie können Muskelkrämpfe, unregelmäßiger Herzschlag (Herzrhythmusstörungen),

Durchfall, Übelkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen sein.

Während der Behandlung mit Lidaprim forte ist für reichliche Flüssigkeitszufuhr und für eine

ausreichende Harnausscheidung (soll mindestens 1 Liter pro Tag betragen) zu sorgen.

Bei einer Langzeitbehandlung mit Lidaprim forte kann es zu vermehrtem Wachstum von nicht

empfindlichen Keimen kommen. Verständigen Sie Ihren Arzt, wenn Sie z. B. eine Pilzinfektion

bekommen.

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Bei Langzeitbehandlung (über 14 Tage) sind regelmäßige Kontrollen der Leber- und Nierenfunktion

sowie Blutbildkontrollen und Harnuntersuchungen erforderlich.

Während der Behandlung mit Antibiotika, einschließlich Lidaprim forte, und selbst mehrere Wochen

nachdem Sie die Behandlung beendet haben, können Durchfälle auftreten. Bei starkem oder

anhaltendem Durchfall oder wenn Sie feststellen, dass Ihr Stuhl Blut oder Schleim enthält, informieren

Sie unverzüglich einen Arzt. Die Behandlung mit Lidaprim forte muss sofort abgebrochen werden.

Nehmen Sie keine Arzneimittel ein, die die Darmbewegung anhalten oder verlangsamen.

Kinder

Die Anwendung von Lidaprim forte bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen.

Einnahme von Lidaprim forte zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Die gemeinsame Anwendung von Lidaprim forte mit folgenden Arzneimitteln erhöht die Gefahr von

unerwünschten Wirkungen:

Methenamin (Arzneimittel gegen Harnwegsinfektionen): die Gefahr einer Kristallbildung im

Harn wird erhöht.

Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Krebserkrankungen,

rheumatologischen Erkrankungen und dermatologischen Erkrankungen): Lidaprim forte kann

die unerwünschten Wirkungen von Methotrexat verstärken.

Enalapril, Quinapril, Spironolacton (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck): die

Gefahr eines zu hohen Kaliumblutspiegels wird verstärkt, besonders, wenn Sie an

Nierenfunktionsstörungen leiden.

Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems): die schädliche Wirkung auf

die Nieren kann verstärkt werden.

Patienten, die zur Malariaprophylaxe Pyrimethamin in einer Wochendosis von mehr als 25 mg

einnehmen, können bei gleichzeitiger Verabreichung von Lidaprim forte eine Form der

Blutarmut (megaloblastische Anämie) entwickeln.

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Lidaprim forte beeinflussen:

Antacida: (Arzneimittel gegen vermehrten Säuregehalt des Magens, Arzneimittel zur

Behandlung von Sodbrennen) können die Aufnahme von Lidaprim forte im Verdauungstrakt

beeinflussen.

Örtliche Betäubungsmittel (Benzocain, Procain, Tetracain) vermindern die Lidaprim forte-

Wirkung.

Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose) kann die Wirkung von Lidaprim

forte abschwächen.

Diverse Antirheumatika und Schmerzmittel (Indometacin, Phenylbutazon, Salicylate,

Sulfinpyrazon) können die Wirkung von Lidaprim forte verstärken.

Allopurinol und Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung erhöhter Harnsäurespiegel)

verstärken die Wirkung von Lidaprim forte.

Die Wirkung folgender Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Anwendung mit Lidaprim forte verstärkt

werden:

Die blutzuckersenkende Wirkung von gewissen Arzneimitteln gegen Zuckerkrankheit

(Sulfonylharnstoffe) wird durch Lidaprim forte verstärkt, daher muss der Arzt Ihren Blutzucker

kontrollieren.

Die Wirkung von gewissen blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulantien vom

Cumarintyp) wird durch Lidaprim forte verstärkt. Regelmäßige Kontrollen der Blutgerinnung

sind erforderlich.

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Digoxin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzmuskelschwäche): Erhöhung der Digoxin-

Wirkung

Phenytoin, Fosphenytoin (Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie): Erhöhtes Risiko der

schädlichen Wirkung von Phenytoin

Die Wirkung folgender Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Anwendung mit Lidaprim forte

abgeschwächt werden:

die Wirkung von Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdrückung des körpereigenen

Abwehrsystems) kann bei gleichzeitiger Anwendung von Lidaprim forte abgeschwächt werden

Folgende Arzneimittel sollten nicht gleichzeitig mit Lidaprim forte angewendet werden:

Antibiotika aus der Penicillin-Reihe (Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Erkrankungen).

Die zeitgleiche Anwendung dieser Arzneimittel mit Lidaprim forte ist nicht zu empfehlen, da es

zu einer gegenseitigen Aufhebung der Wirkung kommen kann.

Folgende Arzneimittel dürfen nicht gleichzeitig mit Lidaprim forte angewendet werden

Klasse III–Antiarrhythmika, Dofetilid: EKG-Veränderungen. Dofetilid und Lidaprim dürfen

nicht gleichzeitig angewendet werden.

Erythromycin (Antibiotikum), Pimozid und Ziprasidon (Psychopharmaka), Halofantrin

(Malariamittel): Gefahr einer herzschädigenden Wirkung. Diese Arzneimittel dürfen nicht

gleichzeitig mit Lidaprim angewendet werden.

Einnahme von Lidaprim forte zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol kann zu schweren vergiftungsähnlichen Reaktionen führen.

Die Filmtabletten sind mit reichlich Flüssigkeit nach den Mahlzeiten einzunehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Die Wirkstoffe von Lidaprim forte gehen von der Mutter auf das Ungeborene über und können zu

schweren Beeinträchtigungen führen. Ebenso werden die Wirkstoffe von Lidaprim forte in die

Muttermilch abgegeben und können das gestillte Kind beeinträchtigen. Daher darf das Arzneimittel in

der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Sollte bei Ihnen eine Schwangerschaft eintreten, oder wenn Sie annehmen schwanger zu sein,

informieren Sie umgehend einen Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Lidaprim hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Das Lenken eines Fahrzeugs und das Bedienen von Maschinen ist beim Auftreten von Symptomen

wie z.B.: Schläfrigkeit, Störungen von Bewegungsabläufen, Konzentrationsstörungen oder

Halluzinationen zu unterlassen.

3.

Wie ist Lidaprim forte einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre:

Standarddosierung

2 x 1 Filmtablette täglich

Schwere Infektionen

2 x 2 Filmtabletten täglich

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Anwendung bei Kindern

Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren ist nicht empfohlen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Dosierung entsprechend der Anordnung des Arztes

anzupassen (entweder durch Verringerung der Dosis oder durch Erhöhung des zeitlichen Abstandes

zwischen den einzelnen Dosen). Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung darf Lidaprim

forte nicht angewendet werden.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung darf Lidaprim forte nicht angewendet werden.

Ältere Patienten

Ältere Patienten mit normaler Nierenfunktion können mit der üblichen Erwachsenen-Dosis behandelt

werden. Die jeweils angegebene Behandlungsdauer sollte aber unbedingt eingehalten werden, um die

Gefahr unerwünschter Wirkungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Tabletten sind morgens und abends nach den Mahlzeiten im Abstand von ca. 12 Stunden mit

reichlich Flüssigkeit einzunehmen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Dauer der Anwendung

Lidaprim forte soll mindestens fünf Tage angewendet werden. Die Behandlung ist so lange

weiterzuführen bis 2 Tage Beschwerdefreiheit besteht.

Wenn Sie eine größere Menge von Lidaprim forte eingenommen haben, als Sie sollten

Zeichen einer akuten Überdosierung sind Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, krampfartige

Schmerzen im Magen-Darmtrakt, Benommenheit, Schwindel, Kopfschmerzen, Fieber,

Bewusstlosigkeit, Blut im Harn und eingeschränkte Nierenfunktion.

Benachrichtigen Sie in diesen Fällen umgehend einen Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Lidaprim forte vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Lidaprim forte abbrechen

Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder eine Beschwerdefreiheit eintritt, darf die

Behandlung keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um eine erneute

Verschlechterung bzw. ein Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig:

kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig:

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten:

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten:

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

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Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Herzerkrankungen

Sehr selten: Erkrankung des Herzmuskels

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Blutbildveränderungen (Thrombozytopenie, Leukopenie, Neutropenie, Pancytopenie,

aplastische und megaloblastische Anämie, Methämoglobinämie, Hypoprothrombinämie,

Agranulozytose, Eosinophilie, Hautblutungen). Folsäuremangel (insbesondere bei Überdosierung über

längere Zeit).

Ein Mangel des Enzyms Glucose-6-phosphatdehydrogenase kann, besonders bei dafür empfindlichen

Patienten, zu Blutarmut führen.

Erkrankungen des Nervensystems

Selten: Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Krämpfe

Sehr selten: Meningitis, Muskelzittern, Störung der Bewegungskoordination, Entzündung der Nerven

Augenerkrankungen

Sehr selten: Entzündung der mittleren Augenhaut

Erkrankungen des Ohrs

Sehr selten: Tinnitus (Ohrgeräusche)

Erkrankungen der Atemwege und des Brustraums

Sehr selten: wandernde Lungeninftiltrate, chronische Lungenentzündung, Asthma, Entzündung der

Lungengefäße

Erkrankungen des Magen-/Darmtrakts

Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen und -krämpfe, Appetitlosigkeit

Gelegentlich: Geschmacksveränderungen.

Selten: Entzündung der Zunge oder der Mundschleimhaut

Sehr selten: Entzündung des Dickdarms

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Veränderungen von Laborwerten des Blutes (Anstieg von BUN und Serumkreatinin)

Sehr selten: Nierenschädigung, Harnsteinleiden, Verminderung der Harnausscheidung

Erkrankungen der Haut

Häufig: Hautausschlag

Gelegentlich: Nesselausschlag, arzneimittelbedingte Hautreaktion, schmerzhafte Hautknötchen

(Erythema nodosum), Lichtempfindlichkeit

Sehr selten: Stevens-Johnson- oder Lyell-Syndrom (ausgedehnte Blasenbildung mit Ablösung der

Haut), Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa (entzündliche Hauterkrankung)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr selten: systemischer Lupus erythematodes (arzneimittelbedingte Autoimmunerkrankung),

Gelenkschmerzen

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Häufig: erhöhte Serumkaliumwerte

Sehr selten: Störungen im Säure-Basen-Haushalt des Blutes, verminderte Glucose- und

Natriumkonzentration im Blut

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

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Nicht bekannt: Durch Überwuchern von im Körper vorhandenen, nicht empfindlichen Keimen,

insbesondere des Erregers des Soors (Pilzerkrankung durch Candida albicans), kann es zu einem

Wiederauftreten dieser Erkrankung (einer sogenannten Superinfektion) kommen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Nicht bekannt: Mundtrockenheit

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt: Allergien (z.B. Arzneimittelfieber, anaphylaktischer Schock, Serumkrankheit)

Leber und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Veränderungen von Laborwerten des Blutes (Anstieg von Serumtransaminasen und

Bilirubin)

Selten: Leberentzündung, Gallestau, Leberversagen

Sehr selten: Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Psychiatrische Erkrankungen

Selten: Konzentrationsstörungen, Halluzinationen (Sinnestäuschungen), Teilnahmslosigkeit

Sehr selten: Psychische Störungen, Depression

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können

Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 Wien

Österreich

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: www.basg.gv.at

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Lidaprim forte aufzubewahren?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nicht über 25°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach

„Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Lidaprim forte enthält

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Die Wirkstoffe sind: Sulfametrol und Trimethoprim.

1 Filmtablette enthält 800 mg Sulfametrol und 160 mg Trimethoprim.

Die sonstigen Bestandteile sind: Magnesiumstearat, Polyvidon K 90, Maisstärke,

vorverkleisterte Stärke, Titandioxid E 171, Polysorbat, Talkum und

Hydroxypropylmethylcellulose 2910 (HP-M-603)

Wie Lidaprim forte aussieht und Inhalt der Packung

Weiße bis cremefärbige, längliche Filmtabletten mit Bruchrille auf einer und der Prägung “LF 1“ auf

der anderen Seite.

Packungsgrößen: 10, 25, und 50 Stück.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Rokitan GmbH

Große Mohrengasse 10

1020 Wien

Tel.: +4312163275

e-mail: office@rokitan.com

Z.Nr: 16.362

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Jänner 2017.