Liberel

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Liberel 0,15 mg/0,03 mg Filmtabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 21 Stück, Laufzeit: 36 Monate,3 x 21 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Liberel 0,15 mg/0,03 mg Filmtabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Gestoden und Estrogen
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-24557
  • Berechtigungsdatum:
  • 18-06-2002
  • Letzte Änderung:
  • 01-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

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Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Liberel 0,15 mg/0,03 mg

Filmtabletten

Desogestrel und Ethinylestradiol

Wichtige Informationen über kombinierte hormonale Kontrazeptiva (KHK):

Bei korrekter Anwendung zählen sie zu den zuverlässigsten reversiblen Verhütungsmethoden.

Sie bewirken eine leichte Zunahme des Risikos für ein Blutgerinnsel in den Venen und Arterien,

insbesondere im ersten Jahr der Anwendung oder bei Wiederaufnahme der Anwendung eines

kombinierten hormonalen Kontrazeptivums nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen.

Achten Sie bitte aufmerksam auf Symptome eines Blutgerinnsels und wenden Sie sich an ihren

Arzt, wenn Sie vermuten, diese zu haben (siehe Abschnitt 2, „Blutgerinnsel“).

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie

Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe

Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Liberel und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Liberel beachten?

Wie ist Liberel einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Liberel aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Liberel und wofür wird es angewendet?

Liberel ist ein kombiniertes orales Verhütungsmittel, eine „Pille“.

Jede Tablette enthält zwei unterschiedliche weibliche Hormone, Desogestrel (ein Gestagen) und

Ethinylestradiol (ein Östrogen). Da alle Tabletten die gleiche Hormonmenge enthalten, handelt es sich

um ein Einphasenpräparat.

Liberel wird zur Verhütung einer Schwangerschaft verwendet.

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2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Liberel beachten?

Allgemeine Hinweise

Bitte lesen Sie die Informationen zu Blutgerinnseln in Abschnitt 2, bevor Sie mit der Anwendung von

Liberel beginnen. Es ist besonders wichtig, die Informationen zu den Symptomen eines Blutgerinnsels

zu lesen (siehe Abschnitt 2, „Blutgerinnsel“).

Beginn

Einnahme

Liberel

soll

durch

Arzt

eine

gründliche

allgemeine

gynäkologische Untersuchung (einschließlich der Brüste und eines Abstriches) durchgeführt, eine

Schwangerschaft ausgeschlossen werden und eine Familienanamnese (Erhebung der Erkrankungen

direkter Verwandter) sowie Ihre eigene Krankengeschichte erhoben werden.

Bei länger dauernder Anwendung von Liberel sind Kontrollen in regelmäßigen Abständen durch Ihren

Arzt wichtig. Ihr Arzt wird dafür den für Sie angemessenen Zeitraum festlegen.

dieser

Packungsbeilage

werden

verschiedene

Situationen

beschrieben,

welche

sofortiges

Absetzen der Pilleneinnahme erforderlich machen oder welche die verhütende Wirkung der Pille

herabsetzen. In diesen Fällen sollten Sie entweder keinen Geschlechtsverkehr haben oder zusätzlich

eine

nicht

hormonelle

Verhütungsmethode

Kondom

oder

eine

andere

Barrieremethode

anwenden. Verwenden Sie nicht die Kalender- oder Temperaturmethode. Diese Methoden sind

unzuverlässig,

sich

durch

Einnahme

Pille

Basaltemperatur

Gebärmutterschleim

Vergleich zum normalen Zyklus verändern können.

Wie alle Pillen zur Schwangerschaftsverhütung schützt Liberel nicht vor HIV Infektionen

(AIDS) oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.

Wenn

Liberel

einnehmen

gleichzeitig

einem/r

unten

angeführten

Risikofaktoren/Krankheiten leiden, sollten Sie unter sorgfältiger ärztlicher Beobachtung stehen. Ihr

Arzt kann Ihnen dies näher erklären.

Liberel darf nicht eingenommen werden,

Liberel darf nicht eingenommen werden, wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie

zutrifft. Wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft, müssen Sie dies Ihrem Arzt

mitteilen. Ihr Arzt wird dann mit Ihnen besprechen, welche andere Form der Empfängnisverhütung

für Sie besser geeignet ist.

wenn Sie ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäß der Beine (tiefe Beinvenenthrombose, TVT), der

Lunge (Lungenembolie, LE) oder eines anderen Organs haben (oder in der Vergangenheit

hatten);

wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Störung der Blutgerinnung leiden – beispielsweise

Protein-C-Mangel,

Protein-S-Mangel,

Antithrombin-III-Mangel,

Faktor-V-Leiden

oder

Antiphospholipid-Antikörper;

wenn Sie operiert werden müssen oder längere Zeit bettlägerig sind (siehe Abschnitt

„Blutgerinnsel)“;

wenn Sie jemals einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten;

wenn Sie eine Angina pectoris (eine Erkrankung, die schwere Brustschmerzen verursacht und

ein erstes Anzeichen auf einen Herzinfarkt sein kann) oder eine transitorische ischämische

Attacke (TIA – vorübergehende Symptome eines Schlaganfalls) haben (oder früher einmal

hatten);

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wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in

einer Arterie erhöhen können:

schwerer Diabetes mit Schädigung der Blutgefäße

sehr hoher Blutdruck

sehr hoher Blutfettspiegel (Cholesterin oder Triglyceride)

eine Krankheit, die als Hyperhomocysteinämie bekannt ist.

wenn Sie an einer bestimmten Form von Migräne (sog. „Migräne mit Aura“) leiden oder in der

Vergangenheit gelitten haben;

wenn Sie allergisch gegen Desogestrel, Ethinylestradiol oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;

wenn Sie einen schwerwiegenden Risikofaktor oder mehrere Risikofaktoren zur Entwicklung

einer Thrombose haben, kann dies ein Grund dafür sein, dass Sie Liberel nicht anwenden können

(siehe auch Abschnitt 2. „Pille und Thrombose“);

bestehenden,

behandelten

oder

vermuteten

hormonabhängigen

Brustdrüsentumoren

oder

Gebärmuttergeschwülsten;

bei ungeklärten Zwischenblutungen;

bei Endometriumhyperplasie (vermehrte Neubildung von Gebärmutterschleimhaut);

bei bestehender oder vorausgegangener Bauchspeicheldrüsenentzündung im Zusammenhang mit

Erhöhung der Blutfettwerte;

wenn Sie eine schwere Lebererkrankung oder Gelbsucht haben;

vorausgegangene oder bestehende Lebertumore;

wenn

Hepatitis

haben

Arzneimittel,

Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir

Dasabuvir enthalten, einnehmen (siehe auch Abschnitt 2 Einnahme von Liberel zusammen mit

anderen Arzneimitteln).

Wenn eine(r) dieser Erkrankungen bzw. Zustände erstmalig unter der Verwendung von Liberel

auftritt, brechen Sie die Einnahme sofort ab, und wenden Sie sich an Ihren Arzt. Verwenden Sie in der

Zwischenzeit

eine

nicht

hormonelle

Verhütungsmethode,

Kondom

oder

eine

andere

Barrieremethode.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Liberel einnehmen.

Wann sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden?

Suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe auf

wenn Sie mögliche Anzeichen eines Blutgerinnsels bemerken, die bedeuten könnten, dass Sie ein

Blutgerinnsel im Bein (d.h. tiefe Beinvenenthrombose), ein Blutgerinnsel in der Lunge (d.h.

Lungenembolie),

einen

Herzinfarkt

oder

einen

Schlaganfall

haben

(siehe

Abschnitt

„Thrombose“ unten).

Für eine Beschreibung der Symptome dieser schwerwiegenden Nebenwirkungen siehe den Abschnitt

„So erkennen Sie ein Blutgerinnsel“.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft.

Wenn die Krankheit ausbricht oder sich während der Anwendung von Liberel verschlimmert, sollten

Sie ebenfalls Ihren Arzt informieren.

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wenn Sie rauchen;

wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden;

wenn Sie stark übergewichtig sind;

wenn Sie unter hohem Blutdruck leiden;

wenn Sie einen Herzklappenfehler haben oder an Herzrhythmusstörungen leiden;

wenn

Venen

unter

Haut

eine

Entzündung

haben

(oberflächliche

Thrombophlebitis);

wenn Sie Krampfadern (Varizen) haben;

wenn einer Ihrer nahen Verwandten ein Blutgerinnsel, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall

hatte;

wenn Sie an Migräne leiden;

wenn Sie an Epilepsie leiden;

wenn Sie erhöhte Blutfettspiegel (Hypertriglyceridämie) haben oder diese Erkrankung in Ihrer

Familie vorgekommen ist. Hypertriglyceridämie wurde mit einem erhöhten Risiko für eine

Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) verbunden;

wenn Sie selbst oder eine nahe Verwandte Brustkrebs hatte(n);

wenn Sie eine Erkrankung der Leber oder Gallenblase haben;

wenn Sie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (chronisch entzündliche Darmerkrankung) haben;

wenn

systemischen

Lupus

erythematodes

(SLE

eine

Krankheit,

natürliches

Abwehrsystem beeinträchtigt) haben;

wenn Sie ein hämolytisches urämisches Syndrom (HUS – eine Störung der Blutgerinnung, die zu

Nierenversagen führt) haben;

wenn Sie Sichelzellanämie (eine erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen) haben;

wenn

operiert

werden

müssen

oder

längere

Zeit

bettlägerig

sind

(siehe

Abschnitt

„Blutgerinnsel“);

wenn Sie Chloasma haben oder hatten (gelbbräunliche Verfärbung der Haut v.a. im Gesicht). In

diesem Fall sollten Sie direkte Sonneneinstrahlung oder UV-Strahlung vermeiden;

wenn Sie ein angeborenes Quincke-Ödem haben. Produkte, die Östrogene enthalten, können

Symptome eines Quincke-Ödems hervorrufen oder verschlechtern. Symptome eines Quincke-

Ödems sind ein geschwollenes Gesicht, Zunge und/oder Rachen, und/oder Beschwerden beim

Schlucken, oder Nesselausschlag und Beschwerden beim Atmen;

wenn Sie vor kurzem entbunden haben, ist Ihr Risiko für Blutgerinnsel erhöht. Fragen Sie Ihren

Arzt, wie bald nach der Entbindung Sie mit der Anwendung von Liberel beginnen können;

wenn Sie während einer Schwangerschaft oder einer früheren Einnahme von Sexualhormonen

erstmalig eine der folgenden Erkrankungen oder eine Verschlechterung dieser hatten:

Gehörverlust

Porphyrie (eine Stoffwechselerkrankung)

Herpes gestationis (Bläschenausschlag)

Veitstanz (Sydenham Chorea)

Falls eine der oben angeführten Erkrankungen unter der Einnahme der Pille erstmalig oder erneut

auftritt bzw. sich verschlechtert, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

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BLUTGERINNSEL

Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums wie Liberel ist Ihr Risiko für

die Ausbildung eines Blutgerinnsels höher als wenn Sie keines anwenden. In seltenen Fällen kann

ein Blutgerinnsel Blutgefäße verstopfen und schwerwiegende Probleme verursachen.

Blutgerinnsel können auftreten

in Venen (sog. „Venenthrombose“, „venöse Thromboembolie“ oder VTE)

in den Arterien (sog „Arterienthrombose“, „arterielle Thromboembolie“ oder ATE).

Ausheilung

eines

Blutgerinnsels

nicht

immer

vollständig.

Selten

kann

schwerwiegenden anhaltenden Beschwerden kommen, und sehr selten verlaufen Blutgerinnsel

tödlich.

Es

ist

wichtig,

nicht

zu

vergessen,

dass

das

Gesamtrisiko

eines

gesundheitsschädlichen

Blutgerinnsels aufgrund von Liberel gering ist.

SO ERKENNEN SIE EIN BLUTGERINNSEL

Suchen Sie dringend ärztliche Hilfe auf, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen oder

Symptome bemerken.

Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf?

Woran könnten Sie leiden?

Schwellung eines Beins oder längs einer Vene im Bein

oder Fuß, vor allem, wenn gleichzeitig Folgendes auftritt:

Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der

möglicherweise nur beim Stehen oder Gehen

bemerkt wird

Erwärmung des betroffenen Beins

Änderung der Hautfarbe des Beins, z. B.

aufkommende Blässe, Rot- oder Blaufärbung.

Tiefe Beinvenenthrombose

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Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf?

Woran könnten Sie leiden?

plötzliche

unerklärliche

Atemlosigkeit

oder

schnelle

Atmung;

plötzlicher Husten ohne offensichtliche Ursache, bei dem

Blut ausgehustet werden kann;

stechender

Brustschmerz,

tiefem

Einatmen

zunimmt;

starke Benommenheit oder Schwindelgefühl;

schneller oder unregelmäßiger Herzschlag;

starke Magenschmerzen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit einem Arzt,

da einige dieser Symptome wie Husten oder Kurzatmigkeit

mit einer leichteren Erkrankung wie z. B. einer Entzündung

der Atemwege (z. B. einem grippalen Infekt) verwechselt

werden können.

Lungenembolie

Beschwerden, die meistens in einem Auge auftreten:

sofortiger Verlust des Sehvermögens oder

schmerzloses verschwommenes Sehen, welches zu einem

Verlust des Sehvermögens fortschreiten kann.

Thrombose einer

Netzhautvene

(Blutgerinnsel in einer Vene im Auge)

Brustschmerz, Unwohlsein, Druck, Schweregefühl

Enge- oder Völlegefühl in Brust, Arm oder unterhalb des

Brustbeins;

Völlegefühl, Verdauungsstörungen oder

Erstickungsgefühl;

in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm und Magen

ausstrahlende Beschwerden im Oberkörper;

Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl;

extreme Schwäche, Angst oder Kurzatmigkeit;

schnelle oder unregelmäßige Herzschläge.

Herzinfarkt

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Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf?

Woran könnten Sie leiden?

plötzliche Schwäche oder Taubheitsgefühl des Gesichtes,

Arms oder Beins, die auf einer Köperseite besonders

ausgeprägt ist;

plötzliche Verwirrtheit, Sprechstörung oder

Verständnisschwierigkeiten;

plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden Augen;

plötzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgefühl,

Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsstörungen;

plötzliche schwere oder länger anhaltende

Kopfschmerzen unbekannter Ursache;

Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht mit oder ohne

Krampfanfall.

In manchen Fällen können die Symptome eines Schlaganfalls

kurzfristig sein und mit einer nahezu sofortigen und

vollständigen Erholung einhergehen. Sie sollten sich aber

trotzdem dringend in ärztliche Behandlung begeben, da Sie

erneut einen Schlaganfall erleiden könnten.

Schlaganfall

Schwellung

leicht

bläuliche

Verfärbung

einer

Extremität

starke Magenschmerzen (akutes Abdomen)

Blutgerinnsel, die andere Blutgefäße

verstopfen

BLUTGERINNSEL IN EINER VENE

Was kann passieren, wenn sich in einer Vene ein Blutgerinnsel bildet?

Die Anwendung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva wurde mit einem höheren Risiko für

Blutgerinnsel in einer Vene (Venenthrombose) in Verbindung gebracht. Diese

Nebenwirkungen kommen jedoch nur selten vor. Meistens treten sie im ersten Jahr der

Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums auf.

Wenn es in einer Vene im Bein oder Fuß zu einem Blutgerinnsel kommt, kann dieses eine tiefe

Beinvenenthrombose (TVT) verursachen.

Wenn ein Blutgerinnsel vom Bein in die Lunge wandert und sich dort festsetzt, kann es eine

Lungenembolie verursachen.

Sehr selten kann sich ein Blutgerinnsel in einer Vene eines anderen Organs wie z. B. dem Auge

(Thrombose einer Netzhautvene) bilden.

Wann ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene am größten?

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Das Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels in einer Vene ist im ersten Jahr der erstmaligen

Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums am größten.

Das Risiko kann außerdem erhöht sein, wenn Sie die Anwendung eines kombinierten hormonalen

Kontrazeptivums (gleiches oder anderes Arzneimittel) nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr

Wochen wieder aufnehmen.

Nach dem ersten Jahr sinkt das Risiko, es bleibt aber stets geringfügig höher als wenn

kein kombiniertes hormonales Kontrazeptivum angewendet würde.

Wenn Sie die Anwendung von Liberel beenden, kehrt das Risiko für ein Blutgerinnsel in wenigen

Wochen auf den Normalwert zurück.

Wie groß ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels?

Das Risiko ist abhängig von Ihrem natürlichen Risiko für VTE und der Art des von Ihnen

angewendeten kombinierten hormonalen Kontrazeptivums.

Das Gesamtrisiko für ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge (TVT oder LE) mit Liberel ist gering.

Ungefähr 2 von 10.000 Frauen, die weder schwanger sind noch ein kombiniertes hormonales

Kontrazeptivum anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.

Ungefähr 5-7 von 10.000 Frauen, die ein Levonorgestrel, Norethisteron oder ein Norgestimat

enthaltendes kombiniertes hormonales Kontrazeptivum anwenden, erleiden im Verlauf eines

Jahres ein Blutgerinnsel.

Ungefähr 9 bis 12 von 10.000 Frauen, die ein Desogestrel enthaltendes kombiniertes hormonales

Kontrazeptivum wie Liberel anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.

Risiko

für

Bildung

eines

Blutgerinnsels

entsprechend

Ihrer

persönlichen

medizinischen Vorgeschichte unterschiedlich hoch (siehe folgenden Abschnitt „Faktoren, die

das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen“).

Risiko für die Bildung eines

Blutgerinnsels pro Jahr

Frauen, die kein kombiniertes hormonales Präparat in

Form einer Pille/eines Pflasters/eines Rings anwenden

und nicht schwanger sind

Ungefähr 2 von 10.000 Frauen

Frauen, die eine Levonorgestrel, Norethisteron oder

Norgestimat enthaltende kombinierte hormonale Pille

anwenden

Ungefähr 5-7 von

10.000 Frauen

Frauen, die Liberel

anwenden

Ungefähr 9-12 von

10.000 Frauen

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Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen

Das Risiko für ein Blutgerinnsel mit Liberel ist gering, wird aber durch einige Erkrankungen und

Risikofaktoren erhöht. Das Risiko ist erhöht:

wenn Sie stark übergewichtig sind (Body-Mass-Index oder BMI über 30 kg/m

wenn bei einem Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren (d. h. jünger als 50 Jahre) ein

Blutgerinnsel im Bein, in der Lunge oder in einem anderen Organ aufgetreten ist. In diesem

Fall haben Sie womöglich eine erbliche Blutgerinnungsstörung;

wenn Sie operiert werden müssen oder aufgrund einer Verletzung oder Krankheit längere Zeit

bettlägerig sind oder ein Bein eingegipst ist. Es ist möglich, dass die Anwendung von Liberel

mehrere Wochen vor einer Operation oder bei eingeschränkter Beweglichkeit beendet werden

muss. Wenn Sie die Anwendung von Liberel beenden müssen, fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie

die Anwendung wieder aufnehmen können.

wenn Sie älter werden (insbesondere ab einem Alter von ungefähr 35 Jahren);

wenn Sie vor wenigen Wochen entbunden haben.

wenn Sie rauchen,

wenn Sie hohe Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyceride) haben,

wenn Sie an Bluthochdruck leiden,

wenn Sie an Migräne leiden,

wenn Sie Herzprobleme (Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen) haben.

Risiko

für

Bildung

eines

Blutgerinnsels

steigt

Anzahl

vorliegenden

Erkrankungen und Risikofaktoren.

Flugreisen

(>

Stunden)

können

Risiko

für

Blutgerinnsel

vorübergehend

erhöhen,

insbesondere wenn bei Ihnen weitere der aufgeführten Faktoren vorliegen.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, auch wenn

Sie sich nicht sicher sind. Ihr Arzt kann dann entscheiden, Liberel abzusetzen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn es bei einem der oben erwähnten Punkte während der Anwendung

von Liberel zu einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn bei einem nahen Angehörigen aus

unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt oder wenn Sie stark zunehmen.

BLUTGERINNSEL IN EINER ARTERIE

Was kann passieren, wenn sich in einer Arterie ein Blutgerinnsel bildet?

Genau wie ein Blutgerinnsel in einer Vene kann auch ein Gerinnsel in einer Arterie schwerwiegende

Probleme verursachen. Es kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.

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Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie erhöhen

Es ist wichtig zu beachten, dass das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgrund der

Anwendung von Liberel sehr gering ist, jedoch ansteigen kann:

mit zunehmendem Alter (älter als 35 Jahre);

wenn Sie rauchen. Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums wie

Liberel wird geraten, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn Sie nicht mit dem Rauchen aufhören

können

älter

Jahre

sind,

kann

Arzt

Ihnen

raten,

eine

andere

Verhütungsmittel anzuwenden;

wenn Sie übergewichtig sind;

wenn Sie einen hohen Blutdruck haben, wenn einer Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren

(jünger als 50 Jahre) einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte. In diesem Fall könnten Sie ebenfalls

ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall haben;

wenn Sie oder einer Ihrer nächsten Angehörigen einen hohen Blutfettspiegel (Cholesterin oder

Triglyceride) haben;

wenn Sie Migräne und insbesondere Migräne mit Aura haben;

wenn Sie an Herzproblemen leiden (Herzklappenerkrankung, Rhythmusstörung namens

Vorhofflimmern);

wenn Sie Zucker (Diabetes) haben.

Wenn mehr als einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder eine dieser Erkrankungen besonders schwer

ist, kann Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels zusätzlich erhöht sein.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn es bei einem der oben erwähnten Punkte während der Anwendung

von Liberel zu einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn Sie mit dem Rauchen anfangen, bei

einem nahen Angehörigen aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt oder wenn Sie stark

zunehmen.

Pille und Krebs

Brustkrebs wurde bei Frauen, die die Pille nehmen, geringfügig öfter festgestellt als bei Frauen

gleichen Alters, die die Pille nicht nehmen. 10 Jahre nach Absetzen der Pille besteht allerdings kein

Unterschied

mehr.

nicht

bekannt,

Unterschied

durch

Pille

verursacht

wird.

Möglicherweise wurden diese Frauen nur sorgfältiger und öfter untersucht, so dass der Brustkrebs

früher erkannt wurde.

In seltenen Fällen traten gutartige, noch seltener bösartige Lebertumore bei Pillenanwenderinnen auf.

Diese Tumore können zu inneren Blutungen führen. Suchen Sie sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt auf,

wenn Sie starke Schmerzen im Oberbauch haben.

Bei Frauen, die die Pille über längere Zeit nehmen, treten häufiger Fälle von Gebärmutterhalskrebs

auf. Der bedeutendste Risikofaktor dafür ist eine bestehende Infektion mit einem bestimmten Virus

(Humanes Papilloma Virus, HPV). Das erhöhte Risiko kann auch mit dem Sexualverhalten (z.B.

häufiger Partnerwechsel) und anderen Faktoren im Zusammenhang stehen.

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Kinder und Jugendliche

Der Nachweis zur Sicherheit und Wirksamkeit von Desogestrel bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren wurde bisher noch nicht erbracht. Es sind keine Daten verfügbar

Einnahme von Liberel zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Informieren Sie auch jeden anderen Arzt oder Zahnarzt, der Ihnen andere Arzneimittel verschreibt

(oder den Apotheker), dass Sie Liberel einnehmen. Diese können Ihnen sagen, ob Sie zusätzliche

empfängnisverhütende Vorsichtsmaßnahmen anwenden müssen (z. B. Kondome) und wenn ja, wie

lange oder ob die Anwendung anderer Medikamente, die Sie einnehmen müssen, geändert werden

muss.

Liberel

darf

nicht

eingenommen

werden,

wenn

Hepatitis

haben

Arzneimittel,

Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir

Dasabuvir

enthalten,

einnehmen,

erhöhten

Leberfunktionsbluttest Resultaten (erhöhte ALT Leber Enzyme) führen kann.

Ihr Arzt wir Ihnen eine andere Art der Verhütung empfehlen, bevor Sie mit der Behandlung mit diesen

Arzneimitteln beginnen.

Die Einnahme von Liberel kann ungefähr 2 Wochen nach Abschluss der Behandlung wieder begonnen

werden. Siehe Abschnitt Wann Liberel nicht eingenommen werden darf.

Einige Arzneimittel

können einen Einfluss auf die Blutspiegel von Liberel haben

können die empfängnisverhütende Wirksamkeit von Liberel vermindern

können zu unerwarteten Blutungen führen.

Dazu gehören

Arzneimittel zur Behandlung von

Epilepsie (z.B. Primidon, Phenytoin, Barbiturate, Carbamazepin, Oxcarbazepin)

Tuberkulose (z.B. Rifampicin)

HIV- und Hepatitis C Virus-Infektionen (sogenannte Proteasehemmer und nicht-

nukleosidische Reverse Transkriptase-Hemmer wie Ritonavir, Nevirapin, Efavirenz)

Pilzerkrankungen (z.B. Griseofulvin, Ketoconazol)

Arthritis, Arthrose (Etoricoxib)

Lungenhochdruck (hoher Blutdruck in den Blutgefäßen der Lunge) (Bosentan)

das pflanzliche Heilmittel Johanniskraut (Hypericum)

Liberel kann die Wirksamkeit bestimmter anderer Arzneimittel beeinflussen z.B.

Arzneimittel, die das Immunsystem beeinflussen

Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie

Theophyllin (zur Behandlung von Schwierigkeiten beim Atmen)

Tizanidin (zur Behandlung von Muskelschmerzen und/oder Muskelkrämpfen)

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Laboruntersuchungen

Die Anwendung von Liberel kann die Ergebnisse bestimmter Labortests beeinflussen, z.B. bei

Untersuchungen

Leber-,

Schilddrüsen-,

Nebennieren-

Nierenfunktion,

Werte

Kohlenhydratstoffwechsels, der Blutgerinnung und der Fibrinolyse.

Teilen Sie bei Bluttests Ihrem Arzt oder den Mitarbeitern des Labors mit, dass Sie Liberel einnehmen,

da Liberel die Ergebnisse mancher Tests beeinflussen kann.

Die Dosierung von Tabletten gegen Diabetes mellitus oder Insulin muss gegebenenfalls angepasst

werden.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Liberel darf nicht von Frauen genommen werden, die schwanger sind oder glauben, sie könnten

schwanger sein. Wenn Sie unter der Einnahme von Liberel eine Schwangerschaft vermuten, sollten

Sie die Einnahme sofort beenden und so schnell wie möglich Ihren Arzt konsultieren.

Während der Stillzeit wird die Einnahme von Liberel nicht empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine Auswirkungen bekannt.

Liberel enthält Lactose-Monohydrat (Milchzucker)

Bitte nehmen Sie Liberel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie

unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3.

Wie ist Liberel einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Dosierung

Die Packung enthält 21 Tabletten. Neben jeder Tablette ist der entsprechende Wochentag aufgedruckt.

Nehmen Sie die Tabletten täglich, möglichst immer zur selben Tageszeit, mit etwas Flüssigkeit ein bis

alle 21 Tabletten eingenommen sind. Während der nächsten 7 Tage sind keine Tabletten zu nehmen.

In diesen 7 Tagen sollte die Abbruchblutung einsetzen, und zwar üblicherweise 2-3 Tage nach

Einnahme der letzten Tablette. Beginnen Sie die nächste Liberel Packung am 8. Tag, auch wenn die

Blutung noch anhält. Das bedeutet, dass Sie alle neuen Packungen am gleichen Wochentag beginnen

und Ihre Blutung jeden Monat ungefähr am gleichen Tag beginnt.

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Beginn der ersten Packung Liberel

Wenn Sie im vergangenen Monat keine hormonalen Verhütungsmittel eingenommen haben

Beginnen Sie mit Liberel am ersten Tag Ihres Zyklus, d.h. am ersten Tag Ihrer Blutung. Nehmen

Sie eine mit diesem Wochentag markierte Tablette. Liberel wirkt sofort, und Sie benötigen keine

weiteren empfängnisverhütenden Methoden.

Sie können auch an den Tagen 2-5 Ihrer Regelblutung beginnen, aber in diesem Fall müssen Sie

sicherstellen, dass eine zusätzliche Verhütungsmethode (Barrieremethode, Kondom) in den ersten

7 Einnahmetagen des ersten Zyklus angewendet wird.

Wenn Sie von einem kombinierten Verhütungsmittel (kombinierte Pille = KOK, Vaginalring oder

Verhütungspflaster) wechseln

Sie können mit Liberel am Tag nach der letzten Tablette der derzeitigen Pillenpackung beginnen

(das bedeutet, dass es keine pillenfreie Pause gibt). Wenn Ihre derzeitige Pille auch unwirksame

Tabletten (sogenannte Placebotabletten) enthält, können Sie mit Liberel am Tag nach der letzten

wirkstoffhältigen Tablette beginnen (wenn Sie nicht sicher sind, welche das ist, fragen Sie Ihren

Arzt oder Apotheker).

Sie können auch später mit der Pilleneinnahme beginnen, spätestens jedoch am Tag nach dem

üblichen

einnahmefreien

Intervall

Ihrer

derzeitigen

Pille

(oder

nach

letzten

unwirksamen Tablette Ihrer derzeitigen Pille).

Wenn Sie den Vaginalring oder das Verhütungspflaster verwenden, sollten Sie mit der Einnahme

von Liberel vorzugsweise an jenem Tag beginnen, an dem Sie Ring bzw. Pflaster entfernen, aber

spätestens dann, wenn der nächste Ring oder das nächste Pflaster angewendet worden wären.

Wenn Sie diese Anleitungen befolgen, benötigen Sie keine zusätzlichen verhütenden Methoden.

Wenn Sie von einer Gestagenmonopille (Minipille) wechseln

Sie können die Einnahme jederzeit beenden und am nächsten Tag mit Liberel beginnen. Benutzen

aber

ersten

Tagen

Tabletteneinnahme

zusätzlich

Verhütungsmittel

(Barrieremethode), wenn Sie Geschlechtsverkehr haben.

Wenn Sie von einer Gestageninjektion, einem Implantat oder einem Gestagen freisetzenden

intrauterinen System (Hormonspirale) wechseln

Beginnen Sie mit Liberel, wenn Ihre nächste Injektion fällig wird oder an dem Tag, an dem Ihr

Implantat oder die Hormonspirale entfernt wird. Benutzen Sie aber in den ersten 7 Tagen der

Tabletteneinnahme

zusätzlich

Verhütungsmittel

(Barrieremethode),

wenn

Geschlechtsverkehr haben.

Nach einer Geburt

Wenn Sie gerade eine Entbindung hatten, wird Ihnen Ihr Arzt raten, bis zur ersten normalen

Regelblutung zu warten, bevor Sie mit der Einnahme von Liberel beginnen. Manchmal können

Sie auch früher beginnen. Ihr Arzt wird Sie diesbezüglich beraten. Wenn Sie stillen und Liberel

nehmen möchten, sollten Sie Ihren Arzt fragen.

Nach einer Fehlgeburt oder Abtreibung

Ihr Arzt wird Sie beraten.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Der Nachweis zur Sicherheit und Wirksamkeit von Desogestrel bei Kindern und Jugendlichen unter

18 Jahren wurde bisher noch nicht erbracht. Es sind keine Daten verfügbar.

14/18

Wenn Sie eine größere Menge von Liberel eingenommen haben, als Sie sollten

Es gibt keine Berichte über ernsthafte schädliche Wirkungen nach Einnahme von zu vielen Liberel

Tabletten. Wenn Sie mehrere Tabletten gleichzeitig eingenommen haben, könnten Übelkeit, Erbrechen

und leichte vaginale Blutungen auftreten. Wenn Sie bemerken, dass ein Kind Liberel eingenommen

hat, fragen Sie einen Arzt um Rat.

Wenn Sie die Einnahme von Liberel vergessen haben

Wenn Sie den üblichen Einnahmezeitpunkt um weniger als 12 Stunden überschritten haben, ist

die Zuverlässigkeit der Pille noch gegeben. Sie sollten die Tablette sofort einnehmen und alle

darauf folgenden Tabletten wieder zur gewohnten Tageszeit.

Wenn Sie die Einnahme der Tablette um mehr als 12 Stunden versäumt haben, ist vielleicht kein

vollständiger Empfängnisschutz mehr gegeben. Je mehr Tabletten Sie vergessen haben, desto

höher ist das Risiko, dass die empfängnisverhütende Wirkung herabgesetzt ist. Das Risiko,

schwanger zu werden, ist besonders hoch, wenn Sie Tabletten am Anfang oder Ende der Packung

vergessen. Deshalb sollten Sie folgende Regeln beachten (siehe auch nachfolgendes Schema):

wenn Sie mehr als 1 Tablette einer Packung vergessen haben

Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

wenn Sie in der 1. Einnahmewoche 1 Tablette vergessen haben

Nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein, sobald Sie daran denken - auch dann, wenn

dadurch an einem Tag knapp hintereinander 2 Tabletten einzunehmen sind - und nehmen Sie die

darauf folgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein. Verwenden Sie in den nächsten 7 Tagen

zusätzliche Verhütungsmittel (Barrieremethode). Wenn Sie in der Woche vor der vergessenen

Tablette Geschlechtsverkehr hatten, ist eine Schwangerschaft möglich. Informieren Sie bitte

sofort Ihren Arzt.

wenn Sie in der 2. Einnahmewoche 1 Tablette vergessen haben

Nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein, sobald Sie daran denken - auch dann, wenn

dadurch an einem Tag knapp hintereinander 2 Tabletten einzunehmen sind - und nehmen Sie die

darauf folgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein. Die Wirkung der Pille bleibt erhalten. Falls

an den 7 Tagen vor dem Vergessen der Tablette eine regelmäßige Einnahme erfolgte, müssen Sie

keine zusätzlichen Verhütungsmittel anwenden.

wenn Sie in der 3. Einnahmewoche 1 Tablette vergessen haben

Aufgrund des bevorstehenden tablettenfreien Intervalls ist das Schwangerschaftsrisiko erhöht.

Dies kann durch entsprechende Anpassung des Einnahmeschemas vermieden werden. Wird eine

beiden

folgenden

Möglichkeiten

angewendet,

sind

keine

zusätzlichen

verhütenden

Maßnahmen notwendig, sofern die Einnahme an den 7 Tagen vor dem Vergessen der Tablette

regelmäßig erfolgte. Andernfalls sollte die erste der beiden Möglichkeiten befolgt und 7 Tage

lang zusätzlich verhütet werden.

Nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein, sobald Sie daran denken - auch dann, wenn

dadurch an einem Tag knapp hintereinander 2 Tabletten einzunehmen sind - und nehmen Sie

die darauf folgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein. Beginnen Sie mit der nächsten

Packung

unmittelbar

nach

Ende

letzten

Packung,

d.h.

ohne

Einhaltung

des

einnahmefreien Intervalls. Es wird dabei nicht zur üblichen Entzugsblutung kommen; bis

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zum Aufbrauchen dieser zweiten Packung können aber Schmier- bzw. Durchbruchblutungen

auftreten.

ODER:

Sie nehmen keine weiteren Tabletten mehr ein. Nach einem Intervall von höchstens 7 Tagen

einschließlich jenes Tages, an dem die Einnahme vergessen wurde, setzen Sie die Einnahme

von Tabletten aus der nächsten Packung fort. Bei dieser Methode kann der Beginn der

Pilleneinnahme auf den bisher gewohnten Wochentag gelegt werden.

Wenn Sie Tabletten vergessen haben und keine Monatsblutung während der einnahmefreien Zeit

auftritt, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Befragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit

der Pilleneinnahme aus der nächsten Packung beginnen.

wenn Sie Magen-Darmstörungen (Erbrechen, schwerer Durchfall) haben

Wenn Sie erbrechen oder schweren Durchfall haben, können die wirksamen Bestandteile der Tablette

möglicherweise nicht vollständig vom Körper aufgenommen worden sein. Wenn Sie 3 bis 4 Stunden

nach Tabletteneinnahme erbrechen, ist die Wirkung ähnlich wie beim Vergessen einer Tablette.

Befolgen Sie deshalb die Ratschläge wie im Falle von vergessenen Tabletten. Falls Sie den gewohnten

Einnahmerhythmus

nicht

verändern

wollen,

müssen

Ersatztablette(n)

einer

anderen

Packung einnehmen.

Wenn Sie schweren Durchfall haben, fragen Sie bitte Ihren Arzt.

wenn Sie unerwartete Blutungen bekommen

Bei allen Pillen kann es in den ersten Monaten der Einnahme zu Blutungen außer der Reihe (Schmier-

bzw. Durchbruchblutungen) kommen. Es kann sein, dass Sie Binden oder Tampons benötigen, jedoch

soll die Einnahme nicht unterbrochen werden. Leichte Zwischenblutungen gehen im Allgemeinen

zurück, sobald sich der Körper an die Einnahme der Pille gewöhnt hat (normalerweise nach ca. 3

Zyklen). Bei anhaltender, stärker werdender oder immer wieder auftretender Blutung sollten Sie Ihren

Arzt aufsuchen.

wenn die Monatsblutung ausbleibt

Wenn

Ihre

Tabletten

korrekt

eingenommen

haben,

weder

erbrochen

haben

noch

andere

Medikamente genommen haben, ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft äußerst gering.

Nehmen Sie Liberel wie gewohnt ein.

Wenn

„Pille“

allerdings

nicht

korrekt

eingenommen

wurde

oder

Blutung

zweimal

hintereinander ausbleibt, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Suchen Sie unverzüglich

Ihren

Arzt

auf.

Setzen

Pilleneinnahme

solange

nicht

weiter

fort,

Arzt

eine

Schwangerschaft ausgeschlossen hat.

Wenn Sie die Einnahme von Liberel abbrechen

Sie können Liberel jederzeit absetzen. Wenn Sie nicht schwanger werden wollen, fragen Sie Ihren

Arzt nach anderen Methoden zur Empfängnisverhütung.

Wenn Sie Liberel absetzen, weil Sie schwanger werden möchten, sollten Sie vor der Empfängnis eine

normale Blutung abwarten. Das erleichtert die Bestimmung des Geburtszeitpunkts.

16/18

Wenn Sie weitere Fragen zu Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen. Wenn Sie Nebenwirkungen bekommen, insbesondere wenn diese schwerwiegend

und anhaltend sind, oder wenn sich Ihr Gesundheitszustand verändert, und Sie dieses auf Liberel

zurückzuführen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Alle Frauen, die kombinierte hormonale Kontrazeptiva anwenden, haben ein erhöhtes Risiko für

Blutgerinnsel

Venen

(venöse

Thromboembolie

[VTE])

oder

Arterien

(arterielle

Thromboembolie [ATE]). Weitere Einzelheiten zu den verschiedenen Risiken im Zusammenhang mit

der Anwendung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva siehe Abschnitt 2, „Was sollten Sie vor der

Einnahme von Liberel beachten?“.

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen)::

Depressive Verstimmung, Stimmungsschwankungen

Kopfschmerzen

Übelkeit, Magen- und/oder Bauchschmerzen

Brustschmerzen, -spannen

Gewichtszunahme

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen):

Flüssigkeitsansammlung im Körper

Verminderter Sexualtrieb

Migräne

Erbrechen, Durchfall

Ausschläge, Nesselausschlag

Brustvergrößerung

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1000 Personen betreffen):

gefährliche Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie, zum Beispiel:

in einem Bein oder Fuß (d. h. VTE)

in der Lunge (d. h. PE)

Herzinfarkt

Schlaganfall

Mini-Schlaganfall oder vorübergehende, einem Schlaganfall ähnelnde Symptome, die

transitorische ischämische Attacke (TIA) bezeichnet werden

Blutgerinnsel in der Leber, dem Magen/Darm, den Nieren oder dem Auge.

Die Wahrscheinlichkeit für ein Blutgerinnsel kann erhöht sein, wenn Sie an einer anderen

Erkrankung leiden, die dieses Risiko erhöht (weitere Informationen zu den Erkrankungen, die

das Risiko für ein Blutgerinnsel erhöhen und die Symptome eines Blutgerinnsels siehe

Abschnitt 2).

Überempfindlichkeitsreaktionen

Erhöhter Sexualtrieb

Kontaktlinsenunverträglichkeit

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Erythema nodosum, Erythema multiforme (das sind Hauterkrankungen)

Absonderungen der Brustdrüse, Ausfluss aus der Scheide

Gewichtsabnahme

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Liberel aufzubewahren?

Nicht über 25 °C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verw. bis:“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Liberel enthält

Die

Wirkstoffe

sind:

Desogestrel

Ethinylestradiol.

Filmtablette

enthält:

0,15

Desogestrel und 0,03 mg Ethinylestradiol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat

Kartoffelstärke

Povidon K30

Stearinsäure

Siliciumdioxid

-Tocopherol

Magnesiumstearat

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Tablettenüberzug:

Hypromellose

Macrogol 6000

Propylenglycol

Wie Liberel aussieht und Inhalt der Packung

Weiße oder fast weiße, runde, konvexe Filmtabletten mit der Prägung „P8“ auf einer und „RG“ auf der

anderen Seite in einer Blisterpackung.

PVC/PVDC/Aluminium-Blisterpackungen.

Jede Schachtel enthält 1 oder 3 Kalenderpackung(en) mit je 21 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Kwizda Pharma GmbH, 1160 Wien

Hersteller

Gedeon Richter Plc, 1103 Budapest, Ungarn

Z.Nr.: 1-24557

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2018.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.