Levonora

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Levonora 1,5 mg Tabletten
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Levonora 1,5 mg Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 137468
  • Berechtigungsdatum:
  • 21-02-2017
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION: Information für Anwender

Levonora 1,5 mg Tabletten

Wirkstoff: Levonorgestrel

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige

Informationen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage

beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später

nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat

benötigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Levonora 1,5 mg und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Levonora 1,5 mg beachten?

Wie ist Levonora 1,5 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Levonora 1,5 mg aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Levonora 1,5 mg und wofür wird es angewendet?

Levonora 1,5 mg ist ein Notfall-Kontrazeptivum (Verhütungsmittel für den

Notfall), das innerhalb von 72 Stunden (3 Tagen) nach ungeschütztem

Geschlechtsverkehr oder bei Versagen Ihrer gewohnten Verhütungsmethode

eingenommen werden kann.

Es ist für folgende Fälle bestimmt:

wenn beim Geschlechtsverkehr kein Verhütungsmittel verwendet wurde,

wenn das Verhütungsmittel falsch angewendet wurde, beispielsweise wenn

das Kondom gerissen oder abgerutscht ist oder falsch angewendet wurde,

wenn sich die Lage Ihres Scheidenpessars oder Diaphragmas verändert

hat, wenn das Scheidenpessar oder Diaphragma gebrochen/gerissen ist

oder zu früh entfernt wurde, oder wenn beim sogenannten „Koitus

interruptus“ (Herausziehen des Glieds aus der Scheide vor dem

Samenerguss) Sperma (Samenflüssigkeit) in die Scheide oder an die

äußeren Geschlechtsteile der Frau gelangt ist.

Levonora 1,5 mg enthält eine synthetische hormonartige Wirksubstanz mit der

Bezeichnung Levonorgestrel. Wenn es innerhalb von 72 Stunden nach dem

ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen wird, verhindert es eine

ungewollte Schwangerschaft in ungefähr 84% der Fälle. Es verhindert nicht

immer eine Schwangerschaft, und die Wirksamkeit ist umso größer, je schneller

es nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Es ist

besser, das Arzneimittel innerhalb von 12 Stunden einzunehmen, als bis zum

dritten Tag zu warten.

Es wird davon ausgegangen, dass Levonora 1,5 mg wie folgt wirkt:

Es unterbricht die Freisetzung eines Eis aus Ihren Eierstöcken.

Es verhindert die Befruchtung eines bereits freigesetzten Eis durch

Spermien.

Levonora 1,5 mg kann eine Schwangerschaft nur verhindern, wenn Sie es

innerhalb von 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr

einnehmen. Es wirkt nicht, wenn Sie bereits schwanger sind. Wenn Sie nach

Einnahme von Levonora 1,5 mg noch einmal ungeschützten

Geschlechtsverkehr haben (auch wenn das während desselben Monatszyklus

der Fall ist), wirkt die eingenommene Tablette nicht erneut

empfängnisverhütend. Es besteht also erneut das Risiko, dass Sie schwanger

werden.

Kinder und Jugendliche

Levonora 1,5 mg hat keine Indikation für den Gebrauch vor der ersten

Menstruationsblutung (Menarche).

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Levonora 1,5 mg beachten?

Levonora 1,5 mg darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Levonorgestrel oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte mit Ihrem

Arzt, bevor Sie Levonora 1,5 mg einnehmen, weil es sein kann, dass ein

Notfall-Kontrazeptivum (Verhütungsmittel für den Notfall) für Sie nicht geeignet

ist. Ihr Arzt kann Ihnen ein anderes Notfall-Kontrazeptivum verschreiben.

Wenn Sie schwanger sind oder glauben, bereits schwanger zu sein. Dieses

Arzneimittel wirkt nicht, wenn bereits eine Schwangerschaft besteht. Wenn

Sie bereits schwanger sind, kann Levonora 1,5 mg die Schwangerschaft

nicht abbrechen, Levonora 1,5 mg ist keine „Abtreibungspille“.

Sie können bereits schwanger sein, wenn

Ihre Periode um mehr als 5 Tage verspätet ist oder Sie ungewöhnliche

Blutungen haben, wenn Ihre nächste Periode fällig ist.

Sie vor mehr als 72 Stunden und seit Ihrer letzten Periode ungeschützten

Geschlechtsverkehr hatten.

Von der Einnahme von Levonora 1,5 mg wird abgeraten, wenn:

Sie an einer Dünndarmerkrankung leiden (wie z.B. Morbus Crohn), die die

Aufnahme des Arzneimittels verhindert,

Sie schwere Leberprobleme haben,

Sie schon einmal eine Bauchhöhlenschwangerschaft (ektopische

Schwangerschaft) hatten (bei der sich das Baby irgendwo außerhalb der

Gebärmutter entwickelt),

Sie schon einmal eine Salpingitis (Eileiterentzündung) hatten.

Eine frühere Bauchhöhlenschwangerschaft oder eine frühere Infektion der

Eileiter erhöht das Risiko für eine erneute Bauchhöhlenschwangerschaft.

Alle Frauen haben das Notfallkontrazeptivum schnellstmöglich nach einem

ungeschützten Geschlechtsverkehr einzunehmen. Es liegen einige Hinweise

vor, dass Levonorgestrel bei einem höheren Körpergewicht oder Body-Mass-

Index weniger wirksam sein kann. Diese Daten sind jedoch begrenzt und nicht

eindeutig. Daher wird Levonora 1,5 mg für alle Frauen unabhängig von ihrem

Gewicht oder BMI empfohlen.

Wenn Sie Bedenken hinsichtlich möglicher Probleme haben, die durch die

Einnahme eines Notfallkontrazeptivums auftreten können, wenden Sie sich an

einen Arzt oder Apotheker.

Kinder und Jugendliche

Levonora 1,5 mg ist nicht für die Anwendung vor der ersten

Menstruationsblutung (Menarche) angezeigt.

Wenn Sie Angst vor Geschlechtskrankheiten haben

Wenn Sie beim Geschlechtsverkehr kein Kondom benutzt haben (oder wenn es

gerissen oder abgerutscht ist), besteht die Möglichkeit der Ansteckung mit einer

sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheit oder dem HIV-Virus.

Dieses Arzneimittel schützt Sie nicht vor Geschlechtskrankheiten – nur

Kondome können das. Sprechen Sie bei entsprechenden Bedenken mit Ihrem

Arzt, einer Krankenschwester, der Familienberatungsstelle oder dem

Apotheker.

Einnahme von Levonora 1,5 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Apotheker oder Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel

einnehmen/anwenden oder kürzlich andere Arzneimittel

eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht

verschreibungspflichtige oder pflanzliche Arzneimittel handelt.

Einige Arzneimittel können verhindern, dass Levonora 1,5 mg effektiv wirkt.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel während der letzten 4 Wochen

eingenommen haben, könnte Levonora 1,5 mg für Sie weniger geeignet sein.

Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise eine andere Art (nicht-hormonaler)

Notfallverhütung verschreiben, d.h. eine Kupferspirale. Wenn dies für Sie nicht

in Frage kommt oder falls es Ihnen nicht möglich ist, umgehend Ihren Arzt

aufzusuchen, können Sie eine doppelte Dosis Levonora 1,5 mg einnehmen:

Barbiturate und andere Arzneimittel gegen Epilepsie (beispielsweise

Primidon, Phenytoin und Carbamazepin),

Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose (beispielsweise Rifampicin,

Rifabutin),

eine Behandlung von HIV (Ritonavir, Efavirenz),

ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (Griseofulvin),

pflanzliche Heilmittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten.

Sprechen Sie mit Ihrem Apotheker oder Arzt, wenn Sie weitere Beratung zur

korrekten Dosis für Sie benötigen.

Suchen Sie Ihren Arzt so bald wie möglich nach der Einnahme der Tabletten

auf, um eine weitere Beratung zu einer verlässlichen Form der regelmäßigen

Empfängnisverhütung zu erhalten und um eine Schwangerschaft

auszuschließen

(für weitere Informationen, siehe auch Abschnitt 3. Wie ist

Levonora 1,5 mg einzunehmen?).

Levonora 1,5 mg

kann auch beeinflussen, wie gut andere Arzneimittel wirken:

ein Arzneimittel, das Ciclosporin genannt wird (unterdrückt das

Immunsystem).

Wie oft dürfen Sie Levonora 1,5 mg einnehmen?

Levonora 1,5 mg darf nur im Notfall eingenommen werden und nicht als

reguläre Verhütungsmethode. Wenn Levonora 1,5 mg in einem Monatszyklus

mehr als einmal eingenommen wird, ist seine Wirkung weniger zuverlässig und

führt eher zu einer Störung Ihres Monatszyklus (Periode).

Die Wirkung von Levonora 1,5 mg ist geringer als die regulärer

Verhütungsmethoden. Ihr Arzt, die Krankenschwester oder die

Familienberatungsstelle kann Sie hinsichtlich langfristiger

Verhütungsmethoden, die eine Schwangerschaft wirkungsvoller verhüten

können, beraten.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu

sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme

dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Dieses Arzneimittel darf nicht eingenommen werden, wenn Sie bereits

schwanger sind. Wenn Sie trotz Einnahme dieses Arzneimittels dennoch

schwanger werden, müssen Sie Ihren Arzt aufsuchen. Es gibt keine Hinweise,

dass Levonora 1,5 mg einem Baby schadet, das in Ihrer Gebärmutter

heranreift, wenn Sie Levonora 1,5 mg wie beschrieben anwenden.

Aber Ihr Arzt wird trotzdem überprüfen, dass keine

Bauchhöhlenschwangerschaft vorliegt (bei der sich das Baby an einer Stelle

außerhalb der Gebärmutter entwickelt). Das ist besonders wichtig, wenn Sie

nach der Einnahme von Levonora 1,5 mg starke Bauchschmerzen bekommen

oder wenn Sie bereits eine Bauchhöhlenschwangerschaft, eine Eileiteroperation

oder eine entzündliche Beckenerkrankung hatten.

Der in diesem Arzneimittel enthaltene Wirkstoff geht in die Muttermilch über.

Nehmen Sie daher Ihre Tablette unmittelbar nach dem Stillen ein und stillen Sie

nach Möglichkeit für 8 Stunden nach der Einnahme Ihr Baby nicht. Pumpen Sie

die Muttermilch für 8 Stunden nach Einnahme der Tablette mit einer

Brustpumpe ab und schütten Sie sie weg. Auf diese Weise nehmen Sie die

Tablette deutlich vor dem nächsten Stillen ein und verringern so die

Wirkstoffmenge, die Ihr Baby mit der Muttermilch aufnehmen könnte.

Levonora 1,5 mg erhöht die Wahrscheinlichkeit von Zyklusstörungen, die

manchmal zu einer früheren oder späteren Ovulation und somit zu einer

verschobenen Fruchtbarkeitsperiode führen können. Obwohl keine

Langzeitdaten zur Fertilität vorliegen, kann angenommen werden, dass die

Fertilität nach der Behandlung mit Levonora 1,5 mg rasch wieder hergestellt ist.

Daher sollte eine regelmäßige Kontrazeption nach der Anwendung von

Levonora 1,5 mg zur Notfallkontrazeption fortgeführt oder so bald wie

möglich begonnen werden.

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und

Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Es ist unwahrscheinlich, dass Ihre Levonora 1,5 mg-Tablette einen Einfluss auf

Ihre Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen hat. Führen Sie

jedoch kein Fahrzeug oder bedienen Sie keine Maschinen, falls Sie sich müde

fühlen oder Ihnen schwindelig ist.

Levonora 1,5 mg enthält Lactose

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Levonora 1,5 mg daher

erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie

unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

!

3. Wie ist Levonora 1,5 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage

beschrieben bzw. wie Ihr Apotheker es Ihnen gesagt hat ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Nehmen Sie die Tablette so bald wie möglich, vorzugsweise innerhalb von

12 Stunden und nicht später als 72 Stunden (3 Tage) nach dem

ungeschützten Geschlechtsverkehr, ein. Levonora 1,5 mg kann jederzeit

während Ihres Menstruationszyklus eingenommen werden, unter der

Voraussetzung, dass Sie noch nicht bereits schwanger sind oder vermuten,

schwanger zu sein. Kauen Sie die Tablette nicht, sondern schlucken Sie sie

im Ganzen mit Wasser. Verzögern Sie die Einnahme der Tablette nicht. Die

Tablette wirkt am Besten, je schneller Sie sie nach dem ungeschützten

Geschlechtsverkehr einnehmen.

Wenn Sie eines der Arzneimittel anwenden, die verhindern können, dass

Levonora 1,5 mg richtig wirkt (siehe obigen Abschnitt Einnahme von

Levonora 1,5 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln) oder wenn Sie eines

dieser Arzneimittel in den vergangenen 4 Wochen eingenommen haben,

könnte Levonora 1,5 mg bei Ihnen weniger wirksam sein. Ihr Arzt verschreibt

Ihnen möglicherweise eine andere (nicht-hormonale) Art der

Notfallverhütung, d.h. eine Kupferspirale. Wenn dies für Sie nicht in Frage

kommt oder falls es Ihnen nicht möglich ist, umgehend Ihren Arzt

aufzusuchen, können Sie eine doppelte Dosis Levonora 1,5 mg einnehmen

(d.h. zwei Tabletten, zusammen eingenommen zur gleichen Zeit).

Wenn Sie bereits eine regelmäßige Methode zur Empfängnisverhütung wie

die Pille anwenden, können Sie diese wieder zu Ihrer gewohnten Zeit

einnehmen.

Wenn Sie nach Einnahme von Levonora 1,5 mg noch einmal ungeschützten

Geschlechtsverkehr haben (auch wenn er im selben Monatszyklus stattfindet),

wirkt die Tablette nicht erneut empfängnisverhütend und es besteht erneut das

Risiko einer Schwangerschaft.

Wenn Sie Bedenken hinsichtlich möglicher Probleme haben, die durch die

Einnahme eines Notfallkontrazeptivums auftreten können, wenden Sie sich an

einen Arzt.

Was ist bei Erbrechen zu tun?

Wenn Sie innerhalb von drei Stunden nach Einnahme der Tablette erbrechen

müssen, nehmen Sie sofort eine weitere Tablette ein.

Nach der Einnahme von Levonora 1,5 mg

Wenn Sie nach der Einnahme von Levonora 1,5 mg Geschlechtsverkehr haben

möchten, aber nicht die Antibaby-Pille einnehmen, sollten Sie bis zu Ihrer

nächsten Monatsblutung Kondome oder eine Scheidenkappe plus Spermizid

(spermienabtötendes Mittel) verwenden. Levonora 1,5 mg wirkt nicht, wenn Sie

vor Ihrer nächsten Periode erneut ungeschützten Geschlechtsverkehr haben.

Es ist ratsam bei Ihrem Arzt einen Untersuchungstermin ca. drei Wochen nach

Einnahme von Levonora 1,5 mg zu vereinbaren, damit er sicherstellen kann,

dass Levonora 1,5 mg gewirkt hat. Wenn Ihre Periode mehr als 5 Tage

verspätet ist oder ungewöhnlich leicht oder ungewöhnlich stark ist, suchen Sie

baldmöglichst Ihren Arzt auf. Wenn Sie trotz Einnahme dieses Arzneimittels

dennoch schwanger werden, müssen Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Ihr Arzt kann Sie auch hinsichtlich längerfristiger Verhütungsmethoden, die eine

Schwangerschaft wirkungsvoller verhüten können, beraten.

Wenn Sie Ihre reguläre hormonelle Verhütungsmethode, wie z.B. die Antibaby-

Pille, fortsetzen, aber in der pillenfreien Pause keine Blutung haben, suchen Sie

Ihren Arzt auf, um eine Schwangerschaft auszuschließen.

Ihre nächste Periode nach Einnahme von Levonora 1,5 mg

Nach der Einnahme von Levonora 1,5 mg wird Ihre Periode in der Regel am

gewohnten Tag beginnen und normal verlaufen; manchmal beginnt sie aber

auch einige Tage später oder früher. Wenn Ihre Periode mehr als 5 Tage später

als erwartet eintritt, zu diesem Zeitpunkt eine „abnormale“ Blutung auftritt oder

Sie glauben, schwanger zu sein, überprüfen Sie mit einem

Schwangerschaftstest, ob Sie schwanger sind.

Wenn Sie eine größere Menge von Levonora 1,5 mg eingenommen haben,

als Sie sollten

Obwohl es keine Berichte über schwerwiegende schädliche Wirkungen nach

Einnahme von zu vielen Tabletten auf einmal gibt, kann Übelkeit, Erbrechen

oder eine Scheidenblutung auftreten. Fragen Sie bei Ihrem Apotheker, Arzt, der

Krankenschwester oder der Familienberatungsstelle nach, insbesondere, wenn

Sie erbrechen mussten, denn es kann sein, dass die Tablette nicht richtig

gewirkt hat.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden

Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die

aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Übelkeit,

einige unregelmäßige Blutungen bis zur nächsten Periode,

Schmerzen im Unterbauch,

Müdigkeit,

Kopfschmerzen.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Erbrechen. Wenn Sie erbrechen müssen, lesen Sie bitte den Abschnitt „Was

ist bei Erbrechen zu tun?“.

Ihre Periode kann verändert sein. Die meisten Frauen haben eine normale

Periode zum erwarteten Zeitpunkt, aber in einigen Fällen kann die Periode

verspätet sein oder früher als normal eintreten. Es können auch einige

unregelmäßige Blutungen oder Schmierblutungen bis zu Ihrer nächsten

Periode auftreten. Wenn Ihre Periode mehr als 5 Tage verspätet ist oder

ungewöhnlich leicht oder ungewöhnlich schwer ist, suchen Sie

baldmöglichst Ihren Arzt auf.

Nach der Einnahme dieses Arzneimittel können Druckempfindlichkeit der

Brust, Durchfall oder Schwindel auftreten.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Bauchschmerzen,

Ausschlag, Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz (Pruritus),

Schwellung des Gesichts,

Beckenschmerzen,

schmerzhafte Periode.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt

über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen,

dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

5. Wie ist Levonora 1,5 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen

erforderlich.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der

Blisterpackung nach „Verwendbar bis" angegebenen Verfallsdatum nicht mehr

verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des

angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie

Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr

verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Levonora 1,5 mg Tabletten enthält

Der Wirkstoff ist: Levonorgestrel.

Jede Tablette enthält 1,5 mg Levonorgestrel.

Die sonstigen Bestandteile sind

Lactose-Monohydrat, Povidon K25 (E1201), Maisstärke, Hochdisperses

Siliciumdioxid (E551) und Magnesiumstearat (E572).

Wie Levonora 1,5 mg Tabletten aussieht und Inhalt der Packung

Levonora 1,5 mg Tabletten ist eine runde, weiß bis cremefarbene, mit 8.00 mm

Durchmesser, unbeschichtete flache Tablette, mit Prägung „1,5“ auf der einen

Seite und ohne Prägung auf der anderen Seite.

Levonora 1,5 mg Tabletten ist in PVC/PVDC/Al Packungen mit 1 Tablette

erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel, Deutschland

STADA Arzneimittel GmbH, Muthgasse 36/2, 1190 Wien, Österreich

Centrafarm Services B.V., Nieuwe Donk 9, 4879 AC Etten-Leur, Niederlande

Z.Nr.:

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Jänner 2017.

a) Informationen zum Menstruationszyklus und zur Empfängnisverhütung

Der Menstruationszyklus

Der Menstruationszyklus ist die Zeit zwischen zwei Menstruationsblutungen.

Normalerweise dauert der Zyklus 28 Tage, allerdings kann sich seine Länge

von Frau zu Frau deutlich unterscheiden. Menstruationsblutungen treten auf,

wenn eine Frau nicht schwanger ist.

Befruchtung

In der Mitte des Zyklus wird ein Ei von einem der zwei Eierstöcke ausgestoßen

(dieser Moment wird als „Ovulation“ oder „Eisprung“ bezeichnet). Üblicherweise

findet die Ovulation in der Mitte des Zyklus statt, kann aber auch zu jedem

anderen Zeitpunkt des Zyklus stattfinden.

Nach dem Geschlechtsverkehr befinden sich männliche Spermien

(Spermienzellen) in der Nähe der Eizelle und es kann zu einer Befruchtung

kommen (d.h. zu einer Verschmelzung des Spermiums mit der Eizelle und

später zur Entwicklung eines Embryos). Nach ein paar Tagen nistet sich das

befruchtete Ei in der Gebärmutter ein und die Schwangerschaft beginnt.

Kontrazeptiva (Empfängnisverhütung)

Verhütungsmethoden zielen auf Folgendes ab:

den Eisprung: wird durch die „Antibaby-Pille“ verhindert,

die Befruchtung (Verschmelzung einer Spermienzelle mit der Eizelle): wird

durch Kondome verhindert,

die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter: wird durch IUP

(Intrauterinpessar) verhindert.

Notfall-Verhütung

Notfall-Verhütung funktioniert durch die Blockade des Eisprungs oder verhindert

die Einnistung der Einzelle nach dem Geschlechtsverkehr. Sie wirkt nicht, wenn

die Einnistung bereits stattgefunden hat. Hat eine Frau ungeschützten

Geschlechtsverkehr gehabt, kann eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen

werden. Falls Sie dieses Arzneimittel angewendet haben und keine normale

Verhütungsmethode, wird dringend empfohlen, den Arzt oder ein Krankenhaus

aufzusuchen. Dort werden Sie bezüglich einer für Sie geeigneten

Verhütungsmethode beraten.

b) Hinweis zum Risiko einer sexuell übertragbaren Krankheit

Fall Sie ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, besteht für Sie das Risiko,

sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit anzustecken, vor allem, wenn

Sie die die sexuelle Vergangenheit Ihres Partners nicht kennen oder

wechselnde Partner haben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt,

Apotheker oder eine Klinik für Familienplanung.

GLOSSAR

Ektope Schwangerschaft: Schwangerschaft, die sich außerhalb der

Gebärmutter entwickelt, in der Regel in einem der Eileiter. Symptome sind

z.B. anhaltende Bauchschmerzen, Ausbleiben der Monatsblutung,

Vaginalblutungen, Anzeichen einer Schwangerschaft (Übelkeit,

Spannungsgefühl in der Brust). Wenn derartige Beschwerden auftreten,

suchen Sie sofort Ihren Arzt auf.

Salpingitis: Eileiterentzündung. Anzeichen sind z.B. Bauchschmerzen,

Fieber und starker Ausfluss aus der Scheide.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.