Levomethadon

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Levomethadon Aristo 2,5 mg Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tablette
  • Zusammensetzung:
  • Levomethadonhydrochlorid 2.5mg
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Levomethadon Aristo 2,5 mg Tabletten
    Deutschland
  • Sprache:
  • Deutsch

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
  • Zulassungsnummer:
  • 98636.00.00
  • Letzte Änderung:
  • 11-03-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Levomethadon Aristo 2,5 mg Tabletten

Levomethadonhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es

kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Levomethadon Aristo und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Levomethadon Aristo beachten?

Wie ist Levomethadon Aristo einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Levomethadon Aristo aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Levomethadon Aristo und wofür wird es angewendet?

Levomethadonhydrochlorid, der Wirkstoff von Levomethadon Aristo, ist ein Schmerzmittel aus der

Gruppe der Opioide.

Levomethadon Aristo wird angewendet zur Behandlung starker Schmerzen bei Erwachsenen.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Levomethadon Aristo beachten?

Levomethadon Aristo darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Levomethadon oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft (siehe „Schwangerschaft, Stillzeit und

Fortpflanzungsfähigkeit“).

wenn Sie gleichzeitig Monoaminoxidase-Hemmer (Arzneimittel gegen Parkinson-Krankheit oder

Depressionen) anwenden oder diese vor weniger als zwei Wochen abgesetzt haben.

wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die die Wirkung von Levomethadon aufheben oder

beeinflussen, z. B. Pentazocin und Buprenorphin. Diese Arzneimittel dürfen jedoch zur

Behandlung einer Überdosierung von Levomethadon angewendet werden.

Weitere Informationen, siehe Abschnitt 2. unter „Einnahme von Levomethadon Aristo zusammen mit

anderen Arzneimitteln.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Levomethadon Aristo einnehmen, wenn

einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft. Ihr Arzt wird die Behandlung nur dann vornehmen, wenn

dies eindeutig erforderlich ist. Dies gilt insbesondere im Falle von:

Bewusstseinsstörungen

gleichzeitiger Anwendung von anderen Mitteln, die bestimmte Hirnfunktionen (z. B. die Kontrolle

der Atmung) dämpfen

Erkrankungen, bei denen eine Beeinträchtigung Ihrer Atmung vermieden werden muss, wie:

Asthma

Lungenerkrankungen mit chronisch verengten Atemwegen (COPD)

Herzschwäche infolge einer schweren Lungenerkrankung

leichter bis schwerer Beeinträchtigung der Atmung und Atemnot

zu niedrigem Sauerstoffgehalt im Blut

erhöhtem Kohlendioxidgehalt im Blut

Bei diesen Erkrankungen kann das Atmen bereits bei üblichen Dosen von Levomethadon

erschwert sein bis hin zum Atemstillstand. Insbesondere wenn Sie zu Allergien neigen, sind

Verschlechterungen eines bereits bestehenden Asthmas oder von Hautausschlägen und

Veränderungen des Blutbildes möglich.

erhöhtem Hirndruck, dieser kann verstärkt werden

niedrigem Blutdruck bei Flüssigkeitsmangel

Prostatavergrößerung mit unvollständiger Entleerung der Harnblase

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Gallenwegserkrankungen

Darmerkrankungen mit Verengungen und Entzündungen des Darms

Phäochromozytom, einem hormonbildenden Tumor der Nebenniere

Unterfunktion der Schilddrüse

schweren Erkrankung des Bauchraums:

Die Behandlung mit Levomethadon kann sogar schwere Erkrankungen im Bauchraum

verschleiern. Deshalb müssen Patienten mit Anzeichen eines akuten Abdomens unter

Substitutionsbehandlung besonders engmaschig überwacht werden, bis eine genaue Diagnose

feststeht

Patienten mit Herzrhythmusstörungen oder einer verlängerten Herzkammeraktivität, die als

Verlängerung des QT-Intervalls bezeichnet wird, oder Unregelmäßigkeiten im Mineralhaushalt,

insbesondere bei erniedrigtem Kaliumgehalt im Blut

Bestimmte Opiate, wie Levomethadon, können die Herzreizleitung beeinflussen (Verlängerung

des QT-Intervalls im EKG), was eine gefährliche Herzrhythmusstörung (zu rascher,

unrhythmischer Herzschlag, „Torsade de Pointes“) zur Folge haben kann. Bei unregelmäßigem

Herzschlag oder Ohnmachtsanfällen informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt

Behandlung mit Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klassen I und

III)

langsamem Herzschlag

Abhängigkeit von Opioiden

Weitere Hinweise

Levomethadon besitzt ein primäres Abhängigkeitspotenzial und kann Sucht erzeugen. Bei längerer

und wiederholter Anwendung kann Levomethadon zu körperlicher und psychischer Abhängigkeit

sowie zu Gewöhnung mit Wirkungsverlust, so genannter Toleranz, führen. Bei bestimmungsgemäßer

Anwendung bei chronischen Schmerzpatienten ist das Risiko körperlicher und psychischer

Abhängigkeit deutlich reduziert bzw. differenziert zu bewerten.

Es besteht Kreuztoleranz zu anderen Opioiden (bei Gewöhnung an andere Opioide Wirkungsverlust

von Levomethadon und umgekehrt).

Dopingkontrollen

(Leistungs)sportler sollten beachten, dass dieses Arzneimittel aufgrund seines Wirkstoffes bei

Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann.

Die Anwendung von Levomethadon Aristo als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der

Gesundheit führen.

Kinder und Jugendliche

Levomethadon sollte in der Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nur nach

sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und unter besonderer Überwachung angewendet werden.

Einnahme von Levomethadon Aristo zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Folgende Arzneimittel dürfen nicht gleichzeitig mit Levomethadon Aristo eingenommen werden:

Monoaminoxidase-Hemmer: Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen oder Parkinson-

Krankheit. Diese Arzneimittel müssen mindestens 2 Wochen vor der Behandlung mit

Levomethadon abgesetzt werden. Ansonsten können lebensbedrohliche dämpfende oder erregende

Wirkungen auf Atmung und Kreislauf auftreten.

Pentazocin und Buprenorphin: Schmerzmittel gegen starke Schmerzen.

In Ausnahmefällen dürfen diese Arzneimittel gleichzeitig eingenommen werden, wenn sie zur

Behandlung einer Levomethadon-Überdosierung dienen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, da sie die Wirkung

von Levomethadon beeinflussen können:

starke Schmerzmittel (einschließlich Opiaten)

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von psychiatrischen Beschwerden, deren Wirkstoffe

meist auf „-azin“ enden, wie Phenothiazin

Arzneimittel, die Ihnen helfen sich zu beruhigen und zu schlafen, so genannte Benzodiazepine,

deren Wirkstoffe meist auf „-zepam“ enden, wie Diazepam, Flunitrazepam und andere

Schlafmittel

Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie, so genannte Barbiturate, deren Wirkstoffe meist auf

„-tal“ enden, wie Phenobarbital

Betäubungsmittel

bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, so genannte trizyklische

Antidepressiva und so genannte selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)

Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck (z. B. Reserpin, Clonidin, Urapidil und

Prazosin)

Cimetidin, ein Arzneimittel zur Verringerung der Magensäureproduktion

Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen (z. B. Itraconazol, Ketoconazol, Voriconazol,

Fluconazol)

Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klassen I und III)

Verhütungsmittel

Carbamazepin und Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie)

Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen, z. B. Rifampicin, so genannte Makrolid-

Antibiotika, Ciprofloxacin, Fusidinsäure

Johanniskraut

Spironolacton, ein Entwässerungsmittel

Arzneimittel, die die Vermehrung von HI-Viren hemmen (z. B. Efavirenz, Nevirapin, Nelfinavir,

Ritonavir, Amprenavir, Didanosin, Stavudin und Zidovudin)

Die gleichzeitige Anwendung von Levomethadon Aristo und Beruhigungsmitteln, wie

Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln, erhöht das Risiko für Schläfrigkeit,

Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund

sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn es keine anderen

Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Wenn Ihr Arzt jedoch Levomethadon Aristo zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verschreibt,

sollten die Dosis und Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten

Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder

Verwandte darüber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu

achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.

Einnahme von Levomethadon Aristo zusammen mit Alkohol

Während der Einnahme von Levomethadon dürfen Sie keinen Alkohol trinken. Alkohol kann die

Wirkung von Levomethadon unvorhersehbar verstärken und zu einer lebensbedrohlichen Vergiftung

führen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Levomethadon passiert die Plazenta und liegt im Blut des ungeborenen Kindes vor. In den ersten drei

Schwangerschaftsmonaten darf Levomethadon nicht zur Schmerztherapie angewendet werden.

Während der späteren Schwangerschaft muss eine chronische Einnahme vermieden werden, da diese

zu Gewöhnung und Abhängigkeit beim ungeborenen Kind sowie nach der Geburt zu

Entzugserscheinungen beim Neugeborenen führen kann.

Levomethadon kann − vor oder während der Geburt gegeben − die Kontraktionsfähigkeit der Muskeln

der Gebärmutter hemmen und beim Neugeborenen zu Atemdepression führen. Das Neugeborene ist

deshalb so lange zu überwachen, bis eine wesentliche Atemdepression ausgeschlossen werden kann

(wenigstens jedoch 6 Stunden). Je nach klinischem Bild wird die Gabe von Opioidantagonisten (z. B.

Naloxon) empfohlen.

Stillzeit

Levomethadon tritt in die Muttermilch über. Da die Wirkungen auf den Säugling nicht ausreichend

untersucht sind, ist während einer Levomethadon-Therapie vom Stillen abzuraten. Im Falle einer

einmaligen Anwendung von Levomethadon ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel jedoch

nicht erforderlich.

Fortpflanzungsfähigkeit bei Männern

D,L-Methadon, eine dem Levomethadon verwandte Substanz, führte bei der Anwendung in der

Substitutionstherapie zur Beeinträchtigung der Sexualfunktion bei männlichen Patienten.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Auch bei bestimmungsgemäßer Anwendung kann Levomethadon das Reaktionsvermögen so weit

verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von

Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt insbesondere in Kombination mit Alkohol und bestimmten

anderen Arzneimitteln (siehe „Einnahme von Levomethadon Aristo zusammen mit anderen

Arzneimitteln“).

Die Entscheidung über Ihre Fahrtüchtigkeit trifft in jedem Einzelfall der behandelnde Arzt unter

Berücksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.

3.

Wie ist Levomethadon Aristo einzunehmen?

Nehmen Sie Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die nachfolgend empfohlenen Dosierungen sind Anhaltswerte. Bei extremen Schmerzzuständen (z. B.

bei Schmerzen bei Krebs) kann von den Dosen abgewichen werden.

Levomethadon muss individuell dosiert werden. Grundsätzlich sollte die niedrigste schmerzlindernde

Dosis gewählt werden. Es wird empfohlen, den Patienten während der Wirkungsdauer von

Levomethadon ruhen zu lassen.

Wenn nicht anders verordnet, beträgt die übliche Dosis:

Erwachsene

Bei Erwachsenen wird eine Einzeldosis von 7,5 mg Levomethadonhydrochlorid empfohlen.

In weniger schweren Fällen beträgt die Anfangsdosis 2,5 mg Levomethadonhydrochlorid.

Bei nachlassender Wirkung kann nach 4 bis 6 Stunden eine erneute Gabe erfolgen. Um einen

kumulativen Effekt zu vermeiden, müssen jedoch im Allgemeinen die zweite und folgende Dosen

niedriger gehalten werden als die Anfangsdosis.

Es wird empfohlen, als Tagesgesamtdosis das 4- bis 6-Fache der Einzeldosis nicht zu überschreiten.

Bei der Therapie chronischer Schmerzen ist der Dosierung nach festem Zeitplan der Vorzug zu geben.

Hinweis

Levomethadon ist etwa doppelt so wirksam wie das Methadon-Razemat. Dies muss bei der Dosierung

berücksichtigt werden.

Besondere Patientengruppen

Es wird empfohlen, bei älteren Patienten, bei Patienten mit Nierenerkrankungen, Patienten mit

schweren chronischen Lebererkrankungen oder bei Patienten in schlechtem Allgemeinzustand die

Dosierung zu verringern.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Levomethadon bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist

nicht erwiesen. Eine Dosierungsempfehlung kann nicht gegeben werden.

Anleitung zum Öffnen der Blisterpackung

Dieses Arzneimittel ist in kindergesicherten perforierten Blisterpackungen zur Abgabe von

Einzeldosen verpackt. Sie können die Tabletten nicht durch die Blisterpackung drücken. Bitte

beachten Sie die folgende Anleitung zum Öffnen der Blisterpackung:

Trennen Sie eine Einzeldosis an der Perforation von der Blisterpackung ab.

Hierdurch wird ein unversiegelter Bereich zugänglich, der sich an der Stelle befindet, an der

sich die Perforationslinien gekreuzt haben.

Ziehen Sie an der unversiegelten „Lasche“ die Deckfolie ab.

Wenn Sie eine größere Menge Levomethadon Aristo eingenommen haben, als Sie sollten

Selbst wenn nur der Verdacht einer Überdosierung besteht, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Halten Sie zur Information des Arztes diese Packungsbeilage bereit. Der Arzt wird unverzüglich

notfallmedizinische Maßnahmen ergreifen.

Anzeichen einer Überdosierung sind:

„sich komisch fühlen“

schlechte Konzentrationsfähigkeit

Schläfrigkeit

Schwindelgefühl im Stehen

feuchtkalte Haut

verminderte Atmung bis hin zur Blaufärbung der Lippen

verlangsamter Herzschlag und niedriger Blutdruck

stecknadelförmige Pupillen

Erschlaffung der Skelettmuskulatur

extreme Schläfrigkeit mit Bewusstseinsstörungen bis zum Koma

Massive Überdosierung kann zu Atemstillstand, Kreislaufversagen, Herzstillstand und zum Tod

führen.

Bei Personen, die nicht daran gewöhnt sind, kann die Einnahme von Levomethadon zum Tod durch

Atemstillstand führen. Dies gilt für:

Kinder bis 5 Jahre ab einer Dosis von 0,5 mg Levomethadonhydrochlorid

ältere Kinder ab einer Dosis von 1,5 mg Levomethadonhydrochlorid

nicht an Levomethadon gewöhnte Erwachsene ab einer Dosis von 10 mg

Levomethadonhydrochlorid.

Wenn Sie die Einnahme von Levomethadon Aristo vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme von Levomethadon Aristo vergessen haben, können Sie die Einnahme

nachholen, sobald Sie sich daran erinnern.

Erhöhen Sie jedoch unter keinen Umständen die für den jeweiligen Tag bestimmte Dosis und halten

Sie den oben beschriebenen Einnahmeabstand ein.

Wenn Sie die Einnahme von Levomethadon Aristo abbrechen

Nach Langzeitanwendung darf die Levomethadonbehandlung nicht plötzlich unterbrochen oder

abgebrochen werden. Abruptes Absetzen von Levomethadon kann zu schwerwiegenden bis

lebensbedrohlichen Entzugserscheinungen führen. Die Langzeitbehandlung muss langsam

ausschleichend beendet werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt über jede gewünschte Änderung der Behandlung.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Schwindel

Kopfschmerzen

Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Schluckauf

Mundtrockenheit, verstärktes Schwitzen

verengte Pupillen

Krämpfe der glatten Muskulatur, krampfartige Verengung der Bronchien

Nesselausschlag, Juckreiz

Störungen der Blasentleerung

gehobene und gedrückte Stimmung

Veränderungen der Aktivität (meist Dämpfung, gelegentlich Steigerung)

Veränderung der geistigen und sensorischen Fähigkeiten (z. B. die Fähigkeit, Entscheidungen zu

treffen, Wahrnehmungsstörungen wie Verwirrtheit, Desorientiertheit)

Levomethadon zeigt vielfältige psychische Nebenwirkungen, die hinsichtlich Stärke und Art

individuell unterschiedlich (d. h. abhängig von Persönlichkeit und Medikationsdauer) in

Erscheinung treten.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

klinisch relevanter Blutdruckabfall, langsamer Herzschlag, vor allem nach intravenöser Injektion

Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge (nicht kardiogenes Lungenödem) bei

intensivmedizinisch behandelten Patienten

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Erregungszustände

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

schwache und flache Atmung (Atemdepression). Eine Atemdepression kann lebensbedrohlich sein

(Atemstillstand). Das Risiko für Atemdepression ist vor allem dann erhöht, wenn zu hohe

Levomethadondosen oder gleichzeitig andere atemdepressive Arzneimittel (siehe Abschnitt 2.

unter „Einnahme von Levomethadon Aristo zusammen mit anderen Arzneimitteln“) angewendet

werden.

allergische Reaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen Kreislaufzusammenbruch (Schock)

Konvulsionen (zerebrale Krampfanfälle), besonders bei hohen Dosen

Sedierung (Müdigkeit, Erschöpfung, Benommenheit)

Bei der Anwendung von hoch dosiertem Levomethadon in der Substitutionstherapie sind die

folgenden Nebenwirkungen berichtet worden, die auch bei niedrigerer Dosierung in der

Schmerztherapie nicht ausgeschlossen werden können:

Herzklopfen (Palpitationen), Hautausschlag, Hautrötung mit Hitzegefühl, Blutdruckabfall beim

Aufstehen, Gallenwegskrämpfe, verminderte Harnmenge, Wasseransammlung im Gewebe,

verminderter Appetit, Sehstörungen, Schlaflosigkeit, Unruhe, Schwächeanfälle, Herzstillstand,

Störungen der Kreislauffunktion, kurz andauernde Ohnmachten durch unregelmäßigen

Herzschlag, Blutungen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte,

Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Levomethadon Aristo aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton, der Flasche und der Blisterpackung nach

„Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

<HDPE Flaschen> Nach Anbruch, nicht länger als 3 Monate verwenden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu

entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Levomethadon Aristo 2,5 mg Tabletten enthalten

Der Wirkstoff ist Levomethadonhydrochlorid.

Jede Tablette enthält Levomethadon als 2,5 mg Levomethadonhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, Stärkehydrolysat (7,8-9,2%), Mannitol (Ph. Eur.), Carboxymethylstärke-

Natrium (Typ A) (Ph. Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.).

Wie Levomethadon Aristo 2,5 mg Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Weiße bis fast weiße, längliche Tablette, 9,0 x 4,0 mm, mit Bruchkerben auf beiden Seiten.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Kindergesicherte perforierte Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen (PVC/PE/PVDC//Al) mit

10, 14, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 98, 100 Tabletten.

HDPE-Flaschen mit kindergesichertem Schraubverschluss aus Polypropylen mit 28, 56, 98, 100,

250 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Aristo Pharma GmbH

Wallenroder Straße 8-10

13435 Berlin

Deutschland

Tel.: +40 30 71094-4200

Fax: +40 30 71094-4250

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2018.

Ihre Ärztin/Ihr Arzt, Ihre Apotheke und Aristo Pharma GmbH wünschen Ihnen gute Besserung!