Leberinfusion "Wabo" - Infusionsflasche

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Leberinfusion "Wabo" - Infusionsflasche
  • Einheiten im Paket:
  • 500 ml, Laufzeit: 36 Monate,10 x 250 ml, Laufzeit: 36 Monate,10 x 500 ml, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Leberinfusion "Wabo" - Infusionsflasche
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Liver therapy
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 14091
  • Berechtigungsdatum:
  • 08-04-1969
  • Letzte Änderung:
  • 01-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

Liebe Patientin, lieber Patient!

In dieser Gebrauchsinformation wollen wir Ihnen alles Wichtige über

Leberinfusion "Wabo" mitteilen. Falls Sie spezielle Fragen haben, dann

sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder Ihrem Apotheker/Ihrer

Apothekerin.

Gebrauchsinformation

Leberinfusion "Wabo" - Infusionsflasche

Z.Nr.: 14.091

Zusammensetzung:

Was ist in Leberinfusion "Wabo" enthalten?

1000 ml enthalten:

L-Arginin

20,000 g

DL-Äpfelsäure

20,000 g

2,758 g (entspr.120 mmol)

0,782 g (entspr. 20 mmol)

Hilfsstoffe: Natriumhydroxid (zur pH-Wert Einstellung), Kaliumhydroxid 85%

(zur pH-Wert Einstellung), Wasser für Injektionszwecke

Arzneiform:

Infusionslösung

Packungsgrößen: 10 x 250 ml, 1 x 500 ml, 10 x 500 ml

Leberinfusion "Wabo" ist nur auf ärztliche Verschreibung in Apotheken

erhältlich.

Pharmazeutisch-therapeutische Kategorie und Wirkungsweise:

Was ist Leberinfusion "Wabo" und wie wirkt es?

Bei Erkrankungen der Leber wie z.B. bei der Leberzirrhose kommt es zur

Anhäufung von giftigen Stoffwechselprodukten und Ammoniak im Blut.

Durch die geschädigte Leber wird der Ammoniak nicht mehr in ausreichendem

Maße verstoffwechselt und ausgeschieden. Hohe Ammoniakspiegel, wie sie

folglich auch im Gehirn auftreten, führen zunächst zur Hirnreizung, dann zu

Lähmungserscheinungen und schließlich zum Koma.

Durch Zufuhr von L-Arginin und Äpfelsäure wird die Ammoniakentgiftung

verstärkt.

Zusätzlich muss für den Abbau von Ammoniak Energie verabreicht werden.

Zulassungsinhaber:

WABOSAN, 1210 Wien

Hersteller:

Fresenius Kabi Austria GmbH, A-8055 Graz

Anwendungsgebiete:

Wann wird Leberinfusion "Wabo" angewandt?

Leberinfusion "Wabo" dient zur Behandlung von Leberversagen, durch schwere

Leberfunktionsstörung verursachter Bewusstseinsstörungen bis hin zum

Leberkoma sowie Leberentzündungen mit leichten Verlaufsformen.

Gegenanzeigen:

Wann darf Leberinfusion "Wabo" nicht angewandt werden?

Leberinfusion "Wabo" darf bei Überempfindlichkeit gegen einen der

Inhaltsstoffe, erhöhten Konzentrationen der enthaltenen Elektrolyte sowie

bei den allgemeinen Gegenanzeigen der Infusionstherapie wie schwerem

Herzversagen, Lungen- und Hirnödem, schweren Nierenfunktionsstörungen und

Überwässerungszuständen nicht angewandt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit:

Darf Leberinfusion "Wabo" während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit

angewandt werden?

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben, dass

Sie schwanger sind oder wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden. Ihr

Arzt wird dann entscheiden, ob Leberinfusion "Wabo" angewandt werden darf.

Vorsichtsmaßnahmen für die Verwendung:

Was ist ferner bei der Anwendung von Leberinfusion "Wabo" zu beachten?

Informieren Sie den Arzt, wenn Sie:

an anderen Krankheiten oder einer Allergie leiden

noch andere Arzneimittel einnehmen, auch solche, die Sie selbst gekauft

haben

schwanger sind oder stillen.

Sollten Nebenwirkungen auftreten, sprechen Sie bitte mit dem Arzt darüber.

Halten Sie die von Ihrem Arzt angeordneten Kontrolluntersuchungen unbedingt

ein!

Kontrollen der Serumionenspiegel, des Säuren-Basen-Haushaltes und der

Wasserbilanz sind erforderlich.

Der Einsatz von Arginin und Malat ist nur dann sinnvoll, wenn die Leber

noch über eine ausreichende Restfunktion verfügt.

Elektrolyte und Energieträger müssen dem Bedarf entsprechend verabreicht

werden.

Die Behandlung bei Lebererkrankungen kann durch Vitamine (speziell

Vitamin C und Vitamine des B-Komplexes) und Elozell unterstützt werden.

Beim Mischen mit anderen Infusionslösungen und sonstigen Manipulationen ist

auf die Gefahr mikrobieller Verunreinigung zu achten.

Leberinfusion "Wabo" wurde Ihnen persönlich verordnet, und Sie dürfen es

nicht an andere Personen weitergeben.

Wechselwirkungen:

Darf Leberinfusion "Wabo" gleichzeitig mit anderen Medikamenten angewandt

werden?

Die Wirkungen und Nebenwirkungen mancher Arzneimittel können durch

gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel im Sinne einer Verstärkung

oder Abschwächung beeinflusst werden.

Teilen Sie daher Ihrem Arzt mit, wenn Sie andere Arzneimittel ständig

einnehmen, bis vor kurzem eingenommen haben oder beabsichtigen,

einzunehmen, auch solche, die Sie selbst gekauft haben.

Wechselwirkungen der Leberinfusion "Wabo" mit anderen Mitteln sind jedoch

nicht bekannt.

Dosierung:

Wie wird Leberinfusion "Wabo" angewandt?

Die Leberinfusion "Wabo" sollte langsam in eine periphere Vene appliziert

werden.

Falls von Arzt nicht anders verordnet werden üblicherweise 500 - 1000 ml

pro Tag verabreicht.

Die Infusionsgeschwindigkeit beträgt 2 - 3 ml pro Minute entsprechend etwa

3 – 4 Stunden für 500 ml.

Dauer der Anwendung:

Ihr Arzt entscheidet über die Dauer der Anwendung von Leberinfusion „Wabo“.

Anzeichen einer Überdosierung:

Bei zu hoher Dosierung ist die Erzeugung eines Ungleichgewichts der

Aminosäuren möglich.

Nebenwirkungen:

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten, wenn Leberinfusion "Wabo"

angewandt wird?

Bei richtiger Anwendung sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass

mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung

gestellt werden.

Hinweise auf Lagerung und Verfalldatum:

Wie bewahren Sie Leberinfusion "Wabo" richtig auf?

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie müssen Leberinfusion "Wabo" vor Licht schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Stand der Gebrauchsinformation:

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Juni 2014.

Bei Unklarheiten fachliche Beratung einholen.

Es gibt keine Sicherheitswarnungen betreffend dieses Produktes.

30-10-2018

EU/3/18/2076 (Orphan Europe S.A.R.L.)

EU/3/18/2076 (Orphan Europe S.A.R.L.)

EU/3/18/2076 (Active substance: Glycine, L-alanine, L-arginine, L-aspartic acid, L-cysteine, L-cystine, L-glutamic acid, L-histidine, L-lysine monohydrate, L-methionine, L-phenylalanine, L-proline, L-serine, L-threonine, L-tryptophan, L-tyrosine, taurine) - Orphan designation - Commission Decision (2018)7277 of Tue, 30 Oct 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/100/18

Europe -DG Health and Food Safety