Lanvis

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Lanvis Tablette 40 mg
  • Dosierung:
  • 40 mg
  • Darreichungsform:
  • Tablette
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Lanvis Tablette 40 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • antimetaboliet

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE091734
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION : INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

LANVIS 40 mg Tabletten

Thioguanin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet

:

Was ist Lanvis und wofür wird es angewendet

Was müssen Sie vor der Einnahme von Lanvis beachten

Wie ist Lanvis einzunehmen

Welche Nebenwirkungen sind möglich

Wie ist Lanvis aufzubewahren

Weitere Informationen

1.

WAS IST LANVIS UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET

Lanvis enthält Thioguanin, eine antimetabolische Substanz, die bei verschiedenen Arten

akuter und chronischer Leukämie eingesetzt wird.

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON LANVIS BEACHTEN

Lanvis darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Thioguanin oder einen der sonstigen

Bestandteile von Lanvis sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lanvis ist erforderlich Wenden Sie Lanvis nur

unter Aufsicht eines Facharztes an.

Vermeiden Sie das Pulver, das beim Halbieren der Tablette entsteht, einzuatmen.

Jedes Mal nachdem Sie eine Tablette in der Hand hatten, sollten Sie sich die Hände sorgfältig

waschen.

Bei der Behandlung mit Lanvis treten etliche Risiken auf:

Erhöhtes Risiko einer Hepatotoxizität (Lebertoxizität), die vor allem während einer

Erhaltungsbehandlung oder einer ähnlichen Langzeitbehandlung mit Schädigungen des

Gefäßendothels (Gewebe, das das Innere der Lebergefäße auskleidet) verbunden ist.

Die Behandlung mit Lanvis ruft eine Myelosuppression, d.h. eine Reduzierung der

Knochenmarksaktivität hervor, was zur Abnahme von weißen Blutkörperchen und

Thrombozyten im Blut führt. Es können auch Phasen von medullärer Aplasie, eine

Hemmung der Knochenmarksaktivität, auftreten.

Einige Menschen, die an einem bestimmten genetischen Mangel eines Enzyms

(Thiopurinmethyltransferase oder TPMT) leiden, reagieren empfindlicher auf die

myelosuppressive Wirkung.

Risiko ungewöhnlich hoher Harnsäurewerte im Blut und Urin, was zu einem erhöhten

Risiko für Nierenerkrankungen führt.

Ihr Arzt wird Ihr Blutbild und Ihre Leberfunktion regelmäßig untersuchen. Sollten Anzeichen

für Lebertoxizität, Nierentoxizität oder Myelosuppression auftreten, entscheidet er, ob die

Behandlung angepasst wird oder andere Maßnahmen ergriffen werden.

Falls Sie sich mit Lebendwirkstoff impfen lassen müssen, müssen mindestens drei Monate

zwischen Behandlungsende und der Verabreichung des Lebendimpfstoffes liegen.

Während der Behandlungsphase sind Sie anfälliger für verschiedene Infektionskrankheiten.

Wenn Sie an einem bestimmten Enzymmangel, dem Lesch-Nyhan-Syndrom leiden, sind Sie

möglicherweise therapieresistent.

Es besteht normalerweise eine Kreuzresistenz zwischen Mercaptopurin (Puri-Nethol) und

Thioguanin.

Da Lanvis potenziell teratogen ist, also Missbildungen beim Embryo hervorrufen kann,

informieren Sie im Fall eines Schwangerschaftswunsches oder einer Schwangerschaft

unverzüglich Ihren Arzt (s. Schwangerschaft und Stillzeit)

Wenn Sie bereits andere Arzneimittel einnehmen, lesen Sie auch folgenden Abschnitt "Bei

Einnahme von Lanvis mit anderen Arzneimitteln".

Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn einer der oben genannten Warnhinweise auf Sie

zutrifft oder früher auf Sie zugetroffen hat.

Bei Einnahme von Lanvis mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

auch wenn es sich um nicht verschreibungsplichtige Arzneimittel handelt.

Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von Lanvis beeinflussen. Hierzu zählen z. B.

Allopurinol und Aziathioprin, Mercaptopurin, Olsalazin, Mesalazin oder Sulfasalazin.

Fragen Sie Ihren Arzt bevor Sie sich impfen lassen, und zwar während der Behandlung mit

Lanvis und bis zu 3 Monate nach Behandlungsende.

Bei Einnahme von Lanvis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die Aufnahme von Thioguanin kann durch Erbrechen und Nahrungsaufnahme reduziert

werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verhüten Sie, um eine Schwangerschaft zu vermeiden. Im Fall einer Schwangerschaft

informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt. Sie dürfen während der Einnahme von Lanvis nicht

stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Daten vor, was die Wirkung von Lanvis auf die Verkehrstüchtigkeit oder das

Bedienen von Maschinen angeht. Allerdings ist kaum davon auszugehen, dass es eine

ungünstige Wirkung eintritt.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Lanvis

Lanvis Tabletten enthalten lactose. Wenn Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden, Bitte

nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein.

3.

WIE IST LANVIS EINZUNEHMEN

Nehmen Sie Lanvis immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihren

Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Ihr Arzt legt die Tablettenzahl, die sie einnehmen und die Behandlungsdauer fest. Lanvis wird

normalerweise in Kombination mit anderen Arzneimitteln eingenommen. Die Anzahl der

einzunehmenden Tabletten wird entsprechend den anderen Arzneimitteln, die gleichzeitig

verabreicht werden, angepasst. Die Anweisungen des Arztes müssen genauestens befolgt

werden.

Bei Erwachsenen liegt zu Behandlungsbeginn die normale Dosis bei 60 und 200 mg/m² der

Körperoberfläche pro Tag.

Bei Kindern werden vergleichbare Dosierungen wie beim Erwachsenen verwendet, allerdings

werden sie entsprechend der Körperoberfläche angepasst.

Für ältere Patienten gibt es keine besonderen Dosierungsempfehlungen.

Bei Störung der Nieren- oder Leberfunktion wird eine Dosisreduzierung in Betracht gezogen.

Schlucken Sie die Lanvis-Tablette schnell mit Flüssigkeit herunter. Behalten Sie die Tablette

nicht im Mund, kauen oder lutschen Sie diese nicht, sondern schlucken Sie die Tablette sofort

herunter.

Nehmen Sie Lanvis nur unter Aufsicht eines Facharztes.

Wenn Sie eine größere Menge von Lanvis eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel Lanvis eingenommen haben, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt,

Apotheker oder rufen Sie die Giftnotrufzentrale an (Tel.: 070/245.245).

Informationen für den Arzt

Da kein Gegengift bekannt ist, muss das Blutbild bis zur Wiederherstellung des Patienten

sorgfältig kontrolliert werden. Ein Krankenhausaufenthalt mit möglicher Bluttransfusion kann

ins Auge gefasst werden.

Wenn Sie die Einnahme von Lanvis vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnhame von Lanvis abbrechen

Entfällt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Lanvis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Lanvis wird normalerweise in Kombination mit anderen Arzneimitteln eingenommen. Die

folgenden Nebenwirkungen wurden bei Kombinationsanwendung berichtet:

Folgende Vereinbarung wird zur Klassifizierung der Nebenwirkungen nach Häufigkeit

angewendet: Sehr häufig (

1/10), häufig (

1/100 und < 1/10), gelegentlich (

1/1 000 und

<1/100), selten (

1/10 000 und <1/1 000), sehr selten (<1/10 000).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig:

Myelosuppression.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Entzündung im Mundraum, Verdauungsunverträglichkeit

Selten:

Nekrose (Zerstörung des Gewebes) und Darmdurchbruch.

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr häufig:

Lebertoxizität in Verbindung mit Schädigungen des Gefäßendothels

(Gewebe, welches das Gefäßinnere der Leber auskleidet), vor

allem während einer Erhaltungstherapie oder einer ähnlichen

langfristigen Dauertherapie.

Häufig:

Lebertoxizität bei zyklischer Kurzzeitbehandlung

Folgende Symptome können zusammen mit einer Lebertoxizität auftreten: Farbliche

Veränderung von Stuhl und Urin, Empfindlichkeit der Leber, Gelbsucht, Gewichtszunahme,

Zunahme der Leberenzyme im Blut.

Es wurde berichtet, dass nach Beendigung einer Kurz- oder Langzeitbehandlung sich die

Symptome der Lebertoxizität normalisieren.

Selten:

Lebernekrose wurde in einigen Fällen beschrieben. Dies trat auch bei

Patienten auf, bei denen eine Thioguaninbehandlung mit anderen

Arzneimitteln, oralen Kontrazeptiva, hohen Dosen an Thioguanin oder

Alkohol kombiniert war.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig:

Hyperurikämie (Anstieg der Harnsäure im Blut).

Risiko der Hyperurikämie nach Anstieg der Zellruptur in Verbindung

einer Behandlung, die eine vorübergehende Verbesserung einleiten

sollte.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen

Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

5.

WIE IST LANVIS AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewarhen, um den Inhalt vor Licht und

Feuchtigkeit zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach EXP angegebenen

Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie

Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen.

Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was Lanvis enthält

Der Wirkstoff ist Thioguanin. Jede Tablette enthält 40 mg Thioguanin.

Die sonstigen Bestandteile sind: Laktosemonohydrat, Kartoffelstärke, Gummi Arabicum,

Stearinsäure, Magnesiumstearat.

Wie Lanvis aussieht und Inhalt der Packung

Tablette mit Bruchrille mit 40 mg Thioguanin.

Braune Arzneimittelflasche mit 25 Tabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Aspen Pharma Trading Limited

3016 Lake Drive

Citywest Business Campus

Dublin 24, Irland

Hersteller :

Excella GmbH & Co. KG

Nürnberger Straße 12

90537 Feucht

Deutschland

Verschreibungsart

Verschreibungspflichtig.

Zulassungsnummer

BE091734

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 06/2017