Lanitop

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Lanitop Tablette 0,1 mg
  • Dosierung:
  • 0,1 mg
  • Darreichungsform:
  • Tablette
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Lanitop Tablette 0,1 mg
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Digitalisglycosiden

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE094857
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Lanitop 0,100 mg Tabletten

Metildigoxin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen

Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben

sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Lanitop und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Lanitop beachten?

Wie ist Lanitop einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Lanitop aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Lanitop und wofür wird es angewendet?

Lanitop ist ein Medikament, das zur Behandlung von Störungen der Herzfunktion eingesetzt

wird (Herzglykosid).

Lanitop ist angezeigt zur Behandlung der Herzinsuffizienz.

Bei den folgenden Herzrhythmusstörungen ist Lanitop ebenfalls angezeigt:

Vorbeugung und Behandlung plötzlich auftretender starker Beschleunigungen des

Herzrhythmus (paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie)

Unregelmäßige Kontraktionen des Herzmuskels auf Vorhofebene (Vorhofflattern oder –

flimmern).

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Lanitop beachten?

Lanitop darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Metildigoxin oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

bei Digitalisvergiftung

bei erhöhtem Kalziumspiegel im Blut

bestimmten

Herzrhythmusstörungen

(Wolf-Parkinson-White-Syndrom

ventrikuläre Tachykardie)

schwerer

Erkrankung

Herzmuskelzellen

(hypertrophe

obstruktive

Kardiomyopathie)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lanitop einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lanitop ist erforderlich

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie bereits andere Arzneimittel einnehmen

bzw. vor kurzem eingenommen haben (wie z.B. Digitalispräparate).

Lanitop darf nicht in Kombination mit Johanniskraut eingenommen werden.

Wenn dies doch der Fall war, konsultieren Sie sofort Ihren Arzt!

Wenn Sie bereits andere Medikamente einnehmen, lesen Sie bitte ebenfalls den

Abschnitt „Einnahme von Lanitop in Kombination mit anderen Arzneimitteln“.

Wenn bei Ihnen Herz-, Nieren-, Schilddrüsenstörungen etc. vorliegen. Insbesondere

bei schwerer Niereninsuffizienz ist Vorsicht geboten.

Unterernährung, Durchfall, Erbrechen sowie die Einnahme bestimmter Arzneimittel,

wie z.B. Diuretika (Arzneimittel die die Urinproduktion steigern) können einen

Kaliumverlust auslösen und so den Kaliumspiegel im Blut senken. Ein erniedrigter

Blutkaliumspiegel wiederum begünstigt bzw. beschleunigt die Entstehung einer

Digitalisvergiftung. Bei Einnahme bestimmter Diuretika muss daher vor Beginn der

Behandlung mit Lanitop das Kalium im Blut bestimmt werden.

In den folgenden Fällen wird ebenfalls von der Anwendung von Lanitop abgeraten,

bzw. sollte Lanitop erst nach Behebung der vorliegenden Störungen gegeben

werden:

- bei Störungen der Erregungsüberleitung vom Vorhof auf die Kammer

- bei verlangsamtem Herzrhythmus (Bradykardie).

Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt falls einer der oben erwähnten Warnhinweise auf Sie

zutrifft oder in der Vergangenheit auf Sie zugetroffen hat.

Einnahme von Lanitop zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen.

Erwünschte Wechselwirkung:

Bei Herzinsuffizienz kann die Kombination von Diuretika oder Vasodilatatoren mit Lanitop in

manchen Fällen ein nicht zufriedenstellendes Behandlungsergebnis positiv beeinflussen.

Unerwünschte Wechselwirkungen:

Eine Wirkungssteigerung von Lanitop, die mit dem Risiko einer Digitalisvergiftung

einhergeht, ist möglich bei Kombination von Lanitop mit bestimmten Arzneimitteln: Diuretika

(Substanzen die die Urinproduktion steigern), Abführmittel (vor allem bei missbräuchlicher

Anwendung), etc..

Eine Wirkungsverminderung ist möglich, wenn Lanitop u. a. zusammen mit Kalium,

Cholestyramin, Antacida eingenommen wird. Wenden Sie sich diesbezüglich bitte an Ihren

Arzt.

Lanitop darf nicht in Kombination mit Johanniskraut eingenommen werden. Wenn dies doch

der Fall war, konsultieren Sie sofort Ihren Arzt!

Einnahme von Lanitop zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Lanitop wird mit etwas Wasser eingenommen, nach Möglichkeit im Zusammenhang mit

einer Mahlzeit.

Unterernährung, Durchfall, Erbrechen sowie die Einnahme bestimmter Arzneimittel, wie z.B.

Diuretika (Arzneimittel die die Urinproduktion steigern) können einen Kaliumverlust auslösen

und so den Kaliumspiegel im Blut senken. Ein erniedrigter Blutkaliumspiegel wiederum

begünstigt bzw. beschleunigt die Entstehung einer Digitalisvergiftung.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder

beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels

Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Von der Einnahme von Lanitop während des ersten Drittels der Schwangerschaft wird

abgeraten, es sei denn auf gegenteilige Anweisung Ihres Arztes. Lanitop soll nur dann

während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn der Nutzen für die Mutter größer

ist als das Risiko für den Fötus.

Stillzeit

Lanitop geht in die Muttermilch über. Während der Einnahme von Lanitop wird vom Stillen

abgeraten. Konsultieren Sie stets Ihren Arzt bevor Sie Lanitop einnehmen.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Lanitop enthält Milchzucker (Lactose).

Wenn Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden, fragen Sie

Ihren Arzt bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

3.

Wie ist Lanitop einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder

Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher

sind.

Die Tagesdosis wie auch die Behandlungsdauer sind vom behandelnden Arzt festzulegen.

Es ist wichtig, dass Lanitop regelmäßig in der vorgeschriebenen Dosierung eingenommen

wird.

Die am häufigsten verwendete Dosierung ist 2 bis 3 mal eine Tablette Lanitop pro Tag.

Gelegentlich kommen schwächere Dosierungen zur Anwendung.

Bei schwer eingeschränkter Nierenfunktion ist die Tagesdosis herabzusetzen.

Bei älteren Personen und Personen mit überhöhtem Blutkalziumspiegel, erniedrigtem

Blutkaliumspiegel

(erniedrigtem

Sauerstoffgehalt

Blut),

beeinträchtigter

Schilddrüsenfunktion (verminderter Herzglykosidtoleranz) wird die Behandlung mit Lanitop

mit niedriger Dosierung begonnen bzw. erst nach Veränderung der Abweichungen.

Obwohl die Tagesdosis von Lanitop sich in erster Linie nach dem Behandlungserfolg richtet,

können Blutabnahmen zur Kontrolle nötig sein um zu prüfen, ob der Blutspiegel von Lanitop

ausreichend hoch aber nicht überhöht ist (um einer Digitalisvergiftung vorzubeugen). Dies

wird Ihr Arzt entscheiden. Auf jeden Fall sollte eine solche Blutabnahme mindestens 8

Stunden nach der letzten Einnahme von Lanitop erfolgen.

Lanitop wird mit etwas Wasser eingenommen, nach Möglichkeit im Zusammenhang mit

einer Mahlzeit.

Wenn Sie eine größere Menge von Lanitop eingenommen haben, als Sie sollten

In der Regel sollten Sie, wenn Sie zu viel Lanitop zu sich genommen haben, Ihren

behandelnden Arzt oder den Notarzt (Tel.: 100 kontaktieren, eventuell auch einen Apotheker

oder das Vergiftungszentrum (Tel.: 070/245.245).

Die folgenden Symptome können auftreten wenn Sie zu viel Lanitop eingenommen haben:

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenbeschwerden, Appetitverlust, Verwirrtheit, gestörtes

Farbensehen und Herzrhythmusstörungen. Besonders im Fall von Herzrhythmusstörungen

ist eine Krankenhauseinweisung geboten.

Maßnahmen zur Notfallbehandlung:

Den Patienten erbrechen lassen wenn er dazu in der Lage ist und wenn die Einnahme

weniger als 4 Stunden zurückliegt, oder Magenspülung (weniger als 4 Stunden nach der

Einnahme).

Aktivkohle verabreichen

Atropin spritzen (0,5 – 1,0 mg subkutan), speziell bei Bradykardie (sehr langsamer Puls).

Nur im Krankenhaus:

Kaliumgabe

Verabreichung von Digitalis-Antikörpern.

Wenn Sie die Einnahme von Lanitop vergessen haben

Wenn Sie einmal vergessen haben, die verordnete Dosis Lanitop einzunehmen, holen Sie

die Einnahme nach sobald Sie sich dessen bewusst werden, und nehmen Sie die

nachfolgende Dosis zur normalen Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis Lanitop ein,

wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Lanitop abbrechen

Die Behandlungsdauer wird durch den behandelnden Arzt festgelegt. Es ist wichtig, dass

Lanitop regelmäßig in der vorgeschriebenen Dosierung eingenommen wird. Brechen Sie die

Behandlung nicht eigenmächtig ab. Konsultieren Sie in jedem Fall Ihren Arzt wenn Sie

vorhaben, die Behandlung abzubrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an

Ihren Arzt oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht

bei jedem auftreten müssen.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

- Magen-Darmbeschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden, Durchfall, Appetitverlust

- Störungen des Nervensystems: Verwirrtheit

- Störungen im Bereich der Augen: Störungen des Farbensehens

- Herzbeschwerden: Herzrhythmusstörungen

Diese

Nebenwirkungen

können

allem

Patienten

verminderter

Herzglykosidtoleranz (siehe Abschnitt 3. „Wie ist Lanitop einzunehmen?“), bei älteren

Personen oder bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auftreten.

Im Allgemeinen verschwinden diese Nebenwirkungen nach Absetzen der Behandlung oder

Herabsetzen der Dosis.

Dennoch könnte das Auftreten einer oder mehrerer der beschriebenen Nebenwirkungen auf

eine Digitalisvergiftung hinweisen. Das Vorliegen einer solchen Digitalisvergiftung muss

ausgeschlossen werden. Wenden Sie sich daher in diesem Fall an Ihren Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies

gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie

können Nebenwirkungen auch direkt anzeigen bei der:

Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte

Abteilung Vigilanz

EUROSTATION II

Victor Hortaplein, 40/40

B-1060 BRUSSEL

Website: www.fagg-afmps.be

E-Mail: patientinfo@fagg-afmps.be

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Lanitop aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Bei Raumtemperatur (15-25°C) aufbewahren.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Blister nach

« EXP » angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Lanitop enthält

Der Wirkstoff ist: Metildigoxin. Jede Tablette enthält 0,100 mg Metildigoxin.

Die sonstigen Bestandteile sind: Laktose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose,

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), wasserfreies kolloidales Siliziumdioxid, Polyvidon,

Magnesiumstearat

Wie Lanitop aussieht und Inhalt der Packung

Lanitop wird in Form von zylindrischen weißen, teilbaren Tabletten mit der Aufschrift "LANI

TOP" in Packungen à 50 Tabletten in Alu/PVC-Blisterpackung angeboten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

RIEMSER Pharma GmbH

An der Wiek 7

17493 Greifswald-Insel Riems

Deutschland

phone +49 30 338427-0

+49 38351 308

e-mail

info@RIEMSER.com

Hersteller:

RIEMSER Pharma GmbH

An der Wiek 7

17493 Greifswald-Insel Riems

Deutschland

Kern Pharma, S.L.,

Venus 72, Polígono Ind. Colón II,

08228 Terrassa (Barcelona), Spanien

Zulassungsnummer: BE 094857

Verschreibungspflichtig.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt genehmigt im 11/2015.