Lamotrin-Mepha 5 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Lamotrin-Mepha 5 mg Tabletten
  • Darreichungsform:
  • Tabletten
  • Zusammensetzung:
  • lamotriginum 5 mg, arom.: vanillinum und andere, saccharinum natricum, excipiens pro compresso.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Lamotrin-Mepha 5 mg Tabletten
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Antiepilepticum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57137
  • Berechtigungsdatum:
  • 14-07-2005
  • Letzte Änderung:
  • 16-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Lamotrin-Mepha, Tabletten

Mepha Pharma AG

Was ist Lamotrin-Mepha und wann wird es angewendet?

Lamotrin-Mepha enthält den Wirkstoff Lamotrigin und wird auf Verschreibung des Arztes oder der

Ärztin zur Behandlung von folgenden Erkrankungen angewendet:

Epilepsie

Lamotrin-Mepha wird bei bestimmten Epilepsieformen allein oder in Kombination mit anderen

Epilepsiemitteln angewendet. Es unterdrückt die Anfälle ganz oder vermindert die Anfallshäufigkeit.

Bipolare Störung (psychische Erkrankung, bei welcher sich depressive und manische Phasen

abwechseln)

Lamotrin-Mepha wird bei Erwachsenen zur Vorbeugung von depressiven Phasen angewendet.

Wann darf Lamotrin-Mepha nicht eingenommen werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Lamotrigin oder einem der sonstigen

Bestandteile des Präparates sowie bei schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion.

Wann ist bei der Einnahme von Lamotrin-Mepha Vorsicht geboten?

Unter der Behandlung mit Lamotrin-Mepha kann es zu Hautreaktionen wie Hautausschlag kommen.

Die Hauterscheinungen treten meist innerhalb der ersten 8 Wochen auf. In seltenen Fällen können sie

schwer verlaufen. Hauterscheinungen können auch im Rahmen von Überempfindlichkeitsreaktionen

wie Fieber, Lymphknotenschwellung, Gesichtsschwellung, Störungen des Bluts, der Leber oder

anderen Organen auftreten. Wenn während der Therapie mit Lamotrin-Mepha, insbesondere in den

ersten 8 Wochen nach Therapiebeginn, ein Hautausschlag oder andere der genannten Reaktionen

auftreten, ist der Arzt bzw. die Ärztin unverzüglich aufzusuchen. Der Arzt bzw. die Ärztin wird

entscheiden, ob die Therapie weitergeführt werden kann. Informieren Sie auch Ihren Arzt bzw. Ihre

Ärztin, wenn Sie früher bereits einen Hautausschlag unter anderen antiepileptischen Arzneimitteln

entwickelt haben oder wenn Sie während einer früheren Einnahme von Lamotrin-Mepha an einer

sogenannten aseptischen Meningitis erkrankt sind (siehe auch «Welche Nebenwirkungen kann

Lamotrin-Mepha haben?»).

Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Lamotrigin behandelt wurden, hatten Gedanken daran,

sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Diese Ereignisse traten meist bei

Patientinnen und Patienten mit bipolaren Störungen auf, wurden aber auch bei Patientinnen und

Patienten beobachtet, die Lamotrigin zur Behandlung von Epilepsie erhielten. Sprechen Sie

umgehend mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin oder suchen Sie ein nahegelegenes Spital auf, wenn Sie

unter der Behandlung mit Lamotrin-Mepha Gedanken der Selbstschädigung oder Selbsttötung haben.

Eventuell kann es hilfreich sein, einem Angehörigen, einer Pflegeperson oder einem guten Freund

bzw. einer guten Freundin mitzuteilen, dass bei Ihnen Depressionen oder starke

Stimmungsschwankungen auftreten können, und ihnen diese Packungsbeilage zum Durchlesen zu

geben. Sie könnten diese Personen darum bitten, Ihnen mitzuteilen, wenn sie an Ihnen

besorgniserregende depressive oder sonstige Verhaltensänderungen bemerken.

Wenn Sie hormonale Empfängnisverhütungsmittel (z.B. «Pille») und gleichzeitig Lamotrin-Mepha

anwenden, können Zyklusveränderungen (z.B. Durchbruchblutungen) auftreten. Sollten Sie solche

Veränderungen beobachten, ist der Arzt bzw. die Ärztin unverzüglich zu benachrichtigen, da eine

verminderte schwangerschaftsverhütende Wirksamkeit unter Einnahme von Lamotrin-Mepha nicht

mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann.

Ferner können hormonale Empfängnisverhütungsmittel die Wirkung von Lamotrin-Mepha

beeinflussen. Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie solche anwenden, denn

möglicherweise muss in diesem Fall die Dosis von Lamotrin-Mepha angepasst werden (siehe auch

«Wie verwenden Sie Lamotrin-Mepha?»).

Wechselwirkungen zwischen weiteren Arzneimitteln und Lamotrin-Mepha

Weitere Arzneimittel wie Antiepileptika (Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital, Primidon,

Valproat), Rifampicin zur Behandlung von Tuberkulose und anderen Infektionen oder Arzneimittel

zur Behandlung von HIV/AIDS können die Wirkung von Lamotrin-Mepha vermindern oder

verstärken. Bei gleichzeitiger Anwendung von Lamotrin-Mepha und Risperidon, einem Arzneimittel

zur Behandlung von psychischen Erkrankungen, kann es vermehrt zu Schläfrigkeit kommen. Teilen

Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie die genannten Arzneimittel anwenden, denn

möglicherweise muss in diesem Fall die Dosis von Lamotrin-Mepha angepasst werden (siehe auch

«Wie verwenden Sie Lamotrin-Mepha?»).

Lamotrin-Mepha kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen

und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Bevor Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen,

sollte die individuelle Reaktion auf Lamotrin-Mepha abgewartet und die Situation mit dem Arzt bzw.

der Ärztin besprochen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden.

Darf Lamotrin-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Bei Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft Antiepileptika einnehmen, ist das Risiko

einer angeborenen Fehlbildung erhöht.

Lamotrin-Mepha darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, ausser wenn dies

vom Arzt bzw. von der Ärztin ausdrücklich verordnet wurde.

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, wenden Sie sich baldmöglichst an Ihren Arzt

bzw. Ihre Ärztin. Diese werden über die weitere Behandlung während der Schwangerschaft

entscheiden.

Lamotrigin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Daher ist das Stillen während einer Therapie mit

Lamotrin-Mepha nicht zu empfehlen.

Wie verwenden Sie Lamotrin-Mepha?

Der Arzt bzw. die Ärztin wird für jeden Patienten bzw. jede Patientin die Dosis festlegen. Sie hängt

ab von der zu behandelnden Erkrankung und der gleichzeitigen Anwendung von anderen

Arzneimitteln (z.B. andere Antiepileptika, hormonale Empfängnisverhütungsmittel). Zu Beginn der

Therapie wird mit einer niedrigen Dosis begonnen, dann wird sie langsam bis zur optimalen Wirkung

und Verträglichkeit gesteigert. Um Nebenwirkungen möglichst zu vermeiden, ist die langsame

Dosissteigerung unbedingt einzuhalten. Wenn im Laufe der Behandlung andere Arzneimittel

hinzukommen oder abgesetzt werden, muss die Dosis von Lamotrin-Mepha eventuell angepasst

werden, das wird der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin entscheiden.

Wiederaufnahme der Behandlung:

Wenden Sie sich vor der Wiederaufnahme der Behandlung mit Lamotrin-Mepha an Ihren Arzt oder

Ihre Ärztin, auch wenn Sie nur wenige Tage mit der Einnahme ausgesetzt haben.

Je nach Dosis wird Lamotrin-Mepha einmal oder zweimal täglich eingenommen. Der Arzt bzw. die

Ärztin wird Sie darüber informieren. Die Tabletten können entweder zerkaut oder in einer kleinen

Menge Wasser (Wasser sollte mindestens die Tablette decken) suspendiert oder mit ein wenig

Flüssigkeit ganz geschluckt werden. Sie können mit oder ohne Nahrungsmittel eingenommen

werden. Die 5 mg Tabletten haben eine Bruchrille und sind teilbar.

Lamotrin-Mepha soll in der Regel nicht plötzlich abgesetzt werden, da dadurch ein epileptischer

Anfall ausgelöst werden könnte. Wenn die Behandlung mit Lamotrin-Mepha beendet werden soll,

wird der Arzt bzw. die Ärztin die Dosis von Lamotrin-Mepha allmählich reduzieren, bevor die

Einnahme ganz gestoppt wird. Falls medizinisch notwendig (z.B. im Falle einer Hautreaktion), wird

der Arzt bzw. die Ärztin entscheiden, ob das Arzneimittel sofort abzusetzen ist.

Wenn Kinder (ab 2 Jahren) Lamotrin-Mepha zur Behandlung einer Epilepsie erhalten, wird die Dosis

entsprechend dem Körpergewicht festgelegt. Lamotrin-Mepha darf nicht zur Behandlung von

bipolaren Störungen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.

Bei Patienten bzw. Patientinnen mit einer mässigen oder schweren Beeinträchtigung der

Leberfunktion wird die Dosis von Lamotrin-Mepha reduziert.

Wenn Sie Lamotrin-Mepha zur Vorbeugung von bipolaren Störungen anwenden, tritt die volle

Wirkung unter Umständen erst nach einigen Wochen ein.

Lamotrin-Mepha Tabletten gibt es in Stärken von 5 mg, 25 mg, 50 mg, 100 mg und 200 mg. Je nach

der festgesetzten Dosis kann es sein, dass Sie zwei Tabletten verschiedener Stärke einnehmen

müssen, z.B. für eine Dosis von 150 mg eine Tablette zu 100 mg und eine Tablette zu 50 mg.

Wenn Sie eine grössere Menge von Lamotrin-Mepha eingenommen haben, als Sie sollten, besteht

eine höhere Wahrscheinlichkeit von schwerwiegenden Nebenwirkungen, die auch tödlich verlaufen

könnten. Mögliche Nebenwirkungen, die nach einer Überdosis von Lamotrin-Mepha auftreten

können, umfassen: Schnelle, unkontrollierbare Augenbewegungen (Nystagmus), Unsicherheit und

Koordinationsstörungen, die sich auf Ihr Gleichgewicht auswirken (Ataxie), Bewusstseinseintrübung

oder Ohnmacht, Anfälle (Konvulsionen) oder Koma. Wenn Sie eine grössere Menge von Lamotrin-

Mepha eingenommen haben, als Sie sollten, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt oder Ihre

Ärztin oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen Spitals auf. Wenn möglich, zeigen Sie

dem Personal die Lamotrin-Mepha Packung.

Halten Sie sich an die Vorschriften Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin. Ändern Sie nicht von sich aus die

verschriebene Dosierung! Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so

sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Lamotrin-Mepha haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Lamotrin-Mepha auftreten:

Sehr häufig: Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Koordinationsstörungen (Ataxie), Schläfrigkeit,

Doppeltsehen, verschwommenes Sehen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautauschlag, Müdigkeit.

Häufig: Aggressivität, Reizbarkeit, Agitation, Schlaflosigkeit, Zittern (Tremor), Augenzittern

(Nystagmus), Schmerzen, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen.

Selten: Blutbildveränderungen wie Verringerung der Zahl der weissen Blutkörperchen (Leukopenie)

oder der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verwirrtheit, Augenbindehautentzündung

(Konjunktivitis), Haarausfall, schwerwiegende Hautreaktionen (wie Stevens-Johnson-Syndrom),

Angioödem, Entzündung der Hirn- und Rückenmarkhäute (aseptische Meningitis: Leitsymptome

sind Kopfschmerz, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Nackensteifigkeit und ungewöhnliche

Lichtempfindlichkeit. Daneben kann es auch zu Hautausschlag, Schüttelfrost, Verwirrtheit und

Benommenheit kommen).

Sehr selten: andere Blutbildveränderungen wie andere Formen der Verringerung der Zahl weisser

Blutkörperchen (Neutropenie, Agranulozytose), Verringerung der Zahl der roten Blutkörperchen

(Anämie), Verringerung der Anzahl aller Blutzellen (Panzytopenie), Verringerung der Zahl der roten

Blutkörperchen aufgrund einer Bildungsstörung (aplastische Anämie); Erkrankungen im Bereich der

Lymphknoten (Lymphadenopathie), Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Symptome wie

Fieber, aufgedunsenes Gesicht, Veränderungen der Blut- und Leberwerte; Tics, Halluzinationen,

Albträume, Unsicherheit, Bewegungsstörungen, Verschlimmerung eines vorbestehenden Parkinson-

Syndroms, Störungen des Muskeltonus und der Bewegungsabläufe (extrapyramidale Störungen, z.B.

Bewegungsunruhe, Choreoathetose), Zunahme der Anfallshäufigkeit, Erhöhung der Leberwerte,

Leberfunktionsstörungen, Leberversagen, schwerwiegende Hautreaktionen (wie toxische epidermale

Nekrolyse), Erkrankung des Gefässbindegewebes (Lupus-ähnliche Reaktionen).

Es wurden Fälle von Knochenerkrankungen einschliesslich Osteopenie und Osteoporose

(Verdünnung des Knochens) und Knochenbrüche berichtet. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder

Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie Antiepileptika über eine lange Zeit

anwenden, wenn bei Ihnen eine Osteoporose festgestellt wurde oder wenn Sie Steroide einnehmen.

Sie sollten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen, wenn sich Ihre Erkrankung zu irgendeinem

Zeitpunkt während der Behandlung verschlechtert.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder

Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Lamotrin-Mepha Tabletten sollen nicht über 30 °C, in der Originalverpackung, trocken, vor Licht

geschützt und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Lamotrin-Mepha kann gewisse Laboruntersuchungen zum Nachweis anderer Medikamente oder

Drogen stören. Informieren Sie daher Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin, dass Sie Lamotrin-Mepha

einnehmen, wenn Laboruntersuchungen durchgeführt werden sollen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Lamotrin-Mepha enthalten?

Lamotrin-Mepha enthält als Wirkstoff Lamotrigin.

1 Tablette Lamotrin-Mepha 5/25/50/100/200 enthält als Wirkstoff 5 mg, 25 mg, 50 mg, 100 mg resp.

200 mg Lamotrigin, den Süssstoff Saccharin, Vanillin sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

57137 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Lamotrin-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Lamotrin-Mepha 5: Packungen zu 60 Tabletten.

Lamotrin-Mepha 25: Packungen zu 60 Tabletten.

Lamotrin-Mepha 50: Packungen zu 60 Tabletten.

Lamotrin-Mepha 100: Packungen zu 60 Tabletten.

Lamotrin-Mepha 200: Packungen zu 60 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im April 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic)

geprüft.

Interne Versionsnummer: 8.2