L-Adrenalin "Fresenius" spritzfertig

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • L-Adrenalin "Fresenius" spritzfertig 2,0 mg - Ampullen
  • Einheiten im Paket:
  • 10 x 20 ml, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • L-Adrenalin "Fresenius" spritzfertig 2,0 mg - Ampullen
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Epinephrin
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-21272
  • Berechtigungsdatum:
  • 22-12-1995
  • Letzte Änderung:
  • 10-08-2017

Öffentlichen Beurteilungsberichts

Für diese Arzneispezialität steht kein NPAR zur Verfügung. Alle relevanten

Änderungen seit 01.07.2011 finden sich in der Life – Cycle Tabelle.

Relevante Änderungen

Art der Änderung

Genehmigungs-

Datum

Fachinformation

Gebrauchsinformation

Kennzeichnung

betroffen

Zusammenfassung der

Änderung bzw.

wissenschaftliche

Information

Laufzeit

11.06.2012

Änderung der Laufzeit: 2 Jahre

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

/Version: 4

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg – Ampullen

Wirkstoff:

Epinephrin (L-Adrenalin)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor mit der Anwendung dieses

Arzneimittels begonnen wird, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was sind L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg - Ampullen und wofür werden sie

angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg – Ampullen

beachten?

Wie sind L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg - Ampullen anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie sind L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg - Ampullen aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was sind L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg - Ampullen und wofür werden

sie angewendet?

L-Adrenalin steigert die Kontraktionskraft des Herzmuskels und die Herzfrequenz.

In niedrigen Dosen bewirkt L-Adrenalin, dass sich die Gefäße der Haut, der Schleimhaut und der

Baucheingeweide zusammenziehen, die Gefäße der Skelettmuskulatur und des Herzens dagegen

erweitert werden.

In hohen Dosen bewirkt L-Adrenalin, dass sich alle Gefäße zusammen ziehen. Dadurch kommt es zu

einer Erhöhung des Blutdrucks.

Die Wirkung tritt sofort bis innerhalb weniger Minuten nach Verabreichung ein und hält nur wenige

Minuten an.

L-Adrenalin „Fresenius" spritzfertig 2,0 mg wird verwendet

zur Wiederbelebung bei Herz-Kreislaufstillstand und

bei schweren allergischen Reaktionen (anaphylaktischem Schock).

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0

mg - Ampullen beachten?

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg darf nicht bzw. nur bei lebensbedrohlichen Zuständen

angewendet werden

wenn Sie allergisch gegen L-Adrenalin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn Sie an erhöhtem Blutdruck leiden,

wenn Sie an einer Überfunktion der Schilddrüse leiden,

wenn Sie einen Hormon-produzierenden Tumor der Nebenniere (Phäochromozytom) haben,

wenn Sie an einer bestimmten Form einer Augenerkrankung (grüner Star = Engwinkelglaukom)

leiden,

wenn Sie an einer Vergrößerung der Prostata leiden (Prostataadenom mit Restharnbildung),

wenn Sie an schweren Herzrhythmusstörungen (paroxysmaler Tachykardie, hochfrequenter

absoluter Arrhythmie) leiden,

/Version: 4

wenn Sie an schweren Nierenfunktionsstörungen leiden,,

wenn die Durchblutung Ihrer Herzkranzgefäße unzureichend ist (Koronarerkrankungen) oder Sie

an Herzmuskelerkrankungen leiden,

wenn Sie an schwerer Arteriosklerose leiden,

wenn Ihr Herz durch erhöhten Druck im Lungenkreislauf verändert ist (Cor pulmonale).

Zur Narkose von Fingern, Zehen, Penis, Ohrmuschel und Nasenspitze darf L-Adrenalin „Fresenius“

spritzfertig 2,0 mg nicht als Zusatz zu örtlichen Betäubungsmitteln angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Ihr Arzt wird die Behandlung mit L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg besonders sorgfältig

überwachen

wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden (unausgeglichene diabetische Stoffwechsellage)

wenn Sie an schnellen (tachykarden) Herzrhythmusstörungen leiden

wenn Sie an chronischen Lungenerkrankungen oder Mitralstenose (Herzklappenfehler) leiden

wenn Ihr Calciumspiegel im Blut erhöht ist (Hypercalcämie)

wenn Ihr Kaliumspiegeln im Blut erniedrigt ist (Hypokaliämie)

wenn bei Ihnen ein sogenanntes Long-QT-Syndrom bekannt ist (Herzrhythmusstörung, die mittels

EKG erkannt wird).

wenn Sie besonders anfällig für Nebenwirkungen von L-Adrenalin sind, z.B. bei gleichzeitiger

Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die die Wahrscheinlichkeit oder Schwere von Adrenalin-

Nebenwirkungen erhöhen können

Kleinkinder, Kinder und ältere Patienten, Diabetiker sowie Patienten mit psychischen Erkrankungen

oder Erkrankungen des Gehirns müssen ebenfalls sorgfältig überwacht werden.

Eine irrtümliche Verabreichung von L-Adrenalin ins Gewebe ist zu vermeiden, da lokale

Durchblutungsstörungen, Geschwürbildungen und Absterben des Gewebes möglich sind.

Während der Behandlung mit L-Adrenalin sollten EKG, Blutdruck, Herzauswurfleistung und

Harnausscheidung überwacht werden.

Bei Diabetikern sollte der Blutzuckerspiegel überwacht werden.

Bei manchen Patienten besteht die Gefahr einer Blutübersäuerung (Lactazidose), daher ist der

Säuren-Basen-Haushalt zu überwachen.

Bei Patienten, die β-Rezeptorenblocker (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und

beschleunigtem Herzschlag) erhalten, ist zu beachten, dass die gleichzeitige Gabe von L-Adrenalin zu

einer massiven Blutdruckerhöhung mit beschleunigtem oder vermindertem Herzschlag führen kann.

Vor und nach einer Gabe von L-Adrenalin in die Luftröhre muss auf eine gute Sauerstoffversorgung/-

zufuhr geachtet werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg – Ampullen kann bei Dopingkontrollen

zu positiven Ergebnissen führen.

Anwendung von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg - Ampullen zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkungen und Nebenwirkungen mancher Arzneimittel können durch die gleichzeitige Einnahme/

Anwendung anderer Arzneimittel im Sinne einer Verstärkung oder Abschwächung beeinflusst werden.

Eine Wechselwirkung kann unter Umständen mit folgenden Arzneimitteln auftreten:

/Version: 4

Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit

Ihr Blutzucker kann ansteigen, da L-Adrenalin die Insulinfreisetzung in der

Bauchspeicheldrüse verringert. Zudem kann nach Gabe von L-Adrenalin eine Insulinresistenz

auftreten. Der Blutzuckerspiegel muss regelmäßig kontrolliert werden. Gegebenenfalls muss

die Dosis der Blutzucker senkenden Arzneimittel bzw. die Insulindosis angepasst werden.

Arzneimittel zur Blutdrucksenkung

α-Rezeptorenblocker (z.B. Phenoxybenzamin) können die Blutdruck steigernde Wirkung von

L-Adrenalin, β-Rezeptorenblocker die herzwirksame und erweiternde Wirkung auf die

Bronchien aufheben. Manche β-Rezeptorenblocker können in Verbindung mit L-Adrenalin

eine Hochdruckkrise mit verringertem Herzschlag bis hin zum Herzstillstand auslösen.

Inhalationsanästhetika

Arzneimittel, die über Inhalation zur Einleitung und Aufrechterhaltung einer Narkose

verwendet werden, wie Enfluran, Isofluran, Halothan und andere, verstärken die Wirkung von

L-Adrenalin auf das Herz und können somit zu einer Beschleunigung des Herzschlags bis hin

zum Kammerflimmern führen.

Psychopharmaka

Phenothiazine (Neuroleptika) können die Blutdruck steigernde Wirkung von L-Adrenalin

aufheben.

Die Verabreichung von L-Adrenalin zur Behandlung eines durch Quetiapin (Neuroleptikum)

verursachten Blutdruckabfalls kann in sehr seltenen Fällen zu einem verstärkten

Blutdruckabfall führen.

Sympathomimetika

Bei gleichzeitiger Gabe von anderen Sympathomimetika (z.B. Orciprenalin) werden die

Wirkungen von L-Adrenalin verstärkt.

Weitere Wechselwirkungen

Der Abbau von L-Adrenalin kann durch L-Thyroxin, Theophyllin, Oxytocin, Ornipressin,

Herzglykoside, Parasympatholytika (z.B. Atropin), bestimmte Antihistaminika (z.B.

Diphenhydramin, Chlorphenamin), bestimmte Antidepressiva, Guanethidin, Reserpin,

Levodopa, MAO- Hemmer und Hemmstoffe der COMT sowie Alkohol verlangsamt bzw. die

Empfindlichkeit gegenüber L-Adrenalin und die Anfälligkeit für Herzrhythmusstörungen erhöht

sein.

Anwendung von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg zusammen mit Nahrungsmitteln

und Getränken

Nahrungsmittel oder Getränke haben keinen Einfluss auf die Anwendung von L-Adrenalin „Fresenius“

spritzfertig 2,0 mg.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

L-Adrenalin sollte in der Schwangerschaft nur unter sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung

gegeben werden, da es in den kindlichen Kreislauf gelangt. Zudem ist mit einer Hemmung der

Wehentätigkeit zu rechnen.

Stillzeit

L-Adrenalin tritt in die Muttermilch über und kann ausgeprägte Wirkungen beim Kind

hervorrufen. Daher sollte einige Tage nach der Anwendung von L-Adrenalin bei der Mutter

nicht gestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen!

Da die Anwendung von L-Adrenalin aber nur in Notfallsituationen erfolgt, in denen die Teilnahme am

Verkehr oder das Bedienen von Maschinen unmöglich ist, ist die Beeinträchtigung der

Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durch L-Adrenalin nicht relevant.

/Version: 4

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg enthält Natrium

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg enthält 3,54 mg/ml

Natrium, das ist weniger als 1 mmol

(23 mg) Natrium pro ml, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3.

Wie sind L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg - Ampullen anzuwenden?

Die Dosierung wird von Ihrem Arzt sorgfältig auf Sie abgestimmt.

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg wird im Allgemeinen unverdünnt in eine Vene verabreicht

(intravenöse Anwendung). Bei Bedarf ist auch eine Gabe in den Knochen oder eventuell über einen

Tubus in die Luftröhre möglich.

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg ist gebrauchsfertig, das Präparat muss nicht mehr verdünnt

werden.

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg ist nicht für eine länger dauernde Anwendung bestimmt.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren

Die Dosierung wird vom Arzt individuell auf das Kind/den Jugendlichen abgestimmt.

Wenn Sie eine größere Menge von L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg erhalten haben,

als Sie sollten

Bei Überdosierung können folgende Krankheitszeichen auftreten: erhöhter Blutdruck, blasse und kalte

Haut, beschleunigter oder verlangsamter Herzschlag, Herzrhythmusstörungen im Extremfall bis zu

Kammerflimmern, Kreislaufzentralisation, Atemnot, Schwindel, Ohnmacht, Atemlähmung,

Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, Herzversagen.

Wenn Sie L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg irrtümlich neben die Vene bekommen, können

zunächst weiß verfärbte Hautbezirke entlang der Infusionsvene auftreten, später ist ein Absterben des

Gewebes möglich.

Behandlung einer Überdosierung

Da die Wirkung von L-Adrenalin nur kurz anhält, müssen meistens außer dem Absetzen der Infusion

und Flachlagerung keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden.

Treten dennoch Überdosierungserscheinungen, wie oben beschrieben, verstärkt auf bzw. dauern

länger an, wird Ihr Arzt unverzüglich geeignete Maßnahmen einleiten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

Informationen für den Arzt zur Dosierung und Überdosierung sind am Ende der Gebrauchsinformation.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Unerwünschte Wirkungen können Ausdruck einer zu hohen Dosierung oder zu raschen

Verabreichung sein.

Die Häufigkeit des Auftretens folgender Nebenwirkungen ist auf Grundlage der verfügbaren

Daten nicht abschätzbar:

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie), Übersäuerung des Blutes (Lactazidose), Kaliummangel

(Hypokaliämie), Magnesiummangel (Hypomagnesiämie), Erhöhung der freien Fettsäuren im Blut,

Insulinresistenz.

Psychiatrische Erkrankungen

Unruhe, Spannung, Nervosität, Angstzustände, Halluzinationen, psychotische Zustände.

Erkrankungen des Nervensystems

Schwindel, Kopfschmerz, Schwächegefühl, Benommenheit, Zittern, zerebrale Krampfanfälle.

/Version: 4

Augenerkrankungen

Erweiterung der Pupille(n) (Mydriasis), flüchtige Erblindung (Amaurosis fugax).

Herzerkrankungen

Herzklopfen, hoher oder niedriger Blutdruck, beschleunigter oder verlangsamter Herzschlag,

Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kammerflimmern und Herzstillstand, Zunahme des

Sauerstoffverbrauchs im Herzmuskel mit Herzenge-Beschwerden, Verkrampfung der

Herzkranzgefäße (Koronarspasmen), verminderte Durchblutung des Herzmuskels, akute

schwerwiegende Funktionsstörung des Herzmuskels (Tako-Tsubo-Syndrom), akuter Herzinfarkt,

Herzstillstand.

Gefäßerkrankungen

Verengung der Gefäße insbesondere im Bereich der Haut, der Schleimhäute des Magen-Darm-

Traktes und der Nieren; Kältegefühl in Armen und Beinen; Blutdruckanstieg, unter Umständen sehr

stark mit der Gefahr von Hirnblutungen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Atemnot, Wassereinlagerungen in der Lunge.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Vermehrter Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Blässe, Schweißausbrüche, Absterben von Gewebe.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelkrämpfe.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Verminderte bis keine Harnproduktion, Störung der Blasenentleerung.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Überempfindlichkeitsreaktionen, Absterben des Gewebes nach irrtümlicher Injektion oder Infusion

neben die Vene, Schwellung/Entzündung der Speicheldrüsen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das

medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser

Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten)

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen

über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

5.

Wie sind L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg – Ampullen aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis nach "Verw. bis"

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: die Lösung ist nicht

klar und farblos ist und/oder das Behältnis ist beschädigt.

/Version: 4

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg muss nach dem Öffnen des Behältnisses sofort verwendet

werden. Restmengen sind zu verwerfen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz

der Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg – Ampullen enthalten:

Der Wirkstoff ist: Epinephrin (L-Adrenalin). Eine Ampulle enthält 2,0 mg Epinephrin.

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, N-Acetyl-L-Cystein, Natrium-EDTA, Salzsäure

und Wasser für Injektionszwecke.

Wie L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg aussieht und Inhalt der Packung

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg ist eine klare, farblose Infusionslösung / Injektionslösung.

1 Originalpackung enthält 10 Glasampullen zu je 20 ml.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Fresenius Kabi Austria GmbH, Hafnerstraße 36, A-8055 Graz

Hersteller

Fresenius Kabi Austria GmbH

Hafnerstraße 36

A-8055 Graz

LABESFAL – Laboratórios Almiro S.A.

Lagedo, 3465-157 Santiago de Besteiros

Portugal

Z.Nr.: 1-21272

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2017.

Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Dosierung

Die Dosierung muss stets individuell angepasst werden.

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg muss nicht zusätzlich verdünnt werden. Bei einer

intramuskulären Injektion soll ein Adrenalin-Präparat mit der Verdünnung 1:1000 verwendet werden.

Allgemeine Richtlinien sind:

Reanimation bei Herz- und Kreislaufstillstand

Erwachsene

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig muss nicht zusätzlich verdünnt werden.

Als Standarddosis wird eine intravenöse Injektion von 10 ml L-Adrenalin „Fresenius“ (1,0 mg

Adrenalin) mit Wiederholung alle 3 bis 5 Minuten während der Wiederbelebung empfohlen. Abhängig

von der Arrhythmie kann die Dosis nach dreimaliger Gabe von 1 mg L-Adrenalin im Einzelfall auf 5 mg

oder 0,1 mg pro kg Körpergewicht erhöht werden.

Wenn kein intravenöser Zugang gelegt werden kann, kann dieselbe Dosis auch intraossär über eine

Intraossärkanüle verabreicht werden. Der Wirkbeginn eines Arzneimittels und das Erreichen einer

adäquaten Plasmakonzentration sind mit der eines zentralvenösen Zugangs vergleichbar.

Bei fehlendem Venen- oder intraossärem Zugang können 20 bis 30 ml L-Adrenalin „Fresenius“ (2 bis

3 mg Adrenalin) über den Endotrachealtubus instilliert werden.

/Version: 4

Kinder

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig muss nicht zusätzlich verdünnt werden.

Initial intravenöse Injektion von 0,1 ml L-Adrenalin „Fresenius“ pro kg Körpergewicht (0,01 mg

Adrenalin pro kg Körpergewicht); ist diese Dosis nicht wirksam, kann die Gabe von 0,1 bis 0,2 mg

Adrenalin pro kg Körpergewicht erwogen werden.

Ist die initiale Dosis nicht wirksam, sollte nach 3 bis 5 Minuten eine weitere Dosis nachinjiziert und alle

3 bis 5 Minuten während der Wiederbelebung wiederholt werden.

Ist der Kreislauf wiederhergestellt, kann bei nicht beeinflussbarer Bradykardie eine kontinuierliche

Infusion von 0,1 bis 0,2 µg Adrenalin pro kg Körpergewicht und Minute erwogen werden.

Wenn kein intravenöser Zugang gelegt werden kann, kann dieselbe Dosis auch intraossär über eine

Intraossärkanüle verabreicht werden.

Bei fehlendem Venenzugang kann ein L-Adrenalin-Präparat mit der Verdünnung 1:1000 über einen

Endotrachealtubus instilliert werden.

Neugeborene

Es wird eine intravenöse bzw. intraossäre Injektion bzw. endotracheale Instillation von 0,1 bis 0,3 ml

L-Adrenalin „Fresenius“ pro kg Körpergewicht (0,01 bis 0,03 mg Adrenalin pro kg Körpergewicht) mit

Wiederholung alle 3 bis 5 Minuten – falls erforderlich – empfohlen.

Anaphylaktischer Schock

Die i.v.-Gabe von Adrenalin sollte von erfahrenem und im Umgang mit Vasopressoren vertrautem

Fachpersonal durchgeführt werden. Ansonsten ist die i.m. Injektion eines Adrenalinpräparates mit der

Verdünnung 1:1000 zu bevorzugen.

Bei Patienten mit bestehendem Spontankreislauf kann die i.v.-Gabe von Adrenalin lebensbedrohliche

Hypertonie, Tachykardie, Arrhythmie und Myokardischämie bewirken.

Erwachsene

1 ml L-Adrenalin „Fresenius“ (entsprechend 0,1 mg L-Adrenalin) wird langsam intravenös unter Puls-

und Blutdruckkontrolle injiziert. Die Gabe kann nach einigen Minuten bis zu einer Gesamtdosis von

maximal 10 ml L-Adrenalin „Fresenius“ (entsprechend 1,0 mg L-Adrenalin) erfolgen.

Falls erforderlich, kann eine kontinuierliche Infusion mit 0,1 bis 0,3 µg L-Adrenalin pro kg

Körpergewicht und Minute verabreicht werden. Dies entspricht bei einem Patienten mit 70 kg

Körpergewicht 0,07 bis 0,2 ml L-Adrenalin „Fresenius“ pro Minute.

Wenn immer möglich, sollte die intravenöse Applikation von L-Adrenalin unter EKG-Kontrolle erfolgen.

Bei fehlendem Venenzugang kann L-Adrenalin „Fresenius“ intraossär verabreicht oder ein Präparat

mit der Verdünnung 1:1000 intramuskulär angewendet werden.

Kinder

Es soll ein Präparat mit der Verdünnung 1:1000 intramuskulär angewendet werden.

Falls eine i.v.-Gabe erforderlich ist, sollte L-Adrenalin „Fresenius“ durch pädiatrisch erfahrenes

Fachpersonal unter entsprechendem Monitoring erfolgen.

Es wird nach Wirkung titriert, ein Ansprechen wird ab 0,001 mg/kg KG i.v. (= 1 μg, entspricht

0,01 ml/kg KG) erwartet. Die i.v. Injektion soll langsam über 1 bis 2 Minuten erfolgen, eine Einzeldosis

darf 0,05 mg nicht überschreiten. Erforderlich kann diese Dosis alle 15 bis 20 Minuten wiederholt

werden (die Applikation kann auch endotracheal oder intraossär erfolgen). Sollten wiederholte Gaben

notwendig sein, kann man L-Adrenalin auch als Dauerinfusion von 0,05 bis 0,5 μg/kg KG und min.

intravenös geben.

Art der Anwendung

L-Adrenalin „Fresenius“ spritzfertig 2,0 mg wird unverdünnt intravenös verabreicht. Alternativ kann L-

Adrenalin „Fresenius“ auch intraossär oder eventuell endotracheal über den Tubus verabreicht

werden.

Nach jeder periphervenös applizierten Dosis sollten ca. 20 ml einer Spülflüssigkeit (0,9 % NaCl-

Lösung) injiziert werden.

Nach jeder intraossär verabreichten Arzneimittelgabe sollte ebenfalls ein Bolus 0,9 % Kochsalzlösung

injiziert werden, um die Verteilung in die zentrale Zirkulation zu ermöglichen.

/Version: 4

Therapie einer Überdosierung

Da die Wirkung nur kurz anhält, müssen meistens außer dem Absetzen der Infusion und

Flachlagerung keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden.

Unterstützend bzw. in schweren Fällen ist die vorsichtige Infusion eines rasch wirkenden

Vasodilatators oder eines

-Rezeptorenblockers möglich.

Bei Arrhythmie: Applikation eines ß-Blockers.

Bei paravasaler Gewebsschädigung: Infusion unterbrechen bzw. durch Anonyma (= Vena

brachiocephalica) - oder Cava-Katheter weiterführen, Infiltration mit einem vasodilatatorisch wirkenden

Präparat in Hyaluronidase (Herstellerinformation beachten!).

21-11-2018

Fresenius Kabi Issues Voluntary Nationwide Recall of Sodium Chloride Injection, USP, 0.9% Due to Product Labeling Incorrectly Stating Stoppers Do Not Contain Latex

Fresenius Kabi Issues Voluntary Nationwide Recall of Sodium Chloride Injection, USP, 0.9% Due to Product Labeling Incorrectly Stating Stoppers Do Not Contain Latex

Fresenius Kabi USA is voluntarily recalling 163 lots of Sodium Chloride Injection, USP, 0.9%, 10 mL fill in a 10 mL vial and Sodium Chloride Injection, USP, 0.9%, 20 mL fill in a 20 mL vial to the user level. The product insert states that stoppers for both the 10mL and the 20mL vials do not contain natural rubber latex; the tray label for the two vial sizes and the vial label for the 20mL vial also state that the stoppers do not contain latex. The product is being recalled because the stoppers contain n...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

25-7-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu 5008 CorDiax HD-PAED option von Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Dringende Sicherheitsinformation zu 5008 CorDiax HD-PAED option von Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

27-6-2018

Rote-Hand-Brief zu Emerade®: Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen / Mitnahme von zwei Pens

Rote-Hand-Brief zu Emerade®: Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen / Mitnahme von zwei Pens

Emerade® 150/300/500 Mikrogramm Injektionslösung in einem Fertigpen (Adrenalin): Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

29-5-2018

Informationsbrief zu Noradrenalin

Informationsbrief zu Noradrenalin

Die Firma Aguettant informiert über die Vermarktung einer noradrenalinhaltigen Infusionslösung in zwei neuen gebrauchsfertigen Stärken:

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

29-5-2018

Patientenkarte

Patientenkarte

Epinephrin - Anapen® - Information für Patienten

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

29-5-2018

Checkliste Arzt

Checkliste Arzt

Epinephrin - Anapen® - Information für Ärzte

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

27-4-2018

EpiPen 300 mcg adrenaline auto-injector

EpiPen 300 mcg adrenaline auto-injector

Medicine shortages

Therapeutic Goods Administration - Australia

17-3-2017

Withdrawal of a batch of EpiPen® 300 micrograms

Withdrawal of a batch of EpiPen® 300 micrograms

MEDA recalls a batch of the adrenaline product EpiPen® 300 micrograms/dose, which is used for sudden allergic reactions. There is a risk that the auto-injector does not work. The withdrawal concerns product number 578818 with batch number: 5FA665B and expiry date 03/2017.

Danish Medicines Agency

12-12-2018

Propofol 2% (20 mg/1 ml) MCT Fresenius

Rote - Liste

27-11-2018

Propofol 1% (10 mg/1 ml) MCT Fresenius

Rote - Liste

22-10-2018

Velphoro (Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma France)

Velphoro (Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma France)

Velphoro (Active substance: mixture of polynuclear iron(iii)-oxyhydroxide, sucrose and starches) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)6972 of Mon, 22 Oct 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Pemetrexed Fresenius Kabi (Fresenius Kabi Deutschland GmbH)

Pemetrexed Fresenius Kabi (Fresenius Kabi Deutschland GmbH)

Pemetrexed Fresenius Kabi (Active substance: pemetrexed) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4472 of Tue, 10 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3895/T/7

Europe -DG Health and Food Safety

16-5-2018

Docetaxel Kabi (Fresenius Kabi Deutschland GmbH)

Docetaxel Kabi (Fresenius Kabi Deutschland GmbH)

Docetaxel Kabi (Active substance: Docetaxel) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3053 of Wed, 16 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2325/T/19

Europe -DG Health and Food Safety

16-5-2018

Busulfan Fresenius Kabi (Fresenius Kabi Deutschland GmbH)

Busulfan Fresenius Kabi (Fresenius Kabi Deutschland GmbH)

Busulfan Fresenius Kabi (Active substance: busulfan) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3005 of Wed, 16 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/2806/T/8

Europe -DG Health and Food Safety

15-5-2018

Pemetrexed Fresenius Kabi (Fresenius Kabi Oncology Plc.)

Pemetrexed Fresenius Kabi (Fresenius Kabi Oncology Plc.)

Pemetrexed Fresenius Kabi (Active substance: pemetrexed) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)3060 of Tue, 15 May 2018

Europe -DG Health and Food Safety