Konakion

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung - Ampullen
  • Einheiten im Paket:
  • 5 Stück, Laufzeit: 36 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung - Ampullen
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Phytomenadion
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-18712
  • Berechtigungsdatum:
  • 08-06-1989
  • Letzte Änderung:
  • 01-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

- 1 -

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung - Ampullen

Phytomenadion (Vitamin K

Lesen

Sie

die

gesamte

Packungsbeilage

sorgfältig

durch,

bevor

Sie

mit

der

Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Konakion und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme/Anwendung von Konakion beachten?

Wie ist Konakion einzunehmen/anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Konakion aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Konakion und wofür wird es angewendet?

Phytomenadion (= Vitamin K

), der Wirkstoff von Konakion ermöglicht die Produktion aktivierbarer

Gerinnungsfaktoren in der Leber und fördert somit die Blutgerinnung.

Konakion wirkt bei Blutungen oder bei Blutungsgefahr bedingt durch

Überdosierung von bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulantien vom

Cumarin-Typ) oder durch

einen Mangel an Vitamin K

z.B. bei Gelbsucht infolge einer Störung des Gallenflusses, bei

Leber- und Darmerkrankungen, bei langdauernder Behandlung mit Antibiotika, mit Arzneimitteln

Gruppe

Sulfonamide

(Mittel

Behandlung

erhöhten

Blutzuckerwerten,

Entwässerungsmittel,

antibakteriell

wirkende

Arzneimittel)

oder

bestimmten

schmerzstillenden Arzneimitteln (Salizylsäurederivaten).

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme/Anwendung von Konakion beachten?

Konakion darf nicht eingenommen/angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Phytomenadion, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6. genannten

sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Bei Neugeborenen; zur Vorbeugung des Morbus haemorrhagicus neonatorum steht Konakion 2

mg/0,2 ml Mischmizellenlösung zur Verfügung.

Konakion darf bei Patienten mit erhöhter Blutungsneigung nicht intramuskulär verabreicht werden

wegen der Gefahr von ausgedehnten Blutergüssen und der in bestimmten Fällen unerwünschten

Speicherung von Konakion im Körper.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Konakion einnehmen/anwenden.

- 2 -

Wenn Sie mit Blutverdünnungsmitteln (Antikoagulantien vom Cumarin-Typ) behandelt werden, darf

Konakion nur unter Anweisung des Arztes eingenommen bzw. verabreicht werden.

Wirkung

Konakion

kann

verschiedenen

Arzneimitteln

Hemmung

Blutgerinnung (Antikoagulantien vom Cumarin-Typ) unterschiedlich sein. Dementsprechend wird Ihr

Arzt Sie auf das Ansprechen der Behandlung mit Konakion genau überwachen.

Ihr Arzt wird Sie nach einer intravenösen Injektion von Konakion auf das Auftreten von allergischen

Reaktionen

überwachen

Auftreten

einer

solchen

Reaktion

entsprechende

Maßnahmen

einleiten.

Wenn Sie unter Allergien leiden, müssen Sie dies dem Arzt vor Behandlungsbeginn mitteilen.

Konakion darf Patienten mit erhöhter Blutungsneigung nicht intramuskulär verabreicht werden wegen

der Gefahr von ausgedehnten Blutergüssen und der in bestimmten Fällen unerwünschten Speicherung

von Konakion im Körper. Dies kann zu Schwierigkeiten bei der Wiederaufnahme einer Behandlung

blutverdünnenden

Arzneimitteln

führen

(siehe

Abschnitt

„Konakion

darf

nicht

eingenommen/angewendet werden").

Wenn

blutgerinnungshemmenden

Arzneimitteln

(Antikoagulantien

Cumarin-Typ)

behandelt werden und ein operativer Eingriff nötig ist, kann die Gerinnungshemmung mit Konakion

aufgehoben werden. Der Arzt wird entsprechend Ihrer Grunderkrankung, der Art der Operation und

entsprechend

Ihrer

Blutgerinnungswerte

Behandlung

anderen,

kürzer

wirksamen

blutgerinnungshemmenden Medikamenten durchführen.

Wenn vorgesehen ist, die Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln fortzusetzen,

sollten generell keine hohen Dosen von Konakion verabreicht werden, da dies die Fortsetzung der

Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln erschwert.

Wegen des Gehalts an Glykocholsäure darf Konakion 10 mg/1 ml Mischmizellenlösung bei Gelbsucht

mit Gallestauung (cholestatischem Ikterus) nicht parenteral angewendet werden. Zur Behandlung der

Blutungsgefahr infolge Vitamin-K-Mangels bei schwerwiegenden Leberfunktions-störungen sollte

Konakion 10 mg/ml oral verabreicht werden. Bei diesen Patienten ist eine sorgfältige Überwachung

des INR-Wertes notwendig.

Informieren Sie Ihren Arzt über die Behandlung mit Konakion.

Einnahme/Anwendung von Konakion zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Wenn Sie Konakion einnehmen, kann dadurch die Wirkung anderer Arzneimittel verstärkt oder

abgeschwächt werden.

Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulantien vom Cumarin-Typ) schwächen die

Wirkung von Konakion ab. Konakion kann aber auch die Wirkung der blutgerinnungshemmenden

Arzneimittel verhindern und somit die Gefahr einer Thrombose erhöhen.

Wenn Sie mit so genannten oralen Antikoagulantien vom Cumarin-Typ (Blutverdünnungsmittel)

behandelt werden, darf Konakion nur unter Anweisungen Ihres Arztes angewendet werden.

gleichzeitige

Einnahme

entzündungshemmenden

Arzneimitteln

(Acetylsalicylsäure

andere Salizylate) und bestimmten Antibiotika (Cephalosporine) kann die Wirkung von Konakion

beeinträchtigen.

- 3 -

Bei Neugeborenen können am ersten Lebenstag Vitamin-K-Mangelblutungen auftreten, wenn deren

Mütter

während

Schwangerschaft

Arzneimittel

gegen

Epilepsie

(wie

Phenobarbital

oder

Diphenylhydantoin)

oder

Arzneimittel

Behandlung

Tuberkulose

(wie

Isoniazid

oder

Rifampicin) eingenommen haben.

Einnahme/Anwendung von Konakion zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nahrungsmittel und Getränke haben keinen direkten Einfluss auf die Wirksamkeit von Konakion.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es kann aufgrund langjähriger Erfahrung davon ausgegangen werden, dass eine Anwendung von

Konakion

empfohlenen

Dosierung

keine

negative

Wirkung

Gesundheit

Ungeborenen oder Neugeborenen hat.

Nur ein kleiner Anteil von zugeführtem Vitamin K tritt in die Muttermilch über, so dass eine

Verabreichung von Konakion an stillende Mütter keinen Nachteil für den Säugling mit sich bringt.

Dennoch entscheidet der Arzt über die Anwendung von Konakion in der Schwangerschaft und

Stillzeit.

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen bekannt.

Konakion enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle, d.h., es ist nahezu

„natriumfrei".

3.

Wie ist Konakion anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau

nach der mit Ihrem Arzt getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach,

wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Lösung der Konakion - Ampullen ist sowohl zum Einnehmen als auch für eine Verabreichung

mittels intravenöser Injektion durch den Arzt geeignet.

Die orale Verabreichung von Konakion darf nur von entsprechend ausgebildeten Angehörigen der

Gesundheitsberufe bzw. von Ärzten durchgeführt werden.

Eine

intramuskuläre

Anwendung

Konakion

grundsätzlich

möglich,

darf

aber

erst

nach

Beurteilung der klinischen Gesamtsituation und Abwägen der Risiken erfolgen. Bei Patienten mit

eingeschränkter Blutgerinnung darf Konakion nicht intramuskulär verabreicht werden (siehe Abschnitt

„Konakion darf nicht eingenommen/angewendet werden").

Dosis, Häufigkeit und Dauer der Anwendung werden vom Arzt individuell festgelegt und angepasst.

Auch über den Verabreichungsweg entscheidet der Arzt individuell von Fall zu Fall.

schwereren

Blutungen

wird

Arzt,

falls

erforderlich,

zusätzliche

Therapiemaßnahmen

durchführen (vorübergehendes Absetzen der Behandlung mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln,

Verabreichung von Blutprodukten etc.)

Ihr Arzt wird sich nach folgenden Dosierungsempfehlungen richten:

Bei Blutgerinnungsstörungen (erhöhte Thromboplastinzeit bzw. erhöhter INR-Wert) mit oder

ohne dem Auftreten von leichten Blutungen oder bei Blutungsgefahr wird Ihr Arzt in Abhängigkeit

von den blutverdünnenden Arzneimitteln, die Sie einnehmen müssen und dem Schweregrad Ihrer

- 4 -

Blutgerinnungsstörung eine bestimmte Dosierung festlegen. Bitte halten Sie sich an die von Ihrem

Arzt empfohlenen Dosierungsangaben.

Wenn Ihnen eine geringere Dosis verordnet wurde, können auch eine oder mehrere Ampullen der

Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung verwendet werden.

Bei schweren oder lebensbedrohlichen Blutungen wird Ihnen Ihr Arzt einmalig oder wiederholt

eine

1 Ampulle

sehr

langsam

intravenöse

Injektion

verabreichen

gemeinsam

bestimmten Blutprodukten (Gerinnungsfaktoren, gefrorenes Frischplasma) oder einer Bluttransfusion.

Spezielle Dosierungsanweisungen:

Bei Neugeborenen und Kleinkindern unter einem Jahr wird der Arzt zur Behandlung von Blutungen

aufgrund eines Vitamin-K-Mangels nach der Geburt Konakion - Ampullen in geringerer Stärke

(Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung - Ampullen) verwenden.

Für Kinder im Alter von über einem Jahr liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen in der

Anwendung mit Konakion vor. Der behandelnde Arzt wird die passende Dosis in Abhängigkeit von

der Erkrankung und dem Gewicht des Kindes festlegen.

Für ältere Patienten wird der Arzt eine niedrigere Dosierung festlegen.

Wenn Sie eine größere Menge von Konakion eingenommen/angewendet haben, als Sie sollten

Bisher sind keine Erscheinungen, die mit einer Überdosierung von Vitamin K in Zusammenhang

gebracht werden können, bekannt. Die Wiederherstellung einer Blutverdünnung kann beeinträchtigt

sein.

Wenn Sie die Einnahme/Anwendung von Konakion vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Eine unterlassene Anwendung kann schwerwiegende Folgen haben, deshalb sollte ein Arzt informiert

werden.

Wenn Sie die Einnahme/Anwendung von Konakion abbrechen

Beenden Sie die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Die Häufigkeit von Nebenwirkungen wird folgendermaßen eingeteilt:

Häufig (bei mehr als einem von 100 aber weniger als einem von 10 Patienten), gelegentlich (bei mehr

als einem von 1.000 aber weniger als einem von 100), selten (bei mehr als einem von 10.000 aber

weniger als einem von 1.000 Patienten) und sehr selten (bei weniger als einem von 10.000 Patienten,

Einzelfälle).

Erkrankungen des Immunsystems

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in sehr seltenen Fällen allergische Schockreaktionen

auftreten können.

Bei intravenöser Verabreichung kann es sehr selten - besonders bei Patienten mit Lebererkrankungen -

zu allergischen Reaktionen oder Überempfindlichkeitsreaktionen kommen.

(3-sn-Phosphatidyl)cholin

(aus

Sojabohnen;

Lecithin)

kann

sehr

selten

allergische

Reaktionen

hervorrufen.

- 5 -

Gefäßerkrankungen

Erkrankungen

infolge

eines

Gefäßverschlusses

können

Vorliegen

bestimmter

Risikofaktoren

(Übergewicht, Unbeweglichkeit usw.) auftreten.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr selten traten Venenreizungen oder Venenentzündungen nach einer intravenösen Verabreichung

auf.

Eine intramuskuläre Injektion kann zu einer lokalen Überempfindlichkeitsreaktion mit Schmerzen

führen, manchmal verbunden mit einer Rötung an der Einstichstelle. Druckempfindlichkeit kann

ebenfalls auftreten.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Konakion aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25 °C lagern.

Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach "Verwendbar bis"

angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des Monats.

Nach Anbruch der Ampulle sind verbleibende Reste an Lösung zu verwerfen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken:

Zum Zeitpunkt der Anwendung muss der Ampulleninhalt klar sein. Wenn Sie eine Trübung oder

sonstige Veränderungen bemerken, darf die Ampulle nicht mehr verwendet werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Konakion enthält

Der Wirkstoff ist: 10 mg/ml Phytomenadion (synthetisch gewonnenes Vitamin K

Die sonstigen Bestandteile sind: Glycocholsäure, Lecithin, Natriumhydroxid, Salzsäure und

Wasser für Injektionszwecke.

Wie Konakion aussieht und Inhalt der Packung

- 6 -

Eine

Braunglas-Ampulle

(Glastyp I)

enthält

1 ml

einer

klaren

leicht

opaleszierenden

Mischmizellenlösung (pH-Wert 5,3 - 6,6).

Sie erhalten die Ampullen in Packungen zu 5 Stück.

Pharmazeutischer Unternehmer

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH, Ziegelhof 24, 17489 Greifswald, Deutschland

Hersteller

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH, Ziegelhof 23 - 24, 17489 Greifswald, Deutschland

Zulassungsnummer

1-18712

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2018.

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Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweis für medizinisches Fachpersonal betreffend Dosierung und Art der Anwendung

Art der Verabreichung, Dosis, Dosisintervall und Behandlungsdauer hängen von der Aktivität der

Gerinnungsfaktoren und dem Ansprechen des Patienten ab.

Gemäß dem klinischen Zustand des Patienten und der Blutungsneigung wird Phytomenadion primär

oral oder i.v. verabreicht; auch eine intramuskuläre Applikation ist prinzipiell möglich.

Bei antikoagulierten Patienten empfiehlt sich ein (vorübergehendes) Absetzen der Antikoagulantien-

Therapie.

schweren

oder

lebensbedrohlichen

Blutungen,

wenn

eine

sofortige

Normalisierung

Gerinnungsverhältnisse notwendig ist, muss zusätzlich immer unter Berücksichtigung des klinischen

Erscheinungsbildes

Gabe

Konzentraten

Gerinnungsfaktoren

VII,

(Prothrombinkomplexpräparate)

erfolgen

bzw.

zusätzlich

auch

Verabreichung

Erythrozytenkonzentraten erwogen werden.

schweren

Blutungen

wird

Phytomenadion

zunächst

i.v.

gegeben,

anschließend

soll

Behandlung unter ständiger Kontrolle der Prothrombinzeit bzw. des INR-Wertes bis zum angestrebten

Bereich oral weitergeführt werden.

Patienten mit einem asymptomatisch hohen INR-Wert mit oder ohne leichten Blutungen oder

bei Blutungsgefahr

Antikoagulantien

Orales Vitamin K

Intravenöses Vitamin K

5 - 9

1,0 - 2,5 mg

für

anfängliche

Aufhebung bzw.

2,0 - 5,0 mg

für

eine

rasche

Aufhebung

(zusätzlich

1,0 - 2,0 mg

falls der INR-Wert nach 24 Stunden

erhöht bleibt)

0,5 - 1,0 mg

0,5 - 1,0 mg

Warfarin

> 9

2,5 - 5,0 mg (bis zu 10,0 mg)

1,0 mg

5 - 8

1,0 - 2,0 mg

1,0 - 2,0 mg

Acenocoumarol

> 8

3,0 - 5,0 mg

1,0 - 2,0 mg

5 - 9

2,0 - 5,0 mg

2,0 - 5,0 mg

> 9

2,0 - 5,0 mg

2,0 - 5,0 mg

Phenprocoumon

> 10

nicht empfohlen

individuell angepasste Dosis

Sollte

eine

geringere

Dosis

erwünscht

sein,

können

auch

eine

oder

mehrere

Ampullen

Konakion 2 mg/0,2 ml Mischmizellenlösung verwendet werden.

Schwere oder lebensbedrohliche Blutungen z.B. unter oraler Antikoagulantientherapie

5 - 10 mg Phytomenadion (= 0,5 bis 1 ml der Lösung) sehr langsam (bis max. 5 mg pro Minute) i.v.

gemeinsam mit gefrorenem Frischplasma (FFP) oder Prothrombinkomplexkonzentrat.

Eine wiederholte Verabreichung der Dosis kann notwendig sein.

Antikoagulantien

Blutung

Intravenöses Vitamin K

Zusätzliche Therapie

Warfarin

schwere Blutung

5,0 - 10,0 mg

FFP, PCC oder

rekombinanter Faktor

VIIa

- 8 -

Antikoagulantien

Blutung

Intravenöses Vitamin K

Zusätzliche Therapie

lebensbedrohliche

Blutung

10,0 mg

FFP, PCC oder

rekombinanter Faktor

VIIa

Acenocoumarol

schwere Blutung

5,0 mg

FFP, PCC oder

rekombinanter Faktor

VIIa

schwere Blutung mit

INR < 5,0

5,0 mg

FFP, PCC oder

rekombinanter Faktor

VIIa

Phenprocoumon

schwere Blutung mit

INR > 5,0

10,0 mg

FFP, PCC oder

rekombinanter Faktor

VIIa

FFP, gefrorenes Frischplasma

PCC, Prothrombinkomplexkonzentrat

Spezielle Dosierung

Ältere Patienten

Ältere Patienten sprechen tendenziell empfindlicher auf die Aufhebung der Antikoagulantien-Wirkung

mit Vitamin K an. Deshalb soll die Dosierung für diese Patientengruppe im unteren Bereich der

Dosierungsempfehlung liegen. Durch die intravenöse oder orale Verabreichung von geringeren Dosen

von Vitamin K

(0,5 - 1,0 mg) kann der INR-Wert auf < 5,0 innerhalb von 24 Stunden reduziert

werden.

Neugeborene und Kleinkinder unter einem Jahr

Für die Prophylaxe und Therapie des Morbus haemorrhagicus neonatorum bei Neugeborenen oder bei

Kleinkindern

unter

einem

Jahr

sollen

Konakion

2 mg/0,2 ml

Mischmizellenlösung

Ampullen

verwendet werden.

Kinder im Alter von über einem Jahr

Für Kinder im Alter von über einem Jahr liegen keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen in der

Anwendung

Phytomenadion

vor.

optimale

Dosierung

muss

behandelnden

Arzt

festgesetzt werden, in Abhängigkeit von der Indikation und des Gewichtes des Patienten. Eine

Einzeldosis eines Zehntels der gesamten i.v. Erwachsenendosis von Vitamin K

wurde als wirksam

beschrieben, um einen asymptomatisch hohen INR-Wert (> 8) bei klinisch gesunden Kindern zu

bessern.

Art der Anwendung

Primär empfohlen wird die orale Anwendung oder sehr langsame i.v. Injektion; nur klare Lösungen

verwenden.

Eine tief intragluteale i.m. Applikation von Konakion Mischmizellenlösung ist grundsätzlich möglich,

darf aber erst nach Beurteilung der klinischen Gesamtsituation und Abwägen der Risiken erfolgen.

Eine i.m. Applikation bei Patienten mit Blutungsneigung bzw. erhöhtem INR-Wert ist kontraindiziert.

Anwendungshinweise für die orale Verabreichung

Die orale Verabreichung darf nur von entsprechend ausgebildeten Angehörigen der Gesundheitsberufe

bzw. von Ärzten durchgeführt werden.

Das benötigte Volumen (0,25 - 1 ml der Lösung) wird aus der Ampulle mittels einer entsprechenden

Spritze mit aufgesetzter Nadel entnommen. Die Nadel wird von der Spritze entfernt und der gesamte

Inhalt direkt in den Mund des Patienten appliziert. Eventuell wird anschließend mit Flüssigkeit

nachgespült.

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Anwendungshinweise für die parenterale Verabreichung

Eine

i.v.

Injektion

allem

lebensbedrohlichen

Blutungen

Überdosierung

Antikoagulantien vom Cumarin-Typ angezeigt und soll grundsätzlich nur sehr langsam (bis max. 5 mg

pro Minute) erfolgen, da anaphylaktische Reaktionen nicht vollkommen ausgeschlossen werden

können.

Konakion Mischmizellenlösung soll nicht verdünnt oder mit anderen parenteralen Medikamenten

vermischt

werden.

kann

jedoch

Bedarf,

wenn

möglich,

unteren

Teil

eines

Infusionsbestecks während einer Dauerinfusion von 0,9 %iger Natriumchlorid- oder 5 %iger Glukose-

Lösung injiziert werden.