Kohlendioxid medizinisch Air Liquide

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Kohlendioxid medizinisch Air Liquide
  • Einheiten im Paket:
  • 0,25 bis 40 kg, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Medizinischen Vorrichtung

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Kohlendioxid medizinisch Air Liquide
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Medical gases
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch Gewerbetreibende gemäß Gewerbeordnung 1994 mit entsprechender Berechtigung

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-26083
  • Berechtigungsdatum:
  • 24-10-2005
  • Letzte Änderung:
  • 01-12-2018

Packungsbeilage: zusammensetzung, kinische angaben, nebenwirkungen, wechselwirkungen, dosierung, schwangerschaft, stillzeit

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER

KOHLENDIOXID medizinisch AIR LIQUIDE

Wirkstoff: Kohlendioxid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor mit der Anwendung dieses

Arzneimittels begonnen wird, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Kohlendioxid medizinisch und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Kohlendioxid medizinisch beachten?

Wie ist Kohlendioxid medizinisch anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Kohlendioxid medizinisch aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Kohlendioxid medizinisch und wofür wird es angewendet?

Kohlendioxid medizinisch ist ein medizinisches Gas zur Insufflation (Einleitung in Körperhöhlen),

Inhalation bzw. äußeren physikalisch-medizinischen Anwendung.

Das Behältnis (Gasflasche oder Flaschenbündel) enthält Kohlendioxid (CO

) mit einem Mindestgehalt von

99,5 Vol.-%.

Anwendungsgebiete sind:

A.

Äußere Anwendung:

Durch Aufsprühen auf die Haut:

Verödung von Gewebe (z.B. Warzenentfernung)

Erzeugung von lokaler Kältebetäubung („Vereisung“)

Durch Kohlensäurebäder, -gasbäder, -sprühbäder:

bestimmte (arterielle) Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen

trophisch bedingte Geschwüre der Haut (bestimmte Hautveränderungen)

venöse Geschwüre (schlecht heilende Wunden vor allem an Unterschenkeln und Füßen)

chronisch venöse Insuffizienz (Venenschwäche)

B.

Innere Anwendung:

Durch Insufflation:

Stabilisierung von Körperhöhlen (Bauchhöhle, Brustkorb) zur Durchführung endoskopischer

Operationen (minimal invasive Chirurgie).

Durch Inhalation (Einatmen):

zur Anregung der Atmung im Gemisch mit Sauerstoff (nicht über 5 Vol.-% CO

Atemgasgemisch verwenden).

Diese Gebrauchsinformation enthält keine Angaben über die Anwendung von Kohlendioxid im Gemisch

mit anderen medizinischen Gasen außer medizinischem Sauerstoff.

2.

Was sollten Sie vor der Anwendung von Kohlendioxid medizinisch beachten?

Kohlendioxid medizinisch darf nicht angewendet werden:

Es bestehen keine absoluten Gegenanzeigen bei Anwendung von Kohlendioxid.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Kohlendioxid medizinisch angewendet wird.

Wichtige Hinweise zur Anwendung

Kohlendioxid medizinisch darf nur vom Arzt oder von geschultem Fachpersonal angewendet werden.

Kohlendioxid medizinisch wird in den Behältnissen in unter Druck verflüssigter Form geliefert. Bei einem

plötzlichen raschen Öffnen des Ventils kann das austretende Gas erneut verflüssigen und bei Kontakt mit

der Haut Kältenekrosen verursachen.

Bei der Anwendung von Kohlendioxid medizinisch in verflüssigter Form ist geeignete Schutzbekleidung

(Schutzbrille, Schutzhandschuhe) zu tragen.

Kohlendioxid verdrängt die Atemluft. Bei der Anwendung ist für eine ausreichende Durchlüftung der

Räume zu sorgen.

Innere Anwendung

Besondere Vorsicht bei der inneren Anwendung ist geboten bei:

eingeschränkter Lungenfunktion

Herzrhythmusstörungen

Erkrankung der Herzkranzgefäße

Herzschwäche

Hypovolämie (verminderte zirkulierende Blutmenge)

Bei einer Anwendung von Kohlendioxid bei Patienten mit einem Risiko für Azidose (Störung des

Säurehaushalts im Blut) oder Hyperkapnie (Kohlendioxidanreicherung im Blut), wie z. B. Patienten mit

chronischen Atemwegserkrankungen und einer verlangsamten Atmung und während der Reanimation

(Wiederbelebung durch Herzmassage und Beatmung) ist Vorsicht geboten.

Speziell bei Inhalation

Über die Inhalation von CO

-Gemischen entscheidet in jedem Einzelfall der Arzt. Eine Begrenzung auf

maximal 5 Vol.-% CO

im Atemgasgemisch ist zu beachten.

Speziell bei Insufflation (Einleitung in Körperhöhlen)

Warnhinweise und Vorsichtshinweise für die Einleitung in Körperhöhlen gelten für alle Arten von

insufflierenden Gasen.

Unabhängig von dem für die Insufflation verabreichten Gas, können bei einer Insufflation und den

damit verbundenen Verfahren aus verschiedenen Gründen (z. B. erhöhter Druck in der Bauchhöhle,

Aufblähung des Darms, Darmvorbereitung für die endoskopische Untersuchung) Nebenwirkungen

entstehen:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein erhöhter Druck in der Bauchhöhle kann erhöhten

Blutdruck, erniedrigten Blutdruck, verlangsamten Herzschlag und Herzstillstand,

erhöhten Blutgefäßwiderstand und Erhöhung des Blutgefäßvolumens durch eine

Verringerung der Harnmenge verursachen; umgekehrt kann bei einem erhöhten Druck

in der Bauchhöhle, eine Verringerung des mittleren Blutdrucks aufgrund eines Drucks

auf die untere Hohlvene festgestellt werden, dadurch erfolgt eine Verringerung des

Rückstroms des Blutes über die Venen zum Herzen, der Dehnung der Herzkammer,

und der Herzleistung

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege. Erhöhter Druck in der Bauchhöhle führt

zu einer Abnahme des Blutflusses in den Nieren und wesentlichen Änderungen in der

Nierenfunktion; Häufig tritt eine verminderte Nierenfunktion auf. Eine

Nierenschädigung kann aufgrund einer Durchblutungsstörung durch die mit Gas

gefüllte Bauchhöhle entstehen. Die Darm-Vorbereitung kann einige Erkrankungen wie

akutes Nierenversagen verschlimmern.

Gasembolie (Gasblasen im Blut). Wegen seiner hohen Löslichkeit im Blut ist das

Risiko einer Gasembolie mit Kohlendioxid geringer als mit Luft.

Gasextravasation (Ansammlung von Gas in bestimmten Körperhohlräumen) kann

aufgrund eines Risses durch das Bauchfell in das Unterhautgewebe und andere

Hohlräume ein subkutanes Emphysem (Gasansammlung im Hautgewebe),

Pneumothorax, Pneumomediastinum oder Pneumokardium (Gasansammlungen in der

Brusthöhle) verursachen.

Darmdurchbruch

Schmerzen (Schmerzen im Bauch- und Schulterbereich) und Unwohlsein

Schädigung der Leber. Ein erhöhter Druck in der Bauchhöhle und seine Dauer

beeinflussen den Grad einer hepatischen Ischämie (Durchblutungsstörung der Leber)

und können eine Erhöhung bestimmter Leberwerte verursachen.

Augenerkrankungen. Erhöhter Augeninnendruck aufgrund eines erhöhten Drucks in der

Bauchhöhle und Trendelenburg-Position (Beckenhochlagerung). Über hinteren

Augeninfarkt, Sehverlust während und nach einer Operation und Verbrennungen der

Bindehaut aufgrund von Säurereflux wurden berichtet.

Tiefe Venenthrombose. Durch Schwerkraft entstandene Stauung in den Venen in den

unteren Gliedmaßen (reverse Trendelenburg-Position), tiefe Venenthrombose

(Blutgerinnsel in einem zum Herzen führenden Blutgefäß), insbesondere bei längeren

Eingriffen ist möglich.

Hypothermie (Unterkühlung). Ein Pneumoperitoneum (eine mit Luft gefüllte

Bauchhöhle) verursacht durch ein Gas mit Raumtemperatur kann zu einer

Unterkühlung führen.

Bei beatmeten Patienten muss das Atemmuster angepasst werden, um einen Abbau des

Kohlendioxids zu ermöglichen.

Einige Situationen (verlängerte Operation, Beckenhochlagerung) können Versuche einen normalen

Kohlendioxid-Druck durch erhöhte Beatmung zu erhalten, erschweren.

In Situationen wo bestimmte CO

Werte nicht zuverlässig korrelieren (z.B. längere Operation,

Lungenerkrankungen vor einer Operation), kann die CO

-Überwachung durch einen arteriellen

Blutgasanalyse (BGA) erforderlich sein.

Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (chronische Erkrankung der Lunge die auf

entzündeten und dauerhaft verengten Atemwegen beruht) haben bei einer Einleitung von CO

in die

Bauchhöhle theoretisch ein höheres Risiko für einen erhöhten Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut.

Eine Gasansammlung im Hautgewebe kann das Ausmaß und die Dauer eines erhöhten

Kohlenstoffdioxidgehalts im Blut erhöhen.

Ein erhöhter Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut kann das Risiko für Erkrankung der Herzgefäße bei

Patienten mit Herzerkrankungen erhöhen.

Bei einigen Patienten, die unter Atemwegserkrankungen leiden, kann es erforderlich sein, die

künstliche Beatmung nach einer Operation zu verlängern, bis das CO

vollständig abgebaut ist.

Bei Patienten mit erhöhtem Hirndruck oder Hirn-Trauma, sollte eine Laparoskopie

(Bauchspiegelung) mit Vorsicht angewendet werden, da eine Einleitung von CO

in die Bauchhöhle

den Hirndruck beeinflusst und Kohlendioxid diesen Effekt verstärken kann.

Bei jeder zur Stabilisierung vorgenommenen Insufflation von Kohlendioxid medizinisch in eine

Körperhöhle ist nur die erforderliche Menge zu verabreichen, wobei Insufflationsmenge, Geschwindigkeit

und Dauer von der Behandlung abhängig sind und individuell kontrolliert und festgelegt werden müssen.

Die Insufflation sollte idealerweise mit einem automatisch regulierten Insufflationsgerät erfolgen, welches

eine kontinuierliche Überwachung und Kontrolle des Drucks in der Bauchhöhle bzw. des Drucks im

insufflierten Raum und des Gasstroms ermöglicht. Das Insufflationssystem ist mit CO2 zu fluten, um das

Risiko einer Luftembolie (Gefäßverschluss durch eingedrungene Luft) zu verringern. Es wird empfohlen,

eine Kohlendioxid-Insufflation im Bereich des Bauchraumes, der extra- und präperitonealen Räume

(bestimmte Bereiche im Bauchraum) und des Brustkorbs vorzugsweise unter Allgemeinnarkose mit

kontrollierter Beatmung vorzunehmen. Um einen erhöhten Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut zu verhindern

müssen entsprechende Anästhesie-Techniken (erhöhtes Atemvolumen) ausgewählt werden. Die

Anwendungsdauer richtet sich im Normalfall nach dem Zeitbedarf des Eingriffes.

Bei hypovolämischen Patienten (mit verminderter zirkulierender Blutmenge) ist die Anlage eines

Kapnoperitoneums (mit Luft oder Gas gefüllte Bauchhöhle) erst nach entsprechender Volumensubstitution

(eine therapeutische Maßnahme, die auf den Ausgleich verloren gegangener Körperflüssigkeit zielt) und

mit größter Vorsicht vorzunehmen, da mit einer Kreislaufdepression zu rechnen ist.

Äußere Anwendung

Bei Bädern, insbesondere Kohlensäuregasbädern, ist das Einatmen von Kohlensäure generell zu vermeiden.

Bei unsachgemäßer Anwendung besteht Erstickungsgefahr bzw. es können Schwindel oder Übelkeit

auftreten.

Kinder und Jugendliche

Speziell bei Insufflation

Kleinkinder benötigen eine engmaschige CO

-Überwachung während einer Bauchspiegelung und während

der anschließenden Phase nach der Operation.

Anwendung von Kohlendioxid medizinisch zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, kürzlich andere

Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen /

anzuwenden.

Bei gleichzeitiger Anwendung atembremsender bzw. betäubender Arzneimittel (Opioide, Anästhetika,

Barbiturate usw.) wird eine angemessene Steigerung des Atemminutenvolumens bei Inhalation von

Kohlendioxid verhindert. Außerdem wird eine möglicherweise bereits bestehende Störung der Säuregehalts

oder Kohlendioxidanreicherung des Blutes bedrohlich verschlimmert.

Aufnahme, Verteilung und Wirkung von Muskelrelaxanzien und blutdrucksenkenden Arzneimitteln können

durch CO

-Aufnahme beeinflusst werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um

Rat.

Zu einem Einfluss von Kohlendioxid auf die Fortpflanzungsfähigkeit, auf die Entwicklung des Kindes im

Mutterleib oder auf die Geburt liegen keine ausreichenden wissenschaftlichen Studien vor. Das mögliche

Risiko für den Menschen ist daher nicht bekannt.

Kohlendioxid medizinisch darf nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, dies ist

eindeutig erforderlich.

Ein Einfluß auf die Stillzeit ist unwahrscheinlich.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:

Achtung:

Dieses

Arzneimittel

kann

Reaktionsfähigkeit

Verkehrstüchtigkeit

beeinträchtigen.

Eine Kohlendioxid-Inhalationsbehandlung beeinträchtigt die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

3.

Wie ist Kohlendioxid medizinisch anzuwenden?

Kohlendioxid medizinisch darf nur vom Arzt oder von geschultem Fachpersonal angewendet werden.

Dabei sind auch die Angaben im entsprechenden Sicherheitsdatenblatt, das vom Gaslieferant zur Verfügung

gestellt wird, zu beachten.

Eine Kohlendioxidbehandlung bedarf sorgfältiger Überwachung durch eigens dafür geschulte Ärzte und

medizinisches Fachpersonal.

Kohlendioxid verdrängt die Atemluft. Bei der Anwendung ist für eine ausreichende Durchlüftung der

Behandlungsräume zu sorgen.

A.

Äußere Anwendung:

Die maximale Gefäßreaktion wird mit 2g CO

/l Badewasser erreicht, höhere Konzentrationen sind jedoch

möglich.

B.

Innere Anwendung:

Insufflation (Einleitung in Körperhöhlen):

Die Insufflation soll vorzugsweise mit einem automatisch regulierten Insufflationssystem erfolgen, das

zumindest eine ständige Anzeige und Überwachung des Gasflusses und des Druckes in dem zu

insufflierenden Raum ermöglicht. Insufflationsmenge, Geschwindigkeit und Dauer sind von der

Behandlung abhängig und werden vom behandelnden Arzt individuell festgelegt. Durch geeignete

Überwachungsmaßnahmen und Narkoseführung (Steigerung des Atem-Minuten-Volumens) ist der

Anreicherung von Kohlendioxid im Blut vorzubeugen.

Zur Inhalation werden Konzentrationen bis maximal 5% CO

verwendet.

Art der Anwendung

Zur Insufflation (Einleitung in Körperhöhlen), Inhalation (Einatmen), äußeren physikalisch-medizinischen

Anwendung bzw. kryochirurgischen (kältechirurgischen) Verödung.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Kohlendioxid medizinisch kann genauso wie bei Erwachsenen angewendet werden. Über die anzuwendende

Menge entscheidet in jedem Fall der Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt,

Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch Kohlendioxid medizinisch Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei

jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen wurden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

A.

Äußere Anwendung:

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind weder bei Bädern noch bei der Verödung von Geweben

Nebenwirkungen zu erwarten.

B.

Innere Anwendung:

Bei der Insufflation in Körperhöhlen sind folgende Nebenwirkungen bekannt:

Sehr häufige Nebenwirkungen

Schulterschmerzen

Gasansammlung in der Darmwand

Bauchschmerzen

Beschwerden im Unterbauch

Völlegefühl

Nicht bekannt

Erhöhter Hirndruck

erhöhter Kohlendioxidgehalt im Blut

erhöhter Säuregehalt im Blut

beschleunigter Herzschlag

Herzstolpern

Sauerstoffmangel im Herzen (z.B. Verengung der Herzkranzgefäße)

Nierenfunktionsstörungen

Nierenversagen

Gasansammlung in der Brusthöhle (Pneumothorax)

Gasansammlung im Hautgewebe (Hautemphysem )

Gasblasen im Blut (Gasembolie)

Bei der Inhalation sind folgende Nebenwirkugnen bekannt:

Sehr häufige Nebenwirkungen

Atemnot

beschleunigte Atmung

Panikreaktionen

Hitzegefühl

Nicht bekannt

Kopfschmerzen

Schwindel

Verwirrtheit

verminderte Sehschärfe

Schwächezustände

Schwitzen

Herzrasen

erhöhter Blutdruck

Kinder und Jugendliche

Es sind keine anderen als die oben angeführten Nebenwirkungen zu erwarten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische

Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Kohlendioxid medizinisch aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Kohlendioxid verdrängt die Atemluft. Bei der Anwendung ist für eine ausreichende Durchlüftung der

Behandlungsräume zu sorgen.

Nur geeignete Armaturen und Manipulationseinrichtungen verwenden.

Veränderungen und Reparaturen an Behältnissen, Armaturen und anderen technischen Ausrüstungsteilen

dürfen nur von entsprechenden Fachkräften durchgeführt werden.

Bei der Anwendung von Kohlendioxid in verflüssigter Form ist geeignete Schutzbekleidung (Schutzbrille,

Schutzhandschuhe) zu tragen.

Eine missbräuchliche Verwendung der Behältnisse sowie eine Befüllung durch den Verbraucher oder Dritte

ist nicht statthaft.

Zur Entnahme von Kohlendioxid medizinisch aus einem Behältnis ist erforderlichenfalls eine geeignete

Druckreduziereinrichtung anzuschließen. Die Bedienungsanleitung für diese Einrichtung ist unbedingt zu

beachten. Verunreinigung des Anschlusses vermeiden.

Für die Entnahme von Kohlendioxid medizinisch sind die dafür vorgesehenen Flaschen nur im stehenden

Zustand zu verwenden. Dies gilt auch für die speziell gekennzeichneten Steigrohrflaschen zur Entnahme

von verflüssigtem Kohlendioxid.

Entnahmeventil nach Gebrauch immer schließen.

Im Gefahrenfall ist das Ausströmen von Kohlendioxid medizinisch durch Schließen des entsprechenden

Absperrorgans am Behältnis (siehe gegebenenfalls Bedienungsanleitung) zu unterbinden.

Behältnis gegen Umfallen sichern (z.B. Verwendung eines Flaschenwagens) und vor mechanischer

Beschädigung schützen.

Behältnis gegen unzulässige Erwärmung (in der Regel über 40 °C) schützen.

Behältnis nur in geschlossenem Zustand und mit angebrachtem Ventilschutz (Schutzkappe oder Tragegriff,

sofern vorgesehen) manipulieren und lagern. Das Eindringen von Verunreinigungen (z.B. Feuchtigkeit) in

das Behältnis ist zu vermeiden.

Bei der Lagerung und dem Transport von Behältnissen mit unter Druck verflüssigtem Kohlendioxid

medizinisch sind außerdem die Angaben im entsprechenden Sicherheitsdatenblatt zu beachten.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis nach „Verwendbar bis“ angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden. Die Verwendung von Kohlendioxid medizinisch aus teilentleerten

Behältnissen ist bis zum Verfalldatum zulässig.

Leere Behältnisse oder Behältinsse mit Restinhalt sollten dem Vertreiber zur Wiederbefüllung oder

Entsorgung übergeben werden (Behältnisse nicht vollständig entleeren).

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Kohlendioxid medizinisch enthält:

Der Wirkstoff ist Kohlendioxid.

Das Arzneimittel enthält keine sonstigen Bestandteile.

Wie Kohlendioxid medizinisch aussieht und Inhalt der Packung:

Kohlendioxid ist ein farb- und geruchloses Gas zur medizinischen Anwendung, druckverflüssigt,

mit einem schwach säuerlichen Geschmack.

Das Behältnis (Gasflasche, Flaschenbündel) enthält reines Kohlendioxid (CO

) in Arzneibuchqualität mit

einem Mindestgehalt von 99,5 Vol.-% CO

Kohlendioxid medizinisch wird in unter Druck verflüssigter Form in wiederbefüllbare Gasflaschen

(Druckbehältnisse) mit unterschiedlicher Größe (Inhalt 0,25 bis 40 kg) oder in Flaschenbündel (Inhalt 240

bis 900 kg) abgefüllt.

Wie erkennt man den Gasinhalt?

Der maximale Gasinhalt ergibt sich überschlagsmäßig aus dem spez. Füllgewicht (0,75 kg/l) und ist auf

dem Behälter eingeschlagen. Der tatsächliche Gaseinhalt kann durch Abwiegen festgestellt werden, in dem

man vom aktuellen Gewicht das Tara-Gewicht des Behälters (auf dem Behälter eingeschlagen) abzieht.

z.B.:

32 kg (aktuelles Gewicht) - 25 kg (Tara-Gewicht) = 7 kg Gas

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

AIR LIQUIDE AUSTRIA GmbH

Sendnergasse 30

A-2320 Schwechat

Telefon: 01 / 701 09 - 0

Telefax: 01 / 701 09 – 214

Zulassungsnummer:

1-26083

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2017.

31-10-2018

Safety and efficacy of a super critical carbon dioxide extract of Humulus lupulus L. flos when used as a feed flavouring for all animal species

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Dringende Sicherheitsinformation zu Monnal T60 von Air Liquide Medical Systems

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Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

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28-6-2018

Ambient air quality: ANSES recommends the surveillance of 1,3-butadiene and the enhanced monitoring of ultrafine particles (UFPs) and carbon black

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29-6-2018

EU/3/18/2031 (Air Liquide SantE (International))

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Europe -DG Health and Food Safety