Keytruda

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Keytruda
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Keytruda
    Europäische Union
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Antineoplastische Mittel
  • Therapiebereich:
  • Karzinom, nicht kleinzellige Lunge
  • Anwendungsgebiete:
  • Keytruda als Monotherapie ist indiziert zur Behandlung von fortgeschrittenem (inoperablem oder metastasiertem) Melanom bei Erwachsenen.

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • EMA - European Medicines Agency
  • Berechtigungsstatus:
  • Autorisiert
  • Zulassungsnummer:
  • EMEA/H/C/003820
  • Berechtigungsdatum:
  • 17-07-2015
  • EMEA-Code:
  • EMEA/H/C/003820
  • Letzte Änderung:
  • 01-03-2018

Öffentlichen Beurteilungsberichts

EMA/524789/2017

EMEA/H/C/003820

Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit

Keytruda

Pembrolizumab

Dies ist eine Zusammenfassung des Europäischen Öffentlichen Beurteilungsberichts (EPAR) für

Keytruda. Hierin wird erläutert, wie die Agentur das Arzneimittel beurteilt hat, um zu ihren

Empfehlungen für die Zulassung des Arzneimittels in der EU und die Anwendungsbedingungen zu

gelangen. Diese Zusammenfassung ist nicht als praktischer Rat zur Anwendung von Keytruda zu

verstehen.

Wenn Sie als Patient praktische Informationen über Keytruda benötigen, lesen Sie bitte die

Packungsbeilage oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist Keytruda und wofür wird es angewendet?

Keytruda ist ein Arzneimittel, das zur Behandlung der folgenden Krebserkrankungen angewendet wird:

Melanom (eine Form von Hautkrebs), das bereits in andere Körperbereiche gestreut hat oder

operativ nicht entfernt werden kann;

eine Form von Lungenkrebs, der als nicht kleinzelliger Lungenkrebs (non-small cell lung cancer,

NSCLC) bezeichnet wird. Keytruda wird speziell dann angewendet, wenn der Tumor ein als PD-L1

bezeichnetes Protein produziert und sich auf andere Teile des Körpers ausgebreitet hat;

klassisches Hodgkin-Lymphom, ein Krebs der Lymphozyten (eine Art weißer Blutkörperchen).

Keytruda wird erst angewendet, wenn die Behandlung mit Brentuximab Vedotin und einer

autologen Stammzelltransplantation (ASCT, eine Art Transplantation, bei der das Rückenmark

durch eigene Stammzellen des Patienten ersetzt wird) fehlgeschlagen ist oder die Behandlung mit

Brentuximab Vedotin fehlgeschlagen und eine Transplantation nicht möglich ist;

Urothelkrebs, einem Krebs der Blase und des Harntrakts, der fortgeschritten ist oder sich auf

andere Körperbereiche ausgebreitet hat. Keytruda wird bei Patienten angewendet, die zuvor mit

Keytruda

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platinhaltigen Krebsarzneimitteln behandelt wurden oder die nicht mit Cisplatin-haltigen

Krebsarzneimitteln behandelt werden können.

Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Pembrolizumab.

Wie wird Keytruda angewendet?

Keytruda wird als Tropfinfusion in eine Vene einmal alle drei Wochen angewendet. Die empfohlene

Dosis bei zuvor unbehandeltem NSCLC und bei klassischem Hodgkin-Lymphom und Urothelkrebs

beträgt 200 mg. Bei Melanom und zuvor behandeltem NSCLC hängt die Dosis vom Körpergewicht des

Patienten ab und beträgt 2 mg pro Kilogramm Körpergewicht.

Der Arzt kann Dosen hinauszögern, wenn bestimmte Nebenwirkungen auftreten, oder die Behandlung

gänzlich beenden, wenn die Nebenwirkungen schwerwiegend sind. Die Behandlung wird fortgesetzt, bis

sich die Erkrankung verschlechtert oder die Nebenwirkungen nicht mehr beherrschbar sind.

Bei Patienten mit Lungenkrebs sollten die Ärzte vor Beginn der Behandlung die Tumoren untersuchen,

um zu prüfen, ob die Krebszellen das PD-L1-Protein produzieren.

Die Behandlung mit Keytruda muss von einem in der Behandlung von Krebs erfahrenen Arzt eingeleitet

und überwacht werden. Das Arzneimittel ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich.

Nähere Informationen sind der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels zu entnehmen

(ebenfalls Teil des EPAR).

Wie wirkt Keytruda?

Der Wirkstoff in Keytruda, Pembrolizumab, ist ein monoklonaler Antikörper (eine Art von Protein), der

so entwickelt wurde, dass er einen Rezeptor mit der Bezeichnung „PD-1“ erkennt und blockiert. Einige

Krebsarten können ein Protein produzieren, dass sich an PD-1 bindet, um die Aktivität bestimmter

Zellen des Immunsystems (körpereigenes natürliches Abwehrsystem) auszuschalten, was diese davon

abhält, den Krebs anzugreifen. Durch Blockieren von PD-1 verhindert Pembrolizumab, dass diese

Immunzellen ausgeschaltet werden, und steigert somit die Fähigkeit des Immunsystems, die

Krebszellen abzutöten.

Welchen Nutzen hat Keytruda in den Studien gezeigt?

Hautkrebs

Keytruda hat sich bei der Verzögerung einer Verschlechterung von Melanomen und der Verlängerung

des Überlebens als wirksam erwiesen. Erste Ergebnisse aus einer Studie bei 540 zuvor behandelten

Patienten mit Melanomen zeigten, dass sich die Erkrankung 6 Monate nach Behandlungsbeginn bei

34 % der mit Keytruda behandelten Patienten nicht verschlechtert hatte, während dies nur bei 16 %

der Chemotherapie-Patienten der Fall war.

In einer zweiten Studie wurden 834 Patienten mit Melanomen untersucht, die entweder Keytruda oder

ein anderes Arzneimittel, Ipilimumab, erhielten. Erste Ergebnisse aus dieser Studie zeigten, dass die

mit Keytruda behandelten Patienten bis zu 5,5 Monate ohne Fortschreiten der Erkrankung lebten, die

mit Ipilimumab behandelten Patienten 2,8 Monate. Die Studie ergab auch, dass mit Keytruda

behandelte Patienten länger lebten als Patienten, die Ipilimumab erhielten. Bis zu 71 % der mit

Keytruda behandelten Patienten lebten noch mindestens 12 Monate nach Behandlungsbeginn, im

Vergleich zu 58 % der mit Ipilimumab behandelten Patienten.

Keytruda

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Lungenkrebs

Keytruda hat sich auch bei Patienten mit NSCLC, die positiv auf ein PD-L1-Protein getestet wurden, bei

der Verzögerung einer Verschlechterung der Erkrankung und Verlängerung des Überlebens als wirksam

erwiesen.

Im Rahmen einer Studie wurden rund 1 000 zuvor behandelte Patienten untersucht. Davon lebten die

mit Keytruda behandelten Patienten (ungefähr 11 Monate) länger als die mit einem anderen

Krebsarzneimittel, Docetaxel, behandelten Patienten (ungefähr 8 Monate). Der Zeitraum, in dem sich

die Erkrankung nicht verschlechterte, betrug bei beiden Therapien ungefähr 4 Monate. Keytruda erwies

sich als wirksamer bei den Patienten, die hoch positiv auf PD-L1 getestet wurden. Diese Patienten

lebten durchschnittlich 15 Monate länger, wobei sich ihre Erkrankung über einen Zeitraum von

5 Monaten nicht verschlechterte.

In einer zweiten Studie zu Lungenkrebs, an der 305 Patienten teilnahmen, deren Tumoren hoch positiv

auf PD-L1 getestet wurden und die zuvor nicht behandelt worden waren, betrug die Überlebensdauer

der mit Keytruda behandelten Patienten ungefähr 10 Monate, ohne dass sich ihre Erkrankung

verschlechterte, im Vergleich zu 6 Monaten bei Patienten, die eine Chemotherapie auf Platinbasis

erhielten.

Hodgkin-Lymphom

Keytruda erwies sich bei der teilweisen oder vollständigen Eliminierung der Krebszellen bei klassischem

Hodgkin-Lymphom als wirksam, das auf die Behandlung mit Brentuximab Vedotin mit oder ohne

autologe Stammzelltransplantation nicht angesprochen hatte oder danach wieder aufgetreten war.

In einer Hauptstudie mit 210 Patienten zeigte sich bei Keytruda eine vollständige oder teilweise

Remission (Eliminierung) des Krebses bei 145 Patienten (69 %); eine vollständige Remission erfuhren

47 Patienten (22 %), was bedeutet, dass sie keine Anzeichen von Krebs mehr aufwiesen. Die

durchschnittliche Zeitdauer des Ansprechens, die die Patienten ohne Verschlechterung ihrer

Erkrankung lebten, betrug ungefähr 11 Monate.

Urothelkrebs

Keytruda hat sich bei Patienten mit Urothelkrebs bei der Verlängerung des Überlebens als wirksam

erwiesen.

In einer Studie wurden 542 Patienten untersucht, die zuvor mit platinhaltigen Krebsarzneimitteln

behandelt worden waren und entweder Keytruda oder ein anderes vom Arzt gewähltes

Krebsarzneimittel erhielten (Paclitaxel, Docetaxel oder Vinflunine). Patienten überlebten mit Keytruda

(etwa 10 Monate) länger als mit den anderen Krebsarzneimitteln (etwa 7 Monate), auch wenn

Keytruda im Vergleich zu anderen Arzneimitteln die Verschlimmerung der Krankheit nicht verzögerte

(die Dauer der Verschlimmerung der Krankheit war jeweils 2 und 3 Monate).

In einer zweiten Hauptstudie mit 370 Patienten, die nicht mit Cisplatin-haltigen Arzneimitteln

behandelt werden konnten, zeigte sich bei Keytruda eine vollständige oder teilweise Remission

(Eliminierung) des Krebses bei 108 Patienten (29 %); eine vollständige Remission erfuhren

27 Patienten (7 %), was bedeutet, dass sie keine Anzeichen von Krebs mehr aufwiesen.

Welche Risiken sind mit Keytruda verbunden?

Sehr häufige Nebenwirkungen von Keytruda (die mehr als 1 von 10 Personen betreffen können) sind

Durchfall, Übelkeit, Juckreiz, Hautausschlag und Müdigkeit, die zumeist leicht bis mittelschwer sind.

Weitere häufige Nebenwirkungen von Keytruda betreffen die Aktivität des Immunsystems und

Keytruda

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verursachen Entzündungen von Körperorganen. Die meisten Nebenwirkungen klingen nach geeigneter

Behandlung oder nach dem Absetzen von Keytruda wieder ab.

Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit Keytruda berichteten Nebenwirkungen und

Einschränkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Warum wurde Keytruda zugelassen?

Die Europäische Arzneimittel-Agentur gelangte zu dem Schluss, dass der Nutzen von Keytruda

gegenüber den Risiken überwiegt, und empfahl, es für die Anwendung in der EU zuzulassen.

Die Agentur war der Ansicht, dass die Studienergebnisse Keytruda bei Patienten mit fortgeschrittenen

Melanomen durchweg einen Nutzen bescheinigten. Das Sicherheitsprofil wurde im Vergleich zu anderen

Behandlungsoptionen, einschließlich Ipilimumab und Chemotherapie, als günstig erachtet, und die

Nebenwirkungen erscheinen beherrschbar.

Im Hinblick auf NSCLC stellte der CHMP fest, dass Keytruda zur Verlängerung des Überlebens beiträgt

und das Fortschreiten der Erkrankung verzögert. Das Sicherheitsprofil von Keytruda bei Lungenkrebs

ist ähnlich wie bei Patienten mit Melanomen und die Gesamtsicherheit ist vergleichbar mit einer

Chemotherapie.

Bei klassischem Hodgkin-Lymphom war der CHMP der Auffassung, dass das bislang gezeigte

Ansprechen in dieser Gruppe von Patienten, bei denen andere Behandlungen fehlgeschlagen sind und

die wenige andere Behandlungsoptionen haben, klinisch signifikant ist. Die Sicherheit des Arzneimittels

bei dieser Erkrankung ist ansonsten mit der der anderen Anwendungsgebiete vergleichbar.

Keytruda verlängert bei Urothelkrebs das Überleben. Bei zuvor behandelten Patienten verzögert sich

möglicherweise die Wirkung von Keytruda und dies sollte bei der Behandlung von Patienten, die eine

schlechte Prognose oder aggressive Erkrankung haben, berücksichtigt werden. Die Sicherheit des

Arzneimittels bei Urothelkrebs schien ähnlich wie bei anderen Behandlungen und kann gut mit einer

Chemotherapie verglichen werden.

Welche Maßnahmen werden zur Gewährleistung der sicheren und

wirksamen Anwendung von Keytruda ergriffen?

Der Hersteller von Keytruda wird Schulungsmaterialien für Ärzte, die Keytruda voraussichtlich

verschreiben werden, bereitstellen. Diese enthalten Informationen dazu, wie das Arzneimittel

angewendet und wie Nebenwirkungen, insbesondere Nebenwirkungen auf das Immunsystem,

behandelt werden sollten. Außerdem werden Informationen über die Risiken einer

Stammzelltransplantation im Anschluss an eine Behandlung mit Keytruda aufgenommen. Das

Unternehmen wird eine Patientenkarte mit Informationen zu den Risiken des Arzneimittels sowie

Anweisungen dazu, wann bei Auftreten von Symptomen der Arzt kontaktiert werden sollte,

bereitstellen.

Weiterhin wird das Unternehmen die Endergebnisse der Studien mit Keytruda bereitstellen, um den

langfristigen Nutzen des Arzneimittels zu bestätigen. Darüber hinaus wird das Unternehmen eine

Analyse durchführen, um besser zu verstehen, für welche Patienten der Nutzen einer Behandlung mit

Keytruda am höchsten ist.

Empfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen zur sicheren und wirksamen Anwendung von Keytruda, die

von Angehörigen der Heilberufe und Patienten befolgt werden müssen, wurden auch in die

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels und die Packungsbeilage aufgenommen.

Keytruda

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Weitere Informationen über Keytruda

Am 17. Juli 2015 erteilte die Europäische Kommission eine Genehmigung für das Inverkehrbringen von

Keytruda in der gesamten Europäischen Union.

Den vollständigen Wortlaut des EPAR und die Zusammenfassung des Risikomanagementplans für

Keytruda finden Sie auf der Website der Agentur: ema.europa.eu/Find medicine/Human

medicines/European public assessment reports. Wenn Sie weitere Informationen zur Behandlung mit

Keytruda benötigen, lesen Sie bitte die Packungsbeilage (ebenfalls Teil des EPAR) oder wenden Sie sich

an Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Zusammenfassung wurde zuletzt im 08-2017 aktualisiert.

Packungsbeilage

B. PACKUNGSBEILAGE

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

KEYTRUDA 50 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Pembrolizumab

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede

auftretende Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende

Abschnitt 4.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Es ist wichtig, dass Sie die Patientenkarte während der Behandlung bei sich tragen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist KEYTRUDA und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie beachten, bevor KEYTRUDA bei Ihnen angewendet wird?

Wie wird KEYTRUDA bei Ihnen angewendet?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist KEYTRUDA aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist KEYTRUDA und wofür wird es angewendet?

KEYTRUDA enthält den Wirkstoff Pembrolizumab, dies ist ein monoklonaler Antikörper.

KEYTRUDA hilft Ihrem Immunsystem, Ihren Krebs zu bekämpfen.

KEYTRUDA wird bei Erwachsenen zur Behandlung:

einer bestimmten Art von Hautkrebs, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs (Melanom)

einer bestimmten Art von Lungenkrebs, dem sogenannten nicht-kleinzelligen Lungenkrebs

einer bestimmten Art von Krebs, dem sogenannten klassischen Hodgkin-Lymphom

einer bestimmten Art von Krebs, dem sogenannten Blasenkrebs (Urothelkarzinom)

angewendet.

Patienten erhalten KEYTRUDA, wenn ihr Krebs gestreut hat oder operativ nicht entfernt werden

kann.

2.

Was sollten Sie beachten, bevor KEYTRUDA bei Ihnen angewendet wird?

KEYTRUDA darf nicht bei Ihnen angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Pembrolizumab oder einen der in Abschnitt 6. („Inhalt der Packung

und weitere Informationen“) genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal bevor Ihnen KEYTRUDA

gegeben wird.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie KEYTRUDA erhalten, wenn Sie:

eine Autoimmunerkrankung haben (eine Erkrankung, bei der der Körper seine eigenen Zellen

angreift).

eine Lungenentzündung (Pneumonie) oder eine Entzündung der Lunge (eine sogenannte

Pneumonitis) haben.

vorher Ipilimumab, ein anderes Arzneimittel zur Behandlung des Melanoms erhalten haben, und

schwere Nebenwirkungen unter diesem Arzneimittel hatten.

eine allergische Reaktion unter Behandlungen mit anderen monoklonalen Antikörpern erlitten

haben.

eine chronische Virusinfektion der Leber, einschließlich Hepatitis-B (HBV) oder Hepatitis-C

(HCV) haben oder hatten.

eine Infektion mit dem “humanen Immunschwächevirus” (HIV) haben oder unter dem

„Erworbenen-Immunschwäche-Syndrom“ (AIDS) leiden.

eine geschädigte Leber haben.

geschädigte Nieren haben.

ein solides Organtransplantat oder eine Knochenmarktransplantation mit Spenderstammzellen

(allogene Stammzelltransplantation) erhalten haben.

Wenn Sie KEYTRUDA erhalten, können bei Ihnen einige schwere Nebenwirkungen auftreten. Sie

können gleichzeitig mehr als eine Nebenwirkung haben.

Wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben, kontaktieren oder suchen Sie unverzüglich Ihren

Arzt auf. Ihr Arzt kann Ihnen andere Arzneimittel geben, um schwerere Komplikationen zu verhindern

und um Ihre Beschwerden zu lindern. Ihr Arzt kann die nächste Dosis KEYTRUDA verschieben oder

Ihre Behandlung mit KEYTRUDA abbrechen.

Entzündung der Lunge, die mit Kurzatmigkeit, Schmerzen im Brustkorb oder Husten

einhergehen kann (möglicherweise mit tödlichem Ausgang).

Entzündung des Darms, die mit Durchfall oder ungewöhnlich häufigem Stuhlgang, dunkel

gefärbten, teerartigen, klebrigen oder mit Blut oder Schleim durchsetzten Stühlen, starken

Magenschmerzen oder Druckschmerzempfindlichkeit des Magens, Übelkeit und Erbrechen

einhergehen kann.

Entzündung der Leber, die mit Übelkeit oder Erbrechen, vermindertem Hungergefühl,

rechtsseitigen Magenschmerzen/Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut oder der Augäpfel,

dunkel gefärbtem Urin oder leicht auszulösenden Blutungen oder Blutergüssen einhergehen

kann.

Entzündung der Nieren, die mit Veränderungen in Menge oder Farbe Ihres Urins einhergehen

kann.

Entzündung von Hormondrüsen (insbesondere Schilddrüse, Hirnanhangsdrüse und

Nebennieren), die mit schnellem Herzschlag, Gewichtsverlust, vermehrtem Schwitzen,

Gewichtszunahme, Haarausfall, Frieren, Verstopfung, tieferer Stimme, Muskelschmerzen,

Schwindel oder Ohnmacht, Dauerkopfschmerz oder ungewöhnlichen Kopfschmerzen

einhergehen kann.

Typ-1-Diabetes, der mit einem stärkeren Hunger- oder Durstgefühl als gewöhnlich, sowie mit

dem Bedürfnis häufigeren Wasserlassens oder Gewichtsverlust einhergehen kann.

Augenentzündungen, die mit Sehstörungen einhergehen können.

Entzündung der Muskulatur, die mit Muskelschmerzen oder –schwäche einhergehen kann.

Entzündung des Herzmuskels, die mit Kurzatmigkeit, unregelmäßigem Herzschlag,

Müdigkeitsgefühl oder Brustschmerzen einhergehen kann.

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die mit Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen

einhergehen kann.

Entzündungen der Haut, die mit Ausschlag, Juckreiz, Blasenbildung, Abschälungen oder

Wunden der Haut und/oder Geschwüren im Mund oder Schleimhautgeschwüren in der Nase, im

Rachen oder Genitalbereich (möglicherweise mit tödlichem Ausgang) einhergehen können.

Eine Immunerkrankung, welche die Lungen, die Haut, die Augen und/oder die Lymphknoten

betreffen kann (Sarkoidose)

Entzündung des Gehirns, die mit Verwirrtheit, Fieber, Gedächtnisstörungen oder

Krampfanfällen einhergehen kann (Enzephalitis)

Infusionsreaktionen, die mit Kurzatmigkeit, Juckreiz oder Hautausschlag, Schwindel oder

Fieber einhergehen können.

Komplikationen einschließlich „Graft versus Host-Erkrankung“ (GVHD) bei Patienten mit

Knochenmarktransplantation mit Spenderstammzellen (allogene Stammzelltransplantation).

Dabei kann es sich um schwere Komplikationen handeln, die zum Tode führen können. Sie können

auftreten, wenn bei Ihnen eine solche Transplantation in der Vergangenheit durchgeführt wurde oder

zukünftig durchgeführt werden wird. Ihr Arzt wird Sie auf Anzeichen und Symptome überwachen,

wie z. B. Hautausschlag, Leberentzündung, Bauchschmerzen oder Durchfall.

Kinder und Jugendliche

KEYTRUDA sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.

Anwendung von KEYTRUDA zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

andere Arzneimittel anwenden, die Ihr Immunsystem schwächen. Dazu gehören beispielsweise

Kortikosteroide wie z. B. Prednison. Diese Arzneimittel können die Wirkung von KEYTRUDA

beeinträchtigen. Ihr Arzt kann Ihnen jedoch Kortikosteroide geben, wenn Sie bereits mit

KEYTRUDA behandelt werden, um Nebenwirkungen, die Sie möglicherweise haben, zu

verringern.

andere Arzneimittel anwenden/einnehmen, kürzlich angewendet/eingenommen haben oder

beabsichtigen anzuwenden/einzunehmen.

Schwangerschaft

Sie dürfen KEYTRUDA nicht erhalten, wenn Sie schwanger sind, außer auf besondere

Empfehlung Ihres Arztes.

Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

KEYTRUDA kann Ihrem ungeborenen Kind Schaden zufügen oder seinen Tod verursachen.

Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, müssen Sie während der Behandlung mit

KEYTRUDA und noch mindestens vier Monate nach der letzten Dosis von KEYTRUDA eine

zuverlässige Empfängnisverhütungsmethode anwenden.

Stillzeit

Wenn Sie stillen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Sie dürfen während der Anwendung von KEYTRUDA nicht stillen.

Es ist nicht bekannt, ob KEYTRUDA in die Muttermilch übergeht.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Führen Sie nach der Gabe von KEYTRUDA kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, bevor

Sie nicht sicher sind, dass Sie sich wohl fühlen. Müdigkeit oder Schwächegefühl sind sehr häufige

Nebenwirkungen von KEYTRUDA. Dies kann Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

3.

Wie wird KEYTRUDA bei Ihnen angewendet?

KEYTRUDA wird Ihnen in einem Krankenhaus oder einer ambulanten Praxis unter Aufsicht eines in

der Krebsbehandlung erfahrenen Arztes gegeben.

Ihr Arzt wird Ihnen KEYTRUDA alle 3 Wochen über eine ca. 30-minütige Infusion in eine

Vene (i. v.) geben.

Ihr Arzt wird entscheiden, wie viele Behandlungen Sie benötigen.

Die empfohlene Dosis beträgt:

200 mg Pembrolizumab, wenn Sie nicht kleinzelligen Lungenkrebs haben, der noch nicht

vorbehandelt wurde, wenn Sie ein klassisches Hodgkin Lymphom haben oder wenn Sie

Blasenkrebs haben.

2 mg Pembrolizumab pro Kilogramm Ihres Körpergewichts, wenn Sie ein Melanom haben oder

nicht kleinzelligen Lungenkrebs, der bereits mit Chemotherapie vorbehandelt wurde.

Wenn Sie eine Behandlung mit KEYTRUDA versäumen

Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, um die versäumte Behandlung nachzuholen.

Es ist sehr wichtig, dass Sie keine Behandlung mit diesem Arzneimittel versäumen.

Wenn Sie die Anwendung von KEYTRUDA abbrechen

Ein Behandlungsabbruch kann die Wirkung dieses Arzneimittels aufheben. Brechen Sie die

Behandlung mit KEYTRUDA nicht ab, bevor Sie mit Ihrem Arzt darüber gesprochen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Sie werden diese Informationen auch in der Patientenkarte finden, die Ihnen von Ihrem Arzt

ausgehändigt wurde. Es ist wichtig, dass Sie diese Patientenkarte bei sich aufbewahren und Ihrem

Partner oder Ihrer Betreuungsperson zeigen.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wenn Sie KEYTRUDA erhalten, können bei Ihnen einige schwere Nebenwirkungen auftreten. Siehe

Abschnitt 2.

Folgende Nebenwirkungen wurden berichtet:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Durchfall; Übelkeit

Juckreiz; Hautausschlag

Müdigkeitsgefühl/Erschöpfung

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelenkschmerzen

Abnahme der Anzahl roter Blutzellen

Schilddrüsenprobleme; Hitzewallungen

Vermindertes Hungergefühl

Kopfschmerzen; Schwindelgefühl; Geschmacksveränderungen

Lungenentzündung; Kurzatmigkeit; Husten

Entzündung des Darms; Mundtrockenheit

Magenschmerzen; Verstopfung; Erbrechen

Roter erhabener Hautausschlag, manchmal mit Blasen; fleckförmige Entfärbungen der Haut

(Weißfleckenkrankheit)

Muskelschmerzen oder Druckempfindlichkeit der Muskeln; Schmerzen in Muskeln und

Knochen; Schmerzen in Armen oder Beinen; Gelenkschmerzen mit Schwellungen

Schwellungen; ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche; Schüttelfrost; grippeähnliche

Erkrankung; Fieber

Erhöhte Leberwerte im Blut; krankhaft veränderte Werte in Nierenfunktionstests

Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion des Arzneimittels

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Lungeninfektion

Verminderte Anzahl der weißen Blutzellen (Neutrophile, Leukozyten, Lymphozyten sowie

Eosinophile); verminderte Anzahl der Blutplättchen (leicht auszulösende Blutergüsse oder

Blutungen)

Entzündungen der an der Basis des Zwischenhirns gelegenen Hirnanhangsdrüse; Abnahme der

Hormonausschüttung der Nebennieren; Entzündung der Schilddrüse

Typ-1-Diabetes; erniedrigte Natrium-, Kalium-, und Kalziumwerte im Blut

Schlafstörungen

Krampfanfälle; Mangel an Energie (Antriebslosigkeit); Entzündungen der Nerven, die

Taubheitsgefühle, Schwächegefühle, Kribbeln oder brennende Schmerzen in den Armen und

Beinen verursachen

Trockene Augen, Augenentzündung; Augenschmerzen, -reizung, -juckreiz, oder -rötung;

unangenehme Lichtempfindlichkeit; Sehen von „fliegenden Mücken“

Entzündung des Herzmuskels, die sich als Kurzatmigkeit, unregelmäßiger Herzschlag,

Müdigkeitsgefühl/Erschöpfung oder Brustschmerzen äußern kann

Hoher Blutdruck

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Entzündung der Leber

Trockene, juckende Haut, verdicktes, manchmal schuppiges Hautwachstum; Haarausfall;

Entzündung der Haut; akneähnliche Hautprobleme; Änderungen der Haarfarbe; kleine

Hautbeulen, -knoten oder -wunden

Sehnenscheidenentzündung

Entzündung der Nieren

Erhöhte Spiegel von Amylase (einem Stärke abbauenden Enzym); erhöhter Kalziumspiegel im

Blut

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Entzündungsreaktion, die gegen Blutplättchen oder rote Blutzellen gerichtet ist

Eine Immunerkrankung, welche die Lungen, die Haut, die Augen und/oder die Lymphknoten

betreffen kann (Sarkoidose)

Eine vorübergehende Entzündung der Nerven, die Schmerzen, Schwäche und Lähmung der

Extremitäten verursacht; eine Erkrankung, bei der die Muskulatur schwach wird und leicht

ermüdet

Entzündung des Gehirns, die mit Verwirrtheit, Fieber, Gedächtnisstörungen oder

Krampfanfällen einhergehen kann (Enzephalitis)

Ein Loch im Dünndarm (Dünndarmdurchbruch)

Empfindliche, rote Beulen unter der Haut

Juckreiz, Blasenbildung, Abschälungen oder Wunden der Haut und/oder Geschwüre im Mund

oder Schleimhautgeschwüre in der Nase, im Rachen oder Genitalbereich (toxische epidermale

Nekrolyse oder Stevens-Johnson-Syndrom)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen

auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist KEYTRUDA aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett der Durchstechflasche

nach „Verwendbar bis“ (Verw. bis; EXP) angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im Kühlschrank aufbewahren (2 °C – 8 °C).

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die rekonstituierte oder verdünnte Lösung umgehend verwendet

werden. Die rekonstituierte oder verdünnte Lösung darf nicht eingefroren werden. Bei nicht sofortiger

Anwendung, wurde die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch von KEYTRUDA für

24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C nachgewiesen. Der Aufbewahrungszeitraum von insgesamt 24 Stunden

nach Rekonstitution kann bis zu 6 Stunden bei Raumtemperatur (bei oder unter 25 °C) umfassen. Nach

Aufbewahrung im Kühlschrank müssen die Durchstechflaschen und/oder Infusionsbeutel vor der

Anwendung auf Raumtemperatur gebracht werden.

Reste der Infusionslösung nicht zur Wiederverwendung aufbewahren. Nicht verwendetes Arzneimittel

oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was KEYTRUDA enthält

Der Wirkstoff ist: Pembrolizumab. Eine Durchstechflasche enthält 50 mg Pembrolizumab.

Nach Rekonstitution enthält 1 ml Konzentrat 25 mg Pembrolizumab.

Die sonstigen Bestandteile sind: L-Histidin, L-Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Sucrose und

Polysorbat 80.

Wie KEYTRUDA aussieht und Inhalt der Packung

KEYTRUDA ist ein weißes bis gebrochen weißes lyophilisiertes Pulver.

Es ist erhältlich in Kartons mit einer Durchstechflasche aus Glas.

Pharmazeutischer Unternehmer

Merck Sharp & Dohme Limited

Hertford Road

Hoddesdon

Hertfordshire EN11 9BU

Vereinigtes Königreich

Hersteller

Schering-Plough Labo NV

Industriepark 30

B-2220 Heist-op-den-Berg

Belgien

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien

MSD Belgium BVBA/SPRL

Tél/Tel: 0800 38 693 (+32(0)27766211)

dpoc_belux@merck.com

Lietuva

UAB Merck Sharp & Dohme

Tel. + 370 5 278 02 47

msd_lietuva@merck.com

България

Мерк Шарп и Доум България ЕООД

Тел.: +359 2 819 3737

info-msdbg@merck.com

Luxembourg/Luxemburg

MSD Belgium BVBA/SPRL

Tél/Tel: +32(0)27766211

dpoc_belux@merck.com

Česká republika

Merck Sharp & Dohme s.r.o.

Tel: +420 233 010 111

dpoc_czechslovak@merck.com

Magyarország

MSD Pharma Hungary Kft.

Tel.: +36 1 888 5300

hungary_msd@merck.com

Danmark

MSD Danmark ApS

Tlf: + 45 4482 4000

dkmail@merck.com

Malta

Merck Sharp & Dohme Cyprus Limited

Tel: 8007 4433 (+356 99917558)

malta_info@merck.com

Deutschland

MSD SHARP & DOHME GMBH

Tel: 0800 673 673 673 (+49 (0) 89 4561 2612)

e-mail@msd.de

Nederland

Merck Sharp & Dohme BV

Tel: 0800 9999000 (+31 23 5153153)

medicalinfo.nl@merck.com

Eesti

Merck Sharp & Dohme OÜ

Tel.: +372 6144 200

msdeesti@merck.com

Norge

MSD (Norge) AS

Tlf: +47 32 20 73 00

msdnorge@msd.no

Ελλάδα

MSD Α.Φ.Β.Ε.Ε.

Τηλ: +30 210 98 97 300

dpoc_greece@merck.com

Österreich

Merck Sharp & Dohme Ges.m.b.H.

Tel: +43 (0) 1 26 044

msd-medizin@merck.com

España

Merck Sharp & Dohme de España, S.A.

Tel: +34 91 321 06 00

msd_info@merck.com

Polska

MSD Polska Sp. z o.o.

Tel: +48 22 549 51 00

msdpolska@merck.com

France

MSD France

Tél: + 33 (0) 1 80 46 40 40

Portugal

Merck Sharp & Dohme, Lda

Tel: +351 21 4465700

clic@merck.com

Hrvatska

Merck Sharp & Dohme d.o.o.

Tel: + 385 1 6611 333

croatia_info@merck.com

România

Merck Sharp & Dohme Romania S.R.L.

Tel: +40 21 529 29 00

msdromania@merck.com

Ireland

Merck Sharp & Dohme Ireland (Human Health)

Limited

Tel: +353 (0)1 2998700

medinfo_ireland@merck.com

Slovenija

Merck Sharp & Dohme, inovativna zdravila d.o.o.

Tel: +386 1 5204 201

msd.slovenia@merck.com

Ísland

Vistor hf.

Sími: + 354 535 7000

Slovenská republika

Merck Sharp & Dohme, s. r. o.

Tel: +421 2 58282010

dpoc_czechslovak@merck.com

Italia

MSD Italia S.r.l.

Tel: +39 06 361911

medicalinformation.it@merck.com

Suomi/Finland

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Puh/Tel: +358 (0)9 804 650

info@msd.fi

Κύπρος

Merck Sharp & Dohme Cyprus Limited

Τηλ.: 800 00 673 (+357 22866700)

cyprus_info@merck.com

Sverige

Merck Sharp & Dohme (Sweden) AB

Tel: +46 77 5700488

medicinskinfo@merck.com

Latvija

SIA Merck Sharp & Dohme Latvija

Tel: + 371 67364224

msd_lv@merck.com

Merck Sharp & Dohme Limited

Tel: +44 (0) 1992 467272

medicalinformationuk@merck.com

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im

Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Zubereitung und Anwendung

Vor der Rekonstitution kann die Durchstechflasche mit dem lyophilisierten Pulver bis zu

24 Stunden außerhalb des Kühlschranks (Temperaturen bei oder unter 25 °C) aufbewahrt

werden.

Fügen Sie unter aseptischen Bedingungen 2,3 ml Wasser für Injektionszwecke hinzu, um eine

25 mg/ml (pH 5,2 – 5,8)-Lösung von KEYTRUDA zu erhalten. Jede Durchstechflasche enthält

einen Überschuss von 10 mg (0,4 ml), um die Entnahme von 50 mg KEYTRUDA pro

Durchstechflasche sicherzustellen. Nach Rekonstitution enthält 1 ml des Konzentrats 25 mg

Pembrolizumab.

Um Schaumbildung zu vermeiden, lassen Sie das Wasser an der Wand der Durchstechflasche

entlang und nicht direkt in das lyophilisierte Pulver rinnen.

Schwenken Sie die Durchstechflasche langsam, um das lyophilisierte Pulver zu rekonstituieren.

Warten Sie bis zu 5 Minuten, bis die Blasen verschwunden sind. Die Durchstechflaschen nicht

schütteln.

Parenterale Arzneimittel sind vor der Infusion auf sichtbare Partikel oder Verfärbung zu prüfen.

Rekonstituiertes KEYTRUDA ist eine klare bis leicht opaleszente, farblose bis schwach

gelbliche Lösung. Verwerfen Sie den Inhalt samt Durchstechflasche, wenn Sie Partikel

beobachten.

Entnehmen Sie das benötigte Volumen von bis zu 2 ml (50 mg) KEYTRUDA und überführen

Sie dieses in einen Infusionsbeutel mit Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9 %) oder

Glucoselösung 50 mg/ml (5 %), um eine verdünnte Lösung mit einer Endkonzentration von

1 bis 10 mg/ml herzustellen. Die verdünnte Lösung durch vorsichtiges Umdrehen mischen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die rekonstituierte oder verdünnte Lösung umgehend

verwendet werden. Die rekonstituierte oder verdünnte Lösung darf nicht eingefroren werden.

Bei nicht sofortiger Anwendung, wurde die chemische und physikalische Stabilität nach

Anbruch von KEYTRUDA für 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C nachgewiesen. Der

Aufbewahrungszeitraum von insgesamt 24 Stunden nach Rekonstitution kann bis zu 6 Stunden

bei Raumtemperatur (bei oder unter 25 °C) umfassen. Nach Aufbewahrung im Kühlschrank

müssen die Durchstechflaschen und/oder Infusionsbeutel vor der Anwendung auf

Raumtemperatur gebracht werden. Die Infusionslösung sollte intravenös über 30 Minuten

gegeben werden unter Anwendung eines sterilen, pyrogenfreien 0,2 bis 5 Mikrometer In-line-

oder Add-On-Filters mit geringer Proteinbindung.

Andere Arzneimittel dürfen nicht über dieselbe Infusionskanüle gegeben werden.

KEYTRUDA ist nur zur einmaligen Anwendung. Nicht benötigte Reste in der

Durchstechflasche sind zu verwerfen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

KEYTRUDA 25 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Pembrolizumab

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle

Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Sie können dabei helfen, indem Sie jede

auftretende Nebenwirkung melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Ende

Abschnitt 4.

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Es ist wichtig, dass Sie die Patientenkarte während der Behandlung bei sich tragen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist KEYTRUDA und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie beachten, bevor KEYTRUDA bei Ihnen angewendet wird?

Wie wird KEYTRUDA bei Ihnen angewendet?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist KEYTRUDA aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist KEYTRUDA und wofür wird es angewendet?

KEYTRUDA enthält den Wirkstoff Pembrolizumab, dies ist ein monoklonaler Antikörper.

KEYTRUDA hilft Ihrem Immunsystem, Ihren Krebs zu bekämpfen.

KEYTRUDA wird bei Erwachsenen zur Behandlung:

einer bestimmten Art von Hautkrebs, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs (Melanom)

einer bestimmten Art von Lungenkrebs, dem sogenannten nicht-kleinzelligen Lungenkrebs

einer bestimmten Art von Krebs, dem sogenannten klassischen Hodgkin-Lymphom

einer bestimmten Art von Krebs, dem sogenannten Blasenkrebs (Urothelkarzinom)

angewendet.

Patienten erhalten KEYTRUDA, wenn ihr Krebs gestreut hat oder operativ nicht entfernt werden

kann.

2.

Was sollten Sie beachten, bevor KEYTRUDA bei Ihnen angewendet wird?

KEYTRUDA darf nicht bei Ihnen angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Pembrolizumab oder einen der in Abschnitt 6. („Inhalt der Packung

und weitere Informationen“) genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal bevor Ihnen KEYTRUDA

gegeben wird.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie KEYTRUDA erhalten, wenn Sie:

eine Autoimmunerkrankung haben (eine Erkrankung, bei der der Körper seine eigenen Zellen

angreift).

eine Lungenentzündung (Pneumonie) oder eine Entzündung der Lunge (eine sogenannte

Pneumonitis) haben.

vorher Ipilimumab, ein anderes Arzneimittel zur Behandlung des Melanoms erhalten haben, und

schwere Nebenwirkungen unter diesem Arzneimittel hatten.

eine allergische Reaktion unter Behandlungen mit anderen monoklonalen Antikörpern erlitten

haben.

eine chronische Virusinfektion der Leber, einschließlich Hepatitis-B (HBV) oder Hepatitis-C

(HCV) haben oder hatten.

eine Infektion mit dem “humanen Immunschwächevirus” (HIV) haben oder unter dem

„Erworbenen-Immunschwäche-Syndrom“ (AIDS) leiden.

eine geschädigte Leber haben.

geschädigte Nieren haben.

ein solides Organtransplantat oder eine Knochenmarktransplantation mit Spenderstammzellen

(allogene Stammzelltransplantation) erhalten haben.

Wenn Sie KEYTRUDA erhalten, können bei Ihnen einige schwere Nebenwirkungen auftreten. Sie

können gleichzeitig mehr als eine Nebenwirkung haben.

Wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben, kontaktieren oder suchen Sie unverzüglich Ihren

Arzt auf. Ihr Arzt kann Ihnen andere Arzneimittel geben, um schwerere Komplikationen zu verhindern

und um Ihre Beschwerden zu lindern. Ihr Arzt kann die nächste Dosis KEYTRUDA verschieben oder

Ihre Behandlung mit KEYTRUDA abbrechen.

Entzündung der Lunge, die mit Kurzatmigkeit, Schmerzen im Brustkorb oder Husten

einhergehen kann (möglicherweise mit tödlichem Ausgang).

Entzündung des Darms, die mit Durchfall oder ungewöhnlich häufigem Stuhlgang, dunkel

gefärbten, teerartigen, klebrigen oder mit Blut oder Schleim durchsetzten Stühlen, starken

Magenschmerzen oder Druckschmerzempfindlichkeit des Magens, Übelkeit und Erbrechen

einhergehen kann.

Entzündung der Leber, die mit Übelkeit oder Erbrechen, vermindertem Hungergefühl,

rechtsseitigen Magenschmerzen/Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut oder der Augäpfel,

dunkel gefärbtem Urin oder leicht auszulösenden Blutungen oder Blutergüssen einhergehen

kann.

Entzündung der Nieren, die mit Veränderungen in Menge oder Farbe Ihres Urins einhergehen

kann.

Entzündung von Hormondrüsen (insbesondere Schilddrüse, Hirnanhangsdrüse und

Nebennieren), die mit schnellem Herzschlag, Gewichtsverlust, vermehrtem Schwitzen,

Gewichtszunahme, Haarausfall, Frieren, Verstopfung, tieferer Stimme, Muskelschmerzen,

Schwindel oder Ohnmacht, Dauerkopfschmerz oder ungewöhnlichen Kopfschmerzen

einhergehen kann.

Typ-1-Diabetes, der mit einem stärkeren Hunger- oder Durstgefühl als gewöhnlich, sowie mit

dem Bedürfnis häufigeren Wasserlassens oder Gewichtsverlust einhergehen kann.

Augenentzündungen, die mit Sehstörungen einhergehen können.

Entzündung der Muskulatur, die mit Muskelschmerzen oder –schwäche einhergehen kann.

Entzündung des Herzmuskels, die mit Kurzatmigkeit, unregelmäßigem Herzschlag,

Müdigkeitsgefühl oder Brustschmerzen einhergehen kann.

Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die mit Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen

einhergehen kann.

Entzündungen der Haut, die mit Ausschlag, Juckreiz, Blasenbildung, Abschälungen oder

Wunden der Haut und/oder Geschwüren im Mund oder Schleimhautgeschwüren in der Nase, im

Rachen oder Genitalbereich (möglicherweise mit tödlichem Ausgang) einhergehen können.

Eine Immunerkrankung, welche die Lungen, die Haut, die Augen und/oder die Lymphknoten

betreffen kann (Sarkoidose)

Entzündung des Gehirns, die mit Verwirrtheit, Fieber, Gedächtnisstörungen oder

Krampfanfällen einhergehen kann (Enzephalitis)

Infusionsreaktionen, die mit Kurzatmigkeit, Juckreiz oder Hautausschlag, Schwindel oder

Fieber einhergehen können.

Komplikationen einschließlich „Graft versus Host-Erkrankung“ (GVHD) bei Patienten mit

Knochenmarktransplantation mit Spenderstammzellen (allogene Stammzelltransplantation).

Dabei kann es sich um schwere Komplikationen handeln, die zum Tode führen können. Sie können

auftreten, wenn bei Ihnen eine solche Transplantation in der Vergangenheit durchgeführt wurde oder

zukünftig durchgeführt werden wird. Ihr Arzt wird Sie auf Anzeichen und Symptome überwachen,

wie z. B. Hautausschlag, Leberentzündung, Bauchschmerzen oder Durchfall.

Kinder und Jugendliche

KEYTRUDA sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.

Anwendung von KEYTRUDA zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

andere Arzneimittel anwenden, die Ihr Immunsystem schwächen. Dazu gehören beispielsweise

Kortikosteroide wie z. B. Prednison. Diese Arzneimittel können die Wirkung von KEYTRUDA

beeinträchtigen. Ihr Arzt kann Ihnen jedoch Kortikosteroide geben, wenn Sie bereits mit

KEYTRUDA behandelt werden, um Nebenwirkungen, die Sie möglicherweise haben, zu

verringern.

andere Arzneimittel anwenden/einnehmen, kürzlich angewendet/eingenommen haben oder

beabsichtigen anzuwenden/einzunehmen.

Schwangerschaft

Sie dürfen KEYTRUDA nicht erhalten, wenn Sie schwanger sind, außer auf besondere

Empfehlung Ihres Arztes.

Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

KEYTRUDA kann Ihrem ungeborenen Kind Schaden zufügen oder seinen Tod verursachen.

Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, müssen Sie während der Behandlung mit

KEYTRUDA und noch mindestens vier Monate nach der letzten Dosis von KEYTRUDA eine

zuverlässige Empfängnisverhütungsmethode anwenden.

Stillzeit

Wenn Sie stillen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Sie dürfen während der Anwendung von KEYTRUDA nicht stillen.

Es ist nicht bekannt, ob KEYTRUDA in die Muttermilch übergeht.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Führen Sie nach der Gabe von KEYTRUDA kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, bevor

Sie nicht sicher sind, dass Sie sich wohl fühlen. Müdigkeit oder Schwächegefühl sind sehr häufige

Nebenwirkungen von KEYTRUDA. Dies kann Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

3.

Wie wird KEYTRUDA bei Ihnen angewendet?

KEYTRUDA wird Ihnen in einem Krankenhaus oder einer ambulanten Praxis unter Aufsicht eines in

der Krebsbehandlung erfahrenen Arztes gegeben.

Ihr Arzt wird Ihnen KEYTRUDA alle 3 Wochen über eine ca. 30-minütige Infusion in eine

Vene (i. v.) geben.

Ihr Arzt wird entscheiden, wie viele Behandlungen Sie benötigen.

Die empfohlene Dosis beträgt:

200 mg Pembrolizumab, wenn Sie nicht kleinzelligen Lungenkrebs haben, der noch nicht

vorbehandelt wurde, wenn Sie ein klassisches Hodgkin Lymphom haben oder wenn Sie

Blasenkrebs haben.

2 mg Pembrolizumab pro Kilogramm Ihres Körpergewichts, wenn Sie ein Melanom haben oder

nicht kleinzelligen Lungenkrebs, der bereits mit Chemotherapie vorbehandelt wurde.

Wenn Sie eine Behandlung mit KEYTRUDA versäumen

Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, um die versäumte Behandlung nachzuholen.

Es ist sehr wichtig, dass Sie keine Behandlung mit diesem Arzneimittel versäumen.

Wenn Sie die Anwendung von KEYTRUDA abbrechen

Ein Behandlungsabbruch kann die Wirkung dieses Arzneimittels aufheben. Brechen Sie die

Behandlung mit KEYTRUDA nicht ab, bevor Sie mit Ihrem Arzt darüber gesprochen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Sie werden diese Informationen auch in der Patientenkarte finden, die Ihnen von Ihrem Arzt

ausgehändigt wurde. Es ist wichtig, dass Sie diese Patientenkarte bei sich aufbewahren und Ihrem

Partner oder Ihrer Betreuungsperson zeigen.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wenn Sie KEYTRUDA erhalten, können bei Ihnen einige schwere Nebenwirkungen auftreten. Siehe

Abschnitt 2.

Folgende Nebenwirkungen wurden berichtet:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Durchfall; Übelkeit

Juckreiz; Hautausschlag

Müdigkeitsgefühl/Erschöpfung

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelenkschmerzen

Abnahme der Anzahl roter Blutzellen

Schilddrüsenprobleme; Hitzewallungen

Vermindertes Hungergefühl

Kopfschmerzen; Schwindelgefühl; Geschmacksveränderungen

Lungenentzündung; Kurzatmigkeit; Husten

Entzündung des Darms; Mundtrockenheit

Magenschmerzen; Verstopfung; Erbrechen

Roter erhabener Hautausschlag, manchmal mit Blasen; fleckförmige Entfärbungen der Haut

(Weißfleckenkrankheit)

Muskelschmerzen oder Druckempfindlichkeit der Muskeln; Schmerzen in Muskeln und

Knochen; Schmerzen in Armen oder Beinen; Gelenkschmerzen mit Schwellungen

Schwellungen; ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche; Schüttelfrost; grippeähnliche

Erkrankung; Fieber

Erhöhte Leberwerte im Blut; krankhaft veränderte Werte in Nierenfunktionstests

Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion des Arzneimittels

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Lungeninfektion

Verminderte Anzahl der weißen Blutzellen (Neutrophile, Leukozyten, Lymphozyten sowie

Eosinophile); verminderte Anzahl der Blutplättchen (leicht auszulösende Blutergüsse oder

Blutungen)

Entzündungen der an der Basis des Zwischenhirns gelegenen Hirnanhangsdrüse; Abnahme der

Hormonausschüttung der Nebennieren; Entzündung der Schilddrüse

Typ-1-Diabetes; erniedrigte Natrium-, Kalium-, und Kalziumwerte im Blut

Schlafstörungen

Krampfanfälle; Mangel an Energie (Antriebslosigkeit); Entzündungen der Nerven, die

Taubheitsgefühle, Schwächegefühle, Kribbeln oder brennende Schmerzen in den Armen und

Beinen verursachen

Trockene Augen, Augenentzündung; Augenschmerzen, -reizung, -juckreiz, oder -rötung;

unangenehme Lichtempfindlichkeit; Sehen von „fliegenden Mücken“

Entzündung des Herzmuskels, die sich als Kurzatmigkeit, unregelmäßiger Herzschlag,

Müdigkeitsgefühl/Erschöpfung oder Brustschmerzen äußern kann

Hoher Blutdruck

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Entzündung der Leber

Trockene, juckende Haut, verdicktes, manchmal schuppiges Hautwachstum; Haarausfall;

Entzündung der Haut; akneähnliche Hautprobleme; Änderungen der Haarfarbe; kleine

Hautbeulen, -knoten oder -wunden

Sehnenscheidenentzündung

Entzündung der Nieren

Erhöhte Spiegel von Amylase (einem Stärke abbauenden Enzym); erhöhter Kalziumspiegel im

Blut

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Entzündungsreaktion, die gegen Blutplättchen oder rote Blutzellen gerichtet ist

Eine Immunerkrankung, welche die Lungen, die Haut, die Augen und/oder die Lymphknoten

betreffen kann (Sarkoidose)

Eine vorübergehende Entzündung der Nerven, die Schmerzen, Schwäche und Lähmung der

Extremitäten verursacht; eine Erkrankung, bei der die Muskulatur schwach wird und leicht

ermüdet

Entzündung des Gehirns, die mit Verwirrtheit, Fieber, Gedächtnisstörungen oder

Krampfanfällen einhergehen kann (Enzephalitis)

Ein Loch im Dünndarm (Dünndarmdurchbruch)

Empfindliche, rote Beulen unter der Haut

Juckreiz, Blasenbildung, Abschälungen oder Wunden der Haut und/oder Geschwüre im Mund

oder Schleimhautgeschwüre in der Nase, im Rachen oder Genitalbereich (toxische epidermale

Nekrolyse oder Stevens-Johnson-Syndrom)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für

Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen

auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie

Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit

dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist KEYTRUDA aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett der Durchstechflasche

nach „Verwendbar bis“ (Verw. bis; EXP) angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Im Kühlschrank aufbewahren (2 °C – 8 °C).

Nicht einfrieren.

Im Originalkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt, sobald es verdünnt ist, umgehend verwendet werden.

Die verdünnte Lösung darf nicht eingefroren werden. Bei nicht sofortiger Anwendung, wurde die

chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch von KEYTRUDA für 24 Stunden bei 2 °C bis

8 °C nachgewiesen. Der Aufbewahrungszeitraum von 24 Stunden kann bis zu 6 Stunden bei

Raumtemperatur (bei oder unter 25 °C) umfassen. Nach Aufbewahrung im Kühlschrank müssen die

Durchstechflaschen und/oder Infusionsbeutel vor der Anwendung auf Raumtemperatur gebracht

werden.

Reste der Infusionslösung nicht zur Wiederverwendung aufbewahren. Nicht verwendetes Arzneimittel

oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was KEYTRUDA enthält

Der Wirkstoff ist: Pembrolizumab.

Eine Durchstechflasche mit 4 ml enthält 100 mg Pembrolizumab.

Jeder ml des Konzentrats enthält 25 mg Pembrolizumab.

Die sonstigen Bestandteile sind: L-Histidin, L-Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Sucrose,

Polysorbat 80 und Wasser für Injektionszwecke.

Wie KEYTRUDA aussieht und Inhalt der Packung

KEYTRUDA ist eine klare bis leicht opaleszente, farblose bis leicht gelbliche Lösung, pH 5,2 – 5,8.

Es ist erhältlich in Kartons mit einer Durchstechflasche aus Glas.

Pharmazeutischer Unternehmer

Merck Sharp & Dohme Limited

Hertford Road

Hoddesdon

Hertfordshire EN11 9BU

Vereinigtes Königreich

Hersteller

Schering-Plough Labo NV

Industriepark 30

B-2220 Heist-op-den-Berg

Belgien

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem

örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België/Belgique/Belgien

MSD Belgium BVBA/SPRL

Tél/Tel: 0800 38 693 (+32(0)27766211)

dpoc_belux@merck.com

Lietuva

UAB Merck Sharp & Dohme

Tel. + 370 5 278 02 47

msd_lietuva@merck.com

България

Мерк Шарп и Доум България ЕООД

Тел.: +359 2 819 3737

info-msdbg@merck.com

Luxembourg/Luxemburg

MSD Belgium BVBA/SPRL

Tél/Tel: +32(0)27766211

dpoc_belux@merck.com

Česká republika

Merck Sharp & Dohme s.r.o.

Tel: +420 233 010 111

dpoc_czechslovak@merck.com

Magyarország

MSD Pharma Hungary Kft.

Tel.: +36 1 888 5300

hungary_msd@merck.com

Danmark

MSD Danmark ApS

Tlf: + 45 4482 4000

dkmail@merck.com

Malta

Merck Sharp & Dohme Cyprus Limited

Tel: 8007 4433 (+356 99917558)

malta_info@merck.com

Deutschland

MSD SHARP & DOHME GMBH

Tel: 0800 673 673 673 (+49 (0) 89 4561 2612)

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Nederland

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Tel: 0800 9999000 (+31 23 5153153)

medicalinfo.nl@merck.com

Eesti

Merck Sharp & Dohme OÜ

Tel.: +372 6144 200

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Norge

MSD (Norge) AS

Tlf: +47 32 20 73 00

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Ελλάδα

MSD Α.Φ.Β.Ε.Ε.

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Österreich

Merck Sharp & Dohme Ges.m.b.H.

Tel: +43 (0) 1 26 044

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España

Merck Sharp & Dohme de España, S.A.

Tel: +34 91 321 06 00

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Polska

MSD Polska Sp. z o.o.

Tel: +48 22 549 51 00

msdpolska@merck.com

France

MSD France

Tél: + 33 (0) 1 80 46 40 40

Portugal

Merck Sharp & Dohme, Lda

Tel: +351 21 4465700

clic@merck.com

Hrvatska

Merck Sharp & Dohme d.o.o.

Tel: + 385 1 6611 333

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România

Merck Sharp & Dohme Romania S.R.L.

Tel: +40 21 529 29 00

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Ireland

Merck Sharp & Dohme Ireland (Human Health)

Limited

Tel: +353 (0)1 2998700

medinfo_ireland@merck.com

Slovenija

Merck Sharp & Dohme, inovativna zdravila d.o.o.

Tel: +386 1 5204 201

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Ísland

Vistor hf.

Sími: + 354 535 7000

Slovenská republika

Merck Sharp & Dohme, s. r. o.

Tel: +421 2 58282010

dpoc_czechslovak@merck.com

Italia

MSD Italia S.r.l.

Tel: +39 06 361911

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Suomi/Finland

MSD Finland Oy

Puh/Tel: +358 (0)9 804 650

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Κύπρος

Merck Sharp & Dohme Cyprus Limited

Τηλ.: 800 00 673 (+357 22866700)

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Merck Sharp & Dohme (Sweden) AB

Tel: +46 77 5700488

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Latvija

SIA Merck Sharp & Dohme Latvija

Tel: + 371 67364224

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Tel: +44 (0) 1992 467272

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Weitere Informationsquellen

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.

Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Zubereitung und Anwendung der Infusion:

Die Durchstechflasche nicht schütteln.

Gleichen Sie die Durchstechflasche an die Raumtemperatur an (Temperaturen bei oder unter

25 °C).

Vor Verdünnung kann die Durchstechflasche mit der Flüssigkeit bis zu 24 Stunden außerhalb

des Kühlschranks (Temperaturen bei oder unter 25 °C) aufbewahrt werden.

Parenterale Arzneimittel sind vor der Infusion auf sichtbare Partikel oder Verfärbung zu prüfen.

Das Konzentrat ist eine klare bis leicht opaleszente, farblose bis schwach gelbliche Lösung.

Verwerfen Sie den Inhalt samt Durchstechflasche, wenn Sie Partikel beobachten.

Entnehmen Sie das benötigte Volumen von bis zu 4 ml (100 mg) Konzentrat und überführen Sie

dieses in einen Infusionsbeutel mit Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0,9 %) oder Glucoselösung

50 mg/ml (5 %), um eine verdünnte Lösung mit einer Endkonzentration von 1 bis 10 mg/ml

herzustellen. Jede Durchstechflasche enthält einen Überschuss von 0,25 ml (Gesamtinhalt

4,25 ml pro Durchstechflasche), um die Entnahme von 4 ml Konzentrat pro Durchstechflasche

sicherzustellen. Die verdünnte Lösung durch vorsichtiges Umdrehen mischen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt, sobald es verdünnt ist, umgehend verwendet

werden. Die verdünnte Lösung darf nicht eingefroren werden. Bei nicht sofortiger Anwendung,

wurde die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch von KEYTRUDA für

24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C nachgewiesen. Der Aufbewahrungszeitraum von 24 Stunden kann

bis zu 6 Stunden bei Raumtemperatur (bei oder unter 25 °C) umfassen. Nach Aufbewahrung im

Kühlschrank müssen die Durchstechflaschen und/oder Infusionsbeutel vor der Anwendung auf

Raumtemperatur gebracht werden. Die Infusionslösung sollte intravenös über 30 Minuten

gegeben werden unter Anwendung eines sterilen, pyrogenfreien 0,2 bis 5 Mikrometer In-line-

oder Add-On-Filters mit geringer Proteinbindung.

Andere Arzneimittel dürfen nicht über dieselbe Infusionskanüle gegeben werden.

KEYTRUDA ist nur zur einmaligen Anwendung. Nicht benötigte Reste in der

Durchstechflasche sind zu verwerfen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen

zu beseitigen.

18-5-2018

Keytruda (pembrolizumab) or Tecentriq (atezolizumab): FDA Alerts Health Care Professionals and Investigators: FDA Statement - Decreased Survival in Some Patients in Clinical Trials Associated with Monotherapy

Keytruda (pembrolizumab) or Tecentriq (atezolizumab): FDA Alerts Health Care Professionals and Investigators: FDA Statement - Decreased Survival in Some Patients in Clinical Trials Associated with Monotherapy

Early reviews found patients in the monotherapy arms of both trials with PD-L1 low status had decreased survival compared to patients who received cisplatin- or carboplatin-based chemotherapy.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

1-6-2018

News and press releases:  EMA restricts use of Keytruda and Tecentriq in bladder cancer

News and press releases: EMA restricts use of Keytruda and Tecentriq in bladder cancer

Data show lower survival in some patients with low levels of cancer protein PD-L1

Europe - EMA - European Medicines Agency

15-5-2018

KEYTRUDA (Merck Sharp and Dohme B.V.)

KEYTRUDA (Merck Sharp and Dohme B.V.)

KEYTRUDA (Active substance: pembrolizumab) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)3003 of Tue, 15 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/3820/T/45

Europe -DG Health and Food Safety