Keppra 500 mg/5 mL

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Keppra 500 mg/5 mL Konzentrierte lösung zur herstellung einer infusionslösung
  • Darreichungsform:
  • Konzentrierte lösung zur herstellung einer infusionslösung
  • Zusammensetzung:
  • levetiracetamum 500 mg, natrii acetas trihydricus, natrii chloridum, aqua ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle von 5 ml.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Keppra 500 mg/5 mL Konzentrierte lösung zur herstellung einer infusionslösung
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Antiepileptikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57519
  • Berechtigungsdatum:
  • 30-05-2008
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Keppra® Infusionskonzentrat

UCB-Pharma SA

Zusammensetzung

Wirkstoff: Levetiracetam.

Hilfsstoffe: Natriumacetat Trihydrat, Natriumchlorid, Eisessig, Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Durchstechflasche mit Infusionskonzentrat zu 500 mg/5 ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Keppra Infusionskonzentrat ist indiziert zur Monotherapie bei der Behandlung von partiellen

Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Patienten ab 16 Jahren mit Epilepsie.

Keppra Infusionskonzentrat ist indiziert zur Zusatzbehandlung von

·partiellen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Patienten ab 16 Jahren mit

Epilepsie.

·myoklonischen Anfällen bei Patienten ab 16 Jahren mit juveniler myoklonischer Epilepsie.

·primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen bei Patienten ab 16 Jahren mit idiopathischer

generalisierter Epilepsie.

Keppra Infusionskonzentrat ist eine kurzfristige Alternative für Patienten, bei denen eine orale

Verabreichung vorübergehend nicht möglich ist.

Dosierung/Anwendung

Die Therapie mit Keppra kann entweder durch intravenöse oder orale Verabreichung initiiert werden.

Der Wechsel von oral zu intravenös bzw. umgekehrt kann direkt ohne Titration vorgenommen

werden, wobei die Tagesdosis und die Häufigkeit der Anwendung beibehalten werden sollten.

Keppra Infusionskonzentrat ist nur für die intravenöse Anwendung vorgesehen. Die Verabreichung

erfolgt nach Verdünnung als intravenöse Infusion über 15 Minuten (siehe «Sonstige

Hinweise»/«Hinweise für die Handhabung»).

Es liegen aus den aktuellen Studien keine Erfahrungen mit der intravenösen Anwendung von

Levetiracetam über einen längeren Zeitraum als 4 Tage vor. Die nachfolgenden Angaben stammen

daher überwiegend aus den klinischen Studien mit der oralen galenischen Formulierung.

Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren

Monotherapie

Die Behandlung sollte mit 2× 250 mg/Tag gestartet werden und die Dosierung nach 2 Wochen auf

2× 500 mg/Tag erhöht werden. Je nach klinischem Ansprechen kann die Dosis in Schritten von 2×

250 mg/Tag alle 2 Wochen auf maximal 2× 1500 mg/Tag gesteigert werden.

Zusatztherapie

Die therapeutische Initialdosis beträgt zweimal täglich 500 mg.

Je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit kann die Tagesdosis bis auf zweimal täglich

1500 mg gesteigert werden.

Dosiserhöhungen bzw. -reduzierungen können in Schritten von zweimal täglich 500 mg alle 2 bis 4

Wochen vorgenommen werden.

Jugendliche ab 16 Jahren unter 50 kg Körpergewicht: Die therapeutische Initialdosis beträgt 10

mg/kg Körpergewicht zweimal täglich.

Je nach klinischem Ansprechen und je nach Verträglichkeit kann die Dosis bis zu 30 mg/kg zweimal

täglich erhöht werden.

Die Anpassung der Dosis (zunehmend und abnehmend) sollte in Schritten von maximal 10 mg/kg

zweimal täglich alle 2 bis 4 Wochen vorgenommen werden.

Die geringste wirksame Dosis sollte angewendet werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder

Sicherheit und Wirksamkeit von Keppra Infusionskonzentrat bei Patienten unter 16 Jahren sind nicht

untersucht und damit auch nicht nachgewiesen.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten wird eine Dosisanpassung in Abhängigkeit von der Kreatinin-Clearance

empfohlen (siehe «Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion»).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Die Tagesdosis (Erhaltungsdosis) von Keppra muss individuell entsprechend der Nierenfunktion

festgelegt werden.

Bei der Anwendung der untenstehenden Tabelle ist es notwendig, die Kreatinin-Clearance des

Patienten (CLcr) in ml/min zu schätzen. Die CLcr in ml/min kann durch die Bestimmung des

Serumkreatininwertes (mg/dl) mit folgender Formel geschätzt werden:

CLcr (ml/min) = [140 - Alter (Jahre)] × Gewicht (kg) : [72 × Serumkreatinin (mg/dl)] (× 0.85 für

Frauen)

Anschliessend wird die CLcr wie folgt für die Körperoberfläche (KOF) angepasst:

CLcr (ml/min/1.73 m2) = CLcr (ml/min): KOF Patient (m2) × 1.73

Dosisanpassung bei erwachsenen und jugendlichen Patienten ab 16 Jahren mit eingeschränkter

Nierenfunktion, die mehr als 50 kg wiegen:

Nierenfunktion

Kreatinin-Clearance

(ml/min/1.73 m2)

Erhaltungsdosis und

Einnahmehäufigkeit

Normal

>80

500-1500 mg zweimal täglich

Leicht eingeschränkt

50-79

500-1000 mg zweimal täglich

Mässig eingeschränkt

30-49

250-750 mg zweimal täglich

Stark eingeschränkt

<30

250-500 mg zweimal täglich

Dialysepflichtige

Patienten*

500-1000 mg einmal täglich**

* Am ersten Tag der Behandlung mit Levetiracetam wird eine Anfangsdosis von 750 mg empfohlen.

** Nach der Dialyse wird eine zusätzliche Dosis von 250-500 mg empfohlen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit leicht bis mässig eingeschränkter Leberfunktion ist eine Dosisanpassung nicht

erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion kann die Kreatinin-

Clearance zu einer Fehleinschätzung der Niereninsuffizienz führen.

Daher wird eine Halbierung der täglichen Erhaltungsdosis empfohlen, wenn die Kreatinin-Clearance

weniger als 60 ml/min/1.73 m2 beträgt.

Absetzen der Medikation

Falls Keppra abgesetzt werden muss, sollte dies in Übereinstimmung mit der gängigen klinischen

Praxis ausschleichend erfolgen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber Levetiracetam bzw. verwandten Substanzen oder einem der

Hilfsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Allgemein:

Der Hinweis «Keppra Infusionskonzentrat ist eine kurzfristige Alternative für Patienten, bei denen

eine orale Verabreichung vorübergehend nicht möglich ist», impliziert unter Umständen instabile,

auf jeden Fall neue, veränderte, unterschiedliche klinische Situationen. Weiterhin wird bei der

Verwendung von Keppra als Zusatztherapie auch die Primärtherapie auf eine intravenöse

Formulierung oder – wenn nicht vorhanden – sogar auf einen anderen Wirkstoff umgestellt werden

müssen. Für die veränderte Gesamtsituation des Patienten liegen keine Erfahrungen bezüglich

Sicherheit und Wirksamkeit der antikonvulsiven Kombinationstherapie vor. Der Arzt muss daher

sehr engmaschig den Patienten überwachen und gegebenenfalls weitere Modifikationen der

antikonvulsiven Therapie vornehmen.

Anfallshäufung:

Ein Anstieg der Anfallshäufigkeit um mehr als 25% wurde bei 14% der mit Levetiracetam

behandelten erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit partiellen Anfällen berichtet, während es

von 26% bzw. 21% der mit Placebo behandelten erwachsenen bzw. pädiatrischen Patienten berichtet

wurde.

Absencen:

Bei Anwendung von Keppra zur Behandlung von primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen

bei Erwachsenen und Jugendlichen mit idiopathisch generalisierter Epilepsie wurde keine

Wirksamkeit im Sinne einer Senkung der Häufigkeit von Absencen festgestellt.

Status epilepticus:

Die Wirksamkeit bei Status epilepticus wurde nicht gezeigt. Ein Einsatz von Keppra

Infusionskonzentrat bei Status epilepticus wird daher nicht empfohlen.

Blutbild

In Zusammenhang mit der Einnahme von Levetiracetam wurden Fälle von verminderten

Blutzellzahlen beschrieben (Neutropenie, Agranulozytose, Leukopenie, Thrombozytopenie und

Panzytopenie), in der Regel zu Beginn der Behandlung. Ein komplettes Blutbild wird bei Patienten

mit erheblicher Schwäche, Pyrexie, wiederkehrende Infektionen oder Koagulationsstörungen

empfohlen (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Suizid:

Es liegen Berichte von Suiziden, Suizidversuchen und suizidalen Gedanken bei mit Levetiracetam

behandelten Patienten (Erwachsene und Kinder) vor.

Die Patienten und ihre Angehörigen bzw. Bezugspersonen sollten deshalb insbesondere auch vor

Therapiebeginn in einem ausführlichen Gespräch darüber informiert werden, dass sie bei

Verschlechterung der Stimmung und/oder bei sozialem Rückzug und/oder dem Auftreten von

depressiven Symptomen und/oder gereiztem bis feindseligem Verhalten bzw. auch anderen

Veränderungen des Verhaltens bzw. der Persönlichkeit, insbesondere aber bei der Äusserung von

suizidalen Gedanken, sofort einen Arzt oder eine Ärztin kontaktieren sollten. Es muss bedacht

werden, dass Suizidalität sich auch in manchen Fällen nur durch Verhaltensänderungen ankündigen

kann. Vor Therapiebeginn sollte geklärt werden, ob einer der wissenschaftlich nachgewiesenen

Risikofaktoren für Suizidalität, z.B. psychiatrische Erkrankungen, Suizidalität in der Vorgeschichte,

vorliegen, und das Nutzen-Risiko-Verhältnis muss gerade auch unter diesen Aspekten sehr sorgfältig

abgewogen werden.

Schwere Hautreaktionen:

Fälle von lebensbedrohlichen Hautreaktionen, einschliesslich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und

toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN) wurden bei mit Levetiracetam behandelten Patienten

(Erwachsene und Kinder) berichtet. Das Risiko für das Auftreten von SJS oder TEN ist in den ersten

Behandlungswochen am höchsten (im Median lag der Beginn bei 14 bis 17 Tagen).

Allerdings traten solche Fälle auch noch nach 4-monatiger Einnahme und später auf.

Die Patienten sollten über die Anzeichen und Symptome dieser schweren Nebenwirkungen

informiert und insbesondere zu Beginn der Behandlung engmaschig bezüglich des Auftretens von

Hautreaktionen überwacht werden. Wenn Anzeichen oder Symptome von SJS oder TEN auftreten

(z.B. ein progredienter Hautausschlag, oft mit Blasenbildung oder begleitenden

Schleimhautläsionen), muss die Therapie mit Levetiracetam beendet werden, es sei denn, der

Hautausschlag ist eindeutig nicht arzneimittelassoziiert. Der Verlauf von SJS und TEN wird

massgeblich von der frühzeitigen Diagnosestellung und dem sofortigen Absetzen aller verdächtigen

Arzneimittel bestimmt, d.h. frühzeitiges Absetzen verbessert die Prognose. Nach Auftreten von SJS

oder TEN in Zusammenhang mit der Anwendung von Levetiracetam darf der Patient nicht erneut mit

Levetiracetam behandelt werden.

Hypersensitivitätsreaktionen mit systemischer Implikation:

Generalisierte Exantheme können auch im Rahmen eines Überempfindlichkeitssyndroms in

Kombination mit irgendeinem der folgenden systemischen Symptomen wie Fieber,

Lymphadenopathie, Leukozytose, Eosinophilie, atypischen Lymphozyten, anormalen Leber- ,

Nierenwerten oder mit anderen Symptomen, die auf eine systemischeImplikation hinweisen (siehe

«Unerwünschte Wirkungen - DRESS: Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms»),

auftreten. Dieses Syndrom variiert hinsichtlich seines klinischen Schweregrades beträchtlich, mit

zum Teil letalem Verlauf. Es ist wichtig zu beachten, dass die systemischen Anzeichen einer

Überempfindlichkeit (wie z.B. Fieber und Lymphadenopathie) bereits manifest sein können, auch

wenn keine Hautveränderungen sichtbar sind.

Grundsätzlich sollte Levetiracetam sofort abgesetzt werden, wenn Symptome auftreten, die auf eine

Hypersensitivitätsreaktion hinweisen.

Natrium:

Der Natriumgehalt pro 5 ml Durchstechflasche beträgt ungefähr 19 mg (0,8 mmol). Dies sollte bei

Patienten mit einer natriumarmen Diät berücksichtigt werden.

Interaktionen

In-vitro wurde gezeigt, dass Levetiracetam und sein Hauptmetabolit weder die Aktivitäten der

wichtigsten Cytochrom-P450-Isoformen beim Menschen (CYP3A4, 2A6, 2C9, 2C19, 2D6, 2E1 und

1A2) noch der Glucuronyltransferase (UGT1A1 und UGT1A6) oder der Epoxidhydroxylase hemmt.

Levetiracetam beeinflusst auch die In-vitro-Glucuronidierung von Valproinsäure nicht und hatte in

humanen Hepatozytenkulturen einen geringen oder keinen Effekt auf die

Ethinylestradiolkonjugation.

Levetiracetam verursachte in hohen Konzentrationen (680 µg/ml) eine milde Induktion von CYP2B6

und CYP3A4; bei Cmax-Konzentrationen jedoch, wie sie bei wiederholter Dosierung mit zweimal

täglich 1500 mg auftreten, wurden diese Effekte nicht als klinisch relevant beurteilt.

Eine Interaktion von Keppra mit anderen Substanzen ist aufgrund von Enzyminhibition oder

-induktion sehr unwahrscheinlich.

Probenecid vermindert die renale Clearance des Hauptmetaboliten, jedoch nicht die von

Levetiracetam. Die Konzentration des Hauptmetaboliten bleibt jedoch niedrig. Vermutlich verringern

auch andere Substanzen, die durch aktive tubuläre Sekretion ausgeschieden werden, die renale

Clearance dieses Metaboliten. Die Wirkung von Levetiracetam auf Probenecid wurde nicht

untersucht, und der Einfluss von Levetiracetam auf andere aktiv sezernierte Arzneimittel wie z.B.

NSAR, Sulfonamide und Methotrexat ist unbekannt.

Bei gleichzeitiger Gabe von anderen Antiepileptika (Carbamazepin, Phenytoin, Valproinsäure,

Phenobarbital, Lamotrigin, Primidon und Gabapentin) verändern sich die pharmakokinetischen

Parameter von Levetiracetam nicht und umgekehrt beeinflusst auch Levetiracetam die

Serumkonzentrationen dieser Antiepileptika nicht.

Pharmakokinetische Studien zeigen keine Wechselwirkungen mit Digoxin, oralen Kontrazeptiva

(Ethinylestradiol und Levonorgestrel) und Warfarin. Endokrine Parameter (LH und Progesteron)

sowie die Prothrombinzeit werden nicht verändert.

Daten über eine mögliche Wechselwirkung von Levetiracetam mit Alkohol liegen nicht vor.

Schwangerschaft/Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter sollten von einem Spezialisten beraten werden. Für die Dauer der

Behandlung wird eine sichere Methode der Empfängnisverhütung empfohlen. Wenn eine Frau plant

schwanger zu werden, ist die Behandlung mit Levetiracetam zu überdenken. Wie bei anderen

Antiepileptika auch, ist ein plötzlicher Abbruch der Einnahme von Levetiracetam zu vermeiden, da

dies zu Entzugsanfällen oder Status epilepticus führen kann, die schwerwiegende Konsequenzen für

die Frau und das ungeborene Kind haben können. Soweit möglich ist eine Monotherapie zu

bevorzugen, da die Therapie mit mehreren Antiepileptika je nach Kombination mit einem höheren

Risiko für kongenitale Fehlbildungen verknüpft sein könnte als die Monotherapie.

Schwangerschaft

Ein hoher Anteil der Post-Marketing-Daten zu schwangeren Frauen, die eine Monotherapie mit

Levetiracetam erhalten haben (mehr als 1'800, von welchen die Einnahme in 1'500 Fällen im ersten

Schwangerschaftstrimester erfolgte), deuten nicht auf ein erhöhtes Risiko für schwere kongenitale

Fehlbildungen hin. Es liegen nur wenige Daten vor zur neurologischen Entwicklung bei Kindern, die

in utero einer Monotherapie mit Keppra ausgesetzt waren. Aktuelle epidemiologische Studien (mit

etwa 100 Kindern) weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko für Störungen oder Verzögerungen in der

neurologischen Entwicklung hin.

Levetiracetam kann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn es nach sorgfältiger

Bewertung als klinisch notwendig erachtet wird. In diesem Fall wird die niedrigste wirksame Dosis

empfohlen.

Wie auch mit anderen antiepileptischen Arzneimitteln beobachtet, können physiologische

Veränderungen während der Schwangerschaft die Levetiracetam-Plasma-Konzentration

beeinflussen.

Es gibt Berichte über die Abnahme der Levetiracetam-Plasma-Konzentration während der

Schwangerschaft.

Diese Abnahme ist deutlich ausgeprägter im dritten Trimenon (bis zu 60% der Anfangskonzentration

vor Schwangerschaftsbeginn).

Bei schwangeren Frauen, die mit Levetiracetam behandelt werden, sollte eine geeignete klinische

Überwachung gewährleistet sein.

Einnahme während der Stillzeit

Levetiracetam wird in die Muttermilch ausgeschieden. Daher wird das Stillen nicht empfohlen.

Sollte jedoch eine Behandlung mit Levetiracetam während der Stillzeit erforderlich sein, müssen

Nutzen und Risiko einer Behandlung, unter Berücksichtigung der Bedeutung des Stillens für den

Säugling, gegeneinander abgewogen werden.

Fertilität

Es liegen keine klinischen Daten vor. Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen durchgeführt.

Aufgrund einer möglichen individuell unterschiedlichen Empfindlichkeit können bei einigen

Patienten zu Behandlungsbeginn oder nach einer Dosissteigerung Somnolenz oder andere

zentralnervöse Störungen auftreten. Deshalb ist bei Tätigkeiten, die ein hohes Mass an

Geschicklichkeit erfordern, wie z.B. beim Führen eines Fahrzeuges oder beim Bedienen von

Maschinen, Vorsicht geboten.

Unerwünschte Wirkungen

Die unerwünschten Wirkungen, die bei der intravenösen Anwendung von Keppra auftraten, sind

vergleichbar mit denen bei oraler Anwendung. Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen

waren Benommenheit, Somnolenz, Kopfschmerzen und Lageschwindel.

Da Keppra nur in begrenztem Umfang intravenös angewendet wurde und die oralen und

intravenösen Darreichungsformen bioäquivalent sind, beziehen sich die Sicherheitsinformationen zur

intravenösen Anwendung von Keppra auf diejenigen zur oralen Anwendung.

Der behandelnde Arzt sollte berücksichtigen, dass die folgenden Daten aus Studien stammen, in

denen Keppra mit anderen Antiepileptika kombiniert wurde. Es war daher nicht in allen Fällen

möglich, die beobachteten unerwünschten Ereignisse einem bestimmten Arzneimittel zuzuordnen.

Die anhand der Studien gesammelten Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit der oralen

Darreichungsformen von Keppra bei partiellen Anfällen ergaben, dass bei 46.4% der erwachsenen

Patienten der Keppra-Gruppe und bei 42.2% der Patienten der Placebo-Gruppe unerwünschte

Wirkungen auftraten; 2.4% bzw. 2.0% der Patienten der Keppra- bzw. Placebo-Gruppe erlitten

schwerwiegende unerwünschte Wirkungen.

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen bei erwachsenen Patienten waren Somnolenz, Asthenie

und Benommenheit.

Bei der zusammenfassenden Analyse der Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit konnte keine

eindeutige Dosis-Nebenwirkungs-Beziehung festgestellt werden. Die Inzidenz und der Schweregrad

der zentralnervösen unerwünschten Wirkungen nahmen jedoch im Laufe der Zeit ab.

Unter Monotherapie trat bei 49.8% der Patienten mindestens eine Nebenwirkung auf. Die am

häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen waren Müdigkeit und Somnolenz.

Ausserdem wurden psychopathologische Symptome berichtet wie Agitiertheit, Depersonalisierung,

Bewegungsunruhe (Hyperkinesie), Persönlichkeitsstörungen. Solche verhaltensbezogenen und

psychopathologischen Ereignisse traten häufiger bei Kindern auf als bei Erwachsenen (38.6% versus

18.6%).

Eine Studie bei Erwachsenen und Jugendlichen mit myoklonischen Anfällen (12 bis 65 Jahre) zeigte,

dass bei 33.3% der Patienten der Keppra-Gruppe und bei 30.0% der Placebo-Gruppe unerwünschte

Wirkungen auftraten, die als mit der Behandlung zusammenhängend bewertet wurden. Die am

häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen waren Kopfschmerzen und Somnolenz. Die

Inzidenz der unerwünschten Wirkungen bei Patienten mit myoklonischen Anfällen war niedriger als

die bei Patienten mit partiellen Anfällen (33.3% gegenüber 46.4%).

Eine Studie bei Erwachsenen und Kindern (4 bis 65 Jahre mit idiopathischer generalisierter Epilepsie

mit primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen zeigte, dass 39.2% der Patienten der mit

Keppra behandelten Gruppe und 29.8% der mit Placebo behandelten Gruppe unerwünschte

Wirkungen hatten, die mit der Behandlung in Verbindung gebracht wurden. Die häufigste

unerwünschte Wirkung war Müdigkeit.

Unerwünschte Wirkungen aus klinischen Studien und aus Erfahrungen nach der Zulassung sind in

der folgenden System-Organklassen-Tabelle nach Häufigkeit aufgeführt. Für klinische Versuche

wird die Häufigkeit folgendermassen definiert: sehr häufig: ≥1/10; häufig: ≥1/100, <1/10;

gelegentlich: ≥1/1'000, <1/100; selten: ≥1/10'000, <1/1'000; sehr selten: <1/10000, inklusive

Einzelfälle.

Die Daten aus Erfahrungen nach der Zulassung reichen nicht aus, um eine Schätzung über die

Inzidenz in der behandelten Population abzugeben.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig: Infektion, Nasopharyngitis.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: Thrombozytopenie.

Erfahrungen nach der Zulassung: Panzytopenie (in einigen Fällen wurde eine

Knochenmarkssuppression festgestellt), Agranulozytose, Leukopenie, Neutropenie.

Erkrankungen des lmmunsystems

Erfahrungen nach der Zulassung: Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen

Symptomen (Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms [DRESS], siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»); anaphylaktische Reaktionen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Anorexie, Gewichtszunahme.

Erfahrung nach der Zulassung: Gewichtsverlust, Hyponatriämie.

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Agitation, Depression, emotionale Labilität/Stimmungsschwankung, Feindseligkeit,

Aggression, Schlaflosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, Persönlichkeitsveränderungen, anormales

Denken.

Erfahrungen nach der Zulassung: anormales Verhalten, Wut, Panikattacke, Ängstlichkeit,

Verwirrungszustand, Halluzination, psychotische Störungen, suizidale Gedanken, Suizidversuch,

Suizid.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Somnolenz (5.1–16.8%).

Häufig: Amnesie, Koordinationsstörungen/Ataxie, Konvulsion, Benommenheit, Kopfschmerzen,

Hyperkinesie, Tremor, Gleichgewichtsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Beeinträchtigung des

Gedächtnisses.

Erfahrung nach der Zulassung: Choreoathetose, Dyskinesie, Parästhesie, Lethargie, Gehstörungen.

Augenerkrankungen

Häufig: Diplopie, verschwommenes Sehen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Schwindel.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Husten.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Abdominalschmerzen, Diarrhoe, Dyspepsie, Nausea, Erbrechen.

Erfahrungen nach der Zulassung: Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Erfahrung nach der Zulassung: Leberversagen, Hepatitis, anormale Leberfunktionstests.

Nieren und Harnwege

Erfahrungen nach der Zulassung: akute Nierenschädigung.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hautausschlag, Ekzem, Juckreiz.

Erfahrungen nach der Zulassung: toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Erythema multiforme und Alopezie (in mehreren

Fällen von Alopezie wurde nach dem Absetzen von Levetiracetam eine Besserung beobachtet),

Angioödem.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Myalgie.

Erfahrungen nach der Zulassung: Muskelschwäche, Rhabdomyolyse und erhöhte

Kreatinphosphokinase im Blut1.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Asthenie (1.3–11.5%), Müdigkeit (7.7–10.1%).

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Häufig: Verletzungen.

Beschreibung ausgewählter unerwünschter Wirkungen

1 Rhabdomyolyse und erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut treten bei japanischen Patienten im

Vergleich zu nicht-japanischen Patienten signifikant häufiger auf.

Überdosierung

Symptome

Bei Überdosierung von Keppra wurden Fälle von Somnolenz, Agitiertheit, Aggression,

Bewusstseinstrübung, Atemdepression und Koma beobachtet.

Massnahmen bei Überdosierung

Ein spezifisches Antidot für Levetiracetam ist nicht bekannt. Die Behandlung einer Überdosierung

erfolgt symptomatisch und kann eine Hämodialyse einschliessen. Die Extraktionsrate bei Dialyse

beträgt für Levetiracetam 60%, für den Metaboliten 74%.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N03AX14

Der Wirkstoff Levetiracetam ist ein Pyrrolidon-Derivat, das S-Enantiomer des α-Ethyl-2-oxo-1-

pyrrolidin-acetamids, und ist chemisch nicht mit bekannten Antiepileptika verwandt.

Wirkungsmechanismus

Der Wirkmechanismus von Levetiracetam muss noch vollständig aufgeklärt werden, scheint sich

aber von den Wirkmechanismen der bekannten antiepileptischen Arzneimittel zu unterscheiden. In-

vitro und In-vivo-Experimente deuten darauf hin, dass Levetiracetam grundlegende Zellfunktionen

und die normale Neurotransmission nicht verändert.

In-vitro-Studien zeigen, dass Levetiracetam die intraneuronalen Ca2+-Spiegel beeinflusst, indem der

durch N-Typ-Kanäle vermittelte Ca2+-Strom partiell inhibiert sowie die Freisetzung von Ca2+ aus

intraneuronalen Speichern vermindert wird.

Weiterhin kehrt es partiell die Reduktion der GABA- und Glycin-gesteuerten Ströme um, die durch

Zink und β-Carboline induziert wird. Darüber hinaus wurde in In-vitro-Studien gezeigt, dass

Levetiracetam an eine spezifische Stelle im Hirngewebe von Nagern bindet. Bei dieser

Bindungsstelle handelt es sich um das synaptische Vesikelprotein 2A, von dem angenommen wird,

dass es an der Vesikelfusion und der Exozytose von Neurotransmittern beteiligt ist.

Levetiracetam und Analoga weisen bei der Bindungsaffinität zum synaptischen Vesikelprotein 2A

eine Rangfolge auf, die im audiogenen Epilepsie-Modell an der Maus mit der Potenz ihres

antikonvulsiven Schutzes korreliert ist. Dieser Befund weist darauf hin, dass die Interaktion

zwischen Levetiracetam und dem synaptischen Vesikelprotein 2A zu dem antiepileptischen

Wirkmechanismus der Substanz beizutragen scheint.

Pharmakodynamik

Levetiracetam ist in den klassischen Screening-Modellen für Antikonvulsiva nicht aktiv.

Levetiracetam gewährt aber in einer Vielzahl von Tiermodellen für partielle und primär

generalisierte Anfälle einen starken Anfallsschutz, verbunden mit einem ungewöhnlich hohen

Sicherheitsabstand zwischen therapeutischen Dosen und den Dosen, bei denen Nebenwirkungen

ausgelöst werden können.

Klinische Wirksamkeit

Klinische Studien mit dem Infusionskonzentrat

Daten zur Anwendung des Infusionskonzentrats sind begrenzt. Die Daten stammen überwiegend aus

klinischen Studien mit der oralen Darreichungsform (Filmtablette).

Die Studien bei Erwachsenen mit dem Infusionskonzentrat dauerten maximal 4 Tage und bezogen

sich auf Vergleiche der pharmakokinetischen Parameter zwischen den verschiedenen galenischen

Formulierungen.

Zur Evaluierung der Sicherheit und Verträglichkeit wurde eine offene, einarmige Studie an 25

Patienten mit Levetiracetam-Dosierungen von 1000 mg/Tag bis 3000 mg/Tag durchgeführt. Anstelle

der üblichen oralen Dosierung wurde die gleiche Dosis Levetiracetam durch intravenöse Infusion

während 15 Minuten an erwachsenen Patienten mit partiellen Anfällen als Zusatzbehandlung

verabreicht (4 Tage zweimal täglich).

Es wurde keine Verschlimmerung der Anfälle während dieses klinischen Versuchs und des kurzen

Follow-up beobachtet. Die beobachteten Nebenwirkungen entsprachen dem bekannten

Levetiracetam-Nebenwirkungsprofil. Zusätzlich traten EKG-Veränderungen und Blutdruckabfall

(diastolisch unter 40 mm Hg) auf.

Klinische Studien mit der oralen Darreichungsform

Zusatzbehandlung partieller Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Erwachsenen und

Kindern ab 4 Jahren mit Epilepsie

Die therapeutische Wirksamkeit und Sicherheit von Levetiracetam wurde bei über 3'000 Patienten

und Probanden untersucht, die mit einer oralen Darreichungsform (Filmtabletten) behandelt wurden.

Der grundlegende Nachweis der Wirksamkeit wurde durch drei randomisierte placebokontrollierte

Studien mit insgesamt 904 erwachsenen Patienten erbracht. Die Studienteilnehmer waren Patienten

mit refraktärer Epilepsie, bei denen Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung auftraten,

obwohl sie auf ein stabiles Dosisschema von maximal zwei Standard-Antiepileptika eingestellt

waren. In diesem Patientenkollektiv wurde ein klinisch relevanter Nutzen von Levetiracetam

nachgewiesen. Levetiracetam als Zusatzbehandlung in Tagesdosen von 1000 bis 3000 mg konnte die

Anfallshäufigkeit bei Patienten mit refraktärer partieller Epilepsie im Vergleich zu Placebo

signifikant verringern. Die Verringerung der Anfallshäufigkeit betrug zwischen 17% und 40%

gegenüber dem Ausgangswert, verglichen mit 6%–7% bei Placebo. Die Ansprechrate in der aktiven

Gruppe lag zwischen 22% und 42% (Placebo: 10%-16%).

Zusatzbehandlung myoklonischer Anfälle bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit

juveniler myoklonischer Epilepsie

Die Wirksamkeit von Levetiracetam wurde in einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit

einer Dauer von 16 Wochen bei Patienten ab 12 Jahren, die an verschiedenen Syndromen

idiopathischer generalisierter Epilepsie mit myoklonischen Anfällen litten, nachgewiesen. Die

Mehrzahl der Patienten hatte juvenile myoklonische Epilepsie. In dieser Studie betrug die

Levetiracetam-Dosis 3000 mg/Tag, die auf zwei Einzeldosen aufgeteilt wurden. Bei 58.3% der mit

Levetiracetam und 23.3% der mit Placebo behandelten Patienten wurden die Tage mit

myoklonischen Anfällen pro Woche um mindestens 50% reduziert. Bei fortgesetzter

Langzeitbehandlung waren 28.6% der Patienten für mindestens 6 Monate und 21.0% der Patienten

für mindestens 1 Jahr frei von myoklonischen Anfällen.

Zusatzbehandlung von primär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen bei Erwachsenen und

Jugendlichen ab 12 Jahren mit idiopathischer generalisierter Epilepsie

Die Wirksamkeit von Levetiracetam wurde in einer 24-wöchigen, doppelblinden,

placebokontrollierten Studie untersucht, welche erwachsene Patienten, Jugendliche und eine

limitierte Anzahl Kinder einschloss, die an verschiedenen Syndromen idiopathischer generalisierter

Epilepsie mit primär generalisierten tonisch-klonischen (PGTK)-Anfällen (juvenile myoklonische

Epilepsie, juvenile Absencen-Epilepsie, kindliche Absencen-Epilepsie oder Epilepsie mit Aufwach-

Grand-Mal-Anfällen) litten.

In dieser Studie wurden Erwachsene und Jugendliche mit 3000 mg/Tag und Kinder mit 60

mg/kg/Tag behandelt. Das Arzneimittel wurde aufgeteilt auf zwei gleich grosse tägliche Gaben

verabreicht. Bei 72.2% der mit Levetiracetam behandelten Patienten und bei 45.2% der mit Placebo

behandelten Patienten zeigte sich eine 50%ige oder höhere Reduktion der PGTK-Anfälle pro Woche.

Mit einer weitergeführten Langzeitbehandlung waren 47.4% der Patienten für mindestens sechs

Monate und 31.5% für mindestens ein Jahr frei von tonisch-klonischen Anfällen.

Monotherapie partieller Anfälle mit und ohne sekundäre Generalisierung bei Patienten ab 16 Jahren

mit Epilepsie

Die Wirksamkeit von Levetiracetam als Monotherapie wurde in einer Nichtunterlegenheits-Studie im

Vergleich zu kontrolliert freigesetztem (controlled release, CR) Carbamazepin in einem

doppelblinden Parallelgruppen-Design bei 576 Patienten ab 16 Jahren mit neu oder kürzlich

diagnostizierter Epilepsie nachgewiesen. Die Patienten mussten entweder nichtprovozierte partielle

Anfälle oder generalisierte tonisch-klonische Anfälle aufweisen.

Die Patienten wurden auf 400–1200 mg Carbamazepin CR/Tag oder auf 1000–3000 mg

Levetiracetam/Tag randomisiert.

Die Dauer der Behandlung betrug je nach Ansprechen bis zu 121 Wochen. Bei 73.0% der mit

Levetiracetam und bei 72.8% der mit Carbamazepin CR behandelten Patienten wurde eine

Anfallsfreiheit von 6 Monaten erreicht; der berechnete absolute Unterschied zwischen den

Behandlungen betrug 0.2% (95% KI: -7.8 8.2). Mehr als die Hälfte der Patienten blieb 12 Monate

lang anfallsfrei (56.6% der mit Levetiracetam bzw. 58.5% der mit Carbamazepin CR behandelten

Patienten).

Konversion zur Monotherapie

Bei 36 von 69 Patienten (52%) mit fokaler Epilepsie, die erfolgreich auf eine Zusatztherapie mit

Levetiracetam angesprochen hatten, war dieser Effekt auch nach Umstellung auf eine Levetiracetam-

Monotherapie über 12 Wochen nachweisbar.

Pharmakokinetik

Das pharmakokinetische Profil wurde nach oraler Anwendung erstellt. Eine Einzeldosis von

1500 mg Levetiracetam, verdünnt in 100 ml eines kompatiblen Verdünnungsmittels, über 15

Minuten intravenös infundiert, ist bioäquivalent mit der oralen Einnahme von 1500 mg

Levetiracetam, gegeben als 3 Tabletten à 500 mg.

Das pharmakokinetische Profil zeichnet sich durch Dosislinearität, verbunden mit einer geringen

intra- und interindividuellen Variabilität, aus. Die Clearance verändert sich nach wiederholter

Anwendung nicht. Das zeitunabhängige pharmakokinetische Profil von Levetiracetam wurde auch

nach zweimal täglicher intravenöser Infusion von 1500 mg über 4 Tage bestätigt. Es gibt keinen

Hinweis auf relevante geschlechts- oder ethnienspezifische Unterschiede oder zirkadiane

Schwankungen. Das pharmakokinetische Profil bei gesunden Probanden und bei Patienten mit

Epilepsie ist vergleichbar.

Distribution

Die maximale Plasmakonzentration (Cmax), die nach intravenöser Einzeldosis von 1500 mg,

infundiert über 15 Minuten, beobachtet wurde, betrug 51 ± 19 μg/ml.

Weder Levetiracetam noch sein Hauptmetabolit werden signifikant an Plasmaproteine gebunden

(<10%). Das Verteilungsvolumen von Levetiracetam beträgt annähernd 0.5-0.7 l/kg; ein Wert, der

nahe am Volumen der intra- und extrazellulären Flüssigkeit liegt. Es konnte eine signifikante

Korrelation zwischen Speichel- und Plasmakonzentrationen aufgezeigt werden (das Verhältnis von

Speichel- zu Plasmakonzentration war zwischen 1 und 1.6).

Metabolismus

Der Hauptmetabolisierungsweg ist die enzymatische Hydrolyse der Acetamidgruppe von

Levetiracetam (24% der Dosis) zum inaktiven Metaboliten. Bei der Bildung dieses Metaboliten sind

Isoformen des Cytochrom-P450-Systems der Leber nicht beteiligt. Die Hydrolyse der

Acetamidgruppe erfolgt in verschiedenen Geweben und im Vollblut, dagegen nicht im Plasma.

Weiterhin wurden zwei Nebenmetaboliten identifiziert. Der eine entsteht durch Hydroxylierung des

Pyrrolidinrings (1.6% der Dosis), der andere durch Öffnung des Pyrrolidinrings (0.9% der Dosis).

Weitere, nicht identifizierte Abbauprodukte haben einen Anteil von 0.6% der Dosis.

Weder für Levetiracetam noch für seinen inaktiven Hauptmetaboliten wurde In-vivo eine

Umwandlung der Enantiomere ineinander festgestellt.

Elimination

Die Plasmahalbwertszeit beträgt 7.2 Stunden.

Die Gesamtkörperclearance beträgt im Mittel 0.96 ml/min/kg.

Die Ausscheidung erfolgt mit ca. 95% der Dosis hauptsächlich über den Urin. Lediglich 0.3% der

Dosis werden mit den Faeces ausgeschieden. Die kumulierte renale Ausscheidung von Levetiracetam

und seinem Hauptmetaboliten innerhalb der ersten 48 Stunden liegt bei 66% bzw. 24% der

verabreichten Dosis. Die renale Clearance von Levetiracetam und dem Metaboliten beträgt 0.6 bzw.

4.2 ml/min/kg. Diese Werte deuten darauf hin, dass Levetiracetam über glomeruläre Filtration

ausgeschieden und anschliessend tubulär rückresorbiert wird, während der Hauptmetabolit

glomerulär filtriert und zusätzlich noch aktiv tubulär sezerniert wird. Die Elimination von

Levetiracetam korreliert mit der Kreatinin-Clearance.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten

Die Halbwertszeit von Levetiracetam verlängert sich bei älteren Patienten um etwa 40% auf 10-11

Stunden. Dies hängt mit der verminderten Nierenfunktion bei dieser Personengruppe zusammen

(siehe «Dosierung/Anwendung»).

Kinder und Jugendliche

Wirksamkeit und Sicherheit von Keppra Infusionskonzentrat wurden bei Kindern und Jugendlichen

<16 Jahren nicht untersucht. Daher liegen nur Daten aus Studien mit den oralen Darreichungsformen

vor (siehe Fachinformation zu Keppra Filmtabletten und orale Lösung).

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Die Gesamtkörperclearance von Levetiracetam und seinem Hauptmetaboliten korreliert mit der

Kreatinin-Clearance. Es wird daher empfohlen, die tägliche Erhaltungsdosis von Keppra

entsprechend der Kreatinin-Clearance bei Patienten mit mässiger bis schwerer

Nierenfunktionsstörung anzupassen (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Bei anurischen erwachsenen Patienten mit Nierenerkrankungen im Endstadium beträgt die

Halbwertszeit ca. 25 Stunden zwischen zwei Dialysevorgängen bzw. 3.1 Stunden während der

Dialyse. Während einer typischen, 4-stündigen Dialyse werden 51% der Levetiracetam-Dosis aus

dem Plasma entfernt.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit leichter bis mässiger Beeinträchtigung der Leberfunktion ist die Clearance von

Levetiracetam nur unwesentlich verändert. Dagegen ist bei den meisten Patienten mit schwerer

Leberfunktionsstörung aufgrund einer gleichzeitig vorliegenden Beeinträchtigung der Nierenfunktion

die Clearance von Levetiracetam um mehr als 50% herabgesetzt (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Präklinische Daten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Genotoxizität und zum

kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten kein besonderes Risiko für den Menschen

erkennen.

Studien an Mäusen und Ratten ergaben kein karzinogenes Potential von Levetiracetam.

Nebenwirkungen, die bei Ratten und in geringerem Ausmass auch bei Mäusen nach Exposition im

humantherapeutischen Bereich auftratenund nicht in klinischen Studien beobachtet wurden, jedoch

als möglicherweise relevant für die klinische Anwendung zu bewerten sind, waren

Leberveränderungen, die auf eine adaptive Reaktion hinweisen, wie z.B. erhöhtes Lebergewicht,

zentrolobuläre Hypertrophie, Fettinfiltration und erhöhte Leberenzyme im Plasma.

In reproduktionstoxikologischen Studien an der Ratte, bei im Vergleich zum Menschen ähnlichen

oder höheren Wirkstoffspiegeln, wirkte Levetiracetam toxisch auf die Entwicklung (vermehrte

Skelettveränderungen/geringfügige Skelettanomalien, verzögertes Wachstum, erhöhte Sterblichkeit

der Jungtiere). Beim Kaninchen wurden nach maternaltoxischen Dosierungen schädliche Wirkungen

auf den Embryo beobachtet (Tod des Embryo, vermehrte Skelettanomalien und vermehrte

Missbildungen).

Der Wirkstoffspiegel, bei dem noch kein toxischer Effekt beim Kaninchen beobachtet wurde, betrug

etwa das 4- bis 5-fache des Wirkstoffspiegels beim Menschen.

Studien mit neonatalen und juvenilen Ratten und Hunden zeigten keine für den Menschen relevanten

Wirkungen auf irgendeinen der Entwicklungs- oder Reifungsendpunkte bei Dosen bis zu 1800

mg/kg/Tag. Die Exposition bei den Tieren lag deutlich über der Exposition, die beim Menschen nach

maximal empfohlener Dosierung zu finden ist.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Keppra Infusionskonzentrat darf nur mit den unter «Hinweise für die Handhabung» aufgeführten

Arzneimitteln gemischt werden.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Es ist keine Beeinflussung von diagnostischen Methoden durch Keppra bekannt.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Keppra Infusionskonzentrat enthält kein Konservierungsmittel.

Nach Anbruch der Durchstechflasche ist es sofort zu verwenden. Allfällige Reste sind zu verwerfen.

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung (siehe unten,

«Hinweise für die Handhabung») wurde für 24 h bei 2-8 °C gezeigt. Aus mikrobiologischen Gründen

ist sie unmittelbar nach Verdünnung zu verwenden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalverpackung und für Kinder unzugänglich

aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Eine Durchstechflasche Keppra Infusionskonzentrat zu 5 ml enthält 500 mg Levetiracetam. Das

erforderliche Volumen wird der/den Durchstechflasche(n) entnommen und mit 100 ml

Natriumchlorid 0.9%, Glukose 5% oder Ringer-Laktat verdünnt. Die Applikation erfolgt als

intravenöse Infusion über 15 Minuten. Das zu entnehmende Volumen Infusionskonzentrat für eine

bestimmte Dosis ist in der untenstehenden Tabelle dargestellt:

Dosis

Entnahmevolumen

250 mg

2.5 ml (½ Durchstechflasche)

500 mg

5 ml (1 Durchstechflasche)

1000 mg 10 ml (2 Durchstechflaschen)

1500 mg 15 ml (3 Durchstechflaschen)

Keppra Infusionskonzentrat ist mit folgenden Arzneimitteln kompatibel: Lorazepam, Diazepam,

Natrium-Valproat.

Zulassungsnummer

57519 (Swissmedic).

Packungen

Keppra Infusionskonzentrat: Packung zu 10 Durchstechflaschen (B).

Zulassungsinhaberin

UCB-Pharma AG, Bulle.

Stand der Information

Dezember 2017.

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

    Fordern Sie das Informationsblatt für die Öffentlichkeit.



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21-11-2018

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24-10-2018

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Published on: Tue, 23 Oct 2018 00:00:00 +0200 Following a request from the European Commission, the Panel on Additives and Products or Substances used in Animal Feed (FEEDAP) was asked to deliver a scientific opinion on the safety and efficacy of HOSTAZYM® X as a feed additive for sows in order to have benefit in piglets. The additive HOSTAZYM® X contains endo‐1,4‐beta‐xylanase and is available in liquid and solid formulations. This product is authorised as a feed additive for chickens for fattening, tu...

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1-10-2018

Public Notification: FX75000 contains hidden drug ingredient

Public Notification: FX75000 contains hidden drug ingredient

The Food and Drug Administration is advising consumers not to purchase or use FX75000, a product promoted for sexual enhancement. This product was identified during an examination of international mail shipments.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

20-9-2018

Euthoxin 500 mg/ml ad us. vet., Injektionsloesung

Euthoxin 500 mg/ml ad us. vet., Injektionsloesung

● Die Neuzulassung erfolgte am 20.09.2018.

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

23-8-2018

Rote-Hand-Brief zu THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und THIOPENTAL ROTEXMEDICA 1000 mg vom 15.08.2018

Rote-Hand-Brief zu THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und THIOPENTAL ROTEXMEDICA 1000 mg vom 15.08.2018

Rote-Hand-Brief zu THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und THIOPENTAL ROTEXMEDICA 1000 mg

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

22-8-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu RAPIDPoint 405 500 and RAPIDLab 1245 1265 von Siemens Healthcare Diagnostics Inc. Tarrytown

Dringende Sicherheitsinformation zu RAPIDPoint 405 500 and RAPIDLab 1245 1265 von Siemens Healthcare Diagnostics Inc. Tarrytown

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

16-8-2018

Rote-Hand-Brief zu THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und THIOPENTAL ROTEXMEDICA 1000 mg.

Rote-Hand-Brief zu THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und THIOPENTAL ROTEXMEDICA 1000 mg.

Die Firma Rotexmedica GmbH Arzneimittelwerk möchte in Abstimmung mit dem Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein über die folgende vorsorgliche Einschränkung der Anwendung auf strenge Indikationsstellungen sowie eine Vertriebseinschränkung auf Krankenhäuser und Kliniken für die Produkte THIOPENTAL ROTEXMEDICA 500 mg und 1000 mg, Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung, informieren.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

31-7-2018

Public Notification: Black Rhino 25000 contains hidden drug ingredient

Public Notification: Black Rhino 25000 contains hidden drug ingredient

The Food and Drug Administration is advising consumers not to purchase or use Black Rhino 25000, a product promoted for sexual enhancement. This product was identified during an examination of international mail shipments.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

31-7-2018

Public Notification: Krazzy Rhino 25000 contains hidden drug ingredient

Public Notification: Krazzy Rhino 25000 contains hidden drug ingredient

The Food and Drug Administration is advising consumers not to purchase or use Krazzy Rhino 25000, a product promoted for sexual enhancement. This product was identified during an examination of international mail shipments.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

31-7-2018

Public Notification: Gold Rhino 25000 contains hidden drug ingredient

Public Notification: Gold Rhino 25000 contains hidden drug ingredient

The Food and Drug Administration is advising consumers not to purchase or use Gold Rhino 25000, a product promoted for sexual enhancement. This product was identified during an examination of international mail shipments.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

31-7-2018

Public Notification: Platinum Rhino 25000 contains hidden drug ingredient

Public Notification: Platinum Rhino 25000 contains hidden drug ingredient

The Food and Drug Administration is advising consumers not to purchase or use Platinum Rhino 25000, a product promoted for sexual enhancement. This product was identified during an examination of international mail shipments.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

25-7-2018

Dringende Sicherheitsinformation zu 5008 CorDiax HD-PAED option von Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Dringende Sicherheitsinformation zu 5008 CorDiax HD-PAED option von Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Weitere Informationen sowie Details zum Produkt entnehmen Sie bitte der anliegenden Kundeninformation des Herstellers.

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

13-7-2018

Hospira Issues Voluntary Nationwide Recall of Daptomycin for Injection Lyophilized Powder for Solution, Due to Infusion Reactions

Hospira Issues Voluntary Nationwide Recall of Daptomycin for Injection Lyophilized Powder for Solution, Due to Infusion Reactions

Hospira, Inc., a Pfizer company, is voluntarily recalling 8 lots of Hospira’s Daptomycin for Injection 500 mg, Lyophilized Powder For Solution, Single Dose Vial (NDC 0409-0106-01) to the Hospital/Retail level. The product is being recalled due to adverse event reports indicative of infusion reactions.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

10-7-2018

Preventieve HIV-remmers (PrEP) worden verstrekt voor een periode van vijf jaar

Preventieve HIV-remmers (PrEP) worden verstrekt voor een periode van vijf jaar

PrEP wordt binnen een onderzoekssetting voor een periode van vijf jaar verstrekt aan de hoogrisicogroep van mannen die seks hebben met mannen (MSM). Dat heeft minister Bruno Bruins (Medische Zorg) vandaag bekend gemaakt. Op basis van schattingen van het RIVM zullen ongeveer 6500 mannen hiervan gebruik gaan maken en kunnen hiermee  250 hiv-infecties per jaar worden voorkomen. Voor gebruikers gaat een eigen bijdrage gelden van maximaal 25%, dat komt overeen met ongeveer 12 euro per maand. Ook wordt hen gev...

Netherlands - Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport

27-6-2018

Rote-Hand-Brief zu Emerade®: Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen / Mitnahme von zwei Pens

Rote-Hand-Brief zu Emerade®: Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen / Mitnahme von zwei Pens

Emerade® 150/300/500 Mikrogramm Injektionslösung in einem Fertigpen (Adrenalin): Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

20-11-2018

.@US_FDA issues Class I Medical Device Recall, the most serious type of recall: Beckman Coulter Life Sciences Beckman Coulter Life Sciences recalls the FC500 Series Flow Cytometers and EPICS XL Series Flow Cytometers. Find out more:  https://go.usa.gov/xP

.@US_FDA issues Class I Medical Device Recall, the most serious type of recall: Beckman Coulter Life Sciences Beckman Coulter Life Sciences recalls the FC500 Series Flow Cytometers and EPICS XL Series Flow Cytometers. Find out more: https://go.usa.gov/xP

. @US_FDA issues Class I Medical Device Recall, the most serious type of recall: Beckman Coulter Life Sciences Beckman Coulter Life Sciences recalls the FC500 Series Flow Cytometers and EPICS XL Series Flow Cytometers. Find out more: https://go.usa.gov/xPAtn  #MedicalDevice #FDA pic.twitter.com/6e064UQ2wg

FDA - U.S. Food and Drug Administration

13-11-2018

Nplate® 125/250/500 Mikrogramm Pulver

Rote - Liste

13-11-2018

Relifex® 500 mg Filmtabletten

Rote - Liste

13-11-2018

CEPROTIN 500 I.E.

Rote - Liste

12-11-2018

Erythrocin®-i.v. 500 mg/1,0 g

Rote - Liste

12-11-2018

Erythrocin 500 mg Neo

Rote - Liste

9-11-2018

Claversal® 500 mg Tabletten

Rote - Liste

6-11-2018

Tetracyclin Wolff® 500 mg

Rote - Liste

6-11-2018

Arilin® 500 mg

Rote - Liste

23-10-2018

Calciumacetat-Nefro® 500 mg/700 mg

Rote - Liste

22-10-2018

BeneFIX® 250/500/1000/2000/3000 I.E.

Rote - Liste

7-9-2018

Aloxi® 500 Mikrogramm Weichkapseln

Rote - Liste

7-9-2018

Klacid® Uno, 500 mg Retardtablette

Rote - Liste

6-9-2018

Atenativ 500/1000 I.E.

Rote - Liste

28-8-2018

Paracetamol AbZ 500 mg Tabletten

Rote - Liste

10-8-2018

Pyrazinamid 500 mg JENAPHARM

Rote - Liste

1-8-2018

Daxas® 500 Mikrogramm Filmtabletten

Rote - Liste

31-7-2018

Vancomycin Kabi 500 mg/1 g Pulver

Rote - Liste

13-7-2018

Ergenyl® chrono 300 mg/500 mg

Rote - Liste

4-7-2018

Zithromax® 250/500 mg Filmtabletten

Rote - Liste

29-6-2018

Dysport® 300 Einheiten/500 Einheiten

Rote - Liste