Kaliumphosphat 1 molar B. Braun

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Kaliumphosphat 1 molar B. Braun Zusatzampulle für Infusionslösungen
  • Darreichungsform:
  • Zusatzampulle für Infusionslösungen
  • Zusammensetzung:
  • kalii dihydrogenophosphas 1.36 g, Wasser ad iniectabilia q.s. zu einer Lösung anstelle der 10 ml, Endwerte., Kalium 10 mmol, dihydrogenophosphas 10 mmol.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Kaliumphosphat 1 molar B. Braun Zusatzampulle für Infusionslösungen
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Kalium- und Phosphatzufuhr

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 45880
  • Berechtigungsdatum:
  • 13-05-1985
  • Letzte Änderung:
  • 24-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Kaliumphosphat 1 molar

B. Braun

B. BRAUN MEDICAL

Zusammensetzung

Wirkstoff: Kalium dihydrogenphosphat.

Hilfsstoff: Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstofmenge pro Einheit

Infusionslösungskonzentrat

1 Ampulle zu 10 ml enthält:

Kalium dihydrogenphosphat: 1,36 g.

Wasser für Injektionszwecke q.s. ad: 10 ml.

Elektrolyte

Kalium: 10 mmol.

Dihydrogenphosphat: 10 mmol.

Theor. Osmolarität 2 mOsm/ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Prophylaxe und Therapie der Hypophosphatämie.

Rasche Korrektur einer Hyperkalzämie, Kaliumzufuhr.

Dosierung/Anwendung

1. Verdünnt in einer Trägerlösung, durch langsame i. v. Infusion. Dabei

ist zu beachten, dass der Kaliumzusatz erst unmittelbar vor Anlegen der

Infusion unter streng sterilen Kautelen zuzuspritzen ist. Die

Infusionsflasche sollte danach bis zur vollständigen Mischung leicht

geschüttelt werden.

2. Die Dosierung muss gemäss dem Patientenzustand, der Flüssigkeits-

und Elektrolytbilanz und dem Säuren/Basen-Haushalt angepasst werden.

3. Die folgenden Werte gelten nur als generelle Hinweise. Die

Zusatzdosis wird nach dem Ionengehalt der Trägerlösung berechnet.

Höchste tägliche Kaliumzufuhr

Erwachsene mit Serum K

<2,0 mmol/l: 400 mmol K

Erwachsene mit Serum K

>2,5 mmol/l: 200 mmol K

Kinder: 3 mmol/kg Körpergewicht oder 40 mmol/m² Körperfläche.

Höchste Kaliumkonzentration in der Infusionslösung

Serum K

<2,0 mmol/l: 80 mmol/l K

in der Lösung.

Serum K

>2,5 mmol/l: 40 mmol/l K

in der Lösung.

Höchste Infusionsgeschwindigkeit

Serum K

<2,0 mmol/l: 40 mmol/Stunde.

Serum K

>2,5 mmol/l: 10 mmol/Stunde.

Hinweis

Der Serum-Kalium-Spiegel gibt nur annähernde Hinweise auf den

intrazellulären Kalium-Bestand. Die intrazelluläre Kalium-Konzentration

wird durch eine acidotische oder alkalotische Stofwechsellage

wesentlich beeinflusst. So steigt bei Acidose der extrazelluläre Anteil an

und fällt ab bei Alkalose.

Phosphatzufuhr

Nach Patientenbedarf.

Um eine Hyperkaliämie zu vermeiden, soll die Kaliummenge berechnet

werden.

Die Kalzämie und die Kaliämie überwachen.

Kontraindikationen

Hyperphosphatämie, Hyperkaliämie, Hypokalzämie, Niereninsufzienz.

Die Anwendungseinschränkungen der Trägerlösung müssen auch befolgt

werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Nur intakte Ampullen und klare Lösungen verwenden.

Niemals die Lösungen unverdünnt spritzen.

Die Lösungen müssen immer in einer passenden Trägerlösung verdünnt

und vollständig gemischt werden.

Die Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz und der Säuren/Basen-Haushalt

müssen überwacht werden, um die Dosierung genau zu kontrollieren.

Die Kaliämie speziell überwachen.

Die Diurese vor der Infusion kontrollieren.

Die Herzfunktion überwachen.

Kalzämie überwachen.

Interaktionen

Herzglykoside.

Kaliumsparende Diuretika (z.B. Amiloride, Spironolactone, Triamterene)

können eine Hyperkaliämie fördern.

ACE-Hemmer (Enalapril, Captopril) können durch erniedrigten

Aldosteron-Spiegel eine Hyperkaliämie fördern.

Natriumfreie Diätsalze.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine Daten aus präklinischen oder klinischen Untersuchungen

zur Anwendung während der Schwangerschaft vor. Andererseits

erscheint eine Schädigung des Fötus durch physiologische Ionen als

wenig wahrscheinlich, solange die Ionen-Konzentrationen im Blut der

Mutter normal sind. Bei einer Anwendung während der Schwangerschaft

ist dennoch Vorsicht geboten. Die Kaliämie, die Phosphatämie und die

Kalzämie sind speziell zu überwachen.

Bei einer normalen Kaliämie der Mutter ist der Kaliumgehalt der Milch

normalerweise niedrig.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von

Maschinen wurde nicht untersucht.

Unerwünschte Wirkungen

Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall.

Andere unerwünschte Wirkungen sind vor allem bei einer Überdosierung

möglich.

Die Infusion einer hyperosmotischen Lösung kann eine

Venenentzündung fördern.

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung (in Abhängigkeit von der Höhe des

Serum-Kalium-Spiegels) sind:

Parästhesien, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit.

Bradycardie, Arrhythmie, Blutdruckabfall, Kammerflimmern und

Herzstillstand.

EKG: Hohe T-Zacke; Abflachung der P-Welle; Verbreiterung des QRS-

Komplexes; Arrhythmien; Kammerflimmern bis zum Herzstillstand.

Notfallmassnahmen

Im Fall einer Überdosierung die Infusion sofort unterbrechen, wichtige

physiologische Parameter bestimmen und therapeutische Massnahmen

einleiten.

Hyperkaliämie: Plasmakaliumkonzentration über 5,5 mmol/l

Die Herzfunktion mit Elektrokardiographie überwachen.

10% Kalziumchlorid oder Kalziumglukonatlösung langsam i.v. (ca. 10–20

ml über 10 Min.).

Natriumbikarbonat 8,4% (je nach Stofwechsellage bis 250 ml).

Glucose-Insulin-Therapie unter ständiger Kontrolle der

Glucosekonzentration im Plasma sowie des Säuren-Basen-Status.

Gegebenenfalls Hämo- oder Peritonealdialyse.

Gegebenenfalls Kationenaustauscher.

Nicht notfallmässige Therapie

Infusion kaliumfreier Lösungen.

Forcierte Diurese.

Vermeidung unnötiger kataboler Efekte.

Azidoseausgleich.

Gegebenenfalls Einsatz von Kationenaustauscher.

Bei unzureichender renaler Kaliumelimination: Dialysetherapie.

Hyperphosphatämie mit Hypokalzämie

Kalzium intravenös verabreichen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05XA06

Wirkungsmechanismus

Behebung von Kalium- und Phosphatmangelzuständen.

Kaliummangel verschiedenster Ursache (Serum-Kalium <3,5 mmol/l)

äussert sich in Tonusverminderung der glatten und quergestreiften

Muskulatur bis zur schlafen Lähmung der Skelettmuskulatur. Ferner

können Apathie und Somnolenz bis hin zur Bewusstlosigkeit auftreten.

Als kardiovaskuläre Symptome sind Hypotonie, Tachycardie,

Herzrhythmusstörungen und plötzlicher Herzstillstand zu erwähnen.

Magen-Darm-Atonien mit Obstipation oder paralytischem Ileus und

Blasenlähmungen sind möglich.

Im EKG zeigt sich unter Kaliummangel eine typische Abflachung der T-

Welle, eine Senkung der ST-Strecke sowie die Ausbildung einer U-Welle,

die mit der T-Welle verschmelzen kann. Diese Veränderungen

korrelieren jedoch nicht mit der Höhe des Serum-Kalium-Spiegels.

Pharmakodynamik

Kalium ist das wichtigste intrazelluläre Kation. Es spielt eine wesentliche

Rolle in der Regulation des intrazellulären Volumens, ähnlich wie

Natrium im extrazellulären Raum. Darüber hinaus liegt seine Bedeutung

in der Beeinflussung der neuromuskulären Erregbarkeit.

Klinische Wirksamkeit

Phosphat- und Kaliumzufuhr.

Pharmakokinetik

Absorption, Distribution, Metabolismus, Elimination

Kalium

Distribution: Hauptsächlich intrazellulär.

Elimination: Hauptsächlich renal.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Bei Störungen der renalen Kaliumausscheidung können selbst kleine

Mengen von Kalium eine Kaliumintoxikation bewirken.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung relevanten präklinischen Daten

verfügbar.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Kaliumphosphathaltige Lösungen sind insbesondere mit Ringer’scher

Lösung, Ringerlactat, Ringeracetat, Lipofundin Emulsionen oder

Kalziumsalzen inkompatibel.

Wenn die Zusatzampullen mit anderen Trägerlösungen als den unter

«Hinweise für die Handhabung» angegebenen gemischt werden müssen,

sollte die Kompatibilität getestet werden.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Keine bekannt.

Haltbarkeit

In der Originalverpackung bis zu dem auf der Etikette angegebenen

Verfalldatum «Exp.» verwenden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Hinweise für die Handhabung

Kaliumphosphat 1 molar B. Braun ist mit den folgenden B. Braun

Standard-Lösungen kompatibel:

Glucose Lösungen, NaCl 0,9%, NaCl-Glucose Lösungen, Aequifusine.

Zulassungsnummer

45880 (Swissmedic).

Packungen

Kaliumphosphat 1 molar B. Braun Inf Konz Amp 5 × 10 ml. (B)

Zulassungsinhaberin

B. Braun Medical AG, 6204 Sempach.

Stand der Information

September 2008.

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