Kali-Sterop

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Kali-Sterop Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 2 g-10 ml
  • Dosierung:
  • 2 g-10 ml
  • Darreichungsform:
  • Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

  • Information für medizinisches Fachpersonal:
  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.


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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Kali-Sterop Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 2 g-10 ml
    Belgien
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Kalium-Versorgung

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AFMPS - Agence Fédérale des Médicaments et des Produits de Santé - Belgium
  • Zulassungsnummer:
  • BE098831
  • Letzte Änderung:
  • 12-04-2018

Packungsbeilage

Packungsbeilage

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

KALI-STEROP 746mg/10ml

KALI-STEROP 1g/10ml

KALI-STEROP 1,5g/10ml

KALI-STEROP 2g/10ml

KALI-STEROP 3g/10ml

KALI-STEROP 7,5g/50ml

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Kaliumchlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung

dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte

weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben

Beschwerden

haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind,

informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

Was ist KALI-STEROP und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von KALI-STEROP beachten?

Wie ist KALI-STEROP einzunehmen ?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist KALI-STEROP aufzubewahren?

Weitere Informationen

1.

WAS IST KALI-STEROP UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Pharmakologisch-therapeutische Gruppe: Kalium Zufuhr.

KALI-STEROP ist angezeigt :

zur Behandlung der Hypokaliämie bei schweren Störungen oder wenn die orale Zufuhr nicht

möglich oder unzureichend ist.

zur Kompensierung eines durch eine Blutuntersuchung (Ionogramm) bestätigten Kaliummangels

oder zur Vorbeugung einer Hypokaliämie bei parenteraler Ernährung.

2.

WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON KALI-STEROP BEACHTEN?

KALI-STEROP darf nicht angewendet werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Kalium sind.

Überhöhte Blutkaliumwerte oder in Situationen, die eine solche Erhöhung nach sich ziehen, z.B.:

Übersäuerung des Organismus; Nebenniereninsuffizienz; akute Dehydratation; unbehandelter

Diabetes; chronische Niereninsuffizienz; großflächige Hautverletzungen (z.B. bei schweren

Brandwunden)

Schwere Funktionsstörungen der Nieren

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Packungsbeilage

Schwere Herzprobleme, insbesondere bei Patienten, die mit Digitalispräparaten behandelt werden

Nicht behandelte Addison-Krankheit

Hitzekrämpfe

Extreme Formen der vererbten Muskelschwäche

Gleichzeitige Behandlung mit bestimmten einzelnen oder kombinierten Diuretika (außer bei

strikter Überwachung des Kaliums im Blut)

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von KALI-STEROP ist erforderlich,

Diese Lösung ist hoch konzentriert und darf nicht unverdünnt injiziert werden. Vor der

Verabreichung verdünnen.

Nur trübungsfreie Lösungen verwenden.

Intravenöse Applikation sehr langsam durchführen, um einen Kaliumüberschuss zu vermeiden.

Vor und während der Behandlung muss regelmäßig der Blutkaliumspiegel überwacht werden.

KALI-STEROP enthält keine Konservierungsstoffe; daher kann es nach Öffnen der Ampulle oder

des Fläschchens zur Kontamination mit Mikroorganismen kommen. KALI-STEROP sowie

sämtliche diese Lösung enthaltende Spritzen sind zum einmaligen und individuellen Gebrauch

bestimmt und dürfen in keinem Fall wiederverwendet werden.

Die Infusionslösung ist aseptisch vorzubereiten. Alle nicht verwendeten Produktreste sind

unverzüglich zu entsorgen. Die Medikamentenlösung sowie das Infusionsmaterial müssen für die

gesamte Dauer der Infusion, die 24 Stunden nicht überschreiten darf, aseptisch gehalten werden.

Nach dem Ende der Infusion sind alle Lösungsreste sowie das gesamte Infusionsmaterial gemäß

den geltenden Vorschriften zu entsorgen.

Um eine Hyperkaliämie zu vermeiden, muss regelmäßig das EKG überprüft werden, vor allem bei

Infusionen mit mehr als 20 mEq Kalium pro Stunde. Zu den EKG-Veränderungen, die

wahrscheinlich der wichtigste Indikator für die Toxizität des Kaliums sind, zählen insbesondere

vergrößerte und spitzere T-Wellen, das Absinken der ST-Strecke, das Verschwinden der P-Welle,

ein längeres QT-Intervall sowie ein größerer und weniger deutlicher QRS-Komplex. Sehr hohe

Kaliumkonzentrationen im Blutplasma von 8 bis 11 mEq/l können durch Herzinsuffizienz,

Herzrhythmusstörungen oder Herzstillstand zum Tod führen.

Regelmäßig die Urinausscheidung überwachen.

Vor allem bei Patienten mit Herzinsuffizienz muss jegliche Kreislaufüberbelastung vermieden

werden.

Es ist zu beachten, dass nach einer versehentlichen epiduralen Verabreichung von Kaliumlösung

über Fälle von vorübergehender oder permanenter Lähmung berichtet wurde.

Im Fall einer zu schnellen Verabreichung oder der Injektion einer zu großen Menge besteht das

Risiko einer Reizung oder Nekrose an der Einstichstelle. Um das Risiko einer Thrombophlebitis

zu verringern, wird empfohlen, die Einstichstelle alle 24 Stunden zu wechseln.

Wenn Sie bereits andere Arzneimittel nehmen, lesen Sie bitte ebenfalls den Titel " Bei

Einnahme von STELLATROPINE mit anderen Arzneimitteln ".

Sollte einer der oben erwähnten Warnhinweise gegenwärtig auf Sie zutreffen (oder in der

Vergangenheit auf Sie zugetroffen haben), so konsultieren Sie in dieser Frage Ihren Arzt.

Bei Anwendung von KALI-STEROP mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor

kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bestimmte Diuretika

, wie z.B. Amilorid, Canrenon, Spironolakton oder Triamteren (einzeln

oder kombiniert) können bei gleichzeitiger Verabreichung mit KALI-STEROP zu Problemen

führen. Ein übermäßig erhöhter Kaliumspiegel im Blut kann zum Tode führen, insbesondere

bei nierenkranken Patienten. Falls eine Kombination nicht vermieden werden kann, muss der

Kaliumgehalt im Serum während der Behandlung genauestens überwacht werden.

Konversionsenzym-Hemmer

gleichzeitiger

Verabreichung

können

Aldosterongehalt im Serum verringern und somit eine Ansammlung des Kaliums im Blut

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Leaflet (DE)

Packungsbeilage

bewirken, was zu einer Hyperkaliämie und vor allem bei nierenkranken Patienten und bei

älteren Personen potentiell zum Tod führen kann. Falls eine Kombination nicht vermieden

werden kann, muss der Kaliumgehalt im Serum während der Behandlung genauestens

überwacht werden. Patienten, die mit Konversionsenzym-Hemmern behandelt werden,

müssen eine übermäßige Aufnahme von Kalium über die Nahrung vermeiden.

Digitalishaltige Glykoside bei Herzblock

: Die Kombination wird nicht empfohlen, aber im

Falle

einer

erforderlichen

Kaliumzufuhr

Vorbeugung

oder

Behebung

eines

Kaliummangels bei Digitalispatienten, muss der Kaliumspiegel engmaschig kontrolliert

werden.

Verabreichung mit Kalziumsalzen

: Bei Patienten, die parenteral Kalzium zugeführt

bekommen, ist bei der Verabreichung von Kalium besondere Vorsicht geboten, da das Risiko

von Herzrhythmusstörungen besteht.

Amphotericin B, Kortikosteroide, ACTH, Gentamicin, Penizilline, Polymyxin+ B

: Diese

Medikamente können zu erhöhter Urinausscheidung und somit zu vermehrtem Kaliumbedarf

führen. Bei einer gleichzeitigen Verabreichung wird die genaue Überwachung des

Kaliumgehalts im Serum empfohlen.

Nichtsteroidale Entzündungshemmer

: Die nichtsteroidalen Entzündungshemmer können

ebenfalls zur Hyperkaliämie führen. Bei einer gleichzeitigen Verabreichung wird daher die

genaue Überwachung des Kaliumgehalts im Serum empfohlen.

Insulin oder Natriumbicarbonat

: Diese Medikamente können den Kaliumgehalt im Serum

verringern, da sie das Eindringen des Kaliums in die Zellen begünstigen.

Unverträglichkeiten

Es ist bekannt, dass die Mischung von Kaliumchloridlösungen mit verschiedenen Infusionszusätzen

Probleme bereiten kann. Die vorliegenden Informationen sind gleichermaßen unterschiedlich und

begrenzt und lassen keine Verallgemeinerung zu. Vor dem Zusatz von Medikamenten ist die jeweilige

Kompatibilität genauestens zu prüfen

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor

kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Anwendung von KALI-STEROP zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Gegenstandslos.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit werden Kaliumchloridlösungen nur in absolut

notwendigen Fällen verabreicht.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Gegenstandlos

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von KALI-STEROP

Gegenstandlos

3.

WIE IST KALI-STEROP ANZUWENDEN?

WICHTIGER HINWEIS: DIE KALIUMCHLORIDLÖSUNGEN MÜSSEN VOR DER INFUSION

VERDÜNNT WERDEN. EINE DIREKTE VERABREICHUNG KONZENTRIERTER LÖSUNGEN

KANN SOFORT ZUM TOD FÜHREN.

Die Verabreichung erfolgt intravenös sehr langsam (tropfenweise) unter genauer medizinischer

Beobachtung, nachdem mit einer geeigneten Infusionslösung (z.B. einer 5 %igen Glukoselösung)

verdünnt wurde. Dosis und Verabreichungsgeschwindigkeit sind von den individuellen Erfordernissen

jedes Patienten abhängig.

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Leaflet (DE)

Packungsbeilage

Behandlung der Hypokaliämie

Bei Erwachsenen und Jugendlichen:

Die intravenöse Verabreichung von Kalium kommt nur bei Patienten mit ausreichender

Urinausscheidung in Frage. Im Fall einer Dehydratation wird dem Patienten vor der

Kaliumapplikation ein Liter Flüssigkeit ohne Kalium verabreicht.

Im Allgemeinen beträgt die Kaliumkonzentration in der Infusionsflüssigkeit nicht mehr als 40 mEq/l,

und es werden pro Stunde nicht mehr als 20 mEq verabreicht.

Nach einer anfänglichen Gesamtdosis von 40 bis 60 mEq, erfolgt die weitere Behandlung je nach

Ansprechen des Patienten.

Beträgt der Kaliumgehalt im Serum mehr als 2,5 mEq/l und liegen nur geringfügige neuromuskuläre

und kardiale Anomalien vor (und ist die Nierenfunktion des Patienten nicht eingeschränkt),

lässt sich Kaliumchlorid mit einer Konzentration von maximal 30 mEq/l und einer

Geschwindigkeit von höchstens 10 mEq pro Stunde verabreichen. Die Tagesdosis darf 200

mEq nicht überschreiten.

Liegt der Kaliumgehalt im Serum dagegen unter 2 mEq/l und liegen Muskellähmung und kardiale

Anomalien vor, kann Kaliumchlorid mit einer Konzentration von maximal 60 mEq/l und

einer Geschwindigkeit von höchstens 20 mEq pro Stunde verabreicht werden. Die

Tagesdosis darf 400 mEq nicht überschreiten (das sind in der Regel nicht mehr als 3 mEq

pro kg Körpergewicht).

N. B. :

In Notfällen können Dosis und Verabreichungsgeschwindigkeit kurzfristig über den oben

genannten Schwellenwerten liegen.

Bei Kindern:

Entsprechend den individuellen Erfordernissen des Kindes, ist eine Tagesdosis von maximal 3 mEq

Kalium pro Kilogramm Körpergewicht oder 40 mEq pro m

Körperoberfläche zulässig .

Die Menge der verabreichten Flüssigkeit richtet sich ebenfalls nach dem Körpergewicht.

Vermeidung einer Hypokaliämie

Die Kaliumzufuhr zur Deckung des täglichen Bedarfs bei parenteraler Ernährung richtet sich nach den

speziellen Bedürfnissen des einzelnen Patienten.

Wenden Sie KALI-STEROP immer genau nach Anweisung des Arztes ein an. Bitte fragen Sie bei

Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Wenn Sie eine größere Menge von KALI-STEROP angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel

KALI-STEROP

verabreicht haben, wenden Sie sich umgehend an Ihren

Arzt, Ihren Apotheker oder die Giftzentrale (Giftnotruf: 070/245.245).

Die Hyperkaliämie, eine anormale Erhöhung des Kaliumgehalts im Blutplasma, stellt das häufigste

und schwerwiegendste Risiko einer Behandlung mit Kalium dar.

Zu den EKG-Veränderungen, die wahrscheinlich der wichtigste Indikator für die Toxizität des

Kaliums sind, zählen insbesondere vergrößerte und spitzere T-Wellen, das Absinken der ST-Strecke,

das Verschwinden der P-Welle, ein längeres QT-Intervall sowie ein größerer und weniger deutlicher

QRS-Komplex.

Klinische Anzeichen und Symptome für eine Kaliumüberdosierung sind: Parästhesien der

Extremitäten, Antriebslosigkeit, Verwirrtheit, Schwäche- oder Schweregefühl in den Beinen,

Störungen des Muskeltonus (schlaffe Lähmung), Kältegefühl, blasser/„grauer“ Teint, Blutdruckabfall,

Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand.

Sehr hohe Kaliumkonzentrationen im Blut (8 bis 11 mEq/l) können durch Herzstillstand, Kardial

Insuffizienz und unregelmäßige Herzschlagfolge zum Tod führen.

Sobald eine Hyperkaliämie festgestellt wurde, muss sie unverzüglich behandelt werden, da binnen

weniger Stunden letale Konzentrationen im Serum erreicht werden können. Jede Behandlung, die zur

Erhöhung des Kaliums im Blut führen kann, muss umgehend eingestellt werden.

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Packungsbeilage

Die Behandlung der Hyperkaliämie ist abhängig von ihrem Schweregrad; es wurden verschiedene

Behandlungsformen vorgeschlagen. Allerdings ist zu bedenken, dass eine zu rasche Verringerung des

Kaliumgehalts im Blutplasma bei Patienten, die mit Digitalispräparaten behandelt werden, die kardiale

Toxizität der herzstärkenden Glykoside heraufsetzen kann.

einer

schweren

Hyperkaliämie

wurden

Maßnahmen

Verabreichung

Natriumbikarbonat, Kalziumsalzen und/oder Glukose mit oder ohne Insulin empfohlen.

Bei Patienten mit einem Kaliumgehalt von über 6,5 mEq/l im Blut wird die Infusion von 40 bis 160

mEq Natriumbikarbonat innerhalb von 5 Minuten empfohlen. Bei anhaltenden Anomalien im EKG

kann diese Dosis nach 10 bis 15 Minuten wiederholt werden.

Die Glukosebehandlung besteht in der Regel aus der intravenösen Infusion von 300 bis 500 ml einer

10% bis 25%igen Glukoselösung mit 5 bis 10 Einheiten Insulin auf 20 g Glukose im Verlauf einer

Stunde. Nach Aussage einiger Kliniker ist diese Behandlung weniger zuverlässig und wirkt nicht so

rasch wie die Behandlung mit Natriumbikarbonat. Darüber hinaus geht aus einigen Studien hervor,

dass das der Glukoselösung beigegebene Insulin möglicherweise vom Material (Fläschchen und Set)

absorbiert wird. Aus diesem Grund wird eine separate Verabreichung des Insulins empfohlen.

Falls im EKG des Patienten die P-Welle verschwindet oder eine Erweiterung des QRS-Komplexes

auftritt, und falls er nicht mit herzstärkenden Glykosiden behandelt wird, kann er unverzüglich mit 0,5

bis 1 g (5 bis 10 ml einer 10 %-igen Lösung) Kalziumglukonat oder einem anderen Kalziumsalz

behandelt werden, wobei dies intravenös innerhalb von 2 Minuten injiziert wird; dabei ist

kontinuierlich das EKG zu überwachen, um den kardiotoxischen Wirkungen des Kaliums zu

begegnen. Sollten die EKG-Veränderungen anhalten, kann diese Dosis Kalziumsalz alle 1 bis 2

Minuten erneut verabreicht werden.

Falls die Hyperkaliämie mit einem Flüssigkeitsverlust einhergeht, ist eventuell die Verabreichung von

Flüssigkeiten ohne Kalium hilfreich, um den Kaliumgehalt im Blutplasma zu verringern. Sobald sich

das EKG wieder einem normalen Verlauf annähert, wird im Laufe der Behandlung versucht, dem

Organismus das überschüssige Kalium zu entziehen. Dazu eignen sich vor allem bei Patienten mit

Niereninsuffizienz eine Hämodialyse oder Peritonealdialyse.

Die Verabreichung hoher Natriumchloriddosen wurde ebenfalls empfohlen, um bei Patienten mit

normaler Nierenfunktion die Ausscheidung des Kaliums über den Urin zu steigern.

Weiterhin wurden bei Patienten mit Nebenniereninsuffizienz, aber normaler Nierenfunktion zur

Verringerung des Kaliumgehalts im Blutplasma auch Substanzen wie Testosteron oder Desoxy-

Testosteron-Azetat eingesetzt.

Wenn Sie die Anwendung von KALI-STEROP vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von KALI-STEROP abbrechen

Keine verfügbaren Angaben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker

4.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann KALI-STEROP Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen.

Es wurden folgende mögliche Nebenwirkungen beobachtet:

Schmerzen an der Injektionsstelle oder Phlebitis,

Nekrosen bei paravenöser Injektion,

Hyperkaliämie bei rascher oder hochdosierter Verabreichung (siehe auch die Punkte

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von KALI-STEROP ist erforderlich“ und „Wenn

Sie eine größere Menge von KALI-STEROP angewendet haben, als Sie sollten“);

Bei Nichteinhaltung einer aseptischen Vorgehensweise während der Aufbereitung oder

Verabreichung der Lösung: Fieber, Infektion der Einstichstelle, venöse Thrombosen oder von

der Injektionsstelle ausgehende Phlebitis.

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Packungsbeilage

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie

erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

5.

WIE IST KALI-STEROP AUFZUBEWAHREN?

Das Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren in der Originalverpackung.

Haltbarkeitsdauer: Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach EX.: (Monats/Jahr)

angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des Monats.

Sie dürfen KALI-STEROP nicht verwenden, nur trübungsfreie Lösungen verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme

hilft die Umwelt zu schützen.

6.

WEITERE INFORMATIONEN

Was KALI-STEROP enthält

Der Wirkstoff ist Kaliumchlorid.

Der sonstige Bestandteil ist Wasser für Injektion.

KALI-STEROP

746mg/10ml

: Kaliumchlorid 746 mg - Wasser für Injektion für 10 ml

KALI-STEROP 1g/10ml

: Kaliumchlorid 1g - Wasser für Injektion für 10 ml

KALI-STEROP 1,5g/10ml

: Kaliumchlorid 1,5g - Wasser für Injektion für 10 ml

KALI-STEROP 2g/10ml

: Kaliumchlorid 2g - Wasser für Injektion für 10 ml

KALI-STEROP 3g/10ml

: Kaliumchlorid 3g - Wasser für Injektion für 10 ml

KALI-STEROP 7,5g/50ml

: Kaliumchlorid 7,5g - Wasser für Injektion für 50 ml

Ionen-Zusammensetzung: in mEq/ml oder mmol/ml

KALI-STEROP

746mg/10ml

KALI-STEROP

1g/10ml

1,34

1,34

KALI-STEROP

1,5g/10ml

KALI-STEROP

2g/10ml

KALI-STEROP

3g/10ml

KALI-STEROP

7,5g/50ml

Wie KALI-STEROP aussieht und Inhalt der Packung

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Glasampullen Typ I mit 10 ml, in Packungen mit 10 Ampullen und 100 Ampullen (Anstaltspackung).

Glas

durchstech

flaschen Typ I mit 50 ml, in Packungen mit 1

Durchstech

flaschen und 50

Durchstech

flaschen (Anstaltspackung).

Abgabe

: Verschreibungspflichtig.

Zulassungsnummern :

KALI-STEROP 746mg/10ml :

: BE095803

KALI-STEROP 1g/10ml :

: BE253477

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Packungsbeilage

KALI-STEROP 1,5g/10ml :

: BE253461

KALI-STEROP 2g/10ml :

: BE098646

KALI-STEROP 3g/10ml :

: BE093694

KALI-STEROP 7,5g/50ml :

: BE098831

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Laboratoires STEROP S.A. - Avenue de Scheut 46-50, B-1070 Brüssel.

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 12/2008.

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