Jodthyrox - Tabletten

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Jodthyrox - Tabletten
  • Einheiten im Paket:
  • 30 Stück, Laufzeit: 24 Monate,100 Stück, Laufzeit: 24 Monate
  • Verschreibungstyp:
  • Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Jodthyrox - Tabletten
    Österreich
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiebereich:
  • Thyroid hormones
  • Produktbesonderheiten:
  • Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • AGES
  • Zulassungsnummer:
  • 1-19423
  • Berechtigungsdatum:
  • 23-08-1991
  • Letzte Änderung:
  • 13-06-2018

Packungsbeilage

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Jodthyrox – Tabletten

Wirkstoffe: Levothyroxin-Natrium und Kaliumiodid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch

für

Nebenwirkungen,

nicht

dieser

Packungsbeilage

angegeben

sind.

Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

Was ist Jodthyrox und wofür wird es angewendet?

Was sollten Sie vor der Einnahme von Jodthyrox beachten?

Wie ist Jodthyrox einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Jodthyrox aufzubewahren?

Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.

Was ist Jodthyrox und wofür wird es angewendet?

Das in Jodthyrox enthaltene Schilddrüsenhormon Levothyroxin ist dem natürlich gebildeten Hormon

völlig

gleich.

Wirkung

Schilddrüsenhormone

Körperzellen

beruht

einem

gesteigerten

Eiweißaufbau,

betrifft

daher

Zellreifung

-wachstum,

Steigerung

Energieumsatzes, Regelung der Körpertemperatur und Beschleunigung der Stoffwechselvorgänge.

Jodthyrox ist ein Arzneimittel zur Behandlung des durch Iodmangel bedingten Kropfes (euthyreote

Struma) sowie zur Verhütung oder Behandlung einer erneuten Kropfbildung nach teilweiser oder

totaler Entfernung der Schilddrüse wegen eines Iodmangelkropfes.

2.

Was sollten Sie vor der Einnahme von Jodthyrox beachten

Jodthyrox darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Levothyroxin-Natrium, Kaliumiodid oder einen der in Abschnitt 6.

genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

wenn

Ihnen

autonome

Bezirke

bzw.

Adenome

Schilddrüse,

Knotenkropf,

oder

Schilddrüsenüberfunktion jeglicher Genese vorliegen.

bei unbehandelter Unterfunktion der Nebennierenrinden.

wenn Sie an frischem Herzinfarkt, Angina pectoris (Beklemmungsgefühl in der Brust wegen

unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels), Entzündung der Herzmuskelschicht oder

aller

Schichten

Herzwand

(Myo-,

Pancarditis),

tachykarder

Herzmuskelschwäche

(Herzinsuffizienz) oder Herzrhythmusstörungen leiden.

bei Iodallergie.

bei bestimmten entzündlichen, ekzemartigen Hautreaktionen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Jodhtyrox einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Jodthyrox ist erforderlich,

wenn bei Ihnen eine der folgenden Krankheiten vorliegt: Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz),

Angina

pectoris,

Arterienverkalkung

(Arteriosklerose),

Bluthochdruck,

Hypophysen-

(Hirnanhangdrüsen-)

bzw.

Nebennierenrindenschwäche;

Erkrankung,

Schilddrüse

unkontrolliert Schilddrüsenhormon bildet (Schilddrüsenautonomie). Diese Erkrankungen sind vor

Beginn einer Schilddrüsenhormontherapie auszuschließen bzw. zu behandeln.

wenn

Ihnen

eine

Koronarinsuffizienz

(Mangeldurchblutung

Herzkranzgefäße),

Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder Herzrhythmusstörungen der schnellen Art besteht. Dann ist

auch eine leichtere durch Levothyroxin/Liothyronin bedingte Schilddrüsenüberfunktion unbedingt

zu vermeiden.

wenn

Ihnen

eine

durch

eine

Erkrankung

Hirnanhangdrüse

verursachte

Schilddrüsenunterfunktion (sekundäre Hypothyreose) besteht. In diesem Fall muss vor Einleitung

einer

Schilddrüsenhormontherapie

Ursache

abgeklärt

werden,

falls

erforderlich

gleichzeitigem

Vorliegen

einer

Nebennierenrindenschwäche

eine

entsprechende

Therapie

eingeleitet

werden.

wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden oder mit blutgerinnungshemmenden

Arzneimitteln behandelt werden. Insbesondere zu Behandlungsbeginn mit Jodthyrox sind die

Blutzuckerspiegel bzw. Blutgerinnungswerte regelmäßig zu kontrollieren und gegebenenfalls die

Dosierung des Antidiabetikums bzw. des blutgerinnungshemmenden Arzneimittels entsprechend

anzupassen

wenn Sie die Einnahme von Orlistat beginnen oder beenden, oder die Behandlung mit

Orlistat ändern (Arzneimittel zur Behandlung von Übergewicht; in diesem Fall kann eine

engmaschigere Überwachung und gegebenenfalls eine Anpassung der Dosis erforderlich

werden).

wenn Sie Anzeichen einer psychotischen Störung bei sich beobachten (in diesem Fall

kann eine engmaschigere Überwachung und gegebenenfalls eine Anpassung der Dosis

erforderlich werden).

Bei Frauen nach der Menopause mit einer Schilddrüsenunterfunktion, bei denen ein erhöhtes Risiko

für eine verminderte Knochendichte (Osteoporose) besteht, soll die Schilddrüsenfunktion engmaschig

kontrolliert werden, um überhöhte Blutspiegel zu vermeiden.

Eine Sättigung der Schilddrüse mit Iod kann die optimale Aufnahme von Radioiod zur Diagnostik

oder Therapie verhindern. Es wird empfohlen, eine Iodidgabe vor solchen Maßnahmen zu vermeiden.

Schilddrüsenhormone dürfen nicht zur Gewichtsabnahme angewendet werden. Die Einnahme von

Schilddrüsenhormonen führt nicht zu einer Reduktion Ihres Gewichtes, wenn bei Ihnen eine normale

Schilddrüsenfunktion vorliegt. Schwere und sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen können

auftreten, wenn Sie die Dosierung ohne Anweisung Ihres Arztes steigern. Hohe Dosen von

Schilddrüsenhormonen dürfen nicht zusammen mit bestimmten Arzneimitteln zur Gewichtsreduktion,

wie z. B. Amfepramon, Cathin und Phenylpropanolamin, eingenommen werden, da das Risiko für

schwere oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen zunehmen könnte.

Einnahme von Jodthyrox zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,

kürzlich

andere

Arzneimittel

eingenommen/angewendet

haben

oder

beabsichtigen,

andere

Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Jodthyrox und einige andere Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen.

Wie beeinflusst Levothyroxin die Wirkung von anderen Arzneimitteln?

Levothyroxin kann die Wirkung bestimmter blutgerinnungshemmender Mittel (Cumarinderivate)

verstärken

Wirkung

blutzuckersenkenden

Mitteln

vermindern.

etwa

kann

Blutungsgefahr im Gehirn und im Magen-Darmtrakt, vor allem bei älteren Patienten, erhöht sein. Bei

gleichzeitiger Behandlung mit diesen Arzneimitteln und Levothyroxin wird Ihr Arzt besonders zu

Beginn und während der Therapie (bzw. bei Dosisänderung) die Blutgerinnungswerte bzw. den

Blutzuckerspiegel

kontrollieren

ggf.

Dosierung

blutgerinnungshemmenden

oder

blutzuckersenkenden Arzneimittel anpassen.

Proteasenhemmer

z.B.

Ritonavir,

Indinavir,

Lopinavir

(Mittel,

Wirkung

eiweißspaltenden

Enzymen

hemmen)

können

Wirkung

Levothyroxin

beeinflussen.

gleichzeitiger

Behandlung

diesen

Arzneimitteln

wird

Arzt

Schildrüsenhormonwerte

kontrollieren und gegebenenfalls die Dosis anpassen.

Die Wirkung von Digitalis (Mittel bei Herzerkrankungen) kann verringert werden.

Welche anderen Arzneimittel können die Wirkung von Levothyroxin verstärken?

einer

Wirkungsverstärkung

Jodthyrox

kann

gleichzeitiger

Einnahme

folgender

Medikamente kommen: Salicylate (Mittel zur Schmerz- und Fieberbehandlung), Dicumarol (Mittel

zur Hemmung der Blutgerinnung), Furosemid (harntreibendes Arzneimittel), Clofibrat (Mittel zur

Senkung

Blutfette),

Phenytoin

(Mittel

Krampfleiden).

Regelmäßige

Kontrollen

Schilddrüsenhormonwerte sind zu empfehlen.

Welche anderen Arzneimittel können die Wirkung von Levothyroxin vermindern?

Colestyramin

Colestipol

(Mittel

Senkung

Blutfette)

hemmen

Aufnahme

Levothyroxin in den Körper. Die Einnahme von Jodthyrox sollte deshalb 4 - 5 Stunden vor der

Einnahme von Colestyramin oder Colestipol erfolgen.

Antazida (Arzneimittel zur Linderung von Magenbeschwerden und Sodbrennen), Sucralfat (zur

Behandlung von Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren), andere aluminiumhaltige Arzneimittel,

eisenhaltige Arzneimittel, calciumhaltige Arzneimittel:

Achten Sie darauf, dass Sie Novothyral mindestens 2 Stunden vor diesen Arzneimitteln einnehmen, da

es sonst zu einer Wirkungsabschwächung von Jodthyrox kommen kann.

Zu einer Wirkungsabschwächung von Jodthyrox kann die gleichzeitige Einnahme folgender Mittel

führen:

Propylthiouracil

(Mittel

Schilddrüsenüberfunktion),

Glucocorticoide

(Nebennierenrindenhormone),

Beta-Sympatholytika

(Mittel

Blutdrucksenkung),

iodhaltige

Kontrastmittel und Amiodaron (Mittel zur Regulation des Herzrhythmus). Amiodaron kann – bedingt

durch seinen hohen Iodgehalt – sowohl eine Über- als auch Unterfunktion der Schilddrüse auslösen.

Besondere Vorsicht ist bei einem Knotenkropf (Struma nodosa) mit möglicherweise unerkannter

Schilddrüsenautonomie

(Erkrankung,

Schilddrüse

unkontrolliert

Schilddrüsenhormon

bildet) geboten.

Sevelamer (Arzneimittel zur Behandlung von zu hohen Phosphatspiegeln im Blut) kann die Aufnahme

Levothyroxin

vermindern,

deshalb

wird

eine

regelmäßige

Kontrolle

Schilddrüsenhormonwerte

empfohlen.

Falls

notwendig

muss

Levothyroxin

Dosis

angepasst

werden.

Tyrosinkinase-Inhibitoren

z.B.

Imatinib,

Sunitinib

(Mittel

Behandlung

einer

Krebserkrankung)

können

Wirksamkeit

Levothyroxin

vermindern,

deshalb

wird

eine

regelmäßige

Kontrolle

Schilddrüsenhormonwerte

empfohlen.

Falls

notwendig,

muss

Levothyroxin Dosis angepasst werden.

Sertralin (Mittel bei Depressionen) und Chloroquin/Proguanil (Malariamittel) setzen die Wirksamkeit

von Levothyroxin herab und führen zu einem TSH-Anstieg.

Barbiturate

(Schlafmittel),

Carbamazepin

(Mittel

Behandlung

Epillepsie)

andere

Substanzen,

Enzymsystem

Leber

anregen

können,

können

Ausscheidung

Levothyroxin/Liothyronin

über

Leber

steigern,

dadurch

kommt

einer

Wirkungsabschwächung.

Während

Einnahme

östrogenhaltigen

Kontrazeptiva

(„Pille“)

oder

während

einer

Hormonersatztherapie nach den Wechseljahren kann der Levothyroxin -Bedarf ansteigen.

Wechselwirkungen bezogen auf den Wirkstoff Kaliumiodid.

Thyreostatika (Mittel zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion) können die Iodidaufnahme in

der Schilddrüse hemmen und somit knotenbildend wirken.

Arzneimittel wie z.B. Perchlorat, Thiocyanat bei Konzentrationen über 5 mg/dl können ebenfalls die

Iodidaufnahme in die Schilddrüse hemmen.

Die Iodidaufnahme sowie der Iodidstoffwechsel in der Schilddrüse wird durch TSH (Hormon, das die

Schilddrüse stimuliert) beeinflusst.

Diagnose und Therapie mit Radioiod werden durch vorherige Iodgaben unmöglich gemacht. Daher

sollen diese bei Verdacht auf Schilddrüsenkarzinom vermieden werden.

Einnahme von Jodthyrox zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Während der Behandlung mit Jodthyrox kann iodiertes Speisesalz verwendet werden, ohne dass bei

üblicher Dosierung der tägliche Iodbedarf überschritten wird.

Sojahältige Lebensmittel können die Aufnahme von Jodthyrox vermindern. Insbesondere zu Beginn

oder

nach

Beendigung

einer

sojahaltigen

Ernährung

kann

eine

Dosisanpassung

Jodthyrox

notwendig werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,

schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker

um Rat.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist die Einnahme von Jodthyrox besonders wichtig und

unbedingt fortzusetzen, um die ausreichende Iodversorgung des ungeborenen Kindes bzw. Säuglings

sicherzustellen.

Regelmäßige

engmaschige

Kontrollen

Schilddrüsenhormonwerte

sollten

sowohl während der Schwangerschaft als auch danach durchgeführt werden.

Die Anwendung von Iod und iodhaltigen Präparaten in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte 200 µg

nicht

überschreiten.

Höher

dosierte

Iodgaben

erfordern

eine

strenge

Nutzen/Risiko-

Abwägung. Auf hohe Iodplasma-Spiegel reagiert der Fetus sehr empfindlich mit einer Unterfunktion

der Schilddrüse (Hypothyreose) und angeborenem Kropf (kongenitaler Struma).

Iodid

wird

Muttermilch

konzentriert

ausgeschieden.

Jodidgehalt

Nahrungsergänzungsmittel, welche begleitend eingenommen werden, muss in Erwägung gezogen

werden. Zusätzliche Iodidgabe des zu stillenden Säuglings ist nicht notwendig. Bei Gabe sehr hoher

Dosen (mehr als das 10fache des in Jodthyrox enthaltenen Iodids) besteht für den Säugling die Gefahr

einer Hypothyreose.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen

durchgeführt.

Levothyroxin

identisch

natürlich

vorkommenden

Schilddrüsenhormon

ist,

nicht

erwarten,

dass

Jodthyrox

einen

Einfluss

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

3.

Wie ist Jodthyrox einzunehmen?

Nehmen Sie Jodthyrox immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt

oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung:

Die nachstehenden Angaben können nur als Richtlinie dienen. Die Einnahmemenge von Jodthyrox

wird vom Arzt für jeden Patienten einzeln festgelegt. Die Anwendung erfolgt für einige Monate bis

lebenslang.

Anfangsdosis:

1/2 Tablette täglich. Über die Erhöhung der Anfangsdosis auf die Erhaltungsdosis entscheidet der

Arzt.

Erhaltungsdosis:

Erwachsene und Jugendliche: 1 Tablette täglich.

Während der Schwangerschaft: 1 - 1 1/2 Tabletten täglich.

älteren

Menschen

Bedarf

Schilddrüsenhormonen

niedriger

jüngeren

Erwachsenen. Der Arzt wird die Dosierung daher entsprechend anpassen.

Für

Kinder

unter

Jahren

liegen

keine

speziellen

Daten

vor,

daher

eine

spezielle

Dosierempfehlung nicht möglich.

Art der Anwendung:

Die Tabletten sollten als einmalige Tagesdosis auf nüchternen Magen 1/2 Stunde vor dem Frühstück

mit Flüssigkeit eingenommen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Jodthyrox eingenommen haben, als Sie sollten,

können bei

Überdosierung

die typischen Erscheinungen

einer ausgeprägten Stoffwechselstörung

auftreten: Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Schwitzen, Gewichtsabnahme, Fingerzittern, innere

Unruhe, Schlaflosigkeit, Angstzustände, Durchfall. Vereinzelt wurden im Fall einer Überdosierung

auch Anfälle beobachtet. Bei Patienten mit langjährigem Levothyroxin-Abusus sind mehrere Fälle

eines plötzlichen Herztodes beschrieben worden.

Krampfanfälle oder eine Zunahme der Anfallshäufigkeit bei Patienten mit Epilepsie können bei

Überdosierung oder Überschreiten der individuellen Dosistoleranz auftreten.

Bei Patienten mit einem Risiko für psychotische Störungen können Symptome einer akuten Psychose

auftreten.

Wenden

sich

bitte

umgehend

Ihren

Arzt,

wird

über

evtl.

erforderliche

Maßnahmen

entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von Jodthyrox vergessen haben

Sollten Sie einmal zu wenig Tabletten genommen oder eine Einnahme einmal vergessen haben, holen

Sie die versäumte Dosis nicht nach, sondern verbleiben Sie im festgelegten Rhythmus.

Wenn Sie die Einnahme von Jodthyrox abbrechen

Für den Behandlungserfolg ist die regelmäßige Einnahme von Jodthyrox in der vorgeschriebenen

Dosierung erforderlich. Bei Unterbrechung oder vorzeitiger Beendigung der Behandlung kann es

daher zum Wiederauftreten von Krankheitssymptomen kommen. Unterbrechen oder beenden Sie die

Behandlung daher nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt!

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt

oder Apotheker.

4.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem

auftreten müssen.

Wird im Einzelfall die Dosisstärke nicht vertragen oder liegt eine Überdosierung vor, so können,

besonders bei zu schneller Dosissteigerung zu Beginn der Behandlung, Symptome auftreten, wie sie

auch

einer

Überfunktion

Schilddrüse

vorkommen,

z.B.

Steigerung

Herzfrequenz,

Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, pektanginöse Zustände (Schmerzen hinter dem Brustbein),

Kopfschmerzen,

Muskelschwäche

Krämpfe,

Hitzegefühl,

Fieber,

Erbrechen,

Menstruationsstörungen, Pseudotumor cerebri (eine Scheingeschwulst des Gehirns), Zittern, innere

Unruhe,

Schlaflosigkeit,

übermäßiges

Schwitzen,

Gewichtsabnahme,

Durchfall.

diesem

Fall

wenden Sie sich bitte ehebaldigst an Ihren behandelnden Arzt.

Bei Iodüberempfindlichkeit kann die Einnahme von Jodthyrox zu Fieber, Hautausschlag und Rötung,

Jucken und Brennen in den Augen, Reizhusten, Durchfall oder Kopfschmerzen führen. Informieren

Sie bei Auftreten dieser Symptome bitte Ihren Arzt, der über die weitere Vorgehensweise entscheiden

wird.

Die Entwicklung von Schilddrüsenantikörpern durch Jodid-Einnahme ist bei Personen, welche eine

Veranlagung zu einer Schilddrüsenautoimmunerkrankung zeigen, möglich.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch

für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 Wien

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die

Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5.

Wie ist Jodthyrox aufzubewahren?

Nicht über 25°C lagern. Blister im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und dem Umkarton nach „Verw. bis“

angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag

des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie

das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der

Umwelt bei.

6.

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Jodthyrox enthält

Wirkstoffe

sind:

Levothyroxin-Natrium

Kaliumiodid.

Tablette

enthält

Levothyroxin-Natrium und 131 µg Kaliumiodid, entsprechend 100 µg Iod.

Die sonstigen Bestandteile sind mikrokristalline Cellulose, Gelatine, Croscarmellose-Natrium,

Magnesiumstearat.

Wie Jodthyrox aussieht und Inhalt der Packung

Fast weiße, runde Tabletten mit beidseitiger Bruchkerbe und Prägung EM45. Die Tabletten können in

gleiche Dosen geteilt werden. Jodthyrox ist in Blisterpackungen aus transparenter Polypropylen-Folie

oder Polyvinylchlorid-Folie und heißsiegellackfähiger Aluminium-Folie mit 30 und 100 Tabletten

erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer: Merck GmbH, Wien

Hersteller: Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland

Z.Nr.: 1-19423

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im April 2018.