Ivemend 150 mg

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Ivemend 150 mg Infusionspräparat
  • Darreichungsform:
  • Infusionspräparat
  • Zusammensetzung:
  • Vorbereitung cryodesiccata: fosaprepitantum 150 mg bis dimeglumini fosaprepitantum, dinatrii edetas, polysorbatum 80, lactosum, für Glas.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • Biologische Medizin

Dokumenten

  • für die Allgemeinheit:
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Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Ivemend 150 mg Infusionspräparat
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika
  • Therapiebereich:
  • Antiemetikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57913
  • Berechtigungsdatum:
  • 03-07-2008
  • Letzte Änderung:
  • 25-10-2018

Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

Fachinformation

Ivemend® 150 mg

MSD Merck Sharp & Dohme AG

Zusammensetzung

Wirkstoff: Fosaprepitant als Fosaprepitant dimeglumine.

Fosaprepitant zur intravenösen Applikation ist das lyophilisierte Prodrug von Aprepitant. Aprepitant

ist in Form von Kapseln (Emend) zur oralen Applikation verfügbar.

Hilfsstoffe: Natrium EDTA, Polysorbat 80 (aus gentechnisch verändertem Mais hergestellt), Lactose,

Natriumhydroxid und/oder Salzsäure zur pH Einstellung.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lyophilisat zur Herstellung einer Infusionslösung. Jede Durchstechflasche Ivemend 150 mg zur

intravenösen Applikation enthält 150 mg der freien Säure von Fosaprepitant entsprechend 245,3 mg

Fosaprepitant dimeglumine.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Ivemend, in Kombination mit einem 5-HT3-Antagonisten und Dexamethason, ist angezeigt bei

Erwachsenen zur Prävention akuter und verzögerter Nausea und Erbrechen, die durch hoch-

emetogene Chemotherapie, einschliesslich Cisplatin in hohen Dosen und durch mässig-emetogene

Chemotherapie induziert werden.

Dosierung/Anwendung

Ivemend ist eine lyophilisierte Vorstufe (Prodrug) von Aprepitant zur intravenösen Anwendung.

Ivemend 150 mg wird am Tag 1 und ungefähr 30 Minuten vor der Chemotherapie als Infusion über

20-30 Minuten appliziert. Ivemend muss zusätzlich zu einem Kortikosteroid und einem 5-HT3-

Antagonisten wie in den untenstehenden Tabellen angegeben verabreicht werden. Vor Beginn der

Behandlung mit Ivemend 150 mg muss die Fachinformation von Ondansetron konsultiert werden.

Empfohlenes Therapieschema zur Prävention von Nausea und Erbrechen bei hoch-emetogener

Chemotherapie:

Tag 1

Tag 2

Tag 3

Tag 4

Ivemend

150 mg i.v

Dexamethason*

12 mg p.o.

8 mg

p.o.

8 mg p.o.

b.i.d.

8 mg p.o.

b.i.d.

Ondansetron

Siehe Fachinformation von Ondansetron über die

angemessene Dosierung

** Dexamethason sollte 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie an Tag 1 sowie morgens an Tag

2-4 gegeben werden. Dexamethason sollte an Tag 3 und 4 auch abends gegeben werden. Die Dosis

von Dexamethason richtet sich nach Arzneimittelwechselwirkungen.

Empfohlenes Therapieschema zur Prävention von Nausea und Erbrechen bei mässig-emetogener

Chemotherapie:

Tag 1

Ivemend

150 mg i.v.

Dexamethason** 12 mg p.o.

Ondansetron***

2× 8 mg p.o.

** Dexamethason sollte 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie an Tag 1 gegeben werden. Die

Dosis von Dexamethason richtet sich nach Arzneimittelwechselwirkungen.

*** Die erste Ondansetron 8 mg Kapsel sollte 30-60 Minuten vor Beginn der Chemotherapie und

eine weitere 8 mg Kapsel 8 Stunden nach der ersten Dosis an Tag 1 gegeben werden.

Für die Vorbereitung der Injektionslösung, siehe «Sonstige Hinweise»/«Hinweise für die

Handhabung».

Allgemeine Information

Weitere Informationen zur Kombination von Ivemend mit Kortikosteroiden siehe unter

«Interaktionen».

Bei Kombination mit anderen Antiemetika ist die Fachinformation des entsprechenden

Antiemetikums zu beachten.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Für Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) oder für

Dialysepatienten mit einer Nierenerkrankung im Endstadium ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Für Patienten mit leichter bis mässiger Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Score 5-9) ist keine

Dosisanpassung erforderlich. Für Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Score >9)

sind keine klinischen Daten vorhanden.

Die Dosis muss nicht nach Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit oder Body Mass Index (BMI)

angepasst werden.

Kinder und Jugendliche: Ivemend wurde nicht auf Sicherheit und Wirksamkeit bei der Behandlung

von Kindern und Jugendlichen untersucht.

Kontraindikationen

Ivemend ist kontraindiziert bei Patienten, die überempfindlich auf Fosaprepitant, Aprepitant,

Polysorbat 80 oder einem anderen der Hilfsstoffe sind.

Ivemend darf nicht gleichzeitig mit Pimozid, Terfenadin, Astemizol oder Cisaprid angewendet

werden. Die dosisabhängige Hemmung des Isoenzyms 3A4 des Cytochrom P450-Systems

(CYP3A4) durch Aprepitant könnte die Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel erhöhen und so

möglicherweise zu schwerwiegenden oder lebensbedrohlichen Reaktionen führen (siehe

«Interaktionen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Da Fosaprepitant schnell in Aprepitant, ein dosisabhängiger Hemmer von CYP3A4, umgewandelt

wird, sollte Ivemend nur mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die gleichzeitig mit

Arzneimitteln behandelt werden, die hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert werden; einige

Chemotherapeutika werden über CYP3A4 metabolisiert (siehe unter «Interaktionen»);

Chemotherapeutika mit bekannter Metabolisierung über CYP3A4 sind Docetaxel, Paclitaxel,

Etoposid, Irinotecan, Ifosfamide, Imatinib, Vinorelbin, Vinblastin und Vincristin. Die schwache

Hemmung von CYP3A4 durch Fosaprepitant könnte zu erhöhten Plasmakonzentrationen der

gleichzeitig angewendeten Arzneimittel führen (siehe «Interaktionen»). Deshalb sollten

Chemotherapeutika mit Metabolisierung über CYP3A4 mit Vorsicht angewendet werden.

Es wurde über Hypersensitivitätsreaktionen vom Soforttyp einschliesslich Flushing, Erythem,

Dyspnoe und Anaphylaxie/anaphylaktischer Schock während oder kurz nach der Infusion von

Fosaprepitant berichtet. Diese Hypersensitivitätsreaktionen wurden generell durch Abbrechen der

Infusion und geeignete Therapie behandelt. Es wird nicht empfohlen, bei Patienten mit derartigen

Hypersensitivitätsreaktionen die Infusion wiederaufzunehmen.

Über Reaktionen an der Infusionsstelle (ISRs) wurde bei Anwendung von Ivemend berichtet (siehe

«Unerwünschte Wirkungen»). Bei der Mehrheit von schwerwiegenden ISRs, einschliesslich

Thrombophlebitis und Vaskulitis, wurde über eine gleichzeitige Anwendung einer vesikanten (z.B.

Anthrazyklin-basierten) Chemotherapie berichtet, besonders in Verbindung mit einer Extravasation.

Auch über Nekrose wurde bei einigen Patienten mit begleitender vesikanter Chemotherapie

berichtet.

Die Kombination von Fosaprepitant mit Warfarin kann zu einer klinisch signifikanten Verminderung

der Prothrombinzeit (INR) führen. Bei Patienten unter Langzeittherapie mit Warfarin sollte die

Prothrombinzeit (INR) in den ersten zwei Wochen und besonders an Tag 7 bis 10 nach Beginn der

Behandlung mit Fosaprepitant in Verbindung mit jedem Chemotherapiezyklus engmaschig

überwacht werden (siehe unter «Interaktionen»). Es wurden keine Interaktionsstudien mit

Acenocoumarol und Phenprocoumon durchgeführt. Bei Patienten unter Langzeittherapie mit

Acenocoumarol oder Phenprocoumon sollte die Prothrombinzeit während 2 Wochen nach Beginn

der Behandlung mit Fosaprepitant engmaschig überwacht werden (siehe «Interaktionen»).

Die Wirkung hormonaler Kontrazeptiva kann während und 28 Tage nach der Anwendung von

Fosaprepitant vermindert sein. Deshalb sollten während der Behandlung mit Fosaprepitant und 2

Monate nach Anwendung von Fosaprepitant alternative oder zusätzliche Massnahmen zur Verhütung

ergriffen werden (siehe «Interaktionen»).

Die gleichzeitige Anwendung von Fosaprepitant zusammen mit Ergotaminderivaten, die CYP3A4

Substrate sind, kann erhöhte Plasmaspiegel dieser Substanzen zur Folge haben. Aufgrund des

potentiellen Risikos für ergotaminbedingte Toxizität ist deshalb Vorsicht geboten.

Ivemend darf nicht als Bolusinjektion gegeben werden, sondern muss immer verdünnt und als

langsame intravenöse Infusion gegeben werden. Ivemend darf nicht intramuskulär oder subkutan

gegeben werden. Eine leichte Thrombose an der Injektionsstelle wurde bei höheren Dosen

beobachtet. Beim Auftreten von Anzeichen oder Symptomen einer lokalen Irritation muss die

Injektion oder Infusion beendet und an einer anderen Vene fortgesetzt werden.

Interaktionen

Intravenös verabreichtes Fosaprepitant wird rasch zu Aprepitant umgewandelt. Daher ist

anzunehmen, dass Interaktionen mit Fosaprepitant ebenfalls bei Arzneimitteln auftreten, die mit

oralem Aprepitant eine Wechselwirkung zeigen. Die folgende Information stammt von Studien mit

oralem Aprepitant und von Studien mit Fosaprepitant zusammen mit oralem Dexamethason, oralem

Midazolam oder oralem Diltiazem.

Aprepitant ist ein Substrat, ein schwacher bis mässiger Inhibitor (Dosis abhängig) und ein Induktor

von CYP3A4. Zudem induziert Aprepitant CYP2C9.

Ivemend 150 mg als Einzeldosis ist ein schwacher Inhibitor von CYP3A4.

Die Wirkung von Fosaprepitant/Aprepitant auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

Aprepitant als schwacher bis mässiger CYP3A4 Inhibitor und Ivemend 150 mg als schwacher

CYP3A4 Inhibitor können die Plasmakonzentrationen anderer gleichzeitig oral angewendeter

Arzneimittel erhöhen, wenn diese über CYP3A4 metabolisiert werden.

Fosaprepitant darf nicht gleichzeitig mit Pimozid, Terfenadin, Astemizol oder Cisaprid angewendet

werden. Die Dosis abhängige CYP3A4 Hemmung durch Aprepitant könnte die

Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel erhöhen und so möglicherweise zu schwerwiegenden

oder lebensbedrohlichen Reaktionen führen (siehe «Kontraindikationen»).

Es wurde gezeigt, dass Aprepitant den Metabolismus von Warfarin S(-) und Tolbutamid induziert,

die über CYP2C9 metabolisiert werden. Die gleichzeitige Anwendung von Fosaprepitant mit diesen

oder anderen Arzneimitteln, deren Metabolismus über CYP2C9 bekannt ist, z.B. Phenytoin, kann die

Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel verringern.

Eine Wechselwirkung zwischen Fosaprepitant und Arzneimitteln, die Substrate für den P-

Glykoprotein vermittelten Transport sind, ist unwahrscheinlich, wie auch eine klinische Studie zu

Arzneimittelwechselwirkungen zwischen oralem Aprepitant und Digoxin ergab.

5-HT3 Antagonisten: In klinischen Studien zu Arzneimittelwechselwirkungen hatte Aprepitant,

verabreicht als Behandlungsschema mit 125 mg an Tag 1 und je 80 mg an Tag 2 und 3, keine

klinisch relevanten Wirkungen auf die Pharmakokinetik von Ondansetron, Granisetron oder

Hydrodolasetron (den aktiven Metaboliten von Dolasetron). Mit Tropisetron liegen keine Studien

vor.

Kortikosteroide:

Dexamethason: Fosaprepitant als Einzeldosis von 150 mg intravenös verabreicht an Tag 1 erhöhte

die AUC0-24h von Dexamethason, einem CYP3A4 Substrat etwa 2fach an Tag 1 und 2, wenn

Dexamethason als Einzeldosis von 8 mg p.o. an Tag 1, 2 und 3 gegeben wurde. Die orale

Dexamethasondosis an Tag 1 und 2 sollte um ca. 50% reduziert werden, wenn diese mit

Fosaprepitant 150 mg i.v. an Tag 1 verabreicht wird, damit ähnliche Expositionen wie ohne

Fosaprepitant 150 mg erreicht werden. Beim empfohlenen Dosierungsschema ist diese Reduktion

bereits berücksichtigt. (Siehe «Dosierung/Anwendung»).

Methylprednisolon: Orales Aprepitant als Teil eines Therapieschemas (eine Dosis von 125 mg an

Tag 1 und 80 mg/Tag an Tag 2 und 3) vergrösserte die AUC von Methylprednisolon, einem

CYP3A4 Substrat, um das 1,3fache an Tag 1 und das 2,5fache an Tag 3 (Dosierung

Methylprednisolon 125 mg i.v. an Tag 1 und 40 mg oral an Tag 2 und 3).

Zytostatika: In klinischen Studien wurde das orale Aprepitant Therapieschema mit folgenden

Zytostatika kombiniert, die überwiegend oder teilweise über CYP3A4 metabolisiert werden:

Etoposid, Vinorelbin, Docetaxel, Ifosfamid, Cyclophosphamid, Irinotecan und Paclitaxel. Die

Dosierungen dieser Zytostatika wurden nicht hinsichtlich möglicher Wechselwirkungen angepasst.

Dennoch wird bei Patienten, die diese Substanzen oder andere Zytostatika, welche primär über

CYP3A4 metabolisiert werden, erhalten, zu Vorsicht und sorgfältiger zusätzlicher Kontrolle geraten.

Nach Markteinführung wurde bei Koadministration von Aprepitant und Ifosfamid über Ereignisse

betreffend Neurotoxizität, eine mögliche unerwünschte Wirkung von Ifosfamid, berichtet (siehe

«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Aufgrund der kleinen Anzahl von Patienten in den

klinischen Studien, die die CYP3A4 Substrate Docetaxel, Vinblastin, Vincristin oder Ifosfamid

erhielten, ist besondere Vorsicht und sorgfältige Überwachung bei Patienten geboten, die diese oder

andere Chemotherapeutika erhalten, die primär über CYP3A4 metabolisiert werden und nicht

untersucht wurden.

Doxetacel: Die Pharmakokinetik von Docetaxel wurde in einer separaten pharmakokinetischen

Studie durch orales Aprepitant (Therapieschema bei Chemotherapie induzierter Nausea und

Erbrechen) nicht beeinflusst.

Vinorelbin: Die Pharmakokinetik von Vinorelbin wurde in einer separaten pharmakokinetischen

Studie durch orales Aprepitant (Therapieschema bei Chemotherapie induzierter Nausea und

Erbrechen) nicht beeinflusst.

Warfarin: Gesunde Probanden, die unter Langzeittherapie mit Warfarin stabil eingestellt waren,

erhielten eine Einzeldosis orales Aprepitant von 125 mg an Tag 1 und von 80 mg/Tag an Tag 2 und

3. Obwohl an Tag 3 keine Wirkung von oralem Aprepitant auf die AUC von Warfarin R(+) oder S(-)

festgestellt wurde, nahm die Trough-Konzentration von Warfarin S(-) (einem CYP2C9 Substrat) 5

Tage nach Beendigung der Anwendung von oralem Aprepitant um 34% ab, begleitet von einer

Verringerung der Prothrombinzeit (INR) um 14%. Das weist auf eine potentielle klinisch relevante

Induktion von CYP2C9 hin. Bei Patienten unter Langzeittherapie mit Warfarin sollte die

Prothrombinzeit (INR) in den ersten zwei Wochen und besonders an Tag 7 bis 10 nach Beginn der

Behandlung mit Fosaprepitant in Verbindung mit jedem Chemotherapiezyklus engmaschig

überwacht werden. Es wurden keine Interaktionsstudien mit Acenocoumarol und Phenprocoumon

durchgeführt. Bei Patienten unter Langzeittherapie mit Acenocoumarol oder Phenprocoumon sollte

die Prothrombinzeit während 2 Wochen und besonders an Tag 7 bis 10 nach Beginn der Behandlung

mit Fosaprepitant engmaschig überwacht werden.

Orale Kontrazeptiva: Aprepitant, als Kapseln in einer Dosierung von 100 mg/Tag über 14 Tage

angewendet, verkleinerte bei gleichzeitiger Einnahme eines oralen Kontrazeptivums (35 µg

Ethinylestradiol und 1 mg Norethisteron) die AUC von Ethinylestradiol um 43% sowie die AUC von

Norethisteron um 8%. Diese pharmakokinetischen Veränderungen wurden mit abnormalen

Entzugsblutungen assoziiert.

In einer anderen Studie wurde ein orales Kontrazeptivum (Ethinylestradiol und Norethisteron)

während 21 Tagen täglich eingenommen, zusätzlich wurde das orale Aprepitant Therapieschema wie

folgt gegeben: 125 mg an Tag 8 und 80 mg täglich an Tag 9 und 10; Ondansetron 32 mg i.v. an Tag

8 und Dexamethason 12 mg oral an Tag 8 und 8 mg täglich an Tag 9, 10 und 11. In der Studie war

die AUC von Ethinylestradiol an Tag 10 um 19% erniedrigt und die Trough-Konzentrationen von

Ethinylestradiol an Tag 9 bis 21 um bis zu 64% erniedrigt. Obwohl orales Aprepitant an Tag 10

keine Veränderung der AUC von Norethisteron bewirkte, gab es eine Verringerung um bis zu 60%

der Trough-Konzentrationen von Norethisteron an Tag 9 bis 21.

Die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva während und für 28 Tage nach einer Therapie mit

Fosaprepiptant kann reduziert sein. Während und 2 Monate nach Behandlung mit Fosaprepitant

sollten alternative oder zusätzliche Massnahmen zur Verhütung ergriffen werden.

Tolbutamid: Werden vor oralem Aprepitant in der Standarddosierung (125 mg an Tag 1 und

80 mg/Tag an Tag 2 und 3) sowie an Tag 4, 8 und 15 je 500 mg orales Tolbutamid (ein CYP2C9

Substrat) verabreicht, sinkt die AUC von Tolbutamid gegenüber dem Wert vor der oralen Aprepitant

Gabe um 23% an Tag 4, 28% an Tag 8 und 15% an Tag 15.

Midazolam: Fosaprepitant 150 mg erhöhte als intravenöse Einzeldosis an Tag 1 die AUC0-∞ von

Midazolam ca. 1,8fach an Tag 1 und hatte keinen Effekt (1,0fach) an Tag 4, wenn Midazolam als

orale Einzeldosis von 2 mg an Tag 1 und 4 verabreicht wurde. Fosaprepitant 150 mg i.v. ist als

Einzeldosis an Tag 1 ein schwacher CYP3A4 Hemmer ohne Hinweise auf eine relevante Hemmung

oder Induktion von CYP3A4 an Tag 4.

Die Wirkungen anderer Substanzen auf die Pharmakokinetik von Aprepitant

Aprepitant ist ein Substrat für CYP3A4; deshalb kann die Kombination von Fosaprepitant mit

Arzneimitteln, die Inhibitoren der CYP3A4 Aktivität sind, zu erhöhten Plasmakonzentrationen von

Aprepitant führen. Daher sollte die gleichzeitige Anwendung von Fosaprepitant und starken

CYP3A4 Inhibitoren (z.B. Ketoconazol) nur vorsichtig begonnen werden. Weil mässige CYP3A4

Inhibitoren (z.B. Diltiazem) zu 2facher Erhöhung der Plasmakonzentrationen von Aprepitant führen,

ist auch hier entsprechende Vorsicht geboten.

Aprepitant ist ein Substrat für CYP3A4; daher kann die Kombination von Fosaprepitant mit

Arzneimitteln, die starke Induktoren der CYP3A4 Aktivität sind (z.B. Rifampicin, Carbamazepin,

Phenytoin, Hypericum perforatum [Johanniskraut]), zu erniedrigten Plasmakonzentrationen von

Aprepitant und damit zu einer verminderten Wirksamkeit führen.

Ketoconazol: Die Verabreichung einer 125 mg Einzeldosis von oralem Aprepitant an Tag 5 eines

10tägigen Therapieregimes mit 400 mg Ketoconazol pro Tag (ein starker CYP3A4 Inhibitor) erhöhte

die AUC von Aprepitant um das ca. 5fache und verlängerte die terminale Halbwertszeit von

Aprepitant um das ca. 3fache. Die gleichzeitige Anwendung von Fosaprepitant mit starken CYP3A4

Inhibitoren sollte vorsichtig begonnen werden.

Rifampicin: Die Verabreichung einer 375 mg Einzeldosis von oralem Aprepitant an Tag 9 eines

14tägigen Therapieregimes von 600 mg Rifampicin pro Tag (ein starker CYP3A4 Induktor)

verkleinerte die AUC von Aprepitant ca. um den Faktor 11 und verkürzte die mittlere terminale

Halbwertzeit ca. um den Faktor 3. Die gleichzeitige Anwendung von Fosaprepitant und

Arzneimitteln, die Induktoren der CYP3A4 Aktivität sind, kann zu erniedrigten

Plasmakonzentrationen von Aprepitant und damit zu einer verminderten Wirksamkeit führen.

Weitere Interaktionen

Diltiazem: Bei Patienten mit leichter bis mässiger Hypertonie führte die Anwendung von 100 mg

Fosaprepitant (als Infusion) zusammen mit 120 mg Diltiazem dreimal täglich zu einer 1,5fachen

Erhöhung der AUC von Aprepitant und zu einer 1,4fachen Erhöhung der AUC von Diltiazem. Die

pharmakokinetischen Effekte führten zu einer Reduktion des diastolischen Blutdruckes (Reduktion

um 16,8 mmHg mit Fosaprepitant gegenüber 10,5 mmHg ohne Fosaprepitant) und des systolischen

Blutdruckes (Reduktion um 24,4 mmHg mit Fosaprepitant gegenüber 18,8 mmHg ohne

Fosaprepitant). Diese pharmakokinetischen Effekte führten jedoch nicht zu einer klinisch relevanten

Veränderung der Herzfrequenz oder des PR-Intervalles, die über die Veränderungen hinausgehen,

welche durch Diltiazem alleine induziert werden.

Paroxetin: Die Kombination einer Tablettenformulierung von Aprepitant (entsprechend 85 mg oder

170 mg der Kapselformulierung) 1x pro Tag mit 20 mg Paroxetin einmal täglich führte sowohl bei

Aprepitant als auch bei Paroxetin zu einer Verkleinerung der AUC um ca. 25% und einer

Verringerung der Cmax um ca. 20%.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es wurden keine geeigneten und kontrollierten Studien mit schwangeren Frauen durchgeführt.

Ivemend sollte während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies absolut

erforderlich ist.

Stillzeit

Intravenös verabreichtes Fosaprepitant wird rasch zu Aprepitant umgewandelt. Aprepitant geht in die

Milch säugender Ratten über. Es ist nicht bekannt, ob die Substanz beim Menschen in die

Muttermilch übergeht. Da viele Arzneimittel in die Muttermilch übergehen und Nebenwirkungen

von Aprepitant beim gestillten Säugling auftreten könnten, ist unter Berücksichtigung der Bedeutung

des Arzneimittels für die Mutter eine Entscheidung zu treffen, ob abgestillt oder das Arzneimittel

abgesetzt werden sollte.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien mit Ivemend durchgeführt. Trotzdem können gewisse

unerwünschte Wirkungen von Ivemend bei manchen Patienten Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder

die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, haben. Die Reaktionen auf Ivemend können individuell

variieren (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Unerwünschte Wirkungen

Die allgemeine Sicherheit von Fosaprepitant wurde bei ca. 1600 Personen untersucht.

Prävention von Chemotherapie induzierter Nausea und Erbrechen (CINV)

Mässig emetogene Chemotherapie (MEC)

In einer aktiv kontrollierten klinischen Studie bei Patienten mit MEC wurde die Sicherheit bei 504

Patienten, die eine Einzeldosis Ivemend in Kombination mit Ondansetron und Dexamethason

erhielten (Fosaprepitant Regime) im Vergleich zu 497 Patienten, die Ondansetron und

Dexamethason alleine (Kontroll-Regime) erhielten, untersucht. Über die folgenden klinisch

relevanten arzneimittelbedingten unerwünschten Wirkungen wurde bei Patienten, welche mit dem

Fosaprepitant Regime behandelt wurden, und mit einer höheren Inzidenz als in der Kontrollgruppe,

berichtet.

[häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1'000, <1/100)]

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Gelegentlich: Orale Candidiasis.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Verminderter Appetit.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Palpitationen.

Gefässerkrankungen

Gelegentlich: Hitzewallung.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Gelegentlich: Husten, oropharyngeale Schmerzen, Rachenreizung.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Obstipation.

Gelegentlich: Aufgetriebener Bauch, Abdominalschmerz, oberer Abdominalschmerz, Dyspepsie.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Schmerzen an der Infusionsstelle.

Gelegentlich: Asthenie.

Hoch emetogene Chemotherapie (HEC)

In einer aktiv kontrollierten klinischen Studie bei Patienten mit HEC wurde die Sicherheit bei 1'143

Patienten, die eine Einzeldosis Ivemend 150 mg im Vergleich zu 1'169 Patienten, die das 3-Tages-

Behandlungsschema mit Emend (Aprepitant) erhielten, untersucht. Das Sicherheitsprofil war

generell ähnlich wie dasjenige in der MEC Studie mit Fosaprepitant.

Die folgenden zusätzlichen klinisch relevanten arzneimittelbedingten unerwünschten Wirkungen

traten mit Fosaprepitant 150 mg auf und über sie wurde in früheren klinischen Studien mit oralem

Aprepitant oder in den MEC Studien mit Fosaprepitant nicht berichtet.

[gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1'000)]

Gefässerkrankungen

Gelegentlich: Flushing, Thrombophlebitis (meist an der Infusionsstelle).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Erythem.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Erythem an der Infusionsstelle, Pruritus an der Infusionsstelle.

Selten: Verhärtung an der Infusionsstelle.

Untersuchungen

Gelegentlich: Erhöhter Blutdruck.

Da Fosaprepitant in Aprepitant umgewandelt wird, könnten diejenigen unerwünschten Wirkungen,

welche mit Aprepitant in Verbindung gebracht werden, auch unter Ivemend erwartet werden. Für

eine vollständige Information zur Sicherheit betreffend Studien, welche mit oralem Aprepitant

durchgeführt worden sind, ist dessen Fachinformation zu konsultieren.

Meldungen nach Markteinführung

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden nach Markteinführung gemeldet. Da diese

Meldungen auf freiwilliger Basis und von einer Population nicht genau bekannter Grösse stammen,

ist es im Allgemeinen nicht möglich, deren Häufigkeit zuverlässig einzuschätzen oder eine

Kausalbeziehung mit dem Medikament herzustellen.

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktionen inkl. anaphylaktische Reaktionen/anaphylaktischer Schock.

Hypersensitivitätsreaktionen vom Soforttyp einschliesslich Flushing, Erythem und Dyspnoe sind

während Infusion mit Fosaprepitant aufgetreten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Pruritus, Ausschlag, Urtikaria, selten Stevens-Johnson Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse.

Überdosierung

Es liegen keine speziellen Informationen zur Therapie einer Überdosierung vor. Einzeldosen bis zu

200 mg Fosaprepitant i.v. und 600 mg Aprepitant wurden von gesunden Probanden im Allgemeinen

gut vertragen. Von 33 gesunden Probanden, welche 200 mg Fosaprepitant erhalten haben, litten 3 an

einer schwachen Thrombophlebitis an der Injektionsstelle. In Studien zu anderen Indikationen als zu

zytostatikainduzierter Übelkeit und Erbrechen wurde Aprepitant in Dosierungen von 375 mg pro Tag

bis zu 42 Tagen gut vertragen. Bei 33 Krebspatienten wurden Dosierungen von 375 mg Aprepitant

an Tag 1 und 250 mg einmal täglich an Tag 2-5 normalerweise gut vertragen.

Ein Patient, der 1440 mg Aprepitant eingenommen hatte, litt an Benommenheit und Kopfschmerzen.

Im Fall einer Überdosierung soll Ivemend abgesetzt werden. Es sollte für übliche unterstützende

Massnahmen und eine Überwachung des Patienten gesorgt werden. Aufgrund der antiemetischen

Wirkung von Aprepitant können Emetika evtl. nicht wirken.

Aprepitant ist nicht hämodialysierbar.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A04AD12

Wirkungsmechanismus

Fosaprepitant ist eine Vorstufe (Prodrug) von Aprepitant und dementsprechend kann die

antiemetische Wirkung Aprepitant zugeschrieben werden.

Aprepitant ist ein selektiver Substanz-P-Neurokinin 1 (NK1)-Rezeptor-Antagonist mit hoher

Affinität. Aprepitant hat eine sehr kleine oder keine Affinität zu anderen Enzym-, Transport-,

Ionenkanal- und Rezeptorstellen, einschliesslich der Dopamin- und Serotonin-Rezeptoren, auf die

bisher angewendete Therapien für zytostatikainduzierte Übelkeit und Erbrechen (CINE) abzielen.

Präklinische Untersuchungen zeigten, dass NK1-Rezeptor-Antagonisten ein durch zytotoxische

Wirkungen einer Chemotherapie induziertes (z.B. durch Cisplatin induziertes) Erbrechen über

zentrale Mechanismen hemmen. Untersuchungen an Tieren und Menschen mittels

Positronenemissions-Tomographie (PET) zeigten, dass Aprepitant die Blut-Hirn-Schranke passiert

und die NK1-Rezeptoren im Gehirn besetzt. Weiterhin wurde in präklinischen Studien festgestellt,

dass Aprepitant eine langdauernde zentrale Wirkung besitzt und sowohl akute als auch verzögerte

Phasen Cisplatin-induzierter Emesis hemmt sowie die anti-emetische Aktivität des 5-HT3-Rezeptor-

Antagonisten Ondansetron und des Kortikosteroids Dexamethason gegen Cisplatin-induzierte

Emesis verstärkt.

Beurteilung der NK1-Rezeptor-Besetzung im Gehirn mittels Positronenemissions-Tomographie

Eine Studie mittels Positronenemissions-Tomographie bei gesunden jungen Männern (N=8), welche

eine einzelne intravenöse Dosis Fosaprepitant à 150 mg erhielten, zeigte eine NK1-Rezeptor-

Besetzung im Gehirn von ≥100% zum Zeitpunkt von Tmax und 24 Stunden, ≥97% nach 48 Stunden

und zwischen 41% und 75% zum Zeitpunkt von 120 Stunden nach Verabreichung. Die NK1-

Rezeptoren-Besetzung im Gehirn korrelierte in dieser Studie gut mit den Aprepitant

Plasmakonzentrationen. Die Beziehung zwischen der NK1-Rezeptor-Besetzung und der klinischen

Wirksamkeit von Aprepitant wurde allerdings nicht ermittelt.

Klinische Wirksamkeit

Prävention von Chemotherapie induzierter Nausea und Erbrechen (CINV)

Hoch emetogene Chemotherapie (HEC)

In einer randomisierten, doppelblinden, aktiv kontrollierten Parallelgruppen-Studie wurde

Fosaprepitant 150 mg (N=1'147) als eine einzelne intravenöse Infusion mit dem 3-Tages-

Behandlungschema mit Aprepitant (N=1'175) bei Patienten mit einem hoch-emetogenen

Chemotherapie Regime, das Cisplatin enthielt (≥70 mg/m²), verglichen. Andere begleitende, häufig

angewendete Chemotherapeutika waren Fluorouracil, Gemcitabine, Paclitaxel und Etoposid. Alle

Patienten in beiden Gruppen erhielten Dexamethason und Ondansetron (siehe Tabelle 1).

Tabelle 1

Behandlungsregime in HEC Studie*

Tag 1

Tag 2 Tag 3

Tag 4

CINV Fosaprepitant Regime

Fosaprepitant

150 mg intravenös über 20 bis 30 Minuten

ungefähr 30 Minuten vor Chemotherapie

kein

kein

kein

Orales

Dexamethason†

12 mg

8 mg

8 mg zweimal

täglich

8 mg zweimal

täglich

Ondansetron

Ondansetron‡

kein

kein

kein

CINV Orales Aprepitant Regime

Aprepitant

Kapseln

125 mg

80 mg 80 mg

kein

Orales

Dexamethason§

12 mg

8 mg

8 mg

8 mg

Ondansetron

Ondansetron‡

kein

kein

kein

* Fosaprepitant Plazebo, Aprepitant Kapseln Plazebo und Dexamethason Plazebo (an den Abenden

von Tag 3 und 4) wurden verwendet, um die Verblindung aufrechtzuerhalten.

† Dexamethason wurde 30 Minuten vor Chemotherapiebehandlung an Tag 1 und am Morgen von

Tag 2 bis 4 verabreicht. Dexamethason wurde auch an den Abenden von Tag 3 und 4 verabreicht.

Die 12 mg Dosis von Dexamethason an Tag 1 und die 8 mg einmal tägliche Dosis an Tag 2

reflektieren eine Dosierungsanpassung hinsichtlich einer Arzneimittelinteraktion mit dem

Fosaprepitant Regime (siehe «Interaktionen»).

‡ Ondansetron 32 mg intravenös wurde in den klinischen Studien mit Fosaprepitant und Aprepitant

verwendet. Obwohl diese Dosis in klinischen Studien verwendet wurde, ist diese nicht mehr die

aktuell empfohlene Dosis. Für die aktuelle empfohlene Dosis muss die Fachinformation von

Ondansetron beigezogen werden.

§ Dexamethason wurde 30 Minuten vor Chemotherapiebehandlung an Tag 1 und am Morgen von

Tag 2 bis 4 verabreicht. Die 12 mg Dosis von Dexamethason an Tag 1 und die 8 mg einmal tägliche

Dosis an Tag 2 bis 4 reflektieren eine Dosisanpassung hinsichtlich einer Arzneimittelinteraktion mit

dem oralen Aprepitant Regime (siehe «Interaktionen»).

Ivemend 150 mg erwies sich dem 3-Tages Aprepitant Behandlungsschema als nicht unterlegen. Eine

Zusammenfassung der primären und sekundären Studienendpunkte zeigt Tabelle 2.

Tabelle 2

Prozent der Patienten mit hoch-emetogener Chemotherapie

Ansprechrate nach Behandlungsgruppe und Phase – Zyklus 1

Endpunkte*

Fosaprepitant Regime

(N=1106)**

Aprepitant Regime

(N=1134)**

Unterschied†

(95% CI)

Vollständiges Ansprechen‡

Gesamthaft§

71,9

72,3

-0,4 (-4,1, 3,3)

Verzögerte Phase§§ 74,3

74,2

0,1 (-3,5, 3,7)

Kein Erbrechen

Gesamthaft§

72,9

74,6

-1,7 (-5,3, 2,0)

* Der primäre Endpunkt ist kursiv gedruckt.

** N: Anzahl der Patienten, welche in die primäre Analyse eines vollständigen Ansprechens

eingeschlossen wurden.

† Unterschied und Konfidenzintervall (CI) wurden berechnet nach der von Miettinen und Nurminen

vorgeschlagenen Methode und adjustiert nach Geschlecht.

‡ Vollständiges Ansprechen = kein Erbrechen und keine Notfallmedikation.

§ Gesamthaft = 0 bis 120 Stunden nach Beginn der Cisplatin Chemotherapie.

§§ Verzögerte Phase = 25 bis 120 Stunden nach Beginn der Cisplatin Chemotherapie.

Mässig emetogene Chemotherapie (MEC)

In einer randomisierten, parallelen, doppelblinden Studie, welche mit einem aktiven

Vergleichsmedikament kontrolliert wurde, wurde Fosaprepitant 150 mg als eine einzelne intravenöse

Infusion (N=502) in Kombination mit Ondansetron und Dexamethason (Fosaprepitant Regime) mit

Ondansetron und Dexamethason alleine (Kontroll-Regime) (N=498) (siehe Tabelle 3) bei Patienten

mit mässig emetogenem Chemotherapie Regime verglichen. Die am häufigsten angewendeten MEC

Chemotherapie Substanzen waren Carboplatin, Oxaliplatin und Cyclophosphamid.

Tabelle 3

Behandlungsregime in MEC Studie*

Tag 1

Tag 2

Tag 3

CINV Fosaprepitant Regime

Fosaprepitant

150 mg intravenös über 20 bis 30 Minuten

ungefähr 30 Minuten vor Chemotherapie

kein

kein

Orales

Dexamethason†

12 mg

kein

kein

Orales

Ondansetron‡

8 mg für 2 Dosen

kein

kein

CINV Kontroll-Regime

Orales

Dexamethason

20 mg

kein

kein

Orales

Ondansetron‡

8 mg für 2 Dosen

8 mg zweimal

täglich

8 mg zweimal

täglich

* Fosaprepitant Plazebo und Dexamethason Plazebo (an Tag 1) wurden verwendet, um die

Verblindung aufrechtzuerhalten.

† Dexamethason wurde 30 Minuten vor Chemotherapiebehandlung an Tag 1 verabreicht. Die 12 mg

Dosis reflektiert eine Dosierungsanpassung hinsichtlich einer Arzneimittelinteraktion mit dem

Fosaprepitant Regime (siehe «Interaktionen»).

‡ Die erste Ondansetron Dosis wurde 30 bis 60 Minuten vor Chemotherapiebehandlung an Tag 1 und

die zweite Dosis wurde 8 Stunden nach der ersten Ondansetron Dosis verabreicht.

Die Wirksamkeit von Fosaprepitant wurde aufgrund der in Tabelle 4 aufgelisteten primären und

sekundären Endpunkte evaluiert und zeigte sich dem Kontroll-Regime überlegen in Bezug auf

vollständiges Ansprechen sowohl gesamthaft wie auch in der verzögerten Phase.

Tabelle 4

Prozent der Patienten mit mässig-emetogener Chemotherapie

Ansprechrate nach Behandlungsgruppe und Phase

Endpunkte

Fosaprepitant Regime

(N=502)*

Kontroll-Regime

(N=498)*

P-Wert

Primärer Endpunkt

Vollständiges Ansprechen†

Verzögerte Phase‡ 78,9

68,5

<0,001

Wichtige sekundäre Endpunkte

Vollständiges Ansprechen†

Gesamthaft§

77,1

66,9

<0,001

Akute Phase¶

93,2

0,184

* N: Anzahl Patienten, welche in die Intention to treat Population eingeschlossen wurden.

† Vollständiges Ansprechen = kein Erbrechen und keine Notfallmedikation.

‡ Verzögerte Phase = 25 bis 120 Stunden nach Beginn der Chemotherapie.

§ Gesamthaft = 0 bis 120 Stunden nach Beginn der Chemotherapie.

¶ Akute Phase = 0 bis 24 Stunden nach Beginn der Chemotherapie.

Die Kaplan-Meier Kurven in Abbildung 1 zeigen, dass die Zeit bis zum ersten Erbrechen bei

Personen im Fosaprepitant Regime länger war im Vergleich zum Kontroll-Regime (nominaler p-

Wert <0,001 mittels log-rank Test).

Abbildung 1: Prozent Patienten mit mässig-emetogener Chemotherapie ohne Emesis im zeitlichen

Verlauf

Fosaprepitant Regime: Fosaprepitant 150 mg an Tag 1 in Kombination mit Ondansetron 16 mg oral

an Tag 1 und Dexamethason 12 mg an Tag 1. Tage 2 bis 3: Plazebo für Ondansetron alle 12 Stunden.

Kontroll-Regime: 16 mg Ondansetron oral an Tag 1 in Kombination mit 20 mg Dexamethason oral

an Tag 1. Tage 2 bis 3: 8 mg Ondansetron oral zweimal täglich.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach einer intravenösen Einzeldosis von 150 mg Fosaprepitant als 20-minütige Infusion war die

mittlere AUC0-∞ von Aprepitant bei Probanden 35,0 µg•hr/ml und die mittlere Cmax von Aprepitant

4,01 µg/ml.

Distribution

Fosaprepitant wird rasch in Aprepitant umgewandelt.

Aprepitant ist zu mehr als 95% an Plasmaproteine gebunden. Das geometrische Mittel des

scheinbaren Verteilungsvolumens (Vdss) im Steady-State beträgt beim Menschen ca. 66 l.

Aprepitant ist bei Ratten plazentagängig und überschreitet bei Ratten und Frettchen die Blut-Hirn-

Schranke. Positronemissions-Tomographie-Untersuchungen am Menschen zeigen, dass Aprepitant

die Blut-Hirn-Schranke passiert (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).

Metabolismus

In in-vitro-Untersuchungen mit Leberpräparaten von Ratte, Hund und Mensch wurde Fosaprepitant

schnell in Aprepitant umgewandelt. Des Weiteren unterläuft Fosaprepitant einer schnellen und fast

vollständigen Umwandlung zu Aprepitant in S9 Präparaten von verschiedenen anderen humanen

Geweben, wie Niere, Lunge und Ileum. Daraus geht hervor, dass die Umwandlung von Fosaprepitant

in Aprepitant in verschiedenen extrahepatischen Geweben und in der Leber erfolgt. Beim Menschen

wird intravenös gegebenes Fosaprepitant rasch, d.h. innerhalb von 30 Minuten nach Infusionsende in

Aprepitant umgewandelt.

Aprepitant wird weitgehend metabolisiert. Bei gesunden, jungen Erwachsenen ist Aprepitant für ca.

24% der Radioaktivität im Plasma verantwortlich, die während 72 Stunden nach einer oralen

Einzeldosis von 300 mg [14C]-markiertem Aprepitant gefunden wird, was auf eine starke Präsenz

von Metaboliten im Plasma hinweist. Sieben nur schwach wirksame Metaboliten von Aprepitant

wurden im menschlichen Plasma identifiziert. Der Metabolismus von Aprepitant verläuft zum

grossen Teil über Oxidation am Morpholinring und seinen Seitenketten. In-vitro-Studien mit

menschlichen Lebermikrosomen ergaben, dass Aprepitant hauptsächlich über CYP3A4, geringfügig

über CYP1A2 und CYP2C19, nicht aber über CYP2D6, CYP2C9 oder CYP2E1 metabolisiert wird.

Nach einer intravenösen 100 mg [14C]-Fosaprepitant Dosierung wurden in Urin, Fäzes und im

Plasma dieselben Metaboliten nachgewiesen wie nach einer oralen Gabe von [14C]-Aprepitant. Nach

Umwandlung von 245,3 mg Fosaprepitant dimeglumine (entsprechend 150 mg Fosaprepitant freie

Säure) in Aprepitant wird 23,9 mg Phosphat und 95,3 mg Meglumine freigesetzt.

Elimination

Nach einer Applikation einer intravenösen Einzeldosis 100 mg [14C]-Fosaprepitant wurde 57% der

Radioaktivität im Urin und 45% in den Fäzes von gesunden Probanden gefunden.

Aprepitant wird über den Stoffwechsel ausgeschieden; es wird nicht renal elimiert. Nach Gabe einer

300 mg Einzeldosis von [14C]-markiertem Aprepitant an gesunde Probanden wurden ca. 5% der

Radioaktivität im Urin in Form von Metaboliten und 86% in den Fäzes wiedergefunden.

Die scheinbare Plasma-Clearance von Aprepitant reichte von ca. 60 bis 84 ml/min; die scheinbare

terminale Halbwertzeit von ca. 9 bis 13 Stunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten: Nach oraler Anwendung einer 125 mg Einzeldosis von Aprepitant an Tag 1 und

Dosen von 80 mg an Tag 2-5 war die AUC0-24h von Aprepitant an Tag 1 ca. 21% und an Tag 5 ca.

36% grösser bei älteren Patienten (ab 65 Jahre) als bei jungen Erwachsenen. Die Cmax war bei

älteren Patienten an Tag 1 um 10% und an Tag 5 um 24% höher als bei jungen Erwachsenen. Diesen

Unterschieden wird keine klinische Bedeutung beigemessen. Daher ist für ältere Patienten keine

Dosisanpassung erforderlich.

Kinder und Jugendliche: Fosaprepitant wurde bei Patienten unter 18 Jahren nicht untersucht.

Geschlecht: Nach oraler Anwendung einer Einzeldosis von Aprepitant sind AUC0-24h und Cmax

von Aprepitant bei Frauen um 9% bzw. 17% höher als bei Männern. Die Halbwertzeit von

Aprepitant ist bei Frauen ca. 25% geringer als bei Männern und Tmax tritt ca. gleichzeitig ein.

Diesen Unterschieden wird keine klinische Bedeutung beigemessen. Daher ist keine

geschlechtsbedingte Dosisanpassung erforderlich.

Body Mass Index (BMI): Die systemische Exposition (AUC) nimmt mit zunehmendem BMI

statistisch signifikant ab. Trotz statistischer Signifikanz ist die Abnahme geringfügig. Klinisch

relevante Auswirkungen sind wenig wahrscheinlich, so dass die Dosierung von Fosaprepitant nicht

an den BMI angepasst werden muss.

Leberinsuffizienz: Fosaprepitant wird durch verschiedene extrahepatische Gewebe metabolisiert;

deshalb ist nicht zu erwarten, dass Leberinsuffizienz die Umwandlung von Fosaprepitant in

Aprepitant verändert.

Orales Aprepitant wurde von Patienten mit leichter bis mässiger Leberinsuffizienz gut vertragen.

Nach Einnahme einer 125 mg Einzeldosis Aprepitant an Tag 1 und 80 mg einmal täglich an Tag 2

und 3 war bei Patienten mit leichter Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Score 5-6) die AUC0-24h von

Aprepitant an Tag 1 um 11% und an Tag 3 um 36% geringer als bei gesunden Probanden unter

derselben Dosierung. Bei Patienten mit mässiger Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Score 7-9) war die

AUC0-24h von Aprepitant an Tag 1 um 10% und an Tag 3 um 18% grösser als bei gesunden

Probanden unter derselben Dosierung. Diesen Unterschieden in der AUC0-24h wird keine klinische

Bedeutung beigemessen, daher ist keine Dosisanpassung für Patienten mit leichter bis mässiger

Leberinsuffizienz erforderlich.

Zu Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Score >9) liegen weder klinische noch

pharmakokinetische Daten vor.

Niereninsuffizienz: An Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min)

und Dialysepatienten mit einer Nierenerkrankung im Endstadium wurde eine Einzeldosis von

240 mg oralem Aprepitant verabreicht.

Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sank die AUC0-∞ von Gesamt-Aprepitant

(ungebunden und proteingebunden) um 21% und die Cmax um 32% im Vergleich zu gesunden

Probanden. Bei Dialysepatienten mit einer Nierenerkrankung im Endstadium sank die AUC0-∞ von

Gesamt-Aprepitant um 42% und die Cmax um 32%. Aufgrund mässiger Verringerung der

Proteinbindung von Aprepitant bei Patienten mit Nierenerkrankungen wurde die AUC der

pharmakologisch aktiven ungebundenen Substanz von Patienten mit Niereninsuffizienz gegenüber

gesunden Probanden nicht signifikant verändert. Eine Hämodialyse, die 4 bzw. 48 Stunden nach der

Einnahme durchgeführt wurde, hatte keine signifikanten Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von

Aprepitant; weniger als 0,2% der Dosis wurden im Dialysat wiedergefunden.

Daher ist für Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz oder Dialysepatienten mit einer

Nierenerkrankung im Endstadium keine Dosisanpassung erforderlich.

Präklinische Daten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität unter Einzeldosen und zur chronischen

Toxizität, Genotoxizität, zum kanzerogenen Potential und Reproduktionstoxizität lassen die

präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Ivemend ist mit allen Lösungen inkompatibel, die divalente Kationen enthalten (z.B. Ca2+, Mg2+),

einschliesslich Hartmann's und Ringerscher Lösung. Ivemend sollte nicht mit Lösungen

rekonstituiert oder gemischt werden, deren physikalische und chemische Kompatibilität nicht

bestimmt wurde.

Besondere Lagerungshinweise

Die Durchstechflaschen sind im Kühlschrank (2-8 °C) aufzubewahren.

Hinweise für die Handhabung

Vorbereitung von Ivemend zur Infusion (150 mg)

1.Injizieren Sie 5 ml 0,9% NaCl Lösung in die Durchstechflasche am Rand der Flasche, um ein

Aufschäumen zu verhindern. Die Flasche vorsichtig schwenken. Heftiges Schütteln und Spritzen der

0,9% NaCl Lösung unter Druck vermeiden.

2.Bereiten Sie einen Infusionsbeutel mit 145 ml 0,9% NaCl vor.

3.Ziehen Sie das ganze Volumen aus der Flasche heraus und überführen Sie es in den vorbereiteten

Infusionsbeutel mit 145 ml 0,9% NaCl, so dass ein Gesamtvolumen von 150 ml resultiert. Kehren

Sie den Beutel vorsichtig 2-3 mal um.

Haltbarkeit

Die rekonstituierte Infusionslösung ist bei Raumtemperatur (15-25 °C) während 24 Stunden

chemisch-physikalisch stabil.

Parenteral applizierbare Arzneimittel sollten vor Anwendung visuell auf Partikel und Verfärbung

überprüft werden, wenn es die Lösung und der Behälter erlauben.

Zulassungsnummer

57913 (Swissmedic).

Packungen

Ivemend 150 mg ist erhältlich in Packungen zu 1 Durchstechflasche [B].

Zulassungsinhaberin

MSD MERCK SHARP & DOHME AG, Luzern.

Stand der Information

August 2018.

S-WPC-MK0517-IV-052018/CHE-2018-017870

  • Das Informationsblatt für dieses Produkt ist derzeit nicht verfügbar, können Sie eine Anfrage an unseren Kundendienst zu senden und wir werden Sie benachrichtigen, sobald wir in der Lage, um es zu erhalten.

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30-10-2018

Sciegen Pharmaceuticals, Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Irbesartan Tablets, USP  75 Mg, 150 Mg, and 300 Mg Due to The Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Found in The Active Pharmaceutical Ingredient (API)

Sciegen Pharmaceuticals, Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Irbesartan Tablets, USP 75 Mg, 150 Mg, and 300 Mg Due to The Detection of Trace Amounts of NDEA (N-Nitrosodiethylamine) Impurity Found in The Active Pharmaceutical Ingredient (API)

ScieGen Pharmaceuticals, Inc. is voluntarily recalling listed lots, within expiry, of Irbesartan Tablets, USP 75 mg, 150 mg, and 300 mg dosage forms to the consumer level. These products are being recalled due to the presence of an impurity, N-nitrosodiethylamine (NDEA) contained in the API Irbesartan, USP manufactured by Aurobindo Pharma Limited. This impurity, which is a substance that occurs naturally in certain foods, drinking water, air pollution, and industrial processes, has been classified as a...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

20-10-2018

Scientific Opinion on Flavouring Group Evaluation 200, Revision 1 (FGE.200 Rev.1): 74 α,β‐unsaturated aliphatic aldehydes and precursors from chemical subgroup 1.1.1 of FGE.19

Scientific Opinion on Flavouring Group Evaluation 200, Revision 1 (FGE.200 Rev.1): 74 α,β‐unsaturated aliphatic aldehydes and precursors from chemical subgroup 1.1.1 of FGE.19

Published on: Fri, 19 Oct 2018 00:00:00 +0200 The Panel on Food Additives and Flavourings of the European Food Safety Authority was requested to evaluate the genotoxic potential of 74 flavouring substances from subgroup 1.1.1 of FGE.19 in the Flavouring Group Evaluation 200 Revision 1 (FGE.200 Rev1). In FGE.200, genotoxicity studies were provided for one representative substance, namely hex‐2(trans)‐enal [FL‐no: 05.073], and for other two substances in the same subgroup, namely 2‐dodecenal [FL‐no: 05.03...

Europe - EFSA - European Food Safety Authority Publications

5-10-2018

Consumer Alert: Sprout Creek Farm “Margie” Cheese Batch Recalled

Consumer Alert: Sprout Creek Farm “Margie” Cheese Batch Recalled

Today the New York State Department of Agriculture and Markets alerted consumers to a pasteurization problem with one of Sprout Creek Farm's pasteurized cow's milk cheeses, "Margie," made on 8/28/2018. Sprout Creek Farm is located in Poughkeepsie, NY. The reason for the recall is the air temperature at the start and end of the pasteurization process is required to be above 150deg F per the Grade "A" Pasteurized Milk Ordinance; the batch in question did not meet that standard. The recall pertains only to...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

3-8-2018

Scientific guideline:  Vismodegib hard capsule 150 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

Scientific guideline: Vismodegib hard capsule 150 mg product-specific bioequivalence guidance, adopted

Vismodegib hard capsule 150 mg product-specific bioequivalence guidance

Europe - EFSA - European Food Safety Authority EFSA Journal

31-7-2018

Public Notification: Boss Rhino 15000 contains hidden drug ingredient

Public Notification: Boss Rhino 15000 contains hidden drug ingredient

The Food and Drug Administration is advising consumers not to purchase or use Boss Rhino 15000, a product promoted for sexual enhancement. This product was identified during an examination of international mail shipments.

FDA - U.S. Food and Drug Administration

19-7-2018

K9 Natural Ltd recalls K9 Natural Frozen Chicken Feast Raw Pet Food 11lb bags

K9 Natural Ltd recalls K9 Natural Frozen Chicken Feast Raw Pet Food 11lb bags

K9 Natural Ltd is voluntarily recalling K9 Natural Frozen Chicken Feast 11lb bags, batch number #150517, that were imported into the Canadian market in July 2017 because they have the potential to be contaminated with Listeria monocytogenes. No other K9 Natural products are affected in Canada.

Health Canada

29-6-2018

Nationaal Sportakkoord ondertekend

Nationaal Sportakkoord ondertekend

Ruim 700 extra buurtsportcoaches, verhoging van de onbelaste vrijwilligersvergoeding van €1500 naar €1700 euro per jaar, €87 miljoen aan subsidie voor sportverenigingen die investeren in accommodaties, een nieuwe code goed sportbestuur en beweegprogramma’s voor kinderen onder de 6 jaar. Dit is slechts een greep uit het sportakkoord dat minister Bruno Bruins (Sport)heeft gesloten met de sport, gemeenten en maatschappelijke organisaties en bedrijven. Het is de eerste keer dat zoveel partijen zijn samengebr...

Netherlands - Ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport

27-6-2018

Rote-Hand-Brief zu Emerade®: Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen / Mitnahme von zwei Pens

Rote-Hand-Brief zu Emerade®: Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen / Mitnahme von zwei Pens

Emerade® 150/300/500 Mikrogramm Injektionslösung in einem Fertigpen (Adrenalin): Spritzenblockade während der Stabilitätsuntersuchungen

Deutschland - BfArM - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

4-4-2018

Dinalgen 150 mg ad us. vet., Injektionsloesung

Dinalgen 150 mg ad us. vet., Injektionsloesung

● Neue Zieltierart: Pferd und Schwein ● Änderung Text alle Rubriken ausser Zusammensetzung

Institut für Veterinärpharmakologie und toxikologie

30-11-2017

Nutra Labs Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Dietary Supplements Bull and Chao Jimengnan Tablets Due to Undeclared Active Pharmaceutical Ingredients

Nutra Labs Inc. Issues Voluntary Nationwide Recall of Dietary Supplements Bull and Chao Jimengnan Tablets Due to Undeclared Active Pharmaceutical Ingredients

Nutra Labs Inc. is voluntarily recalling lots sold by their firm of the male enhancement supplements Bull 1800 mg Capsules with the production date of 05/08/2016, and Chao Jimengnan 150 mg Tablets with Lot # 20151018 to the consumer level. FDA analysis found the products to be tainted with sildenafil, 0.026mg/capsule for Bull, and 70.46mg/tablet for Chao Jimengnan respectively. Sildenafil is the active pharmaceutical ingredient in an FDA approved product used for erectile dysfunction, making Bull capsule...

FDA - U.S. Food and Drug Administration

1-8-2017

Withdrawal of one more batch of counterfeit packs of the schizophrenia medicine Xeplion 150 mg

Withdrawal of one more batch of counterfeit packs of the schizophrenia medicine Xeplion 150 mg

German and Danish parallel importers and the Danish Medicines Agency are now withdrawing the fourth batch of Xeplion 150 mg from wholesale distributors, hospitals and pharmacies, because the batch contains counterfeit packs.

Danish Medicines Agency

27-7-2017

Counterfeit packs of the schizophrenia medicine Xeplion 150 mg

Counterfeit packs of the schizophrenia medicine Xeplion 150 mg

One German and several Danish parallel importers and the Danish Medicines Agency have withdrawn several batches of Xeplion 150 mg from wholesale distributors, hospitals and pharmacies, because the batches contained counterfeit packs.

Danish Medicines Agency

6-4-2017

More batches of EpiPen® are withdrawn

More batches of EpiPen® are withdrawn

MEDA has decided to withdraw four more batches of EpiPen®. The withdrawal concerns two batches of EpiPen® 300 micrograms/dose and two batches of EpiPen® Jr 150 micrograms/dose. The latter is used for acute hypersensitivity reactions in children. The reason for the withdrawal is that there is a risk that the auto-injector does not work.

Danish Medicines Agency

6-11-2018

Symkevi® 100 mg/150 mg Filmtabletten

Rote - Liste

16-10-2018

Kalydeco® 150 mg Filmtabletten

Rote - Liste

11-10-2018

Cuprior 150 mg Filmtabletten

Rote - Liste

21-8-2018

Tybost® 150 mg Filmtabletten

Rote - Liste

20-8-2018

Zykadia 150 mg Hartkapseln

Rote - Liste

3-8-2018

Xolair® 150 mg Injektionslösung

Rote - Liste

3-8-2018

Pradaxa® 150 mg Hartkapseln

Rote - Liste

25-7-2018

Ivemend (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Ivemend (Merck Sharp and Dohme B.V.)

Ivemend (Active substance: fosaprepitant) - Centralised - Transfer Marketing Authorisation Holder - Commission Decision (2018)4984 of Wed, 25 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/743/T/39

Europe -DG Health and Food Safety

27-6-2018

EU/3/15/1590 (Merck Europe B.V.)

EU/3/15/1590 (Merck Europe B.V.)

EU/3/15/1590 (Active substance: Recombinant human monoclonal IgG1 antibody against programmed death ligand-1) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)4088 of Wed, 27 Jun 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/150/15/T/02

Europe -DG Health and Food Safety

7-6-2018

Pergoveris 150 I.E./75 I.E.

Rote - Liste

5-6-2018

Tasigna® 150 mg Hartkapseln

Rote - Liste

4-6-2018

Ilaris® 150 mg/ml Injektionslösung

Rote - Liste

28-5-2018

Bicalutamid-Uropharm® 150 mg

Rote - Liste

18-5-2018

EU/3/14/1383 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/14/1383 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/14/1383 (Active substance: Single-chain urokinase plasminogen activator) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)3150 of Fri, 18 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/125/14/T/01

Europe -DG Health and Food Safety

3-5-2018

Ivemend (Merck Sharp and Dohme Limited)

Ivemend (Merck Sharp and Dohme Limited)

Ivemend (Active substance: fosaprepitant) - Centralised - 2-Monthly update - Commission Decision (2018)2777 of Thu, 03 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/743/II/37

Europe -DG Health and Food Safety

21-3-2018

EU/3/16/1763 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/16/1763 (IQVIA RDS Ireland Limited)

EU/3/16/1763 (Active substance: Tadekinig alfa) - Transfer of orphan designation - Commission Decision (2018)1825 of Wed, 21 Mar 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMA/OD/150/16/T/01

Europe -DG Health and Food Safety