Itraconazol Sandoz

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Itraconazol Sandoz Kapseln
  • Darreichungsform:
  • Kapseln
  • Zusammensetzung:
  • itraconazolum 100 mg, excipiens pro capsula.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Itraconazol Sandoz Kapseln
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetika human
  • Therapiebereich:
  • Antimykotikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 55991
  • Berechtigungsdatum:
  • 04-09-2006
  • Letzte Änderung:
  • 11-09-2017

Packungsbeilage

Patienteninformation

Itraconazol Sandoz®

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Itraconazol Sandoz und wann wird es angewendet?

Itraconazol Sandoz ist ein Arzneimittel gegen verschiedene Pilzkrankheiten der Haut, der Genitalien

und des Mundes. Dafür genügt meistens eine kurze Behandlungsdauer. Itraconazol Sandoz wirkt

auch gegen bestimmte Pilzkrankheiten der Nägel und der inneren Organe, erfordert dann aber eine

längere Behandlungsdauer. Es greift in den Stoffwechsel der Membran der Pilzzellen ein; dadurch

sterben diese ab oder können leichter von der körpereigenen Abwehr beseitigt werden.

Itraconazol Sandoz darf nur auf Verschreibung des Arztes resp. der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen

Erkrankung verschrieben.

Das Antimykotikum in Itraconazol Sandoz ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche

Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht

richtig dosierten Antimykotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von

sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an. Auch bei späteren

Infektionen dürfen Sie Itraconazol Sandoz nicht ohne erneute ärztliche Konsultation anwenden.

Wann darf Itraconazol Sandoz nicht angewendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe darf Itraconazol Sandoz nicht

eingenommen werden.

Während der Schwangerschaft darf Itraconazol Sandoz nicht eingenommen werden ausser Ihr

Arzt/Ihre Ärztin ist über die Schwangerschaft orientiert und verordnet es ausdrücklich; eine

Schwangerschaft ist vor der Einnahme von Itraconazol Sandoz auszuschliessen. Frauen im

gebärfähigen Alter müssen sich während der Behandlung mit Itraconazol Sandoz sowie während

eines ganzen Menstruationszyklus nach Behandlungsende (d.h. 5–7 Wochen) zuverlässig vor einer

Schwangerschaft schützen.

Wenn Sie an Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leiden, dürfen Sie Itraconazol Sandoz nicht

einnehmen, ausser Ihr Arzt/Ihre Ärztin ist darüber informiert und verordnet es ausdrücklich.

Falls während der Behandlung mit Itraconazol Sandoz Kurzatmigkeit, unerwartete

Gewichtszunahme, geschwollene Beine, ungewohnte Müdigkeit oder plötzliches Aufwachen in der

Nacht auftreten, müssen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe aufsuchen.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie auf andere Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen

allergisch sind.

Wenn Sie Itraconazol Sandoz einnehmen, dürfen Sie die folgenden Arzneimittel nicht einnehmen:

·bestimmte Arzneimittel gegen Allergien (wie z.B. Mizolastin);

·gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Angina Pectoris (starke drückende Schmerzen in der

Brust) oder von Bluthochdruck insbesondere Nisoldipin;

·bestimmte Arzneimittel, die das Cholesterin senken (z.B. Simvastatin, Lovastatin);

·bestimmte Schlafmittel (wie Midazolam, Triazolam);

·bestimmte Arzneimittel gegen psychotische Störungen (wie z.B. Sertindol, Quetiapin);

·Ergot-Alkaloide wie z.B. Ergotamin, Dihydroergotamin zur Behandlung von Migräne;

·Ergot-Alkaloide wie z.B. Methylergometrin, welche zur Kontrolle von Blutungen und zur

Förderung der Uteruskontraktion nach der Geburt angewendet werden und

·bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Chinidin, Dronedaron, Ivabradin,

Ranolazin;

·bestimmte Arzneimittel gegen Herzinsuffizienz (z.B. Eplerenon);

·Colchicin, ein Arzneimittel gegen Gicht, wenn Sie an eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion

leiden.

Wann ist bei der Einnahme von Itraconazol Sandoz Vorsicht geboten?

Bei bestehenden Lebererkrankungen oder wenn bei der Behandlung mit einem anderen Arzneimittel

unerwünschte Wirkungen auf die Leber festgestellt wurden, soll der Arzt/die Ärztin informiert

werden, da in diesen Fällen das Risiko für schwere Leberprobleme erhöht ist.

Stoppen Sie die Einnahme von Itraconazol Sandoz und suchen Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin auf,

falls während der Behandlung Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit,

Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut oder der Augen, blasse Stühle oder dunkler Urin auftreten.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin über diese Symptome umgehend informieren, da

möglicherweise Leberprobleme mit schwerwiegendem Verlauf auftreten können. Wenn Sie

Itraconazol Sandoz einnehmen, wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin möglicherweise regelmässig

Blutuntersuchungen anordnen. Der Grund dafür ist die frühe Feststellung von Leberstörungen, denn

solche Störungen können sehr selten auftreten.

Falls Sie Nierenprobleme haben, sollten Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin informieren, da eventuell die

Dosis angepasst werden muss.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn an Händen oder Füssen ein ungewohntes

Kribbeln, Schwäche oder Taubheit auftreten.

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie Herzprobleme haben oder an einer Nieren- oder

Lungenerkrankung leiden.

Suchen Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin auf oder kontaktieren Sie ihn/sie umgehend beim Auftreten

von Atemproblemen (Kurzatmigkeit), bei unerwarteter Gewichtszunahme, beim Anschwellen der

Beine, bei ungewöhnlicher Müdigkeit oder falls Sie während der Nacht plötzlich anfangen

ungewöhnlich oft aufzuwachen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn

unter der Einnahme von Itraconazol Sandoz Kapseln eine schwere allergische Reaktion

(gekennzeichnet durch schweren Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Atemschwierigkeiten

und/oder geschwollenes Gesicht) auftritt.

Brechen Sie sofort die Behandlung mit Itraconazol Sandoz Kapseln ab und informieren Sie

umgehend Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie überempfindlich gegen Sonnenlicht werden.

Brechen Sie sofort die Behandlung mit Itraconazol Sandoz Kapseln ab und informieren Sie

umgehend Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen eine schwere Hauterkrankung wie z.B. ein

grossflächiger Hautausschlag mit Ablösen der Haut sowie Bläschen in der Mundhöhle, an den Augen

und an den Genitalien oder ein Hautausschlag mit kleinen Eiterbläschen oder Blasen auftritt.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker resp. Ihrer Ärztin oder Apothekerin mit, welche Arzneimittel

Sie momentan einnehmen. Nehmen Sie während der Behandlung mit Itraconazol Sandoz keine

weiteren Arzneimittel ein ohne vorher Ihren Arzt/Ihre Ärztin zu informieren (siehe auch «Wann darf

Itraconazol Sandoz nicht angewendet werden?»).

Gewisse Arzneimittel können die Wirkung von Itraconazol Sandoz stark vermindern. Dies gilt vor

allem für einige Produkte zur Behandlung von Epilepsie (z.B. Carbamazepin, Phenytoin,

Phenobarbital), zur Behandlung gegen Tuberkulose (z.B. Rifampicin, Rifabutin, Isoniazid), zur

Behandlung von AIDS (z.B. Efavirenz, Nevirapin) und für Zubereitungen, die Johanniskraut

(Hypericum perforatum) enthalten (= pflanzliche Produkte, welche bei gedrückter Stimmung und

depressiven Symptomen eingesetzt werden).

Gewisse Arzneimittel können die Wirkung von Itraconazol Sandoz erhöhen. Dies sind z.B.

·gewisse Antibiotika wie Clarithromycin, Erythromycin, Ciprofloxacin;

·bestimmte Arzneimittel gegen Infektionen mit dem HIV-Virus (HIV-Protease-Hemmer, z.B.

Indinavir, Ritonavir);

Sie sollten deshalb immer Ihren Arzt/Ihre Ärztin informieren, falls Sie eines dieser Produkte

einnehmen, damit er/sie die entsprechenden Massnahmen treffen kann.

Itraconazol kann die Wirkung anderer Arzneimittel erhöhen. Die Kombination mit diesen

Arzneimitteln kann entweder nicht empfohlen werden oder eine Dosisanpassung von Itraconazol

Sandoz oder vom Begleitarzneimittel erforderlich machen, worüber jedoch Ihr Arzt/Ihre Ärztin

entscheidet. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt/Ihre Ärztin, falls Sie eines der folgenden

Arzneimittel einnehmen:

·Mittel gegen Herzkrankheiten oder hohen Blutdruck (wie Aliskiren oder Digoxin, Nadolol,

Riociquat, gewisse Kalzium-Kanal-Blocker wie Felodipin oder Dihydropyridin-Derivate,

Verapamil);

·Arzneimittel zur «Blutverdünnung» (Antikoagulantien) wie Rivaroxaban oder Apixaban, Cumarin,

Dabigatran;

·Arzneimittel, welche zum Einnehmen, zur Inhalation und als Injektion bei entzündlichen

Erkrankungen, Asthma und Allergien verabreicht werden wie Salmeterol oder Methylprednisolon,

Budesonid, Ciclesonid, Fluticason und Dexamethason;

·Arzneimittel, welche oft nach Organtransplantationen verabreicht werden wie Everolimus,

Sirolimus, Temsirolimus oder Cyclosporin A, Tacrolimus;

·bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von AIDS wie Maraviroc, Saquinavir;

·bestimmte Arzneimittel gegen Krebs wie Dasatinib, Nilotinib, Sunitinib, Trabectedin, Irinotecan,

Lapatinib oder Bortezomib, Busulfan, Docetaxel, Erlotinib, Ixabepilone,Vinca-Alkaloide;

·bestimmte Arzneimittel gegen Angstzustände wie Alprazolam;

·Arzneimittel gegen Schlafstörungen (Tranquilizer) wie z.B. Midazolam i.v.;

·Arzneimittel gegen Depressionen wie Reboxetin; gewisse Psycho-Pharmaka wie Aripiprazol,

Haloperidol, Risperidon;

·Starke Schmerzmittel wie Fentanyl, Methadon oder Alfentanil, Buprenorphin, Oxycodon,

Sufentanil;

·Eletriptan zur Behandlung von Migräne;

·Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (erhöhter Blutzucker) wie Repaglinid, Saxagliptin;

·Gewisse Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen wie Aprepitant und Domperidon;

·Simeprevir, ein Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis C;

·Arzneimittel zur Behandlung von Harninkontinenz bei Männern wie Tamsulosin oder zur

Behandlung der gereizten Harnblase wie Fesoterodin, Solifenacin, Tolterodin

·Arzneimittel zur Behandlung von Erektions-Funktionsstörung wie Vardenafil oder Sildenafil,

Tadalafil;

·Atorvastatin, ein Arzneimittel zur Senkung von Cholesterin;

·Alitretinoin (orale Formulierung), ein Arzneimittel zur Behandlung von Ekzem;

·Cinacalcet, ein Arzneimittel zur Behandlung von einer Nebenschilddrüsenüberfunktion;

·Gewisse Arzneimittel gegen Allergien wie Bilastin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie unter einer Neutropenie (Mangel an

Granulozyten) oder AIDS leiden oder wenn Sie ein transplantiertes Organ besitzen. Die Dosis von

Itraconazol Sandoz muss evtl. angepasst werden.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie Symptome eines Hörverlustes

bemerken und brechen Sie die Behandlung mit Itraconazol Sandoz ab. In einigen sehr wenigen

Fällen wurde über einen vorübergehenden oder anhaltenden Hörverlust bei Patienten unter

Behandlung von Itraconazol berichtet.

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sehstörungen (verschwommenes Sehen oder

Doppeltsehen) oder Ohrgeräusche auftreten oder wenn Sie die Kontrolle über die Harnentleerung

verlieren oder häufiger urinieren als gewöhnlich.

Kinder und Jugendliche

Da Erfahrungen mit Itraconazol Sandoz bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen fehlen,

darf dieses nur verabreicht werden, wenn der Nutzen einer Behandlung die möglichen Risiken

übersteigt. Darüber entscheidet Ihr Arzt/Ihre Ärztin.

Ältere Patienten

Da nur wenige klinische Daten über die Anwendung von Itraconazol Sandoz bei älteren Patienten

vorliegen, wird empfohlen, Itraconazol Sandoz Kapseln bei diesen Patienten nur anzuwenden, wenn

der erwartete Nutzen einer Behandlung die möglichen Risiken übersteigt. Darüber entscheidet Ihr

Arzt/Ihre Ärztin.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion

leiden, da in diesem Falle das Arzneimittel mit Vorsicht anzuwenden ist.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn sie unter einer eingeschränkten Leberfunktion

leiden, da in diesem Falle das Arzneimittel mit Vorsicht anzuwenden ist.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Itraconazol Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während der Schwangerschaft darf Itraconazol Sandoz nicht eingenommen werden

(Vorsichtsmassnahmen siehe «Wann darf Itraconazol Sandoz nicht angewendet werden?»).

Während der Stillzeit darf Itraconazol Sandoz nicht ohne Absprache mit dem Arzt/der Ärztin

eingenommen werden, da kleine Mengen des Wirkstoffes in die Muttermilch übertreten.

Wie verwenden Sie Itraconazol Sandoz?

Erwachsene

Wenn vom Arzt resp. der Ärztin nicht anders verordnet, wird Itraconazol Sandoz wie folgt

eingenommen:

Hautpilzerkrankungen

Pilzbefall behaarter oder unbehaarter Haut: 1 Kapsel täglich während 2 Wochen.

Pilzbefall an den Füssen oder Händen: 1 Kapsel täglich während 4 Wochen.

Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte)

2 Kapseln 1× täglich während 1 Woche.

Pilzerkrankungen der Scheide oder der äusseren Geschlechtsteile

Am Tag der Konsultation: 2 Kapseln nach dem nächsten Essen.

Am folgenden Tag: 2 Kapseln nach dem ersten Essen.

Hefepilzbefall im Mund-Rachenbereich

1 Kapsel täglich während 2 Wochen.

Pilzerkrankungen der Nägel

Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird entscheiden, ob eine fortdauernde (kontinuierliche) oder eine zyklische

Therapie (periodische Wiederholung) zu wählen ist:

Fortdauernde Therapie: 2 Kapseln 1× täglich während 3 Monaten.

Zyklische Therapie: 2 Kapseln 2× täglich während 1 Woche gefolgt von 3 Wochen Pause (= 1

Zyklus). Bei Pilzbefall der Fingernägel diesen Zyklus 1×, bei Pilzbefall der Zehennägel 2×

wiederholen.

Nur Befall der Fingernägel

Woche 1: 2× täglich 2 Kaps. Itraconazol Sandoz.

Woche 2: Keine Therapie.

Woche 3: Keine Therapie.

Woche 4: Keine Therapie.

Woche 5: 2× täglich 2 Kaps. Itraconazol Sandoz.

Woche 6: Therapie-Ende.

Befall der Zehennägel mit oder ohne Fingernägel

Woche 1: 2× täglich 2 Kaps. Itraconazol Sandoz.

Woche 2: Keine Therapie.

Woche 3: Keine Therapie.

Woche 4: Keine Therapie.

Woche 5: 2× täglich 2 Kaps. Itraconazol Sandoz.

Woche 6: Keine Therapie.

Woche 7: Keine Therapie.

Woche 8: Keine Therapie.

Woche 9: 2× täglich 2 Kaps. Itraconazol Sandoz.

Woche 10: Therapie-Ende.

Pilzinfektionen der inneren Organe

Abhängig von der Art der Infektion sind 1× täglich 1 Kapsel bis zu 2× täglich 2 Kapseln über

mehrere Monate erforderlich.

Itraconazol Sandoz Kapseln sollen jeweils unmittelbar nach einer vollen Mahlzeit mit etwas

Flüssigkeit eingenommen werden.

Damit Itraconazol Sandoz ausreichend in den Körper aufgenommen werden kann, muss genügend

Magensäure vorhanden sein. Deshalb sollten Arzneimittel, welche die Magensäure neutralisieren,

mindestens 1 Stunde vor der Einnahme von Itraconazol Sandoz oder frühestens 2 Stunden nach der

Einnahme von Itraconazol Sandoz eingenommen werden. Falls Sie Arzneimittel einnehmen, welche

die Magensäure-Produktion blockieren, sollten Sie Itraconazol Sandoz zusammen mit einem

säurehaltigen Getränk wie Cola (Nicht-Diät-Cola) einnehmen. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt

oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Der Wirkstoff von Itraconazol Sandoz bleibt noch während 2–4 Wochen nach Behandlungsende in

der Haut und während 6–9 Monaten in den Nägeln. Aus diesem Grunde wird eine optimale Wirkung

oft erst mehrere Wochen resp. Monate nach dem Therapieende erreicht und die Haut- resp.

Nageldefekte verschwinden oft erst während dieser Zeit. Seien Sie deshalb nicht beunruhigt, wenn

Sie unmittelbar während der Therapie noch keine Besserung beobachten und fahren Sie mit der

Behandlung von Itraconazol Sandoz, wie von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin verordnet, fort.

Eine begonnene Antimykotika-Therapie sollte so lange wie vom Arzt/von der Ärztin verordnet

durchgeführt werden. Weder die tägliche Dosis noch die Therapiedauer dürfen ohne Rücksprache

mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin geändert werden.

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt

oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Itraconazol Sandoz haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Itraconazol Sandoz auftreten:

Häufig: Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen.

Gelegentlich: Infektionen der oberen Atemwege (wie Nasennebenhöhlenentzündung,

Nasenschleimhautentzündung), Überempfindlichkeitsreaktionen, Schwindel, Verdauungsstörungen,

Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Erbrechen, Nesselsucht, Hautauschlag, Menstruationsstörungen.

Selten: Änderungen des Blutbildes, Serumkrankheit, Angioödem (Schwellung vorwiegend an

Augenlidern, Lippen, Kinn, Wangen oder Zunge), anaphylaktische Reaktionen, erhöhte

Blutfettwerte, Kribbeln, Herabsetzung der Berührung/Schmerzempfindung der Haut (Hypästhesie),

Zittern, Sehstörungen, vorübergehender oder permanenter Hörverlust, Ohrgeräusch, Herzinsuffizienz

(bis zum Herzversagen), Kurzatmigkeit, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, schwere Lebertoxizität

(einschliesslich akutes Leberversagen mit tödlichem Ausgang), Haarausfall, Überempfindlichkeit

gegenüber Sonnenlicht, schwerwiegende Hautreaktionen, Beschwerden bei der Blasenentleerung

(Pollakisurie), erhöhter Kreatininphosphokinasewert im Blut, erektile Dysfunktion sowie Ödeme.

Des Weiteren wurde über folgende Nebenwirkungen berichtet, die mit anderen Darreichungsformen

von Itraconazol Sandoz aufgetreten sind:

Störungen des Blutbildes, allergische Reaktionen, erhöhte Blutzuckerwerte, erhöhter oder

verminderter Kaliumspiegel im Blut, verminderter Magnesiumspiegel im Blut,

Verwirrtheitszustände, Schläfrigkeit, periphere Neuropathie, Herzrasen, hoher oder niedriger

Blutdruck, Stimmbildungsstörungen, Husten, Lungenödem, Gelbsucht, vermehrtes Schwitzen,

Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, eingeschränkte Nierenfunktion, Verlust der Kontrolle über die

Harnentleerung (Harninkontinenz), Erschöpfung, Schmerzen (z.B. im Brustbereich), Fieber,

Schüttelfrost.

Die beobachteten Nebenwirkungen waren im Allgemeinen zwischen den pädiatrischen und den

erwachsenen Patienten vergleichbar, das Auftreten war jedoch bei den pädiatrischen Patienten

häufiger.

Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Itraconazol Sandoz kommen gelegentlich vor. Solche

Reaktionen können sich als Hautausschlag (Hautrötungen, Juckreiz, Nesselausschlag),

Kurzatmigkeit, Atemschwierigkeiten und/oder geschwollenes Gesicht äussern. Kontaktieren Sie

sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn schwerwiegende allergische Reaktionen,

Überempfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht, Kribbeln in den Gliedmassen oder eine

schwerwiegende Hautreaktion auftreten. Zu letzterer gehören insbesondere eine Bläschenbildung auf

der Haut oder Schleimhaut (z.B. im Mund, an den Augen oder im Genitalbereich), kleine

Eiterbläschen oder grosse Blasen mit anschliessender Hautablösung. Sollte dies passieren, brechen

Sie die Therapie ab und suchen Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin auf.

Suchen Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin auf oder kontaktieren Sie ihn/sie umgehend beim Auftreten

von Atemproblemen (Kurzatmigkeit), bei unerwarteter Gewichtszunahme, beim Anschwellen der

Beine, bei ungewöhnlicher Müdigkeit oder falls Sie während der Nacht plötzlich anfangen

ungewöhnlich oft aufzuwachen, da dies erste Anzeichen einer Herzschwäche sein können.

Eines oder mehrere der folgenden Symptome kann bei einer sehr selten vorkommenden

Leberfunktionsstörung auftreten: Appetitmangel, Übelkeit, Erbrechen, unerklärliche, extreme

Müdigkeit, Bauchschmerzen, Gelbsucht, dunkler Urin, heller Stuhl. In diesen Fällen soll die

Therapie abgebrochen und der Arzt/die Ärztin informiert werden, da eine Leberfunktionsstörung

möglicherweise einen schwerwiegenden Verlauf nehmen kann.

Kontaktieren Sie einen Arzt oder eine Ärztin, wenn Sehstörungen (verschwommenes Sehen oder

Doppelt-Sehen) oder Ohrensausen auftreten oder wenn Sie die Kontrolle über die Harnentleerung

verlieren (Harninkontinenz) oder häufiger urinieren als üblich.

Wenn Sie einen Hörverlust erleiden, stoppen Sie die Einnahme von Itraconazol Sandoz und

kontaktieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin.

Falls irgendein anderes Krankheitszeichen auftritt, von dem Sie einen Zusammenhang mit der

Einnahme von Itraconazol Sandoz vermuten, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker

bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin aufsuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15‒25 °C), vor Feuchtigkeit geschützt und ausser

Reichweite von Kindern lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle

(Arzt/Ärztin, Apotheker/Apothekerin) zum fachgerechten Entsorgen bringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Itraconazol Sandoz enthalten?

1 Kapsel Itraconazol Sandoz enthält 100 mg Itraconazol sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

55991 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Itraconazol Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 4, 15 und 30 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im November 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.

30-7-2018

Hyrimoz (Sandoz GmbH)

Hyrimoz (Sandoz GmbH)

Hyrimoz (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5097 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4320

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Halimatoz (Sandoz GmbH)

Halimatoz (Sandoz GmbH)

Halimatoz (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5098 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4866

Europe -DG Health and Food Safety

30-7-2018

Hefiya (Sandoz GmbH)

Hefiya (Sandoz GmbH)

Hefiya (Active substance: adalimumab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)5099 of Mon, 30 Jul 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4865

Europe -DG Health and Food Safety

13-7-2018

Erelzi (Sandoz GmbH)

Erelzi (Sandoz GmbH)

Erelzi (Active substance: etanercept) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4712 of Fri, 13 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Temozolomide Sandoz (Sandoz GmbH)

Temozolomide Sandoz (Sandoz GmbH)

Temozolomide Sandoz (Active substance: temozolomide) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4480 of Tue, 10 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

10-7-2018

Pemetrexed Sandoz (Sandoz GmbH)

Pemetrexed Sandoz (Sandoz GmbH)

Pemetrexed Sandoz (Active substance: pemetrexed) - Centralised - Yearly update - Commission Decision (2018)4485 of Tue, 10 Jul 2018

Europe -DG Health and Food Safety

23-5-2018

Zessly (Sandoz GmbH)

Zessly (Sandoz GmbH)

Zessly (Active substance: infliximab) - Centralised - Authorisation - Commission Decision (2018)3215 of Wed, 23 May 2018 European Medicines Agency (EMA) procedure number: EMEA/H/C/4647

Europe -DG Health and Food Safety