Itracim

Hauptinformation

  • Handelsname:
  • Itracim Kapseln
  • Darreichungsform:
  • Kapseln
  • Zusammensetzung:
  • itraconazolum 100 mg, excipiens pro Kapsel.
  • Verwenden für:
  • Menschen
  • Art der Medizin:
  • allopathic Droge

Dokumenten

Lokalisierung

  • Erhältlich in:
  • Itracim Kapseln
    Schweiz
  • Sprache:
  • Deutsch

Therapeutische Informationen

  • Therapiegruppe:
  • Synthetik menschlichen
  • Therapiebereich:
  • Antimykotikum

Weitere Informationen

Status

  • Quelle:
  • Swissmedic - Swiss Agency for Therapeutic Products
  • Zulassungsnummer:
  • 57544
  • Berechtigungsdatum:
  • 04-09-2006
  • Letzte Änderung:
  • 17-02-2018

Packungsbeilage

Patienteninformation

Patienteninformation

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen. Dieses

Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden, und Sie dürfen es nicht an andere Personen

weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das

Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Itracim, Kapseln

Was ist Itracim und wann wird es angewendet?

Itracim ist ein Arzneimittel gegen verschiedene Pilzkrankheiten der Haut, der Genitalien und des

Mundes. Dafür genügt meistens eine kurze Behandlungsdauer. Itracim wirkt auch gegen bestimmte

Pilzkrankheiten der Nägel und der inneren Organe, erfordert dann aber eine längere

Behandlungsdauer. Es greift in den Stoffwechsel der Membran der Pilzzellen ein; dadurch sterben

diese ab oder können leichter von der körpereigenen Abwehr beseitigt werden.

Itracim darf nur auf Verschreibung des Arztes resp. der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen

Erkrankung verschrieben.

Das Antimykotikum in Itracim ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Infektionskrankheiten

verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten

Antimykotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus für die

Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an. Auch bei späteren Infektionen dürfen

Sie Itracim nicht ohne erneute ärztliche Konsultation anwenden.

Wann darf Itracim nicht angewendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe darf Itracim nicht eingenommen

werden.

Während der Schwangerschaft darf Itracim nicht eingenommen werden, ausser Ihr Arzt/Ihre Ärztin

ist über die Schwangerschaft orientiert und verordnet es ausdrücklich; eine Schwangerschaft ist vor

der Einnahme von Itracim auszuschliessen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen sich während der

Behandlung mit Itracim sowie während eines ganzen Menstruationszyklus nach Behandlungsende

(d.h. 5-7 Wochen) zuverlässig vor einer Schwangerschaft schützen.

Wenn Sie an Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leiden, dürfen Sie Itracim nicht einnehmen, ausser Ihr

Arzt/Ihre Ärztin ist darüber informiert und verordnet es ausdrücklich. Falls während der Behandlung

mit Itracim Kurzatmigkeit, unerwartete Gewichtszunahme, geschwollene Beine, ungewohnte

Müdigkeit oder plötzliches Aufwachen in der Nacht auftreten, müssen Sie unverzüglich ärztliche

Hilfe aufsuchen.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn Sie auf andere Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen

allergisch sind.

Wenn Sie Itracim einnehmen, dürfen Sie die folgenden Arzneimittel nicht einnehmen:

×bestimmte Arzneimittel gegen Allergien (wie z.B. Mizolastin);

×gewisse Arzneimittel zur Behandlung von Angina Pectoris (starke drückende Schmerzen in der

Brust) oder von Bluthochdruck insbesondere Nisoldipin;

×Ticagrelor, ein Arzneimittel, das die Blutgerinnung verlangsamt;

×bestimmte Arzneimittel, die das Cholesterin senken (z.B. Simvastatin, Lovastatin);

×bestimmte Schlafmittel (wie Midazolam, Triazolam);

×bestimmte Arzneimittel gegen psychotische Störungen (wie z.B. Sertindol, Quetiapin);

×Ergot-Alkaloide wie z.B. Ergotamin, Dihydroergotamin zur Behandlung von Migräne;

×Ergot-Alkaloide wie z.B. Methylergometrin, welche zur Kontrolle von Blutungen und zur

Förderung der Uteruskontraktion nach der Geburt angewendet werden

×bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Chinidin, Dronedaron, Ivabradin,

Ranolazin;

×bestimmte Arzneimittel gegen Herzinsuffizienz (z.B. Eplerenon);

×Sildenafil gegen pulmonale arterielle Hypertonie

×Domperidon, ein Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen;

×Colchicin zur Behandlung von Gicht, wenn Sie an eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion

leiden.

Wann ist bei der Einnahme von Itracim Vorsicht geboten?

Bei bestehenden Lebererkrankungen oder wenn bei der Behandlung mit einem anderen Arzneimittel

unerwünschte Wirkungen auf die Leber festgestellt wurden, soll der Arzt/die Ärztin informiert

werden, da in diesen Fällen das Risiko für schwere Leberprobleme erhöht ist.

Stoppen Sie die Einnahme von Itracim und suchen Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin auf, falls

während der Behandlung Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit,

Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut oder der Augen, blasse Stühle oder dunkler Urin auftreten.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin über diese Symptome umgehend informieren, da

möglicherweise Leberprobleme mit schwerwiegendem Verlauf auftreten können. Wenn Sie Itracim

einnehmen, wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin möglicherweise regelmässig Blutuntersuchungen anordnen.

Der Grund dafür ist die frühe Feststellung von Leberstörungen, denn solche Störungen können sehr

selten auftreten.

Falls Sie Nierenprobleme haben, sollten Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin informieren, da eventuell die

Dosis angepasst werden muss.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn an Händen oder Füssen ein ungewohntes

Kribbeln, Schwäche oder Taubheit auftreten.

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie Herzprobleme haben oder an einer Nieren- oder

Lungenerkrankung leiden.

Suchen Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin auf oder kontaktieren Sie ihn/sie umgehend beim Auftreten

von Atemproblemen (Kurzatmigkeit), bei unerwarteter Gewichtszunahme, beim Anschwellen der

Beine, bei ungewöhnlicher Müdigkeit oder falls Sie während der Nacht plötzlich anfangen,

ungewöhnlich oft aufzuwachen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn

unter der Einnahme von Itracim Kapseln eine schwere allergische Reaktion (gekennzeichnet durch

schweren Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Atemschwierigkeiten und/oder geschwollenes

Gesicht) auftritt.

Brechen Sie sofort die Behandlung mit Itracim Kapseln ab und informieren Sie umgehend Ihren

Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie überempfindlich gegen Sonnenlicht werden.

Brechen Sie sofort die Behandlung mit Itracim Kapseln ab und informieren Sie umgehend Ihren

Arzt/Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen eine schwere Hauterkrankung wie z.B. ein grossflächiger

Hautausschlag mit Ablösen der Haut sowie Bläschen in der Mundhöhle, an den Augen und an den

Genitalien oder ein Hautausschlag mit kleinen Eiterbläschen oder Blasen auftritt.

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker resp. Ihrer Ärztin oder Apothekerin mit, welche Arzneimittel

Sie momentan einnehmen. Nehmen Sie während der Behandlung mit Itracim keine weiteren

Arzneimittel ein ohne vorher Ihren Arzt/Ihre Ärztin zu informieren (siehe auch «Wann darf Itracim

nicht angewendet werden?»).

Gewisse Arzneimittel können die Wirkung von Itracim stark vermindern. Dies gilt vor allem für

einige Produkte zur Behandlung von Epilepsie (z.B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital), zur

Behandlung gegen Tuberkulose (z.B. Rifampicin, Rifabutin, Isoniazid), zur Behandlung von AIDS

(z.B. Efavirenz, Nevirapin) und für Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum)

enthalten (= pflanzliche Produkte, welche bei gedrückter Stimmung und depressiven Symptomen

eingesetzt werden).

Gewisse Arzneimittel können die Wirkung von Itracim erhöhen. Dies sind z.B.

×gewisse Antibiotika wie Clarithromycin, Erythromycin, Ciprofloxacin;

×bestimmte Arzneimittel gegen Infektionen mit dem HIV-Virus (HIV-Protease-Hemmer, z.B.

Indinavir, Ritonavir) oder Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis C (z.B. Telaprevir).

Sie sollten deshalb immer Ihren Arzt/Ihre Ärztin informieren, falls Sie eines dieser Produkte

einnehmen, damit er/sie die entsprechenden Massnahmen treffen kann.

Itracim kann die Wirkung anderer Arzneimittel erhöhen. Die Kombination mit diesen Arzneimitteln

kann entweder nicht empfohlen werden oder eine Dosisanpassung von Itracim oder vom

Begleitarzneimittel erforderlich machen, worüber jedoch Ihr Arzt/Ihre Ärztin entscheidet.

Informieren Sie deshalb Ihren Arzt/Ihre Ärztin, falls Sie eines der folgenden Arzneimittel

einnehmen:

•Mittel gegen Herzkrankheiten oder hohen Blutdruck wie Aliskiren, Tadalafil oder Bosentan,

Digoxin, Nadolol, Riociquat, gewisse Kalzium-Kanal-Blocker wie Felodipin oder Dihydropyridin-

Derivate, Verapamil;

•Arzneimittel zur «Blutverdünnung» (Antikoagulantien) wie Rivaroxaban oder Apixaban, Cumarin,

Dabigatran;

•Arzneimittel, welche zum Einnehmen, zur Inhalation und als Injektion bei entzündlichen

Erkrankungen, Asthma und Allergien verabreicht werden wie Salmeterol oder Methylprednisolon,

Budesonid, Ciclesonid, Fluticason und Dexamethason;

•Arzneimittel, welche oft nach Organtransplantationen verabreicht werden wie Everolimus,

Sirolimus, Temsirolimus oder Cyclosporin A, Tacrolimus;

•bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von AIDS wie Maraviroc, Saquinavir;

•bestimmte Arzneimittel gegen Krebs wie Axitinib, Dabrafenib Dasatinib, Ibrutinib, Nilotinib,

Sunitinib, Trabectedin, Irinotecan, Lapatinib oder Bortezomib, Busulfan, Docetaxel, Erlotinib,

Gefitinib, Imatinib, Ponatinib, Ixabepilone, Vinca-Alkaloide;

•bestimmte Arzneimittel gegen Angstzustände wie Alprazolam;

•Arzneimittel gegen Schlafstörungen (Tranquilizer) wie z.B. Midazolam i.v.;

•Arzneimittel gegen Depressionen wie Reboxetin; gewisse Psycho-Pharmaka wie Aripiprazol,

Haloperidol, Risperidon;

•Starke Schmerzmittel wie Fentanyl, Methadon oder Alfentanil, Buprenorphin, Oxycodon,

Sufentanil;

•Eletriptan zur Behandlung von Migräne;

•Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (erhöhter Blutzucker) wie Repaglinid Saxagliptin;

•Gewisse Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen wie Aprepitant;

•Simeprevir, ein Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis C;

•Arzneimittel zur Behandlung von Harninkontinenz bei Männern wie Darifencin, Vardenafil,

Tamsulosin oder zur Behandlung der gereizten Harnblase wie Fesoterodin, Oxybutynin, Solifenacin,

Tolterodin

•Arzneimittel zur Behandlung von Erektions-Funktionsstörung wie Vardenafil oder Sildenafil,

Tadalafil;

•Atorvastatin, ein Arzneimittel zur Senkung von Cholesterin;

•Alitretinoin (orale Formulierung), ein Arzneimittel zur Behandlung von Ekzem;

•Cinacalcet, ein Arzneimittel zur Behandlung von einer Nebenschilddrüsenüberfunktion;

•Gewisse Arzneimittel gegen Allergien wie Bilastin.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie unter einer Neutropenie (Mangel an

Granulozyten) oder AIDS leiden oder wenn Sie ein transplantiertes Organ besitzen. Die Dosis von

Itracim muss evtl. angepasst werden.

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie Symptome eines Hörverlustes

bemerken und brechen Sie die Behandlung mit Itracim ab. In einigen sehr wenigen Fällen wurde

über einen vorübergehenden oder anhaltenden Hörverlust bei Patienten unter Behandlung von

Itracim berichtet.

Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sehstörungen (verschwommenes Sehen oder

Doppeltsehen) oder Ohrgeräusche auftreten oder wenn Sie die Kontrolle über die Harnentleerung

verlieren oder häufiger urinieren als gewöhnlich.

Kinder und Jugendliche

Da Erfahrungen mit Itraconazol bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen fehlen, darf

dieses nur verabreicht werden, wenn der Nutzen einer Behandlung die möglichen Risiken übersteigt.

Darüber entscheidet Ihr Arzt/Ihre Ärztin.

Ältere Patienten

Da nur wenige klinische Daten über die Anwendung von Itracim bei älteren Patienten vorliegen,

wird empfohlen, Itracim Kapseln bei diesen Patienten nur anzuwenden, wenn der erwartete Nutzen

einer Behandlung die möglichen Risiken übersteigt. Darüber entscheidet Ihr Arzt/Ihre Ärztin.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion

leiden, da in diesem Falle das Arzneimittel mit Vorsicht anzuwenden ist.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn sie unter einer eingeschränkten Leberfunktion

leiden, da in diesem Falle das Arzneimittel mit Vorsicht anzuwenden ist.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen

Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder

äusserlich anwenden!

Darf Itracim während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während der Schwangerschaft darf Itracim nicht eingenommen werden (Vorsichtsmassnahmen siehe

«Wann darf Itracim nicht angewendet werden?»).

Während der Stillzeit darf Itracim nicht ohne Absprache mit dem Arzt/der Ärztin eingenommen

werden, da kleine Mengen des Wirkstoffes in die Muttermilch übertreten.

Wie verwenden Sie Itracim?

Erwachsene

Wenn vom Arzt, resp. der Ärztin nicht anders verordnet, wird Itracim wie folgt eingenommen:

Hautpilzerkrankungen

Pilzbefall behaarter oder unbehaarter Haut: 1 Kapsel täglich während 2 Wochen.

Pilzbefall an den Füssen oder Händen: 1 Kapsel täglich während 4 Wochen.

Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte)

2 Kapseln 1× täglich während 1 Woche.

Pilzerkrankungen der Scheide oder der äusseren Geschlechtsteile

Am Tag der Konsultation: 2 Kapseln nach dem nächsten Essen.

Am folgenden Tag: 2 Kapseln nach dem ersten Essen.

Hefepilzbefall im Mund-Rachenbereich

1 Kapsel täglich während 2 Wochen.

Pilzerkrankungen der Nägel

Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird entscheiden, ob eine fortdauernde (kontinuierliche) oder eine zyklische

Therapie (periodische Wiederholung) zu wählen ist:

Fortdauernde Therapie: 2 Kapseln 1× täglich während 3 Monaten.

Zyklische Therapie: 2 Kapseln 2× täglich während 1 Woche gefolgt von 3 Wochen Pause (=1

Zyklus). Bei Pilzbefall der Fingernägel diesen Zyklus 1×, bei Pilzbefall der Zehennägel 2×

wiederholen.

Nur Befall der Fingernägel

Woche 1: 2× täglich 2 Kaps. Itracim.

Woche 2: Keine Therapie.

Woche 3: Keine Therapie.

Woche 4: Keine Therapie.

Woche 5: 2× täglich 2 Kaps. Itracim.

Woche 6: Therapie-Ende.

Befall der Zehennägel mit oder ohne Fingernägel

Woche 1: 2× täglich 2 Kaps. Itracim.

Woche 2: Keine Therapie.

Woche 3: Keine Therapie.

Woche 4: Keine Therapie.

Woche 5: 2× täglich 2 Kaps. Itracim.

Woche 6: Keine Therapie.

Woche 7: Keine Therapie.

Woche 8: Keine Therapie.

Woche 9: 2× täglich 2 Kaps. Itracim.

Woche 10: Therapie-Ende.

Pilzinfektionen der inneren Organe

Abhängig von der Art der Infektion sind 1× täglich 1 Kapsel bis zu 2× täglich 2 Kapseln über

mehrere Monate erforderlich.

Itracim Kapseln sollen jeweils unmittelbar nach einer vollen Mahlzeit mit etwas Flüssigkeit

eingenommen werden.

Damit Itracim ausreichend in den Körper aufgenommen werden kann, muss genügend Magensäure

vorhanden sein. Deshalb sollten Arzneimittel, welche die Magensäure neutralisieren, mindestens 1

Stunde vor der Einnahme von Itracim oder frühestens 2 Stunden nach der Einnahme von Itracim

eingenommen werden. Falls Sie Arzneimittel einnehmen, welche die Magensäure-Produktion

blockieren, sollten Sie Itracim zusammen mit einem säurehaltigen Getränk wie Cola (Nicht-Diät-

Cola) einnehmen. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder

Apothekerin.

Der Wirkstoff von Itracim bleibt noch während 2-4 Wochen nach Behandlungsende in der Haut und

während 6-9 Monaten in den Nägeln. Aus diesem Grunde wird eine optimale Wirkung oft erst

mehrere Wochen resp. Monate nach dem Therapieende erreicht und die Haut- resp. Nageldefekte

verschwinden oft erst während dieser Zeit. Seien Sie deshalb nicht beunruhigt, wenn Sie unmittelbar

während der Therapie noch keine Besserung beobachten und fahren Sie mit der Behandlung von

Itracim, wie von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin verordnet, fort.

Eine begonnene Antimykotika-Therapie sollte so lange wie vom Arzt/von der Ärztin verordnet

durchgeführt werden. Weder die tägliche Dosis noch die Therapiedauer dürfen ohne Rücksprache

mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin geändert werden.

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt

oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Itracim haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Itracim auftreten:

Häufig: Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen.

Gelegentlich: Infektionen der oberen Atemwege (wie Nasennebenhöhlenentzündung,

Nasenschleimhautentzündung), Überempfindlichkeitsreaktionen, Schwindel, Verdauungsstörungen,

Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Erbrechen, Nesselsucht, Hautauschlag, Menstruationsstörungen.

Selten: Änderungen des Blutbildes, Serumkrankheit, Angioödem (Schwellung vorwiegend an

Augenlidern, Lippen, Kinn, Wangen oder Zunge), anaphylaktische Reaktionen, erhöhte

Blutfettwerte, Kribbeln, Herabsetzung der Berührung/Schmerzempfindung der Haut (Hypästhesie),

Zittern, Sehstörungen, vorübergehender oder permanenter Hörverlust, Ohrgeräusch, Herzinsuffizienz

(bis zum Herzversagen), Kurzatmigkeit, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, schwere Lebertoxizität

(einschliesslich akutes Leberversagen mit tödlichem Ausgang), Haarausfall, Überempfindlichkeit

gegenüber Sonnenlicht, schwerwiegende Hautreaktionen, Beschwerden bei der Blasenentleerung

(Pollakisurie), erhöhter Kreatininphosphokinasewert im Blut, erektile Dysfunktion sowie Ödeme.

Des Weiteren wurde über folgende Nebenwirkungen berichtet, die mit anderen Darreichungsformen

von Itracim aufgetreten sind:

Störungen des Blutbildes, allergische Reaktionen, erhöhte Blutzuckerwerte, erhöhter oder

verminderter Kaliumspiegel im Blut, verminderter Magnesiumspiegel im Blut,

Verwirrtheitszustände, Schläfrigkeit, periphere Neuropathie, Herzrasen, hoher oder niedriger

Blutdruck, Stimmbildungsstörungen, Husten, Lungenödem, Gelbsucht, vermehrtes Schwitzen,

Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, eingeschränkte Nierenfunktion, Verlust der Kontrolle über die

Harnentleerung (Harninkontinenz), Erschöpfung, Schmerzen (z.B. im Brustbereich), Fieber,

Schüttelfrost.

Die beobachteten Nebenwirkungen waren im Allgemeinen zwischen den pädiatrischen und den

erwachsenen Patienten vergleichbar, das Auftreten war jedoch bei den pädiatrischen Patienten

häufiger.

Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Itracim kommen gelegentlich vor. Solche Reaktionen können

sich als Hautausschlag (Hautrötungen, Juckreiz, Nesselausschlag), Kurzatmigkeit,

Atemschwierigkeiten und/oder geschwollenes Gesicht äussern.

Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn schwerwiegende allergische Reaktionen,

Überempfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht, Kribbeln in den Gliedmassen oder eine

schwerwiegende Hautreaktion auftreten.

Zu letzterer gehören insbesondere eine Bläschenbildung auf der Haut oder Schleimhaut (z.B. im

Mund, an den Augen oder im Genitalbereich), kleine Eiterbläschen oder grosse Blasen mit

anschliessender Hautablösung. Sollte dies passieren, brechen Sie die Therapie ab und suchen Sie

Ihren Arzt/Ihre Ärztin auf.

Suchen Sie sofort Ihren Arzt/Ihre Ärztin auf oder kontaktieren Sie ihn/sie umgehend beim Auftreten

von Atemproblemen (Kurzatmigkeit), bei unerwarteter Gewichtszunahme, beim Anschwellen der

Beine, bei ungewöhnlicher Müdigkeit oder falls Sie während der Nacht plötzlich anfangen

ungewöhnlich oft aufzuwachen, da dies erste Anzeichen einer Herzschwäche sein können.

Eines oder mehrere der folgenden Symptome kann bei einer sehr selten vorkommenden

Leberfunktionsstörung auftreten: Appetitmangel, Übelkeit, Erbrechen, unerklärliche, extreme

Müdigkeit, Bauchschmerzen, Gelbsucht, dunkler Urin, heller Stuhl. In diesen Fällen soll die

Therapie abgebrochen und der Arzt/die Ärztin informiert werden, da eine Leberfunktionsstörung

möglicherweise einen schwerwiegenden Verlauf nehmen kann.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sehstörungen (verschwommenes Sehen oder

Doppeltsehen) oder Ohrensausen auftreten oder wenn Sie die Kontrolle über die Harnentleerung

verlieren (Harninkontinenz) oder häufiger urinieren als üblich.

Wenn Sie einen Hörverlust erleiden, stoppen Sie die Einnahme von Itracim und kontaktieren Sie

Ihren Arzt/Ihre Ärztin.

Falls irgendein anderes Krankheitszeichen auftritt, von dem Sie einen Zusammenhang mit der

Einnahme von Itracim vermuten, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre

Ärztin oder Apothekerin aufsuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt,

Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Itracim ist wie alle Arzneimittel vor Kindern geschützt aufzubewahren.

Kapseln in der Originalpackung vor Feuchtigkeit geschützt und nicht über 25 °C aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet

werden.

Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle

(Arzt/Ärztin, Apotheker/Apothekerin) zum fachgerechten Entsorgen bringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese

Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Itracim enthalten?

1 Kapsel Itracim enthält 100 mg Itraconazol als Wirkstoff; sowie weitere Hilfsstoffe zur Herstellung

einer Kapsel.

Zulassungsnummer

57´544 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Itracim? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 4, 15 und 30 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

Acino Pharma AG, Liesberg.

Stand der Information

Diese Packungsbeilage wurde im August 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde

(Swissmedic) geprüft.